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DE1282441B - Photographischer Verschluss mit hin- und herschwingenden Sektoren und elektronischer Belichtungszeitbildung - Google Patents

Photographischer Verschluss mit hin- und herschwingenden Sektoren und elektronischer Belichtungszeitbildung

Info

Publication number
DE1282441B
DE1282441B DEP42645A DEP0042645A DE1282441B DE 1282441 B DE1282441 B DE 1282441B DE P42645 A DEP42645 A DE P42645A DE P0042645 A DEP0042645 A DE P0042645A DE 1282441 B DE1282441 B DE 1282441B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lever
armature
spring
locking bolt
shutter
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP42645A
Other languages
English (en)
Inventor
Waldemar Rentschler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hittech Prontor GmbH
Original Assignee
Prontor Werk Alfred Gauthier GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Prontor Werk Alfred Gauthier GmbH filed Critical Prontor Werk Alfred Gauthier GmbH
Priority to DEP42645A priority Critical patent/DE1282441B/de
Priority to GB30125/68A priority patent/GB1184758A/en
Priority to US745229A priority patent/US3568586A/en
Publication of DE1282441B publication Critical patent/DE1282441B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B7/00Control of exposure by setting shutters, diaphragms or filters, separately or conjointly
    • G03B7/08Control effected solely on the basis of the response, to the intensity of the light received by the camera, of a built-in light-sensitive device
    • G03B7/081Analogue circuits
    • G03B7/083Analogue circuits for control of exposure time
    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B9/00Exposure-making shutters; Diaphragms
    • G03B9/58Means for varying duration of "open" period of shutter

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Shutters For Cameras (AREA)

Description

  • Photographischer Verschluß mit hin- und herschwingenden Sektoren und elektronischer Belichtungszeitbildung Die Erfindung betrifft einen photographischen Verschluß mit einem auf die Sektoren einwirkenden, hin-und hergehenden Antriebsteil und einer elektronischen Zeitbildungseinrichtung, die einen unter der Wirkung einer Rückführfeder stehenden Magnetanker und einen von diesem beeinflußbaren, den Sektorenantriebsteil für die Dauer der Zeitbildung blockierenden Sperriegel steuert, wobei dem Sektorenantrieb eine die Öffnungsbewegung verzögernde, der Kompensation von Zeitkonstanten der mechanischen Verriegelung dienende -Einrichtung zugeordnet ist.
  • Bei Verschlüssen vorstehender Art mit einer die öffnungs- und Schließbewegung der Sektoren bewirkenden Antriebsfeder erfolgt die Zeitbildung in der Weise, daß der Verschlußantrieb in einer der Offenstellung der Sektoren entsprechenden Lage mittels einer elektromagnetisch lösbaren Sperre blockiert und letztere in Abhängigkeit von einem elektronisch gebildeten Zeitintervall wieder gelöst wird, worauf die Antriebsfeder die Sektoren wieder schließt. Vorzugsweise kann hierzu die Ausbildung der Sperre so getroffen sein, daß der Verschlußantrieb nicht durch den Magnetanker selbst, sondern durch einen besonderen Sperriegel abgefangen wird, der seinerseits vom abfallenden Magnetanker nach Spannungsloswerden der Magnetspule betätigt wird. Hierzu steht der Magnetanker unter der Wirkung einer ihn in Abfallrichtung beeinflussenden Rückstellfeder, die jedoch schwächer als die Haltekraft des Magneten sein muß, so daß im Spannungszustand der Magnetspule der Anker gegen die Wirkung der Feder am Magnetkern in Anlage gehalten wird. Bei dieser Arbeitsweise kann die Lösung der Sperre nicht sofort in dem Augenblick erfolgen, in dem der Magnet spannungslos wird, sondern erst einige Millisekunden nach diesem Zeitpunkt. Der Grund dafür ist darin zu erblicken, daß der Magnetanker und der Sperriegel bestimmte Wegstrecken zurücklegen müssen, bevor letzterer am blockierten Verschlußantriebsteil, beispielsweise dem Sektorenantriebsring, außer Eingriff kommt.
  • Um trotz des vorerwähnten, zwischen dem Spannungsloswerden des Magnets und dem Wirkungsloswerden der Sperre bestehenden Zeitintervalls eine von einem Photowiderstand gesteuerte stetige und einer geometrischen Reihe folgende automatische Belichtungszeitbildung zu erzielen, hat man schon die Anordnung eines der Kompensation von Zeitkonstanten der mechanischen Verriegelung dienende Einrichtung vorgeschlagen. Diese ermöglicht bei kürzester, also ausschließlich vom mechanischen Verschlußantrieb abhängiger Belichtungszeit, z. B. 1/äoo Sekunde, ein von der Sperre völlig unbeeinflußtes Ablaufen des Verschlußantriebs, da der für die Zeitbildung maßgebliche Startkontakt durch den Verzögerungseffekt des Kompensationswerks so frühzeitig in bezug auf das Erreichen der Volloffenstellung des Verschlusses geschlossen wird, daß bei voller Öffnung der Sektoren der Magnetanker bereits abgefallen ist und somit den Sperriegel an einem Einfallen in den Verschlußantrieb hindert.
  • Nun hat es sich aber gezeigt, daß auch bei Anwendung eines Kompensationswerks der vorerwähnten Art das gesteckte Ziel, nämlich eine gewisse Stetigkeit beim Zeitbil dungsvorgang zu gewährleisten, nicht mit letzter Konsequenz erreicht werden konnte. Dies insbesondere bei kürzesten Belichtungszeiten von etwa Ihm sec nicht, wo trotz der von der automatischen Steuerung an sich zu erwartenden stetigen Belichtungszeitbildung in diesem Zeitenbereich eine gewisse Unstetigkeit dadurch auftritt, daß nicht eine Zwischenzeit, beispielsweise ein zwischen 1.fam, und 1/2.5o sec liegender Zeitwert, sondern alternativ entweder 1/noo sec oder 1/25o sec erzielt wird. Bei der Untersuchung dieser Erscheinung ergab sich als Ursache, daß gewisse Abweichungen in der Bewegungszeit der im wesentlichen aus Magnetanker und Sperrriegel bestehenden Sperrmechanik auftreten, und zwar je nachdem, ob vor dem Lösen der Sperre der Sperriegel vom Verschlußantrieb belastet oder unbelastet ist. So hat es sich gezeigt, daß im Falle der Belastung des Sperriegels durch den Verschlußantrieb die Rückstellbewegung der Sperrteile bis zum Augenblick des Wirkungsloswerdens mehr Zeit in Anspruch nimmt als in jenem Falle, in dem sich die Teile ohne vorherige Belastung durch die Antriebskraft bewegen können. Bedingt ist das wiederum dadurch, daß im belasteten Zustand der Sperre das Lösen derselben entgegen der zwischen Verschlußantrieb und Sperriegel bestehenden Reibungskraft bzw. dem vorherrschenden Flächendruck zu erfolgen hat.
  • Das der Erfindung zugrunde liegende Problem besteht nun darin, eine gewisse Stetigkeit im Funktionsablauf der der Belichtungszeitbildung dienenden Einrichtung auch im kürzesten Belichtungszeitenbereich des Verschlusses, also hin bis zur kürzesten Belichtungszeit, ohne nennenswerten zusätzlichen baulichen Aufwand bei Verschlußanordnungen der eingangs erwähnten Gattung zu erreichen.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zwischen dem Magnetanker und dem den Sektorenantriebsteil blockierenden Sperriegel ein auf letzteren einwirkendes Federrelais angeordnet ist, das durch den Magnetanker freigebbar und zur Betätigung des Sperriegels derart ausgebildet ist, daß das Zeitintervall vom Beginn des Betätigens des Sperrriegels bis zu seinem Außereingriffkommen am Sektorenantriebsteil sich dem Wert Null nähert. Auf diese Weise ist erreicht, daß die zur Entriegelung erforderliche Bewegungszeit sowohl für den vom Verschlußantrieb belasteten als auch unbelasteten Sperriegel praktisch ein und dieselbe Größe aufweist, so daß, beginnend von der kürzesten bis herunter zur längsten Belichtungszeit des Verschlusses, eine stetige und kontinuierlich abfallende Zeitbildung gewährleistet ist.
  • Zur Erzielung einer relativ einfachen, den baulichen Gegebenheiten einer Verschlußkonzeption mit elektronischer Zeitbildungseinrichtung leicht anzupassenden Ausführung eines Federrelais wird ferner vorgeschlagen, daß dieses aus einem drehbar gelagerten, unter der Wirkung einer relativ starken Feder stehenden zweiarmigen Betätigungshebel gebildet ist, dessen einer Hebelarm mittels einer durch den Ankerhebel aus der Sperrlage herausbewegbaren Sperrklinge blockierbar ist und dessen anderer Hebelarm mit dem Sperriegel zusammenarbeitet. In baulicher Hinsicht kann diese Anordnung noch dadurch vereinfacht werden, daß der zweiarmige Betätigungshebel achsgleich mit dem Ankerhebel gelagert ist.
  • . Um eine möglichst einfache Bedienung eines mit Federrelais ausgerüsteten Verschlusses mit elektronischer Zeitbildungseinrichtung zu gewährleisten, wird in Weiterbildung der Erfindung ferner vorgeschlagen, daß ein beim Spannvorgang des Verschlusses zwangläufig mitbewegter Spannarm vorgesehen ist, mittels dessen der Betätigungsteil in Spannlage und der Magnetanker an dem ihm zugeordneten Magnet zur Anlage gebracht wird. Weiter ist zur Gewährleistung eines störungsfreien, durch etwaige fertigungstechnische Ungenauigkeiten nicht nachteilig beeinflußbaren Funktionsablaufs vorgesehen, daß der Spannarin aus zwei achsgleich gelagerten, mittels einer überzugsfeder kraftschlüssig gegeneinander abgestützten Hebeln gebildet wird, von denen einer mit einem beweglichen Teil des Verschlußantriebsmechanismus und der andere mit dem Betätigungshebel des Federrelais und dem Ankerhebel zusammenarbeitet.
  • Die Erfindung ist nachstehend an Hand eines Ausführungsbeispiels näher beschrieben und in der Zeichnung dargestellt. Es zeigt F i g. 1 einen mit Kompensationswerk ausgerüsteten Elektronikverschluß in Gespanntlage, wobei die der Auslösung des Verschlusses dienende Mechanik mit strichpunktierten Linien sowie durch den kameraseitigen Auslöseknopf lediglich angedeutet ist, F i g. 2 eine teilweise Darstellung der in F i g. 1 veranschaulichten Verschlußkonzeption, dessen Schubkurbeltrieb die Sektoren in Offenstellung bewegt hat und wobei die der Verriegelung des Sektorenrings dienende Mechanik sich noch in der Sperrstellung befindet, F i g. 3 wiederum eine teilweise Darstellung des Sektorenantriebsmechanismus sowie die zu dessen Blockierung in Offenstellung der Sektoren dienende Verriegelungsmechanik, die in der gegebenen Darstellung den Sektorenantrieb nach erfolgtem Abfall des Magnetankers gerade zu der die Sektoren in Schließstellung überführenden Rücklaufbewegung freigegeben hat, F i g. 4 in schematischer Darstellung die Aufteilung des Zeitintervalls, das zwischen dem Spannungsloswerden des Magnets der Zeitbildungseinrichtung und dem Außereingriffkommen des den Sektorenantrieb in Offenstellung haltenden Sperriegels der Verriegelungsmechanik benötigt wird, und schließlich F i g. 5 einen Teilschnitt durch den Elektronikverschluß gemäß der in F i g. 2 angedeuteten Schnittlinie 1-1.
  • In der Zeichnung bedeutet 1 die Grundplatte eines photographischen Verschlusses, welcher in einem Verschlußgehäuse 2 angeordnet und mit einem Rohrstutzen la versehen ist. Die Grundplatte 1 dient der Lagerung des Verschlußantriebsmechanismus, bestehend aus einer Spann' und Antriebswelle 4, einer mit dieser drehfest verbundenen Antriebsscheibe 5, einer auf diese einwirkenden Antriebsfeder 6 sowie einer an der Antriebsscheibe angelenkten Treibklinke 7, deren freies Ende mit dem als Ring ausgebildeten und mit einem Lappen 8a versehenen Antriebsteil 8 der Sektoren 9 derart zusammenarbeitet, daß beim Ablauf der Antriebsscheibe 5 in Pfeilrichtung der Sektorenring 8 und die Sektoren 9 eine hin- und hergehende Bewegung ausführen. Zur Verriegelung der Antriebsseheibe 5 in der in F i g. 1 dargestellten Gespanntlage dient ein zweiarmiger Sperrhebel 10, an dessen einem Hebelarm derjenige eines weiteren, in F i g. 1 ebenfalls nur angedeuteten zweiarmigen Auslösehebels 11 angreift. Die Betätigung dieses Hebels erfolgt mittels des in F i g. 1 gleichfalls nur angedeuteten Kameraauslösers 12, der mit dem Hebel über geeignete Zwischenglieder, die in der zeichnerischen Darstellung nur durch eine strichpunktierte Linie veranschaulicht sind, in Wirkungsverbindung steht.
  • Um die Sektoren 9 des Verschlusses für die Dauer der durch eine nachstehend noch näher beschriebene elektronische Schalteinrichtung in Offenstellung zu halten, weist der Sektorenring 8 einen weiteren, durch einen Schlitz der Grundplatte 1 hindurchtretenden Lappen 8 b auf, der in Offenstellung der Verschlußblätter, wie in F i g. 2 und 5 gezeigt, durch einen federbelasteteten Sperriegel 14 blockierbar ist. Dieser Riegel ist hierzu gemäß Darstellung in F i g. 5 mit einem Mitnehmerstift 14a und einem seitlich abgebogenen Lappen 14 b versehen, der mittels einer auf den Riegel einwirkenden Feder 15 in den Bewegungsbereich des am Sektorenring 8 vorgesehenen Lappens 8 b hinein- und durch einen auf der Grundplatte 1 drehbar gelagerten, unter der Wirkung einer relativ starken Feder 16 stehenden Betätigungshebel 17 aus der Sperrlage herausbewegbar ist. Der auf einem Zapfen13 sitzende Betätigungshebe117 wiederum, der zwei Arme17a und 17b besitzt, ist durch eine Sperrklinke18 in Gespanntlage verriegelbar. Achsgleich zu dem als Federrelais ausgebildeten Betätigungshebe117 lagert auf dem Zapfen13 ein einarmiger Hebel 19, an dessen freiem Ende ein Anker 20 gelenkig angeordnet ist. Mit dem Anker 20 arbeitet ein im Stromkreis einer elektronischen Zeitbildungseinrichtung liegender Elektromagnet 21 zusammen. Die Zeitbildungseinrichtung ihrerseits weist eine in der Zeichnung im Detail nicht weiter veranschaulichte, in an sich bekannter Weise ausgebildete Verzögerungsschaltung 23 auf. Vorzugsweise kann diese als Triggerschaltung ausgebildet, d. h. mit mehreren rückkoppelbaren Transistoren ausgestattet sein.
  • Im Stromkreis einer Batterie B liegen neben dem Elektromagnet 21 und der elektronischen Verzögerungsschaltung 23 die zeitbestimmenden, aus Photowiderstand R und Kondensator C bestehenden Glieder. Außer diesen RC-Gliedern befinden sich im Stromkreis der Batterie B ein durch den Auslösemechanismus 11 des Verschlusses betätigbarer Hauptschalter Sl. ein die Aufladung des Kondensators C einleitender Ladestartkontakt S2 sowie ein den Photowiderstand R mit Beginn der Anlaufbewegung des Sektorenrings 8 von einem Drehspulmeßwerk 1 auf die Schaltung der Zeitbildungseinrichtung umlegender Schalter S... Der Ladestartkontakt S, schließt in der in F i g. 1 veranschaulichten Schaltstellung den Kondensator C kurz, während die Schaltzunge des Schalters S#., eine elektrische Verbindung zwischen Photowiderstand R und Drehspulmeßwerk 1 herstellt. Mit dem Anlaufen des Sektorenrings 8, wobei die beiden den Stiften8c und 8d nachlaufenden Schaltzungen an dem weiteren, ihnen zugeordneten Kontakt zur Anlage kommen, wird durch den Schalter S, der Photowiderstand R in den Stromkreis der elektronischen Zeitbildungseinrichtung umgelegt und durch den Schalter S 2 der Kurzschluß im Kondensator C aufgehoben und damit die Zeitbildung eingeleitet. Was die zur Verriegelung des Federrelais 16, 17 vorgesehene, unter dem Einfluß einer Feder 25 stehende Sperrklinke 18 anbetrifft, so ist deren Ausbildung und Anordnung so getroffen, daß sie stets an der Bewegung des Ankerhebels 19 beteiligt ist, wozu letzterer mit einem der Klinke als Abstützung dienenden Mitnehmerstift 27 versehen ist. Mit dem Sektorenantriebsring 8 arbeitet eine Zeitkonstante der vorerwähnten mechanischen Verriegelung kompensierende Einrichtung zusammen, die im wesentlichen aus einem unter der Wirkung einer Feder 28 stehenden Bremshebel 29 sowie einer getrieblich mit diesem verbundenen, drehbar gelagerten massiven Scheibe 30 gebildet wird.
  • Was die Bedeutung des vorbeschriebenen, aus Feder 16 und Betätigungshebel 17 bestehenden Federrelais in Verbindung mit dem vorerwähnten Kompensationswerk 28 bis 30 anbetrifft, so besteht der Zweck dieser Einrichtungen darin, eine stetige Zeitbildung auch im kürzesten Belichtungszeitenbereich des Verschlusses zu erzielen, und zwar unabhängig davon, ob eine Verriegelung des Sektorenrings 8 in Offenstellung erfolgt ist oder nicht. Das Lösen des Sperriegels 14 geschieht damit nicht mehr, wie bisher üblich, unmittelbar durch den Magnetanker, sondern durch das zwischen diesem und dem auf den Sektorenring 8 einwirkenden Sperriegel 14 angeordneten Federrelais 16, 17. Dieses betätigt nach Freigabe mit größtmöglicher Kraft den Sperriegel 14, um zu erreichen, daß die Bewegungszeit für diesen Riegel bis zum Augenblick des Außereingriffkommens am Lappen 8 b des Sektorenrings 8 annähernd gegen Null geht. Die zur Bewegung des Sperriegels 14 erforderliche Zeitspanne ist bei Belastung durch den Verschlußantrieb die gleiche wie diejenige, wenn der Riegel unbelastet aus der Sperrlage herauszubewegen ist. Zweckmäßig wird hierzu die Antriebskraft des Federrelais 16, 17 so groß wie möglich bemessen. Abgesehen von einem bestimmten maximalen Spannmoment ist die Antriebskraft des Federrelais 16, 17 indirekt begrenzt durch die Haltekraft des Elektromagnets 21. Diese muß stets größer sein als die Rückführkraft der auf den Ankerhebel 19 einwirkenden Rückstellfeder 31. Andererseits muß die Rückstellkraft dieser Feder jedoch so groß sein, um die Verriegelung des Federrelais 16, 17 durch die Klinke 18 möglichst ohne Zeitverlust aufzuheben.
  • Unter der Voraussetzung, daß die Bewegungszeit des Sperriegels 14 sowohl im belasteten als auch im unbelasteten Zustand nahezu einheitlich groß ist, kann, wie F i g. 4 veranschaulicht, das gesamte zwischen dem Spannungsloswerden des Elektromagnets 21 und dem Außereingriffkommen des Sperriegels 14 mit dem Sektorenring 8 vorhandene Zeitintervall T durch das Kompensationswerk 28 bis 30 ausgeglichen werden. Dieses Zeitintervall T gliedert sich in folgende Zeitabschnitte auf: ti = Bewegungszeit des Magnetankers 20 vom Verlassen des Elektromagnets 21 bis zum Freigeben des Federrelais 16, 17 durch die Sperrklinke 18; t2 = Anlaufzeit des Federrelais 16, 17 bis zum Auftreffen auf den Sperriegel 14; t3 = Bewegungszeit des Sperriegels 14 bis zum Außereingriffkommen am Lappen 8 b des Sektorenrings 8.
  • Aus dieser Darstellung ist ersichtlich, daß die Zeitabschnitte ti und t. völlig unabhängig davon sind, ob der Sperriegel 14 belastet ist oder nicht. Sie können also für alle Zeitbildungen vollständig und eindeutig mittels des Kompensationswerks 28 bis 30 berücksichtigt werden. Der einzige Unterschied zwischen belastetem und unbelastetem Sperriegel 14 kann nur noch bezüglich des Zeitabschnitts #., bestehen. Mit dem Federrelais 16, 17, das unter Zuhilfenahme einer relativ großen Betätigungskraft (starke Feder 16) diesen Zeitabschnitt gegen Null gehen läßt, können nennenswerte Abweichungen vermieden werden, gleichgültig, ob der Sperriegel 14 in belastetem oder unbelastetem Zustand aus der Sperrlage herauszubewegen ist. Somit läßt sich auch der Zeitabschnitt t3 mittels des Kompensationswerks 28, 30 berücksichtigen, wodurch wiederum ein wirkungsvoller Ausgleich des aus den vorerwähnten drei Zeitabschnitten ti bis t 3 bestehenden gesamten Zeitintervalls T erzielbar ist.
  • Um abhängig vom Spannvorgang sowohl das Federrelais 16.. 17 als auch den Ankerhebel 19 entgegen der Wirkung der an diesen Teilen angreifenden Federn 16 bzw. 31 in die entsprechende, vor Funktionsablauf des Verschlusses einzunehmende Ausgangslage bewegen zu können, ist ein auf einer Achse 34 drehbar gelagerter Spannarm vorgesehen, der aus zwei achsgleich gelagerten Hebeln 35 und 36 gebildet wird. Diese Hebel wiederum sind mittels einer überzggsfeder 37 und einem seitlich abgebogenen Lappen 35a kraftschlüssig gegeneinander abgestützt. Zur Beeinflussung des Spannarms 35 bis 37 weist die Aniriebsseheibe 5 seitlich einen Betätigungsstift 5 a auf, der so angeordnet ist, daß beim Spannvorgang des Verschlusses auf das freie Ende des Spannarms Druck ausgeübt wird, der über einen am Hebel vorgesehenen Stift 35 b sowohl auf den Betätigungshebel 17 als auch auf den Ankerhebel 19 übertragen wird.
  • Die Arbeitsweise der vorbesehriebenen Verschlußanordnung ist im einzelnen wie folgt: Beim Drücken des Kameraauslösers 12 werden der Auslösehebel 11 und der mit diesem bewegbare Sperrhebel 10 betätigt, was zur Folge hat, daß der Hauptschalter S, gese - hlossen und der Verschlußantrieb zum Ablauf freigegeben wird. Während durch das Schließen des Schalters S, der Elektromagnet 21 an der Batterie an Spannung gelegt ist, werden die Sektoren 9 unter Verzögerung der öffnungsbewegung des Sektorenrings 8 durch das Kompensationswerk 28 bis 30 und gleichzeitiger Betätigung der Schalter S2 und S, in Offenstellung bewegt. Mit Erreichen der Offens#iellung legt sich der Sperriegel 14, wie in F i g. 2 veranschaulicht, vor den Lappen 8 b des Sektorenrings 8 und blockiert damit das gesamte Antriebssystem. Dies so lange, bis die Zeitbildungseinrichtung das im Elektromagnet 21 bestehende Magnetfeld aufhebt und infolgedessen der Anker 20 freigegeben wird. Der Ankerhebel 19 setzt sich nun unter dem Einfluß der Feder 31 in Bewegung und bringt dabei vermittels des Angriffs am Stift 27 die Sperrklinke 18 am Federrelais ' 16, 17 außer Eingriff. Der somit frei gewordene Betätigungshebel 17 führt nun unter dem Einfluß der relativ starken Feder 16 auf seinem Lagerzapfen 13 eine Drehbewegung im Uhrzeigersinn aus, schlägt dabei mit dem Arm 17 b den auf dem Sperriegel 14 angeordneten Stift 14 b an, was zur Folge hat, daß der Sperriegel augenblicklich aus der Sperrlage herausbewegt wird. Dies hat zur Folge, daß sich, wie in F i g. 3 veranschaulicht, das Antriebssystem wieder in Bewegung zu setzen und die Sektoren 9 in Schließstellung überzuführen vermag.
  • Das vorstehend beschriebene, zwischen Magnetanker 20 und Sperriegel 14 angeordnete Federrelais 16, 17 ist in Kombination mit dem Kompensationswerk 28 bis 30 nicht auf die spezielle Verwendung bei Elektronikverschlüssen mit aus mehreren Sektoren gebildeten Verschlußblattsystemen beschränkt. Diese Kombination kann überall dort Anwendung finden, wo ein Verschlußblattsystem vorgesehen ist, dessen Antriebsteil zum öffnen und Schließen des Objektivdurchgangs eine hin- und hergehende Bewegung ausfährt. So könnte das Federrelais 16, 17 auch bei einem solchen Elektronikverschluß zum Einbau kommen, dessen Verschlußblattsystem lediglich aus einem einzigen Sektor besteht. Wichtig ist nur, daß sein Antriebsteil zum Öffnen und Schließen des Objektivdurchgangs eine oszillierende Bewegung ausführt.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Photographischer Verschluß mit einem auf die Sektoren einwirkenden, hin- und hergehenden Antriebsteil und einer elektronischen Zeitbildungseinrichtung, die einen unter der Wirkung einer Rückführfeder stehenden Magnetanker und einen von diesem beeinflußbaren, den Sektoren-: antriebsteil für die Dauer der Zeitbildung blockierenden Sperriegel steuert, wobei dem Sektorenantrieb eine die öffnungsbewegung verzögernde, der Kompensation von Zeitkonstanten der mechanischen Verriegelung dienende #Einrichtung zugeordnet ist, d a d u r c h g e k e n n - zeichnet, daß zwischen dem Magnetanker (20) und dem den Sektorenantriebsteil (8) blockierenden Sperriegel(14) ein auf letzteren einwirkendes Federrelais (16, 17) angeordnet ist, das durch den Magnetanker freigebbar und zur Betätigung des Sperriegels derart ausgebildet ist, daß das Zeitintervall vom Beginn des Betätigens, des Sperriegels bis zu seinem Außereingriffkommen am Sektorenantriebsteil sich dem Wert Null nähert.
  2. 2. Photographischer Verschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Federrelais (16, 17) aus einem drehbar gelagerten, unter der Wirkung einer relativ starken Feder (16) stehenden zweiarinigen Betätigungshebel (17) gebildet. ist, dessen einer Hebelarm (17a) vermittels einer durch den Ankerhebel (19) aus der Sperrlage herausbewegbaren Sperrklinke (18) blockierbar ist und dessen anderer Hebelarm (17 b) mit dem Sperriegel (14) zusammenarbeitet. 3. Photographischer Verschluß nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zweiarmige Betätigungshebel (17) achsgleich mit dem Ankerhebel (19) gelagert ist. 4. Photographischer Verschluß nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein beim Spannvorgang des Verschlusses zwangläufig mitbewegter Spannarm (35 bis 37) vorgesehen ist, mittels dessen der Betätigungshebel (17) in Spannlage und der Magnetanker (20) an dem ihm zugeordneten Magnet (21) zur Anlage gebracht wird. 5. Photographischer Verschluß nach Ansprach 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannarm aus zwei achsgleich gelagerten, mittels einer überzugsfeder (37) kraftschlüssig gegeneinander abgestützten Hebeln (35 und 36) gebildet wird, von denen einer mit einem beweglichen Teil (5) des Verschlußantriebsmechanismus und der andere mit dem Betätigungshebel (17) des Federrelais (16, 17) und dem Ankerhebel (19) zusammenarbeitet.
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