DE2161272A1 - Vorrichtung zum erwaermen thermoplastischer folien - Google Patents
Vorrichtung zum erwaermen thermoplastischer folienInfo
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Description
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PATENTANWALT BIELEFELD, DEN **>
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4SOO BIELEFELD
ELSA-BRÄNDSTRÖM-STRASSE 1-3
TELEFON CO521) 6D621
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ANWALTSAKTENZEICHEN: ^0 1°4
Anmelder; Pirma Gartemann & Hollmann GmbH,, 48 Bielefeld
Detmolder Str. 248
"Vorrichtung zum Erwärmen thermoplastischer Folien"
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Erwärmen thermoplastischer
Folien durch Kontaktheizflächen.
Mit den bekannten Kontaktheizungen werden zu verformende
Folien jeweils insgesamt erwärmt. Dies ist insbesondere dann sehr nachteilig, wenn bei einem nachfolgenden Tiefziehvorgang
mehrere einzelne nebeneinander und hintereinander angeordnete Behälter aebildet werden und zwischen diesen Behältern unverformte
Bereiche, beispielsweise für Flansche od.dgl. stehen
bleiben sollen. Es kommt dann leicht zu Verspannungen und Einschnürungen der Folien und hieraus können unsauber gefertigte
tiefgezogene Gegenstände resultieren,
Der gleiche Nachteil tritt auch bei einem anderen bekannten
Heizverfahren für Folien aufi Es ist bereits bekannt, die
zu formende Folie durch eine Strahlungshexzung zu erwärmen. Dieses Verfahren besitzt den zusätzlichen Nachteil, daß die
Folienführungen und die benachbarten Bauteile der Maschine erwärmt werden. Zur Stabilisierung der Folie muß bei einer
-2
3 O 9 8 2 S / O 4 9 1
10 1O4 - 2 - 26.11.1971
Strahlungsheizung die Folienführung gekühlt werden,
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine Vorrichtung zum Beheizen von thermoplastischen Folien zu schaffen, welche die
Nachteile der bekannten Beheizungsvorrichtungen vermeidet. Diese
Vorrichtung soll ein Beheizen der Folie in der Weise ermöglichen, daß sich die Folie nach dem Erwärmen nicht verspannt oder einschnürt.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß die Form
und Größe der Kontaktheizfläche der Form und Größe des zu erwärmenden
und zu verformenden Folienbereichs entspricht.
Eine solche Vorrichtung hat den Vorteil, daß die nicht erwärmten
Randbereiche stets ein stabiles, unverformtes Tragegitter für die beheizten Bereiche bilden. Dieses labile Tragegitter stellt sicher,
daß die beheizten und zu verformenden Bereiche stets genau ausgerichtet zur Verformungsstation geführt werden. Da thermoplastische
Kunststoffe eine sehr geringe Wärmeleitfähigkeit aufweisen, bleibt der nicht unmittelbar von der Kontaktheizfläche berührte Folienbereich,
der auch nicht verformt werden soll, praktisch kalt. Wenn mehrere, jeweils durch unbeheizte Abschnitte voneinander
getrennte Bereiche auf einer Folienbahn erwärmt werden, dann sorgt der als Transporteinrichtung für die beheizten Bereiche wirkende,
nicht erwärnte Gitterbereich für eine genaue Ausrichtung der erwärmten
Bereiche gegenüber den Verformungswerkzeugen. Die erfindungsgemäße
Vorrichtung ermöglicht also ein einfaches und zuverlässiges Herstellen verformter, beispielsweise tiefgezogener
Teile aus einer thermoplastischen Folie, Das bisher bei einer Gesamtbeheizung häufig auftretende Einschnüren und Verspannen der
insgesamt erwärmten Folie wird mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung, die zwischen den beheizten Bereichen jeweils Bereiche
unbeheizt läßt, sicher vermieden.
Ein weiterer Vorteil der Vorrichtung besteht darin, daß es nun nicht länger nötig ist, diejenigen Be-
-3-
30 98 25/0491
Io Io4 -3-
26.11.197Γ
reiche e'er Folien mit zu heizen, welche nicht verformt werden
müssen. Hierdurch ergibt sich eine erhebliche Energiekostenreduzierung,
die, ie nach Art der zu verformenden Folienflächen,
bis zu 4o % betragen kann.
Die Erfindung schlägt ferner vor, daß die Kontaktheizflächen gleicher Torrn, Größe und Anordnung auf einander auf Unter— und
Oberseite der Folie gegenüberliegender Position angeordnet und gegeneinander synchron verfahrbar sind. Ein gegenläufiges^
synchrones Verfahren der Kontaktheizflächen stellt sicher, daß
die gewünschten Folienbereiche jeweils genau und zuverlässig erwärrt werden.
Dabei ist es zweckmäßig, daß die Bewegung der Kontaktheizflächen
taktweise in Abhängigkeit von dem Vorschub der Folie steuerbar ist. Eine solche Vorrichtung ist für kontinuierlich auf einer
Fertigungsstraße verformte Folien erforderlich.
Die Erfindung schlägt weiterhin vor, daß zwischen und rings um
die auf einer aemeinsamen Platte angeordneten Kontaktheizflächen
zurfickspringende Bereiche vorgesehen sind, die mit den nicht
zu erwärmenden Folienbereichen korrespondieren. Solche zurückspringendenBereiche
übertragen keine Wärme auf die Folie, und die entsprechenden Folienbereiche bleiben demnach praktisch
kalt.
Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung sind die Träger für die Heizjjlatten und deren Antrieb in oder entgegen der Vorschubrichtung
der Folien verschiebbar und in jeder gewünschten Position arretierbar. Hierdurch wird ein genaues Ausrichten der
Heizstation zu einer nachgeschalteten Formstation möglich.
Es ist besonders zweckmäßig, daß die Träger für die oberen und
unteren Heizplatten mittels einer Zwangsführungseinrichtung
gegeneinander und auseinander bewegbar sind.
Nach einen v/eiteren Vorschlag der Erfindung weist die Zwangsfiihrungseinrichtung
parallele Führungsrohre auf, auf denen die Träger gleitbar angeordnet sind, wobei von dem oberen Träger
ein gelenkig gelagerter Hebel zu einem ortsfesten gelagerten Kipphebel Piuft, an dessen anderem Ende ein mit dem unteren
TrU-jer schwenkbar <i&* b"Ov*dev\ftv HebtL umgelenkt ist.
-4-
309825/0491 BAD
Io Io4 -4- 26.11.1971
Bei den bekannten Kontaktheizungen für die gesamte Folie werden
obere Kontaktheizflächen mittels Aufzugsketten auf die Folie abgesenkt
oder nach oben gezogen. Dabei kann der Zeitpunkt der Folienberührung nicht so genau bestimmt werden, wie dies unbedingt
nötig ist, um stets einen zeitlich begrenzten und in seinem
/indruck, genau definierten Kontakt zwischen den Heizflächen und
der Folie zu erreichen. Durch die Zwangsführungseinrichtung gemäß
der Erfindung ist nun stets sichergestellt, daß die jeweils von oben und unten sich an die Folie anlegenden Kontaktheiz—
flächen stets mit einem genau vorherbestimmbaren Druck und zu einen genau bestimmbaren Zeitpunkt anliegen- Hierdurch wird
sicherqcste]It, daß die zu verformenden Folienbereiche immer
^ unter gleichbleibenden, definierten Bedingungen erwärmt werden*
Nachstehend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung im einzelnen beschrieben, Es
zeigen:
Fig.l eine perspektivische Ansicht auf zwei Bearbeitungs-
Btationen eines Folienbandes,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Vorrichtung zum Erwärmen mit
nichgeschalteter Verformungs- und Füllstation,
Fig.3 eine schematisierte Ansicht der Vorrichtung entlang
Ebene III - III.
Eine Folie 1 wird kontinuierlich von einer Vorratsrolle 2 ab-
^ jezoaen und durch eine Bearbeitungsvo.rrichtung geschickt, von
der ein Teil schematisch in Figur 2 dargestellt ist. Die Folie
gelangt zunächst zur IIeizstation,3 in der die zu verfoonenden
r-ereiche durch Kontakt mit den Heizplatten erwärmt werden. Anschließend
v/erden die erwärmten Bereiche mit Vakuum in der Verformunjsstat
ion 4 tinfgozoaen, so daß sich ein Band nach unten
hnrausracender Becher 7 ergibt. Diese Becher werden schließlich
in (1QT Fiil !.'»tat i on5:Tii t einem Produkt befüllt, danach verschlossen
um' schließlich voneinander getrennt. Aus-Figur 1 ist ersichtlich,
Io Io4 -5- 26.11.1971
daß sowohl e'er untere Träger 8 als auch der obere Träger 9
jeweils sechs Heizplatten6aufweisen, die voneinander durch Rinnen Io oder zurückspringende Bereiche getrennt sind. Es
liegen sich auf der Oberseite der Folie und auf der Unterseite jeweils in Form und Anordnung völlig identische Heizplatten
6unc1 rinnen Io gegenüber. Die Heizplattenleistung wirdüber
eine elektronische Regelung konstant gehalten. Die Form und 3rö3e der Heizplatten 6 entspricht der Form und Größe der
durch die Kanten 11 gebildeten oberen öffnung der Becher 7. Rein Aufheizen der Folie bleiben die waagerecht liegenden Bereiche,
welche ein ebenes, zusammenhängendes Gitter bilden, kalt. Sie verwerfen und verformen sich nicht und bilden damit
ideale Bereiche für den zeitlich und örtlich genau definierten V7eitertransport der tiefgezogenen Becher 7 zu den nächsten Bearbeitungsstationen.
Aus Figuren 2 und 3 ist ersichtlich, in welcher Weise der untere Träger 8 und der obere Träger 9 synchron zueinander verfahren
werden. An einer Stange 13, die in Richtung des Doppelpfeils 12 translatorisch bewegbar ist, ist ein Halter 14 mit
einer Stange 15 festgeklemmt. Bei einem translatorischen Bewegen
der Stange 13 wird diese Bewegung über den Halter 14 und die Stange 15 in den ortsfest, jedoch schwenkbar gelagerten
Winkelhebel 16 eingeleitet, an dessen einem Ende eine Stange 17a anrrelenkt ist, die mit ihrem anderen Ende gelenkig an den
unteren Träger 8 angreift. Der untere Träger 8 und der obere Träger 9 werden völlig parallel zueinander auf den Führungsstanjen
17 und 13 geführt. Am unteren Träger .8 sind die beiden Hebel 19,2o angelenkt, die mit ihren anderen Enden jeweils gelenkig
mit den ortsfest, jedoch schwenkbar gelagerten Kipphebeln 21 und 22 verbunden sind. An den anderen Enden der Kipphebel
befinden sich angelenkte Hebel 23 und 24, die ihrerseits gelenkig an dem oberen Träger 9 angreifen. Die translatorische
Bewegung der Stange 13 führt über den Halter 14 und die Stange 15 zu einem Verschwenken des Winkelhebels.16 und damit zu einer
auf und ab gehenden Bewegung der Führungsstange 17a, welche
ihrerseits den unteren Träger 8 mitnimmt. Der untere Träger 8
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"6"
Io Io4 -6- 26.11.1971
wiederum überträgt die Bewegung über die Hebel 19, 2o, ferner
über die Kipphebel 21,22 und die Hebel 23,24 auf den oberen Träger 9. Die Bewegung der unteren Heizplatten ist also zwangsweise
mit 6er Bewegung der oberen Heizplatten gekoppelt, und
zwar derart, daß die oberen und unteren Heizplatten die Folie: jeweils zu gleicher Zeit aus unterschiedlichen Richtungen erreichen.
-Patentansprüche-
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Claims (1)
1O4 - 7 - 26.11.1971
Patentansprüche
vorrichtung zum Erwärmen thermoplastischer Folien durch
Kontaktheizflächen, dadurch gekennzeichnet,
daß die Forin und Größe der Kontaktheizflächen (6) der
Form und Größe des zu erwärmenden und zu verformenden
Folienbereichs entsnricht.
Vorrichtung nach Ansnruch 1# dadurch g e k e η η- ™
zeichne t, daß die Kontaktheizflächen <6) gleicher
11Om, Größe und Anordnung auf einander gegenüberliegender
Position auf Unter- und Oberseite der Folie (I) angeordnet und gegeneinander svnchron verfahrbar sind.
Vorrichtung nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung der Kontaktheizflachen
(6) taktweise in Abhängigkeit von dem Vorschub der
Folie (1) steuerbar ist.
"orrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, i
dadurch gekennze ich net, daß zwischen den und
rinas un die auf einem gemeinsamen Träger angeordneten Kontaktheizflächen f6) zurückspringende Bereiche (1O) vorgesehen
sind, die mit den nicht zu erwärmenden und zu verformonden
Folienbereiche korrespondieren.
Ί (I iJ H *-·? l·· /i ϊ3 1 " wrvO ORIGINAL
Io4 -8- 26.11.1971
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Träger (8,9)
für die Heizplatten (6) und deren Antrieb in oder entgegen der Vorschubrichtung der Folie (1) verschiebbar und in
joder gewünschten Position arretierbar sind.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Träger (8,9)
für die oberen und unteren Heizplatten (6) mittels einer Zwangsführungseinrichtung gegeneinander und auseinander
bewegbar sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwangsführungseinrichtung parallele
Führungsrohre (17,18) aufweist, auf denen die Träger (8,9) gleitbar angeordnet sind, wobei von dem oberen Träger (8)
ein gelenkig gelagerter Hebel (23;24) zu einem ortsfest gelagerten Kipphebel (21;22) verläuft, an dessen anderem
Ende ein mit deni unteren Träger (8) schwenkbar verbundener
Hebel (19;2o) nngelenkt ist.
309825/0491 BAD ORK31NAL
Leerseite
Priority Applications (3)
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|---|---|---|---|
| DE19712161272 DE2161272A1 (de) | 1971-12-10 | 1971-12-10 | Vorrichtung zum erwaermen thermoplastischer folien |
| IT3266572A IT971681B (it) | 1971-12-10 | 1972-12-07 | Dispositivo per riscaldare i laminati termoplastici |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19712161272 DE2161272A1 (de) | 1971-12-10 | 1971-12-10 | Vorrichtung zum erwaermen thermoplastischer folien |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family
ID=5827579
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| IT (1) | IT971681B (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0146700A3 (en) * | 1983-10-06 | 1985-11-06 | Servichem Ag | Device for manufacturing of articles from a web of a thermoplastic sheet and its use for producing parts of containers |
| US4909722A (en) * | 1987-06-23 | 1990-03-20 | Shionogi & Co., Ltd. | Apparatus for PTP pocket formation |
| US5571473A (en) * | 1989-12-28 | 1996-11-05 | Idemitsu Petrochemical Co., Ltd. | Process for thermoforming thermoplastic resin sheet |
-
1971
- 1971-12-10 DE DE19712161272 patent/DE2161272A1/de active Pending
-
1972
- 1972-12-07 IT IT3266572A patent/IT971681B/it active
- 1972-12-08 FR FR7243769A patent/FR2162597A1/fr active Granted
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0146700A3 (en) * | 1983-10-06 | 1985-11-06 | Servichem Ag | Device for manufacturing of articles from a web of a thermoplastic sheet and its use for producing parts of containers |
| US4778372A (en) * | 1983-10-06 | 1988-10-18 | Servichem Ag | Thermoplastic web conveying mechanism and thermoforming apparatus |
| US4909722A (en) * | 1987-06-23 | 1990-03-20 | Shionogi & Co., Ltd. | Apparatus for PTP pocket formation |
| US5571473A (en) * | 1989-12-28 | 1996-11-05 | Idemitsu Petrochemical Co., Ltd. | Process for thermoforming thermoplastic resin sheet |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| IT971681B (it) | 1974-05-10 |
| FR2162597B1 (de) | 1976-10-29 |
| FR2162597A1 (en) | 1973-07-20 |
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