DE2184C - Abänderungen an CHRISTOPH's Zerkleinerungsapparat für Malz, gedämpfte Kartoffeln, Getreide- und Mais-Körner (Zusatz zu Patent Nr. 1047) - Google Patents
Abänderungen an CHRISTOPH's Zerkleinerungsapparat für Malz, gedämpfte Kartoffeln, Getreide- und Mais-Körner (Zusatz zu Patent Nr. 1047)Info
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
1877.
Klasse 50.
J. E. CHRISTOPH in NIESKY.
Abänderungen an Christoph's Zerkleinerungs-Apparat für Malz, gedämpfte Kartoffeln, Getreide
und Maiskörner.
Zusatz-Patent zu No. 1047 vom 6. Juli 1877.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 1J. December 1877 ab.
Längste Dauer: 5. Juli 1892.
Der Apparat besteht aus einem gufseisernen cylindrischen Gehäuse a, welches, ähnlich wie
ein Dampfcylinder, an beiden Enden offen ist, ausgebohrt wird und durch zwei Deckel geschlossen
wird.
Das Gehäuse η ist in der in der Patentschrift
No. 1047 dargestellten Construction zweitheilig hergestellt, so dafs man behufs leichterer Reinigung
den um ein Rohr b scharnierartig beweglichen Gehäusedeckel aufklappen konnte. Die
Praxis hat aber gezeigt, dafs das Gehäuse und die Trommel schon in ausgezeichneter Weise
gereinigt werden, wenn man nach dem Kartoffelausblasen etwas Wasser in den Henze'schen
Apparat läfst und dieses mit Dampf durch den Apparat drückt; dafs daher ein Oeffnen des
Gehäuses ganz unnöthig ist und man die den Apparat unnütz vertheuernde Einrichtung des
Deckels fallen lassen kann, ohne die Zuverlässigkeit des Apparates zu beeinträchtigen. Um das
Gehäuse ausbohren und die Trommel bequem anbringen zu können, mufste nun das Gehäuse
mit zwei Deckeln versehen werden.
Im Boden des Gehäuses befindet sich ein Ausschnitt, in welchem sich ein aus Stahl hergestelltes
Reibekissen d mittelst einer Excenterwelle e auf- und niederstellen läfst; eine gufseiserne,
mit Stahlmessern // armirte Trommel g ist über diesem Kissen in stopfbüchsenartigen
Lagern h der Gehäusedeckel gelagert und wird durch die Riemscheibe i in schnelle Bewegung
versetzt. Bei w ist noch ein schmiedeiserner Bügel angebracht, um auf demselben und dem
Rand 1W1 des Schiebergehäuses η einen mit
Rohmalz gefüllten Kasten auflegen zu können, wenn Malzmilch bereitet wird.
Damit durch den seitlichen Zug des Betriebriemens ein frühzeitiges Ausarbeiten der Lager h
vermieden werde, ist die Trommel hinter der Riemscheibe i in /S1 noch einmal gelagert.
Die gedämpften Kartoffeln bezw. Körner werden dem Apparat durch den Kanal b zugeführt,
welcher durch ein Rohr mit dem Ausblaseschieber des Henze'schen Apparates in Verbindung
steht. Unmittelbar zwischen diesem Rohr und dem Ausblaseschieber ist jedoch ein Dreiweghahn eingeschaltet, welcher es ermöglicht,
die Kartoffeln entweder durch den Zerkleinerungs-Apparat oder durch ein besonderes
Rohr ohne Berührung des Apparates dem Maischbottich zuzuführen, da es bei gesunden Kartoffeln
nicht unbedingt nothwendig ist, eine besondere Zerkleinerung vorzunehmen. Aufserdem hat
diese Einrichtung den Vortheil, den Apparat während des Betriebes bei irgend einem vorkommenden
Hindernifs so lange auszuschalten, bis letzteres beseitigt ist.
Mit dem Wegfall des in der Patentschrift No. 1047 erwähnten Deckels «, und seines
Scharnierbolzenrohres b war auch eine Vereinfachung des Zuführungskanales b, sowie eine
Tieferlegung des Ein- wie auch Ausströmungskanales verknüpft, da sich aufserdem herausgestellt
hat, dafs ein Steigen des zerkleinerten Maischgutes hinter der Trommel ganz unnöthig
ist und der Apparat noch leichter arbeitet, wenn die Kanäle b und k in der unteren Tangente
der Trommel liegen.
Dem Kanal b gegenüber befindet sich der Ausgangskanal k für das gemahlene Maischgut,
welcher in einem Schieber / mündet. Mit diesem Schieber vermag man:
1. bei tiefster Stellung den Ausgangskanal k abzuschliefsen, so dafs das Mahlgut
(Malzmilch) das Gehäuse nicht verlassen kann, his es fein genug ist, oder aber auch das Reinigungswasser,
bis der Apparat gereinigt ist;
2. bei mittlerer Stellung den Ausgangskanal k mit dem Rohr I1 zu verbinden, wenn
Kartoffeln, Körner etc. durch den Apparat in den Maischbottich geblasen werden sollen;
3. bei höchster Stellung den Ausgangskanal mit dem Ablauf m zu verbinden, wenn
die Malzmilch aus dem Apparat ablaufen soll.
Der in der Patentschrift No. 1047 mit / bezeichnete
Dreiweghahn ist jetzt durch einen einfachen Schieber / mit Hebelbewegung ersetzt,
welcher dieselben Functionen wie der Hahn verrichtet, nicht aber dessen schwierigere Aus-
führung und gröfsere Gefahr zum Undichtwerden und Festsetzen theilt.
Ueber dem Eingangskanal b ist ein festes Reibekissen dx eingeschoben und oberhalb desselben
mündet der Malzkanal s, durch welchen bei der Malzmilchbereitung das in dem über
Kanal ί angebrachten Trichter / mit Wasser angefeuchtete Malz in das Gehäuse eingelassen
wird. Die Scheidewand Z1 im Trichter dient
dazu, das Wasser durch einen feinen Schlitz am Boden auf der ganzen Bodenfläche zu vertheilen
und die in t befindlichen Malzkörner gleichmäfsig anzufeuchten.
Die beiden Kanäle b und j werden durch einen verticalen Metallschieber η derartig überdeckt,
dafs immer nur einer von beiden Kanälen geöffnet sein kann. Die Bewegung dieses Schiebers geschieht durch einen Winkelhebel o.
Der obere Kanal r in der früheren Construction ist hier weggelassen, weil die Zerkleinerung
des Malzes erfahrungsmäfsig durch das beim neuen Apparat oben eingeschobene feste Reibekissen
di und das untere verstellbare Kissen d gleichzeitig vor sich geht und mit einem Durchgang
des Malzes genügend ist, so dafs die früher angewendete Circulation der Malzmilch
behufs seiner Zerkleinerung ganz unnöthig geworden ist, der Apparat also durch die hierzu
nöthige Einrichtung nicht vertheuert zu werden braucht. Aus demselben Grunde ist auch die
excentrische Lage der Trommel im Gehäuse in Wegfall gekommen.
Beim Zerkleinern der Kartoffeln, Getreide und Maiskörner etc. wird der Schieber η mittelst
Hebels ο heruntergedrückt, so dafs Kanal b offen und s geschlossen ist; das Reibekissen d
mittelst der Excenterwelle e heruntergelassen, so dafs zwischen den Schnittflächen des Kissens
und der Trommel ein Zwischenraum von circa 5 mm entsteht und der Schieber / in die mittlere
Stellung gerückt, so dafs das Gehäuse direct mit dem Ausblaserohr I1 verbunden ist. Nunmehr
setzt man die Trommel in Bewegung, welche beiläufig 600 Touren pro Minute macht und das Aublasen aus dem Henze'schen Apparat
kann beginnen.
Charakteristisch bei diesem Zerkleinerungsapparat ist der Umstand, dafs das Maischgut
durch den Dampfdruck im Henze'schen Apparat gezwungen ist, die Messer zu passiren, entgegen
den Apparaten anderer Fabrikanten, bei welchen gröfsere Kartoffelstücke etc. im Maischbottich
sein können, ohne den betreffenden Apparat jemals zu passiren. Die Wirksamkeit ist gerade
deshalb eine gröfsere und bessere, als bei allen bisher construirten Maischmühlen, weil vermöge
der Stellung zwischen dem Henze'schen Apparat und Maischbottich nichts in den letzteren
gelangen kann, ohne erst durch den Apparat zerkleinert zu sein.
Bei Bereitung der Malzmilch drückt man durch Hebel 0 den Schieber η hinauf, so dafs
b geschlossen ist und ί offen, stellt das Reibekissen
d ganz dicht gegen die Trommel, so dafs die an beiden Enden der Trommel angebrachten
Sicherheitsringe das Kissen fast berühren und zieht den Schieber I in seine höchste Stellung,
so dafs die aus dem Kanal k kommende Malzmilch durch den Ablauf 1/1 einem untergestellten
Gefäfs zufliefsen kann, um von hier aus nach Bedarf in den Maischbottich gethan zu werden.
Ist der Maischbottich auch zugleich Kühlbottich, so kann man durch mittlere Stellung des Schiebers
/ die Malzmilch auch sofort in den Maischbottich fliefsen lassen, wodurch das untere Gefäfs
und das Umfüllen in den Bottich vermieden ist.
Das mit Wasser angefeuchtete Malz wird durch den Kanal ί der Walze zugeführt, durch das
Reibekissen J1 von der Trommel durchgerissen
und vorgebrochen, um dann beim Durchgang über dem unteren stellbaren Reibekissen d vollkommen
zerkleinert als Malzmilch dem Ausgangskanal k und m zuzufliefsen.
Claims (2)
1. Die Anordnung der Kanäle b, s und k in
Verbindung mit den Schiebern η und /, sowie
die Anwendung der Reibekissen d und dy behufs Malzmilchbereitung bei einmaligem
Durchgang.
2. Die universelle Anwendbarkeit des Apparates zur Zerkleinerung von Kartoffeln, Getreide,
Mais und Malz, resultirend aus der Anordnung der Zu- und Abführungskanäle und der bequemen Stellbarkeit des unteren
Reibekissens d.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2184C true DE2184C (de) |
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ID=281552
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DENDAT2184D Active DE2184C (de) | Abänderungen an CHRISTOPH's Zerkleinerungsapparat für Malz, gedämpfte Kartoffeln, Getreide- und Mais-Körner (Zusatz zu Patent Nr. 1047) |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE2184C (de) |
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