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DE2931939A1 - Verfahren und vorrichtung zur herstellung starkverzinnter kupferdraehte, insbesondere schaltdraehte - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zur herstellung starkverzinnter kupferdraehte, insbesondere schaltdraehte

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DE2931939A1
DE2931939A1 DE19792931939 DE2931939A DE2931939A1 DE 2931939 A1 DE2931939 A1 DE 2931939A1 DE 19792931939 DE19792931939 DE 19792931939 DE 2931939 A DE2931939 A DE 2931939A DE 2931939 A1 DE2931939 A1 DE 2931939A1
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DE
Germany
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wire
tin
contact roller
annealing
drawn
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DE19792931939
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DE2931939C2 (de
Inventor
Fritz Dipl Ing Dekowski
Walter Orbach
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Felten and Guilleaume Energietechnik AG
Original Assignee
Felten and Guilleaume Carlswerk AG
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Publication date
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    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D7/00Electroplating characterised by the article coated
    • C25D7/06Wires; Strips; Foils
    • C25D7/0607Wires
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21CMANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
    • B21C37/00Manufacture of metal sheets, rods, wire, tubes, profiles or like semi-manufactured products, not otherwise provided for; Manufacture of tubes of special shape
    • B21C37/04Manufacture of metal sheets, rods, wire, tubes, profiles or like semi-manufactured products, not otherwise provided for; Manufacture of tubes of special shape of rods or wire
    • B21C37/042Manufacture of coated wire or rods

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  • Materials Engineering (AREA)
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Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung stark verzinnter
  • Kupferdrähte, insbesondere Schaltdrähte Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung stark verzinnter Kupferdrähte, insbesondere Schaltdrähte, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Sie findet besonders Anwendung für die rationelle Herstellung von stark verzinnten Schaltdrähten, die die Anforderungen nach DIN 40500, Teil 5, V 5 erfüllen, wobei eine besonders starke und diffusionsfreie Zinnschicht erwünscht ist, deren Dicke an keiner Stelle des verzinnten Kupferdrahtes weniger als 4 pm beträgt. Dies gewährleistet in besonders hohem Maße eine gute und dauerhafte Lötfähigkeit der so hergestellten Schaltdrähte.
  • Aus DE-AS 27 30 625 ist ein Verfahren zur Herstellung von stark verzinnten Kupferdrähten bekannt, bei dem ein gezogener Kupferdraht galvanisch verzinnt und anschließend weich geglüht bzw. ein Kupferdraht zunächst galvanisch verzinnt, darauf in seinem Querschnitt durch Ziehen reduziert und anschließend weich geglüht wird, wobei ein Kupferdraht mit einer niedrigen, unterhalb des Schmelzpunktes von Zinn liegenden Erwichungstemperatur verwendet wird, und der auf Fertigmaß gezogene verzinnte Kupferdraht zwei bis acht Stunden bei einer Temperatur unterhalb der Schmelztemperatur des Zinns weich geglüht wird. Dieses bekannte Verfahren ist wegen der Notwendigkeit der Verwendung besonders reinen Kupfers mit niedriger Erwichungstemperatur sowie der vorgesehenen, ungewöhnlich langen Weichglühzeit sehr kostenaufwendig und birgt wegen der langen Glühzeiten die Gefahr der Diffusion sowie der Whiskerbildung, so daß - um dentvorzubeugen - nach diesem bekannten Verfahren ferner vorgesehen ist, vor dem galvanischen Verzinnen eine Nickelschicht von weniger als 2 P auf den Kupferdraht galvanisch aufzubringen. Dieser zur Erzielung eines Produktes der notwendigen hochwertigen Qualität notwendige zusätzliche Verfahrensschritt verteuert die so hergestellten Wickeldrähte in erheblichem Maße.
  • Die gleiche Schrift beschreibt auch ein Verfahren zur Herstellung von verzinnten Kupferdrähten, welches vorsieht, den Draht galvanisch zu verzinnen, anschließend auf die gewünschte Endabmessung zu ziehen und im gleichen Arbeitsgang in einer nachgeschlateten Durchlaufgluhe zu glühen. Einschränkend ist hierzu jedoch angegeben, daß dieses bekannte Verfahren zwar bei der Fertigung von Drähten mit dünnen Zinnauflagen angewendet wird, daß jedoch infolge der hierbei notwendigen hohen Durchlaufgeschwindigkeiten Temperaturen oberhalb der Schmelztemperatur des Zinns erforderlich sind. Dadurch bedingt könnten aber - vermeintlich - Schichtdicken in einer Größenordnung von mehr als 3 zum nicht überschritten werden, ohne daß es zu einer exentrischen Zinnauflage kommt.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein rationelles Herstellungsverfahren für stark verzinnte KupSerdrähte s mit einer Verzinnungstärke von im Endmaß mehr als 4juni und eine hierzu geeignete Vorrichtung anzugeben, um stark verzinnte Kupferdrähte, insbesondere Schaltdrähte hoher Qualität der Verzinnung mit großer Geschwindigkeit und dementsprechend erhöhter Wirtschaftlichkeit herzustellen.
  • Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebene Erfindung gelöst. Mit dieser Lösung sieht die Erfindung eine wesentliche Verbesserung des vorausgehend beschriebenen bekannten Verfahrens vor, welche es ermöglicht, stark verzinnte Kupferdrähte mit einer umfänglich gleichmäßigen Verzinnungsdicke von im Endmaß wesentlich mehr als 4 Am, üblicherweise etwa 7 jun und darüber, herzustellen, welche qualitätsmäßig den betreffenden DIN-Normen entsprechen.
  • Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind mit den Ansprüchen 2 bis 4 angegeben, wovon der Anspruch 2 die Vorbereitung und der Anspruch 4 die Abmessungen so zu verzinnender Kupferdrähte, und der Anspruch 3 im Verlaufe der starken Verzinnung durchzuführende Maßnahmen betreffen, welche nachstehend näher erläutert sind.
  • Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Vorrichtung zur Herstellung stark verzinnter Kupferdrähte, bei welcher auf einer gemeinsamen Grundplatte eine Ziehvorrichtung und eine Widerstandsdurchlaufglühe mit Kontakt- und Umlenkrollen sowie eine Abzugs- und Spuleinrichtung angeordnet sind, wobei in der Bewegungsrichtung des Drahtes vor dieser kombinierten Zieh- und Durchlauf-Glühvorrichtung wenigstens eine weitere Ziehvorrichtung sowie zwei Galvanisier- und Spülbecken angeordnet sind. Der Gegenstand dieser Erfindung ergibt sich aus den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 5.
  • Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind mit den Ansprüchen 6 und 7 angegeben, von welchen sich der Anspruch 6 auf die Anordnung der unteren Kontaktrolle und die Ausbildung der Kühleinrichtung bezieht, wogegen der Anspruch 7 den vertikalen Abstand zwischen der oberen und der unteren Kontaktrolle, die konstruktive Ausbildung derselben sowie auch der angebauten Umlenkrollen angibt.
  • Der wesentliche Vorteil des neuen Verfahrens liegt in der erhöhten Qualität der so hergestellten stark verzinnten Drähte und der wesentlich erhöhten Wirtschaftlichkeit der Fertigung derselben. Diese ergibt sich einmal aus der Möglichkeit Kupferdrähte üblicher Güte zu verwenden, die bei relativ hohen Temperaturen ausgeglüht werden müssen, welche die Schmelztemperatur des Zinns überschreiten. Dies ist durch die vertikale Drahtführung sowie die große Geschwindigkeit ermöglicht, mit welcher der Draht durch die Durchlaufglühe hindurchgeführt wird, wobei zumindest teilweise ein Aufschmelzen des zuvor aufgebrachten Zinnbelages bewußt in Kauf genommen wird. Dieses wird jedoch einerseits durch die vertikale Drahtführung und andererseits durch die besondere Anordnung der Kühlstrecke, nämlich z.T. noch vor der unteren Kontaktglühe, in ausreichendem Maße beherrscht, um die Konzentrizität der starken Verzinnung innerhalb der vorgegebenen Toleranzwerte zu erhalten.
  • Die erfindungsgemäße Verzinnung weist ein Endmaß von wesentlich mehr als 3 pun, vorzugsweise etwa 7 um, Schichtdicke auf. Dadurch, daß das Zinn mit einer Auftragsdicke von jeweils wenigstens 7 tun in zwei getrennten Stufen galvanisch auf den Kupferdraht aufgebracht und dieser dazwischen auf ein entsprechendes Kalibriermaß gezogen, wobei die Schicht des ersten Zinnauftrages verdichtet wird, ergibt sich eine an der Drahtoberfläche fest anhaftende und über die ganze Schichtstärke dichte Verzinnung. Diese verändert ihre umfänglich im wesentlichen gleichmäßige Konsistenz und Dicke auch bei dem nachfolgenden Glühvorgang kaum, obgleich dieser kurzzeitig Temperaturen erreicht, welche über der Schmelztemperatur des Zinns liegen.
  • Um dies zu gewährleisten, wird der verzinnte Kupferdraht nach dem zweiten Zinnauftrag auf die gewünschte Endabmessung gezogen, danach auf einem einheitlichen Glüh- und Kühlabschnitt seiner Länge vertikal geführt, wobei er in einem Durchgang kurzzeitig auf mehr als 400 °C erhitzt und in ummittelbarer Folge abrupt auf Raumtemperatur gekühlt wird.
  • Vor der ersten Verzinnung wird der Kupferdraht auf ein Sollmaß gezogen und weich geglüht, so daß er ohne Schwierigkeiten zwischen den beiden Galvanisierverzinnungen auf das Kalibriermaß gezogen werden kann, unabhängig von der Qualität des gewählten Kupfers.
  • Nach der zweiten Verzinnung wird der Kupferdraht mit einer Abzugsgeschwindigkeit zwischen 12 und 24 m/s, vorzugsweise zwischen 15 und 20 m/s auf das Endmaß gezogen und ausgeglüht, wobei die Temperatur mehr als 500 oC beträgt, in unmittelbarer Folge abrupt gekühlt, abgezogen und schließlich aufgespult. Die Abzugsgeschwindigkeiten sind so hoch gewählt, daß das bei der hohen Glühtemperatur aufschmelzende Zinn kaum in Bewegung gerät, sondern zufolge der vertikalen Draht führung der Drahtoberfläche umfänglich im wesentlichen konzentrisch anhaftet, bis es in Bruchteilen von Sekunden - noch vor der stromabführenden unteren Kontaktrolle - in die Kühlflüssigkeit eintaucht und dadurch sogleich wieder ausreichend verfestigt wird. Hierzu beträgt die mechanisch gespannte Glühlänge des verzinnt gezogenen Drahtes wenigstens 100 cm, vorzugsweise mehr als 150 cm, einschließlich der vor der unteren Kontaktrolle vorgesehenen ersten Kühlstrecke, in welcher unmittelbar nach bzw. noch während des Ausglühens eine intensive Kühlung des geglühten Drahtes bei etwa 30 OC erfolgt. Dabei wird die konzentrisch aufgeschmolzene Verzinnung desselben innerhalb eines Bruchteils der Glühlänge so verfestigt, daß die Umlenkung des Drahtes über die untere Kontaktrolle innerhalb der Kühlflüssigkeit ohne Veränderung des Verzinnungsbelages möglich ist.
  • Schließlich wird der Draht nach dessen Umlenkung in der hinter dieser Kontakrolle angeordneten Nachkühistrecke auf Raumtemperatur nachgbkdhlt.
  • Die Glühtemperatur und die zu deren Erreichen aufzuwendende Stromstärke richten sich bei vorgegebener Spannung üblicherweise nach dem Drahtdurchmesser, der Qualität des verwendeten Kupferdrahtes und der Abzugsgeschwindigkeit.
  • Das Verfahren ist zum starken Verzinnen von Drähten mit einem Durchmesser zwischen 0,2 und 1,2 mm gut geeignet, wobei in der Regel eine Verzinnungsdicke von etwa 7,nn erreicht wird. Zur Erzielung der hohen Glühtemperatur von etwa 500 OC oder mehr kann bei einer konstant eingestellten Spannung zwischen den beiden Kontaktrollen, z.B. 38 y,auf den verzinnten, auf Maß gezogenen Kupferdraht ein Strom entsprechender Stärke gelegt werden. Der geglühte Draht wird dann unter dieser Spannung plötzlich in eine Kühlflüssigkeit getaucht und dabei zumindest im Oberflächenbereich bis unter die Schmelztemperatur des Zinnes abgekühlt.
  • Da bei diesem Verfahren die Schmelztemperatur des Zinns weit überschritten wird, und die Glühzeiten im Millisekundenbereich liegen, ist die Gefahr der Whiskerbildung vermieden, und aufgrund der kurzen Glühzeiten auch die Gefahr der Bildung ausgeprägter Diffusionsschichten zwischen dem Kupfer und dem Zinn unterdrückt. Dies bringt aber den weiteren großen Vorteil, daß sich bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zusätzliche Maßnahmen zur Verhinderung der Diffusionsbildung, wie etwa die bekannte Vorbeschichtung der Oberfläche eines stark zu verzinnenden Drahtes mit einem dünnen Nickelbelag oder andere bekannte Maßnahmen dieser Art erübrigen.
  • Nachstehend ist die Erfindung unter Angabe weiterer Einzelheiten und Vorteile desselben anhand eines in der Zeichnung veranschaulichten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
  • In der Zeichnung zeigen: Fig. 1 in schematischer Darstellung eine kombinierte Galvanisier-Zinnauftrag-, Zieh- und Widerstands-Durchlauf-Glühvorrichtung und Fig. 2 ebenfalls schematisch in vergrößerter Darstellung die Durchlaufglühe und den unmittelbar anschließenden Teil der Ziehvorrichtung.
  • Die in Fig. 1 dargestellte Fertigungsanordnung für stark verzinnte Kupferdrähte umfaßt einen Ablauf 23, zwei kombinierte Vorbehandlungs-Galvanisier- und Spülbecken 24, mit dazwischen angeordneter Kalibrier-Ziehvorrichtung 5, eine Endmaß-Z i ehvorri ohtung 2 und eine Widerstands-Durchlaufgliihe 3 sowie Zwischenabzugseinrichtungen 25, Umlenkrollen 26 und eine innerhalb des Gehäuses 7 der Ziehvorrichtung 2 angeordnete Spuleinrichtung 10 zur Aufnahme eines so gefertigten, stark verzinnten Kupferdrahtes 30. Diese Einrichtungen können, wie gezeigt, auf einer gemeinsamen Grundplatte 1 mit einem aufrechten Traggestell 6 in entsprechender Reihenfolge hintereinander angeordnet, oder auch - raumbedingt - zu getrennten Einheiten zusammengefaßt sein, wie etwa je eine der kombinierten Vorbehandlungs-Galvanisier- und Spülbecken 24 mit zugehörigem Ablauf 23, der Kalibrier-Ziehvorrichtung 5 und einer der Zwischen9Sugeinrichtungen 25. In jedem Fall ist die Endmaß-Ziehvorrichtung 2 mit der Widerstands-Durchlaufglühe 3 zu einer mechanisch fest verbundenen und funktionell zusammenwirkenden Einheit zusammengefaßt.
  • Auch können die kombinierten Vorbehandlungs-Galvanisier-und Spülbecken 24 in entsprechend eingerichtete Abschnitte hintereinander unterteilt oder diese auf verschiedenen Ebenen übereinander angeordnet sein, was jedoch bekannt und nicht Gegenstand der Erfindung ist.
  • Die Kalibrier-Ziehvorrichtung 5 ist mit aufeinander abgestimmten Ziehsteinen 14 und einer nachgereihten Abzugseinrichtung 25 ausgestattet, und bei Bedarf kann eine solche auch noch hinter dem zweiten Galvanisierbecken 24, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung von Umlenkrollen 26, angeordnet sein.
  • Die Endmaß-Ziehvorrichtung 2 ist mit einer Mehrzahl von hinsichtlich ihrer sich verjüngenden Durchlaßöffnung aufeinander abgestimmten Ziehsteinen 14 mit Zwischenrollen 15 und einem Doppelabzug 4 ausgestattet, welcher als Isolierkörper, vorzugsweise mit einer entsprechend profilierten Keramik oder Kunststoffhülle ausgebildet ist. Der Doppelabzug hierzu einem seiner Profilabschnitte zum Herausziehen des Drahtes 30 aus der Ziehvorrichtung 2 und zu dessen Zuführung an die Durchlaufglühe 3 und mit seinem zweiten Profilabschnitt zum Herausziehen des Drahtes 30 aus der letzteren. Zugleich erfolgt auch die Zuführung des Drahtes 30 über eine Tänzerrolle 27 und eine Verlegeeinrichtung 11 zu der am Boden des Gehäuses 7 angeordneten Spuleinrichtung 10.
  • Alle diese Einrichtungen sind ebenso wie die der Durchlaufglühe 3 vor- bzw. nachgelagerten Umlenkrollen 12, 13 als Isolierkörper, z.B. aus Kunststoff, ausgebildet oder auf isolierenden Achsen bzw. Pinolen 28 gelagert. Ebenso ist auch der Arm 29 der Verlegeeinrichtung 11 aus einem Isolierstoff ausreichender Festigkeit und Formbeständigkeit erstellt. Diese Maßnahmen gewährleisten den vorgegebenen Stromfluß, über den in der Kontakt-Durchlaufglühe 3 zwischen deren oberen Kontaktrolle 8 und der unteren Kontaktrolle 9 gespannt geführten Glühabschnitt des Drahtes 30 mit ausreichender Stromstärke bei entsprechend eingestellter Spannung des Glühstromes.
  • Die Durchlaufglühe 3 ist über der Grundplatte an dem aufrechten Rahmengestell 6 angeordnet und umfaßt im wesentlichen die zwei Kontaktrollen 8, 9 sowie die hiervon im Abstand angebauten, elektrisch isolierenden oder isolierend gelagerten Umlenkrollen 12, 13. Die untere Kontaktrolle 9 ist ortsfest in einer Kühlflüssigkeit 16 drehbar gelagert und die obere Kontaktrolle 8 im vertikalen Abstand über der in die Kühlflüssigkeit 16 eingetauchten unteren Kontaktrolle 9 drehbar und vertikal verstellbar angeordnet.
  • Die obere Kontaktrolle 8 ist an eine stromzuführende Leitung angeschlossen, während die untere Kontaktrolle 9 über eine stromabfuhrende Leitung mit dem Nulleiter eines Drehstromsystems verbunden ist. Hingegen sind - wie bereits erwahnt - die Spuleinrichtung 10 und die zugehörige Verlegeeinrichtung 11 nebst den übrigen drahtführenden Einrichtungen gegen Erde isoliert angeordnet.
  • In der aus Fig. 2 ersichtlichen Ausführungsform dieser Vorrichtung ist die untere Kontaktrolle 9 in einem Kühlsten 17 angeordnet, dessen Begrenzungswände mit einer größeren Höhe als Breite bemessen sind, und an dem ein Umlaufrohrsystem 20 für die Kühlflüssigkeit 16 mit einer Pumpe 21 und einerRückkühleinrichtung 22 angeschlossen ist. Diese kann als getrennter Rückkühler oder - wie gezeigt - in Form einer im Kuhlkasten 17 verlegten Kuhlschlange ausgebildet sein. Wesentlich ist, daß der Kühlkasten 17 und das Umlaufrohrsystem 20 mit einer Kühlflüssigkeit 16, vorzugaweise Wasser, gefüllt sind, deren Spiegel - entsprechend dem jeweiligen Drahtdurchmesser - im wesentlichen konstant gehalten ist. Dies kann durch entsprechende Einregelung des tbnlaufsystems, z.B durch genaue Einstellung der jeweils von der Pumpe 21 abgegebenen Fördermenge bzw. des Druckes des flüssigen Kühlmittels 16 erfolgen.
  • Vorzugsweise ist der Draht 30 auf seiner vertikalen Glühstrecke in Führungs- und Kühlrohren 18, 19 geführt, deren jede in dessen Bewegungsrichtung vor und hinter der unteren Umlenkrolle 9 so angeordnet ist, daß sie mit ihrem unteren offenen Ende so weit wie möglich in die Kühiflüssigkeit 16 eintaucht. Wenn nun das Umlaufrohrsystem 20 für die Kühlflüssigkeit 16 in die der unteren Kontaktrolle 9 nachgereihte Kühlröhre 19 einmündet, läßt sich die Förderleistung der Pumpe 21 so einstellen, daß in dieser für den stark verzinnten und ausgeglühten Draht 30 eine Nachkühlstrecke bildenden Röhre 19 eine der gewünschten Kühlung entsprechende Wassersäule entsteht, die in den Kühlkasten 17 abrinnt und dort die gewünschte Spiegelhöhe der Kühlflüssigkeit 16 hält, die gleichzeitig von dem unteren Bereich des Kühlkastens 17 abgepumpt wird. Der somit nur ein kurzes Stück eingetauchte Endabschnitt der vor der unteren Kontaktrolle 9 angeordneten Röhre 18 bildet somit eine im Vergleich zur gespannten Glühlänge des Drahtes sehr kurze Vorkühlstrecke, deren Länge sich auf die vorausgehend beschriebene Weise sehr genau bestimmen läßt. Das Verhältnis Glühstrecke zu Vorkühlstrecke ist von wesentlicher Bedeutung für die Qualität der Verzinnung des so hergestellten stark verzinnten Drahtes und die Gleichmäßigkeit der Zinnschichtdicke.
  • In bevorzugter Ausführung ist die obere Kontakt rolle 8 in einem Abstand von mehr als 150 cm über der unteren Kontaktrolle 9 vertikal verstellbar angeordnet. Dies ermöglicht eine genaue Abstimmung des vorausgehend geschilderten Verhältnisses von Glühlänge zu Vorkühlstrecke des verzinnten Drahtes 30, einerseits durch Einstellung der Höhe des Kühlflüssigkeitsspiegels und andererseits durch Bestimmung der Länge der Glühstrecke durch vertikales Verschieben der oberen Kontaktrolle 8 zu einem weiteren oder geringeren Abstand von der unteren Kontaktrolle 9.
  • Die beiden Kontaktrollen 8, 9 sind umfänglich profiliert und mit einem Nickelband eingefaßt. Die seitlich hiervon angeordneten Umlenkrollen 12, 13 sind als Keramik- oder Kunststoff- od.dgl. Scheiben ausgebildet oder in Kunststoffbuchsen bzw. auf Kunststoffachsenträgern isolierend gelagert.
  • Bei seinem Durchlauf durch die vorausgehend beschriebene Fertigungsanordnung wird der Kupferdraht vom Ablauf 23 abgezogen, entfettet, gespült, dekapiert, galvanisch verzinnt und schließlich nachgespült, welcher Vorgang nach einem die so aufgebrachte Verzinnung verdichtenden Kalibrierzug wiederholt wird. Der auf diese Weise im zweifachen Auftrag mit einer 10 bis 14 jun dicken Zinnschicht versehene Kupferdraht 30 wird danach der Zieheinrichtung 2 gegebenenfalls über eine Zwischenabzugeinrichtung 25 direkt oder auch mit Zwischen-Umspulung zugeführt. In der Zieheinrichtung 2 wir der so verzinnte Draht bis auf das gewünschte Sollmaß gezogen, sodann in einem Durchlauf vertikal durch die Kontaktglühe 3 hindurchgeführt, hierbei ausgeglüht und unmittelbar danach im Bereich der unteren Kontaktrolle 9 derselben vorgekühlt. Wenn erwünscht, kann überdies in der der unteren Kontaktrolle 9 vorgeschalteten Führungs- und Kühiröhre 18 der mechanisch gespannt hindurchgeführte Draht unter Dampf oder unter einem inerten Gas gehalten werden.
  • Die Kühlung des Drahtes 30 wird auch noch hinter der unteren Kontaktrolle 9 etwa bis auf Raumtemperatur fortgesetzt, vorzugsweise in einer Nachkühlröhre 19. Der abgekühlte und getrocknete Draht wird schließlich über eine Tänzerrolle 27 und den zweiten Abschnitt des Doppelabzuges 4 der isoliert aufgestellten Spuleinrichtung 10 zugeführt, auf welcher er schließlich als fertiger Schaltdraht aufgespult wird. Diese Art der Fertigung ist einfach und äußerst rationell. Sie läßt sich nach erfolgter Einstellung der Stromstärke und des Spiegels der Kühlflüssigkeit 16 ohne besondere Wartung für lange Zeit kontinuierlich durchführen, wobei lediglich die gefüllten Spulen der Spuleinrichtung 10 ausgewechselt zu werden brauchen.
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Claims (7)

  1. Ansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung stark verzinnter Kupferdrähte, insbesondere Schaltdrähte, wobei ein galvanisch verzinnter Kupferdraht kontinuierlich auf Endmaß gezogen und in unmittelbarer Folge bei einer Temperatur, welche oberhalb der Schmelztemperatur von Zinn liegt, mittels Stromwärme weichgeglüht und anschließend gekühlt, abgezogen und aufgewickelt wird, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die Verzinnung mit einem Endmaß von wesentlich mehr als 3 pm vorzugsweise etwa 7ffli Schichtdicke in zwei getrennten Stufen mit einer Auftragsdicke von jeweils wenigstens 7 pin galvanisch auf den Kupferdraht aufgebracht, und dieser dazwischen auf ein entsprechendes Kalibriermaß gezogen, wobei die Schicht des ersten Zinnauftrages verdichtet wird, und daß nach dem zweiten Zinnauftrag der verzinnte Kupferdraht auf die gewünschte Endabmessung gezogen, danach auf einem einheitlichen Glüh- und Kühlabschnitt seiner Länge vertikal geführt wird, wobei er in einem Durchgang kurzzeitig auf mehr als 400 OC erhitzt und in unmittelbarer Folge abrupt auf Raumtemperatur gekühlt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t, daß aer Kupferdraht vor der ersten Verzinnung auf ein oollmaß gezogen und weichgeglüht wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß der Kupferdraht nach der zweiten Verzinnung mit einer Abzugsgeschwindigkeit zwischen 12 und 24 m/s, vorzugsweise zwischen 15 und 20 m/s, auf das Endmaß gezogen, ausgeglüht, gekühlt, abgezogen und aufgespult wird, wobei die Glühtemperatur mehr als 500 OC beträgt, bei einer mechanisch gespannten Glühlänge des verzinnt gezogenen Drahtes von wenigstens 100 cm, vorzugsweise mehr als 150 cm, und folgender intensiver Kühlung des geglühten Drahtes bei etwa 30 0C, wobei die konzentrisch aufgeschmolzene Verzinnung desselben innerhalb eines Bruchteiles der Glühlänge verfestigt wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß Drähte mit einem Durchmesser zwischen 0,2 und 1,2 mm mit der starken konzentrischen Verzinnung von im Endmaß wenigstens 4 eLm Schichtstärke versehen werden.
  5. 5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei welcher auf einer gemeinsamen Grundplatte eine Ziehvorrichtung und eine Widerstandsdurchlaufglühe mit Kontakt- und Umlenkrollen sowie eine Abzugs- und Spuleinrichtung angeordnet sind, wobei in der Bewegungsrichtung des Drahtes vor dieser kombinierten Zieh- und Durchlaufglühvorrichtung wenigstens eine weitere Ziehvorrichtung sowie zwei Galvanisier- und Spülbecken angeordnet sind, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t, daß die Durchlaufglühe (3) an einem aufrechten Rahmengestell (6) angeordnet ist und zwei Kontaktrollen (8, 9) sowie wenigstens zwei hiervon im Abstand angebaute, elektrisch isolierende Umlenkrollen (12, 13) umfaßt, wobei eine untere Kontaktrolle (9) ortsfest in einer Kühlflüssigkeit (16) drehbar gelagert, und eine obere Kontaktrolle (8) im vertikalen Abstand über der in die Kühlflüssigkeit (16) eingetauchten unteren Kontaktrolle (9) drehbar und vertikal verstellbar angeordnet sowie an eine stromzuführende Leitung angeschlossen ist, und die untere Kontaktrolle (9) über eine stromabführende Leitung mit dem Nulleiter eines Drehstromsystems verbunden ist, wobei die Spuleinrichtung (10) und die zugehörige Verlegeeinrichtung (11) gegen Erde isoliert angeordnet sind.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e tf daß die untere Kontaktrolle (9) in einem Kühlkasten (17) angeordnet ist, dessen Begrenzungswände mit einer größeren Höhe als Breite bemessen sind, und an dem ein Umlaufrohrsystem (20) für die Kühlflüssigkeit (16) mit einer Pumpe (21) und einer Rückkühleinrichtung (22) angesehlossen ist, wobei der Kühlkasten (17) und das Umlaufsystem (20) vorzugsweise mit Wasser gefüllt sind, dessen Spiegel entsprechend dem jeweiligen Drahtdurchmesser im wesentlichen konstant gehalten ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die obere Kontaktrolle (8) in einem Abstand von mehr als 150 cm über der unteren Kontaktrolle (9) vertikal verstellbar angeordnet ist, die beiden Kontaktrollen (8, 9) umfänglich profiliert und mit einem Nickelband eingefaßt sind und die seitlich hiervon angeordneten Umlenkrollen (17, 13) als Keramik- o.dgl. Scheiben ausgebildet oder in Kunststoffbuchsen bzw. auf Kunststoffachsenträgern isolierend gelagert sind.
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