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Offenend-Spinnvorrichtung Die Erfindung betrifft eine Offenend-Spinnvorrichtung,
mit einem Spinnrotor, der sich in einem Potorgehäuse befindet und dessen Rotorwelle
nach aussen über das an einem Lagergestell querverschieblich gelagerte Piotorgehäuse
vorsteht und in einer ersten Stellung des Potorgehäuses an einem sie antreibenden
Tangentialriemen und in einer zweiten Stellung des Rotorgehäuses an eine sie bremsende
Reibungsfläche angedrückt wird, wobei die Verstellung des Rotorgehäuses in mindestens
einer seiner beiden Bewegungsrichtungen mittels einer pneumatischen Stellvorrichtung
erfolgt.
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Bei aner bekannten Spinnvorrichtung der vorgenannten Art (DT-OS 2
033 226) ist als pneumatische Stellvorrichtung eine in einer Richtung wirkende Kolben-Zylinder-Einheit
vorgesehen, die, wenn ihr Druckraum mit Druckluft beaufschlagt ist, das Rotorgehäuse
in die Stellung überführt, in welcher die Rotorwelle an den Tangentialriemen zum
Antrieb des Rotors angedrückt wird. Wenn der Druck aus der Druckkart'er abgelassen
wird, wandert das Rotorgehäuse durch sein Eigengewicht in eine Stellung, in welcher
die Rotorwelle an den Bremsbelag zum Abbremsen des Spinnrotors angedrückt ist.
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Es ist ferner bei Offenend-Spinnvorrichtungen bekann-t, in dem vom
Spinnrotor umfassten Raum eine Blasdüse anzuordnen, die an eine Druckluftquelle-
anschliessbar ist und so gerichtet ist, dass sie Druckluft in Richtung auf die Fasernut
des
Spinnrotors zur pneumatischen Reinigung dieser 1-aserrut blasen kann. Es ist hierbei
erwünscht, dass die pneumatische Reinigung der Fasernut des Spinnrotors stets dann
durchgeführt wird, wenn der Spinnrotor in den Stillstand auslBuft, d.-h.
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während der Reinigung zumindest zeitweise mit verminderter Drehzahl
rotiert.
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Aufgabe derErfindung ist es, auf baulich einfache und betriebssichere
Weise zu erreichen, dass bei jedesmaligem Andrücken der Rotorwelle an die Bremsfläche
die Fasernut selbsttätig pneumatisch gereinigt wird.
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Zu diesem Zweck ist erfindungsgemäß bei einer Offenend-Spinnvorrichtung
der eingangs genannten Art vorgesehen, dass die pneumatische Stellvorrichtung mindestens
ei Kolben Zylinder-Einheit aufweist, die einen Druckraum hat, der mit einer Druckluftquelle
zum Verschieben des Rotorgehäuses in die gebremste Stellung der Rotorwelle verbindbar
ist und dass in diesen Druckraum ein zu einer der pneumatischen Reinigung der Fasernut
des Spinnrotors dienenden Blasdüse führender Verbindungskanal mündet, der aus dem
Druckraum stammende Druckluft zur Blasdüse leitet.
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Durch diese erfindungsgemäße Maßnahme wird sichergestellt,
dass
bei jedesmaligem Einleiten von Druckluft in die Druckkammer der Kolben-Zylinder-Finheit
zum Zwecke des Anhaltens des Spinnrotors auch durch die Blasdüse hindurch Druckluft
zum Reinigen der Fasernut des Spinnrotors ausgeblasen wird, wobei hier vollständige
Sicherheit erreicht wird, da die dem Reinigen der Fasernut des Spinnrotors dienende
Druckluft aus dem Druckraum der Kolben-Zylinder-Einheit stammt. Auch ist es unmöglich,
dass während des regulären Spinnens, während welchem die Rotorwelle von dem Tangentialriemen
angetrieben wird, versehentlich die Blasdüse mit Druckluft beschickt werden kann,
was einen Fadenbruch zur Folge hätte. Diese Vorrichtung zeichnet sich auch durch
ihre bauliche Einfachheit aus.
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Die Kolben-Zylinder-Einheit kann irgendeine geeignete Ausbildung und
Anordnung haben. Bei einer möglichen Ausführungsform kann die Kolbenstange fest
an dem Lagergestell angeordnet sein und eine dem Einleiten von Druckluft in den
Druckraum dienende Bohrung haben, die über eine Leitung nd/oder einen Kanal an die
Druckluftquelle anschGiessbar ist. In diese Fall ist der Zylinder an dem Rotorgehäuse
angeordnet cder vorzugsweise durch einen zweckmäßig mit dem Unterteil des Rotorgehäuses
integralen Abschnitt dieses Gehäuseunterteiles gebildet.
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Bei einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass
an dem Potorgehause eine über es vorstehende Stange angeordnet ist, die den Kolben
oder Zylinder der
Kolben-Zylinder-Einheit aufweist, und dass diese
Stange eine Bohrung hat, die einen Teilbereich des den Druckraum, mit der Blasdüse
verbindenden Verbindungskanales bildet.
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Zweckmäßig kann man die Stange auch auf der von dem Kolben abgewendeten
Seite über das Rotorgehäuse vorstehen lassen und diesen vorstehenden Bereich in
einer Führungsbohrung des Lagergestelles g-eradegeführt lagern, so dass diese Stange
gleichzeitig eine Geradführung für das Rotorgehäuse bildet. Ggfs. kann diese Stange
anstelle des Kolbens den Zylinder der Kolben-Zylinder-Einheit aufweisen.
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Üblicherweise sind an einer Offenend-Spinnmaschine eine grössere Anzahl
gleich ausgebildeter Offenend-Spinnvorrichtungen angeordnet. Es ist bei vorliegender
Erfindung hierbei zweckmäßig, dass man die Kolben-Zylinder-Einheit oder -Einheiten
jeder Spinnvorrichtungen über ein oder mehrere der betreffenden Spinnvorrichtung
zugeordnete Wege - und/oder Absperrventile an eine allen Spinnvorrichtungen gemeinsare
Druckhauptleitung der Maschine anschliesst, die an eine die Druckluft liefernde
Druckluftquelle angeschlossen ist. Durch Betätigung der in die zu den einzelnen
Spinnvorrichtungen führenden Leitungen oder Kanälen zwischengeschalteten Ventile
kann dann jede Spinnvorrichtung unabhängig von den Betriekszuständen der anderen
Spinnvorrichtungen in Betrieb oder ausser Betrieb gesetzt werden, wobei die Ventil
von Hand
und/oder durch selbsttätige Vorrichtungen betätigt werden
können. Besonders zweckmäßig ist es, wenn jede Spinnvorrichtung im Gefolge eines
Fadenbruches selbsttätig kurzzeitig vom Tangentialriemen durch Verschieben des Rotorgehäuses
abgekuppelt und der Spinnrotor kurzzeitig abgebremst wird. Sobald der Fadenbruch
behoben ist, was in bekannter Weise selbsttätig durch Rücklieferung des gebrochenen
Fadens in den Innenraum des Spinnrotors erfolgen kann, wird das betreffende Ventil
wieder geschlossen und gleichZeitig die Druckluft aus dem Druckraum abgelassen,
so dass die Rotorwelle wieder an den Tangentialriemen angedrückt und der Rotor entsprechend
wieder angetrieben wird. Das Andrücken der Rotorwelle an den Tangentialriemen kann
durch das Eigengewicht und/oder durch Federmittel und/oder pneumatisch (indem man
z.B. die Kolben-Zylinder-Einheit doppelt wirkend ausbildet) ) oder auf sonstige
geeignete Weise erfolgen.
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In vielen Fällen ist es vorteilhaft und ausreichend, wenn die Verbindungsleitung
von dem Druckraum zu der Blasdüse ständig geöffnet ist, so dass immer dann, wenn
in den Druckraum der Kolben-Zylinder-Einheit Druckluft eingeleitet wird, durch die
Blasdüse hindurE kluft in die Fasernut des Spinnrotors geblasen wird. Dies ist insbesondere
dann ausreichend und zweckmäßig, wenn stets nur relativ kurzzeitig Druckluft in
die Kolben-Zylinder-Einheit oder -Einheiten eingeleitet wird, beispielsweise wenn
die pneumatische Reinigung der Fasernut des Rotors nur in periodischen Zeitabständen
und/oder bei jedesmaligem Auftreten eines Fadenbruches und/oder bei jedesmaligem
Abstellen der Spinnmaschine vorgenommen werden soll.
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In manchen Fällen kann es jedoch auch erwünscht sein, dass man die
Beaischlagung der Kolben-Zylinder-Einheit mit Druckluft über einen längeren Zeitraum
aufrechterhält, um beispielsweise den Spinnrotor für längere Zeit unabhängig von
dem Betriebszustand der anderen Spinnvorrichtungen an dieser Maschine stillzusetzen,
um z.B. an dieser Spinnvorrichtung manuelle Eingriffe zu Reparaturzwecken oder dergleichen
vorzunehmen.
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In diesem Fall wäre es u.U. nachteilig, wenn dann während dieser gesamten
Zeit Druckluft aus der Blasdüse ausgeblasen wirdpazum Reinigen der Fasernut ein
relativ kurzzeitiger Druckluftimpuls genügt. In solchen Fällen kann vorgesehen sein,
dass man der vom Druckraum zur Blasdüse führenden Verbindungsleitung von Hand oder
selbsttätig betätigbare Ventilmittel zum Absperren der Druckluftzufuhr zur.Blasdüse
zuordnet. Vorzugsweise kann hier vorgesehen sein, dass die den Kolben oder Zylinder
aufweisende Stange in dem Rotorgehäuse gleitbar gelagert ist und mittels vorgespannten
ersten Federmitteln normalerweise in einer ersten Stellung gehalten wird, in welcher
der in der Stange vorgesehene Kanalabschnitt des zur Blasdüse führenden Verbindungskanales
mit einem anschliessenden, in dem Rotorgehäuse vorgesehenen Kanalabschnitt dieses
Verbindungskanales kommuniziert und dass die Stange durch in den Druckraum der Kolben-Zylinder-Einheit
einleitbare Druckluft gegen die Wirkung der ersten Federmittel in eine zweite Stellung
überführbar ist, in welcher die Austrittsöffnung des in der Stange vorgesehenen
Kanalabschnittes des Verbindungskanales abgesperrt ist.
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Diese Stange wirkt folglich bei dieser bevorzugten Ausführungsform
nicht nur als Kolben oder Zylinder, sondern auch als Steuerschieber zum Absperren
des von dem Druckraum zur Blasdüse führenden Verbindungskanales. Da es erwünscht
ist, dass zumindest während eines anfäglichen Bereiches des Bremsvorganges des Spinnrotors
aus der Blasdüse zur Reinigung der Fasernut noch Druckluft austritt, d.h., dass
die Faser-Iiut noch pneumatisch gereinigt wird, während der Spinnrotor bereits Drehzahlen
angenommen hat, die erheblich unterhalb der Betriebsdrehzahl liegen, ist hierbei
zweckmäßig Vorsorge zu treffen, dass der Verbindungskanal erst abgesperrt wird,
wenn der Spinnrotor seine Drehzahl bereits erheblich verlangsamt hat oder bereits
zum Stillstand gekommen ist.
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Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, indem r.-an die
Bewegung der Stange relativ zum Rotorgehäuse zumindest in der die Absperrung der
Blasdüse von dem Druck raum der Kolben-Zylinder-Einheit bewirkenden Bewegungsrichtung
stark dämpft, beispielsweise mittels einer hydraulischen Dämpfungsvorrichtung, die
nur eine ]angsame oder schleichende Bewegung der Stange relativ zu der Rotorgehäuse
zumindest in der genannten Pichtung zulässt. Oder man kann beispielsweise auch so
vorgehen, dass man den Druck in der Druckkammer der Kolben Zylinder-Einheit mittels
eines vorgeschalteten Druckminderventils oder Druckregelventils erst zeitlich verzögert
auf die für das Absperren des zur Blasdüse führenden Verbindungskanales stufenweise
oder stetig ansteigen lässt, so dass zunächst nur der Spinnrotor abgebremst und
erst mit Zeitverzögerung sich dann der zum Bewegen der Gleitstange relativ
zum
Rotorgehäuse erforderliche Druck in der Druckkammer einstellt, so dass die Verbindungsleitung
erst zeitlich verzögert nach dem Beginn des Abbremsvorganges des Spinnrotors abgesperrt
wird. Selbstverständlich können zu diesem Zweck auch andere geeignete Maßnahmen
vorgesehen sein, beispielsweise könnte das die Bremsfläche aufweisende Bremsglied
sehr weich oder federnd und gedämpft beweglich gelagert sein, wobei die Absperrung
der Druckluftzufuhr zur Blasdüse erst erfolgt, wenn die Rotorwelle sich stark in
das weiche Bremsglied eingedrückt hat oder dieses um eine bestimmte Distanz verschoben
werden.
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In der Zeichnung ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung
dargestellt.
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Es zeigen: Fig. 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Spinnvorrichtung
in teilweise geschnittener Darstellung, Fig. 2 eine ausschnittsweise Vorderansicht
der Vorrichtung nach Fig. 1 in gebrochener Darstellung, wobei der Deckel des Rotorgehäuses
abgenommen ist.
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Die dargestellte Offenend-Spinnvorrichtung ist zusammen mit einer
grösseren Anzahl gleich ausgebildeter Spinnvorrichtungen an einer nicht dargestellten
Spinnmaschine angeordnet.
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Die dargestellte Vorrichtung wist ein fest an der Maschine angeordnetes,
massives, blockähnliches Lagergestell 10 ad,
das eine Ausnehmung
hat, in die das Unterteil 11 eines im ganzen mit 13 bezeichneten Rotorgehäuses eingesetzt
ist.
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Dieses Unterteil 11 weist eine durch einen Deckel 12 verschlossene
Spinnkammer 14 auf, in welcher ein Spinnrotor 15 und ein Fadenleitkörper 16 angeordnet
sind. Der Rotor 15 hat eine nach aussen aus dem Gehäuse 13 herausgeführte Rotorwelle
17, die in einem an dem Gehäuse 13 fest angeordneten Wälzlager 19 drehbar gelagert
ist, wobei der über das Wälzlager 19 vorstehende freie Endbereich dieser Welle 17
einen Wirtel 20 bildet, der durch Verschieben des Rotorgehäuses 13 in Richtung des
Pfeiles B an einen diese Rotorwelle antreibenden endlosen Tangentialriemen 21 oder
in Richtung des Pfeiles C an einen eine Bremsfläche 22 aufweisenden Bremsschuh 23
andrückbar ist. Der Bremsschuh 23 ist in diesem Ausführungsbeispiel in nicht näher
dargestellter Weise fest an der Spinnmaschine angeordnet. Die ebene Rückseite des
Gehäuseunterteiles 11 liegt an einer ebenen Lagerfläche 24 des Lagergestelles 10
an und ist auf dieser Lagerfläche senkrecht zur Achsrichtung der Rotorwelle in Richtung
der Pfeile B und C verschiebbar.
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Das Gehäuse 13 ist ferner mittels zwei es durchdringenden Stangen
25 und 26 geradegeführt, die fest in Bohrungen des Gehäuseunterteiles 11 gehalten
sind und jeweils zu beiden Seiten des Gehäuseunterteiles über dieses vorstehen.
Die oberen Endbereiche 27 dieser beiden Stangen 25, 26, von denen in Fig. 1 nur
die Stange 25 zu sehen ist, sind in zylindrischen Bohrungen des Lagergestelles 10
mit Gleitlagerpassung geradegeführt und aus der voll ausgezogenen Stellung
bis
in die strichpunktierte Stellung verschiebbar. Auf diese Stangen 25, 26 sind vorgespannte
Druckfedern 28 aufgeschoben, deren Enden an dem Lagergestell 10 und dem Gehäuseunterteil
11 anliegen. ten auf das Gehäuse 13 Kräfte in der die Rotorwelle 17 an den Tangentialriemen
21 andrückenden Richtung aus. Die nach unten über das Gehäuse 13 vorstehenden Bereiche
30, 31 der beiden Stangen 25, 26 ragen in zylindrische Bohrungen 29 des Lagergestelles
10 hinein und tragen jeweils einen Dichtungsring 32. Die unterhalb der Dichtungsringe
32 befindlichen Räume der zylindrischen Bohrungen 29 dienen als Druckräume 33, in
die von einer Druckluftquelle 34 stammende Druckluft nach öffnen eines elektromagnetisch
betätigbaren Wegeventils 35 (Fig. 2) einströmen kann, so dass diese unteren Bereiche
30, 31 der Stange 25, 26 Kolben und die die zylindrischen Bohrungen 29 aufweisenden
Bereiche des Lagergestelles 10 Zylinder der Kolben-Zylinder-Einheiten 36, 37 bilden,
die dem pneumatischen Verstellen des Gehäuses 13 in Richtung des Pfeiles C dienen.
Wenn das Ventil 35 geöffnet ist, wie es in Fig. 2 dargestellt ist, strömt in die
beiden Druckräume 33 Druckluft ein, welche die Stangen 25, 26 und das mit ihnen
fest verbundene Gehäuse 13 in Richtung des Pfeiles C gegen die Wirkung der Rückstellfedern
28 verschieben, wodurch die Rotorwelle 17 von dem Tangentialriemen 21 abgehoben
und an die Bremsfläche 22 angedrückt wird, so dass der Spinnrotor bis zum Stillstand
abgebremst wird. Wenn das Ventil 35 so umgeschaltet wird, dass es die Zufuhr von
Druckluft zu den Druckräumen 33 absperrt, dann verbindet es gleichzeitig die Druckräume
33
mit der Aussenatmosphäre, so dass diese sofort druckenlastet
werden und die Rückstellfedern 28 das Gehäuse 13 in Richtung des Pfeiles B nach
lunten verschiehen, bis die Rotorwelle 17 wieder an den Tangentialriemen 21 zu ihrem
Antrieb angedrückt ist.
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In der Umfangswandung des Fadenleitkörpers 16 mündet eine auf die
Fasernut 41 des Spinnrotors 15 gerichtete Blasdüse 42, die über einen Verbindungskanal
43 mit dem Druckraum 33 einer der weiden - hier der Einheit 36 - Kolben-Zylinder-Einheianständig
kommuniziert, so dass bei Einleitung von Druckluft in diesen Druckraum 33 diese
Druckluft zur Blasdüse 42 weiterströmt und aus dieser als Pressluftstrahl austritt,
der die Fasernut 41 des Spinnrotors 15 pneumatisch reinigt. Diese Verbindungsleitung
43 ist durch Bohrungen in dem Fadenleitkörper 16, dem Deckel 12, dem Unterteil 11
und der den Kolben 30 dieser Kolben-Zylinder-Einheit 36 aufweisenden Stange 25 in
der aus Fig. 1 ersichtlichen Weise gebildet. Die in dieser Stange 25 verlaufende,
einen Abschnitt des Verbindungskanales 43 bildende Bohrung 44 hat hierbei einen
sehr geringen Querschnitt, so dass ihre in der Mitte der unteren Stirnseite dieser
Stange 25 befindliche Öffnung nur einen sehr kleinen Bruchteil des Gesamtquerschnittes
der von dem in der Druckkammer herrschenden Druck beaufschlagbaren Stirnfläche des
Kolbens 30 und des Abdichtungsringes 32 beträgt. Ferner ist der Querschnitt dieser
Bohrung 44 wesentlich kleiner als der Querschnitt des von der Hauptleitung 39 zu
den Druckräumen 33 führenden Stichkanales 40, so dass in den Druckräumen trotz des
ständigen Ausströmens
von Druckluft in die Verbindungsleitung ein
usreichend grosser Druck herrscht, der in beiden Druckraumen ungefcihr gleich gross
ist.
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Die Wirkungsweise dieser Vorrichtung ergibt sich aus der verangehenden
Beschreibung. Sobald das Ventil 35 in die in Fig. 2 dargestellte Stellung eingestellt
wird, in welcher es die LXruckluftquelle 4 mit den beiden Druckräumen 33 verbindet,
bewegen die beider Sc'-ben-Zylinder-Einheiten 36, 37 das Potorgehause-13 in Richtung
des Pfeiles C nach oben, bis die Rotorwelle 17, d.h. ihr Wirtel 20 fest an die Bremsfläche
22 angedrückt ist, so dass die Rotorwelle rasch bis zum Stillstand abgebremst wird.
Während dieses Vorganges strömt aus dem einen der beiden Druckräume 33 ständi Druckluft
durch den Verbindungskanal 43 hindurch zur Blasdüse 42 und strömt aus dieser in
Richtung auf die Fasernut 41 des Rotors 15 zu deren pneumatischer Reinigung aus.
Sobald das Vontil 35 die Druckluftzufuhr absperrt und die Druckkammern 33 in fluidumsleitende
Verbindung mit der Aussenatmosphäre bringt, b-ewegen die Rückstellfedern 28 das
Gehäuse 13 wieder nach unten, bis die Rotorwelle 17 an den Tangentialriemen 21 angedrückt
und von diesem wieder angetrieben wird.
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In diesem Ausführungsbeispiel ist die Stange 25 fest mit der Rctorgehäuseunterteil
11 verbunden. Es ist jedoch auch möglich, sie axial verschiebbar im Gehäuseunterteil
11 zu lagern (eventuell auch die Stange 26), und zwischen der Unterseite des Unterteiles
11 und dem Dichtungsring 32 eine vorgespannte Druci.-feder anzuordnen und dafür
Sorge zu tragen, dass das Unterteil 1 sich aus der in Fig. 1 dargestellter Stellung
nicht relativ zum Stange 25 auf dieser nach oben verschieben kann, scncerr. sich
Jtcdiglich die Stange relativ zum Unterteil 11 nach oben verschieben kann, indem
man beispielsweise die Stange 25 in Höhe des unterer Endes der Feder 28 mit einem
Ringbund versieht, der an de Boden 45 der Ausnehmung 46 des Unterteiles 11 aufliegt.
I:ntweder kann
das untere Ende der Feder 2P auf diesem Ringbund
der Stange uufliegen oder im Abstand von dem Umfang des Ringbundes ebenfalls auf
dem Boden 45 aufliegen. In der untersten (ersten) Stellung.
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der Stange 25 relativ zum Unterteil 11 könnte dann die Innenbohrung
44 der Stange 25 mit dem anschliessenden Bereich der zur Blasdüse 42 führenden Verbindungsleitung
43 in der in Fig. 1 dargeseellten Weise kommunizieren. Die Vorspannung der sich
an dem Gehäuse 13 und dem Dichtungsring 32 abstützenden Druckfeder ist sc gross
zu treffen, dass bei Druckbeaufschlagung des Druckraumes 3 unächst das Gehäuse 13
zusammen mit der Stange 25 unter Zusammendrücken der Rückstellfedern 28 nach oben
gedrückt. wird, bis c'le Rotorwelle 17 an die Bremsfläche 22 angedrückt wird. Anschliessend
bewegt der in dem Druckraum 33 herrschende Druck die Stange 25 unter Zusammendrückung
der sich an dem Dichtungsring 32 abstützenden Feder in eine zweite Stellung relativ
zu der Gehäuse bis zu einem nicht daryestellten Anschlag nach oben. An dieser Bewegung
der Stange 25 kann das Unterteil 11 infolge des Anliegens des Wirtels 20 an der
Bremsfläche 22 nicht mehr teilnehmen. In dieser zweiten Relativstellung der S..ar:ce
befindet sich die obere Austrittsöffnung der Bohrung .t4 dicht gegenüber der die
Stange führenden zylindrischen bohrung des Gehäuseunterteiles 11, so dass diese
Austrittsöffnung und darit der Verbindungskanal 43 abgesperrt ist. Auf diese Weise
wird erreicht, dass kurze Zeit,nachdem die Rotorwelle 17 an die Bremsfläche 22 angedrückt
wurde, die Zufuhr von Druckluft zu der Blasdüse 42 abgesperrt wird, so dass auch
bei längerzeitlichem Anhalten der Rotorwelle nur ein kurzzeitiger Pressluftstrahl
aus der Blasdüse zur Pelnigung der Fasernut des Spinnrotors ausgeblasen wird.