DE2110947A1 - Einschubaufnahme fuer einen ebenen Schaltungstraeger - Google Patents
Einschubaufnahme fuer einen ebenen SchaltungstraegerInfo
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- H01R12/70—Coupling devices
- H01R12/82—Coupling devices connected with low or zero insertion force
- H01R12/85—Coupling devices connected with low or zero insertion force contact pressure producing means, contacts activated after insertion of printed circuits or like structures
- H01R12/88—Coupling devices connected with low or zero insertion force contact pressure producing means, contacts activated after insertion of printed circuits or like structures acting manually by rotating or pivoting connector housing parts
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Description
The Bunker Ramo Corporation, Oakbrook North,
Oak Brook, Illinois 60521/USA
Einschubaufnahme für einen ebenen
Schaltungsträger
Die Erfindung betrifft eine Einschubaufnähme für
einen ebenen Schaltungsträger, der an mindestens einem Rand mit Kontaktstellen versehen ist, beispielsweise
für Leiterplatten oder Schaltungsträger in Form eines
Dickschicht- oder Dünnschichteubstrats.
Im Zuge der Miniaturisierung von elektronischen Schaltungen werden viele Schaltungen durch Bedrucken,
Beschichten od.dgl. einer oder beider Flächen einer Platte oder eines ähnlichen Trägers bzw. Substrats hergestellt.
Im Gebrauch v/erden diese Platten in geeignete Aufnahmen bzw. Klemmhalterungen eingeschoben, die dann
untereinander und mit anderen Schaltungselementen zu komplizierten elektronischen Schaltungen verbunden werden.
Um einen elektrischen Kontakt mit der Einechub-
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aufnahme zu ermöglichen, ist die Leiterplatte an wenigstens einem Rand mit mehreren Kontaktstellen versehen, die aus
Leiterstreifen "bestehen, mit denen die auf der Platte vorhandene Schaltung verbunden werden kann.
In den bisher allgemein für Leiterplatten benutzten Einschubaufnahmen werden Kontaktelemente verwendet, die
mechanisch derart vorbelastet sind, daß sie mit einer vorherbestimmten Kraft an der Leiterplatte bzw. deren Kontaktstellen
(Leiterstreifen) angreifen. Diese über eine Fläche der Schaltung ausgeübte Kraft gewährleistet einen
guten elektrischen Kontakt mit der in der Einschubaufnahme befindlichen Leiterplatte. Die fortschreitende
Miniaturisierung erfordert jedoch kleinere Kontaktflächen, so daß ein guter.Kontakt nur durch einen stärkeren Druck gewährleistet werden kann. Diese relativ starke Kraft ist erwünscht, wenn sich die Platte im Einschub befindet, kann aber beim Einschieben der Platte in die Aufnahme und beim Wiederherausziehen zu Schwierigkeiten führen.
Miniaturisierung erfordert jedoch kleinere Kontaktflächen, so daß ein guter.Kontakt nur durch einen stärkeren Druck gewährleistet werden kann. Diese relativ starke Kraft ist erwünscht, wenn sich die Platte im Einschub befindet, kann aber beim Einschieben der Platte in die Aufnahme und beim Wiederherausziehen zu Schwierigkeiten führen.
Eine solche Schwierigkeit beruht darauf, daß auf jeder Leiterplatte eine beträchtliche Anzahl von Schaltungselementen
vorhanden ist, was eine große Anzahl von Kontaktstellen bedingt. Beispielsweise besitzt eine
Leiterplatte oft über 50, ja sogar mehrere hundert Kontaktstellen. Infolge der an diesen zahlreichen Kontaktstellen wirksame Gesamtkraft kann es schwierig oder sogar unmöglich sein, eine Leiterplatte ohne Spezialwerkzeuge einzuschieben oder herauszuziehen. Bei den herkömmlichen Aufnahmen muß aus diesem Grunde der Berührungsdruck und u.U. auch die Anzahl der Kontaktstellen
der Leiterplatte stark eingeschränkt werden, damit die
Leiterplatte genügend leicht eingeschoben und herausgezogen werden kann.
Leiterplatte oft über 50, ja sogar mehrere hundert Kontaktstellen. Infolge der an diesen zahlreichen Kontaktstellen wirksame Gesamtkraft kann es schwierig oder sogar unmöglich sein, eine Leiterplatte ohne Spezialwerkzeuge einzuschieben oder herauszuziehen. Bei den herkömmlichen Aufnahmen muß aus diesem Grunde der Berührungsdruck und u.U. auch die Anzahl der Kontaktstellen
der Leiterplatte stark eingeschränkt werden, damit die
Leiterplatte genügend leicht eingeschoben und herausgezogen werden kann.
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^JEin weiteres Problem bei den bisherigen Klemmhaltungen
bzw. Einschubaufnahmen besteht"" darin, daß die Kontakte unter starkem Druck an .ήβη Anschlußstreifen der
Leiterplatte reiben und scheuern, wenn diese eingesetzt oder herausgezogen wird. Da die Dicke der Anschlußstreifen
einer üblichen Leiterplatte nur in der Größenordnung eines Zehntelmillirceters .liegt, kenn dieser Verschleiß der Kontakte
an den Anschlufistreifen beim Einschieben und Entfernen
der Leiterplatten dazu führen, daß die Leiterstreifen abgetragen werden und die Leiterplatte bereits nach
mehrmaligem Einschieben und Herausziehen beschädigt u.U. sogar zerstört ist. Infolge der starken Reibung zwischen ^
den Leiterplatten und den Einschubkontakten kann auch Edelmetall abgescheuert werden, mit dem die Kontaktfläche überzogen
ist, und die Kontakte können auch in anderer Weise beschädigt werden. Dadurch wird die Gebrauchsdauer der
Einschubaufnahmen empfindlich herabgesetzt. Der beim Einsetzen und Herausziehen der Leiterplatten in herkömmlichen
Einschubaufnahmen verursachte Verschleiß der "Kontakte und
Anschlußstreifen kann daher in mit den Leiterplatten versehenen elektronischen Geräten zu kaum auffindbaren Fehlern
führen und einen Ersatz kostspieliger Schaltungsträger erforderlich machen.
Eine andere Schwierigkeit tritt auf, wenn das verwendete Element ein keramisches Substrat ist, wie es für
Dickschicht- oder Dünnschicht-Schaltungen verwendet wird. Diese Keramikträger sind nämlich relativ spröde und zerbrechlich,
weshalb schon beim Versuch ihres Einschiebens zwischen die Kontakte einer üblichen Aufnahme ein Absplittern,
eine Rissebildung oder ein Bruch auftreten kann. Es besteht daher Bedarf an einer Einschubaufnahme,
die beim Einschieben und Herausziehen einer Leiterplatte auf deren Kontakte keine Kraft ausübt. Anderseits bildet
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sich im Laufe der Zeit auf den Kontaktfingern und Kontaktstellen ein dünner Film, der die Leitfähigkeit herabsetzt
und der sich zerstören oder entfernen läßt, wenn beim Einschieben und Herausziehen der Leiterplatte die
Elemente unter einem bestimmten, niedrigen Druck aneinander schleifen.
Man hat bereits versucht, für Leiterplatten u.dgl. Einschubaufnahmen zu schaffen, die kräftefreies Einsetzen
und Herausziehen der Platte gestatten. Ein derartiger Einschub ist für zahlreiche Zweche ausgezeichnet geeignet,
doch bedingt seine Konstruktion mindestens drei Unzulänglichkeiten, die seine Verwendung in vielen Fällen beschränken
und von denen zwei miteinander in Beziehung stehen.
Zunächst ist zum Spreizen der Kontaktfinger eine drehbare Nockenwelle vorgesehen,die dabei mit den Fingern
in Berührung kommt und deshalb nicht aus leitendem Material hergestellt werden darf. Da zu vergleichbarem Preis erhältliche
Isoliermaterialien nicht dieselbe Torsionsfestigkeit haben wie leitende Werkstoffe, insbesondere Metalle, muß
die nichtleitende Welle dicker sein, damit sie dem erforderlichen Drehmoment standhält. Bei Verwendung einer dickeren
Welle werden aber die Außenmaße der Einschubaufnahme vergrößert,
wodurch" eine Miniaturisierung behindert oder unmöglich
gemacht wird.
Eine weitere Schwierigkeit besteht darin, daß sich die Nockenwelle unterhalb der Berührungsstelle zwischen den
Kontaktfingern der Einschubaufnahme und der Leiterplatte befindet. Es ist auch ein gewisser Abstand zwischen der Stelle,
an welcher die Nockenwelle die Finger berührt, und der Stelle erforderlich, an der die Finger aus dem sie tragenden Block
heraustreter». Infolgedessen sind die Kontaktfinger relativ lang, so daß auch der elektrische Leitweg durch die Finger
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relatix lang ist. Dadurch wird der elektrische Widerstand
der Schaltung vergrößert und ihre Arbeitsgeschwindigkeit herabgesetzt, so daß der Einschub in den Fällen nicht verwendet
vier den kann, in denen ein kurzer Leitweg wichtig
ist. Infolge des relativ kleinen Abstandes zwischen der Einspannstelle und der Stelle, an der auf die Pinger eine
Kraft ausgeübt wird, ist bei diesen bekannten Einschubaufnahmen zusätzlich eine viel größere Kraft zum Bewegen der
Finger erforderlich. Infolge der Hebelgesetze würde zum Bewegen der Finger eine viel schwächere Kraft genügen, wenn
sie nur weiter oben an den Fingern angreifen könnte.
Weitere bekannte Einrichtungen, die ein kräftefreies Einschieben gestatten, sind relativ kompliziert, sperrig,
aufwendig und schwer. In den meisten dieser Einrichtungen federn die Kontaktfinger beim Einschieben und Herausziehen
der Leiterplatte von dieser weg, und die Kontaktfinger werden durch Nocken gegen die Leiterplatte gedruckt, wenn sich
diese in der richtigen Stellung befindet.' Da die Dicke der Leiterplatten etwas variieren kann oder die Leiterplatten
etwas verzogen sein können, bewirkt diese Anordnung, daß auf dickere Leiterplatten eine stärkere und auf dünnere Leiterplatten
eine schwächere Kraft ausgeübt wird. Im Falle der Ausübung einer zu starken Kraft auf eine dickere Leiterplatte
z.B. eine keramische Platte, kann daher diese selbst oder zumindest der Kontakt bzw. die Beschichtung des Leiterstreifens
beschädigt werden. Umgekehrt kann eine zu schwache Kraft zu einem ungenügenden elektrischen Kontakt und daher
zu sehr unangenehmen Aussetzfehlern in dem mit der Leiterplatte bestückten Gerät führen.
Ein wichtiges Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer.verbesserten Einschubaufnahme für ebene Schaltungsträger, z.B. gedruckte Leiterplatten, Filmsubstrate und
allgemein mit Kontakten versehene, dünne bzw. flache
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Schaltungsträger, die mit bestimmter Kraft oder auch kräftefrei
eingesetzt bzw. herausgenommen v/erden können. Die Aufnahme
soll einfach aufgebaut, kompakt, leicht sowie billig sein und die Verwendung von leitendem Material , z.B. Metall,
für torsionsbelastete Elemente ermöglichen.
Eine Einschubaufnahme der eingangs genannten Art ist
erfindungsgemäß gekennzeichnet durch einen ersten Block, der aus Isoliermaterial besteht und einen Schlitz zur A.ufnatutKi
des mit den Kontaktstollen versehenen Randes des Schalfcungsträgers
besitzt, durch mindestens eine Kontakteinrichtung, die in dem ersten Block so angeordnet ist, daß sie bei im Schlitz
befindlichem Schalungsträger mit einer Kontaktstelle desselben einen mechanischen und elektrischen Kontakt herstellt,
durch einen zweiten Block, der aus Isoliermaterial besteht und auf dem ersten Block senkrecht~zu den Wandungen des
Schlitzes frei bewegbar angeordnet ist, durch eine ander Kontakteinrichtung
angreifende Einrichtung des zweiten Blockes, mittels deren bei dessen Bewegung in bezug auf den ersten
Block die Kontakteinrichtung in gesteuerte Stellungen relativ zu dem Schlitz bewegbar ist, und durch eine Stelleinrichtung
zum Bewegen des zweiten Blockes auf dem ersten Block.
Für ebene Schaltungsträger, die mindestens an einem Rand mit Kontaktstellen versehen sind, schafft die Erfindung
somit eine Einschubaufnahme mit einem ersten Block, der aus
Isoliermaterial besteht und einen Schlitz hat, der den die Kontaktstellen tragenden Rand des Schaltungsträgers aufnehmen
kann. In dem ersten Block ist mindestens eine Kontakteinrichtung
so angeordnet, daß sie bei in dem Schlitz befindlichem Schaltungsträger mit einer Kontaktstelle desselben einen mechanischen und elektrischen Kontakt herstellt.
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Auf dem ersten Block ist ein zweiter Block aus Isoliermaterial so angebracht, daß er senkrecht".zu den Wandungen des Schlitzes
relativ zu dem ersten Block beweglich ist. Der zweite Block
besitzt Mittel, die an der Kontakteinrichtung angreifen und sie bei einer Bewegung des zweiten Blockes relativ zu dem
ersten Block in gesteuerte Stellungen relativ zu dem Schlitz bringen können. Zum Bewegen des zureiten Blockes relativ zu
dem ersten Block ist eine Einrichtung vorgesehen, welche eine
zwischen den beiden Blöcken befindliche Nockenwelle aufweisen kann, die in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
aus Metall besteht.
Besondere Vorteile einer derartigen Einschubaufnahme bestdien darin, daß der Leitweg durch Kontaktfinger kurz ist,
daß die Kontaktfinger mit einer minimalen Kraft bewegt werden können, weil die Kraft an dem Finger in beträchtlichem Abstand
von dem Einsapnnpunkt des Fingers angreift, und daß auch bei Leiterplatten von etwas unterschiedlicher Dicke oder
verzogenen bzw. verwundenen Leiterplatten auf die Anschlußstreifen der Leiterplatte eine einheitliche,gleichmäßige
Kraft ausgeübt wird.
Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden ausführlichen Beschreibung
eines "bevorzugten Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung. In dieser zeigt:
Fig. 1 eine Schrägansicht einer teilweise aufgeschnittenen Einschubaufnahme gemäß der Erfindung,
Fig. 2 eine vergrößerte Schnittansicht eines Teils der in geschlossenenm Zustand befindlichen Einschubaufnahme
und
Fig. 3 eine vergrößerte Schnittansicht des im offenem
Zustand befindlichen Einschubaufnahmeteils von Fig. 2.
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Aus Fig. 1 geht hervor, daß die erfindungsgemäße Ein-
Schubaufnahme einen Block 10 aus Isoliermaterial besitzt. Dieser Block weist zwei Flansche 12 und 14 auf, die von je
einer öffnung durchsetzt sind, w_e..lche eine Schraube, einen
Niet o.dgl. zum Befestigen des Blockes 10 an einem Gestell, einem Rahmen oder einer anderen Tragkonstruktion aufnehmen
kann. Der Block 10 hat einen eingeformten Schlitz 16, der eine Leiterplatte 18 aufnehmen kann. Diese ist mit mehreren
Kontaktstellen 20 versehen, die zum Herstellen von Kontakten mit entsprechenden Kontaktfingern 22 geeignet sind, die in
dem Block 10 angeordnet sind. Die Kontaktfinger 22 bestehen aus einem federartigen Material und können zum Erhöhen ihrer
Leitfähigkeit mit einem Edelmetall, beispielsweise Gold, überzogen sein.
Jeder Finger 22 steht durch den Block 10 hindurch vor und besitzt einen hinteren Endteil 23, um den ein Draht herumgewickelt
sein oder der durch Tauchlöten mit einer mehrschichtigen Platte verbunden oder in anderer Weise angeschlossen
sein kann. Die Finger 22 federn in die in Fig. 2 gezeigte Stellung, in der sie in den Schlitz 16 ragen. Wenn sich gemäß
Fig. 1 eine Leiterplatte in der Einschubaufnahme befindet,
üben die unter Vorspannung stehenden Finger 22 eine beträchtliche Kraft auf die Kontaktstellen 20 aus, so daß ein guter
mechanischer und elektrischer Kontakt zwischen den Kontaktstellen 20 und den Kontaktfingern 22 vorhanden ist.
Auf dem Block 10 ist ein zweiter Block 24 angebracht, der aus Isoliermaterial besteht und den oberen Teil einer
Wand des Schlitz es 16 bildet. Ih dem Block 24 ist eine Tasche 26 eingeformt, deren vordere Wandung 28 (Fig. 2 und 3) die
vorstehende Spitze 30 jedes Fingers 22 berührt. Der Block besitzt vier Flansche 32, von denen in Fig. 1 nur eine gezeigt
ist und die an je einer Ecke des Blockes 24 angeordnet sind. Beim Zusammensetzen werden diese Flansche durch den
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Schütz 16 und Schlitze 34 hindurch abwärtsbewegt, "bis sie
das Niveau von Schlitzen 36 erreichen. Danach wird der Block
24 so vorbewegt, daß die Flansche 32 in die Schlitze 36 eintreten.
Vor dem Block 24 führt man eine Nockenwelle 33 ein,
um den Block 24 festzulegen. Zum Pestlegen der Welle 38 in.
der Einschubaufnahme wird am vorderen Ende der Welle 38 ein
Kopf 40 "befestigt. Der Block 24 ist daher in dem Block 10
so gelagert, daß die Nockenwelle 38 den Block 24 nicht zu
weit nach links beilegen kann. Die Spitzen 30 der Finger 22
üben auf die Schulter 28 eine Federkraft aus, die verhindert, daß der Block 24 sich zu weit nach rechts bewegt.
Im Gebrauch befindet sich die Aufnahme normalerweise in dem in Fig. 1 und 2 gezeigten Zustand, wobei die Abflachung
der Nockenwelle 38 vertikal angeordnet ist und die Finger 20 in den Schlitz 16 vorstehen. In dieser Stellung der Nockenwelle
ragt ein zeigerartiger Vorsprung des Kopfes 40 über die seitliche Öffnung des Schlitzes 16 vor, so daß durch diese
öffnung keine Leiterplatte in die Aufnahme eingeschoben oder aus ihr herausgezogen werden kann.· Infolgedessen läßt sich
eine Leiterplatte bei geschlossenem Einschub nicht in diesen einsetzen oder aus ihm herausziehen, d.h. es kann keine Beschädigung
der Leiterplatte auftreten. Es könnte zwar ein Versuch gemacht werden, bei geschlossener Einschubaufnahme eine
Leiterplatte mit Gevralt von oben einzuschieben oder heraus- ' zuziehen, doch ist die Gefahr einer Beschädigung der Leiterplatte
durch einen solchen Versuch deswegen äußerst klein, vjeils die geschlossene Einschubaufnahme einen so starken
Widerstand bietet, daß der Versuch sehr wahrscheinlich aufgegeben wird, bevor noch eine Beschädigung der Leiterplatte
eintreten konnte. Der zeigerartige Vorsprung zeigt ferner an, ob der Einschub offen oder geschlossen ist.
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Venn zum Einsetzen oder Herausziehen einer Leiterplatte die Einschubaufnahme geöffnet werden soll, führt man
in den Schlitz 42 des Kopfes 40 einen Schraubendi^eher oder
ein ähnliches Werkzeug ein. Dann v/erden der Kopf und die daran befestigte Nockenwelle um 90° im Uhrzeigersinn gedroht,
so daß die Welle J>8 in die Fig. 3 befindliche Stellung gelangten
der sich die Abflachung der Welle 38 in einer horizontalen
Stellung befindet. Da die Flansche 32 in den Schlitzen
36 eine Aufwärtsbewegung des Blockes 24 verhindern, bewirkt
die auf ihn von der Nockenwelle 38 ausgeübte Kraft, daß der Block 24 zur Seite in der Zeichnung nach rechts bewegt
wird. Die infolgedessen von der Schulter 28 auf die Fingerspitzen 30 ausgeübte Kraft bewirkt, daß die Finger 22
aus dem Schlitz 16 heraus- und daher von der Leiterplatte 18 abgezogen werden. Infolgedessen ist die für ein kräfte—
freies Einsetzen b-zw. Entnehmen maßgebende Forderung, erfüllt, nämlich das Fehlen einer satten Berührung während des Schiebens,
Nach dem Drehen des Kopfes 40 und 90 zeigt sein zeigerähnlicher
Vorsprung aufwärts, so daß eine Leiterplatte durch die seitliche Öffnung des Schlitzes 16 eingeführt v/erden kann.
Ist dann wieder eine Leiterplatte in dem Schlitz 16, so könen der Kopf 40 und die Welle 38 im Gegenzeigersinn um 90 in
die in Fig. 1 und 2 gezeigte Stellung gedreht werden, so daß die Einschubaufnahme erneut geschlossen wird.
Die erfindungsgemäße Einschubaufnahme gestattet also
ein kräftefreies Ein- und Ausschieben. Zugleich ist sie relativ einfach aufgebaut, kompakt, leicht und billig. Weil mit
den Kontaktfingern 22 nur die Isolierblöclce 10 und 24 in Berührung stehen, kann das drehmomentbelastete Element, die Welle
38, aus Metall bestehen und daher einen relativ kleinen Durchmesser haben, so daß die Außenmaße der Einschubaufnahme und insbesondere
ihre Breite sehr klein sein können. Ferner befinden sich zwischen der Stelle, an der ein Kontaktfinger 22 aus dem
Block 10 austritt, und der Stelle, an welcher der Kontakt-
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finger einen elektrischen Kontakt mit einer Kontaktstelle 20 der Leiterplatte 18 herstellt, keinerlei Teile. Der Abstand
zwischen diesen Stellen läßt..sich deshalb auf ein absolutes Minimum reduzieren, und der Leitveg in dem Finger
22 k&nn sehr kurz sein, z.B. nur 8 mm oder weniger. Da auf die Finger 22 eine Kraft an ihrer oben angeordneten Spitze
30 ausgeübt wird, ist zwischen der Einspannstelle äer Finger 22 und der Stelle, wo die Kraft an den Fingern angreift, ein
relativ großer Abstand vorhanden; mithin genügt zum"Zurückdrücken der Finger 22 eine recht kleine Kraft. Die Finger 22 federn
normalerweise gegen die Leiterplatte, so daß auch bei kleinen Unterschieden in der Dicke der Leiterplatten oder bei verzogenen
Leiterplatten die auf letztere ausgeübte Kraft sehr gleichmäßig ist.
In. dem gezeichneten Ausführungsbeispiel sind die Teile
so ausgebildet, daß bei offener Einschubaufnahme die Kontaktfinger
22 den Schlitz 16 vollständig verlassen haben, so daß ein kräftefreies Einschieben der Leiterplatte ermöglicht ist.
Wenn jedoch für das Einschieben und Herausziehen eine leichte Schleifwirkung erwünscht ist, kann man die Teile so bemessen,
daß die Finger 22 noch um ein kleines, vorherbestimmtes Maß in den Schlitz 16 vorstehen.
In den Zeichnungen ist ein Rechtsverbinder (right hand connector) gezeigt. Man kann aber auch einen Linksverbinder
(left hand connector) herstellen, der zu dem dargestellten Ausführungsbeispiel spiegelbildlich ist. Man kann
ferner einen Rechtsverbinder und einen Linksverbinder nebeneinander mit einem einzigen Schlitz zur Aufnahme einer doppelseitigen Leiterplatte anordnen.
In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel nach der Zeichnung·
federn die Finger 22 in den Schlitz 16, aus dem sie mit Hilfe des Blockes 24 und der Nockenwelle 38 herausbewegbar sind.
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Man kann aber viele der Vorteile der Erfindung auch erzielen, wenn die Einschubaufnahme so abgeändert ist, daß
die Finger aus dem Schlitz 16 herausfedern und mit Hilfe des Blockes 24 und der Nockenwelle 38 in den Schlitz 16
bewegt werden.
Im Rahmen der Erfindung lassen sich für die verschiedenen Teile, z.B. die Blöcke und Finger sowie die
Nockenwelle auch andere Formen wählen. In die in der Zeichnung dargestellte Einschubaufnahme wird die Leiterplatte
von der Seite eingesetzt, doch ist die Erfindung auch auf Klemmhalterungen anwendbar, in welche die Leiterplatte
von oben eingeschoben wird. Das vorstehend erläuterte Ausführungsbeispiel der Einschubaufnahme kann daher, wie
man erkennt, im Rahmen des Erfindungsgedankens in verschiedener V/eise abgeändert werden.
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Claims (1)
- Patent a η. s ρ r ü c h e1. Einschubaufnahme für einen ebenen Schaltungsträger, der an mindestens einem Rand mit Kontaktstellen versehen ist, gekennzeichnet durch einen ersten Block (10), der aus Isoliermaterial besteht und einen Schlitz (16) zur Aufnahme des mit den Kontaktstellen (20) versehenen Randes des Schaltungstragers (18) besitzt, durch mindestens eine Kontakteinrichtung (22), die in dem ersten Block (10) so angeordnet ist, daß sie bei im Schlitz (16) befindlichem Schaltungsträger (18) mit einer Kontaktstelle (20) desselben einen mechanischen und elektrischen Kontakt herstellt, durch einen zweiten Block (24), der aus Isoliermaterial besteht und auf dem ersten Block (10) senkrecht zu den Wandungen des Schlitzes (16) frei bewegbar angeordnet ist, durch eine an der Kontakteinrichtung (22) angreifende Einrichtung (28) des zweiten Blockes (24), mittels deren bei dessen Bewegung in bezug auf den ersten Block (10) die Kontakteinrichtung (22) in gesteuerte Stellungen relativ zu dem Schlitz (16) bewegbar ist, und durch eine Stelleinrichtung (38, 40) zum Bewegen des zweiten Blockes (24) auf dem ersten Block (10).2. Einschubaufnahme nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stelleinrichtung (38, 40) eine zwischen dem ersten und dem zweiten Block (10, 24) angeordnete Nockenwelle (38) aufweist.3. Einschubaufnahme nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Nockenwelle (38) aus Metall besteht.4. Einschubaufnahme nach Anspruch 2 oder 3* dadurch gekennzeichnet, daß durch eine Drehung der Nockenwelle (38) ui einen vorherbestimmten Winkel der zweite Block (24) aus einer ersten Stellung, in der sich die Kontakteinrichtung1098U/0999(22) in dem Schlitz (16) befindet und mit einer Eontaktstelle (20) des Schalturigsträgers (18) einen Kontakt herstellen kann, in eine zweite Stel'lung bewegbar ist, in der die Kontakteinrichtung (22) im wesentlichen außerhalb des Schlitzes (16) ist und keinen Kontakt mit der Kontaktstelle (20) herzustellen vermag.5· Eins chub aufnahme nach Anspruch 4, dadur da gekennzeichnet, daß der vorherbestimmte Winkel 90° beträgt.6. Einschubaufnahme nach Anspruch 4 oder 5» dadurch gekennzeichnet, daß in der ersten Stellung des zweiten Blockes (22) das Einschieben eines Schaltungsträgers (18) in den Schlitz (16) durch eine Einrichtung (40) verhinderbaa? ist.7. Einschub aufnahme nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die ein Einschieben des Schaltungsträgers (18) verhindernde Einrichtung (40) sich aus einer Sper-rin eine Freigabestellung dreht, wenn die nockenwelle (3-3) zwecks Bewegung des zweiten Blocks (24) aus der ersten in die zweite Stellung gedreht wird.■8. Einschub aufnahme nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7? dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Kontakteinrichtungen (22) vorgesehen sind, die mit je einer Kontaktstelle (20) des Schaltungsträgers (18) einen mechanischen und elektrischen Kontakt herstellen können, und daß der zweite Block (24) sowie die Stelleinrichtung (38, 40), einschließlich der Nockenwelle (38), zur Steuerung der Stellung aller dieser Kontakteinrichtungen (22) betätigbar sind.109844/0999->- 9· Einschub aufnahme nach wenigstens einem der Ansprüche 1 "bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontakbeinrichtung (22) normalerweise in -eine erste gesteuerte Stellung federt, in der sie sich in dem Schlitz (16) befindet, und einen mechanischen sowie elektrischen Kontakt zu einer Kontaktstelle (20) des Schaltungsträgers (18) herstellt, und daß die Stelleinrichtung (38, 40) derart betätigbar ist, daß sie mittels des zweiten Blockes (24) die Kontakteinrichtung (22) in eine zweite gesteuerte Stellung bevregt, in der die Kontakteinrichtung (22) im wesentlichen außerhalb des Schlitzes (16) ist und keinen Kontakt mit der Kontaktstelle (20) herzustellen vermag.10. Einschubaufnahme nach wenigstens einer der Ansprüche 1 bis 9» dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Block (24) an der Kontakteinrichtung (22) an einer Stelle (30) angreift, die oberhalb der Stelle liegt, an der die Kontakteinrichtung (22) den Schaltungsträger (18).berührt.11. Einschubaufnahme nach wenigstens einer der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Block (24) eine Tasche (26) besitzt, in welcher die oben angeordnete Spitze (30) der Kontakteinrichtung (22) aufnehmbar ist.12. Einschubaufnahme nach wenigstens einer der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Block (24) auf.dem ersten Block (10) in einer solchen Stellung montiert ist, daß der zweite Block (24) einen Teil einer Wandung des Schlitzes (16) bildet.13- Einschubaufnahme wenigstens nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Block (10) mit einer Führung (36) und der zweite Block (24) mit einer Flansch-1098/, A/0999anordnung (32) versehen ist, die mit der Führung (36) zusammenwirkt und dadurch für seine Bewegung relativ zu dem ersten Block (10) eine Bahn ..bestimmt, und daß mindestens ein Teil der Flanschanordnung (32) beim Zusammenbau der Blöcke (10, 24) durch den Schlitz (16) führbar ist.109844/0999Lee rsei te
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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