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Landwirtschaftliches Bodenbearbeitungs-2 gerät Die Erfindung betrifft
ein mechanisch angetriebenes landwirtschaftliches Bodenbearbeitungsgerät mit auf
an einen Gestell gelagerten, quar zur Fahrtrichtung lie--anden Achsen frei drehbaren
Bodenbearbeitungswerkzeugen, die im bzw. auf den boden abrollen.
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Von der Vielzahl der bekannten landwirtschaftlichen Bodenboarbeitungsgeräte
zeichnen sich solche mit auf dem Boden abrollenden Werkzeugen durch ein besonders
günstiges Verhältnis zwischen Nutzeffekt und Kraftbedarf sowie durch geringen Materialverschleiß
aus und bedingen ferner eine größtmögliche Förderung der Boden gare durch geringstmögliche
Bodenumschichtung und Schonung der Krümelstruktur.
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Bekannt sind soche Bodenbearbeitungsgeräte unter der Bezeichnung Ringelzahnwalzen,
Spatenrolleneggen, Krümmelwalzen und Sternwalzenkrämler; letztere z.. bestehen i
wesentlichen aus mehreren in einem Rahmen quer zur Fahrzrichtung hintereinander
frei drehbar angeordneten mit Sternmesser oder Zacken versehenen Achsen, welche,
wird das Gerät gezogen, auf dem Boden abrollend diesen lockern bzw. krümeln. der
Nachteil dieses wie der vorgenannten Geräte, daß deren Arbeitseffekt allein von
der Fahrgeschwindigkeit des ziehenden Mediums abhängt, wurde durch einen bekannten
Vorschlag dadurch behoben9 das mehrere mit Bodenbearbeitungswerkzeugen bestückte
Achsen mittels Traglager auf einer in einem Rahmen gelagerten, beispielsweise über
eine Zapfwelle angetriebenen Welle frei drehend angeordnet sind, wobei die Anordnung
der Tragarme derart ist, daß die freilaufenden Achsen schräg zur Längserstreckung
der Welle vorlaufen, Diese bedingt jedoch daß die iBodenbearbeitungsuerkseuge nicht
überschniedend angeordnet werden können und sich daher nicht oder nur ungenügend
gegenseitig von anhaftendem Erdreich oder Feldrückständen zu befreien vermögen.
Vor allem aber ergibt ich daraus eine ruckartige unrunde Arbeitsweise des Gerätes,
sodaß damit nur mit sehr geringer Drehzahl gearbeitet werden kann. Wohl begünstigen
die schräggestellten Werkzeugachsen im Zusammenhang mit den auf dem Boden in
wechselnder
Folge abrollenden Bodenbearbeitungswerkzeugen die Durcharbeitung des Erdreichs.
Dies stellt aber nebet den oben geschilderten Nachteilen bei schwierigen Bodenverhältnissen
eine zu große Aniorderung an die Stabilität der binkenibrmigen Werkseuge, Die vorliegende
Erfindung hat die Vermeidung der angeführten Mängel zum Ziel. Die Erfindung besteht
bei dem eingangs erwähnten Gerät darin, daß die mit den Werkzeugen versehenen Achsen
Erzeugende eines ualaufenden Zylinders sind, wobei die Abstände der Achsen voneinander
kleiner sind als der Durchm saer der Bodenbearbeitungswerkzeuge. Indem sich letztere
dadurch überschneiden, gewährleisten sie einen relativ ruhigen Ablauf im bzw. auf
dem Erdreich auch bei hoher Umlaufgeschwindigkeit, sorgen für die gute Durcharbeitung
des Erdreichs, ermöglichen ein intern sives Zerlcleinern und Zerreißen von Grünmasse,
P.ldrückständen und ausgebrachten Stallmist, gewährleisten ein gutes Vermischen
dieser Substanzen mit Erdreich sowie ein die Verrottung und GErrebildung besonders
fördernies flaches Einarbeiten derselben in den Boden und beireien sich schließllch
laufend selbst von etwa atU-rend anhaftenden Erdreich-Feldrückständen bzw. von Grünmasse.
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Nach einem weiteren wesentlichen erfindungsgemäßen Vorschlag sind
die J3odenbearbeitnngswerkzeuge in vorteilhaft symmetrischer Schraubenlinie Über
den Utafang des durch die Werkzeugachsen gebildeten Zylinders verteilt angeordnet.
Zur Vermeidung eines dadurch entstehenden, insbesondere die konatante Spurhaltung
des Gerätes beeinträchtigenden Achsialachubes ist gemäß der Erfindung vorgesehen,
die Bodenbearbeitungswerkzeuge in einer oder in mehreren spiegelbildlich gleichen
vorzugsweise symmetrischen Schraubenlinle Über den Umfang des Zylinders verteilt
ansuordnen. Eine Variante der Erfindung besteht ferner darin, daß die bodenbearbeitungswerkzeuge
auf Hohlachsen sitzen, die frei drehbar auf Dornen gelagert sind, die angetriebene
Speichennaben bzw. Scheiben verbinden. Dabei sind erfindungsgemäß an den die Werkzeugachsen
tragenden Speichennaben bzw. Scheiben an sentraler Stelle Achszapfen, angebracht,
über welche der Drehantrieb erfolgt. Je nach Art und Stärke des iltr die die Werkzeuge
tragenden Hohlachse verwendeten Materials, kann es sich zur Erzielung einer größeren
Stabilität
der Werkzeugtrommel als vorteilhaft erweisen, die die Hohlachsen tragenden Dorn.
an einer oder mehreren Stellen miteinander durch Streben zu verbinden und gegenseitig
absustützen, wodurch die Werkzeugachsen bzw. die Werkzeugtrommel(n) in mehrere gesonderte
Abschnitte unterteilt sind. Schließlich besteht eine weitere Variante der Erfindung
auch darin, daß die Schraubenlinien durch auf der angetriebenen Welle angeordnete,
radial abstehende Tragarme gebildet sind, auf welchen ich die 130denboarbeitungewerkseuge
frei drehbar gelagert befinden. Eine solche Anordnung der Tragarme erlaubt die beliebige
Verringerung der Parallelabstände der Werkzeugachsen, und ergibt einen verbesserten
Überschniedungseffekt der Bodenbearbeitungswerkzeuge, einen noch ruhigeren Rund
lauf der Werkzeugtroiumel in oder auf dem Ackerboden, sowie ine größere Stabilität
der Werkzeugtrommel.
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Die umlaufenden Werkzeuge vermögen naturgemäß nur durch einen auf
sie ausgeübten Druck in den Ackerboden einzudringen. Bei Verwendung des Gerätes
beispielsweise sur Saatbeetbereitung auf Böden, die mit einem Pflug vorbearbeitet
werden oder zur Zerreißung von Grünmasseg genügt in der Regel der Druck, welcher
durch das Eigongewicht des Geräte. auf den im Boden eingreifenden Werkzeugen lastet.
Zur Auflockerung von ungepflügten verdichteten Ackerböden, s.B. von Getreidefeldern
nach dem Abernten, kann allerdings ein größerer Arbeitsdruck ala erwähnt erforderlich
sein. Daher iet vorgesehen, das Bodenbearbeitungsgerät zusätzlich möglichst an zentraler
Stelle zu belasten. Dies kann erfindungsgeniäß dadurch ge@@behen, daß auf dem Oberteil
dc. Gestelles Bescwerungskörper angeordnet werden. Das Gerät kann aber auch von
der Zugmaschine aus hydraulisch belastet werden. Die auf diese Weise zu bewirkende
hydraulische Druckbelastung des Ackergerätes kann, wenn die Zugmaschine mit einer
hebend und drückend wirkenden Hydraulikeinrichtung ausgerüstet ist, ueber die übliche
Dreipunkte aufhängung erfolgen, wobei gemäß der Erfindung vorgesehen ein kann, zwischen
dem die Werkzeuge tragenden Gestell und den Anhängepunkten der von der Zugmaschine
abragenden Hydraulikarmen, mindestens ein vertikale Schwingbewegungen zulassendes
Foderelemeint zwischenzuschalten, um Stöße aufzufangen und bei Niveauun tersohieden
den konstanten Druck auf das Gerät aufrecht zu erhalten, sonst jedoch gemäß der
Erfindung, durch eigen. am Vordergestell
des Gerätes schräg aufwärts
sur Zugmaschine gerichtete sowie an deren Hydraulikeinrichtung angeschlossen. Hydrauliksylinder,
die einen schräg nach abwärts wirkenden Druck ausüben können.
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Das Gerät wird dann mit einer Einrichtung versehen, mittels welcher
der schräg nach hinten und unten wirkende Druck der Hydralik Uber mindestens ein
Federelement auf das die Werkzeuge tragende Gestell zur Wirkung gebracht werden
kann. Dadurch ist die Eingriffatiefe der J3odenbearbeitungsworkzeuge verriabel,
wobei die Pederung Niveauunterschiede ausgleicht und eventuelle durch Steine od.
dgl. bewirkte Stöße auffängt und unschädlich Macht. Zur Regulierung der Eingriffstiefe
der Werkzeuge in den Boden ist beispielsweise auch vorgesehen, in Fortsetzung des
rückwärtigen Gestellteiles an diese, mittels schräg nach abwärts gerichteter Streben
eine, in der vOfli Gestell abragenden Länge und. gegebenfalls auch in der Winkellage
gegenüber dem Boden einstellbare querliegende Gleitschiene anzuordnen oder es dient
ein vertikal verstellbarer Walzkörper zur Regulierung der Arbeitstiefe, indem die
Gleitschiene und bzw. oder der Walzkörper das Gerät gegen den Boden abstützen. Ist
das Gerät für Führung von Hand bestimmt, so wird es vorzugsweise für einen Mittelantrieb
geeignet ausgebildet und zwar dergestalt, daß all körperlich nusgebildeten vom Winkelgetreibe
des Antriebsaggregates beidseitig frei ausragenden Zentralachsen, jeweils eine Werkzeugtrommel
angeordnet ist.
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Schließlich kann das Cerät, uni Saatbeetbereichtung und Säen in nur
einem Arbeitsgang durchführen zu können, mit einer Sämaschine kombiniert sein.
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Nachstehend sind an Hand der Zeichnung mehrere Ausführungsbeispiele
des Erfindungsgegenstandes näher erläutert. Die Fig. 1 und 2 zeigen ein zum Anhängen
an eine Zugmaschine bestimmtes Bodenbearbeitungsgerät in schematischen Aufriß und
Grundriß, die Fig.3 zeigt eine Federanordnung, die Fig.4 und 5 zeigen ein zur Führung
mit der Hand bestimmtes Bodenbearbeitungsgerät Li Aufriß una Grundriß, die Fig.
6 und 7 zeigen Werkzeugtrommeln in Draufsicht, und die Fig. 8 und 9 zeigen die Anordnung
der Bodenbearbeitungswerkzeuge auf Werkzeugtrommeln in abgewickelter Darstellung,
die Fig.
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lo und 11 zeigen eine Werkzeuge tragende Achse in Draufsicht (teilweise
geschnitten) bzw. in Stirnansicht, die Fig. 12 und 13 eine Federanordnung am Gerätegestell
in Seitenansicht und Stirnansicht
und die ig. 14 und 15 stellen
eine Werkzeugtrommel mit in einer einzelnen Schraubenlinie auf. der mittelwelle
angeordneten Tragarmen bzw. Bodenbearbeitungswerkzeugen im Aufriß und Grundriß dar.
Die Fig. 16 zeigt die Stirnansicht der Anordnung von Tragarmen mit Werkzeugen auf
der Antriebswelle in doppelter Schraubenlinie. In den Fig. 17 und 18 ist ein Formbeispiel
von abgewinkelten Tragarmen zu sehen, wogegen die Fig. 19 die Anordnung von Tragarmen
und Werkzeugen gemäß Fig. 16, jedoch in abgewickelter Dar teilung zeigt.
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Das Gerät nach den Fig. 1 und 2 besitzt ein Gestell mit einem rahmenförmigen
Teil 1, von dem ein trapezfdrmiger Aufsatz 2 auiragt. Ani Rahmen 1 sind beiderseits
Scheiben 3 mittels Achszapfen 4 drehbar gelagert. Am Umfang der Scheiben 3 sind
mittels die Scheiben verbindender Dorne 51 (itlig. lo) frei drehbar ttohlachsen
5 gelagert, welche zu den zentralen Achszapfen 4 parallel liegen un3 mit den Scheiben
3 und einer in der Längsmitte der Achsen 5 angeordneten Scheibe 13 zusamen ein trommelartiges
Gebilde ergeben. Auf den Hohlachsen 5 sind Messersterne 6 angebracht, deren radiale
Ausladung größer ist als der halbe Achsenabstand der Hohlachsen 5, wodurch sich
die Messersterne 6, achsial betrachtet, übergreifen, und, um nicht aneinanderzustoßen,
in der Achsrichtung gegeinnander versetzt so ordnet sind* daß ihre Befestigungsstellen
nach einer symmetrischen Schraubenlinie verlaufen. Die itt den Werkzeugen 6 versehenen
Achsen 5 bilden erfindungsgemäß eine Erzeugende eines umlaufenden Zylinders. Erfahren
die Aohszapfon 4 eine Steigerung der Umdrehung, steigert sich auch die Rotation
der Werkzeuge 6 und verstärkt daduroh die Eingriffswirkung derselben in das Erdreich.
Zum Zweck der Versteifung der Werkzeugtrommel werden die Hohlachsen 5 tragende Dorne
3 miteinander durch Streben und mittels an diesem angeordneten Traglagern 13 verbunden
und dadurch gegenseitig abgestützt.
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Die Krümelwerkzeuge 6 können verschiedenartig gestättet sein, z.B.
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können sie aus Messersternen bestehen, deren Messer einen Zuschliff
an jener Seite besitzen, die in der Richtung des Achsialschubes vorne liegt, das
heißt der Zuschliff befindet sich an der Seite der Werkzeuge 66; welche den bereits
bearbeiteten Boden zugekehrt ist. Die Bodenbearbeitungswerkzeuge körnigen auch aus
Scheiben bestehen, die am Umfang mit Ausnehmungen, mit Zacken oder anderen
Vorsprüngen
versehen sind, gegebenenfalle abwechselnd nach verschiedenen Richtungen geschränkt
sein können. Schließlich können die Bodenbearbeitungswerkzeuge bündig aneinandergefügt,
in sich steife Körper bilden oder auf einem Profil, Rohr, auf einer Welle oder auf
bolzen drehbar oder fix mit diesen verbunden, angeordnet sein.
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Durch die Anordnung der Werkzeuge, nach zwei spiegelbildlich vorzugweise
symmetrischen Schraubenlinien wird ein Achsialschub versieden und bewirkt, daß die
Tiohlachsen 5 nicht durch Reibung an ihren Enden einem starken Abrieb unterworfen
und in fhrer freien Drehbarkeit behindert sind.
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An den Achszapfen 4 sitzen an der Außenseite des Rahmens Kettenräder
8, die mittels der Ketten 7 von weiteren Kettenrädern 9 aus angetrieben sind, welche
auf Wellen lo sitzen, die über ein Winkelgetriebe 11 von einer zu den Wellen lo
senkrechten tfauptwelle 12 drehend angetrieben werden, Die Welle 12 führt über eine
Gelenkkupplung zur Zapfwelle der nicht gezeigten Zugmaschine. An der Rückseite des
Gestellrahmens 1 sind in verschiedenen Ausziehlagen fixierbar Schienen 15 angebracht,
die in einer lotrechten Hülse 16 enden, in welcher mittels Schrauben 17 und Bohrungen
17' in verschiedenen Höhenlagen einstellbare Stangen 18 sitzen, die unten ein Lager
19 tragen. In den beiden Lagern 19 ist eine der nachfolgenden Bodenverdichtung und
Regulierung der Eingriffstiefe der Werkzeuge (6,6') in den Boden, dienende Glättwalze
20 gelagert.
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Anstelle oder neben dieser Glättwalze 2o kann auch eine mit strichlierten
Linien eingezeichnete demselben Zweck entsprechende, jedoch zusätzlich auch nivellierend
wirkende Gleitschiene 21 vorgesehen sein, die beiderscitz mittels je einer Lochscheibe
22 in verschiedene Schwenklagen gebracht werden kann und an den schräg nach unten
ragenden Streben 23 gelagert ist. Die Streben 23 sind mittels Schrauben 24 in verschiedenen
Höhenlagen am Gestell fixierbar, sodaB die Gleitschiene 20 sowohl in ihrer Schräglage,
als auch in ihrer Höhenlage dem Gestell gegenüber einstellbar ist Beim paaren der
mit deu Messersternen 6 ausgestatteten Werkzeugtrommel über das Erdreich, müssen
die Messersterne in einer bestimmten Mindesttiefe, welche je nach Erfordernis wechseln
kann,
in din Boden eingreifen, was nicht immer allein durch das
Bigengewicht der Werkzeugtrommeln erzielbar ist. Um einen silber das Eigengewicht
des Gerätes hinausgehenden Druck der Bodenbearbeitungswerkzeuges auf dem Boden ausüben
zu können ist, wie in Fig.
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1 und 2 dargestellt, vorgesehen, das Gerät von der Zugaaschine aus,
an die es in üblicher Weise mittels hydraulischer Dreipunkt -teaufhängung gekoppelt
ist, hydraulisch zu belasten. Da die Hydraulikeinriohtung an Zugmaschinen allgemein
keine gegen den Bo den gerichtete drückende Wirkung hat, sind vorteilhaft zwei Hydraulikkolbenstangen
27 oru vor deren Geräte rahmen 1 und deren nicht gezeichnete Zylinder an höher liegender
Stelle der Zugmaschine angelenkt. Die Enden der Kolbenstangen 27 werden mittels
der Gelenke 28 mit dem Ende je eines Armes 29 verbunden, der in einem Lager 10 um
eine Querachse am Gestell schwenkbar gelagert ist. Die Schwenkachse ist durch einen
Torsionsstab 31 gebildet, der mit dem bei ao gelagerten Ende des Arses 29 rest verbunden
ist, dessen anderes Ende bei 32 mit dem Rahmengestell starr verbunden ist. Dies
ergibt folgende Wirkungsweise: Wird itt dem Kolbenstangen 27 von der Hydraulik der
Zugmaschine ein Druck auf die Gelenke ausgeübt, so verschwenken sich die Arme 29
nach unten und üben so über die Torsionsstäbe 31 auf dae Rahmengestell 1 einen abgefederten
Druck nach unten aus, wodurch Stöße, die bei einem Auf laufen der Werkzeugtrommeln
auf Steine oder sonstige Unebenheiten des Bodens entstehen, durch die Torsionsstäbe
31 federnd aufgefangen und bei vorhandenen Bodenvertiefungen der Druck auf das Gerät
aufrechterhalten wird. Durch Änderung der Länge der Arme 29 kann die Wirkung des
hydraulischen Druckes auf die Ausgleichselemente 30, 31 und 32 geregelt werden.
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Durch einen sehr oder weniger raschen Drehantrieb der Scheiben 3 und
damit auch der die Messersterne 66 tragenden Hohlachsen 5 um die zentrale Welle
4 werden die Messersterne 6,6z'um mehr oder weniger raschen Durchqueren des erfaßten
Bodenbereiches ge-gen, wobei immer wieder andere Messersterne 66 an unmittelbar
benachbarten Stellen des Bodens sni Eingriff gelangen, auf welche leise ein. völlig
gleichmäßige Krilielung und Zerkleinerung sowie eine intensive Lockerung See Bodens
erzielt wird.
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Eino ander. Art der Erzeugung eines erhöhten Druckes der Werkzeugtrommel
auf den Boden besteht in der Anordnung von vorzugsweise
plattenförmigen
Gewichten 40 auf dem Trapezgestoll 2.
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Bereitzt die Zugmaschine ein hydraulisches Dreipunktanhänge system,
welches auch eine gegen den Boden gerichtete drUckende Wirkung auszuüben vermag,
so wird das Bodenbereitungsgerät zweckmäßig unter Verwendung einer Einrichtung nach
Fig. 3 und mittels der am Geräterahmen 1 vorstehenden oesen 26 an die Zugmaschine
angehängt. Die Anhängestelle 33, von welcher am Bodenbearbeitungsgerät zwei in gleicher
Höhe vorhanden sind, ist fest mit einer Hülse 34 verbunden, welche auf einen Dorn
35 gleitend gelagert ist, der oben und unten mit dem Gestell 1 des Gerätes fest
verbunden ist. Uber die Hülse 34 ist eine Schraubendruckfeder 36 geschoben, welche
sich oben gegen einen vorstehenden Bund 37 der Hülee 34 legt und unten genen das
Gestell 1 abgestützt ist. In der Gebrauchalage befindet sich der Bund 37 etwas tieier
als dargestellt, sodaß die Feder 36 etwas zusammengedrückt ist und das Gestell 1
vertikale, durch die Feder 36 elastisch aufgefangene Schwingungen durchführen kann.
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Auf die Hydraulik wirkende Stöße, die durch Bodenunebenheiten entstehen
können, werden solcherart gedämpft und ein stetiger, auf das Gerät wirkender hydraulischer
Druck aufrecht erhalten.
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Dae in den Fig. 4 und 5 dargestellte, zur Führung von Hand bestimmte
Bodenbearbeitungsgerät besitzt zwei als ganzes mit 41 bezeichnete Werkzeugtrommeln,
bestehend aus Endscheiben 3 und Messersterne 6 tragende Achsen 5. Die Scheiben 3
sinc& in diesem Falle durch körperliche Zentralachsen 47 miteinander verbunden,
die zu beiden Seiten mit Kupplungsstummeln verbunden sind* welche vom Gehäuse 48
in dem sich ein Winkelgetrieb. befindet, (nicht sichtbar) herausragen. Die das Winkelgetriebe
antreibende Welle verläßt bei dem Kupplungsteil 49 das Gehäuse 48 und führt hier
zu einem nicht gezeichneten Verbrennungsmotor, an dessen an das Gehäuse 41 angeschlossenes
Gehhäuse in üblicher Weise eine Pührungsgabel angebracht ist. Zur Abschirmung der
Werkzeugtrommeln 41, insbesondere nach oben und rückwärtz, sowie zur Beschwerung
der Trommeln 41 ist am Gehäuse 48 ein bogenförmiger Schirm 50 angebracht, welcher
in einen flexiblen Teil 51 endet.
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Aus Fig. 6 ißt eine beispielsweise Ausführung einer Werkzeugtrommel
ersichtlich, bei welcher die Messersterne 6 in zwei gegenläufigen symmetrisch auf
der Trommel von einem Ende bis jeweils zur Mitte der Trommel verlaufenden Schraubenlinien
angeordnet sind. Die Trommel besteht also aus zwei spiegelbildlich gleichen Hälften*
was auch für den Zusehltfi der Messersterne 6 gilt. dadurch und weil die Zuschliffe
bzw Schneidfläohen immer auf der in Richtung des Achsialsohubes vorne liegenden
Seite angebracht sind* werden die beim Lauf der Trommel über den Boden entstehenden
Achsialschübe gegenseitig aufgehoben.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. 7 verlaufen die Messersterne 6 in
einer einzigen von einen bis zum anderen Ende durchgehenden Schraubenlinie. Eine
solche Werkzeugtromel eignet sich für die Anordnung von zwei apiegelbildlich gleichen
solchen Trommeln in einem (Tterät, wodurch wohl die Achsialschübe innerhalb des
Gerätes, jedoch nicht innerhalb der einzelnen Trommeln aufgehoben werden.
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Daher ist es in diesem Fall zur Vermeidung einer schäglichen Reibung
an einen der Enden der Hohlachsen 5 nötig, diese auf den Dornen 3 oder auf den Tragarmen
bzw. Scheiben 5 Mittels Wälzlager zu lagern. Die Abwicklung der Trommel nach Fig.
7 ist aus Fig.9 ersichtlich, In Fig. 8 ist eine Trommel ähnlich jener nacEl Fig.
6 in Abwicklung dargestellt, wobei neben Jedem Messerstern 6 in kleinem Abstand,
ein weiterer Messerstern 6' mit kleinerem Durchmesser angebracht ist. Die Darstellung
einer solchen Messersternanordnung in gröBereLl Maßstab geben auch die Fig. lo und
11. Die kleineren Messersterne 6' bewirken eine intensivere Bearbeitung der Oberfläche
des Bodens sowie der über den Boden vorragenden Grünmasse, Stoppeln od. dgl., während
die Messersterne 6 größeren Durchmessers tiefer in den Boden eingreifen und diesen
lockern.
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Bei der in den Fig. 12 und 13 dargestellten weiteren Ausführungsform
einer federnden Übertragung der auf das gestell ausgeübten Druckkraft sind wie bei
Fig. 1 und 2 eigens hierfür vorgesehene Hydraulik-olben.tangen 27 cm vor deren Querrahmen
1 des Gerätes sowie die dazugehörenden nicht gezeichneten Hydraulikzylinder an höher
liegender Stelle der Zugmaschine angelenkt, wobei das
Gerät in
allgemein bekannter Wels. mittels einer Dreipunktaufhängung 26 an die Zugmaschine
gekoppelt ist. Die Gelenkpunkte 28 sind die Enden von Armen 59, die im Gelenk 60
am Gestell 1 um eine Querachse schwenkbar gelagert sind. An einer Schelle 61, die
den Arm 59 wafaßt* ist beiderseits je eine Zugfeder 62 angehängt, deren oberes Ende
an dem* am Gestell 1 sitzenden Bolzen 63 angreift. In dem letzterer in verschiedene
Bohrungen eingesteckt werden kann, ist im Zusamehnhang mit einer Änderung der Länge
der Arme 59 oder bzw. und einer Verstellung der aui diesen angeordneten Schellen
61 die Wirkung des hydraulischen Druckes einstellbar.
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Wird durch die olbenstangen 27 der Hydraulik ein nach unten gerichteter
Druck auf die Arwe 59 ausgeübt, so wird dieser über die Ledern 62 auf das Gestell
1 des Gerätes übertragen gleichzeitig werden von diesen durch bodenunebenheiten
entstehende, gegen die Hydraulikstangen 27 wirkende Stöße aufgefangen und der hydraulische
Druck auf das Gerät, auch wenn die Trommeln 41 Vertiefungen des Bodens überqueren,
aufrechterhalten.
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Die Werkzeugtrommel nach 2'ig. 14 und 15 besteht aus der Äntriebswelle
4, auf weicher die Tragarme 3 mittels Schrauben 64 in einer einzelnen, spiegelbildlioh
gleichen bichraubenlinie befestigt sind, Auf den Tragarmen 3 sind die Naben 5 it
den darauf bfindlichen Werkzeugen 6 frei drehend angeordnet, wobei die Schraubenbolzen
3' die Naben 5 durchsetzen und die Tragarme 3 zu einet in sich geschlossenen verwindungssteifen
körper verbinden. Gemäß dieses Ausführungsbeispiel greifen die langen Schneidflächen
der Messersterne 6 zuerst am Boden an, wodurch sich eine mehr ziehend verdichtende
Wirkungsweise ergibt, welche sich eher zur Oberflächenbearbeitung eignet als bei
entgegengesetzter Anordnung der Messersterne 6, die einen stechenden, grabenden
und somit für die Bearbeitung tieferer Bodenschichten beaser geeigneten Arbeitseffekt
ergibt.
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Nach den Fig. 16 und 19 sind die Tragarme 3 auf der Welle 4 in einer
zweifachen spiegelbildlich gleichen Schraubenlinie aufgereiht. Die Naben 5 mit den
darauf befindlichen Werkzeugen 6 sind ebenfalls mittels Schraubenbolzen 3' auf den
Tragarmen 3 frei
drehend angeordnet und verbinden letztere zu einer
in sich geschlossenen Einheit. Die Anzahl der durch die Tragarme 3 gebildeten Schraubenlinien
kann gegebenfalls erhöht werden, z.B. auf vier Schraubenlinien oder mehr, was die
Unterbringung einer entsprechend größeren Zahl von Bodenbearbeitungswerizeugen ermöglichst,
wodurch der Arbeitseffekt des Gerätes, insbesondere bezüglich der Zerkleinerung
von Feldrückständen, Grünmasse und sofort* beliebig gesteigert werden kann.
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UlJ die auf die Lager der Naben 5 durch die im Boden einseitig angreifenden
Werkzeuge 6 einwirkende Kippbelastung gering zu halten, ist es von Vorteil, die
Drehl&ger bzw. die Achsnaben 5 möglichst breit auszulegen. Zu dieses Zweck ist
gemäß ilig. 17 vorgesehen, die Tragarme 3 Z-förmig abzuwinkeln, oder die Tragarme
5 werden auf der Felle 4 durch die Schraubenbolzen paarweise verbunden angeordnet,
wobei jedoch ist ein Tragarm 3 eines Tragarmpaares in den Zwischenraum des nächstliegenden
Tragarmpaares eingreift.
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Schließlich gestattet die erfindungsgemäße Anordnung der Werkzeuge
6 mittels auf der Welle 4 schraubenlinienförmig aufgereihter Tragarme, in einfacher
Weise die Anpassung der Werkzeugtrommel an zu bearbeitende Reihenkulturen, indem
die Unterbrechung der Schraubenlinie, und zwar dadurch Weglassen eines oder Liehrerer
Tragarme 3, bei Befahren von Reihenkulturen den für die Pflanzreihen nötigen unbearbeiteten
Zwischenraum schafft.