DE2109080A1 - Hydrostatische Lagerungsvorrichtung - Google Patents
Hydrostatische LagerungsvorrichtungInfo
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Description
PATENTANWALT PULLACH/MÖNCHEN
Zeichen : ShI-27-P .Datum :.25· Februar 1971
.Beschreibung
zur i " '
Patentanmeldung
"Hydrostatische Lager'w
Anmelderin : Ikegai !ekko Kabushiki Kaisha, Tokyo, Japan
Beansprucht wird japanische Priorität vom:
26* Februar 197o aus Patentanmeldung 16 573/70
Erfindung "betrifft eine "Verbesserung hydrostatischer Lagerujigseinrichtungen
mit in der Auflagerungsfläche eingelassenen Druckflüssigkeitspufferkammern, welche in der Richtung zum
gleitfähig gelagerten Körper hin Flüssigkeitsaustrittsöffnungen und zur Lageraußenseite hin Flüssigkeitseintrittsanschlüsse
su einer hydraulischen fflüssigkeitsdruckq.uelle zwecks Aufrechterhaltung
des hydrostatischen Staudruckes in den Pufferkammern
selbst und in dem im engen Abstandsspalt zv/ischen der Auflagertmgsfläche und der Oberfläche des gelagerten .Körpers
aus den Pufferkammeraustrittsoffnungen abfließenden Flüssigkeitsfilm
besitzen«
Hydrostatische Lagerungsvorrichtungen dieser Art werden sowohl bei Wellenlagern, Gleitlagern wie auch bei Axialdrucklagern,
insbesondere bei den Schublagern für Masohinenwerkzeuge, benützt.
Diese verschiedenen Typen von Lagerungen sind all* derart angelegt, daß sie nach einem gemeinsamen technischen Grundprinzip
funktionaleren, das wie folgt zusammengefaßt beschrieben
werden kann: Die innere Oberfläche des Lagers, also die eigentliche Auflagerungsflache, auf welcher ein gleitfähig -zu
lagernder Körper, beispielsweise ein Wellenschaf't, unter Einhaltung
eines Abstandsspaltes mit Hilfe einer eingepumpten Druckflüssigkeit, im allgemeinen Drucköl, gelagert werden soll,
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ist mit einer Vielzahl von taschenartigen, als flüssigkeitspolster
wirkenden Pufferkammern versehen, von denen jede einen llüssigkeitseintritt&sÄnschluß zur Lageraußenseite hin für
die Zufuhr der Druckflüssigkeit besitzt. Der zu lagernde Körper ist lose auf der Auflagerungsfläche des Lagers in solcher
Weise angeordnet, daß ein enger Abstandsspalt oder Zwischenraum zwischen der Oberfläche des getragenen Körpers und den
verschiedenen Teilen der Auflagerungsflächen de» Lagers verbleibt, so daß der getragene Körper etwas Abstand von den
Flüssigkeitsaustritt.söffnungen der Puff er kammern hält· Die
FLüssigkeitseintrittsanschlüsse der Pufferkammern bestehen
aus einer von den Pufferkammern ausgehenden Bohrung» die zu einer Anschlußdüse führt, und an diese Anschlußdüse ist die
Leitung angeschlossen, die zur hydraulischen Flüssigkeits- (Öl)
-Druckquelle führt. VIexm. die Lage der Achse des gelagerten
Körpers um die Strecke (ja) als Folge einer Veränderung der Belastung,
der dieser Körper ausgesetzt ist, verschoben wird, » dann wird die Dicke (h) des in dem engen Abstandsspalt oder I
Durchtrittsplad gebildeten Druckölfilmes auf derjenigen Seite, j
auf Vielehe die Belastung drückt, auf den Wert (h-d) herabgesetzt^
wogegen die Dicke dieses Ölfilms auf der gegenüberliegenden Sei—S
te eines WellenjLagers auf den Wert (h +· d) anwächst. Durch die-.
se Anordnung wird erreicht, daß das unter Druck befindliche
Schmieröl aui» den. jeweiligen Pufferkammern kommend in. einer AbfHerbewegung
durch den engen Abstandsapalt bleibt, der an denjenigen Bereichen der Auflagerungsfläche aufrechterhalten bleibt*
wo der gleitfähig gelagerte Körper lose in etwas abgehobener Lage auf der lagernden Fläche ruhtj das abfließende öl wird also
dazu gezwungen, zur Außenseite des Lagerungasyetems abzufließen, wozu Abflußkanäle vorgesehen sind. Der beschriebene
Wechsel in der Dicke des Ölfilmes (mit anderen Worten, eine Abstandsveränderuiig
dss engen Zwischenraumes bzw, Abstandespaltes)
führt auch zu einer Änderung in der Strömungsgeschwindigkeit des Drucköles, welches auf diesem engen Pfad abfließt, Die3e
letztere Änderung hat die Folge, daß auch der Druck de3 Öles,
*das sich in der beanchbarten Pufferkammer befindet, ändert. Genauer
gesagt, der Pufferkammerdruck auf dieser Seite des locker
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fNSPECTED
'.eingepaßten Bereiches des getragenen Körpers, welche der Belastung
ausgesetzt ist, wird ansteigen, während der Pufferkammerdruek auf der gegenüberliegenden Seite sinkt. Gerade
diese Druckänderung verhindert aber den unerwünschten Metall-Kontakt,
und zwar unter der stark ansteigenden Druckkraft, welche an dieser Stelle des Ölfilmes und an den Austrittsöffnungen der entsprechenden Pufferkammern hervorgerufen vird;
diese Brücksteigerung übet eine derartig starke Tragekraft aus,
daß sie dazu ausreicht, eine Verschiebung der Achsenlage' des getragenen Körpers, verursacht durch eine äußere Last,-aufzufangen·
Dies ist also das Prinzip der Wirkungsweise der konventionellen hydrostatischen Lagerungseinrichtungen. Es ist
dasu aber zu bemerken, daß bei allen bekannim hydrostatischen"
Lagern es als allgemein akzeptierte Regel gilt, daß das Lager au£ einem formbeständigen Material hergestellt sein soll.
Es konnte demgegenüber nun jedoch gefunden werden, daß es sich
sehr günstig auswirkt, ν,'βηη eine solche Konstruktion an bestimmten
Stellen der Auflagerungsfläche {'elastisch deformieren
läßt, wenn einzelne der Pufferkammern starken Druckänderungen
ausgesetzt sind, so daß die elastische Deformation der Randbezirke solcher Pufferkammern eine Veränderung der Anpassung der
Auflagerungsfläche an die Oberfläche des getragenen Körpers erleidet:
hierdurch ^ird die Abflußmöglichkeit de« Druoköles Über
die sonst übliche Verminderung der Ölfilmdicke durch eine zusätzliche
Verengung des Spaltes weiter vermindert und der Staudruck des Drucköles auf diese Weise weiter «rhöht. Eb stellte
sich heraus, daß auf diese Weise die Stützungsfäaigkeit des
Lagers wesentlich verbessert wird.
Der Effin<lungsgegen3tand besteht dementsprechend In einer hydrostatischen
lagernngsvorrichtung mit in der Auflagerungsfläohe
eingelassenen Druekflüsfllgkeitspufferkammern, welche in der
Riohtung zum gleitfähig gelagerten Körper hin PittsBigkeitsaus-.
-trittsöffnungen und zur Lager außenseite hin Flüssigkeit se in- · ·
.' trittsanschlüsse zu einer hydraulischen Flüssigkeit β druckquelle
■. zwecks Aufrechterhaltung des hydrostatischen Staudruckes in den
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■Puffe TkP mn em und auo^ noch in dem im engen Ahmten r^sp^lt zwischen
der Auflagerungsfläche und der Oberfläche des gelagerten
Körpers aus den Pufferkammeraustrittsöffmingen abfließenden
JFlüssigkeitsfilm besitzen und die dadurch gekennzeichnet ist,
daß derjenige Teil der Auflagerungsflachen des Lagers, in welchem
die Puf ferkammern eingelassen sind, aus eiset"5 coh. r>£ichgiebigem.
Material und in solcher Perm angefertigt sind, daß
der Randbezirk der, Iufferkammeröffnungen im. Flüssigkeitsabfließbereich
zwischen Auflagerungsfläche und gelagertem Körper .von Staudruckanstiegen in den Pufferkammerη deformiert und damit
die Spaltbreite "verringert, folglich der Widerstand gegen
den !liissigkeitsabfluß erhöht wird« Es wird also erfindungsgemäß
gerade die elastische Verformung des Lagers selbst, die nach früherer Auffassung nach Möglichkeit vermieden werden muß,
zu einer Verbesserung der Tragefähigkeit des Lagers ausgenutzt,
denn es wird die Strömungsgeschwindigkeit der Druckflüssigkeit durch Ausnutzung der elastischen Informierung eines Teiles des
Lagers selbst gesteuert, und zwar dient in Folge der elastischen Reformation des der Belastung ausgesetzten Lagerteiles jede
Druckerhöhung in den der Belastung ausgesetzten Pufferkammern
zur Erzielung einer Verminderung der Durchtrittsmenge der Druckflüssigkeit aus diesen Pufferkammern und erhöht damit den darin
herrschenden Staudruck.
Durch diese erfindungsgemäße Ausgestaltung wird die Tragfähigkeiteeigenschaft
des Lagers erheblich verbessert. Es kommt hinzu, daß die Herstellung des Lagers erleichtert wird, weil die Auflagerungsfläche
keiner Präzisionsbearbeitung bedarf. Ferner ist es nicht mehr nötig, bei der erfindungsgemäßen Lagerungenorrichtung
die Fließgeschwindigkeit.der Druckflüssigkeit genau zu regeln,
weil eine selbsttätige Regelung durch die elastische Lagerdeformation stattfindet.
Es ist zweckmäßig, diese Deforjnationsfähigkeit der Randbereiche
der Pufferkammeraustrittsöffnungen dadurch zu verbessern, daß man diese Randbezirke in der Form von wandartigen Vorsprüngen
gestaltet, die mit ihrer einen Wandseite die Pufferkammern umschließen und mit ihrer Gegenseite Ölabflußkanäle abgrenzen,
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welche unter Atmosphärendruck stehen; besonders günstig ist
es, wenn man die Abbiegbarkeit dieser Wände noch dadurch begünstigt,
daß man die Basis dieser Abgrenzungswände verjüngt. Man kann die wandartigen Vorsprünge auch durch breitere, Hohlräume
umschließende Vorsprünge ersetzen, bei denen die Hohlräume mit den Pufferkammern über Kanäle in· druckausgleibhender
Verbindung stehen; hierbei wird die Deformation durch eine Ausbuchtung.der Hohlräume verstärkt.
Die Erfindung sei an Hand beigegebener Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
Figur 1 eine Schnittansicht einer bakanntn hydrostatischen
Lagerungseinrichtung, geschnitten quer
zur Longitudinalrichtung der Achse im Bereich der Zuführungsleitungen für das unter Druck
gesetzte Schmieröl;
Figuren 2 und 3 Querschnittsansichten ähnlich derjenigen
in Figur 1, jedoch von einer erfindungsgemäßen
Ausführungsformj
Figuren 4 und. 5 Teilschnittansichten der Ausführungsform
gemäß Figur 2;
Figuren 6 und 7 Querschnittsansichten einer anderen erfindungsgemäßen
Ausführungsform und
Figur 8 eine Querschnittsansicht eines Teiles einer Pufferkammer gemäß einer dritten erfindungs
Ausführungsform für ein ebenes Gleitlager.
Zu Vergleichszwecken wird zunächst die Struktur einer konventionellen
hydrostatischen Lagereinrichtung kurz beschrieben, die in Figur 1 gezeigt istο Wie aus dieser Figur ersichtlich,
ist das Lager 2 in seiner inneren Auflagerungsfläche mit einer Vielzahl von Pufferkammern 91» 92, 93 und 94 versehen, deren
jede die Form einer in die Innenoberflf.ohe eingelassenen Tasche
hat. Jede dieser eingelassenen Pufferkammern hat eine Flüssi;^-
keitsaufuhrbohrung 5} welche sich auf der einen Seite in die
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Kammer öffnet und auf der anderen Seite an der Oberfläche des
Iiagerkörper3 2 endet. Im Handbereieh der KaiSmeraustrittsof Innungen
befindet sich jeweils eine Abflußnut 10, welche zur Ableitung des aus den Pufferkammern abfließenden Drucköles nach
außerhalb des Lager Ulis systems dient. Eine Welle 1, bzw. der zu lagernde Körper ist lose innerhalb des Lagers eingepaßt, und
zwar derart, daß er einen engen Abstand mit einer Spaltbreite (h) zwischen dem Umfang des getragenen Körpers und denjenigen
Teilender inneren Auflagefläche des Lagers freiläßt, welche neben
den Pufferkammeröffnungen in deren Randbereich liegen und die Abflußnuten 10 enthalten· Diese Pufferkammern sind zusammenarbeitend
mit einer Öldruckpumpe 11 verbunden, und zwar über den Weg der Bohrung 5 und der Anschlußöffnungen 81, 82, 83 und 841
so wie es aus der Zeichnung zu ersehen ist. Wann auch immer eine Änderung in der axialen Positron der Welle 1 auf einer Strecke
(d,) vorkommt aufgrund der Veränderung der auf die Welle 1 ausgeübten
Belastung, vermindert sich die Spaltbreite auf der dieser Belastung ausgesetzten Seite auf einen Wert (h — d) wogegen die
Spaltbreite auf der Q-egenseite entsprechend anwächst auf (h + d)·
Im Ergebnis erhöht sich der Pufferkammerdruck auf der belasteten
Seite infolge der Verminderung des Abflusses des unter 3>ruck
befindlichen Öl#s» Andererseits nimmt der Öldruck in den auf
der gegenüberliegenden Seite befindlichen Pufferkammern. ab» So
erhält man eins G-egenkraft gggen die Verlagerung des getragenen
Körpers durch die Druckänderungen in der Ölschicht um den getragenen
Körper herum und diese Gegenkraft ist ausreichend, um der angreifenden Last ausreichend zu widerstehen.
Eine erste Ausführungsform der Erfindung ist in Figur 2 gezeigt.
Der einzige Unterschied gegenüber der konventionellen Anordnung gem. Figur 1 liegt darin, daß eine Abflußnut 4, die der Abflußnut 10 in Figur T entspricht, sich in einen longitudinal in die
Wand des Lagerkörpers 2 eingelassenen Kanal 4 öffnet j dieser
Kanal 4 steht mit der Außenseite der Lagerungsvorrichtung in Verbindung
und, zusammengesehen mit je zwei beajnchbarten Pufferkammern}also
91 und 93» 93 und 92 oder 92 und 94 oder 94 und 91» bildet je ein solcher Kanal ein Paar vo:i wandartigen Vorsprüngen
BAD OBiGtNAL
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7 und 7 j wobei jederdieser bandartigen Vorspränge eine Abschlußwand
13 der Pufferkaramern bildet und diese Wandseite 13 einen
Neigungswinkel aufweist. Diese wandartigen Vorsprünge 7 sind
also so. angeordnet, daß sie die Puff er kammern seitlich, "begrenzen,
•während/die Welle 1 an ihren jeweiligen inneren Stützflächen 9
unter Einfügung eines Ölfilmes stützen, welcher aus den Austrittsöffnungen
der Pufferkammern abfließt. Das jeder Pufferkammer zugeführte Druckö'l fließt also durch den engen Ab stands spalt, welcher
zwischen dem Umfang der Welle 1 und der "verbliebenen stützenden Auflagerungsfläche 9 des Lagers 2 befindlich ist, hindurch
zur Abflußnut 4 und von dort in den Kanal 3» der das Öl zur Außenseite der Lagerungseinrichtung befördert. Jeder von diesen wandartigen
Yorsprüngen 7 und 7 besitzt eine Basisfläche, welche vom Inneren des Lagers aus gesehen nach außen progressiv abnimmt,
also vom Kopfteil zur Basis hin verjüngt ist. Dieser Verjüngung auf der Seite zur Pufferkammer hin entspricht eine Verjüngung
dieser Vorsprünge auch sur Seite des Kanäle 3 hin, *'ie es besondere
gut aus den Figuren 2 und 3 ersichtlich ist· Die wandartigen
Vorsprünge 7 plus 7 sind also derart konstruiert, daß sie leicht elastisch an ihrer verjüngten Basis abgebogen werden können;
d.iese Basis dient also als Schwenkstelle für die Abbiegung·
Es ict dabei in Betracht zn ziehen, daß sowohl der Abflußkanal
3 als auch die Abflußnut 4 unter atmosphärischem Druck gehalten wird. Die natürliche Folge ist, daß der 3?uf f er kammer druck normalerweise
bereits die wandarti^n Yorsprünge 7 dazu drängt, sich
elastisch zur Seite der Abflußnut 4 ausgehend von der als Schwenklinie
dienenden verjüngten 3»sia abzubiegen« Diese "enöenz verstärkt
sich erheblich, wenn infolge einer auf die Welle 1 einwirkenden Belastung eine Verlagerung der Achsenposition der Welle 1
eintritt mit der Folge, daß der Flüssigkeitsdruck in der Pufferkannter
mit verengtem Abflußspalt erhöht wird} in diesem Falle wird also der itfandartige Vorsprung 7 dazu gebracht, sich noch
weiter zu neigen. Figurizeigt in einem fragmentarischen Ausschnitt
vergrößert die wesentlichen Teile der erfindungsgemäßen Lagerungseinrichtung, nämlich den Kantenbereich 6 des Vorsprunges
7, der sich beä einem Abbiegen des VorSprunges 7 in eine
-Position 6a, angezeigt durch eine gestrichelte Linie
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, Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß der Ourchf lußwiderstand
gegen dps abfließende Öl bei einer solchen Verlagerung des .
Randbereiches der PufferV^irjneraustrittcöffnungen stark erhöht
wird, wodurch eine Gegenkraft aufgebaut wird, welche ausreicht, um die Welle 1 energisch in Richtung auf ihre ursprüngliche
normale Position zurückzudrängen. Mit anderen Worten die wandartigen
Vorsprünge 7 werden in einem solchen Ausmaß zur Abbiegung· gebracht, bis der Cldr^ck in der Pufferkammer in einen Gleichgewichtszustand
zur angreifenden last gebracht ict. Es ist aus dem Vorstehenden klar ersichtlich, daß die wandartigen Vorspränge
7 genau in Übereinstimmung mit der angreifenden Last abgebogen werden und auf diese Weise selbsttätig einer Verlagerung
der axialen Position der Welle 1 entgegenwirken, diese also stabilisieren· Auf diese Weise wird die lastausgleichende
Charakteristik (das Verhältnis zwischen der angreifenden Last
und dem Verhalten der Achse des getragenen Körpers) bei dem
erfindungsgemäßen hydrostatischen Lager erheblich verbessert.
Figur 4 zeigt einen axialen Querschnitt der Lagerungseinrichtung
gem. Figur 2. Das Grundprinzip der vorliegenden Erfindung liegt in der Veränderung der Dicke des abfließenden Ölfilms als Ergebnis
einer elastischen Deformation in der Auflagerungsfläche:
diese elastische Deformation ist von der Längsseite des erfindungsgemäßen Lagers her gesehen in der Region der wandartigen
Vorsprünge 17 erkennbar. Wenn der Pufferkammerdruck ansteigt,
hebt sich die Kante 16 der Pufferkainmerwand in die Position 16a,
welche in Figur 5 durch eine gestrichelte Linie angedeutet ist. Als Ergebnis ist festzustellen, daß der Widerstand gegen den Abfluß
des Drucköls durch den engen Spalt auch in diesem Randbezirk der Pufferkammeraustrittsöffnungen erheblich anwächst, sobald
der Innendruck in der Pufferkammer sich vergrößert. Durch
diese Erhöhung des Widerstandes gegen den Clabfluß erhöht sieh der Innendruck in der Pufferkammer weiter und verstärkt somit"
die Abbiegung und damit auch die Gegenwirkung gegen eine Verlagerung der getragenen Welle. Hierdurch erklärt sich die wesentlich
verbesserte Charakteristik der Stabilisierungsei^igenschaft
des erfindungsgemäßen Lagers.
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Figur 6 zeigt den Querschnitt durch eine zweite Ausführungsform
der Erfindung, quer zur Achse des zu tragenden Körpers· Auch bei diesem Beispiel sind die Pufferkammern 1.91, 192 und 193
funktionell zusammenarbeitend mit einer hydraulischen Öldruckquelle 11 über die zugehörigen Anschlußöffnungen 181, 812 und
183 jeweils verbunden«, Der eigentliche Lagerkörper 2 ist auf
seinem äußeren Umfang mit eingelassenen Einbuchtungen 21 versehen,
Die Außenseite dieses eigentlichen Lagerkörpers 2 ist in einen Mantel 2a fest eingepaßt. Auf diese Yfeice bilden die
eingelassenen Einbuchtungen 21 Hohlräume, welche unter Druck stehen c
Jeder dieser Druckhohlräume 21 ist so als Hintergrund des Rnndbereiehes
der Pufferkammern mit dem engen Abstandsspalt 22 zwisehem
den Umfang des Schaftes 1 und der Innenwand des eingelassen»
en Druckhohlraumes 21 angeordnet, daß nur ein enger Pfad für den Abfluß des Drucköles aus den Austrittsöffnungen der Pufferkammern
bleibte Die Druckhohlräume 21 etehen mit den jeweils benachbarten
Pufferkammern über einen Kanal 25 in llüssigkeitsverbindung und sind deshalb mit dem Drucköl gefüllte
Das Drucköl, welches aus den Austrittsöffnungen der Pufferkammern
über den engen Spalt im Randbereich 22 abfließt, wird von der Abflußnut 22 aufgenommen und über den Abflußkanal 24 nach außen
geleitet«,
Wenn sich der Pufferkammerdruck anstaut, ist diese Druckerhöhung
mit einer entsprechenden Druckerhöhung in den Hohlräumen 21 verbunden·
Infolge dessen vermehrt der Druckunterschied in der Pufferkammer gegenüber dem Atmosphärendruck in der Abflußnut 23
die elastische Deformation, des Wandelementea 26, welche den
Hohlraum 21 von dem Abstandsspalt 22 abgrenzt, wodifcuch wiederum
eine Verminderung der Abflußmöglichkeit des Drucköles durch den Spalt 22 hindurch, bewirkt wird· Infolgedessen ist die lastauaiigleichende
Eigenschaft dieses Lagers ebenso verbessert, wie es in dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel geschildert
•ist,
0«<3lNAl. INSPECTED
Ι 09850/1000
. Pigur 8 zeigt eine dritte Äusführungsform, und zwar als Querschnittsan3icht
einer ebenen lagerungsflache, v/elche die Gleitfläche eines Werkzeugmaschinentisches stützen soll.
In dieser Ausführungsform ist die Pufferkammer 34 in der gleitenden
Fläche eines beweglichen Bauelementes 32 des Lagers ersichtlich, "wslches sich auf der führenden Bodenfläche 31 entlang verlagern
läßt. Diese Pufferkammer 34 ist über die Anschlußöffnung
35 mit der Öldruckquelle 37 verbunden.
Das in der Pufferkammer 34 befindliche Drucköl fließt durch den
engen Abstandsapalt 38, welcher sich zwischen der Unterflache
des beweglichen Elementes 32 und der tragenden führungsfläche
. 31 befindet» ab und wird nach außerhalb des Systemes entfernt.
Innerhalb des gleitenden Bauelementes 32 sind im Handbereich der Pufferkammeraustrittsöffnungen Druckhohlräume 33 ausgespart,
welche jeweils den Hintergrund dea Abflußspaltee 38 bilden·
Jeder dieser Druckhohlräume 33 ist durch entsprechende Kanäle
36 mit seiner benachbarten Pufferkammer flüssigkeitsdruckausgleichend
verbunden.
Wenn der Druek in der Pufferkammer 34 ansteigt f führt dies auch
zu einem Druckanstieg in dem Hohlraum 33» wodurch diejenige
Wandstelle dieses Hohlraum?, die nahe bei der Führungsflache 31
liegt, verformt und auf diese Weise die Abstandsbreite dea Spalfc
tes 38 vermindert wird.
Als Ergebnis wird der Druck in der Pufferkammer 34 und über den
Kanal 36 auch im Hohlraum 33 weiter verstärkt und der Widerstand gegen den Flüssigkeitsabfluß weiter erhöht. Auf diese
Weise wird die belastungsausgleichende ügenachaft des Gleitlagers
ebenso verbessert, wie es für das Wellenlager der zuvor beschriebenen zwei Ausführungsformen geschildert ist·
Die vorliegende Erfindung läßt also die dem Lagerujigekörper
innewohnende elastische Verformung zu und erhöht aie bewuöt, um
ORiGfNALINSPECTED
1ÖÄ8S0/1ÖÖ0 -It-
.eine solche verstärkte elastische Deformation auzunutzen für
eine dem Erfordernis bei solchen Lagerungen entgegenkoiasende
Stabilisierung des gelagerten Körpers· Durch Benutzung einer vereinfachten, nämlich weniger stabilen und weniger präzise angepaßten
Struktur der Auflagerungsfläche wird also eine hier erhebliche Verbesserung der Lastausgleichungseharakteristik erreicht.
Mit den erfindungsgemäßen hydrostatischen Lagern wird
eine selbsttätige .Anpassung der Flüssigkeitsabflußspalte an
einen optimalen Zustand erreicht und zwar bereits im Anfangsstadium einer Veränderung der Belastung durch eine schnelle Anpassung
der Gegenkraft an die Belastungsänderungen. Das erfindungsgemäße Lager läßt sich sehr leicht herstellen und auch
leicht handhaben, weil keine besonderen zusätzlichen Bauteile sur Erreichung des erfindungssgemäßen Vorteiles erforderlich
sind.
Die erfindungsgemäße Ausgestaltung der hydrostatischen Lager,
die am Beispiel eines Wellenlagers und eines Gleitlagers beschrieben worden ist, läßt sich auch bei anderen Lagerarten,
vor allem bei Schublagern mit AxialdruckgleitfIschen entsprechend
gestalten.
Patentansprüche:
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Claims (2)
- : ohI-27-1? gi xe!ivc KabuehilH ILaisha Datum : 25» Februar 1971PatentansprücheHydrostatische Lagerungsvorrichtung mit in der Auflagerungsläche eingelassenen Druckflüssigkeitspufferkammern, welche in der Richtung zum gleitfähig gelagerten Körper hin Flüssigkeitaustrittsöffnungen und zur Lageraußenseite hin Fltissigkeitseintrittsanschlüsse zw. einer hydraulischen Flüssigkeitsdruckquelle zwecks Aufrechterhaltung des hydrostatischen Staudruckes in den .Pufferkammerη selbst und in dem im engen Abstandsspalt zwischen der Auflagerungsfläche und der Oberfläche des gelagerten Körpers aus den Pufferkammeraustrittsöffnungen abfließenden Flüssigkeitsfilm besitzen, dadurch gekennzeichnet , daß derjenige Teil der Auflagerungsfläche (9, 26, 38) des Lagers (2,32) in welchem die Pufferkämmern (91192,93,94J191,192,193;34) einge-r lassen sind, aus elastisch nachgiebigem Material und in solcher Form angefertigt ifit, daß der Handbezirk (9, 26, 38) der Pufferkammeröffnungen im Flüssigkeiteabfließbereich (22) zwischen Auflagerungsfläche und gelagertem Körper (1,31) von Staudruckanstiegen in den Pufferkammern deformiert und damit die Spaltbreite verringert, folglich der Widerstand gegen den Flüssigkeitsabfluß erhöht wird.
- 2. Lagerungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß der Randbezirk (9) der Pufferkammeröffnungen in der Fora von bandartigen Vorsprüngen (7, 17) gestaltet ist, welche mit ihrer einen YJandseite (13) die Puffirkammern (91 »92, 93,94) umschließen, deren Gegenseite unter Atmosphärendruck stehende Abflußkanäle (3) begrenzen und deren Basis zur Verstär- , kung einer abbiegenden Deformierung verjüngt ist.3· Lagerungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß der Kandbezirk (26,38) der Pufferkammeröffnungen in de^ Form von Hohlräume (21,33) umschließenden Vorsprüngen gestaltet _iSt» deren Hohlräume zur Verstärkung einer ausbuchtenden Beformierimg über Verbindung3>enäle (25,36) mit den Pufferkammern 191» 192,193$ 34) kommunizierend verbunden sind.Dr.Ey:Dö.109850/1000
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| JP45016573A JPS4836135B1 (de) | 1970-02-26 | 1970-02-26 |
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