DE2100378C - Induktiv beheizter Schmelztiegel - Google Patents
Induktiv beheizter SchmelztiegelInfo
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Description
Die F.rfiiulimg betrifft einen induktiv beheizten
Schmelztiegel, gebildet aus einen licgelförmigen Hohlraum umschließenden und an ihren unteren
Hnden durch eine gemeinsame Basis gehaltenen, radial angeordneten, nlau^i'förmigen Segmenten, die
unterhalb des Hohlraumes etwas nach innen vorspringen.
Das induktive Erwärmen und Schmelzen von Metallen und Metallegierungen, insbesondere solchen
zum I !erstellen \on Halblerem, ist bekannt. Das
Schmelzen erfolgt in einein von einer Piiinürwitkluüg
umschlossenen Tiegel. Diese lYunärwieklimu wird an
eine hochfrei|uente Spannung angelegt. Daduich werden
sowohl im Tiegel als auch in dem im Tiegel enthaltenen Gut Spannungen induziert, die /u Strömen
und damit Erwärmung führen.
Es ist ein Tiegel bekannt (britische Patentschrift U77 5 16). der aus zahlreichen in Kreisfoim nebeneinander
angeordneten Rohren besteht. Diese Rohre liegen dicht nebeneinander. Das im Hohlraum zwischen
ihnen erschmolzene Metall wird dann durch Oberilächenspannungen genügend zui iickiu h.ilten
und an einem Austiiit durch die zwischen den"Rohren
befindlichen Spalte gehindert. An ihren Enden sind die Rohre miteinander verbunden und bilden damit
eine einzige Kühlschlange, durch die ein Kühlmittel durchgeführt wird. Die Verbindungen zwischen den
einzelnen Rohren und die gemeinsamen Kühlmittelzuleitungen und -ableitungen stellen jedoch elektrische
Kurzschiulibrücken d;.r. Dies bedeutet, daß das elektrische Feld in diesen Bereichen zusammenbricht.
Radial innerhalb dieser Bereiche wird das im Hohlraum befindliche Material daher überhaupt nicht oder
nicht ausreichend erwärmt, so daß im Schn.elzgui kalte Zonen entstehen. Besonders bei der Herstellung
ίο von F.inkrist; Ilen wirkt sich dies ungünstig aus.
Der Kreisquerschniti der den Tiegel bildenden
Rohre verhindert weiter ene enge elektrische Kopplung der die Hochfrequenzspannung führenden Primärwicklung
und dem im Tiegel gehaltenen Material, das die Sekundärwicklung darstellt. Um die durch
diese schwache Kopplung verbundenen Verluste auszugleichen, müssen Hochfrequenzgeneratoren hoher
Leistimg verwendet werden.
Bekannt ist weiter ein widerstandsbeheizter Tiegel.
bei dem eine das Schmelzgut aufnehmende Schale von unler gegenseitigem Abstand angeordneten plattenförmigen
Segmenten gehalten wird. An ihren oberen und unteren Enden sind diese Segmente abwechselnd
miteinander verbunden und bilden damit einen Stromkreis, der bei Anlegen an eine Spannungsquel'.e
zur Aufhei/un« führt (deutsche Patentschrift
1 2S<) 950).
Dieser widerstanüstuheizte Tiegel eignet sich nicht für eine Erwärmung durch Induktion. Die Verbindüngen
zwischen den unteren und oberen Enden der Segmente stellen nämlich Kurzschlüsse für das elektromagnetische
Feld dar, so daß radial innerhalb dieser Stellen keine Erwärmung auftult und sich im
Schmelzgut kalte Bereiche bilden.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt tier Erfindung die technische Aufgabe z..i_""imde, einen für
die induktive Beheizung geeigneten Tiegel zu schallen. Bei einem Schmelztiegel ('er eingangs genannten Gattung
sieht tue Erfindung als Lösung für diese Aufgabe
vor. tlaß die plattenförmigen Segmente und ihre Basis
aus elektrisch gut leitendem Material befehen und die von der Basis aus frei nach oben ragenden Segmente
jeweils durch einen Luftspalt voneinander getrennt sind.
Wegen der hohen Leitfähigkeit der plattenförmigen Segmente und der Basis werden Wirbelstromverluste
herabgesetzt und damit der Energiebedarf verringert. Die Trennung der plattenförmigen Segmente durch
die zwischen ihnen befindlichen Luftspalte schließt galvanische Kurzschlüsse aus, in denen das elektrische
Feld zusammenbricht und zu den gefürchteten kalten Bereichen im Schinelzgiit führen könnte.
Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, daß die Basis mein ere Bohrungen aufweist, die mit dem hohl ausgebildeten
Inneiiraum jedes plattenförmigen Segmentes in Verbindung stehen, sowie eine zweite Gruppe
von Bohrungen, die mit Rohren verbunden sind, die in den hohlen Innenraum jedes plattenförmigen Segmentes
hineinfuhren und an deren oberen Enden atis-6"
laufen. Mit dieser Konstruktion wird ein Kühlmittel in die von tier Basis abgelegenen Enden der plattenförmigen
Segmente hineingeführt und an den mit der Basis verbundenen Enden abgeführt bzw. umgekehrt.
Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, daß die Basis eine zentrische Gewiiuleholming zum Aufschrauben
auf ein Gevviiulestück eines Ständers aufweist. In einer weiteren Abwandlung bildet der Ständer in der
Unterseite der Basis einen Kühlwasserbehälter.
Schließlich sieht noch eine letzte Ausgestaltung vor, daß die primäre Induktionswicklung mindestens
den Teil des Tiegels zwischen dessen offenem oberen Ende und der Basis umschließt.
Für den Tiegel geeignete Werkstolle sind Kupfer und Silber hoher Reinheit. Die Oberflächen des
Tiegels können mit einem reflektierenden Metall überzogen sein. Dadurch werden Wärmeverluste aus
dem Inneren des Tiegels verringert.
Am Beispiel der in der Zeichnung gezeigten Ausfiihrungsform wird die Erfindung nun weiter erläutert.
In der Zeichnung ist
F i g. 1 ein Längsschnitt durch den Tiegel und F i g. 2 eine schaubildliche Ansicht eines teilweise
aufgeschnittenen Tiegels.
Der Tiegel besteht aus plattenförmigen Segmenten 1 mit Trapezquerschnitt, die durch Spalte 2 voneinander
getrennt sind. Die plattenförmigen Segmente 1 werden durch Einschneiden der Spalte 2 in
einen kompakten Kupferblock 3 mit KreisquTschnitt
lind einem Durchmesser von etwa 55 mm erhalten.
Im Kupferblock 3 ist eine Bohrung 4 mit einem Durchmesser von etwa 30 mm ausgebildet. Diese
Bohrung 4 weist einen halbkugelförmigen Boden auf. Hierdurch wird der eigentliche Schmelztiegel gebildet.
Die die Wand dieses Tiegels bildenden plattenförmigen Segmente 1 haben eine Dicke bzw. radiale
Krstreckung von etwa 12," mm. Die radial außen liegenden
Enden der plattenförmigen Segmente 1 liegen auf einer zylindrischen Oberfläche 5. Die radial innen
liegenden Enden schließen eine schalenlörmige Innen-Oberfläche 6 ein. Im unteren Bereich des Kupferblocl.es
3 ist eine Bohrung 7 vorgesehen, deren Durchmesser etwas unter dem Durchmesser des
Hohlraumes 4 liegt. Unmittelbar unter dem Boden des Hohlraumes 4 sind die plattenförmigen Semnente 1
nach innen gezogen und weisen radial nach innen gerichtete Vorsprünge ') auf. Diese Yorspiünge 9
umschließen eine Bohrung 8 mit einem Durchmesser von etwa 6,25 mm. Die Größe dieser Bohrung 8 ist
nicht kritisch und wird durch die Breite der Spalte 2 bestimmt. Je schmaler die Spalte 2 sind, um so kleiner
ist die Bohrung 8. Im Bereich der Vorsprünge 9 v>i;.;
das hochfrec|uente Feld konzentriert.
Die plattenförmigen Segmente 1 sind in Laufrichtung
durchbohrt. Jede Längsbohrung la isi üb..
eine in der Basis 4« ausgebildete Bohrung Kl ηυ,
einer Kühlmiüelsammelleitung verbunden. In jede. Längsbohrung 1 η verläuft weiter ein Rohr 11, dadurch
eine zweite in der Basis 4 α ausgebildete Bon rung 12 mit einer weiteren Kühlmittelsammelleitui!
verbunden ist. Durch die eine KühlmiUelsamnu leitung wird das Kühlmittel zugeleitet, während ι
durch die andere Kühlmittelsammelleitung abgelüh
wird. Zentrisch in der Basis 4« befindet sich eine (k windebohrung 13. In diese Gewindebohrung 13 kai·,-.
ein Gewindestuck 15 eines Ständers 17 eingesehr.ut ~
werden. Dieser Ständer 17 gehört zum Kühlmil'.e1
system. Er weist Bohrungen 18 und 19 auf, die / einem Külilmittelvorratsbehälter führen. Weiter wei
er Bohrungen 20 auf, die den Kühlmittelvorratsbel·.!
ter mit den Bohrungen 12 verbinden.
Der Tiegel wird von einer Primärwicklung 14 um schlossen, die sich vom oberen Ende des Tiegels h
etwas unterhalb der Bohrung 7 erstreckt. Innerhai dieser Primärwicklung 14 bildet jedes plattenförmig.
Segment 1 den Kern eines Transformators. Über di. dadurch gebildeten Transformatoren wird dieEncrgi.
induktiv von der Primärwicklung 14 auf das im Hohlraum 4 eingeschlossene Material übertragen. DL
große Anzahl der plattenförmigen Segmente 1 (insgesamt 16) und die symmetrische Form des Tiegels
ergeben eine stabile Schmelze.
Bei einer Leistung von 15 kW konnte mit diese:;
Tiegel eine Charge \on 120g Platir in Luft vollständig
erschmolzen werden. Ebenso konnte mit einer Hoehfrequen/leistung von 6 kW eine Charge \on
M) g Lanthan in Vakuum erschmolzen werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Induktiv beheizter Schmelztiegel, gebildet aus einen tiegelförmigen Hohlraum umschließenden
und an ihren unteren En-'.en durch eine gemeinsame
Basis gehaltenen, radial abgeordneten, plattenförmigen Segmenten, die unterhalb des
Hohlraumes etwas nach innen vorspringen, dadurch gekennzeichnet, daß die plattenförmigen
Segmente (1) und ihre Basis (Λα) aus elektrisch gut leitendem Material bestehen und
die von der Basis aus frei nach oben rauenden Segmente jeweils du.ch einen Luftspalt (2) voneinander
getrennt sind.
2. Tiegel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Basis(4(/) mehrere Bohrungen (10) aufweist, die mit dem hohl ausgebildeten
Innenraum (1 a) jedes plattenförmigen Segmentes
(1) in Verbindung stehen, sowie eine /weite Gruppe von Bohrungen (12), die mit Rohren (11)
verbunden sind, die in den hohlen Innenraum jedes plattenförmigen Segmentes (L) hineinführen
und an deren oberen Enden auslaufen.
3. Tiegel nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Basis (4 a) eine
zentrische Gewindebulming (13) zum Aufschrauben
auf ein Gewir.'.'cstück (15) eines Ständers (17)
aufweist.
4. Tiegel nach Anspruch 3. dadurch gekennzeichnet, daß der Stander (17; in -ler Unterseite
tier Basis (4«) einen Kühlvvasserbchülter bildet.
5. Tiegel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine primäre
Induktionswicklung (14) mindestens den Teil des Tiegels zwischen dessen olTcncin oberen
Ende und der Basis (4n) umschließt.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB0139/70A GB1269762A (en) | 1970-01-09 | 1970-01-09 | Improvements in or relating to crucibles |
| GB113970 | 1970-01-09 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2100378A1 DE2100378A1 (de) | 1971-07-22 |
| DE2100378B2 DE2100378B2 (de) | 1972-08-31 |
| DE2100378C true DE2100378C (de) | 1973-03-29 |
Family
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