[go: up one dir, main page]

DE2162970A1 - Offenend-spinnvorrichtung - Google Patents

Offenend-spinnvorrichtung

Info

Publication number
DE2162970A1
DE2162970A1 DE19712162970 DE2162970A DE2162970A1 DE 2162970 A1 DE2162970 A1 DE 2162970A1 DE 19712162970 DE19712162970 DE 19712162970 DE 2162970 A DE2162970 A DE 2162970A DE 2162970 A1 DE2162970 A1 DE 2162970A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rotor
rod
piston
rotor housing
housing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19712162970
Other languages
English (en)
Other versions
DE2162970C3 (de
DE2162970B2 (de
Inventor
Gerhard Dipl Ing Grau
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Oerlikon Textile GmbH and Co KG
Original Assignee
Zinser Textilmaschinen GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Zinser Textilmaschinen GmbH filed Critical Zinser Textilmaschinen GmbH
Priority to DE19712162970 priority Critical patent/DE2162970C3/de
Publication of DE2162970A1 publication Critical patent/DE2162970A1/de
Publication of DE2162970B2 publication Critical patent/DE2162970B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2162970C3 publication Critical patent/DE2162970C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H4/00Open-end spinning machines or arrangements for imparting twist to independently moving fibres separated from slivers; Piecing arrangements therefor; Covering endless core threads with fibres by open-end spinning techniques
    • D01H4/04Open-end spinning machines or arrangements for imparting twist to independently moving fibres separated from slivers; Piecing arrangements therefor; Covering endless core threads with fibres by open-end spinning techniques imparting twist by contact of fibres with a running surface
    • D01H4/08Rotor spinning, i.e. the running surface being provided by a rotor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

  • Offenend-Spinnvorrichtung Die Erfindung betrifft eine Offenend-Spinnvorrichtung, mit einem Spinnrotor, der sich in einem Potorgehäuse befindet und dessen Rotorwelle nach aussen über das an einem Lagergestell querverschieblich gelagerte Piotorgehäuse vorsteht und in einer ersten Stellung des Potorgehäuses an einem sie antreibenden Tangentialriemen und in einer zweiten Stellung des Rotorgehäuses an eine sie bremsende Reibungsfläche angedrückt wird, wobei die Verstellung des Rotorgehäuses in mindestens einer seiner beiden Bewegungsrichtungen mittels einer pneumatischen Stellvorrichtung erfolgt.
  • Bei aner bekannten Spinnvorrichtung der vorgenannten Art (DT-OS 2 033 226) ist als pneumatische Stellvorrichtung eine in einer Richtung wirkende Kolben-Zylinder-Einheit vorgesehen, die, wenn ihr Druckraum mit Druckluft beaufschlagt ist, das Rotorgehäuse in die Stellung überführt, in welcher die Rotorwelle an den Tangentialriemen zum Antrieb des Rotors angedrückt wird. Wenn der Druck aus der Druckkart'er abgelassen wird, wandert das Rotorgehäuse durch sein Eigengewicht in eine Stellung, in welcher die Rotorwelle an den Bremsbelag zum Abbremsen des Spinnrotors angedrückt ist.
  • Es ist ferner bei Offenend-Spinnvorrichtungen bekann-t, in dem vom Spinnrotor umfassten Raum eine Blasdüse anzuordnen, die an eine Druckluftquelle- anschliessbar ist und so gerichtet ist, dass sie Druckluft in Richtung auf die Fasernut des Spinnrotors zur pneumatischen Reinigung dieser 1-aserrut blasen kann. Es ist hierbei erwünscht, dass die pneumatische Reinigung der Fasernut des Spinnrotors stets dann durchgeführt wird, wenn der Spinnrotor in den Stillstand auslBuft, d.-h.
  • während der Reinigung zumindest zeitweise mit verminderter Drehzahl rotiert.
  • Aufgabe derErfindung ist es, auf baulich einfache und betriebssichere Weise zu erreichen, dass bei jedesmaligem Andrücken der Rotorwelle an die Bremsfläche die Fasernut selbsttätig pneumatisch gereinigt wird.
  • Zu diesem Zweck ist erfindungsgemäß bei einer Offenend-Spinnvorrichtung der eingangs genannten Art vorgesehen, dass die pneumatische Stellvorrichtung mindestens ei Kolben Zylinder-Einheit aufweist, die einen Druckraum hat, der mit einer Druckluftquelle zum Verschieben des Rotorgehäuses in die gebremste Stellung der Rotorwelle verbindbar ist und dass in diesen Druckraum ein zu einer der pneumatischen Reinigung der Fasernut des Spinnrotors dienenden Blasdüse führender Verbindungskanal mündet, der aus dem Druckraum stammende Druckluft zur Blasdüse leitet.
  • Durch diese erfindungsgemäße Maßnahme wird sichergestellt, dass bei jedesmaligem Einleiten von Druckluft in die Druckkammer der Kolben-Zylinder-Finheit zum Zwecke des Anhaltens des Spinnrotors auch durch die Blasdüse hindurch Druckluft zum Reinigen der Fasernut des Spinnrotors ausgeblasen wird, wobei hier vollständige Sicherheit erreicht wird, da die dem Reinigen der Fasernut des Spinnrotors dienende Druckluft aus dem Druckraum der Kolben-Zylinder-Einheit stammt. Auch ist es unmöglich, dass während des regulären Spinnens, während welchem die Rotorwelle von dem Tangentialriemen angetrieben wird, versehentlich die Blasdüse mit Druckluft beschickt werden kann, was einen Fadenbruch zur Folge hätte. Diese Vorrichtung zeichnet sich auch durch ihre bauliche Einfachheit aus.
  • Die Kolben-Zylinder-Einheit kann irgendeine geeignete Ausbildung und Anordnung haben. Bei einer möglichen Ausführungsform kann die Kolbenstange fest an dem Lagergestell angeordnet sein und eine dem Einleiten von Druckluft in den Druckraum dienende Bohrung haben, die über eine Leitung nd/oder einen Kanal an die Druckluftquelle anschGiessbar ist. In diese Fall ist der Zylinder an dem Rotorgehäuse angeordnet cder vorzugsweise durch einen zweckmäßig mit dem Unterteil des Rotorgehäuses integralen Abschnitt dieses Gehäuseunterteiles gebildet.
  • Bei einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass an dem Potorgehause eine über es vorstehende Stange angeordnet ist, die den Kolben oder Zylinder der Kolben-Zylinder-Einheit aufweist, und dass diese Stange eine Bohrung hat, die einen Teilbereich des den Druckraum, mit der Blasdüse verbindenden Verbindungskanales bildet.
  • Zweckmäßig kann man die Stange auch auf der von dem Kolben abgewendeten Seite über das Rotorgehäuse vorstehen lassen und diesen vorstehenden Bereich in einer Führungsbohrung des Lagergestelles g-eradegeführt lagern, so dass diese Stange gleichzeitig eine Geradführung für das Rotorgehäuse bildet. Ggfs. kann diese Stange anstelle des Kolbens den Zylinder der Kolben-Zylinder-Einheit aufweisen.
  • Üblicherweise sind an einer Offenend-Spinnmaschine eine grössere Anzahl gleich ausgebildeter Offenend-Spinnvorrichtungen angeordnet. Es ist bei vorliegender Erfindung hierbei zweckmäßig, dass man die Kolben-Zylinder-Einheit oder -Einheiten jeder Spinnvorrichtungen über ein oder mehrere der betreffenden Spinnvorrichtung zugeordnete Wege - und/oder Absperrventile an eine allen Spinnvorrichtungen gemeinsare Druckhauptleitung der Maschine anschliesst, die an eine die Druckluft liefernde Druckluftquelle angeschlossen ist. Durch Betätigung der in die zu den einzelnen Spinnvorrichtungen führenden Leitungen oder Kanälen zwischengeschalteten Ventile kann dann jede Spinnvorrichtung unabhängig von den Betriekszuständen der anderen Spinnvorrichtungen in Betrieb oder ausser Betrieb gesetzt werden, wobei die Ventil von Hand und/oder durch selbsttätige Vorrichtungen betätigt werden können. Besonders zweckmäßig ist es, wenn jede Spinnvorrichtung im Gefolge eines Fadenbruches selbsttätig kurzzeitig vom Tangentialriemen durch Verschieben des Rotorgehäuses abgekuppelt und der Spinnrotor kurzzeitig abgebremst wird. Sobald der Fadenbruch behoben ist, was in bekannter Weise selbsttätig durch Rücklieferung des gebrochenen Fadens in den Innenraum des Spinnrotors erfolgen kann, wird das betreffende Ventil wieder geschlossen und gleichZeitig die Druckluft aus dem Druckraum abgelassen, so dass die Rotorwelle wieder an den Tangentialriemen angedrückt und der Rotor entsprechend wieder angetrieben wird. Das Andrücken der Rotorwelle an den Tangentialriemen kann durch das Eigengewicht und/oder durch Federmittel und/oder pneumatisch (indem man z.B. die Kolben-Zylinder-Einheit doppelt wirkend ausbildet) ) oder auf sonstige geeignete Weise erfolgen.
  • In vielen Fällen ist es vorteilhaft und ausreichend, wenn die Verbindungsleitung von dem Druckraum zu der Blasdüse ständig geöffnet ist, so dass immer dann, wenn in den Druckraum der Kolben-Zylinder-Einheit Druckluft eingeleitet wird, durch die Blasdüse hindurE kluft in die Fasernut des Spinnrotors geblasen wird. Dies ist insbesondere dann ausreichend und zweckmäßig, wenn stets nur relativ kurzzeitig Druckluft in die Kolben-Zylinder-Einheit oder -Einheiten eingeleitet wird, beispielsweise wenn die pneumatische Reinigung der Fasernut des Rotors nur in periodischen Zeitabständen und/oder bei jedesmaligem Auftreten eines Fadenbruches und/oder bei jedesmaligem Abstellen der Spinnmaschine vorgenommen werden soll.
  • In manchen Fällen kann es jedoch auch erwünscht sein, dass man die Beaischlagung der Kolben-Zylinder-Einheit mit Druckluft über einen längeren Zeitraum aufrechterhält, um beispielsweise den Spinnrotor für längere Zeit unabhängig von dem Betriebszustand der anderen Spinnvorrichtungen an dieser Maschine stillzusetzen, um z.B. an dieser Spinnvorrichtung manuelle Eingriffe zu Reparaturzwecken oder dergleichen vorzunehmen.
  • In diesem Fall wäre es u.U. nachteilig, wenn dann während dieser gesamten Zeit Druckluft aus der Blasdüse ausgeblasen wirdpazum Reinigen der Fasernut ein relativ kurzzeitiger Druckluftimpuls genügt. In solchen Fällen kann vorgesehen sein, dass man der vom Druckraum zur Blasdüse führenden Verbindungsleitung von Hand oder selbsttätig betätigbare Ventilmittel zum Absperren der Druckluftzufuhr zur.Blasdüse zuordnet. Vorzugsweise kann hier vorgesehen sein, dass die den Kolben oder Zylinder aufweisende Stange in dem Rotorgehäuse gleitbar gelagert ist und mittels vorgespannten ersten Federmitteln normalerweise in einer ersten Stellung gehalten wird, in welcher der in der Stange vorgesehene Kanalabschnitt des zur Blasdüse führenden Verbindungskanales mit einem anschliessenden, in dem Rotorgehäuse vorgesehenen Kanalabschnitt dieses Verbindungskanales kommuniziert und dass die Stange durch in den Druckraum der Kolben-Zylinder-Einheit einleitbare Druckluft gegen die Wirkung der ersten Federmittel in eine zweite Stellung überführbar ist, in welcher die Austrittsöffnung des in der Stange vorgesehenen Kanalabschnittes des Verbindungskanales abgesperrt ist.
  • Diese Stange wirkt folglich bei dieser bevorzugten Ausführungsform nicht nur als Kolben oder Zylinder, sondern auch als Steuerschieber zum Absperren des von dem Druckraum zur Blasdüse führenden Verbindungskanales. Da es erwünscht ist, dass zumindest während eines anfäglichen Bereiches des Bremsvorganges des Spinnrotors aus der Blasdüse zur Reinigung der Fasernut noch Druckluft austritt, d.h., dass die Faser-Iiut noch pneumatisch gereinigt wird, während der Spinnrotor bereits Drehzahlen angenommen hat, die erheblich unterhalb der Betriebsdrehzahl liegen, ist hierbei zweckmäßig Vorsorge zu treffen, dass der Verbindungskanal erst abgesperrt wird, wenn der Spinnrotor seine Drehzahl bereits erheblich verlangsamt hat oder bereits zum Stillstand gekommen ist.
  • Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, indem r.-an die Bewegung der Stange relativ zum Rotorgehäuse zumindest in der die Absperrung der Blasdüse von dem Druck raum der Kolben-Zylinder-Einheit bewirkenden Bewegungsrichtung stark dämpft, beispielsweise mittels einer hydraulischen Dämpfungsvorrichtung, die nur eine ]angsame oder schleichende Bewegung der Stange relativ zu der Rotorgehäuse zumindest in der genannten Pichtung zulässt. Oder man kann beispielsweise auch so vorgehen, dass man den Druck in der Druckkammer der Kolben Zylinder-Einheit mittels eines vorgeschalteten Druckminderventils oder Druckregelventils erst zeitlich verzögert auf die für das Absperren des zur Blasdüse führenden Verbindungskanales stufenweise oder stetig ansteigen lässt, so dass zunächst nur der Spinnrotor abgebremst und erst mit Zeitverzögerung sich dann der zum Bewegen der Gleitstange relativ zum Rotorgehäuse erforderliche Druck in der Druckkammer einstellt, so dass die Verbindungsleitung erst zeitlich verzögert nach dem Beginn des Abbremsvorganges des Spinnrotors abgesperrt wird. Selbstverständlich können zu diesem Zweck auch andere geeignete Maßnahmen vorgesehen sein, beispielsweise könnte das die Bremsfläche aufweisende Bremsglied sehr weich oder federnd und gedämpft beweglich gelagert sein, wobei die Absperrung der Druckluftzufuhr zur Blasdüse erst erfolgt, wenn die Rotorwelle sich stark in das weiche Bremsglied eingedrückt hat oder dieses um eine bestimmte Distanz verschoben werden.
  • In der Zeichnung ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
  • Es zeigen: Fig. 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Spinnvorrichtung in teilweise geschnittener Darstellung, Fig. 2 eine ausschnittsweise Vorderansicht der Vorrichtung nach Fig. 1 in gebrochener Darstellung, wobei der Deckel des Rotorgehäuses abgenommen ist.
  • Die dargestellte Offenend-Spinnvorrichtung ist zusammen mit einer grösseren Anzahl gleich ausgebildeter Spinnvorrichtungen an einer nicht dargestellten Spinnmaschine angeordnet.
  • Die dargestellte Vorrichtung wist ein fest an der Maschine angeordnetes, massives, blockähnliches Lagergestell 10 ad, das eine Ausnehmung hat, in die das Unterteil 11 eines im ganzen mit 13 bezeichneten Rotorgehäuses eingesetzt ist.
  • Dieses Unterteil 11 weist eine durch einen Deckel 12 verschlossene Spinnkammer 14 auf, in welcher ein Spinnrotor 15 und ein Fadenleitkörper 16 angeordnet sind. Der Rotor 15 hat eine nach aussen aus dem Gehäuse 13 herausgeführte Rotorwelle 17, die in einem an dem Gehäuse 13 fest angeordneten Wälzlager 19 drehbar gelagert ist, wobei der über das Wälzlager 19 vorstehende freie Endbereich dieser Welle 17 einen Wirtel 20 bildet, der durch Verschieben des Rotorgehäuses 13 in Richtung des Pfeiles B an einen diese Rotorwelle antreibenden endlosen Tangentialriemen 21 oder in Richtung des Pfeiles C an einen eine Bremsfläche 22 aufweisenden Bremsschuh 23 andrückbar ist. Der Bremsschuh 23 ist in diesem Ausführungsbeispiel in nicht näher dargestellter Weise fest an der Spinnmaschine angeordnet. Die ebene Rückseite des Gehäuseunterteiles 11 liegt an einer ebenen Lagerfläche 24 des Lagergestelles 10 an und ist auf dieser Lagerfläche senkrecht zur Achsrichtung der Rotorwelle in Richtung der Pfeile B und C verschiebbar.
  • Das Gehäuse 13 ist ferner mittels zwei es durchdringenden Stangen 25 und 26 geradegeführt, die fest in Bohrungen des Gehäuseunterteiles 11 gehalten sind und jeweils zu beiden Seiten des Gehäuseunterteiles über dieses vorstehen. Die oberen Endbereiche 27 dieser beiden Stangen 25, 26, von denen in Fig. 1 nur die Stange 25 zu sehen ist, sind in zylindrischen Bohrungen des Lagergestelles 10 mit Gleitlagerpassung geradegeführt und aus der voll ausgezogenen Stellung bis in die strichpunktierte Stellung verschiebbar. Auf diese Stangen 25, 26 sind vorgespannte Druckfedern 28 aufgeschoben, deren Enden an dem Lagergestell 10 und dem Gehäuseunterteil 11 anliegen. ten auf das Gehäuse 13 Kräfte in der die Rotorwelle 17 an den Tangentialriemen 21 andrückenden Richtung aus. Die nach unten über das Gehäuse 13 vorstehenden Bereiche 30, 31 der beiden Stangen 25, 26 ragen in zylindrische Bohrungen 29 des Lagergestelles 10 hinein und tragen jeweils einen Dichtungsring 32. Die unterhalb der Dichtungsringe 32 befindlichen Räume der zylindrischen Bohrungen 29 dienen als Druckräume 33, in die von einer Druckluftquelle 34 stammende Druckluft nach öffnen eines elektromagnetisch betätigbaren Wegeventils 35 (Fig. 2) einströmen kann, so dass diese unteren Bereiche 30, 31 der Stange 25, 26 Kolben und die die zylindrischen Bohrungen 29 aufweisenden Bereiche des Lagergestelles 10 Zylinder der Kolben-Zylinder-Einheiten 36, 37 bilden, die dem pneumatischen Verstellen des Gehäuses 13 in Richtung des Pfeiles C dienen. Wenn das Ventil 35 geöffnet ist, wie es in Fig. 2 dargestellt ist, strömt in die beiden Druckräume 33 Druckluft ein, welche die Stangen 25, 26 und das mit ihnen fest verbundene Gehäuse 13 in Richtung des Pfeiles C gegen die Wirkung der Rückstellfedern 28 verschieben, wodurch die Rotorwelle 17 von dem Tangentialriemen 21 abgehoben und an die Bremsfläche 22 angedrückt wird, so dass der Spinnrotor bis zum Stillstand abgebremst wird. Wenn das Ventil 35 so umgeschaltet wird, dass es die Zufuhr von Druckluft zu den Druckräumen 33 absperrt, dann verbindet es gleichzeitig die Druckräume 33 mit der Aussenatmosphäre, so dass diese sofort druckenlastet werden und die Rückstellfedern 28 das Gehäuse 13 in Richtung des Pfeiles B nach lunten verschiehen, bis die Rotorwelle 17 wieder an den Tangentialriemen 21 zu ihrem Antrieb angedrückt ist.
  • In der Umfangswandung des Fadenleitkörpers 16 mündet eine auf die Fasernut 41 des Spinnrotors 15 gerichtete Blasdüse 42, die über einen Verbindungskanal 43 mit dem Druckraum 33 einer der weiden - hier der Einheit 36 - Kolben-Zylinder-Einheianständig kommuniziert, so dass bei Einleitung von Druckluft in diesen Druckraum 33 diese Druckluft zur Blasdüse 42 weiterströmt und aus dieser als Pressluftstrahl austritt, der die Fasernut 41 des Spinnrotors 15 pneumatisch reinigt. Diese Verbindungsleitung 43 ist durch Bohrungen in dem Fadenleitkörper 16, dem Deckel 12, dem Unterteil 11 und der den Kolben 30 dieser Kolben-Zylinder-Einheit 36 aufweisenden Stange 25 in der aus Fig. 1 ersichtlichen Weise gebildet. Die in dieser Stange 25 verlaufende, einen Abschnitt des Verbindungskanales 43 bildende Bohrung 44 hat hierbei einen sehr geringen Querschnitt, so dass ihre in der Mitte der unteren Stirnseite dieser Stange 25 befindliche Öffnung nur einen sehr kleinen Bruchteil des Gesamtquerschnittes der von dem in der Druckkammer herrschenden Druck beaufschlagbaren Stirnfläche des Kolbens 30 und des Abdichtungsringes 32 beträgt. Ferner ist der Querschnitt dieser Bohrung 44 wesentlich kleiner als der Querschnitt des von der Hauptleitung 39 zu den Druckräumen 33 führenden Stichkanales 40, so dass in den Druckräumen trotz des ständigen Ausströmens von Druckluft in die Verbindungsleitung ein usreichend grosser Druck herrscht, der in beiden Druckraumen ungefcihr gleich gross ist.
  • Die Wirkungsweise dieser Vorrichtung ergibt sich aus der verangehenden Beschreibung. Sobald das Ventil 35 in die in Fig. 2 dargestellte Stellung eingestellt wird, in welcher es die LXruckluftquelle 4 mit den beiden Druckräumen 33 verbindet, bewegen die beider Sc'-ben-Zylinder-Einheiten 36, 37 das Potorgehause-13 in Richtung des Pfeiles C nach oben, bis die Rotorwelle 17, d.h. ihr Wirtel 20 fest an die Bremsfläche 22 angedrückt ist, so dass die Rotorwelle rasch bis zum Stillstand abgebremst wird. Während dieses Vorganges strömt aus dem einen der beiden Druckräume 33 ständi Druckluft durch den Verbindungskanal 43 hindurch zur Blasdüse 42 und strömt aus dieser in Richtung auf die Fasernut 41 des Rotors 15 zu deren pneumatischer Reinigung aus. Sobald das Vontil 35 die Druckluftzufuhr absperrt und die Druckkammern 33 in fluidumsleitende Verbindung mit der Aussenatmosphäre bringt, b-ewegen die Rückstellfedern 28 das Gehäuse 13 wieder nach unten, bis die Rotorwelle 17 an den Tangentialriemen 21 angedrückt und von diesem wieder angetrieben wird.
  • In diesem Ausführungsbeispiel ist die Stange 25 fest mit der Rctorgehäuseunterteil 11 verbunden. Es ist jedoch auch möglich, sie axial verschiebbar im Gehäuseunterteil 11 zu lagern (eventuell auch die Stange 26), und zwischen der Unterseite des Unterteiles 11 und dem Dichtungsring 32 eine vorgespannte Druci.-feder anzuordnen und dafür Sorge zu tragen, dass das Unterteil 1 sich aus der in Fig. 1 dargestellter Stellung nicht relativ zum Stange 25 auf dieser nach oben verschieben kann, scncerr. sich Jtcdiglich die Stange relativ zum Unterteil 11 nach oben verschieben kann, indem man beispielsweise die Stange 25 in Höhe des unterer Endes der Feder 28 mit einem Ringbund versieht, der an de Boden 45 der Ausnehmung 46 des Unterteiles 11 aufliegt. I:ntweder kann das untere Ende der Feder 2P auf diesem Ringbund der Stange uufliegen oder im Abstand von dem Umfang des Ringbundes ebenfalls auf dem Boden 45 aufliegen. In der untersten (ersten) Stellung.
  • der Stange 25 relativ zum Unterteil 11 könnte dann die Innenbohrung 44 der Stange 25 mit dem anschliessenden Bereich der zur Blasdüse 42 führenden Verbindungsleitung 43 in der in Fig. 1 dargeseellten Weise kommunizieren. Die Vorspannung der sich an dem Gehäuse 13 und dem Dichtungsring 32 abstützenden Druckfeder ist sc gross zu treffen, dass bei Druckbeaufschlagung des Druckraumes 3 unächst das Gehäuse 13 zusammen mit der Stange 25 unter Zusammendrücken der Rückstellfedern 28 nach oben gedrückt. wird, bis c'le Rotorwelle 17 an die Bremsfläche 22 angedrückt wird. Anschliessend bewegt der in dem Druckraum 33 herrschende Druck die Stange 25 unter Zusammendrückung der sich an dem Dichtungsring 32 abstützenden Feder in eine zweite Stellung relativ zu der Gehäuse bis zu einem nicht daryestellten Anschlag nach oben. An dieser Bewegung der Stange 25 kann das Unterteil 11 infolge des Anliegens des Wirtels 20 an der Bremsfläche 22 nicht mehr teilnehmen. In dieser zweiten Relativstellung der S..ar:ce befindet sich die obere Austrittsöffnung der Bohrung .t4 dicht gegenüber der die Stange führenden zylindrischen bohrung des Gehäuseunterteiles 11, so dass diese Austrittsöffnung und darit der Verbindungskanal 43 abgesperrt ist. Auf diese Weise wird erreicht, dass kurze Zeit,nachdem die Rotorwelle 17 an die Bremsfläche 22 angedrückt wurde, die Zufuhr von Druckluft zu der Blasdüse 42 abgesperrt wird, so dass auch bei längerzeitlichem Anhalten der Rotorwelle nur ein kurzzeitiger Pressluftstrahl aus der Blasdüse zur Pelnigung der Fasernut des Spinnrotors ausgeblasen wird.

Claims (8)

Patentansprüche
1. Offenend-Spinnvorrichtung, mit einem Spinnrotor, der sich in einem Rotorgehause befindet und dessen Rotorwelle nach aussen über das an einem Lagergestell querverschieblich ge lagerte Rotorgehäuse vorsteht und in einer ersten Stellung des Rotorgehäuses an einem sie antreibenden Tangentialriemen und in aner zweiten Stellung des Rotorgehäuses an eine sie bremsende Reibungsfläche angedrückt wird, wobei die Versteller des Rotorgehäuses in mindestens einer seiner beiden Bewegungsrichtungen mittels einer pneumatischen Stellvorrichtunc erfolgt, d a d u r c h g e k e r n z e i c h n e t, dass die pneumatische Stellvorrichtung mindestens eine Kolben-Zylinder-Einheit (36, 37) aufweist, die einen Druckraum (33) hat, der mit einer Druckluftquelle zum Verschieben des Roto gehäuses (13) in die gebremste Stellung der Rotorwelle (17) verbindbar ist und dass in diesen Druckraum ein zu einer der pneumatischen Reinigung der Fasernut (41) dienenden Blasdüse führender Verbindungskanal (43) mündet, der aus dem Druckr-:l stammende Druckluft zur Blasdüse leitet.
2. Spinnvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Rotorgehäuse (13) eine Stange (25,26) angeordnet ist, die den Kolben oder Zylinder der Kolben-Zylinder-Einheit t utvaist und dass diese Stange einen Kanal (44) hat, der ein Teilbereich des den Druckraum mit der Blasdüse verbindenden Verbindungskanales (43) bildet.
3. Spinnvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stange (25, 2) fest mit dem Rotorgehäuse verbunden ist.
4. .Spinnvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stange in dem Rotorgehäuse gleitbar gelagert ist und mittels vorgespannten ersten Federmitteln normalerweise in einer ersten Stellung relativ zu dem Rotorgehäuse gehalten wird, in welcher der in der Stange vorgesehene Kanalabschnitt des zur Blasdüse führenden Verbindungskanales mit einem anschliessenden, in der Rotorgehäuse vorgesehenen Kanalabschnitt dieses Verbindungskanales kommuniziert und dass, wenn die Rotorwelle an die Bremsfläche angedrückt ist, die Stange durch den im Druckraum der Kolben-Zylinder-Einheit herrschenden Druck gegen die Wirkung der ersten Federmittel in eine zweite Stellung relativ zu d Rotorgehäuse überführbar ist, in welcher die Austrittsöffnung des in der Stange vorgesehenen Kanalabschnittes des Verbindungskanales abgesperrt ist.
5. Spinnvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung der Stange relativ zu Rotorgehäuse zumindest in der die Absperrung der Blasdüse von dem Druckraum der Kolben-Zylinder-Einheit bewirkenden Bewegungsrichtung stark gedämpft ist.
6. Spinnvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 - 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stange ai-ch auf der von der Kolben-Zylinder-Einheit abgewendeten Seìte-ei.nen über das Rotorgehäuse vorstehenden Bereich (27) hat, der in einer Führungsbohrung des Lagergestelles (10) geradegeführt gelagert ist.
7. Spinnvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ihr zwei Kolben-Zylinder-Einheiten zugeordnet sind und daß die Blasdüse nur mit dem Druckraum einer dieser beiden Kolben-ylinder-Einheiten verhunden oder verbindbar ist.
8. Spinnvorrichtung nach einem der vorhergehenden Anprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Rotorgehäuse mittels Federmitteln (28) in Richtung auf die angetriebene Stellung der Rotorwelle zu belastet ist.
DE19712162970 1971-12-18 1971-12-18 Offenendspinnmaschine Expired DE2162970C3 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19712162970 DE2162970C3 (de) 1971-12-18 1971-12-18 Offenendspinnmaschine

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19712162970 DE2162970C3 (de) 1971-12-18 1971-12-18 Offenendspinnmaschine

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2162970A1 true DE2162970A1 (de) 1973-06-20
DE2162970B2 DE2162970B2 (de) 1978-08-31
DE2162970C3 DE2162970C3 (de) 1979-04-26

Family

ID=5828448

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19712162970 Expired DE2162970C3 (de) 1971-12-18 1971-12-18 Offenendspinnmaschine

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE2162970C3 (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2434045A1 (de) * 1974-07-16 1976-01-29 Zinser Textilmaschinen Gmbh Offen-end-spinnmaschine
DE2613180A1 (de) * 1976-03-27 1977-09-29 Fritz Stahlecker Offenend-spinnmaschine mit einer vielzahl von spinnaggregaten und mit wenigstens einer wartungseinrichtung
DE2811960A1 (de) * 1978-03-18 1979-09-27 Schubert & Salzer Maschinen Verfahren und vorrichtung zum individuellen anspinnen einzelner offenend- spinnvorrichtungen
DE102005025786A1 (de) * 2005-06-04 2006-12-07 Rieter Ingolstadt Spinnereimaschinenbau Ag Textilmaschine mit Reinigungsvorrichtung

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3929892C2 (de) * 1989-09-08 1995-01-05 Rieter Ingolstadt Spinnerei Offenend-Spinnvorrichtung

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2434045A1 (de) * 1974-07-16 1976-01-29 Zinser Textilmaschinen Gmbh Offen-end-spinnmaschine
DE2613180A1 (de) * 1976-03-27 1977-09-29 Fritz Stahlecker Offenend-spinnmaschine mit einer vielzahl von spinnaggregaten und mit wenigstens einer wartungseinrichtung
DE2811960A1 (de) * 1978-03-18 1979-09-27 Schubert & Salzer Maschinen Verfahren und vorrichtung zum individuellen anspinnen einzelner offenend- spinnvorrichtungen
DE102005025786A1 (de) * 2005-06-04 2006-12-07 Rieter Ingolstadt Spinnereimaschinenbau Ag Textilmaschine mit Reinigungsvorrichtung

Also Published As

Publication number Publication date
DE2162970C3 (de) 1979-04-26
DE2162970B2 (de) 1978-08-31

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE60034417T2 (de) Kraftstoffeinspritzventil für Hubkolbenbrennkraftmaschine
EP1357298A2 (de) Betätigungsventil für einen zweiseitig wirksamen Pneumatikzylinder sowie Verwendung eines solchen Betätigungsventils für mittels Pneumatikzylindern ansteuerbare Spulengatter
CH623114A5 (de)
CH660497A5 (de) Auf die druckroller eines streckwerkes einwirkende walzen-belastungseinrichtung.
DE3808542A1 (de) Ventiltrieb fuer ein gaswechselventil einer brennkraftmaschine
DE2740879C2 (de)
DE2162970A1 (de) Offenend-spinnvorrichtung
DE10060947A1 (de) Radialkolbenhydraulikmotor
DE4232028A1 (de) Druckbalken
DE2850560B1 (de) Haspel mit austauschbarer Wickeltrommel
DE2424284C2 (de) Radialkolbenmaschine (Pumpe oder Motor)
DE69024776T2 (de) Elektropneumatischer Verteiler für Maschinen zum Herstellen von Hohlglasgegenständen
AT394892B (de) Radialkolbenpumpe
EP4065756A1 (de) Belastungsaggregat für ein streckwerk und streckwerk für eine textilmaschine
DE19741441C2 (de) Vorrichtung zum Verdichtungsspinnen an einer Spinnmaschine, insbesondere Ringspinnmaschine
DE19704816B4 (de) Vorrichtung an einer Oberwalze des Streckwerks einer Strecke für Textilfaserbänder
EP0111617A1 (de) Druckmittelbetätigte Stellmotoranordnung mit Arretierglied
DE102005053629A1 (de) Wickelvorrichtung
DE1085642B (de) Kolbenkompressor zum Foerdern von gasfoermigem Medium
CH633325A5 (de) Verfahren und vorrichtung zum inbetriebsetzen einer einzelspinnstelle einer ringspinn- oder -zwirnmaschine mit luftgelagerten spinnringen.
DE4003811A1 (de) Riemchen-streckwerk sowie spinnmaschine mit einer vielzahl derartiger riemchen-streckwerke
DE1603847A1 (de) Mit Pressluft betriebenes Schlaggeraet
DE3337089C2 (de) Spindelpresse
DE19507266C1 (de) Luntenstopvorrichtung für Streckwerke an Spinnmaschinen
DE69008666T2 (de) Vorrichtung für einen Querbalken zum Abstützen von Druckplatten verwendbar auf Holzbearbeitungsmaschinen.

Legal Events

Date Code Title Description
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
EHJ Ceased/non-payment of the annual fee