DE2101195C - Elektrischer Schnappschalter - Google Patents
Elektrischer SchnappschalterInfo
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Description
45
Die Erfindung bezieht sich auf einen elektrischen Schnappschalter mit kraftproportionalem Schnappsystem,
das einen zwischen zwei Anschlägen beweglichen Betätigungshebel und eine Schnappfeder aufweist,
wobei der Betätigungshebel von einer Stellkraft betätigt wird.
Die kraftproportionale Steuerung steht im Gegensatz zu df 1 fast durchwegs verwendeten wegproportionalPü
Steuerung. Sie beruht darauf, daß die Schnappfeder eine Kraftkomponente in Richtung der
Stellkraft erzeugt und eine negative Federcharakteristik hat. Normalerweise wird der Betätigungshebel
durch die Summe der Stellkraft und der Kraftkomponente der Schnappfeder gegen den Anschlag gedruckt.
Das System bleibt in dieser Stellung, bis die Stellkraft die Kraftkomponente der Schnappfeder
unterschreitet. Dann erfolgt das Umschnappen in die durch den zweiten Anschlag vorgegebene andere
Endlage. In der Regel benötigt man für ein kraftproportionales Schnappsystem nur zwei Teile, nämlieh
den Betätigungshebel und die Schnappfeder. Dies ergibt einen sehr einfachen Aufbau und eine leichte
Montage. Auch die zu bewegenden Massen sind verhältnismäßig klein. Trennt maa außerdem den zu
betätigenden Kontaktsatz vom Betätigungshebel, ergeben
sich außerordentlich geringe Prellzeiten.
In vielen Fällen ist es erwünscht, einen Fehler im Steuerungssystem einer Anlage anzuzeigen. Ein
typisches Beispiel sind Verdampfthermostaten bei Kühl- oder Gefrierschränken, bei denen ein von der
Verdampfertemperatur abhängiges Arbeitselement ge°en die Kraft einer Sollwertfeder auf einen elektrischen
Schnappschalter wirkt. Übersteigt die Innentemperatur des Kühl- oder Gefrierraumes einen
oberen Grenzwert, so ist dies ein Fehler, der angezeigt werden sollte. Wird das Arbeitselement undicht,
so arbeitet der Kühl- oder Gefrierschrank im Dauerbetrieb; auch dies ist ein Fehler, der angezeigt werden
sollte. Bisher machte es erhebliche Schwierigkeiten, derartige Zusatzanzeigen vorzunehmen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein elektrisches Schaltsystem anzugeben, bei dem auf
einfache Weise nicht nur die normale Steuerung erfolgt, sondern auch Grenzwert-Überschreitungen auf
einfache Weise angezeigt werden können.
Diese Aufgabe wird, ausgehend von dem eingangs beschriebenen Schnappschalter mit kraftproportionalem
Schnappsystem, erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß mindestens einer der Anschläge gegen die Kraft
einer Zusatzfeder aus seiner Ruhelage vom Betätigungshebel bewegbar ist, wenn die Stellkraft einen
vorgegebenen Grenzwert über- bzw. unterschreitet, und daß durch die Anschlagbewegung ein Signal auslösbar
ist.
•Bei dieser Konstruktion wird davon ausgegangen, daß sich ein großer Teil der auftretenden Fehler
durch eine anormale Vergrößerung und/oder Verkleinerung der Stellkraft bemerkbar macht. Diese
Folge wird ausgenutzt, um mindestens einen der Anschläge, der während des üblichen Betriebes als gehäusefest
anzusehen ist, gegen die Kraft der Zusatzfeder zu verschieben und dadurch das Signal auszulösen.
Beispielsweise kann der Anschlag mit einem Signal-Schaltkontakt gekuppelt sein. Das Signal wird dann
auf elektrischem Wege weitergegeben. Bei alledem wird aber der normale Betrieb des Schnappschalters
nicht gestört.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist ein den Anschag tragendes Element in der Ruhelage durch
die Zusatzfeder gegen ein Widerlager gedrückt. Auf diese Weise ist die Lage des Anschlags genau definiert.
Sie wird nur dann überschritten, wenn die Kraft der Zusatzfeder von den im Schnappsystem auftretenden
Kräften überschritten wird.
Des weiteren kann ein Element beide Anschläge tragen und zwischen zwei gegeneinander wirkenden
Zusatzfedern gehalten sein, von denen zumindest einer Zusatzfeder eine gehäusefeste Endbegrenzung
zugeordnet ist. Wenn die beiden Zusatzfedern unterschiedliche Stärke haben, sollte die Endbegrenzung
dieser stärkeren Zusatzfeder zugeordnet sein.
Eine besonders einfache, platzsparende Konstruktion ergibt sich, wenn die Zusatzfeder als Blattfeder
ausgebildet ist und sich etwa parallel zum Betätigungshebel erstreckt
Des weiteren kann der Signal-Schaltkontakt durch das freie Ende der Blattfeder betätigbar sein.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert, das den elektrischen
Schnappschalter eines Verdampferthermostaten für einen Gefrierschrank darstellt.
Der Schnappschalter weist ein Schnappsystem auf, das aus einem Betätigungshebel 1 und einer Schnappfeder
2, die omegaförmig gebogen ist, besteht. Diese Teile ruhen in zwei festen Lagern 3 und 4 u.id sind
über ein bewegliches Lager 5 miteinander gekuppelt.
Am Betätigungshebel 1 sitzt ein Mitnehmer 6, der einen Umschalter 7 betätigt. Der Umschalter besteht
aus einem festen Doppelkontakt 8 und zwei beweglichen Kontakten 9,10, die an Kontaktfedern 11,12
sitzen. An den freien Enden dieser Kontaktfedern 11 und 12 greift der Mitnehmer 6 an.
Der Betätigungshebel 1 ist zwischen zwei Anschlägen 13 und 14 bewegbar. Er wird einerseits durch ein
Arbeitselement 15, das über ein Kanillarrohr mit einem die Verdampfertemperatur messenden Fühler
verbunden ist, und andererseits von einer Sollwertfeder 16 belastet, die mit Hilfe eines Drehknopfes 17
einstellbar ist. In der veranschaulichten Stellung ist die Kraft der Sollwertfeder 16 festgelegt. Außeidem
hat die Schnappfeder 2 eine bestimmte, nach oben gerichtete Kraftkomponente. Lediglich die vom
Arbeitselement 15 ausgeübte Kraft ist variabel. Zur Verlagerung des Betätigungselements 1 genügt es nicht,
wenn die vom Arbeitselement 15 ausgeübte Kraft diejenige der Sollwertfeder 16 unterschreitet. Vielmehr
muß eine nach unten gerichtete Kraftdiffeienz erreicht werden, die die nach oben gerichtete Kraftkomponente
der Schnappfeder 2 übersteigt (berechnet auf das Gelenk 5). Dann aber schnappt das System
wegen der negativen Kennlinie der Schnappfeder 2 schlagartig in die untere Endlage um. Das Kontaktpaar
8, 9 schließt und das Kontaktpaar 8,10 öffnet. Die beiden Anschläge 13 und 14.sind an einem
verschiebbaren Element 18 angebracht, das am oberen Ende von einer Blattfeder 19 und am unleren
Ende von einer Blattfeder 20 belastet ist. Die Ruhestellung des Elements 18 ist durch zwei Endbegrenzungen
21 und 22 für die Blattfeder 19 und 20 definiert. Der Blattfeder 19 ist ein fester Kontakt 23 und
ein beweglicher Kontakt 24, der an einer Kontaktfeder 25 sitzt, zugeordnet. Der Blattfeder 20 ist ein
an einer
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'sind.tSsind U gehäusefeste
n 29 und 30 vorgesenen ehe eine über
Kaktöaar 23,24 schließt, um em entsprechendes
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ist so daß die Sollwertfeder 16 allem wirksam ist,
geht der Betätigungshebel 1 nicht nur .n d.e durch
d Aschlag 14 vorgegebene Stellung über sondern
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der Feder 20. so daß sich das Kontaktpaar 26, 27 schließt, um ein entsprechendes Signal »f ben. ,„
beiden Fällen können die Kontaktfedern U und 1-nachgeben,
so daß die Zusa.zfunkt.on nicht bee.n-
a5 wenn aie Schnappfeder 2 in den durch die Begrenzungen
29 und 30 bestimmter.. End agen noch jm
negativen Zweig ihrer Kennlinie arbextet, kann der
Betätigungshebel 1 nicht bei Ruckkehr der Stellkraft
in den Normalbereich kontinuierlich in die zuvor
eingenommene Ruhestellung zurückkehren. Vielmehr muß die Stellkraft eine durch die entsprechende
Kraftkomponente der Schnappfeder 2 Begebene Kraft unter-bzw. überschreiten. Alsdann geht sprungartig
das Anschlagelement 18 in die Normalstellung
zurück und der Hebel 1 legt sich am gegenüberliegenden
Anschlag an.
Selbstverständlich läßt sich dieser Schnappschalter auch für andere Anwendungszwecke gebrauchen,
ζ R für einen Raumthermostaten, bei dem der Beta-
ÜRungshebel 1 durch einen Bimetallstreifen gebildet ist, bei einem Pressostaten oder bei irgendeinem
anderen Steuergerät, bei dem der Betätigungshebel 1 durch eine Stellkraft beaufschlagt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Elektrischer Schnappschalter mit kraftproportionalem Schnappsystem, das einen zwisehen
zwei Anschlägen beweglichen Betätigungshebel und eine Schnappfeder aufweist, wobei der
Betätigungshebel von einer Stellkraft betätigt wird, dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens einer der Anschläge (13, 14) gegen die Kraft einer Zusatzfeder (19, 20) aus seiner
Ruhelage vom Betätigungshebel (1) bewegbar ist, wenn die Stellkraft einen vorgegebenen Grenzwert
über- bzw. unterschreitet, und daß durch die Anschlagbewegung ein Signal auslösbar ist.
2. Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (13, 14) mit einem
Signal-Schaltkontakt (23,24; 26,27) gekuppelt ist.
3. Schalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein den Anschlag (13,14)
tragendes Element (18) in der Ruhelage durch die Zusatzfeder (19) gegen ein Widerlager (20)
gedruckt ist.
4. Schalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Element (18) as
beide Anschläge (13,14) trägt und zwischen zwei gegeneinander wirkenden Zusatzfedern (19,20)
gehalten ist, von denen zumindest einer Zusatzfeder eine gehäusefeste Endbegrenzung (21, 22)
zugeordnet ist.
5. Schalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusatzfeder (19,
20) als Blattfeder ausgebildet ist und sich etwa parallel zum Betätigungshebel (1) erstreckt.
6. Schalter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Signal-Schaltkontakt (23, 24;
26, 27) durch das freie Ende der Blattfeder (19, 20) betätigbar ist.
Priority Applications (7)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712101195 DE2101195C (de) | 1971-01-12 | Elektrischer Schnappschalter | |
| CH1797371A CH536547A (de) | 1971-01-12 | 1971-12-08 | Elektrischer Schnappschalter |
| IT71118/71A IT943280B (it) | 1971-01-12 | 1971-12-16 | Interruttore elettrico a scatto |
| US00215488A US3735069A (en) | 1971-01-12 | 1972-01-05 | Snap-action electric switch |
| GB84172A GB1369512A (en) | 1971-01-12 | 1972-01-07 | Snap-action switch |
| FR7200974A FR2121794B1 (de) | 1971-01-12 | 1972-01-12 | |
| DK13772AA DK126884B (da) | 1971-01-12 | 1972-01-12 | Elektrisk snapafbryder. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712101195 DE2101195C (de) | 1971-01-12 | Elektrischer Schnappschalter |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2101195A1 DE2101195A1 (de) | 1972-07-27 |
| DE2101195B2 DE2101195B2 (de) | 1972-11-30 |
| DE2101195C true DE2101195C (de) | 1973-06-14 |
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3414274A1 (de) * | 1983-07-08 | 1985-01-17 | Eta Cerkno Tovarna elektrotermičnih aparatov n.sol.o., Cerkno | Kuehlschrankthermostat mit konstanter einschalt- und einstellbarer ausschalttemperatur |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3414274A1 (de) * | 1983-07-08 | 1985-01-17 | Eta Cerkno Tovarna elektrotermičnih aparatov n.sol.o., Cerkno | Kuehlschrankthermostat mit konstanter einschalt- und einstellbarer ausschalttemperatur |
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