DE2166757A1 - Vorrichtung zum verankern einer schnell verlegbaren bruecke am ufer - Google Patents
Vorrichtung zum verankern einer schnell verlegbaren bruecke am uferInfo
- Publication number
- DE2166757A1 DE2166757A1 DE19712166757 DE2166757A DE2166757A1 DE 2166757 A1 DE2166757 A1 DE 2166757A1 DE 19712166757 DE19712166757 DE 19712166757 DE 2166757 A DE2166757 A DE 2166757A DE 2166757 A1 DE2166757 A1 DE 2166757A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- bridge
- support
- laying
- bank
- supports
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
- 238000004873 anchoring Methods 0.000 title claims description 8
- 238000000034 method Methods 0.000 description 16
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 description 4
- 238000009434 installation Methods 0.000 description 4
- 230000008878 coupling Effects 0.000 description 3
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 description 3
- 238000005096 rolling process Methods 0.000 description 3
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- 230000009194 climbing Effects 0.000 description 2
- QSHDDOUJBYECFT-UHFFFAOYSA-N mercury Chemical compound [Hg] QSHDDOUJBYECFT-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 229910052753 mercury Inorganic materials 0.000 description 2
- 238000012544 monitoring process Methods 0.000 description 2
- 239000013589 supplement Substances 0.000 description 2
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 2
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 1
- 239000003795 chemical substances by application Substances 0.000 description 1
- 238000000151 deposition Methods 0.000 description 1
- 238000005137 deposition process Methods 0.000 description 1
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 1
- 238000004904 shortening Methods 0.000 description 1
- 239000002689 soil Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E01—CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
- E01D—CONSTRUCTION OF BRIDGES, ELEVATED ROADWAYS OR VIADUCTS; ASSEMBLY OF BRIDGES
- E01D15/00—Movable or portable bridges; Floating bridges
- E01D15/12—Portable or sectional bridges
- E01D15/127—Portable or sectional bridges combined with ground-supported vehicles for the transport, handling or placing of such bridges or of sections thereof
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E01—CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
- E01D—CONSTRUCTION OF BRIDGES, ELEVATED ROADWAYS OR VIADUCTS; ASSEMBLY OF BRIDGES
- E01D19/00—Structural or constructional details of bridges
- E01D19/005—Piers, trestles, bearings, expansion joints or parapets specially adapted for portable or sectional bridges
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Architecture (AREA)
- Civil Engineering (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
- Bridges Or Land Bridges (AREA)
- Road Paving Structures (AREA)
- Current-Collector Devices For Electrically Propelled Vehicles (AREA)
Description
KIöckner-HumboIdt-DeutzAG ΛλΙ%ΓΙ^# 5 Köln 80, den 24. Juli 1975
Aktz.: P 21 66 757.2 Unser Zeichen: D 75/40 APTN Dah/B
Vorrichtung zum Verankern einer schnell verlegbaren Brücke am Ufer
Ausscheidung aus Patentanmeldung P 21 56 249.2-25
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Verankern einer
schnell verlegbaren Brücke am Ufer eines zu überquerenden Hindernisses.
Bei einer bekannten Vorrichtung der genannten Art (FR-PS 424 843)
sind an den uferseitigen Enden der Brückenteile Sicherungselemente
zum Verankern der Brücke am Ufer angebracht. Diese Sicherungselemente
sind jedoch integrierter Bestandteil der Brückenteile. Dies hat den Nachteil, daß bei unebenem Ufer oder bei schräg zum Hindernis
hin abfallendem Ufer die an den Brückenteilen fest angebrachten Sicherungselemente aufgrund der sich ergebenden WinkelStellungen
zwischen Brückenbalken und Ufer keine ausreichende Verankerung der Brücke am Ufer ermöglich. Im übrigen können die bekannten
Sicherungselemente nicht an die gegebenen Bodenverhältnisse des Ufers angepaßt werden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die bekannten Vorrichtungen zum Verankern einer schnell verlegbaren Brücke am
Ufer so zu verbessern, daß deren Nachteile beseitigt werden.
509847/000.3
216S757
Klöckner-Humboldt-DeutzAG /1λΙ%Γ1Ο - 2 - 24.7.75
P 21 66 757.2 D 75/40
Die Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß am uferseitigen
Ende der Brücke eine oder mehrere Ankerplatten lösbar angelenkt sind, an denen Sicherungsnägel befestigt sind, die zusammen
mit den Ankerplatten in den Uferboden eindrückbar sind.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat den Vorteil, daß die Ankerplatten unabhängig von der Kontur des Ufers und der Stellung der
Brückenbalken in den Uferboden eindrückbar und eine sichere Verankerung der gesamten Brücke dabei gewährleistet ist. Ein weiterer
Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung liegt darin, daß soweit
zur Verankerung der Brücke als auch zur Verankerung des Verlegefahrzeugs während des Verlegevorganges dieselben Ankerplatten verwendet
werden können.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind die Sicherungsnägel zur Anpassung an die Art des Uferbodens leicht austauschbar mit.
den Ankerplatten verbunden.
Bei einem Verlegefahrzeug mit an dessen Vorderseite schwenkbar angebrachtem
Stützschild ist es vorteilhaft, wenn die Ankerplatten am Stützschild des Verlegefahrzeugs lösbar angebracht sind. In
diesem Falle werden die Ankerplatten zweckmäßig vom Verlegefahrzeug aus über das Stützschild in den Uferboden eingedrückt.
5 0 9 8 4 7/0003
2168757
D 71/129 Fig. 1 in halber Vorderansicht die erfindungsgemäße Brückenstütze
außen neben den Fahrbahnen der Brücke mit Querhaupt, Fig. 2 die Brückenstütze gemäß Fig. 1 in Seitenansicht,
Fig. 3 in Seitenansicht die auf Grund aufgesetzte Stütze und strich-punktiert den Losreiß-Vorgang der Fußplatte vom
Grund,
Fig. 4 schematisch in Seitenansicht das Stützschild des Verlegepanzers
mit daran befestigter Ankerplatte, Fig. 5 schematisch in Seitenansicht die in das verlegeseitige
Ufer eingedrückte Ankerplatte, Fig. 6schematisch in Seitenansicht die Befestigung des uferseitigen
Brückenendes auf der Ankerplatte,
Fig. 7 das verankerte Brückenende gemäß Fig. 6 in der Draufsicht, Fig. 8 bis 13 den Verlegevorgang einer Brücke mit am vorderen
Ende außen neben den Fahrbahnen angeordneten Brückenstützen,
Fig. 14 bis 17 den Anschluß einer Brückenhälfte an eine verlegte
Fig. 14 bis 17 den Anschluß einer Brückenhälfte an eine verlegte
Brücke auf Stützen,
Fig. 18 teilweise in Vorderansicht das vordere Brückenende mit
Fig. 18 teilweise in Vorderansicht das vordere Brückenende mit
unter den Fahrbahnen angeordneten Brückenstützen, Fig. 19 die Brückenstutzen gemäß Fig. 18 in Seitenansicht,
Fig. 20 bis 25 den Verlegevorgang einer Brücke mit Stütze von
einem Fahrzeug mit ausschiebbarer Verlegevorrichtung.
Gemäß den Fig. 1 und 2 ist am vorderen Ende 1 einer aus zwei BrUkkenabschnitten gebildeten Brücke eine Stützeinheit angebracht· Die
Stutzeinheit besteht im wesentlichen aus zwei Stutzen 2 und einem
BAD ORIGINAL
509847/0003
D 71/129 '
Querhaupt 3. Das Querhaupt 3 dient als Auflagebalken für das vordere
Ende 1 der Brücke und hat an seinen außerhalb der Fahrbahn liegenden Enden zwei senkrecht gerichtete Führungsrohre 4, in
denen die Stützen 2 geführt werden. Zur Auflage des aus zwei Brükkenbalken 5 bestehenden vorderen Endes 1 hat das Querhaupt 3 eine
nach oben gewölbte ballige Auflagefläche 6. Die aus Stützen und Querhaupt gebildete Stützeinheit ist schwenkbar an dem vorderen
Ende 1 der Brücke befestigt. Für die Verriegelung der Stützeinheit mit dem vorderen Ende 1 sind an den seitlichen Stegen der
Brückehbalken Bolzen 7 vorgesehen, die in Laschen 8 des Querhauptes
3 eingreifen. Diese VerbindungszJ.ieder haben soviel Spiel zueinander,
daß selbst bei Verschränkungen der Brückenbalken 4 zueinander nach dem Ablegevorgang des Brückenteiles das vordere Ende 1
der Brücke in voller Breite auf dem Querhaupt 3 aufliegt. Da die Brücke 3e nach den Erfordernissen mit oder ohne Stütze verlegt
werden soll, kann die gesamte Stützeinheit durch Lösen der Laschen
8 vom vorderen Ende 1 abgenommen werden. Besondere unter der Brückenfahrbahn am Querhaupt 3 und an den Brückenbalken angell lenkte Schwenkzylinder 9 halten im wesentlichen während dee Verlegevorganges
die Brückenstützen lotrecht und versteifen während
sowie nach dem Ablegevorgang das vordere Ende 1 mit der Stützeinheitc Dabei ist die Verbindungsetelle zwischen Schwenkzylinder 9
und Brückenbalken 5 lösbar auegebildet, um durch Umsetzen am unteren Bolzen das Abnehmen der Stutzeinheit in Vorhalte zu ermöglichen und den Schwenkzylinder 9 vom Brückenbalken 5 wegnehmen zu
können. Am unteren Ende der Stutzen 2 sind gelenkig mittels Kreuzgelenken 10 Fußplatten 11 befestigt. Die Stutzen 2 werden mit den
BAD ORIGINAL 5 0 9 8 U 7 / 0.0 0 3
?? 10 71
D 71/129
Fußplatten 11 auf Grund aufgesetzt. Ihre Größe ist so bemessen,
daß bei Belastung der Brücke die auf seichtem Untergrund aufgesetzten Fußplatten 11 nicht oder nur um ein geringes Maß einsinken
können.
An den Stützrohren 4 ist eine Vorrichtung angebracht, durch die das vordere Brückenende 1 gegenüber den auf Grund aufgesetzten
Stützen 2 angehoben, abgesenkt und verriegelt werden kann. Zu diesem Zweck besteht die Vorrichtung aus einem axial unterhalb des
Führungsrohres 4 die Stützen umgebenden Stützring 12, zwei den Stützring 12 mit dem Führungsrohr 4 verbindenden Hubzylindern 13
und den paarweise außen am Führungsrohr 4 und Stützring 12 angebrachten,
hydraulisch betätigten Riegelbolzen 14 bzw. 15. Für die Verriegelung der Stützeinheit mit dem vorderen Ende 1 greifen
die Riegelbolzen 14, 15 in Ausnehnrangen 16 einer sich über die
ganze Länge der Stütze 2 erstreckenden Lochleiste 17 ein.
Während des Verlegevorganges des Brückenteiles sind die Stützen ganz eingezogen und werden in dieser Stellung durch die Riegelbolzen
15, 14 festgehalten. In diesem Zustand befinden sich die Fußplatten in kürzestem Abstand unterhalb des Querhauptes 3. Nach
dem Vorschieben des Brückenteiles werden die Stützen 2 abgesenkt und mit ihren Fußplatten 11 auf Grund aufgesetzt. Zu diesem Zweck
werden die Riegelbolzen 14, 15 aus den Ausnehmungen 16 der Lochleiste
17 herausgezogen. Die Stützen 2 gleiten nun durch ihr Eigengewicht
solange frei nach unten, bis ihre Fußplätten 11 Berührung mit dem Untergrund des Hindernisses haben. Damit die Stützen 2
509847/0003 BAD ORIGINAL
KHD
KLÖCKNER-HUMBOLDT-DEUTZ AG · KÖLN — \6 — 22.10.71
D 71/129
nicht unkontrolliert nach unten fallen und ihre Fußplatten 11
nicht zu hart auf den Untergrund aufschlagen, werden die Absenkbewegungen der Stützen 2 vom Verlegefahrzeug aus gesteuert. Hierfür
ist an Jeder Fußplatte 11 ein Seil 18 befestigt, das zu einer im Querhaupt angeordneten Aufwickelrolle 19 geführt ist. Durch ein
teilweise um den Umfang der Aufwickelrolle 19 geschlungenes Bremsband 20, das mit einem Ende am Querhaupt 3 und mit dem anderen
Ende an einem Hebel 21 angelenkt ist, der an seinem freien Ende mit einem hydraulischen Bremszylinder 22 verbunden ist, wird die
Abwickelgeschwindigkeit des Seiles und damit die Absenkbewegung der Stützen 2 kontrolliert gesteuert. In Aufwickelrichtung des
Seiles liegt das Bremsband lose am Umfang der Aufwickelrolle 1y
an. Es ist nun möglich, wie später näher beschrieben werden soll, für den Rückbau durch Festhalten der Seile 18 und hydraulisches
Hochfahren des Querhauptes 3 gegenüber den Stützen 2 die im seichten Untergrund festgesaugten Fußplatte 11 loszureißen.
Alle im Bereich der Stützeinheit angeordneten hydraulischen KoI-™
ben-Zylindereinheiten sind über in den Fig. nicht dargestellte Leituiigen
mit einer hydraulischen Versorgungseinheit 23 im Querhaupt 3 verbunden. Die hydraulische Versorgungseinheit 23 ist
im Mittelteil des Querhauptes 3 zwischen den Brückenbalken 5 untergebracht und besteht im wesentlichen aus einer hydraulischen
Pumpe mit angeflanschtem Elektronetor und mehreren für die Ausführung
der Arbeitsfunktionen der einzelnen hydraulischen Kolben-Zylindereinheiten notwendigen elektromagnetischen Steuerventile 24.
Über ein in den Fig. nicht ersichtliches Kabel sind die Versor-
508847/0003
KHD
P 71/129
gungseinheit 23 und die Steuerventile 24 mit einem Kommandogerät
im Verlegefahrzeug verbunden, von dem aus sämtliche Funktionen der Versorgungseinheit 23 gesteuert werden. Zusätzlich hierzu ist
im Querhaupt 3 eine automatisch arbeitende Nivelliereinrichtung, z.B. ein Quecksilberschalter, vorgesehen, die selbsttätig auf
die Schwenkzylinder 9 einwirkt und während des Verlegevorganges unabhängig von der Neigung des Brückenteiles die Stützen immer
lotrecht hält.
Im Rahmen der Erfindung ist es möglich, diese automatisch arbeitende
Nivelliereinrichturig, die auf■Neigungen der Stütze in Verlegerichtung
reagiert, nach dem Verlegen der Brücke, beispielsweise durch Drehen des Quecksilberschalters um 90 °, als automatische
Nivelliereinrichtung zum Ausrichten der Brücke quer zur
Fahrtrichtung zu verwenden.-
Das waagerechte Ausrichten des verlegten Brückenteiles erfolgt
Je nach Neigung durch Auf- oder Abwärtsbewegung des Querhauptes
an den Stutzern mittels der am Querhaupt vorgesehenen Vorrichtungen "
in der Art eines Klettervorganges. Zum Anheben des vorderen En
des 1 sind die Riegelvolzen 15 in einer der Ausnehmungen 16 eingerastet. Die Riegelbolzen 14 sind außer Eingriff mit der Stütze
Gleichzeitig wird auch der Zylinder 9 zwischen Querhaupt und Unterseite Brückenbau» 5 entriegelt» so daß sich seine Kolbenstange
frei im Zylinder bewegen kann. Der Stützring 12 bildet in diesem Zustand ein Widerlager, auf dem das Gewicht des Brückenteiles
lastet. Durch Betätigen der Stutzzylinder 13 vom Verlegefahrzeug
S 09847/.0 003 BAD
KHD
D 71/129
aus im Sinne einer Ausfahrbewegung der Kolbenstange aus dem Zylinder
wird das Querhaupt 3 und damit das vordere Ende 1 nach oben verschoben, bis das Brückenteil in waagerechter Richtung ausgerichtet
ist. Nach Anheben des vorderen Endes 1 werden die Riegelbolzen 14 in eine der Ausnehmungen 16 der Stütze 2 eingeführt. Die
Stützeinheit bildet dann mit dem vorderen Ende 1 einen Brückenkopf,
von dem aus weitere Brückenteile bis zum jenseitigen Ufer verlegt werden können. Das Maß, um das die Brücke zum Ausrichten
angehoben werden kann, ist durch die Ausfahrlänge der Kolbenstangen beider Stützzylinder 13 begrenzt. Reicht zum Ausrichten der
Brücke ein einmaliges Arbeitsspiel der Stützzylinder 13 nicht aus, so werden bei gesperrten Riegelbolzen 14 die Riegelbolzen 15
gelöst und durch Einfahren der Kolbenstangen beider Stützzylinder 13 der Stützring 12 nach oben verschoben, bis er an der Unterkante des Führungsrohres 4 anliegt. Der Stützring wird mit der
Stütze 2 verriegelt und nach Lösen der Verriegelung des Stützrohres
wird durch Ausfahren der Hubzylinder 13 das Brückenteil weiter angehoben. Dieses stufenweise Anheben des Brückenteiles und
das Nachsetzen des Stützringes 12 nach durchfahrenem Arbeitshub wird solange wiederholt, bis das Brückenteil in Fahrtrichtung ge-Sehen
waagerecht ausgerichtet ist. Das Absenken des vorderen Endes 1 erfolgt sinngemäß umgekehrt wie das Anheben. Die vier verschiedenen
Bewegungeabläufe der Klettereinrichtung (Heben, Nachsetzen
beim Heben, Senken und Nachsetzen beim Senken) sind durch hydraulische Folgeschaltung der Hub- und Riegelzylinder vorgegeben und können durch vier verschiedene elektrische Impulse angewählt
werden.
5 0 9 8 k 7/0003 BAD ORIGiNAL
KHD
D 71/129
Die Überwachung der Stützeinheit während des V^legevorganges erfolgt
vom Verlegefahrzeug aus über das vorhandene Kabel. Ist der Verlegevorgang für die gesamte Brücke abgeschlossen, so wird
die überwachung der Stützeinheit durch Umstecken des Kabels vom Verlegefahrzeug an ein am verlegeseitigen Ufer abgestelltes stationäres
Versorgungsaggregat übertragen. Alle zum Ausrichten der Brücke notwendigen Funktionen werden von dem stationären Versorgungsaggregat
automatisch durchgeführt.
Da die Brückenstütze keine Kräfte in Brückenlängsrichtung aufnehmen
kann, ist es notwendig, das verlegte Brückenteil am Ufer zu verankern. Die Festlegung des uferseitigen Brückenendes erfolgt
durch zwei Ankerplatten 25» die am Stützschild 26 des nicht gezeigten
Verlegefahrzeuges befestigt sind (Fig. 4). An den Unterseiten
der Ankerplatten 25 sind auswechselbare Sicherungsnägel angebracht, die je nach der Beschaffenheit des Uferbodens durch
andere Sicherungsnägel ersetzt werden können. Die Uferplatten werden mit den Sicherungsnägeln 27 vom Verlegefahrzeug nach Anfahren
der Ablagestelle in den Uferboden gedrückt (Fig. 5). Die eingedrückten Ankerplatten markieren einmal die genaue Ablagestelle
des ufenseitigen Brückenendes und sichern zum andern das Verlegefahrzeug gegen Bewegungen aus Seitenkräften, die an den
Brückenstutzen durch Wasseranströmung entstehen. Nach Vorschieben
des Brückenteiles und Aufsetzen der Stutzen auf Grund wird vom
Verlegeapparat das uferseitige Brückenende in besondere Halterungen
an der Oberseite der Ankerplatten 25 abgelegt und verbolzt (Abb. 6). Die Verbindung zwischen Ankerplatte 25 und Stützschild
BAD ORIGINAL 5098Λ7/0003
KHD
D 71/129
wird gelöst, und das Verlegefahrzeug kann weitere Brückenteile
zum Anschluß an die bereits verlegte Brücke aufnehmen.
Die auf den Grund des Hindernisses aufgesetzten Fußplatten 11 saugen sich im seichten und morastigen Boden durch das Eigengewicht
der Brücke und die darüber rollenden Lasten fest. Da beim Rückbau der Brücke die Brückenstützen mit abgebaut werden, müssen
die Fußplatten 11 aus dem Boden gezcg>en werden. Das Losreißen der Fußplatten 11 vom Boden des Hindernisses erfolgt 'über das
Seil 18. Beim Losreißen der Fußplatten 11 vom Boden des Hindernisses werden die Seile festgehalten und das Querhaupt 3 gegenüber
den Stützen 2 hydraulisch angehoben. Vor dem Rückbau des zuerst verlegten Brückenteiles von der andern Uferseite müssen die Schwenkzylinder
9 mit dem zweiten Brückenende auf derselben Stützeinheit
verbunden werden, da sie beim Aufnehmen des Brückenendes 1 das zweite Brückenteil am Ufer gegenhalten und gleichzeitig die
Stützen senkrecht halten.
~ Die einzelnen Phasen der Verlegung einer Brücke auf Stützen sind
in den Fig. 8 bis 13 dargestellt.
Auf dem Verlegefahrzeug sind die beiden Brückenabschnitte des
zu verlegenden Brückenteiles übereinander gelagert. An das vordere Ende 1 des unteren Brückenabschnittes ist die Stützeinheit
mit den Stützen 2 und dem Querhaupt 3 gelenkig angebracht« Mit den Brückenabschnitten und der Stützeinheit J&hrt das Verlegefahrzeug
bis zur Verlegestelle vor (Fig. 8). Die Versorgungs einheit
5 098 47/0 003
KHO
H D 71/129
im Querhaupt 3 ist über das Kabel 30 mit dem Kommandogerät im
Verlegefahrzeug verbunden. Nach dem Ausrichten des Verlegefahrzeuges drückt das Stützschild 26 die Ankerplatten 25 in den Uferboden
ein. Gleichzeitig werden die übereinander gelagerten Brückenabschnitte
durch entgegengesetztes Verschieben auf dem Verlegefahrzeug gekuppelt (Fig. 9 und Fig. 10). Nach dem Kuppelvorgang
der Brückenteile wird die Brücke auf dem Verlegeapparat in die Verlegestellting (Fig. 11) vorgeschoben. In der Verlegestellung
wird das vordere Ende 1 des Brückenteiles bis zur ungefähren Uferhöhe
nach unten geneigt und die Stützen 2 vom Fahrzeug elektrisch gesteuert über den Seilzug 18 durch Eigengewicht abgelassen und
mit ihren Fußplatten 11 auf Grund aufgesetzt. Durch Ansteuern der
Riegelbolzen 14, 15 und der Stützzylinder 13 wird nun das Querhaupt 3 mit den Stützen 2 verriegelt. Während des ganzen Verlegevorganges
sind die hydraulischen Schwenkzylinder 9 dauernd mit der automatisch arbeitenden Nivelliereinrichtung verbunden und
halten somit die Stützen 2 unabhängig vom Neigungswinkel der Brükke
in einer lotrechten Stellung und verhindern weiter, daß die Stützen beim Eintauchen in das Gewässer durch eine schräg anlaufende
Strömung weggetrieben werden können. Nach Verriegelung des Querhauptes 3 mit den Stützen 2 wird die Verbindung zwischen
Stützschild 26 und Ankerplatte 25 gelöst. Das Verlegefahrzeug
fährt vom Ufer zurück und legt dabei das uferseitige Brückenende
in die Halterungen 29 der Ankerplatten 25 ab. Das uferseitige BrUkkenendewird
mit den Ankerplatten 25 verbolzt und danach das Brückenteil durch Ansteuern der Hydraulikzylinder 13 in der Höhe
ausgerichtet·
50 98 477,0003
KHD njf po if) <-ia
KLÖCKNER-HUMBOLDT-DEUTZ AG · KÖLN ~ ^^ 4^ · 1^'' '
41 D 71/129
Da während des uferseitigen Ablegevorganges das Brückenteil nicht
mehr mit dem Brückenvorschub des Verlegeapparates verbunden ist, kann sich nun das Brückenteil in Richtung auf die Stützen 2 bewegen.
Die Schwenkzylinder 9verhindern nun,'daß die Brückenstütze 2 in Längsrichtung der Brücke wegknicken können und halten
selbst während des Ablegevorganges die Stützen 2 immer in einer lotrechten Stellung. .
fe Nach Verriegelung des uferseitigen Brückenendes mit den Ankerplatten 25 nimmt das Verlegefahrzeug eine weitere Brückeneinheit
auf und rollt über das bereits verlegte Brückenteil bis zu der Stützeinheit vor. Sinken die Stützen 2 infolge der Belastung
in den Grund ein, so wird das Brückenteil vom Verlegefahrzeug aus sofort nachgerichtet. Bei Erreichen der Stützeinheit werden
die übereinanderliegenden Brückenabschnitte zum zweiten Brückenteil
gekuppelt und auf dem Verlegeapparat in Verlegestellung vorgeschoben.
Das zweite Brückenteil wird auf dem Jenseitigen Ufer abgelegt und das verlegeseitige Ende des zweiten Brückenteiles in
gleicher Weise wie das vordere Ende 1 des ersten Brückenteiles mit dem Querhaupt 3 verriegelt. Nach Abschluß des Verlegevorgangee
der Brücke kehrt das Fahrzeug zum verlegeseitigen Ufer zurück. Das Kabel 30 wird vom Verlegefahrzeug entfernt und an ein am Ufer
stehendes Versorgungs»ggr*gat übergeben. Die überwachung der Stützeinheit
erfolgt nun von diesem stationären Versorgungsaggregat aus.
BAD ORIGINAL
50 9 8 47/0003
KHD
TJ D 71/129
In den Fig. 14 bis 17 ist der Verlegevorgang nur einer Brückenhälfte
31 im Anschluß an ein bereits vedegtes Brückenteil mit
Stütze dargestellt. Um vom anderen Ufer ohne besondere Rampe auf die Brücke fahren zu können, wird die Brückenhälfte 31 mit ihrem niedrigen freien Ende auf das andere Ufer abgelegt. Dadurch wird jedoch für den Anschluß der Brückenhälfte 31 an das vorgeschobene Ende 1 der bereits verlegten Brücke ein Zwischenstück 32 notwendig. Das Zwischenstück 32 ist an der Kupplungsseite der Brückenhälfte 31 durch geeignete und in der Zeichnung nicht dargestellte Mittel befestigt. Für die Auflage auf dem Querhaupt 3 der Stützeinheit hat das Zwischenstück 32 im Bereich seiner Fahrbahn einen Vorsprung 33. Der Vorsprung 33 ist für eine Verriegelung mit der Auflagerfläche 6 des Querhauptes 3 ausgebildet.
Stütze dargestellt. Um vom anderen Ufer ohne besondere Rampe auf die Brücke fahren zu können, wird die Brückenhälfte 31 mit ihrem niedrigen freien Ende auf das andere Ufer abgelegt. Dadurch wird jedoch für den Anschluß der Brückenhälfte 31 an das vorgeschobene Ende 1 der bereits verlegten Brücke ein Zwischenstück 32 notwendig. Das Zwischenstück 32 ist an der Kupplungsseite der Brückenhälfte 31 durch geeignete und in der Zeichnung nicht dargestellte Mittel befestigt. Für die Auflage auf dem Querhaupt 3 der Stützeinheit hat das Zwischenstück 32 im Bereich seiner Fahrbahn einen Vorsprung 33. Der Vorsprung 33 ist für eine Verriegelung mit der Auflagerfläche 6 des Querhauptes 3 ausgebildet.
Nach Verlegung des ersten Brückenteiles nimmt das Verlegefahrzeug die am Ufer bereit gehaltene Brückenhälfte 31 von der Kupplungsseite auf, rollt mit der Brückenhälfte 31 bis zur Stützeinheit vor
und senkt das freie Ende der Kupplungshälfte 31 auf das jenseitige Uf er ab. Anschließend wird die Brückenhälfte 31 mit einer
ausgeklappten Verlängerung an der Unterseite des Zwischenstückes auf der zuerst verlegten Brücke abgelegt. Der Verlegeapparat fährt aus der Verlängerung heraus. An einem Haken läßt dann der Verlegeapparat nach Einklappen der Verlängerung die Brückenhälfte ab,
bis das Zwischenstück 32 ebenso wie das Brückenende der zuerst
verlegten Brücke mit dem Querhaupt 3 verriegelt werden kann. Der Verlegeapparat wird vom Haken des Zwischenstückes gelöst und das Verlegefahrzeug rollt über die Brücke zum Ufer zurück. Die Über-
ausgeklappten Verlängerung an der Unterseite des Zwischenstückes auf der zuerst verlegten Brücke abgelegt. Der Verlegeapparat fährt aus der Verlängerung heraus. An einem Haken läßt dann der Verlegeapparat nach Einklappen der Verlängerung die Brückenhälfte ab,
bis das Zwischenstück 32 ebenso wie das Brückenende der zuerst
verlegten Brücke mit dem Querhaupt 3 verriegelt werden kann. Der Verlegeapparat wird vom Haken des Zwischenstückes gelöst und das Verlegefahrzeug rollt über die Brücke zum Ufer zurück. Die Über-
BAD ORIGINAL
50 9847/0003
KHD
22 1071 D 71/1PQ
wachung der Stützeinheit erfolgt wie bereits beschrieben über das Kabel 30 von einer am Ufer abgestellten stationären Versorgungseinheit aus.
Die beshriebene Stützeinheit eignet sich nur für solche Brücken, die im freien Vorbau verlegt werden, dh. die zur Brücke gekuppelten Brückenabschnitte werden in die Verlegestellung (siehe Fig. 11)
vom Verlegefahrzeug aus als frei hängender Brückenbalken vorgefc
tragen. Die Länge der im freien Vorbau verlegten Brücke ist begrenzt durch das maximal verlegbare Brückengewicht und das
daraus resultierende maximale Kippmoment, das vom Verlegefahrzeug noch aufgenommen v/erden kann. Bei heutigen Brücken ist dieses
maximale Verlegegewicht bei einer Brückenlänge von 22 m voll ausgeschöpft. Um ein System "Brücke auf Stützen" als Ergänzung
der vorhandenen Brücke verwirklichen zu können, mußte das für die Stützen erforderliche Gewicht an der Brücke eingespart werden.
Es war daher notwendig, die Länge der bisherigen Brücke von 22 m beispielsweise auf ca. 18 in zu reduzieren. Die Verkürzung der
Gesamtlänge erfolgte im Rahmen der Erfindung durch Neubau einer Brückenhälfte von 7 m Länge als Ergänzung zu der aus der bekannten
Brücke vorhandenen Brückenhälfte mit 11 m Länge. Die vorhandenen Brückenhälften der bisherigen Brücke bleiben konstruktiv Jedoch
unverändert bis auf die Anbringung einer Aufnahme für die Stützen
an der Brückenspitze.
Bei diesem Verlegesystem ist es möglich, außer der Verlegung einer gekoppelten vollen Brückenlänge auch eine Brückenhälfte
BAD ORIGINAL 509847/000 3
KHD ■
45 D 71/129
einzeln zu verlegen. Damit ergibt sich mit den BrUckenhälften
von 11 und 7 m Länge eine sehr variable Abstufbarkeit. An die
größtmögliche verlegbar^Länge mit Stützen (18 m) kann z.B. eine
Brücke von zweimal 11m als Uferanschluß oder weiterhin nur eine
Brückenhälfte von 11 oder 7 m angebaut werden.
Im Rahmen der Erfindung ist es jedoch denkbar, anstelle der unsymmetrischen
Brückenhälften von 7 und 11" m jeweils zwei gleich lange Brückenhälften zu verwenden. Zu diesem Zweck wird die vom
maximalen Brückengewicht her vorbestimmte Brückenllnge von je 9 ι unterteilt. Diese symmetrischen Brückenhälften entsprechen
im Aufbau den unsymmetrischen Brückenhälften und werden in der gleichen Weise wie die unsymmetrischen Brückenhälfte vom Verlegefahrzeug
aus verlegt.
Die Verlegung einer Brücke mit Stützen im freien Vorbau stellt nur eine der Möglichkelten dar, größere Hindernisse zu überwinden.
Gemäß einer weiteren Möglichkeit wird die Brücke mit Stützen über eine teleskopartig ausechiebbare Verlegevorrichtung in die Verlegestellung
vorgeschoben. Die Verlegevorrichtung ist schwenkbar mit dem Verlegefahrzeug verbunden und kann für sich gesondert
mit dem vorderen Ende auf dem Grund des Hindernisses abgestützt werden. Die abgestützte Verlegevorrichtung bildet für die darüber
in Verlegestellung vorrollende Brücke «inen besonderen Stützbalken.
Da somit die Brücke auf das Verlegefahrzeug kein Kippmoment ausübt,
ist die Länge der Brücke nicht durch ein maximal verlegbares Brückengewicht beschränkt. Aus diesem Grunde können bei dieser
BAD ORIGINAL 509847/0003
KHD
KLÖCKNER-HUMBOLDT-DEUTZ AG · KÖLN _ J6 _ 22.10.71
f* D 71/129
Verlegeart die vorhandenen Brückenhälften von 11 m Länge verwendet
werden. Es sind lediglich an den Brückenenden besondere Schwenklager zur Aufnahme der Brückenstützen und verschiedene Halterungen
für Steuer- und Versorgungskabel sowie Betätigungsseile anzubringen. Die Besondere Ausbildung der für diese Verlegeart notwendigen
Stützen soll im folgenden anhand der Fig. 20 bis 25 näher läutert werden.
Gemäß den Fig. 20 bis 25 besteht die Verlegevorrichtung 34 aus mehreren Teleskopträgern 35 bis 38. Die Teleskopträger 36 bis 38
sind ausschiebbar über nicht dargestellte Seilzüge im feststehenden
Teleskopträger 35 geführt. Der feststehende Teleskopträger 35 ist um eine horizontale Achse schwenkbar am Verlegefahrzeug gelagert.
Sämtliche Teleskopträger haben im wesentlichen einen kastenförmigen Querschnitt. Zur Abstützung der ausgeschobenen Verlegevorrichtung
34 ist an der Unterseite des Teleskopträgers 38 nach unten ausschwenkbar eine Stütze 39 vorgesehen. Damit der
Teleskopträger 38 ganz in den Teleskopträger 37 eingefahren werden
kann, hat der Telskopträger 38 an seiner Unterseite eine Ausnehmung
38a, in die die Stütze 39 eingeschwenkt werden kann. Am untern
Ende der Stütze 39 ist gelenkig eine Fußplatte 40 angebracht, die
zur Abstützung auf den Grund des Hindernisses aufgesetzt wird. Zum Ausgleich verschiedener Stützhöhenbesteht die Stütze 39 aus
mehreren ineinandergesteckten und telekopartig ausschiebbaren
Stutzrohren. Das Abschwenken der Stutze 39 aus dem Teleskopträ
ger 38 erfolgt vom Verlegefahrzeug aus mit Seilzug über eine Hydraulikwinde. In gleicher Weise wird auch das Absenken der
BAD ORIGINAL 509847/0003
KHD
D 71/129
Stütze 39 bis zum Aufsetzen der Fußplatte 40 auf Grund durch einen zweiten Seilzug der gleichen Hydraulikwinde vom Verlegefahrzeug
aus gesteuert. Die während des Absenkens teleskopartig ausgeschobenen Stützrohre der Stütze 39 werden nach Aufsetzen
der Fußplatte auf Grund mechanisch durch eine besondere Klinkenschaltung gegenseitig festgestellt. Die Klinkenschaltung, deren
Einzelteile aus den Zeichnungen nicht ersichtlich sind, besteht dabei aus mehreren innerhalb der teleskopartig ausschiebbaren
Stützrohre vorgesehenen federbelasteten Klinken, die selbsttätig in Öffnungen einer Lochleiste des die Stützrohre außen umgebenden
nächstfolgenden Stützrohres einrasten. Das Einschieben der Stützrohre erfolgt vom Seilzug für das Absenken der Stütze 39 aus, indem
von diesem Seilzug zuerst das untere Klinkenpaar gelöst und nach Einfahren des unteren Stützrohres mit Hilfe von Endanschlägen
die Klinkenpaare des nächstfolgenden Stützrohres usw. gelöst werden.
Die in den Fig. 18, 19 dargestellte Stützeinheit ist nur für solche Brückengeeignet, die über eine teleskopartig verlängerbare
Verlegevorrichtung 34 verlegt werden. Am vorderen Ende 41 der Brücke ist unter jedem Brückenbalken 42 eine Stütze 43 angeordnet.
Beide ftützen 43 haben am oberen Ende ein konvex gewölbtes Auflager 44, auf dem die Brückenbalken jeweils satt aufliegen.
Über Bolzen 45 in den seitlichen Hochstegen der Brückenbalken 42 sind die Stützen 43 mit dem vorderen Ende 41 schwenkbar verbunden.
Das an das vordere Ende 41 anzuschließende weitere Brückenteil
BAD ORIGINAL 509847/0003
KHD
n
KLÖCKNER-HUMBOLDT-DEUTZ AG · KÖLN - 26 - 22.10.71
D 71/129
wird auf dem Auflager 44 abgelegt und wie das vordere Ende 41 mit den Stützen 43 verriegelt.
Zur Anpassung an verschiedene Stützhöhen sind die Stützen 43 in ihrer Länge veränderbar. Zu diesem Zweck bestehen beide Stützen
aus mehreren, vorzugsweise drei teleskopartig ineinander gesteckten Stutzrohren 46, 47 und 48. Das teilweise oder ganz ausgeschobene
Stützrohr 47 wird zur Bildung einer starren Stütze gegenüber
dem äußeren Stützrohr 46 bei Seilentlastung selbsttätig me-
""" chanisch verriegelt. Zum Feststellen des mittleren Stützrohres47
gegenüber dem äußeren Stützrohr 46 ist dabei im oberen Ende des Stützrohres 47 eine mechanische Verriegelung 49 und zum Feststexlen
des mittleren Stützrohres 47 gegenüber dem unteren Stützrohr 48 eine hydraulische Verriegelung 50 vorgesehen. Die mechanische
Verriegelung 49 wird von zwei Sperrklinken 51 gebildet, die quer zur Stützenlängsachse gerichtet durch Federn verbunden sind und
in Öffnungen 52 einer sich über die Länge des äußeren Stützrohres erstreckende Lochleiste 53 eingreifen. Im Gegensatz hierzu besteht
P die hydraulische Verriegelung aus einem innerhalb der aueschiebbaren
Stützrohre 47, 48 in Stutzenlängsrichtung angeordneten Hubzylinder 54, der mit einem Ende am unteren Stützrohr und mit
dem anderen Ende am mittleren Stützrohre 47 angelenkt ist. Über eine nicht dargestellte Druckleitung ist der Hubzylinder 54 mit
einer in den Brückenbalken 42 eingebauten Versorgungseinheit verbunden. Die in den Brückenbalken 42 untergebrachte Versorgungseinheit entspricht in ihrem Aufbau im wesentlichen der Versorgungseinheit der Stützeinheit für den freien Vorbau. An dem unteren
BAD ORIGINAL 509847/0003
49 D 71/129
Ende des Stützrohres 48 ist gelenkig eine Fußplatte 55 angebracht,
mit der die Stütze auf den Grund des Hindernisses aufgesetzt wird.
Sämtliche Bewegungen der Stützen 43 werden vom Verlegefahrzeug
aus gesteuert. Das Verschieben der Sperrklinken 51 in eine der Öffnungen 52 erfolgt beispielsweise über Seilzüge 56, die jeweils
an einem keilförmigen Schieber 57 der mechanischen Verriegelungen 49 innerhalb der Stützen 43 befestigt und über mehrere Umlenkrollen
zu einem Seilzug zusammengefaßt zum Verlegefahrzeug geführt sind. Die beiden Sperrbolzen 51 sind Über zwei Zugfedern
miteinander verbunden und liegen an den keilförmigen Flächen des Schiebers 57 an. Durch Lösen des Seilzuges 56 werden die Sperrbolzen
51 von den Federn in eine der öffnungen 52 des äußeren Stützrohres 46 eingeschoben. Zum Lösen der Verriegelung wird der
Seilzug 56 angezogen und entgegen der Kraft der Zugfeder der Schieber
57 nach oben bewegt, wobei die Sperrklinken 51 gleichzeitig aus den öffnungen 52 herausfahren. Die Arbeitsbewegungen der
Hubzylinder 54 werden über die Versorgungseinheit in den Brückenbalken 42 vom Fahrzeug aus gesteuert. Zu diesem Zweck sind die
Versorgungseinheiten in den Brückenbalken über elektrische Kabel
mit dem Verlegefahrzeug verbunden.
Da die Brücke in die Verlegestellung über die teleskopartig ausgeschobene
Verlegevorrichtung vorrollt, müssen während dieses Vorganges die Stützen über den Teleskopträgern gehalten werden.
Hierfür ist ein zweiter Seilzug 58 vorgesehen, der an den Verstrebungen
der Stützen 43 befestigt und zu einer Seilwinde am Verlege-
BAD ORIGINAL, 509847/0003
KHD
KLÖCKNER-HUMBOLDT-DEUTZ AG · KÖLN -^® - 22.10.71
l9 D 71/129
fahrzeug geführt ist. Die Seilwinde ist dabei mit dem Brückenvorschub gekoppelt, so daß also während des Vorrollens der Brücke
jedesmal eine solche Länge des Seilzuges von der Winde abgespult wird, wie die Brücke auf der Verlegevorrichtung zurücklegt. Hat
die Brücke ihre Verlegestellung erreicht, so werden vom Fahrzeug aus über den Seilzug 58 die hochgehaltenen Stützen nach unten
abgeschwenkt.
Wie die Fig. 18, 19 zeigen, ist der Seilzug 58 an einer die Stützen
43 im oberen Bereich verbindenden Streben 59 befestigt. Eine
weitere Strebe 60 verbindet die unteren Enden der äußeren Stützrohre
46 miteinander. Beide Streben sind lösbar an den Stützen angelenkt und durch diagonal verlaufende Seile 61 zusätzlich
verstrebt. Diese Streben sind notwendig, damit in die Stützen eingeleitete Seitenkräfte aus Seitenneigungen der Brücke, Windoder
Wasseranströmungen aufgenommen werden können.
Nach Vorrollen der Brücke in die Verlegestellung und Abschwenken
der Stützen werden diese vom Verlegefahrzeug aus mit ihren Fußplatten auf Grund aufgesetzt. Das Ablassen der Fußplatten 55 geschieht über den Seilzug 56, der die mechanischen Verriegelungen
49 zwischen oberem Stützrohr 46 und mittlerem Stützrohr 47 während des Ablassens offenhält, bis die Fußplatten auf Grund aufsitzen. Nach selbsttätiger Verriegelung des mittleren Stutzrohr·*
47 mit dem oberen Stützrohr 46 wird durch Betätigen der Hydraulikzylinder
54 vom Verlegefahrzeug aus die Brücke in der Höhe auegerichtet. Reicht die Ausfahrlänge der mittleren Stützrohre 47
BAD ORIGINAL 509847/0003
KHD
D 71/129
zum Aufsetzen der Fußplatten 55 nicht aus, so werden nach Erreichen
der Endanschläge zwischen äußerem Stützrohr 46 und mittlerem Stützrohr 47 beide Stützrohre über die Sperrbolzen 51 verriegelt
und danach durch Betätigen der Hubzylinder 54 vom Verlegefahrzeug
aus das untere Stützrohr 48 aus dem mittleren Stützrohr 47 solange
hydraulisch ausgeschoben, bis die Fußplatten 55 auf Grund aufsitzen. AnschlieBend wird dann die ver legte Brücke in der Höhe
über die Hydraulikzylinder ausgerichtet.
Die Verankerung der verlegten Brücke am Ufer erfolgt in ähnlicher
Weise wie bereits in den Fig. 4 bis 7 beschrieben. Da jedoch, das Verlegefahrzeug kein zusätzliches Stützschild zur Aufnahme von
Kippmomenten aus der Brücke hat, sind die Ankerplatten an dem uferseitigen Brückenende befestigt. Nach Aufsetzen der Stützen
auf Grund legt das Verlegefahrzeug das uferseitige Brückenende mit den Ankerplatten auf den Uferboden ab. Durch Auffallen des
Verlegefahrzeuges auf die lose abgelegte Brücke wird die Ankerplatte
fest in den Uferboden eingedrückt und die Brücke somit verankert.
Die einzelnen Phasen der Brückenverlegung sind in den Fig. 20
bis 25 schematisch dargestellt.
Auf der ausschiebbaren Verlegevorrichtung 34 des Verlegefahrzeuges
sind die beiden Brückenabschnitte der zu verlegenden Brücke übereinander
gelagert. Die am vorderen Ende 41 schwenkbar angebrachte Stützeinheit wird vom Seilzug 58 über der Verlegevorrichtung
BAD ORIGINAL 509847/0003
KHD
KLÖCKNER-HUMBOLDT-DEUTZ AG ■ KÖLN -^£ - 22.10.71
ZZ D 71/129
hochgehalten. Mit den Brückenabschnitten und der Stutzeinheit fährt das Verlegefahrzeug bis zur Verlegestelle vor (Fig. 20).
Die Teleskopträger 36 bis 38 der Verlegevorrichtung 34 werden voll ausgezogen und die Stütze 39 am vorderen Ende des Teleskopträgers 38 nach unten ausgeschwenkt (Fig. 21). Nach Absenken der
Stütze 39 und Aufsetzen der Fußplatte 40 auf den Grund des Hindernisses rollen die zur Brücke gekuppelten Brückenabschnitte
über die Verlegevorrichtung in die Verlege stellung vor (Fig. und 23). In der Verlegestellung werden die Stützen 43 nach unten
abgesenkt und mit den Fußplatten 55 auf Grund aufgesetzt. Danach wird die Stütze 39 entriegelt, angehoben, in die Ausnehmung an
der Unterseite des Teleskopträgers 38 eingeschwenkt und die Teleskopträger 36 bis 38 in den feststehenden Teleskopträger
der Verlegevorrichtung 34 eingeschoben (Fig. 24). Das Verlegefahrzeug fährt zurück und legt das uf erseitige Brückenende mit den
Ankerplatten auf dem Uferboden ab. Nach Herausziehen der Verlegevorrichtung 34 aus dem uferseitigen Brückenende und Sindrücken der
Ankerplatten in den Uferboden kann die verlegte Brücke befahren
und ein weiteres Brückenteil verlegt werden.
Das Ausrichten der Stützen 43 während der Brückenverlegung und nach der Verankerung am Ufer erfolgt sinngemäß wie bei der BrUkkenverlegung
im freien Vorbau.
BAD
50984 7/0003
Claims (4)
- Klöckner-HumboIdt-DeulzAG AKHD 5 Köln 80, den 24. Juli 1975Aktz.: P 21 66 757.2
Unser Zeichen: D 75/40 APTN Dah/B■ÖPatentansprücheί 1.1 Vorrichtung zum Verankern einer schnell verlegbaren Brücke am Ufer eines zu überquerenden Hindernisses, dadurch gekennzeichnet, daß am uferseitigen Ende der Brücke eine oder mehrere Ankerplatte (25) lösbar angelenkt sind, an denen Sicherungsnägel
befestigt sind, die zusammen mit den Ankerplatten in den Uferboden eindrückbar sind. - 2 Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Sicherungsnägel (27) leicht austauschbar mit den Ankerplatten (25) verbunden sind. - 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, bei der die Brücke von einem Verlegefahrzeug aus in die Gebrauchsstellung ablegbar ist, und an der Vorderseite des Verlegefahrzeugs schwenkbar ein Stützschild angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Ankerplatten (25) am Stützschild (26) des Verlegefahrzeugs lösbar angebracht sind.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ankerplatten (25) vom Verlegefahrzeug aus über das Stützschild (26) 'in den Uferboden eindrückbar sind.509847/000
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712166757 DE2166757C3 (de) | 1971-11-12 | 1971-11-12 | Vorrichtung zum Verankern einer Verlegebrücke am Ufer eines zu überquerenden Gewässers |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712166757 DE2166757C3 (de) | 1971-11-12 | 1971-11-12 | Vorrichtung zum Verankern einer Verlegebrücke am Ufer eines zu überquerenden Gewässers |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2166757A1 true DE2166757A1 (de) | 1975-11-20 |
| DE2166757B2 DE2166757B2 (de) | 1978-11-16 |
| DE2166757C3 DE2166757C3 (de) | 1979-07-12 |
Family
ID=5830202
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19712166757 Expired DE2166757C3 (de) | 1971-11-12 | 1971-11-12 | Vorrichtung zum Verankern einer Verlegebrücke am Ufer eines zu überquerenden Gewässers |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2166757C3 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5107561A (en) * | 1990-03-26 | 1992-04-28 | Dornier Gmbh | Bridge laying device |
-
1971
- 1971-11-12 DE DE19712166757 patent/DE2166757C3/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5107561A (en) * | 1990-03-26 | 1992-04-28 | Dornier Gmbh | Bridge laying device |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2166757C3 (de) | 1979-07-12 |
| DE2166757B2 (de) | 1978-11-16 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE60111852T2 (de) | Selbsthebende plattformvorrichtung | |
| DE68915599T2 (de) | Hydraulisches Gerüst. | |
| DE102017101113B3 (de) | Teleskopausleger mit Stangenabspannsystem für einen Mobilkran und Abspannverfahren hierfür | |
| DE2635213C3 (de) | Vorrichtung zum Aufrichten einer Netz-Schranke zum Fangen von Flugzeugen | |
| DE2006429A1 (de) | Kran mit einem ausziehbaren Ausleger oder Turm | |
| DE2166758A1 (de) | Brueckenlegegeraet | |
| DE102008061334B4 (de) | Vorrichtung zur Handhabung von schweren Gegenständen | |
| DE68903372T2 (de) | Zusammenlegbarer kran mit einem ausleger, bestehend aus zwei oder drei gelenkig miteinander verbundenen elementen. | |
| DE4219120A1 (de) | Feuerwehrfahrzeug mit dachseitigem Transportgestell für langgestreckte Gegenstände, insbesondere Leitern | |
| DE3201067C2 (de) | Teleskopierbarer Tragmast | |
| DE69400159T2 (de) | Gerüstboden und Montageverfahren für Gerüste mit diesem Boden | |
| DE2166757A1 (de) | Vorrichtung zum verankern einer schnell verlegbaren bruecke am ufer | |
| EP0275902B1 (de) | Vorrichtung zum Vorliefern von Holzstämmen o. dgl. | |
| DE2461251C3 (de) | Vorrichtung für die Vormontage, den Transport und den Einbau eines Strecken- bzw. Tunnelausbaus | |
| DE2928754C2 (de) | Vorbauträger an einer von einem Fahrzeug aus verlegbaren Brücke | |
| DE2156249A1 (de) | Fahrbares brueckenlegegeraet | |
| DE2064511C3 (de) | Anordnung zum Aufrichten einer Mastkonstruktion | |
| DE2319560A1 (de) | Zusammenklappbarer, von einem fahrzeug transportierbarer kran und verfahren zur schnellmontage des krans in seine arbeitsstellung | |
| DE2222738A1 (de) | Ausleger | |
| DD293094A5 (de) | Zusammenklappbarer auslegerkran, bestehend aus drei gelenkartigen miteinander verbundenen teilen | |
| DE3731740C2 (de) | Maschinenschlitten einer Schrämmaschine für die Verwendung als Transportschlitten | |
| AT215631B (de) | Turmdrehkran | |
| DE2305568B2 (de) | Mobiler portalkran fuer eine grosse transporteinheit, insbesondere eine fertiggarage | |
| DE2046407C3 (de) | Fahrbarer Turmkran | |
| DE1483942A1 (de) | Verlegbare Arbeitsbuehne fuer die Herstellung und den Ausbau eines Schachtes,insbesondere Blindschachtes und Verfahren zum Verlegen der Buehne |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8320 | Willingness to grant licences declared (paragraph 23) | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: IVECO MAGIRUS AG, 7900 ULM, DE |
|
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |