DE2108710C3 - Innenbackenbremse für die Auflaufbremsanlage von Anhängern - Google Patents
Innenbackenbremse für die Auflaufbremsanlage von AnhängernInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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- F16D65/38—Slack adjusters
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- F16D65/46—Slack adjusters mechanical non-automatic with screw-thread and nut
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Description
Die Erfindung betrifft eine Innenbackenbremse für die Auflaufbremsanlage von Anhängern, bei der zwischen
den Enden der schwimmend angeordneten Bremsbacken einerseits eine Spreizvorrichtung und andererseits
ein bremsschildfestes Stützlager vorgesehen sind, und bei der nur die bei Vorwärtsfahrt ablaufende
Bremsbacke (Sekundärbacke) bei Rückwärtsfahrt durch eine Feder nachgiebig abgestützt ist.
Bei einem älteren Vorschlag (DT-AS 20 65 335) werden die Bremsschuhe durch Bremsbacken allein ersetzt.
Die bei Vorwärtsfahrt ablaufende Bremsbacke weist eine unter Kraftschluß stehende, ihrem Ausweichen aus
der Reibstellung unter dem Einfluß des Reibmoments bei Rückwärtsfahrt dienende Führung in Form eines
Langlochs auf, dessen Längsachse in spitzem Winkel zur Tangente des nächstliegenden Reibflächenbereichs
verläuft. Das Langloch wird von einem Bolzen durchgriffen, der mit einer teleskopartigen, sich an der Sekundärbacke
nahe des Spreizelements abstützenden Strebe verbunden ist und kraftschlüssig an einer zwischen
den Bremsbacken gegenüber dem Spreizelement angeordneten Nachstelleinrichtung anliegt (DT-OS
20 65 335). Die Anordnung erfordert eine Uingestaltung des üblichen Bremsbackens. Die an diesem Bremsbacken
abgestützte, sich in dessen Richtung erstreckende Druckfeder, die Strebe und der Bolzen bedürfen besonderer,
reibungsarmer Führungen.
Bei früheren Auflaufvorrichtungen mußte zum Verhindern der Bremswirkung beim Rückwärtsfahren eine
besondere Sperre betätigt werden. Um diese besondere Betätigung zu vermeiden, ist es schon bekannt (vgl.
DT-OS 19 33 435), bei der Innenbackenbremse Bremsschuhe zu verwenden, die aus einem Stützorgan und 6s
einem eigentlichen Bremsorgan bestehen, die sich gegeneinander so bewegen können, daß bei Rückwärtsfahrt
das Bremsorgan gegen die Wirkung einer Zugfeder durch Reibung von der Bremstrommel abgehoben
wird. Diese Ausbildung ist wegen des zweiteiligen Bremsschuhs aufwendig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Innenbackenbremse
für die Auflaufbremsanlage von Anhängern
der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der möglichst wenig Teile geändert werden müssen
und trotzdem ein Rückwärtsfahren mit dem Anhänger ohne zusätzliche Betätigung einer Sperre od. dgl. möglich
ist
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung vor, daß sich die Feder parallel zum Stützlager erstreckt
und im Bereich des dem Stützlager zugewandten Endes der Sekundärbacke an dieser angreift. Auf diese Weise
können die wesentlichen Teile der Bremse unverändert beibehalten werden. Bei Vorwärtsfahrt ergibt sich eine
starre Abstützung der Primärbacke, die dann beim Zurückstoßen des Anhängers nicht auflaufen kann. Sie
weicht gegen die Wirkung der Feder aus, so daß eine lediglich vernachlässigbare Bremswirkung auftritt Die
Anordnung ist von besonderer Einfachheit und sicherer Wirksamkeit Bei selbstverstärkenden, mechanisch betätigten
Innenbackenbremsen mit Duo-Servo-Einrichtung ist die Anwendung von zum Stützlager parallelen
Federn bekannt, die Anordnung ist dort aber symmetrisch gehalten, εο daß sich bei Vorwärts- und Rückwärtsfahrt
gleiche Verhältnisse ergeben und die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe nicht erfüllt werden
kann (DT-Gbm 18 17 319). Die Federn dienen dort dazu, Belagabnutzungen auf den Bremsbacken auszugleichen.
In besonders vorteilhafter Weise ist die Feder zwischen
zwei bremsschildfesten Halteteilen angeordnet und es ist eine Strebe vorgesehen, die die Sekundärbak
ke an der Feder abstützt und die gegenüber dem der Sekundärbacke benachbarten Halteteil zusammen mit
dem sie abstützenden Federende verschiebbar ist. Dabei ist die Strebe mit der Sekundärbacke gelenkig verbunden
und trägt an ihrem den Halteteil durchsetzenden Ende einen das Ende der Feder aufnehmenden
Federteller. Diese Federanordnung ist besonders kompakt. Herkömmliche Bremsbacken brauchen praktisch
nicht abgeändert zu werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung in schematischer Weise dargestellt und wird
im folgenden näher beschrieben.
In einem an einem Rahmen eines nicht dargestellten Anhängers angeordneten Führungsrohr 1 ist ein Gleitrohr
2 axial verschiebbar gelagert. Am Gleitrohr 2 befinden sich ein Anschlagbund 3 und ein nicht dargestellter
Anschlagteil, die eine Verschiebung des Gleitrohrs 2 innerhalb des Führungsrohrs 1 in beiden Richtungen
um den Weg 5 erlauben. An dem vom Anschlagbund 3 abgewandten Ende des Führungsrohres 1 ist ein
Bremshebel 4 schwenkbar gelagert, der am Ende des Gleitrohrs 2 ansteht. Der Schwenkwinkel Sl des
Bremshebels 4 entspricht dem Weg S des Gleitrohrs 2 im Führungsrohr 1. An dem als Doppelhebel ausgebildeten
Bremshebel 4 ist an seinem vom Gleitrohr 2 abgewandten Ende über ein Gestänge 5 ein ßremsseil 6
angeordnet, das mit einer Spreizeinrichtung 7 einer Innenbackenbremse zusammenwirkt.
Die Innenbackenbremse ist nach Art einer Simplex-Bremse ausgebildet und hat zwei Bremsbacken 8 und 9.
Die bei Vorwärtsfahrl als Primärbacke wirkende Bremsbacke 8 stützt sich an ihrem von der Spreizeinrichtung
7 abgewandten Ende an einem einstellbaren und am Bremsträger 19 befestigten Stützlager 10 ab.
An dem von der Bremsbacke 8 abgewandten Ende des
Stützlager 10 greift die bei Vorwärtsfahrt als Sekundärbacke wirkende Bremsbacke 9 in einen Schlitz des
Stützlagers 10 ein und ist im Abstand von dessen Grund dargestellt.
Zwischen zwei am Bremsträger 19 angebrachten Halteteilen 20 und 21 ist eine als Druckfeder ausgebildete
Feder 11 eingespannt. Zwischen der Feder 11 und dem Halteteil 21 befindet sicii ein Federteller 22, der
über eine Stellschraube mit einer einstellbaren Strebe 14 verbunden ist, die mit der Backe 9 ein Gelenk 13
bildet. Zwischen dem Halteteil 20 und der Bremsbacke 8 ist eine Zugfeder 23 eingespannt Am Stützlager 10
angebrachte Stellschrauben 12 und 15 dienen zum Einstellen der Anlagestellen für die Bremsbacken 9 bzw. 8.
Eine im Bereich der Spreizeinrichtung 7 angeordnete Zugfeder 24 sucht die beiden Backen 8 und 9 einander
zu nähern.
Am Führungsrohr 1 ist ein Handbremshebel 16 schwenkbar gelagert, der mit einer Bremszugstange 17
über ein Langloch verbunden ist, welche am Bremshebel 4 angelenkt ist. Mit Hilfe des Handbremshebels 16
kann der Bremshebel 4 auch um den Schwenkwinkel S2 geschwenkt werden.
Bei Drehrichtung der Bremstrommel 25 in Richtung des Pfeils A, was der Vorwärtsfahrt des Fahrzeugs mit
Anhänger entspricht, übernimmt die Feder U die Stützkraft für den Sekundärbacken 9. Wird beim Einleiten
einer Betätigungskraft in die Innen-Backenbremse über die Spreizeinrichtung 7 die Kraft der Feder 11
überschritten, so bewegt sich das dem Stützlager 10 benachbarte Ende der Bremsbacke 9 in Richtung zum
Stützlager 10. Dadurch wird ein weiteres Ansteigen der von der selbstverstärkenden Bremsbacke 8 und der
Bremsbacke 9 ausgeübten Bremskraft am Radumfang verhindert. Hierdurch kann die Radbremse vor Überlastung
und Zerstörung geschützt und das Gleiten gebremster Räder auf trockener Fahrbahn nach Art eines
Bremskraftbegrenzers verhindert werden.
Bei der Rückwärtsfahrt wird auf die Auflaufvorrichtung eine Kraft in Richtung des Pfeils D ausgeübt, was
zur Folge hat, daß das Gleitrohr 2 bis zum Anschlagbund 3 im Führungsrohr 1 verschoben wird und der
Bremshebel 4 nach Zurücklegen des Schwenkwinkels 51 seine senkrechte Lage einnimmt. Die Drehrichtung
der Trommel 25 ist jetzt entgegen dem Pfeil A. Die Bremsbacke 9 wirkt als »Primärbacke« und die Bremsbacke
8 als »Sekundärbacke«. Auf die Bremsbacke 9 wirkt eine die Kraft der Feder 11 übersteigende Kraft,
durch welche deren dem Stützlager 10 benachbartes Ende in Richtung zum Stützlager bewegt wird, bis die
Bremsbacke 9 am Grund des Schlitzes im Stützlager ansteht. Der hierbei von der Bremsbacke 9 zurückgelegte
Weg entspricht dem Verschiebeweg 5 des Gleitrohrs 2 im Führungsrohr 1 bzw. dem Schwenkwinkel
51 des Bremshebels 4. Wegen der nachgiebigen Abstützung der Bremsbacke 9 und wegen der selbstschwächend
wirkenden Bremsbacke 8 tritt eine nur sehr geringe Bremswirkung auf, die unter 10% der bei Vorwärtsfahrt
erreichbaren höchsten Bremswirkung liegt.
Die Stellschraube 15 für die Bremsbacke 8 dient zu deren Einstellung und zum Nachstellen der Bremse bei
Abnutzung des Bremsbelags. Die Stellschraube 12 für die Bremsbacke 9 dient zum Einstellen des Spiels zwischen
dieser Backe und dem Grund des Schlitzes im Stützlager 10.
Der Handbremshebel 16 ist zum Feststellen der Bremse vorgesehen. Das Feststellen ist jedoch erst
möglich, wenn die Bremsbacke 9 am Stützlager 10 anliegt und damit einen Weg zurückgelegt hat, der dem
Verschiebeweg 5 des Gleilrohrs 2 im Führungsrohr 1 entspricht. Hierzu muß der Bremshebel 4 den
Schwenkwinkel 51 zurücklegen. Beim Schwenken des Bremshebels 4 mit Hilfe des Handbremshebels 16 um
den Schwenkwinkel S2 wird die Spreizeinrichtung 7 so weit gespreizt, daß bei am Stützlager 10 anliegender
Bremsbacke 9 die beiden Bremsbacken 8 und 9 unter der Feststellkraft an der Trommel 25 anliegen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. innenbackenbremse für die Auflaufbremsanla-
ge von Anhängern, bei der zwischen den Enden der schwimmend angeordneten Bremsbacken einerseits
eine Spreizvorrichtung und andererseits ein bremsschildfestes Stützlager vorgesehen sind, und bei der
nur die bei Vorwärtsfahrt ablaufende Bremsbacke (Sekundärbacke) bei Rückwärtsfahrt durch eine Fe- to
der nachgiebig abgestützt ist, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Feder (11) parallel
zum Stützlager (10) erstreckt und im Bereich des dem Stützlager zugewandten Endes der Sekundärbacke
(9) an dieser angreift. ·5
2. Bremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (11) zwischen zwei bremsschildfesten
Halteteilen (20, 21) angeordnet und eine Strebe (14) vorgesehen ist, die die Sekundärbacke
(9) an der Feder abstützt und die gegenüber dem der Sekundärbacke benachbarten Halteteil (21)
zusammen mit dem sie abstützenden Federende verschiebbar ist
3. Bremse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Strebe (14) mit der Sekundärbacke
(9) gelenkig verbunden ist, sowie an ihrem den Halteteil (21) durchsetzenden Ende einen das Ende der
Feder (11) aufnehmenden Federteller (22) trägt.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712108710 DE2108710C3 (de) | 1971-02-24 | 1971-02-24 | Innenbackenbremse für die Auflaufbremsanlage von Anhängern |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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| DE2108710B2 DE2108710B2 (de) | 1975-05-22 |
| DE2108710C3 true DE2108710C3 (de) | 1976-01-08 |
Family
ID=5799663
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19712108710 Expired DE2108710C3 (de) | 1971-02-24 | 1971-02-24 | Innenbackenbremse für die Auflaufbremsanlage von Anhängern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2108710C3 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB1493831A (en) * | 1974-02-28 | 1977-11-30 | Chouings L | Brakes |
-
1971
- 1971-02-24 DE DE19712108710 patent/DE2108710C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2108710A1 (de) | 1972-09-07 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
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