DE2164557A1 - Textilmaschine mit periodisch hinund herbewegten teilen - Google Patents
Textilmaschine mit periodisch hinund herbewegten teilenInfo
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Description
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itwwtnbiffl«fSlroB· 143/148 Z I OH 00/
405 Mönchengladbach - . - „ η 25. 12. 1971
iZ 00/ ' '
Textilmaschine mit periodisch hin- und herbewegten Teilen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Textilmaschine mit periodisch hin- und herbewegten Teilen, insbesondere Nadeln oder
Teile derselben an Wirk- und Strickmaschinen.
In dem Bestreben, die Produktivität derartiger Maschinen zu erhöhen, wird auch eine möglichst hohe Geschwindigkeit der
hin- und herbewegten Teile erforderlich. Hierbei treten besonders Schwierigkeiten dann auf, wenn es sich darum handelt,
eine Hubbewegung schlagartig einzuleiten oder zu unterbrechen. Als Beispiel für ein solches Erfordernis sei auf
die Steuerung von Schiebernadeln an Kettenwirkmaschinen hingewiesen.
Die bisher bekannten, zu diesem Zwecke eingesetzten Steuerelemente
können diese Aufgabe nur unvollkommen erfüllen, da beim Stillsetzen und Wiederanlaufen erhebliche Massen
abgebremst bzw. beschleunigt werden müssen und hohe Reaktionskräfte auf die SteueisLemente entstehen. Dies hat
zur Folge, daß die Maschinen nur mit kleinen Hubfolgen arbeiten und die Steuerelemente, wie Kupplungen oder dergleichen,
einem großen Verschleiß unterliegen.
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Der vorliegenden Erfindung .liegt die Aufgabe zugrunde,
diesen Nachteil zu beseitigen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemä/ä dadurch gelöst, daß zum
Zwecke des beliebigen Ein- und Ausschaltens der periodischen Bewegungen im Antriebskraftweg der hin- und herbewegten
Teile nichtlösbare Verbindungselemente, insbesondere Gelenke derart angeordnet sind, daß der die Teile bewegende
Hub während des Ausschaltzustandes in eine andere als die während des Einschaltzustandes gewählte Richtung geleitet
wird. Auf diese V/eise lassen sich vor allem mit hoher Hubgeschwindigkeit periodisch hin- und herbewegte Teile,
deren Bewegungsbahn linear oder gekrümmt verlaufen kann, in schneller Folge hintereinander aus- und einschalten,
wobei die Bewegungsenergie nicht vernichtet, sondern lediglich abgelenkt wird. Sobald die hin- und herbewegten
Arbeitselemente, wie Wirknadeln oder dergleichen, stillstehen, läuft die Hubbewegung zwar weiter, wird aber durch
eine Hubverlagerung in eine andere, beispielsweise die entgegengesetzte Richtung geleitet.
Dabei ist es nach einem weiteren erfindungsgemäßen Merkmal von Vorteil, wenn zum Umlenken der Hubrichtung ein oder
mehrere der nichtlösbaren Verbindungselemente mit ihre Bewegungen hemmenden oder freigebenden Steuergliedern ver-
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bunden sind. Diese Steuerglieder können beispielsweise
aus die Verbindungselemente beeinflussende Kupplungen oder Bremsen bestehen. In manchen Fällen erweisen sich derartige
Steuerglieder jedoch als nachteilig, da das unvermeidbare Spiel dieser Glieder zu ungenauen■Bewegungen der
Verbindungselemente führt. Um dies zu vermeiden, ist es vorteilhaft, wenn die Steuerglieder ebenfalls niehtlösbar
an den Verbindungselementen befestigt sind. Außerdem können die Steuerglieder derart angeordnet sein, daß sie
zur Bewegungshemmung in eine Totpunktlage überführbar sind.
Geringe Schaltkräfte und kleine Sehaltbewegungen sowie eine
sichere Fixierung der Steuerglieder, sobald diese in ihre Totpunktlage überführt worden sind, lassen sich mit Vorteil
dadurch erreichen, wenn nach einem weiteren erfindungsgemäßen Merkmal die nichtlösbaren Verbindungselemente aus
zwei mit Abstand zueinander angeordnete Stangen bestehen, die einerseits in gleicher Ebene drehbar befestigt und
andererseits durch zwei ein Kniegelenk bildende Teilstangen miteinander verbunden sind, wobei dem Gelenkpunkt eine ständige
Hubbewegung erteilt wird und als Steuerglieder jeder Stange ein Gelenkhebelpaar zugeordnet ist, welches einerseits
mit der Stange und andererseits mit dem Ende eines gemeinsamen Umschalthebels gelenkig verbunden ist» Dabei
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können die Enden des Umschalthebels Anschlagglieder für die Gelenkhebelpaare aufweisen, um die Gelenkhebelpaare
beim Überführen in die Totpunktlage abzustützen. Außerdem
ist es vorteilhaft, den Gelenkhebelpaaren die Ein- oder Ausschaltstellung sichernde Anschlagkonturen zuzuordnen.
Diese Anschlagkonturen können sowohl auf den beiden mit
Abstand zvieinander angeordneten Stangen befestigt sein,
.als auch in Form unabhängiger Anschlagpunkte sich in einem Getriebegehäuse, welches alle Elemente, wie Stangen, Steuerglieder,
Gelenkhebelpaare und Verbindungselemente aufnimmt,, befinden. Die dem Gelenkpunkt der ein Kniegelenk bildende
Teilstangen erteilte ständige Hubbewegung kann entweder von einem Kurven-, Koppelkurven- oder einem Hebelgetriebe
erzeugt werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.
Es zeigen:
Figur 1 die schematische Darstellung deß Erfindungsgegenstandes
mit einer die Verbindungselemente festhaltenden Arretiervorrichtung,
Figur 2 ein Ausführungsbeispiel mit Hebelgelenk anstelle
des Kniegelenkes nach Figur 1 und
Figur 3 ein weiteres Ausführungsbeispiel mit Gelenkhebelpaaren
als Steuerglieder.
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In Figur 1 erkennt man den in Richtung des Doppelpfeiles um die Länge des Hubes 2 hin- und herzubewegenden Schieber j5
von der nicht dargestellten Schiebernadel einer Wirkmaschine. Ein den Hub 4 erzeugendes an sich bekanntes, hier ebenfalls
nicht dargestelltes, Koppelkurven-, Kurvenscheiben- oder Hebelgetriebe leitet seine Bewegung über die Stange
und den Gelenkpunkt 8 in ein aus den beiden Teilstangen 6 und 7 gebildetes Kniegelenk. Der Umschalthebel 9 hält mit
dem Arretierstift 10 das Gelenk 11 fest, so daß dieses zum Gestellpunkt des Kniegelenkes wird, und das Gelenk 12 den
Hub 2 ausführen kann. Wird durch Verschwenken des Umsehalthebeis
9 mit dem Arretierstift IJ> das Gelenk 12 in der
Lage 12' festgehalten, so führt das Gelenk 11 den Hub beim Doppelpfeil 14 aus. Mit den strichpunktiert gezeichneten
Linien 5'* 61 und 7' ist die Lage des Kniegelenkes angedeutet,
wenn das Gelenk 12 seine tiefste Stellung bei 12' erreicht hat.
Unter Umständen kann es auch vorteilhaft sein, anstelle eines Kniegelenkes ein Hebelgelenk vorzusehen, wie es beispielsweise
anhand der Figur 2 erläutert sei. Dabei wird in Richtung des Doppelpfeiles j5J über die Stange j54 ebenfalls
eine ständige Hubbewegung auf den Hebel ;55 gelei- ■
tet. Der Hebel 35 schwingt mit seinem Ende J>6 in der Führung
hin und her, sofern sich alle Teile in der gezeichneten
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Stellung befinden und der Schieber 3 keine /vrbeitsbewegungen
in Richtung des Doppelpfeiles 1 ausführt. Soll die Arbeitsbewegung des Schiebers 3 eingeleitet werden,
so wird das Schaltgestänge ?ö in Richtung des Pfeiles
verschoben, bis das Ende 40 des Hebels 35 aus der Gabel befreit und dafür das Ende 3d des Hebels 35 von der Gabel 4l
umfaßt ist. In dieser Position kann das Ende 40 in der Führung 43 frei hin- und herschwingen.
Figur 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei welchem das
Umlenken der Hubrichtung in der Weise erfolgt, daß als Steuerglieder
dienende Gelenkhebelpaare 15 > lö, 17* Io in eine
Totpunktlage 19 bzw. 19' gebracht v/erden können und der Gelenkpunkt 20 bzw. 21 eine ständige Hubbewegung ausführen
kann. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel wird der Hub '4 über eine Stange 22 auf zwei ein Kniegelenk bildende
Teilstangen 23 > 24 mit dem Kniegelenkpunkt 25 geleitet.
Der Umschalthebel 26 bringt die mit den Stangen 27, 28 verbundenen Gelenkhebelpaare 15, 16 bzw. 17, 13 jeweils
in ihre Totpunktlage. Die Anschlagglieder 29, 30 üben dabei eine abstützende Wirkung auf die Gelenkhebelpaare
aus. Nach der anderen Seite wird eine Abstützung der Totpunktlagen mit den ortsfesten Anschlagkonturen 31 und
erreicht. Die strichpunktierten Linien und ihre Bezugszeichen deuten jeweils die Hubbewegung bzw. Um schalt st ellung;
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der betreffenden Elemente an. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel oder anderen Lösungsformen des Erfindungsgedankens
kann wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 2 anstelle des Kniegelenkes wiederum ein Hebelgelenk verwendet
werden.
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Claims (5)
1. Textilmaschine mit periodisch hin- und herbewegten Teilen, insbesondere Nadeln oder Teile derselben an Wirk- und
Strickmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zwecke des beliebigen Ein- und Ausschaltens der periodischen Bewegungen
im Antriebskraftweg der hin- und herbewegten Teile (3) nichtlösbare Verbindungselemente, insbesondere
Gelenke (11, 1?.,· 20, 21),derart angeordnet sind, daß
der die Teile (3) bewegende Hub (4) während des Ausschaltzustandes in eine andere als die während des
Einschaltzustandes gewählte Richtung geleitet wird.
2. Textilmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zum Umlenken der Hubrichtung ein oder mehrere der nichtlösbaren Verbindungselemente mit ihre Bewegungen hemmenden
oder freigebenden Steuergliedern (9* 1Oj 13J 15 bis 18,
26 bis 28) verbunden sind.
3. Textilmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerglieder (15 bis 18, 26 bis 28) ebenfalls
nichtlösbar an den Verbindungselementen befestigt sind.
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XO
4. Textilmaschine nach Anspruch 1 bis J5, gekennzeichnet
durch eine derartige Anordnung der Steuerglieder, daß sie zur Bewegungshemmung in eine Totpunktlage überführbar
sind.
5. Textilmaschine nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die nichtlösbaren Verbindungselemente aus zwei mit Abstand zueinander angeordnete Stangen (27,28)
bestehen, die einerseits in gleicher Ebene drehbar befestigt und andererseits durch zwei ein Kniegelenk bildende
Teilstangen (25*24) miteinander verbunden sind, wobei
dem Kniegelenkpunkt (25) eine ständige Hubbewegung (4) erteilt wird und als Steuerglieder jeder Stange ein Gelenkhebel-
paar (15-18) zugeordnet ist, welches einerseits mit der Stange (21J,28) und andererseits mit dem Ende eines gemeinsamen
Umschalthebels (26) gelenkig verbunden ist.
ό. Textilmaschine nach Anspruch 5* dadurch gekennzeichnet,
daß die Enden des Umschalthebels Anschlagglieder (2°oJ50)
für die Gelenkhebelpaare aufweisen,
1J. Textilmaschine nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet,
daß den Gelenkhebelpaaren die Ein- oder Ausschaltstellung sichernde Anschlagkonturen (Jl, 32) zugeordnet
sind.
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Applications Claiming Priority (1)
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