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DE2103360B - - Google Patents

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DE2103360B
DE2103360B DE2103360B DE 2103360 B DE2103360 B DE 2103360B DE 2103360 B DE2103360 B DE 2103360B
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DE
Germany
Prior art keywords
anthraquinone
nitric acid
reaction
parts
phosphoric acid
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Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
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Description

bei 20 bis 25° 13 Teile Anthrachinon ein, erhitzt das Gemisch auf 45° und rührt es 6 Stunden. Der Umsatz beträgt 25%· Das erhaltene 1-Nitroanthracbinon enthält nur Spuren von Dinitroanthrachinonen.
Beispiel 3
13 Teile Anthrachinon werden bei Raumtemperatur in ein Gemisch aus 50 Teilen 98%iger Salpetersäure und 50 Teile 84%iger Phosphorsäure eingetragen. Man erhitzt langsam auf 70° und rührt 13 Stunden bei dieser to Temperatur. Das Anthrachinon löst sich während der Reaktion in der Reaktionsmischung vollständig, dagegen kristallisiert das 1-Nitroanthrachinon mit wenig Dinitroanthrachinonen aus, 2-Nitroanthrachinon bleibt mit einem großen Anteil von Dinitroanthrachinon zusammen gelöst. Der Umsatz beträgt 50%. Das isolierte 1-Nitroanthrachinon enthält 3 % Anthrachinon und nur Spuren von Dinitroanthrachinonen.
Beispiel 4 M
In ein Gemisch aus 22,4 Teilen Anthrachinon und 180 Teilen 100%iger Phosphorsäure werden im Verlauf von 30 Minuten 45 Teile 98%iger Salpetersäure gegeben. Das Gemisch wird 16 Stunden auf 45° erwärmt Nach Filtrieren über eine G3-Glaßnutsche, as Waschen mit Wasser und Trocknen erhält man 20,5 Teile eines Produktes, das 90% l-Nitrcanthrachinon (70% der Theorie), 1% 2-Nitrcanthrachinon,
1% Anthrachinon
8% Dinitroanthrachinone und
enthält. _ . . ,
Beispiel
Man verwendet 22,4 Teile Anthrachinon, 180 Teile 99,5%iger Phosphorsäure und 36 Teile 98%iger Salpetersäure und erwärmt 2? Stunden auf 45° nach den Angaben im Beispiel 4. Das erhaltene Produkt (17,2Teile) besteht aus 90% 1-Nitroanthrachinon, 2% 2-Nitroanthrachinon, 5% Dinitroanthrachinonen und 3% Anthrachinon.
Beispiel 6
Man verfährt wie im Beispiel 4 angegeben wurde, wobei man aber 22,4 Teile Anthrachinon, 180 Teile 101,5%iger Phosphorsäure und 36 Teile 98%iger Salpetersäure 18 Stunden auf 45° erwärmt. Die Ausbeute beträgt 22,6 Teile eines Produktes, das nach Trocknen aus 87% 1-Nitroanthrachinon, 2,5% 2-Nitroanthracbinon, 8% Dinitroanthrachinonen, 2% Anthrachinon und 0,S% weiterer Nebenprodukte besteht
Beispiel 7
Man verfährt wie im Beispiel 4 angegeben wurde, erwärmt aber 22,4 Teile Anthrachinon, 180 Teile 99%iger Phosphorsäure und 27 Teile 98%iger Salpetersäure 16 Stunden auf 45°. Nach Filtrieren und Trocknen beträgt die Ausbeute 18 Teile eines Produktes, das 90% l-Nitroanthrachinon, 8% Dinitroanthrachinone und geringe Mangen 2-Nitroanthrachinon und Anthrachinon enthält.
In der folgenden Tabelle sind weitere Beispiele für Reaktionsbedingungen zur erfindungsgemäßen Herstellung von 1-Nitroanthrachinon angegeben.
Die unter (a) angegebene Ausbeute bezieht sich auf das auf konventionelle Weise durch Ausgießen auf Eis erhaltene Produkt, das mehr von /3-Nitro- und Dinitroanthrachinonen verunreinigt ist; die unter (b) angegebene Ausbeute bezieht sich auf das bedeutend reinere, durch Filtrieren des reagierten Gemisches erhaltene Produkt.
Teüe Phosphorsäure Konzen Salpetersäure Kon Tempe Zeit Molver Salze (a) Umsatz (b)
Anthra tration zentra ratur in hältnis Ausbeute: Ausbeute:
■Rpi- chinon tion Stunden Anthra Vo der Vt der
DCl" 98 Vo chinon/ Theorie Theorie
spiel Teile 100 Teile 98 0C HNO, (Teile) 1-Nitro 1-Nitro
20,8 101,5 98 45 16 anthra anthra
20,8 167 99,5 25 98 45 16 1:3,9 chinon chinon
8 20,8 167 99,5 25 98 45 18 1:3,9 46 40
9 20,8 167 100 33,4 98 45 18 1:5,3 60 50
10 20,8 167 100 20,8 98 45 18 1:3,3 74 71
11 20,8 167 100 46 98 45 20 1:7,8 46 99 36
12 20,8 167 101,5 41,8 98 45 16 1:6,6 67 58
13 20,8 167 100 41,8 98 45 20 1:6,6 (9)Na,SO< 70 50 62
14 104 154 100 43,3 98 45 15 1:6,9 (9) NH4NO3 76 100 65
15 104 836 100 210 98 45 16 1:6,6 80
16 104 668 100 149 98 45 16 1:4,72 75 65 65
17 104 752 101,5 167 98 45 16 1: 5,3 56 48
18 104 836 103,5 186 98 50 16 1:5,9 68 63
19 104 836 101,5 186 98 43 16 1:5,9 69 63
20 104 836 85 210 98 45 9 1:6,6 75 65
21 104 836 101,5 210 98 45 11 1:6,6 75 66
22 13 836 210 98 73 32 1:6,6 73 40 66
23 52 50 75 60 20 1:6,6 (40) 73 95 68
24 418 74 1:6,6 NH4NO8
25 69 66

Claims (4)

2 103 380 1 2 Patentansprüche: Die Reaktionstemperatur kann in einem weiten
1. Verfahren zur Herstellung von 1-Nitro- Bereich gewählt werden. So kann zwischen etwa 0°C anthrachinon durch Nitrieren von Anthrachinon und der Siedetemperatur des Reaktionsgemisches mit Salpetersäure, dadurch gekennzeich- unter normalem Druck und bei höheren Tempenet, daß man in Gegenwart von Phosphorsäure 5 raturen, z.B. bis 125°C, unter erhöhtem Druck nitriert und der Wassergehalt des Reaktions- nitriert werden. Vorzugsweise wird Anthrachinon bei gemisches bei Reaktionsbeginn höchstens 16% 30 bis 900C und insbesondere bei 40 bis 700C in beträgt. 1-Nitroanthrachinon übergeführt. Da im Verlauf der
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- Reaktion Wasser gebildet wird, kann die Reaktion zeichnet, daß das Reaktionsgemisch nicht mehr io durch Zugabe weiterer Salpetersäure, Phosphorsäure, als 5 Gewichtsprozent Wasser enthält. Polyphosphorsäuren und/oder Phosphorpentoxid be-
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- schleunigt werden.
zeichnet, daß man bei Temperaturen zwischen 30 Das Reaktionsgemisch kann solange erhitzt werden,
und 9O0C nitriert. bis eine vollständige oder nahezu vollständige Um-
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- 15 setzung des Anthrachinons erfolgt ist Es ist aber auch zeichnet, daß man pro Mol Anthrachinon min- in manchen Fällen vorteilhaft, die Reaktion zu unterdestens 1 Mol und vorzugsweise 10 bis 40 Mol brechen, z.B. wenn 50 bis 90% des eingesetzten Phosphorsäure und mindestens 1 Mol und Vorzugs- Anthrachinons reagiert haben. Im zuletzt genannten weise 3 bis 13 Mol Salpetersäure einsetzt. Fall trennt man das erhaltene 1-Nitroanthrachinon
so ab und verwendet das Filtrat für einen neuen Ansatz,
gegebenenfalls nachdem man die ursprüngliche Kon-
Es ist bekannt, 1-Nitroanthrachinon durch Nitrieren zentration an Salpetersäure und Phosphorsäure wieder
von Anthrachinon mit Salpetersäure herzustellen. In hergestellt hat.
Anwesenheit von Schwefelsäure entstehen größere Das Reaktionsprodukt kann in üblicher Weise iso-
Mengen Nebenprodukte, hauptsächlich Dinitroanthra- »5 liert werden, z. B. durch Abfiltrieren nach Abkühlen
chinon neben 2-Nitroanthrachinon. Außerdem bleibt des Reaktionsgemisches. Gewünschtenfalls kann es
eine gewisse Menge Anthrachinon nicht umgesetzt mit Wasser gewaschen und getrocknet werden. Es
zurück. Die Reinigung des so erhaltenen 1-Nitro- besteht überwiegend aus 1-Nitroanthrachinon und
anthrachinons ist umständlich und verteuert das Ver- enthält höchstens kleine Mengen Ausgangsprodukt
fahren. 30 und Nebenprodukte.
Es wurde nun gefunden, daß man 1-Nitroanthra- Es war nicht zu erwarten, daß der Zusatz von Phos-
chinon in besonderer Reinheit und in besonders phorsäure bei der Nitrierung von Anthrachinon zu
wirtschaftlicher Weise durch Nitrieren von Anthra- brauchbaren Ergebnissen führen würde, da in K i r k-
chinon mit Salpetersäure herstellen kann, wenn man O t h m e r, Encyclopedia of Chemical Technology 9,
in Gegenwart von Phosphorsäure nitriert und der 35 S. 317, der Zusatz von Phosphorsäure generell nicht
Wassergehalt des Reaktionsgemisches bei Reaktions- empfohlen wird,
beginn höchstens 16% beträgt. Die in der USA.-Patentschrift 2 874 168 erhaltenen
Die Phosphorsäure wird besonders zweckmäßig in Ergebnisse konnten von dem Erfinder nicht bestätigt
Mengen von mindestens 1 Mol und vorzugsweise von werden. Das steht im Einklang mit H ο u b e n-
10 bis 40 Mol, bezogen auf 1 Mol des zu nitrierenden 40 W e y 1, »Methoden der Organischen Chemie«, Bd. X/l
Anthrachinons, eingesetzt. Sie enthält vorzugsweise (1971), S. 614.
mehr als 61 % PsO8 (wobei der Säuregehalt der Phos- Die in den Beispielen genannten Teile sind Gewichts-
phorsäure als P2O5-Gehalt berechnet ist), insbesondere teile und die Prozente Gewichtsprozente. Die Tempe-
mehr als 70% P2O5. (Unter Prozent wird hier und im raturen sind in Celsiusgraden angegeben,
folgenden Gewichtsprozent verstanden.) Man kann 45 .
also auch Polyphosphorsäuren und Phosphorpeatoxid Beispiel 1
verwenden. 13 Teile Anthrachinon und 100 Teile kristallisierter,
Als Nitriermittel wird vorzugsweise Salpetersäure 98%iger Phosphorsäure werden zusammen auf 45° in Mengen von mindestens 1 Mol, besonders vorteil- erwärmt. Bei dieser Temperatur werden innerhalb von haft von 3 bis 13 Mol und insbesondere von 4 bis 50 30 Minuten 20 Teile 98%iger Salpetersäure und 8 Mol, bezogen auf 1 Mol Anthrachinon, eingesetzt. 0,5 Teile Schwefeltrioxid zugegeben. Nach 24stündigem Es ist besonders zweckmäßig, 90- bis lOOprozentige, Rühren bei 40 bis 45° läßt sich dünnschichtchromatoinsbesondere 95- bis 98prozentige Salpetersäure zu graphisch nachweisen, daß die Umsetzung zu 1-Nitroverwenden. Auch 40- bis 90prozentige Salpetersäure anthrachinon zu etwa 50% erfolgt ist. Man läßt das ist brauchbar, doch verwendet man in diesem Fall 55 Reaktionsgemisch auf 25° abkühlen, saugt das abhochkonzentrierte Phosphorsäure oder P2O5. An geschiedene Produkt ab, wäscht es mit Wasser, bis Stelle von Salpetersäure können auch wasserlösliche das Filtrat neutral ist, und trocknet es. Es enthält Nitrate, z. B. Ammoniumnitrat, als Nitriermittel ver- 96% 1-Nitroanthrachinon und 4% Anthrachinon. wendet werden. Die Ausbeute beträgt 7 Teile. Das Filtrat enthält
Ferner kann das Reaktionsgemisch Schwefelsäure 60 Anthrachinon neben wenig 1-Nitroanthrachinon. Es
enthalten. Diese kann als solche oder in Form von kann erneut verwendet werden, nachdem man durch
SO3 oder Alkalimetallsulfaten, beispielsweise Na8SO4, Zugabe von Polyphosphorsäure mit einem P2O5-Ciie-
in Mengen von etwa 0,01 bis 0,1 Mol und insbesondere halt von 83 bis 84% den Wassergehalt auf den nir-
von 0,03 bis 0,05 Mol, bezogen auf 1 Mol Anthra- sprünglichen Wert gebracht hat.
chinon, zugegeben werden. SO3 kann auch als Di- 65 . .
methylformamid-SO3-Komplex zugegeben werden. Beispiel 2
Das Reaktionsgemisch enthält bei Reaktionsbeginn In ein Gemisch aus 100 Teilen 98%iger PhosphOr-
vorzugsweise nicht mehr als 5% Wasser. säure und 30 Teilen 98%iger Salpetersäure trägt niian

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