DE2154281B1 - Mechanische Auflaufbremsanlage für Kraftfahrzeuganhänger - Google Patents
Mechanische Auflaufbremsanlage für KraftfahrzeuganhängerInfo
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- DE2154281B1 DE2154281B1 DE19712154281D DE2154281DA DE2154281B1 DE 2154281 B1 DE2154281 B1 DE 2154281B1 DE 19712154281 D DE19712154281 D DE 19712154281D DE 2154281D A DE2154281D A DE 2154281DA DE 2154281 B1 DE2154281 B1 DE 2154281B1
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Description
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insbesondere auch die Verwendung von Backen in F i g. 6 einen Teilschnitt nach der Linie VI-VI in
Simplex-Anordnung. In Verbindung mit Bremsbak- F i g. 3,
ken in Servoanordnung ergibt sich, eine konstruktiv F i g. 7 eine Simplex-Bremse mit hilfsbackenbetä-
besonders einfache Lösung dadurch, daß die Hilfs- tigter Nockenzugspannung,
backe in jeder Drehrichtung je eine Spreizeinrichtung 5 F i g. 8 einen Schnitt nach der Linie VHI-VHI in
beaufschlagt, von denen die in der Rückwärtsrich- Fig.7,
tung beaufschlagbare Spreizeinrichtung für die Hilfs- F i g. 9 eine Variante zu der Ausführungsform
backe bei Rückwärtsdrehrichtung einen bis zur Über- nach Fig. 7, nämlich mit Backen in Servoanordwindung
der auf diese Spreizeinrichtung wirkenden nung; dabei kann die nicht gezeigte untere Backen-Kraftschwelle
festen Anschlag bildet. io ausbildung und -anordnung beispielsweise dem Aus-Ais
Grundlage für Ausführungsformen mit extrem führungsbeispiel nach F i g. 3 entsprechen,
niedriger Bremswirkung in der Rückwärtsrichtung F i g. 10 eine Servobremse mit zwei Hilfsbacken sieht die Erfindung zusätzlich vor, daß zwei von je und einer Entlastungseinrichtung für die der Voreiner Spanneinrichtung beaufschlagbare Hilfsbacken wärtsfahrt bzw. Vorwärtsdrehrichtung zugeordnete vorgesehen sind, von denen die eine der Vorwärts- 15 Hilfsbacke,
niedriger Bremswirkung in der Rückwärtsrichtung F i g. 10 eine Servobremse mit zwei Hilfsbacken sieht die Erfindung zusätzlich vor, daß zwei von je und einer Entlastungseinrichtung für die der Voreiner Spanneinrichtung beaufschlagbare Hilfsbacken wärtsfahrt bzw. Vorwärtsdrehrichtung zugeordnete vorgesehen sind, von denen die eine der Vorwärts- 15 Hilfsbacke,
richtung und die andere der Rückwärtsrichtung zu- Fig. 11 einen Teilschnitt nach der Linie XI-XI in
geordnet ist, wobei beide Spanneinrichtungen über Fig. 10,
einen Waagebalken mit dem gemeinsamen Ubertra- F i g. 12 die Draufsicht auf die Betätigungseinrich-
gungsteil verbunden sind und die eine Hilfsbacke erst tung einer Bremse nach Fig. 10,
oberhalb einer Kraftschwelle beaufschlagbar ist. ao Fig. 13 eine Servobremse mit nur einer Hilfs-
oberhalb einer Kraftschwelle beaufschlagbar ist. ao Fig. 13 eine Servobremse mit nur einer Hilfs-
Dabei kann in vorteilhafter Weise die Anordnung backe und nur einer Spanneinrichtung,
so getroffen werden, daß jeder der beiden Hilfsbak- F i g. 14 einen Teilschnitt nach der Linie XIV-XIV
so getroffen werden, daß jeder der beiden Hilfsbak- F i g. 14 einen Teilschnitt nach der Linie XIV-XIV
ken eine Spreizeinrichtung zugeordnet ist. in F i g. 13,
Besondere Vorteile ergeben sich nach der Erfin- F i g. 15 eine Bremse entsprechend der Ausfüh-
dung ferner dadurch, daß die beiden Spreizeinrich- »5 rungsform nach Fig. 10, jedoch ohne Entlastungstungen
auf die Enden in Servoanordnung angeordne- einrichtung, aber mit an der Radbremse befindter
Bremsbacken einwirken. lichem Bremskraftbegrenzer und eingebautem Waage-
Auf dieser Basis läßt sich eine minimale Beanspru- balken,
chung der Reibpaarung und ein minimales erfordern- F i g. 16 einen Teilschnitt nach der Linie XVI-XVI
ches Arbeitsvermögen der HUfsbremseinrichtung da- 30 inFig. 15,
durch erreichen, daß die Spanneinrichtung der der F i g. 17 einen Teilschnitt nach der Linie XVII-
Vorwärtsrichtung zugeordneten Hilfsbacke über XVII in F i g. 15,
einen als im Kraftfluß liegende, vorgespannte Elasti- F i g. 18 einen Teilschnitt nach der Linie XVIII-
zität und eine Anschlagbegrenzung dieser Spannern- XVIII inFig. 15,
richtung ausgebildeten Bremskraftbegrenzer mit dem 35 Fig. 19 eine Simplexbremse mit einer Hilfsbacke.
Waagebalken verbunden und die Spanneinrichtung In der F i g. 1 ist die Anhängerkupplung 1 mit der
der der Rückwärtsdrehrichtung zugeordneten Hilfs- Zugstange 2 fest verbunden. Sie weist eine Stirnbacke
erst oberhalb einer Kraftschwelle bewegbar ist. fläche 3 auf, die sich auf der vorderen Fläche 5 des
Dabei ist es erfindungsgemäß von Vorteil, daß die Gehäuses 4 abstützt, wenn der Auflaufweg j voll ver-Kraftschwelle
erst nach Erreichen der Anschlagbe- 40 braucht ist. Mit der Zugstange 2 ist der Bremskraftgrenzung
des Bremskraftbegrenzers überwindbar ist. begrenzer 6 fest verbunden, der eine vorgespannte
Optimale Ergebnisse hinsichtlich des Bremswir- Feder 7 enthält. Die Vorspannung der Feder 7 ist so
kungsverhältnisses vorwärts zu rückwärts sind nach bemessen, daß die vorgeschriebene Bremswirkung
einem weiteren Merkmal der Erfindung dadurch er- erreicht wird, ohne daß die Feder 7 weiter zusamzielbar,
daß eine der Vorwärtsdrehrichtung zugeord- 45 mengedrückt wird. Wird die Vorspannung der Fenete
Hilfsbacke eine in der Rückwärtsdrehrichtung der 7 überwunden, kann die Feder 7 soweit zusamder
auf die Hilfsbacke durch deren Spanneinrichtung mengedrückt werden, daß sich die Fläche 3 auf der
ausgeübten Spannkraft entgegenwirkende Entla- Fläche 5 abstützt, so daß nur die damit gegebene
stungseinrichtung aufweist. Dabei ermöglicht eine Grenzkraft der Feder 7 über den Hebel 13 und die
durch das von der Hilfsbacke beaufschlagte Überset- 50 Gestängeteile 14, 15 und 16 in die Radbremsen 18
zungsglied angetriebene Entlastungseinrichtung erfin- mit Bremsträger 19 und Bremstrommel 20 weitergedungsgemäß
besonders einfache konstruktive Lösun- leitet werden kann. An der Auflaufeinrichtung kann
gen. ein Schwingungsdämpfer, z.B. ein hydraulischer Te-
In den Zeichnungen ist die Erfindung an einigen leskopstoßdämpfer 8, zur Erzielung eines ruhigen
Ausführungsbeispielen veranschaulicht. Es zeigt 55 Bremsablaufs vorgesehen werden. Der Hilfsbremsteil
F i g. 1 eine Anlage mit Auflaufeinrichtung, Rad- dient als Feststellbremse und kann auch als Abreißbremsen
und einem an der Auflaufeinrichtung vorge- bremse benutzt werden. Sein Handhebel 9 wirkt über
sehenen Bremskraftbegrenzer, ein Teleskopstück 10 auf den Hebel 13. Eine Verlän-
Fig. 2 eine Auflaufeinrichtung ohne Bremskraft- gerung 11 des Hebels9 kann über ein Abreißseil 12
begrenzer zur Verwendung mit einer Radbremse mit 60 mit dem ziehenden Fahrzeug verbunden sein.
Bremskraftbegrenzer, beispielsweise einer solchen Die Ausführung der Fig.2 entspricht grundsätzgemäß Fig. 15bis 18, lieh der Fig. 1, jedoch sind der Bremskraftbegren-
Bremskraftbegrenzer, beispielsweise einer solchen Die Ausführung der Fig.2 entspricht grundsätzgemäß Fig. 15bis 18, lieh der Fig. 1, jedoch sind der Bremskraftbegren-
Fig.3 eine Radbremse mit abgestütztem Brems- zero mit der Feder7 und die Verlängerung 11 des
klotz als dritte Bremsbacke, Hebels 9 mit Seil 12 aus der F i g. 1 weggelassen. Das
Fig.4 einen Teilschnitt nach der Linie IV-IV in 65 Teleskopstück 10 der Fig. 1 ist durch eine Kulisse
Fig.3, 17 ersetzt, jedoch bei gleichwertiger Funktion. Die
Fig.5 einen Teilschnitt nach der Linie V-V in Auflaufeinrichtung nach Fig.2 ist zur Verwendung
Fig.3, in Verbindung mit Radbremsen vorgesehen, <Jie
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einen Bremskraftbegrenzer enthalten, wie ζ. B. das ein Halter 44 angeordnet, an dem über ein. Langloch
Ausführungsbeispiel der F i g. 15 bis 18. 47 eine in sich abgestützte vorgespannte Feder 46 als
Im Ausführungsbeispiel der F i g. 3 bis 6 sind zwei Kraftschwelle angreift. Der Führungsarm 41 ist in
Bremsbacken, die Primärbacke 21 und die Sekundär- der Vorwärtsrichtung V ohne Widerstand oder nur
backe 22, über ein Schiebeglied 23 mit einer Nach- 5 gegen den Widerstand einer nicht gezeichneten
stelleinrichtung 24 miteinander kraftschlüssig ver- Rückstellfeder beweglich infolge des Langlochs 47-bunden.
Die Primärbacke 21 wird z.B. über einen In der RückwärtsrichtungR dagegen ist der Füh-Winkelhebel
25 an die Bremstrommel 20 gepreßt, die rungsarm 41 nur gegen die durch die vorgespannte
Sekundärbacke 22 durch die Stützkraft der Backe 21. Feder 46 gebildete Kraftschwelle bewegbar. Der He-Die
Sekundärbacke stützt sich an dem fest mit dem io bei 42 ist an die von der Auflaufeinrichtung bzw.
Bremsträger 19 verbundenen Stützblock 26 ab. Die vom Hilfsbremsteil kommende Übertragung 16, z. B.
Bremswirkung ist in der Vorwärtsrichtung V sehr ein Gestänge oder ein Seil, angeschlossen, die durch
hoch, in der Rückwärtsrichtung R sehr klein. Bei die hohle Mitte des Nockens 39 geführt ist. Der Nokgleicher
Kraft am Winkelhebel 25 beträgt das Brems- ken 39 wird durch die Bewegung des Führungsarms
Wirkungsverhältnis V: R je nach Wahl der Abmes- 15 41 entweder in Richtung V oder in Richtung R versungen
und des Reibwertes zwischen Bremsbelag dreht, sobald die Hilfsbacke 45 über den Hebel 42
und Bremstrommel etwa 8 bis 15 oder noch höher. an die Bremstrommel gepreßt wird. Dabei wird im
Für die Betätigung ausschließlich durch den Hilfs- übrigen die Normalkraft der Hilfsbacke z.B. über
bremsteil ist ferner ein Bremsklotz 27 vorgesehen, eine Rolle 48 am Bremsträger 19 abgestützt (F i g. 8).
der über eine am Bremsträger feste Halterung 28 in ao Die durch die vorgespannte Feder 46 gebildete
beiden Drehrichtungen abgestützt ist. Der Brems- Kraftschwelle ist wiederum so bemessen, daß sie erst
klotz 27 ist über einen Druckbolzen 29 mittels eines oberhalb der durch den Bremskraftbegrenzer gegebe-Winkelhebels
30 an die Bremstrommel 20 anpreßbar. nen Grenzkraft (Teile 6,7 der Fig. 1) tiberwunden
Gemäß F i g. 4 wirkt auf eine Verlängerung des Win- werden kann. Unterhalb dieser Grenze erzeugt ledigkelhebels
30 eine Federvorspannung 32, die mittels «5 Hch die Hilfsbacke 45 in der gezeichneten (Fig.7)
des Fortsatzes 31 des Winkelhebels 30 am Bremsträ- Neutralstellung ein geringes Bremsmoment, während
ger 19 abgestützt ist. Der Winkelhebel 30 ist über ein die Bremsbacken 21 und 22 unbetätigt bleiben, wenn
Zuggestänge 33, der Winkelhebel 25 über ein Zugge- in der Rückwärtsrichtung R die Übertragung 16 mit
stange 36 mit dem Waagebalken 34 verbunden, an Kraft beaufschlagt wird. Die Vorspannung der Feder
dem zwischen den Angriffspunkten der Zuggestänge so 46 für die RückwärtsrichtungÄ ist nur durch den
33 und 36 die Übertragung 16, z. B. in Form eines Hilfsbremsteil (Teile9 bis 12 der Fig. 1), der keinen
Zugseiles oder Zuggestänges, von der Auflaufeinrich- Bremskraftbegrenzer enthält, tiberwindbar. Das
tung her (s.Fig. 1) angreift. Die Vorspannung 32 Bremswirkungsverhältnis VtR ist beim Beispiel der
wirkt als Kraftschwelle und ist so groß bemessen, Fig. 7, 8 mindestens ebenso groß wie beim Beispiel
daß sie durch die mittels des Bremskraftbegrenzers 35 der Fig. 3 bis6. Im Beispiel der Fig.7 kann auch
6,7 der Fig. 1 gegebene Grenzkraft nicht überwun- die gleitende Bremsbackenabstützung «n der Nachden
werden kann. Daher ist die durch die Vorspan- Stellvorrichtung 37 durch eine Drehbackenlagerung
nung 32 gebildete Kraftschwelle nur durch den Hilfs- ersetzt werden.
bremsteil9 bis 12 (Fig. 1) überwindbar. Wegen der Aus dem Beispiel der Fig.7,8 entsteht durch gesehr
kleinen Bremswirkung in der Rückwärtsrichtung 40 ringfügige Änderung eine Ausführung mit Bremsbakbei
Betätigung der Bremse über den Winkelhebel 25 ken in Servoanordnung nach Fig. 9. Die Bremskann
selbst dann ohne eine weitere Einrichtung oder backe 21 ist dann in Richtung V Primärbacke und in
ohne einen besonderen Handgriff der Anhänger Richtung R Sekundärbacke, die Bremsbacke 22 in
durch das ziehende Fahrzeug zurückgeschoben wer- Richtung V Sekundärbacke und in Richtung R Pnden,
wenn, z. B. beim ruckartigen Zurücksetzen, die 45 märbacke. Zusätzlich sind mit dem Bremsträger 19
beiden Flächen 3 und 5 (F i g. 1) zur Anlage kommen feste Anschläge vorgesehen, und zwar 51 für die Ab-
und die Grenzkraft des Kraftbegrenzers 6,7 (Fig. 1) Stützung in F-Richtung und 50 für die Abstützung in
in das Bremsgestänge 13 bis 16 (Fig. 1) eingeleitet R-Richtung. Die Abstützung der Bremsbacken kann
wird. z.B. der Fig.3 mit den Teilen 23 und 24 entspre-
In der F i g. 7 ist die Bremsbacke 21 die auflau- 50 chen. Auf den schwenkbaren Arm 40 kann im Gefende
Bremsbacke und Bremsbacke 22 die ablau- gensatz z.B. der Fig. 7 nicht verzichtet werden. Das
fende Bremsbacke einer Simplex-Bremse. Beide Bak- Bremswirkungsverhältnis V: R ist hier ganz wesentken
sind über den Stützbock 37 mit Nachstellein- lieh größer als bei den Beispielen der Fig. 3 bis 8, es
richtung 38 am Bremsträger 19 abgestützt und durch beträgt etwa das Dreifache bis Vierfache der dort geeinen
Nocken 39 spreizbar, der seinerseits mittels 55 nannten Werte. Das führt zu ganz besonders guten
eines Armes 40 schwenkbar am Bremsträger gelagert Rückfahreigenschaften. Außerdem sind auch die erist.
Hierdurch ergibt sich eine schwimmende Zuspan- forderlichen Betätigungskräfte bzw. fwege an dem
nung der Bremsbacken mit Kraftausgleich am Nok- Hilfsbremsteil auch für die Rückwärtsrichtung geken.
Bei Verwendung als Simplexbremse kann der ring. J Arm 40 auch entfallen und der Nocken 39 unmittel- 60 Im Beispiel der Fig. 10 bis 12 sjjnd die beiden
bar im Bremsträger 19 drehbar gelagert sein. Mit Bremsbacken 21 und 22 wieder als Primär- und
dem Nocken 39 ist Führungsarm 41 verbunden, der Sekundär-Backen einer Servobremse angeordnet, die
an seinem Ende eine Hilfsbacke 45 trägt, die an die über ein Schiebeglied 23 mit Nachstelleinrichtung 24
ebene Stirnfläche der Bremstrommel 20 anpreßbar in kraftschlüssiger Verbindung stehen. Die Abstütist.
Dieses Anpressen erfolgt durch einen in 43 am 65 zung der Backen am Bremsträger 19 erfolgt in der
Führungsarm 41 gelagerten Hebel 42, der mit seinem F-Richtung über den Druckbolzen 58, in der
Ende 49 in die Hilfsbacke 45 eingreift. Am Füh- Ä-Richtung über den Druckbolzen 56. In der
rungsarm 41 ist ferner in der Nähe der Hilfsbacke 45 F-Richtung erfolgt die Betätigung der Bremsbacke
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9 ίο
21 als Primärbacke mittels der Hilfsbacke 52 über lastungseinrichtung der Fig. 10 bis 12 weggelassen,
den Hebel 55 und Druckbolzen 56. In der Ä-Rich- vor allem aus Gründen der Übersichtlichkeit der
tung erfolgt die Betätigung der Bremsbacke 22 als Darstellung. Eine Belastungseinrichtung könnte
Primärbacke mittels der Hilfsbacke 53 über den He- auch bei diesem Beispiel vorgesehen sein. Auch hier'
bei 57 und Druckbolzen 58. Die Hilfsbacken 52 und 5 sind zwei Hilfsbacken angeordnet. Die Hilfsbacke 77
53 sind in der Ruhelage, d.h. bei nicht betätigter wirkt über den Hebel 72 und den Druckbolzen 56
Bremse, an einer zur Bremsbahn der Bremstrommel auf die Bremsbacke 21, die Hilfsbacke 78 über den
20 konzentrischen, am Bremsträger festen Führung Hebel 73 und den Druckbolzen 58 auf die Brems-76
abgestützt und werden durch Hebel 59 mit Rolle backe 22. Die Hilfsbacke 77 für die Vorwärtsrich-66
für die Hilfsbacke 52 und Hebel 60 mit Rolle 67 io tung V wird über den Hebel 83 mit Rolle 66, die
für die Hilfsbacke 53 an die Bremstrommel ange- Hilfsbacke 78 für die Rückwärtsrichtung R über den
preßt. Hebel 60 ist jedoch über eine Zuglasche 63 Hebel 84 mit Rolle 67 betätigt. Der Hebel 83 ist
und einen Hebel 64 auf einer vorgespannten Feder über ein Zuggestänge 36, jedoch unter Zwischen-65
abgestützt, die die Kraftschwelle für die wirksame schaltung einer Federvorspannung 82 mit dem Waa-Bremsbetätigung
in der Rückwärtsrichtung bildet. 15 gebalken 34 verbunden, der hier innerhalb der Rad-Diese
Kraftschwelle ist wie bei den vorbeschriebenen bremse angeordnet ist und für den am Bremsträger
Beispielen so bemessen, daß sie erst oberhalb der 19 ein Anschlag 19 α auf der dem Hebel 83 zugeorddurch
den Bremskraftbegrenzer 6,7 der Fig. 1 gege- neten Seite angebracht ist. Durch die im Kraftfluß
benen Grenzkraft, also nur durch den Hilfsbremsteil liegende Federvorspannung 82 ergibt sich in Verbinüberwunden
werden kann. Der Hebel 55 greift mit ao dung mit dem Anschlag 19 α diejenige Grenzkraft,
seinem oberen Ende in eine Kulisse 54 der Hilfs- mit der die Hilfsbacke 77 beaufschlagbar ist. Der
backe 52 ein und ist daher mit dieser formschlüssig Hebel 84 für die Hilfsbacke 78 ist dagegen erst oberverbunden,
während sein abgewinkeltes Ende 61 in halb der durch die vorgespannte Feder 85 gebildeten
eine Zuglasche 62 eingreift, die auf eine Verlange- Kraftschwelle bewegbar. Der Hebel 84 ist über ein
rung 68 (Fig. 11) des Hebels 59 einwirkt. Bei Betäti- »5 Zuggestänge 33 mit der anderen Seite des Waagebalgung
des Hebels 59 in der Rückwärtsrichtung R wird kens 34 verbunden. Am Waagebalken 34 greift die
durch diese Entlastungseinrichtung die Anpreßkraft Übertragung 16 von der Auflaufeinrichtung her an.
der Hilfsbacke 52 und damit die Bremswirkung in Die Federvorspannungen der Federn 82 und 85 sind
der Rückwärtsrichtung R bei Betätigung durch den so aufeinander abgestimmt, daß die Vorspannung
Auflauf- oder Betriebsbremsteil weiter vermindert. 30 der Feder 85 erst überwunden werden kann, wenn
Der Hebel 59 ist über ein Zuggestänge 36, der Hebel der Waagebalken 34 mit seinem einen Ende am An-60
über ein Zuggestänge 33 mit dem Waagebalken schlag 19 α infolge der Zusammendrückung der Fe-34
verbunden, auf den die Übertragung 16 von der der 82 zur Anlage kommt. Der Hebel 83 wird mittels
Auflaufeinrichtung her einwirkt. Der Waagebalken Rückstellfeder 81 am Anschlag 80 gehalten. Durch
34 kann in einem Gehäuse 35, das auf den Bremsträ- 35 die Anordnung nach diesem Beispiel wird die
ger 19 außen aufgesetzt sein kann, untergebracht kleinstmögliche Beanspruchung der Bremsflächen
werden. und der Bremstrommel erzielt. Da der Bremskraftbe-
Das Beispiel der Fig. 13 und 14 zeigt eine grenzer mit der Feder 82 und dem Anschlag 19α inBremse,
bei der die Bremsbacken entsprechend dem nerhalb der Radbremse angeordnet ist, kann eine
Beispiel der Fig. 10 bis 12 angeordnet sind. Die He- 40 Auflaufeinrichtung ohne Bremskraftbegrenzer gemäß
bei 55 und 57 der Fig. 10 sind jedoch hier durch die Fig. 2 verwendet werden. Wird zusätzlich ein
Hebel 72 und 73 ersetzt. Beide Hebel 72 und 73 wer- Bremskraftbegrenzer in der Auslaufeinrichtung geden
von nur einer Hilfsbacke 69 beaufschlagt, die maß Fig. 1 angeordnet, wird auch noch für den
grundsätzlich in gleicher Weise geführt ist wie die Bremsträger 19 eine minimale Beanspruchung erzielt.
Hilfsbacken 52 und 53 der Fig. 10. Diese Hilfsbacke 45 Im Beispiel der Fi g. 19 sind die Bremsbacken 21
69 ist durch einen Hebel 70 mit Rolle 71 an die und 22 in Simplex-Anordnung am Bremsträger 19
Bremstrommel 20 anpreßbar, wobei der Hebel 70 abgestützt. Sie sind durch einen zweiteiligen Spreizunmittelbar
an die Übertragung 16 angeschlossen ist. hebel 94 spreizbar, der z. B. über eine Zugstange 93
Am Hebel 73 greifen vorgespannte Federn 74 an, so entweder durch den am Bremsträger schwenkbar gedaß
sich der Hebel 73 am Führungsstück 76 der 50 lagerten Hebel 92 oder durch den am Bremsträger 19
Hilfsbacke 69 abstützt und so die Kraftschwelle für gelagerten Hebel 95 betätigt werden kann. Der Hebel
die Rückwärtsrichtung bildet. Solange die durch die 95 ist erst oberhalb einer durch die vorgespannte Fevorgespannten
Federn 74 gebildete Kraftschwelle in der 96 und den Anschlag 97 gebildeten Kraft-Rückwärtsrichtung
R nicht überwunden ist, bildet schwelle bewegbar. Der Hebel 92 wird seinerseits
der Hebel 73 für die Hilfsbacke 69 einen festen An- 55 durch den Fortsatz 87 der Hilfsbacke 86 betätigt,
schlag. Die Federvorspannung der Federn 74 ist als Die Hilfsbacke 86 ist entsprechend den Beispielen
Kraftschwelle wiederum so bemessen, daß sie durch der Fig. 10 bis 18 geführt mittels des Führungsdie
Grenzkraft des Bremskraftbegrenzers der Auflauf- Stücks 76, das fest mit dem Bremsträger 19 verbuneinrichtung
nicht überwunden werden kann. Dieses den ist, und wird über den Spannhebel 90 mit Rolle
Ausführungsbeispiel zeichnet sich durch besonders 60 89 an die Bremsbahn der Bremstrommel 20 gepreßt,
konstruktive Einfachheit bei sehr guten Funktionsei- Der Fortsatz 88 wirkt bei Beaufschlagung der Hilfsgenschaften
aus. In der Fig. 14 ist ferner noch eine backe in der Rückwärtsrichtung/? auf den Spannhebesondere
Nachstelleinrichtung 75 für die Hilfsbacke bei 90 entgegen der Beaufschlagungsrichtung ein und
angedeutet, was im übrigen natürlich für alle übrigen bildet somit eine Entlastungseinrichtung, die in ihrer
Ausführungen mit Hilfsbacken entsprechend mög- 65 Wirkung der Entlastungseinrichtung der Fig. 10
lieh ist. (Teile 54, 55, 61, 62, 68) vergleichbar ist. Zwischen
Das Beispiel der Fig. 15 bis 18 baut auf dem Bei- den Enden der Hebel 90 und 95 ist ein zweiteiliger
" spiel der F i g. 10 bis 12 auf, jedoch ist hier die Ent- Spreizhebel 91 angeordnet, der in seinem Aufbau
dem zweiteiligen Spreizhebel 94 entspricht, der jedoch gegenüber 94 in seiner Arbeitsrichtung um 90°
verschwenkt ist. Der Spreizhebel 91 wird durch die Übertragung 16 betätigt, die von der Auflaufeinrichtung
kommt (s. F i g. 1). Die Kraftschwelle mit der vorgespannten Feder 96 ist wiederum so bemessen,
daß sie erst oberhalb der durch den Bremskraftbegrenzer 6,7 der F i g. 1 gegebenen Grenzkraft überwunden
werden kann, und deshalb kann der Hebel
95 nur durch den Hilfsbremsteil der Auflaufeinrichtung betätigt werden.
Die in den Fig. 1 bis 19 gezeigten Ausführungen sind nur Beispiele in schematischer Form. Speziell
die Ausführungen, bei denen eine Hilfsbacke verwendet wird oder auch zwei Hilfsbacken, sind auch
für Bremsbacken in Duplex- oder Duo-Duplex-Anordnung oder auch für Scheibenbremsen anwendbar,
obwohl solche Beispiele nicht gezeichnet sind.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (16)
1. Mechanische Auflaufbremsanlage für Kraftfahrzeuganhänger mit einem einen Bremskraftbegrenzer,
der die Betätigungskraft der Radbremsen auf eine vorbestimmte Grenzkraft begrenzt,
aufweisenden Auflauf- oder Betriebsbremsteil, mit einem Hilfsbremsteil, der keinen Bremskraftbegrenzer
enthält, mit mindestens zwei Radbremsen und mit Ubertragungsteilen zu diesen Radbremsen,
die dem Auflauf- oder Betriebsbremsteil und dem Hilfsbremsteil gemeinsam sind und
bei der die Radbremsen so ausgebildet sind, daß sie in der Vorwärtsdrehrichtung eine große und
in der RückwärtsdVehrichtung eine im Verhältnis zur Rückwärtsdrehrichtung sehr kleine Bremswirkung
erzeugen, dadurch gekennzeichnet, daß 'jede Radbremse (18) mindestens
drei Bremsbacken aufweist, von denen mindestens eine Bremsbacke durch vom Hilfsbremsteil
(9) erzeugte, die Grenzkraft des Bremskraftbegrenzers (7, 82) übersteigende Kräfte gegen
eine Kraftschwelle (32, 46, 65, 74, 85, 96) zur Erzeugung einer vorbestimmten Bremswirkung
mindestens in der Rückwärtsdrehrichtung (R) beaufschlagbar ist.
2. Auflaufbremsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der gemeinsame
Ubertragungsteil (16) an einer mittleren Stelle eines Waagebalkens (34) angreift, der an oder in
der Radbremse apgeordnejL ist und an dessen,...
einem Ende eine Spanneinrichtung (25, 59, 83) angreift, die sowöM-durch den Auflauf- oder Be-.'
triebsbremsteil als auch durch den Hilfsbremsteü beaufschlagbar ist und an dessen anderem Ende
eine zweite Spanneinrichtung (30, 60, 84) angeschlossen ist, die nach Überwindung der Kraftschwelle
(32, 65, 85) nur durch den Hilfsbremsteil beaufschlagbar ist.
3. Auflaufbremsanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Spanneinrich- ·..,;
tung (25) auf die Primärbacke einer einfachen Servobremse
einwirkt und die andere Spanneinrichtung (30) auf eine von dieser Servobremse unabhängige
Bremsbacke (27) einwirkt.
4. Auflaufbremsanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die unabhängige
Bremsbacke (27) als in beiden Drehrichtungen abgestützter (durch 28) Bremsklotz ausgebildet
ist.
5. Auflaufbremsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine an
einer Fläche der Bremstrommel (20) in wenigstens der Vomärtgdrehrichtung (F) begrenzt ver- 55-,
schiebliche Hilfsbacke derart angeordnet ist, daß ihre Verschiebung unter Zwischenschaltung von
Übersetzungsgliedern (41, 55, 57, 72, 73, 92) auf eine Spreizeinrichtung einer Simplex- oder Servobremse
einwirkt.
6. Auflaufbremsanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der gemeinsame
Übertragungsteil (16) an einer nach zwei Seiten wirksamen Spanneinrichtung, z. B. an einem
Spreizschloß (91), angreift, wobei diese Spanneinrichtung auf der einen Seite am Spannhebel (90)
für die Hilfsbacke (86) und auf der anderen Seite an einem auf die Spreizeinrichtung (94) der Simplex-
oder Servobremse unmittelbar einwirkenden, nur gegen eine Kraftschwelle (96) bewegbaren
Hebel (95) abgestützt ist.
7. Auflaufbremsanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine in beiden Drehrichtungen
(F und R) verschiebliche Hilfsbacke (45, 69) in der Rückwärtsrichtung (R) nur gegen
eine Kraftschwelle (46,74) verschieblich ist.
8. Auflaufbremsanlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsbacke (45)
eine doppeltwirkende Spreizeinrichtung (39) betätigt, die zwischen den Enden zweier Bremsbakken
(21 und 22) angeordnet ist.
9. Auflaufbremsanlage nach Anspruch?, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsbacke (69) in
jeder Drehrichtung (F undi?) je eine Spreizeinrichtung
(72/56 bzw. 73/58) beaufschlagt, von denen die in der Rückwärtsrichtung (R) beaufschlagbare
Spreizeinrichtung (73/58) für die Hilfsbacke (69) bei Rückwärtsdrehrichtung einen
bis zur Überwindung der auf diese Spreizeinrichtung wirkenden Kraftschwelle (74) festen Anschlag
bildet.
10. Auflaufbremsanlage nach den Ansprüchen 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwei
von je einer Spanneinrichtung beaufschlagbare Hilfsbacken (52 und 53, 77 und 78) vorgesehen
sind, von denen die eine (52, 77) der Vorwärtsrichtung (F) und die andere (53, 78) der Rückwaftsrichtung
(R) zugeordnet ist, wobei beide Spanneinrichtungen (59 und 60, 83 und 84) über
einen Waagebalken (34) mit dem gemeinsamen Ubertragungsteil (16) verbunden sind und die eine
Hilfsbacke (53, 78) erst oberhalb einer Kraftschwelle (65, 85) beaufschlagbar ist.
11. Auflaufbremsanlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der beiden
Hilfsbacken (52 und 53,-77 und 78) eine Spreizeinrichtung (55/56 und 57/58, 72/56 und 73/58)
zugeordnet ist.
12. Auflaufbremsanlage nach Anspruch 9 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Spreizeinrichtungen auf die Enden in Servoanordnung angeordneter Bremsbacken einwirken.
13. Auflaufbremsanlage nach Anspruch 10, 11 und gegebenenfalls 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die Spanneinrichtung (83) der der Vorwärtsrichtung (F) zugeordneten Hilfsbacke (77) über
einen als im Kraftfluß liegende, vorgespannte Elastizität und eine Anschlagbegrenzung - (19 α)
dieser Spannvorrichtung ausgebildeten Bremskraftbegrenzer mit dem Waagebalken (34) verbunden
und die Spanneinrichtung (84) der der Rückwärtsdrehrichtung (R) zugeordneten Hilfsbacke
(78) erst oberhalb einer Kraftschwelle (85) bewegbar ist.
14. Auflaufbremsanlage nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftschwelle
(85) erst nach Erreichen der Anschlagbegrenzung (19 a) des Bremskraftbegrenzers überwindbar ist.
15. Auflaufbremsanlage nach Anspruch 6 bzw. 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß eine der
Vorwärtsdrehrichtung (F) zugeordnete Hilfsbacke (52, 86) eine in der Rückwärtsdrehrichtung
(R) der auf die Hilfsbacke durch deren Spanneinrichtung (59, 90) ausgeübten Spannkraft entgegenwirkende
Entlastungseinrichtung (61/62, 88) aufweist.
3 4
16. Auflaufbremsanlage nach Anspruch 16, ge- lern auch deshalb, weil sich bei der Nachstellung der
kennzeichnet durch eine durch das von der Hilfs- Bremsanlage durch den Laien Verwechslungen und
backe (52) beaufschlagte Übersetzungsglied (55) damit Funktionsstörungen ergeben können,
angetriebene Entlastungseinrichtung (61/62). Aufgabe der Erfindung ist es, die Nachteile der
5 beiden bekannten, unterschiedlichen Gruppen von solchen Bremsanlagen zu vermeiden und eine in je-
der Weise betriebstüchtige Bremsanlage zu schaffen.
Diese Erfindungsaufgabe wird dadurch gelöst, daß jede Radbremse mindestens drei Bremsbacken auf-
Die Erfindung betrifft eine mechanische Auflauf- io weist, von denen mindestens eine Bremsbacke durch
bremsanlage für Kraftfahrzeuganhänger mit einem vom Hilfsbremsteil erzeugte, die Grenzkraft des
durch Bremskraftbegrenzer, der die Betätigungskraft Bremskraftbegrenzers übersteigende Kräfte gegen
der Radbremsen auf eine vorbestimmte Grenzkraft eine Kraftschwelle zur Erzeugung einer vorbestirnmbegrenzt,
aufweisenden Auflauf- oder Betriebsbrems- ten Bremswirkung mindestens in der Rückwärtsdrehteil,
mit einem Hilfsbremsteil, der keinen Brems- 15 richtung beaufschlagbar ist.
kraftbegrenzer enthält, mit mindestens zwei Rad- Dieser Haupterfindungsgedanke gestattet eine
bremsen und mit Übertragungsteilen zu diesen Rad- große Anzahl verschiedener Ausführungsmöglichkeibremsen,
die dem Auflauf- oder Betriebsbremsteil ten. Eine besonders einfache und übersichtliche Lö-
und dem Hilfsbremsteil gemeinsam sind und bei der sung besteht darm, daß der gemeinsame Übertradie
Radbremsen so ausgebildet sind, daß sie in der 20 gungsteil an einer mittleren Stelle eines Waagebal-Vorwärtsdrehrichtung
eine große und in der Rück- kens angreift, der an oder in der Radbremse anwärtsdrehrichtung
eine im Verhältnis zur Vorwärts- geordnet ist und an dessen einem Ende eine Spannh
drehrichtung sehr kleine Bremswirkung erzeugen. einrichtung angreift, die sowohl durch den Auflauf-
™ Derartige Anlagen sind an sich bekannt (deutsche oder Betriebsbremsteil als auch durch den Hilfs-
Offenlegungsschrift 1 933 435 und deutsche Ge- 25 bremsteil beaufschlagbar ist und an dessen anderem
brauchsmuster 7 043 957 und 7106 879). Alle diese Ende eine zweite Spanneinrichtung angeschlossen ist,
bekannten Anordnungen beruhen in ihrer Wirkung die nach Überwindung der Kraftschwelle nur durch
darauf, daß die Bremsbacken oder nur die in Vor- den Hilfsbremsteil beaufschlagbar ist.
wärtsdrehrichtung ablaufende Bremsbacke einer Als spezielle Ausführung sieht die Erfindung
Zweibacken-Simplexbremse in der Rückwärtsrich- 30 hierzu vor, daß die eine Spanneinrichtung auf die
tung gegen die Kraft einer Feder ausweichen kann, Primärbacke einer einfachen Servobremse einwirkt
wodurch der Weg am Spreizorgan so erheblich ver- und die andere Spanneinrichtung auf eine von dieser
größert wird, daß der verfügbare Auflauf weg des Servobremse unabhängige Bremsbacke einwirkt.
Auflauf- oder Betriebsbremsteils erschöpft wird und Bei dieser Gestaltung kann die Servobremse auf
daß der wesentlich vergrößerte Weg am Spreizorgan 35 besonders vorteilhafte Eigenschaften in Vorwärtsnur
durch den Hilfsbremsteil überbrückt werden drehrichtung und auf eine sehr niedrige Wirkung in
kann. Die bekannten Anlagen haben eine Reihe von der Rückwärtsdrehrichtung hin konstruiert werden,
wesentlichen Nachteilen: die Betätigungshübe am Dabei sieht die Erfindung als besonders einfache Lö-Hilfsbremsteil
sind ganz wesentlich größer als bei sung hierzu noch vor, daß die unabhängige Bremsherkömmlichen
Auflaufbremsanlagen, außerdem 40 backe als in beiden Drehrichtungen abgestützter
sind diese Hübe für die Vorwärtsrichtung und die Bremsklotz ausgebildet ist.
Rückwärtsrichtung stark unterschiedlich, so daß der Eine weitere Ausführungsform besteht darin, daß
Hilfsbremsteil zusätzliche elastische Glieder enthal- mindestens eine an einer Fläche der Bremstrommel
k ten muß, um die Funktion des Hilfsbremsteils in al- in wenigstens der Vorwärtsdrehrichtung begrenzt
W len Fällen zu gewährleisten; für eine befriedigende 45 verschiebliche und mindestens vom Auflauf- oder
Arbeitsweise ist eine sehr genaue Einstellung und ge- Betriebsbremsteil beaufschlagbare Hilfsbacke derart
genseitige Abstimmung von Hilfsbremsteil und Auf- angeordnet ist, daß ihre Verschiebung unter Zwilauf-
oder Betriebsbremsteil nötig, die vom Benutzer schenschaltung von Übersetzungsgliedern auf eine
des Fahrzeugs im allgemeinen nicht durchführbar ist; Spreizeinrichtung einer Simplex- oder Servobremse
in der Rückwärtsfahrt wird ein Bremsmoment be- 50 einwirkt.
stimmter Höhe erzeugt, das nicht unterschritten wer- In Weiterbildung dieses Gedankens wird ferner
den kann und das bei leerem Anhänger oder bei un- vorgeschlagen, daß der gemeinsame Übertragungsteil
günstigen Fahrbahnverhältnissen ein Blockieren der an einer nach zwei Seiten wirksamen Spanneinrich-Anhängerräder
bei der Rückwärtsfahrt verursachen tung, z.B. an einem Spreizschloß, angreift, wobei
kann; auf Servo-, Duplex- oder Scheibenbremsen ist 55 diese Spanneinrichtung auf der einen Seite am
das bekannte Prinzip nicht anwendbar. Spannhebel für die Hilfsbacke und auf der anderen
Es sind zwar Anlagen bekannt (deutsche Ge- Seite an einem auf die Spreizeinrichtung der Simbrauchsmuster
6 752416 und 7 006 648), bei denen plex- oder Servobremse unmittelbar einwirkenden,
die genannten Nachteile vermieden werden, jedoch nur gegen eine Kraftschwelle bewegbaren Hebel abhaben
diese ihrerseits den Nachteil, daß für den Auf- 60 gestützt ist.
lauf- oder Betriebsbremsteil und für den Hilfsbrems- Ferner sieht die Erfindung vor, daß erne in beiden
teil je eine Bremskraftübertragungseinrichtung von Drehrichtungen verschiebliche Hilfsbacke in der
.4er Auflaufeinrichtung zu den Radbremsen und für Rückwärtsrichtung nur gegen eine Kraftschwelle verjgde
Radbremse zwei voneinander unabhängige Zu- schieblich ist. Dieser Gedanke ermöglicht vor allem
Spanneinrichtungen nötig sind. Besonders die doppel- «5 zwei bevorzugte Ausführungsformen. Die erste be-
;ten Übertragungseinrichtungen sind nicht nur wegen steht darin, daß die Hilfsbacke eine doppeltwirkende
des hohen Aufwandes und wegen Erschwerung von Spreizeinrichtung betätigt, die zwischen den Enden
-Montage und Transport nachteilig, sondern vor al- zweier Bremsbacken angeordnet ist. Dies ermöglicht
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |