DE2108668A1 - Laufbildkamera für Moment- und Langzeitaufnahmen - Google Patents
Laufbildkamera für Moment- und LangzeitaufnahmenInfo
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- G03B9/08—Shutters
- G03B9/10—Blade or disc rotating or pivoting about axis normal to its plane
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Description
Anlage zur Patent- und 22. 2. 1971
Gebrauchsmusterhilfsanmeldung R. No. 744
St/Ef
ROBERT BOSCH PHOTOKINO GMBH Stuttgart
Laufbildkamera für Moment- und Langzeitaufnahmen
Die Erfindung betrifft eine Laufbildkamera für Moment- und Langzeitaufnahmen mit einer Arretiervorrichtung, mittels
welcher die Antriebswelle des Kameraverschlusses wahlweise in einer der Abdeckstellung des Verschlusses zugeordneten
Lage oder in einer Stellung anhaltbar ist, in welcher der Verschluss geöffnet ist.
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Durch die OS 2 oo2 699 ist bereits eine Laufbildkamera dieser
Art, welche unter anderem die Durchführung von Dämmerungs- und Nachtaufnahmen künstlich ooleuchteter Objekte ermöglicht,
bekannt geworden. Die Arreziervorrichtung dieses Geräts hat ein hebelartig ausgebildetes Fangglied, das mit
zwei in UmI auf richtung des Verschlusses und in Richtung der Verschlussachse versetzt zueinander angeordneten Nocken wahlweise
derart zusammenwirkt, dass im Zusammenwirken mit dem einen Nocken der Umlaufverschluss bei durch den Verschlussflügel
abgedecktem Bildfenster der Kamera und im Zusammenwirken mit dem anderen Nocken der Umlaufverschluss in einer
Stellung arretiert wird, in welcher der Verschlussflügel das Bildfenster wieder freigegeben hat. Zu diesem Zweck ist der
Fanghebel auf einer parallel zur Verschlussachse verschiebbaren Buchse gelagert, die mit Hilfe einer Handhabe in zwei den
Fanghebel in die Umlaufbahn des einen Nockens oder in die Umlaufbahn des anderen Nockens bringende Betriebsstellungen
überführbar ist.
Eine weitere, durch die französische Patentschrift 9S5 4o6
bekannt gewordene Bauart einer zur Durchführung von Moment- und Langzeitaufnahmen bei Laufbildkameras geeignete Arretiervorrichtung
benutzt zum wahlweisen Festhalten der Verschlussantriebswelle in der der Abdeckstellung des Verschlusses zugeordneten
Lage und zum Festhalten der Welle in der Verschlussoffenstellung zwei getrennte Fanghebel, die durch eine Auslösetaste
gemeinsam betätigt werden können, wenn Langzeitaufnahmen beabsichtigt sind.
Bei einer anderen bekannten Arretiervorrichtung nach dem deutschen
Gebrauchsmuster 1 5o3 4o7 ist zum wahlweisen Festhalten
der Verschlussantriebswelle der Kamera in der Abdeckstellung oder in der Offenstellung des Verschlusses ein mehrere Anschlagkanten
aufweisendes und an einer Blattfeder befestigtes Fang-
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glied in Form eines schwenkbaren, L-formigen Bügels vorgesehen,
dessen einer Schenkel unter Feuerwirkung an einer in Längsrichtung des Schenkels verstellbaren Auslösetaste anliegt.
Je nach der gewählten Einstellung wird das Fangglied beim Niederdrücken der Taste mehr oder weniger weit ausgelenkt,
was zur Folge hat, dass es die Verschlussantriebswelle
zunächst freigibt, um sie sodarm in einer der Abdeckstellung des Verschlusses oder seiner Offenstellung entsprechenden
Lage wieder anzuhalten.
Die vorstehend geschilderten bekannten Arretiervorrichtungen, die zum Anhalten des Kameraverschlusaes sowohl in der Abdeckstellung
als auch in der Offenstellung geeignet sind, erkaufen diese Arbeitsv/eise mit einem verhältnismässig grossen Aufwand
an Raum und Bauteilen. Hinzu kommt die Notwendigkeit, Teile der Vorrichtung relativ zueinander zu verstellen, wenn
von einer Betriebsart auf die andere übergegangen werden soll. Beim Gegenstand der OS 2 oo2 699 muss bei einem Wechsel der
Betriebsart das Fangglied gegenüber dem Nockenträger, bei demjenigen des DGM 1 5o3 4o7 und der französischen Patentschrift
9o5 4oo die Auslösetaste gegenüber dem bzw. den Fanggliedern
verstellt werden. Ausserdem müssen Vorkehrungen getroffen sein, damit das verstellbare Glied seine Einstellage nicht unbeabsichtigt
verändern kann.
Es ist Aufgabe der Erfindung, die Nachteile der bekannten Anordnungen
zu beseitigen, d. h. eine Laufbildkamera für Moment-
und Langzeitaufnahmen der"eingangs bezeichneten Art zu schaffen,
deren Arretiervorrichtung sich durch besondere bauliche Einfachheit, einen geringen Raumbedarf sowie durch eine zuverlässige
Arbeits- und übersichtliche Bedienungsweise auszeichnet.
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r-
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Nach der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Arretiervorrichtung ein in einer Ebene bewegliches Fangglied
sowie zwei mit der Verschlussantriebsv/elle verbundene Vorsprünge aufweist, die in Drehrichtung der V/elle derart versetzt zueinander
angeordnet sind, dass im Zusammenwirken des Fangglieds mit dem einen Vorsprung der Verschluss in der Abdeckstellung
und im Zusammenwirken des Fangglieds «ixt dem anderen Vorsprung
in der OfJTenstellung arretiert wird, und dass Betätigungsmittel
zum Überführen des Fangglieds in eine Freigabestellung sowie Steuermittel vorgesehen sind, die dem Fangglied die Rückkehr in
die Arretierstellung abhängig von der gewählten Aufnahmeart bei Erreichen bestimmter, vorgegebener Drehlagen der Antriebswelle
gestatten.
Die vorgeschlagene Konstruktion hat den besonderen Vorzug, dass sie mit einem einzigen Fangglied auskommt, das sich zum Freigeben
und Wiederanhalten des Verschlusses bei allen Betriebsarten der Kamera in ein- und derselben Ebene bewegt und dabei
stets eine Bewegung gleicher Grosse ausführt. In diesem Zusammenhang
ist es von besonderer Bedeutung, dass der Zeitpunkt, in welchem das Fangglied bei eingeschaltetem Kameratriebwerk seine
Freigabestellung verlassen und in die Arretierstellung zurückkehren kann nicht von triebwerksunabhängigen, mit Toleranzen
behafteten Zeitgebern, sondern durch Steuermittel bestimmt wird, welche auf bestimmte, vorgegebene Drehlagen der Verschlussantriebswelle
reagieren. Dies trägt dazu bei, dass die vorgeschlagene Arretiervorrichtung auch nach langer Zeit noch sehr
genau und zuverlässig arbeitet.
In weiterer Ausbildung des Erfindungsgegenstands kann als Betätigungsmittel
zum Überführen des Fangglieds in die Freigabestellung gegen die Wirkung einer Feder ein Elektromagnet dienen,
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in dessen Stromkreis parallel zueinander liegende, den beiden Aufnahmearten zugeordnete Auslöseschalter zum Einschalten des
Elektromagneten sowie ünterbrecherschalter angeordnet sind, die mit einer synchron mit der Verschlussantriebswelle umlaufenden
Steuerscheibe zusammenarbeiten.
Eine besonders einfache Ausbildung der Unterbrecherschalter und der mit ihnen zusammenarbeitenden Steuerscheibe lässt
sich dadurch erreichen, dass die Unterbrecherschalter Kontaktzungen aufweisen, die an einer kontaktfreie Zonei enthaltenden
und mit der Verschlussantriebswelle drehfest verbundenen Kontaktscheibe
federnd anliegen.
In der nachstehenden Beschreibung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstands anhand einer Zeichnung, welche die
für die Erfindung wesentlichen Teile einer elektromotorisch angetriebenen Laufbildkamera in Verbindung mit einem Schaltbild
zeigt, näher erläutert.
Der Umlaufverschluss 1 der Kamera hat einen trommelartig ausgebildeten
Rotationskörper 2, an dem ein Verschlussflügel 3 befestigt ist. Der Verschluss sitzt auf einer Antriebswelle 4,
welche über ein in gestrichelten Linien angedeutetes Untersetzungsgetriebe 5 mit der Welle 6 eines in die Kamera eingebauten
Elektromotors 7 verbunden ist. Am Rotationskörper 2 sind zv/ei Vorsprünge ö und 9 angebracht, die in Umlauf richtung
der Antriebswelle 4 einen bestimmten Abstand voneinander haben.
Mit den beiden Vorsprüngen 8 und 9 arbeitet ein Fangglied 1o
zusammen, das im Ausführungsbeispiel als ein auf einer gerätefesten Achse 11 gelagerter, in einer Ebene beweglicher Winkelhebel
ausgebildet ist. Der Arm 12 des Fangglieds 1o hat eine mit den Vorsprüngen 8 und 9 zusammenarbeitende Abwinkelung 12a
sowie eine Platte 13, die den Anker eines Elektromagneten 14
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bildet. Am anderen Arm 15 des Fangglieds 1o greift eine Zugfede.r
16 an, die bestrebt ist, das Glied in der dargestellten, durch einen Anschlagstift 17 bestimir. i;en Arretierstellung zu halten.
Äusserdem betätigt der Arm 15 mittels eines Stifts 1ö
einen im Stromkreis des Elektromotors 7 angeordneten Schalter 19, der dann geschlossen wird, wenn das Fangglied 1o vom Elektromagneten
14 angezogen ist.
Der Elektromagnet 14 ist mittels einer Leitung 2o an den einen Pol einer zur Speisung des Magneten und des Elektromotors 7
dienenden Batterie 21 angeschlossen. Eine weitere vom Magneten 14 abgehende Leitung 22, die einen in Ruhestellung offenen
Schalter 23 enthält, führt zum anderen Pol der Batterie 21. Zwischen der Leitung 22 und einer die Batterie 21 mit dem
Schalter 19 verbindenden Leitung 24 liegt ein Auslöseschalter 25, der im unbeeinflussten Zustand geöffnet ist.
In der Ruhestellung, d. h. bei nicht in Betrieb befindlicher Kamera, nimmt der Verschluss 1 die dargestellte Abdeckstellung
ein. In dieser Lage wird er durch die Abwinkelung 12a des in seiner Arretierstellung befindlichen Fangglieds 1o
am Vorsprung 8 des Rotationskörpers 2 festgehalten. Der Verschlussflügel 3 deckt dabei das Bildfenster 26 der Kamera
vollständig ab und unterbindet somit eine Belichtung des im Bildfenster befindlichen Filmabschnitts.
Soll die Kamera zwecks Durchführung von Reihenbild-Momentaufnahmen
in Betrieb gesetzt werden, so wird der Auslöseschalter 25 geschlossen. Dadurch erhält der Elektromagnet 14 über die
Leitungen 2o und 22 Strom aus der Batterie 21 und zieht den Anker 13 an. Dies hat zur Folge, dass das Fangglied 1o eine
Schwenkbewegung entgegen dem Uhrzeigersinn ausführt, im Verlauf derer seine Abwinkelung 12a den Vorsprung 8 des Verschlusses
1 freigibt. Äusserdem schliesst der Arm 15 des Fang-
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gliedö den Schalter 19, sodass der Motor 7 Strom erhält und
anläuft. Der Kotor treibt über das Untersetzungsgetriebe 5
die Y/elle 4 an, auf welcher ausser de.a Umlaufverschluss 1
nicht dargestellte Steuerkurven für dos Filmschaltwerk so angeordnet sind, dass der in die Kamera eingelegte Filmstreifen
in an sich bekannter Weise während des Abdeckens des Bildfensters 26 durch den Verschlussflügel 3 um jeweils ein
Bild fortgeschaltet wird.
Soll die Kamera stillgesetzt v/erden, so braucht der Benutzer
lediglich, die Auslösetaste 25 loszul&ssen. Die Stromversorgung
des Elektromagneten 14 und des Elektromotors 7 bleibt dabei unabhängig vom Zeitpunkt des Loslassons der Auslösetaste 25
in nachstehend näher beschriebener Weise stets noch so lange aufrechterhalten bis der Verschluss 1 die dargestellte Abdeckstellung
nahezu erreicht hat.
An der Vorderseite des Rotationskörpers 2 ist eine Kontaktscheibe 27 befestigt, welche zwei kontaktfreie Zonen 2ö, 29
aufweist, die dazu dienen, den Stromkreis des Elektromagneten 14 bei Erreichen bestimmter, vorgegebener Drehlagen der Antriebswelle
4 zu unterbrechen. Mit den beiden Zonen 28 und arbeitet je eine Kontaktzunge 3o bzw. 31 zusammen, die an ein
Leitungsstück 32 bzw. 33 angeschlossen ist. Mittels eines Schalters 34, der zwei stabile Schaltstellungen besitzt, kann
entweder die Kontaktzunge 3o oder die Kontaktzunge 31 über eine Leitung 35 an die Batterie 21 angeschlossen werden. Eine
weitere Kontaktzunge 36, welche ausserhalb der beiden kontaktfreien Zonen 26, 29 an der Kontaktscheibe 27 anliegt, ist
durch ein Leitungsstück 37 mit der Leitung 22 verbunden.
Die Teile 27, 2ό, 29, 3o und 31 bilden Steuermittel, welche
durch Unterbrechen des Stromkreises des Elektromagneten 14 dem Fangglied die Rückkehr in die Arretierstellung abhängig
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von der gewählten Aufnahmeart bei Erreichen bestimmter, vorgegebener
Drehlagen der Antriebswelle h gestattet. Bei Reihenbild-Momentaufnahmen
wirkt sich dies so aur;, dass nach dem Loslassen der Auslösetaste 25 der Stromkreis für den Elektromagneten
über Leitung 35, Schalter 34, Leitung 32, Kontaktzunge 3o, Kontaktscheibe
27, Kontaktzunge 36, Leitungsstück 37, Leitung 22, Leitung 2o noch solange aufrechterhalten bleibt, bis die kontaktfreie
Zone 28 die Kontaktzunge 3o erreicht und den Magnetstromkreis unterbricht. Dies geschieht so rechtzeitig, dass
das Fangglied 1o unter Wirkung der Feder 16 in seine Arretierstellung überwechseln und den nach dein Abschalten des Motorstromkreises
unter dem Einfluss der Schwungkraft noch kurzzeitig weiterdrehenden Verschluss 1 am Vorsprung 8 anhalten
kann.
Ausser den beschriebenen Reihenbild-Momentaufnahmen ermöglicht die vorgeschlagene Anordnung auch die Durchführung von Einzelbild-Momentaufnahmen
sowie von Langzeitaufnahmen. Zur Durchführung der erstgenannten Aufnahmeart wird der Momentschalter
geschlossen. Dieser Schalter ist in an sich bekannter Weise so ausgebildet, dass er nur einen kurzzeitigen Stromfluss über
die Leitung 22 in den Magneten 14 gestattet. Letzterer zieht an und überführt das Fangglied 1o unter gleichzeitigem Schliessen
des Motorschalters 19 in die Freigabestellung. Am Ende des
durch den Schalter 23 erzeugten Schaltimpulses hat sich der
Verschluss 1 so weit im Uhrzeigersinn gedreht, dass sich die Kontaktzunge 3o nicht mehr im Bereich der kontaktfreien Zone
28 befindet. Dies hat zur Folge, dass der Elektromagnet 14 über 35, 34, 32, 3o, 27, 36, 37, 22, 2o weiterhin mit Strom
aus der Batterie 21 versorgt wird und daher in erregtem Zustand verbleibt. Kurz vor Ablauf einer Umdrehung der Antriebswelle
4 gelangt die kontaktfreie Zone 28 wieder in den Bereich der Kontaktzunge 3o, wodurch der Elektromagnet 14 stromlos
wird und dem Fangglied 1o die Rückkehr in die dargestellte Arretierstellung gestattet. Auf diese Weise wird der Verschluss
nach dem Transport und der Belichtung eines Filmbildes durch
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die Abwinkelung 12a des Fangglieds am Vorsprung 8 angehalten.
Bei der Rückkehr des Fanghebels in die Abdeckstellung wird auch der Schalter 19 geöffnet, sodass der Motor 7 zum Stillstand
kommt.
Für Aufnahmen mit Langzeitbelichtung wird der Schalter 34 von der ausgezogen gezeichneten Stellung in die gestrichelt
angedeutete Lage überführt, wodurch folgender Stromkreis für den Elektromagneten 14 zustandekommt: 21, 35, 34, 33, 31, 27,
36, 37, 22, Magnet 14, 2o, 21. Das vom erregten Magneten 14
angezogene Fangglied 1o gibt den in seiner Abdeckstellung
befindlichen Verschluss frei und schliesst den im Motorstromkreis liegenden Schalter 19, sodass der Motor anläuft und die
Welle 4 dreht. Nachdem der Verschluss 1 etwa eine halbe Umdrehung gemacht hat, unterwandert die kontaktfreie Zone 29 die
Kontaktzunge 31 und unterbricht auf diese Weise den Stromfluss in der zum Magneten 14 führenden Leitung 22. Der Magnet
14 fällt daraufhin ab und gibt das Fangglied 1o zur Rückkehr
in die Arretierstellung frei. Diese Freigabe erfolgt zu einem solchen Zeitpunkt, dass der Vorsprung 9 des Verschlusses auf
die Abwinkelung 12a des Fangglieds 1o auftrifft. Dadurch wird
der Verschluss in einer Stellung angehalten, in welcher er das Bildfenster 26 der Kamera freigibt. Er bleibt jetzt solange
in dieser Offenstellung, bis der Momentschalter 23 betätigt wird. Durch diese Betätigung wird der Elektromagnet 14
zunächst kurzzeitig erregt. Er zieht das Fangglied 1o an, das
seinerseits den Motorschalter 19 schliesst. Am Ende des vom Momentschalter 23 erzeugten Schaltimpulses hat der Motor 7
den vom Fangglied 1o freigegebenen Verschluss 1 bereits soweit
gedreht, dass die kontaktfreie Zone 29 die Kontaktzunge 31 verlassen hat. Der Stromkreis für den Elektromagneten 14 wird
nun über 35, 34, 33, 31, 27, 36, 22, 2o aufrechterhalten und zwar solange, bis die kontaktfreie Zone 29 nach nahezu einer
vollen Umdrehung des Verschlusses 1 wieder in den Bereich der
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Kontaktzunge 31 kommt. Dabei deckt der Verschluss während
der Filmschaltphase das Bildfenster 26 der Kamera ab und wird danach von der Abwinkelung 12a des Fangglieds 1o in seiner
Offenstellung arretiert.
Zum Beendigen der Langzeitaufnahmen wird der Schalter 34 wieder in seine ausgezogen gezeichnete Stellung zurückgestellt,
in welcher er die Leitung 32 Kit der Batterie 21
verbindet. Dadurch entsteht über die Kontaktzungen 3o, 36
ein geschlossener Stromkreis für den Magneten 14, der zur Folge hat, dass der Magnet die Abwinkelung 12a des Fangglieds
vom Vorsprung 9 abhebt und der Verschluss durch den mittels des Schalters 19 eingeschalteten Motor 7 soweit im Uhrzeigersinn
gedreht wird, bis die kontaktfreie Zone 26 die Kontaktzunge 3o erreicht. In dieser Stellung ist der Stromkreis
des Elektromagneten 14 unterbrochen und das Fangglied kehrt in die dargestellte Arretierstellung zurück, in welcher es
den Verschluss wieder am Vorsprung 8 festhält.
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Claims (6)
1.' Laufbildkamera für Moment- und Lancz,eitaufnahmen mit
einer Arretiervorrichtung, mittels welcher die Antriebswelle des Kameraverschlusses wahlweise in einer der Abdeckstellung
des Verschlusses zugeordneten Lage oder in einer Stellung anhaltbar ist, in welcher der Verschluss
geöffnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretiervorrichtung ein in einer Ebene bewegliches Fangglied (1o)
sowie zwei mit der Verschlussantriebswelle (4) verbundene Vorsprünge (8, 9) aufweist, die in Drehrichtung der Welle
derart versetzt zueinander angeordnet sind, dass im Zusammenwirken des Fangglieds mit dem einen Vorsprung (8)
der Verschluss in der Abdeckstellung und im Zusammenwirken des Fangglieds mit dem anderen Vorsprung (9) in der
Offenstellung arretiert wird, und dass Betätigungsmittel zum Überführen des Fangglieds in eine Freigabestellung
sowie Steuermittel vorgesehen sind, die dem Fangglied die Rückkehr in die Arretierstellung abhängig von der
gewählten Aufnahmeart bei Erreichen bestimmter, vorgegebener Drehlagen der Antriebswelle gestatten.
2. Laufbildkamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Betätigungsmittel zum Überführen des Fangglieds
(1o) in die Freigabestellung gegen die Wirkung einer Feder (16) ein Elektromagnet (14) dient, in dessen Stromkreis
parallel zueinander liegende, den beiden Aufnahmearten zugeordnete Auslöseschalter (25, 23, 34) zum Einschalten
des Elektromagneten sowie Unterbrecherschalter angeordnet sind, die mit einer synchron mit der Verschluss
antriebswelle umlaufenden Steuerscheibe zusammenarbeiten.
3. Laufbildkamera nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterbrecherschalter Kontaktzungen (3o, 31) aufweisen,
die an einer kontaktfreie Zonen (28, 29) enthalten den und mit der Verschlussantriebsv/elle (4) drehfest verbundenen
Kontaktscheibe (27) federnd anliegen.
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4. Laufbildkamera nach Anspruch 3, cindurch gekennzeichnet,
dass die kontaktfreien Zonen (28, 29) auf verschiedenen Radien der Kontaktscheibe (27) liegen und in Drehrichtung
der Verschlussantriebswelle (4) derart versetzt zueinander angeordnet sind, dass der Stromkreis des Elektromagneten
(14) bei Momentaufnahmen kurz vor Erreichen der durch das Fangglied (1o) und den einen Vorsprung (8) vorgegebenen
Abdeckstellung des Verschlusses (1) und bei Langzeitbelichtungen jeweils kurz vor Erreichen der durch
das Fangglied und den anderen Vorsprung (9) bestimmten Verschlussoffenstellung unterbrochen wird.
5. Laufbildwerfer nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktzunge (3o), welche mit der zum Unterbrechen
des Magnetstromkreises bei Momentaufnahmen dienenden kontaktfreien Zone (28) der Kontaktscheibe (27)
zusammenarbeitet und die mit der den Magnetstromkreis bei Langzeitaufnahmen unterbrechenden kontaktfreien Zone
(29) zusammenarbeitende Kontaktzunge (31) an je eine Leitung (32 bzw. 33) angeschlossen sind, welche durch
den für die Auslösung der Kamera bei Langzeitaufnahmen vorgesehenen Auslöseschalter (34) wechselweise mit einer
die Speisespannung für den Elektromagneten (14) liefernden Spannungsquelle (21) verbindbar sind.
6. Laufbildkamera nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zum Antrieb der Verschlussantriebswelle
(4) ein Elektromotor (7) dient, dessen Stromkreis einen Schalter (19) enthält, welcher durch
das Fangglied (1o) beim Überwechseln in die Freigabestellung geschlossen wird.
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Priority Applications (3)
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| DE19712108668 DE2108668B2 (de) | 1971-02-24 | 1971-02-24 | Laufbildkamera fuer moment- und langzeitaufnahmen |
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| DE19712108668 DE2108668B2 (de) | 1971-02-24 | 1971-02-24 | Laufbildkamera fuer moment- und langzeitaufnahmen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE2108668B2 DE2108668B2 (de) | 1977-10-20 |
Family
ID=5799635
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (3)
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| FR (1) | FR2127533A5 (de) |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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| BF | Willingness to grant licences | ||
| BHJ | Nonpayment of the annual fee |