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DE2159905C3 - Verfahren zur Herstellung von Chelatpolymeren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Chelatpolymeren

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DE2159905C3
DE2159905C3 DE19712159905 DE2159905A DE2159905C3 DE 2159905 C3 DE2159905 C3 DE 2159905C3 DE 19712159905 DE19712159905 DE 19712159905 DE 2159905 A DE2159905 A DE 2159905A DE 2159905 C3 DE2159905 C3 DE 2159905C3
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DE
Germany
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chelate
polymer
molecular weight
high molecular
powder
Prior art date
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DE19712159905
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DE2159905A1 (de
DE2159905B2 (de
Inventor
Kiichiro Tokio Fujihira
Akira Tanshi Tokio Nakatani
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
KK Kaken Tokio
Original Assignee
KK Kaken Tokio
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Publication date
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Publication of DE2159905B2 publication Critical patent/DE2159905B2/de
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Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G69/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a carboxylic amide link in the main chain of the macromolecule
    • C08G69/48Polymers modified by chemical after-treatment

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)
  • Silicates, Zeolites, And Molecular Sieves (AREA)
  • Pigments, Carbon Blacks, Or Wood Stains (AREA)
  • Manufacture Of Porous Articles, And Recovery And Treatment Of Waste Products (AREA)
  • Hard Magnetic Materials (AREA)
  • Polyamides (AREA)
  • Sliding-Contact Bearings (AREA)

Description

Juhylenglykol oder irgendeine verdünnte Säure, die lumindest das Polymer löst.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird das Peptidgruppen enthaltende lineare hochmolei ulare Polymer juersi mit einem Pulver von einer Partikelgröße kleiner als 250 mesh der die Chelatbindung eingehenden »norganischen Verbindung gemischt. Diese Mischung wird dann der Rekristallisation unterzogen, so daß man ein kristallisiertes peptidgebundenes lineares Polymer mit einer Partikel größe von weniger als 20 μ erhält. Dieses wird anschließend in eine Kugelmühle oder eine Mischwakenmühle eingegeben, woraufhin Wasser in einer Menge zugegeben wird, daß man eine Schlämmkonzentration von 40 bis 60 % erhält. Während des Misch- und Mahlvorganges läßt man die Mischung eine chemische Reaktion auf Grund der Kollision zwischen den Partikeln für eine Zeitdauer von wenigen Stunden ausführen. Las Ende der Reaktion läßt sich optisch durch die entsprechende Färbung der angewendeten anorganischen Verbindung feststellen. Die Art und Weise, in der die Färbung jtattfindet, ist vielfältiger Art und hängt von der jeweils angewendeten anorganischen Verbindung ab. Der ursprüngliche Farbton, der sich zum Zeitpunkt des Mischens beobachten läßt, verändert sich im Verlauf der Reaktion, bis eine gleichbleibende Chelat-Farbe auftritt. Dadurch wird angezeigt, daß die Wasserstoffjonen-Konzentralion einen konstanten Wert erreicht hat und somit die Reaktion abgeschlossen ist. Ls zeigt sich, daß die auf diese Weise hergestellte Mischung Wasser tnthält und im übrigen aus einem Pulver, das teilweise durch die anorganische Verbindung eine Chelatbindung eingegangen ist, und aus einem Pulver der aktivierten anorganischen Verbindung besteht. Das Gemisch wird anschließend durch Filtrieren bei oder unterhalb von 60°C separiert, ausreichend getrocknet und einem Pulver eines Peptidgruppcn haltigen linearen hochmolekularen Polymers zugegeben, wobei letzteres eine Menge von 20 bis 60% ausmacht. Die sich daraus ergebende Mischung wird anschließend im Pulverformverfahren geformt und anschließend unter einer inerten Gasatmosphäre gesintert. Wenn der Sintervorgang bei einer Temperatur von etwa 250 ± 100C ausgeführt wird, erhält man Produkte, die hinsichtlich ihrer Festigkeit und ihrer Abmessungen bezüglich der Form (Schwundmaß) konstant bleiben.
Nachfolgend wird das erfindungsgemäße Verfahren im Einzelnen durch Hervorhebung der vier Hauptschritte näher erläutert.
Die Überführung in den Kolloid-Zustand
Kugelmühle wird zweckmäßigerweise auch nach der Ausbildung des Kolloid-Gemisches in Betrieb gehalten, um die Reifung zu bewirken. Der Abschluß dei Kolloid-Bildung läßt sich durch die besondere Färbung der angewendeten anorganischen Verbindung erkennen.
In dem Fall, daß Wasser als Lösungsmittel verwendet wird, kann ein Kolloid-Gemisch, das auf ähnliche Weise hergestellt worden ist, durch Dehydration getrocknet und fein pulverisiert werden.
Zur Überführung in den Kolloid-Zustand kann man ein homogenes Kolloid-Gemisch auch dadurch erhalten, daß man ein kristallisiertes Peptidgrur pen enthaltendes lineares hochmolekulares Polymer mit einer oder mehreren anorganischen Verbindungen aus der obenstehend genannten Gruppe ohne Lösungsmitte! vermischt und pulverisiert und anschließend nur allmählich das Koordinationsgruppen enthaltende Lösungsmittel bei fortwährendem Mischen zugibt. Das daraus erhaltene Kolloid-Gemisch stellt ein unvollständig chelatgebundenes instabiles Chelatpolymer dar.
Der Rekristallisationsschritt
Das aus dem Kolloid-Verfahren erhaltene Kolloid-Gemisch wird einer heißen Lösung zugegeben, in der ein kristallisiertes Peptidgruppen enthaltendes lineares hochmolekulares Polymer aufgelöst ist. Nach ausreichendem Erwärmen unter gleichzeitigem Umrühren wird die Lösung zur Rekristallisation stehengelassen. Nach Verflüchtigung des Lösungsmittels verbleibt ein kristallisiertes Pulver.
Um eine oxydische Beeinträchtigung des linearen hochmolekularen Polymers durch den Luftsauerstoff zu vermeiden, muß die Rekristallisation unter einer inerten Gasatmosphäre ausgeführt werden.
Ein kolloidales Pulver, das man aus dem Kolloid-Verfahren erhält, in dem außer Wasser kein sonstiges Lösungsmiitel angewendet worden ist, wird der heißen Lösung des linearen hochmolekularen Polymers nicht zugegeben, sondern beiseite gestellt. Lediglich ι in kristallisiertes Peptidgruppen enthaltendes lineares hochmolekulares Polymer wird bis zu einem Pulver rekristallisiert, das anschließend dem kolloidalen Pulver zugegeben und daraus eine Mischung hergestellt wird. Auf diese Weise läßt sich das Verfahren vereinfachen, ohne die Gefahr einer oxydischen Beeinträchtigung des linearen hochmolekularen Polymers heraufzubeschwören.
Eine oder mehrere anorganische Verbindungen, die eine Chelatbindung mit Peptidgruppen induzieren, wiez. B. Aluminiumoxyd, Kalziumoxyd, Bleimonoxyd, Siliziumanhydrid, die Glimmer-Gruppe und Ton, werden in eine Kugelmühle gegeben, um sie zuvor aufzuschließen oder zu entflechten. Anschließend wird ein Koordinationsgruppen enthaltendes Lösungsmittel, wie z. B. Wasser, Äthylenglykol oder ein sonstiges Lösungsmittel, das in der Lage ist, das Peptidgruppen enthaltende, lineare hochmolekulare Polymer aufzulösen, zugeführt. Daran schließt sich die Zugabe eines Pulvers des kristallisierten linearen hochmolekularen Polymers an, das eine kristallisierte Peptidgruppe enthält, wobei zur Herstellung einer homogenen kolloidalen Mischung kräftig umgerührt wird. Die Pulverformungsschritt
Die Formgebung wird durch Anwendung eine: Formtrennmittels in Übereinstimmung mit von de: Metallurgie her bekannten Pulverformverfahren durch geführt. Der erforderliche Druck liegt in der Größen Ordnung von 500 bis 1000 kp/cm2, jedoch läßt sich de tatsächliche kritische Druck nur in Abhängigkeit voi der Art der angewendeten anorganischen Verbindung dem Mischverhältnis zwischen anorganischer Ver bindung und linearem hochmolekularem Polymer um der Dichte bzw. dem spezifischen Gewicht des ζ verformenden Pulvers bestimmen. Der Formvorgan wird entweder unter einer mechanischen oder eint hydraulischen Presse bei einem Druck unterhalb de Bruchpunktes des Pulvers durchgeführt.
n>.», c-«< n*r„n„„ warmem Wasser gewaschen, woran sich eine Filtration
Der Sintervorgang , . , . 6 , ' ,, ,, . .
und Dehydration anschloß, so daß man das Kolloid
In Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung erhielt. Dieses wurde bei einer Temperatur unterhalb
wird der Sintervorgang in Gegenwart eines inerten 600C getrocknet und zu einem Pulver mit einer Parti-
Gases, z. B. von Stickstoff, durchgeführt, so daß das 5 kelgröße von weniger als 200 mesh pulverisiert,
in dem Pulver geformten Gegenstand eingeschlossene Dem so erhaltenen Pulver wurde pulverisiertes
Gas, das hauptsächlich aus Sauerstoff besteht, durch Bariumferrit, das zuvor durch (halb) Brennen geröstet
ersteres ersetzt wird. Anschließend an eine Vorer- worden war, in einer Menge von 5 Gewichtsprozent
hitzung in einem vorgeschalteten Veraschungsofen zugegeben und dadurch eine Mischung hergestellt,
wird der pulvergeformte Gegenstand kontinuierlich in io die durch Zugabe eines Bindemittels, wie z. B. PoIy-
einen Hauptsinterofen überführt, wo er bei einer vinylalkohol, granuliert wurde. Man erhielt ein
Temperatur unterhalb seines Schmelzpunktes gesintert Granulat mit einer Korngröße in der Größenordnung
und allmählich auf Normaltemperatur abgekühlt wird. von 20 mesh. Das Granulat wurde in Gegenwart eines
Im Verlauf dieses Sinterschrittes gehen das Peptid- inerten Gases mit einem Druck von 1 bis l,5to/cm*
gruppen enthaltende hochmolekulare Polymer und 15 geformt. Anschließend wurde das Formteil 2Stunden
die Metallatome in der organischen Verbindung eine lang auf eine Temperatur von 250 bis 260°C in einer
feste Koordinations-Bindung ein und bilden somit Stickstoffatmosphäre erhitzt und daraufhin allmählich
das Chelatpolymer. Zum Zwecke des besseren Ver- auf Raumtemperatur abgekühlt,
ständnisses des Ablaufes dieser Koordinations-Bindung In der herkömmlichen Ferrit-Sintertechnik wird zwar
wird auf die F i g. 1 der Zeichnungen verwiesen. 20 eine Sintertemperatur von mehreren tausend Grad
Darin zeigt die Abb. I einen Chelatbindungs-Zustand angewendet. In dem Verfahren nach der vorliegenden
unmittelbar nach dem Kaltpressen anschließend an das Erfindung kann jedoch das Sintern bei einer beträcht-
Kolloid-Verfahren. Die Abb. II zeigt einen Chelat- lieh niedrigeren Temperatur ausgeführt werden, wobei
bindungs-Zustand, wie er sich nach dem vorläufigen man ausgezeichnete Produkte mit ausreichender Festig-
Sintervorgang einstellt. Die Abb. III zeigt den Chelat- 25 keit und einer Magnetstärke bzw. Magnetisierung in
bindungs-Zustand 1 Stunde nach dem Sintervorgang der Größenordnung von 2000 G bzw. 1500 BHC
im Hauptsinterofen, und schließlich zeigt die Abb. IV erhält.
den Zustand nach vollständig abgeschlossenem Sintern. . · 1 ?
Aus den Abbildungen ergibt sich, daß das Sintern e 1 s ρ 1 e
eine wesentliche Bedeutung besitzt. 30 50 g feinpulverisiertes Kalziumoxyd und 50 g PolyWenn ein Polyamid-Kunststoff system angewendet amidpulver wurden zu 100 g Wasser zugegeben und wird, muß das Sintern 2 bis 2,5 Stunden in der Weise diese Mischung in einer Kolloid-Mühle 4 Stunden lang durchgeführt werden, daß die Temperatur allmählich zu einem homogenen Kolloid verarbeitet. Das Kolloid bis auf 250 bis 2600C ansteigt und anschließend der wurde 24 Stunden lang bei einer Temperatur von 700C gesinterte Gegenstand stehengelassen wird, um über 35 luftgetrocknet und dadurch ein »Meister«-Pulver eine ausreichende Zeitdauer hinweg abzukühlen. Wenn erzeugt. 100 g dieses Meister-Pulvers wurden mit 400 g zu rasch abgekühlt wird, weist der auf solche Weise eines Polyamidpulvers vermischt und die Mischung erhaltene Gegenstand verschiedene physikalische und mit einem Druck von 700 kp/cma bei Raumtemperatur chemische Nachteile auf, die sich z. B. als verminderte geformt und anschließend 2 Stunden lang bei 2500C Widerstandsfähigkeit gegen Abrasion. Belastung und 40 unter Stickstoffatmosphäre gesintert.
Korrosion äußern.
Bei der herkömmlichen Verwendung des Begriffes Beispiel 3
»Sintern« bezeichnet dieser einer Erscheinung, bei der
innerhalb einer Menge von feinpulverisierten Teilchen 50 g feinpulverisiertes Bleimonoxyd und 50 g (Geeine Verzahnung und Riffelung während deren Er- 45 samtmenge) von Nylon 6,6 und Nylon 6-Faserabfall hitzung auf eine Temperatur unterhalb ihrem Schmelz- wurden in eine Kolloid-Mühle zusammen mit 100 g punkt auftritt. Mit anderen Worten bedeutet dies, daß eines Koordinationsgruppen enthaltenden Äthyleneine Teilchenmenge mit unstabiler Oberflächenenergie glykols eingegeben. Daraus wurde homogenes kolloidal in einen stabileren Zustand durch Zufuhr von Wärme- dispergiertes Material erzeugt, das bei niedriger energie überführt wird. Im Gegensatz hierzu hat der 50 Temperatur zu etwa 100 g Pulver getrocknet wurde, hier verwendete Begriff »Sintern« eine davon abwei- Nach Mischen und Kneten des Pulvers zusammen mit chende Bedeutung, nämlich diejenige, daß eine Pulver- 400 g eines kristallisierten peptidhaltigen pulverisierten menge einer Röstung bei einer Temperatur unterhalb linearen hochmolekularen Polymers erhielt man eine ihrem Schmelzpunkt unterzogen wird, um eine Chelat- Mischung, die bei einem Druck von 700 kp/cm2 bindung und Koagulation bei nur geringfügigen 55 geformt wurde. Nach Ersetzen des in dem Formling Abmessungsänderungen herbeizuführen. eingeschlossenen Sauerstoffes durch Stickstoff wurde Die Erfindung wird nachfolgend an Hand mehrerer der Formling 30 Minuten lang bei 25O°C zur Erzielung Beispiele näher erläutert. eines Chelatpolymers gesintert.
Beispiell D · · , ,
K Bei s ρ ι e 1 4
In 11 Eisessigsäure (20%, 500C) wurden 200 g Eine Mischung aus 50 g Wasserglas und 50 g
Faserfetzen von Nylon 6,6 und 200 g Riemenbruch- Polyamidpulver wurde durch Zugabe von 100 g
stücke von Nylon 6 aufgelöst. Dieser Lösung wurde eine Wasser in kolloidalem Zustand überführt Das auf 60°C warme Lösung von Bariumhydroxyd unter 65 diese Weise hergestellte Kolloid wurd». dehydriert und
gleichzeitigem Umrühren zugegeben, so daß maneinen zu einem Pulver getrocknet, dem 400 g pulverisiertes
kolloidalen Niederschlag erhielt. Dieser auf diese Polyamid zugegeben wurden. Anschließend wurde
Weise hergestellte kolloidale Niederschlag wurde mit gemischt und geknetet. Die erhaltene Mischunc wurde
lann unter einem Druck von 500 kp/cma in inerter \tmosphäre geformt. Daraufhin wurde die Temperatur illmählich auf 250°C gesteigert, bis der Sintervorgang /ollzogen war. Man erhielt ein Chelatpolymer.
Die Tabelle 1 zeigt einige weitere Beispiele, die ähnlich den vorhergehend erläuterten sind, wobei jedes Beispiel kurz in seinen einzelnen Schritten erläutert wird.
Tabelle 1
Bleimonoxyd Wasserglas Bentonit Sericil
PbO Na2O, SiO2 SiO2, AIjOj usw. SiO,, Al8Oj
Kolloid-MahlvorEanE 50 g 50 g 50 g 50 g
Polyamidpulver: 50 g
Wasser: 100 g
Zeit: 4 h
Trocknung (Lufttrocknung) 70°C 50° C 70° C 70° C
»Meister«-Pulver 100 ε 24 h 48 h 24 h 24 h
Gewicht des Polyamids 400g 300 g 400 g 400 g
Das Pulver enthielt 0,1 g Stearin-
Säure
Formdruck (bei Raumtemperatur) 700 kp/cm2 500 kp/cm2 800 kp/cm2 800 kp/cm2
Sintertemoeratur 250° C 250° C 2550C 255°C
Atmosphäre: N2-GaS
Zeit: 30 Minuten
Tragfestigkeit des Formlings 2,5 kp/cm= 1,2 kp/cm2 2,3 kp/cm2 2,8 kp/cm2
Fippnschaften .... gute Porosität gute gute
Schmierfähigkeit 50% Schmierfähigkeit Schmierfähigkeit
Die Tabelle 2 gibt die Abmessungsveränderungen wieder, die an den erfindungsgemäß hergestellten Formungen bei Untersuchung mittels verschiedener Zerstörungslasten auftreten.
Tabelle 2
Festigkeit
(Zerstörungslast)
14 kp 12 kp 10 kp
4x8x3 cm
Abmessungs
veränderung
Innendurch
messer, %.. -1,0 -0,75 -0,5
Außendurch
messer, %.. -2,3 -1,7 -1,2
Länge, % .. + 3,0 +2,5 +2,0
Sintertempera
tur-Bereich,
°C 258 bis 260 250 bis 260 240 bis 260
Anmerkung:
Die Tabelle 2 zeigt die Ergebnisse von Zerstörungsversuchen an einem gesinterten Gegenstand nach der vorliegenden Erfindung, der 80% Nylon 6,6 und 20% SiO enthielt und eine Dichte von 1,1 g/cm* besaß.
Die Chelatpolymere der vorliegenden Erfindung sind dadurch gekennzeichnet, daß sie zahlreiche unterschiedliche Eigenschaften aufweisen, die jeweils von der Auswahl der verwendeten anorganischen Verbindung abhängen, und daß sie im allgemeinen gute elektrische Eigenschaften und einen erhöhten Abrasionswiderstand auf Grund der Gegenwart der anorganischen Verbindung besitzen. So hat sich z. B. gezeigt, daß Silica-Polyamid-Systeme und Graphit-Polyamid-Systeme ausgezeichnete Schmiereigenschaften aufweisen und bei Anwendung z. B. auf Kurven- oder Nockenscheiben völlig geräuchlos arbeiten. Außerdem sind sie den herkömmlichen Polyamid kunststoffen bezüglich des Wärmewiderstandes überlegen. Bei Wasserglas-Polyamid-Systemen erhält man hochporöse Produkte, die die Imprägnierung mit verschiedenen Farben und Lösungsmitteln gestatten. Chromoxyd-Polyamid-Systerne und Aluminium-Polyamid-Systeme können bei exakter Steuerung Teile mit einer gewünschten bestimmten Farbe liefern. Insbesondere erwies sich ein Muster auf weißen Grunde des Endproduktes als sehr vorteilhaft. Es ließ sich auch eine natürliche Farbe durch Steuerung des Mischverhältnisses der anorganischen Verbindung erzielen.
Die Chelatpolymere, die durch das erfindungsgemäße Verfahren hergestellt werden, finden weite Anwendung, auch in elektrischen Einrichtungen für die Kommunikation, elektrischen Haushaltsgeräten, Kontaktelementen in verschiedenen elektronischen Komponenten, Büromaschinen, Getrieben, Führungselementen, Nockenlagern, Kolbenringen, Kerne von Schreibfedern, Farbwalzen, Filtern u. dgl. Die anorganische Verbindung läßt sich jeweilr in Abhängigkeit von der speziellen Verwendung des Endproduktes auswählen. Einige Beispiele davon sind in der nachfolgenden Tabelle 3 erläutert.
509 645/190
21 59 90S
Tabelle 3
Eigenschaft Zugegebenes feines. Pulver
Schmierfähigkeit, Molybdänbisulfid,
Abrasionswiderstand Graphit, Tonerde
Polierfähigkeit Carborundum, Diamant
staub, Polierpulver
Dielektrizität Metallpulver (Cu, Pb, Fe),
Metallverbindungen
(PbO, Fe2O3)
Elektrische Eigen Keramikmaterial
schaften (TiO2, SiO2)
Halbleiter Si, Ge
Porosität CaCO3
Die Tabellen 4, 5 und 6 geben mechanische Eigenschaften eines gesinterten Polyamid-Gegenstandes wieder, der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt wurde. Es handelt sich dabei um die charakteristischen Werte dieses Gegenstandes bei dessen Verwendung als Tragelement im Vergleich zu den entsprechenden Werten von Gegenständen aus herkömmlichem Material.
Tabelle 4
Dichte 1,00 bis 1,50 g/cm3
Porosität 10 bis 50 %
Bruchfestigkeit 150 bis 250 kp/cm2
Schlagfestigkeit 5 m kp/cm2
Biegefestigkeit 500 bis 650 kp/cm2
Tragfestigkeit 1,2 bis 7,5 kp/mm2
Tabelle 5
Zulässige Belastung 100 bis 200 kp/cma
Maximale Arbeitstemperatur 70 bis 1000C
PV-Wert 1000 bis 2000 kp/cma cm/see
Tabelle 6
15 Zulässige
Belastung
kg
Maximale
Arbeits
temperatur
"C
PV-Wert
kp/cm1
cm/sec
Phenolharz ..
Gummi
ίο Holz
Sinterbronze..
Sintereisen ...
Kohle
420
35
140
315
560
40
93
66
66
66
66
400
534
534
1760
1760
534
Wie vorstehend erläutert, zeigt die vorliegende Erfindung ein einfaches Verfahren zur Herstellung vor Chelatpolymeren mit ausgezeichneten physikalischer und chemischen Eigenschaften auf. Bei diesem VerVerfahren kann jeglicher Abfall oder Ausschuß dei Ausgangsmaterialien weitgehend vermieden werden
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (5)

ι 2 linearen hochmolekularen Polymer eingehen kann, Patentansprüche- in einem Koordinationsgruppen enthaltenden Lösungsmittel in kolloidalen Zustand gebracht werden,
1. Verfahren zur Herstellung von Chelatpoly- daß das Kolloid dehydriert und zu einem feinen meren, dadurch gekennzeichnet, daß 5 Pulver getrocknet wird und daß das Pulver zusammen ein Peptidgruppen enthaltendes lineares hoch- mit einem pulvrigen kristallisierten, Peptidgruppen molekulares Polymer und eine anorganische Ver- enthaltenden linearen hochmolekularen Polymer zu bindung, die eine Chelatbindung mit dem linearen einer homogenen Mischung geknetet und anschließend hochmolekularen Polymer eingehen kann, in einem zur Erzeugung der Chelatbindung bei einem unterhalb Koordinationsgruppen enthaltenden Lösungsmittel io des Bruchpunktes hegenden Druck und einer unterhalb in kolloidalen Zustand gebracht werden, daß das des Schmelzpunktes des Polymers liegenden Tem-Kolloid dehydriert und zu einem feinen Pulver peratur gesintert wird.
getrocknet wird und daß das Pulver zusammen Die Erfindung betrifft somit ein Verfahren zur
mit einem pulvrigen kristallisierten Peptidgruppen Her:'.ellung von Chelatpolymeren, in dem ein Peptid-
enthaltenden linearen hochmo'-kularen Polymer 15 gruppen enthaltendes lineares hochmolekulares PoIy-
zu einer homogenen Mischung geknetet und mer und eine anorganische Verbindung bei einer
und anschließend zur Erzeugung der Chelatbindung bestimmten Temperatur zusammen gesintert werden.
bei einem unterhalb des Bruchpunktes liegenden Sie schlägt also vor, die Endstufe des herkömmJicher-
Druck und einer unterhalb des Schmelzpunktes weise nassen Prozesses zur Herstellung von Chelat-
des Polymers liegenden Temperatur gesintert wird. 20 polymeren durch ein trockenes Verfahren zu ersetzen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- d. h. also, zuerst das Peptidgruppen enthaltende zeichnet, daß das Lösungsmittel erst nach der lineare hochmolekulare Polymer in kolloidale Form Vermischung des Polymers und der organischen zu überführen, aus dem ein durch Fühlen nicht greif-Verbindung zugegeben wird. bares Pulver mit einer Partikelgröße von weniger als
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch 25 10 mesh (USA.-ilebmaß) rekristaHisiert wird. Dem gekennzeichnet, daß als Polymer ein Polyamid- Pulver \v,rd dann eine die Chelatbindung einleitende System verwendet wird. ' anorganische Verbindung zugegeben und eine Mi-
4. Verfahren nach einem oder mehreren der schung hergestellt, die anschließend bei einer Ternpc-Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als ratur unterhalb des Zersetzungspunktes des hochanorganische Verbindung mindestens eine aus der 30 molekularen Polymers gesintert wird. Dadurch wird Gruppe Aluminiumoxyd, Bleimonoxyd, Kalzium- das Chelatpolymer hergestellt.
oxyd, Kieselsäureanhydrid, natürlicher Glimmer, Das auf diese Weise erhaltene Chelatpolymer ist
Ton verwendet wird. dicht und trotzdem leicht, besitzt eine hohe Wiaer-
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Standsfähigkeit gegen Abrasion, Alterung und Korro-Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß 35 sion und vermittelt ausgezeichnete Schmiereigender Sintervorgang bei einer Temperatur von 250 schäften. Für einige spezielle Anwendungszwecke kann bis 260° C unter inerter Atmosphäre durchgeführt das Chelatpolymer auch als poröses Material hergestellt wird. werden, das gute schalldämmende Eigenschaften
besitzt.
40 Erfindungsgemäß lassen sich als Peptidgruppen
enthaltendes lineares hochmolekulares Polymer Polyamid-Kunstharzsysteme, wie Polyhexamethylen-Adipinsäureamid, Polyhexamethylen-Sebacinsäureamid
Es sind bis heute bereits zahlreiche Untersuchungen und Poly-e-CaproIactam verwenden. Jedoch können vorgenommen worden, um eine Chelatbindungs- 45 auch andere Peptidgruppen enthaltende Proteine Technik zu entwickeln, die es erlaubt, Chelatpolymere in gleicher Weise angewendet werden. Darüber hinaus erhalten, die eine höhere Tragfestigkeit, höhere können erfindungsgemäß die Herstellungskosten durch W erstan Isfahigkeit gegen Abrasion und Chemikalien Verwendung von Abfällen derartiger Peptidgruppen sowie sonstige anstrebenswerte Eigenschaften auf- enthaltender Polymere gesenkt werden. In diesem weisen, cnelatpolymere werden auf zahlreichen An- 50 Falle müssen die Abfälle, z. B. die Fetzen, rekristalliwendungsgebieten eingesetzt. Ein sehr altes Beispiel siert werden. Dieser zusätzliche Rekristallisationsist die Anwendung in der Ledergerbindustrie, in der prozeß bedingt jedoch keine wesentliche Komplikation Bichromat und Thiosulfat auf die Lederoberfläche des einfachen Chelatbildungsverfahrens nach der aufgebracht werden. Auch Protein wird zur Bildung vorliegenden Erfindung.
eines basischen Chromats oder einer Chelatverbindung 55 Als anorganische Verbindung zur Bildung der
eines ol-Komplexes auf dieser Fläche verwendet. Komplexverbindung können erfindungsgemäß AIu-
Eine ähnliche Technik wird zum Färben von miniumoxyd, Bleimonoxyd, Kalziumoxyd, Kiesel-Proteinfasern eingesetzt. Jedoch ist die Anwendung säureanhydrid, natürlicher Glimmer oder Ton angederartiger Chelatbindungs-Prozesse sehr beschränkt, wendet werden. Die anorganische Verbindung kann da diese kompliziert und teuer sind und weil vor allem 60 aber auch aus der Gruppe alkalischer Erdmetalle die erhaltenen Chelatpolymere sehr instabil sind. (Mg, Ba, Ca), der Erdmetalle (Al, Ga), der Ferro-
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, metalle (Ni, Co, Fe) oder Chrom ausgewählt werden. ein Verfahren zur Herstellung von Chelatpolymeren Wenn eine dieser anorganischen Verbindungen einvorzuschlagen, durch das die bisher angetroffenen gesetzt wird, muß sie zu feinem Pulver pulverisiert Nachteile beseitigt werden. Erfindungsgemäß wird dies 65 werden, um den Sintervorgang zu erleichtern,
dadurch erreicht, daß ein Peptidgruppen enthaltendes Als Lösungsmittel, das im Rekristallisationsprozeß lineares hochmolekulares Polymer und eine anorga- des Peptidgruppen enthaltenden linearen hochmolenische Verbindung, die eine Chelatbindung mit dem kularen Polymers angewendet wird, diene vorzugsweise
DE19712159905 1970-12-02 1971-12-02 Verfahren zur Herstellung von Chelatpolymeren Expired DE2159905C3 (de)

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