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Neues Weisspigment Die Erfindung betrifft ein neues Weisspigment
mit ausgezeichneter Flamm- und Korrosionsbeständigkeit sowie einen rostverhindernden
Anstrich, der dieses Pigment enthält, und ein Verfahren zur Verhinderung des Rostes
von Metallen unter Anwendung diesEr Rostverhinderungsanstrichamasse. Insbesondere
befasst sich die Erfindung mit einem Weisspigment, das aus einem spezifischen Siliciumphosphat,
Titanphosphat oder Zirkonphosphat aufgebaut ist, und mit Farbmassen, die dieses
Pigment enthalten.
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Während kolloidale Kieselsäure, der sogenannte weisse Kohlenstoff,
als Füllstoff bekannt ist, der eine ausgezeichnete Abriebsbeständigkeit bei Kautschuk
oder synthetischen
Harzen, wie Vinylpolymerem, ergeben kann, ist
er für solche Verwendungszwecke, wie Weisspigment oder @@@ Glanzbrechung von geformten
Gegenständen aus Harz, beispielsweise Fasern, nicht vollständig geeignet, da die
feinzerteilte Kieselsäure üblicherweise eine Durchsichtigkeit aufweist. Weiterhin
sind bei der Herstellung des vorstehenden Kieselsäurefüllstoffes spezielle Arbeitsgänge
erforderlich, um eine äusserst feine Teilchengrösse zu erhalten. Deshalb trat der
Nachteil auf, dass die Herstellungskosten gleichfalls unvermeidlich anstiegen.
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Andererseits ist Titandioxid als Weisspigment bekannt, dessen Deckkraft
ganz hervorragend ist, j jedoch ist sein Weissheitsgrad, insbesondere die Reflektion
in Ultraviolettbereich, nicht ausreichend hoch und es besitzt weiterhin den Nachteil,
dass sein Preis auch relativ hoch ist.
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Im Hinblick auf die vorstehenden Grü@de besteht auf dem Gebiet der
Pigmente ein erheblicher Bedarf nach einem billigen Weisspigment von ausgezeichneter
Weissheit.
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Weiterhin sind als korrosionsbeständige Pigmente Bleimennige, Bleipulver,
Zinkstaub, Aluminiumpulver, Zinkchromat, Bariumchromat, Gleicyanamid und basisches
Chromat bekannt. Die in einem Trägerstoff gelösten korrosionsbeständigen Pigmente
werden als Rostverhinderungsanstriche, Grundierungen oder Waschgrundierungen verwendet.
Jedoch sind diese Rostverhinderungsanstriche noch immer nicht völlig zufriedenstellend,
wenn der Gesichtspunkt ein ?r perfekten Haftung dieser Anstriche auf der Metallunterlage
und die Verhinderung des Eindringens oder des Durchdringens von W2sser, Feuchtigkeit
oder korrodi erendei nahen entweder zwischen die Metallunterlage und die Anstriche
oder zwischen diesen Anstrichen und den schliesslich hierüber aufgezogenen Überzug
in Betracht gezogen wird.
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Andererseits zeigen korrosionsbeständige @igmente, wie
Zinkchromat,
ganz allgemein eine Neigung zur Schädigung des trägers oder der Bindersubstanz und
sind insofern nicht zufriedenstellend, wenn sie zur Ausbildung eines festen rostverhindernden
tberzuges auf einem Metall zur Anwendung kommen.
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Von den vorstehenden korrosionsbeständigen Pigmenten sind diejenigen
mit einer grossen Korrosionsbeständigkeit in allen Fällen entweder vom Bleit oder
vom Chromsauretyp. Diese korrosionsbeständigen Pigmente verleihen der Oberfläche
des Metalles eir,e ausgeprägte Färbung und deshalb tz-itt dabei der Nachteil auf,
dass ein Anstrichsfilm von ausreichender Stärke üb er diesem Rostverhinderungsanstrichsfilm
aufgetragen werden muss, um dessen Farbe abzudecken. Da weiterhin die vorstehenden
korrosionsbeständigen riemeilte Blei und Chromate enthalten, die für die Menschen
schädlich sind, tritt das ernsthafte Problem auf, dass die Arbeiter, die diese rostverhindernden
Anstriche handhaben, sehr ernsthaften Gesundheitsschädigungen ausgesetzt sind.
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Weiterhin ist es im Fall von flammverzögernden Anstrichen oder von
mit flammverzögernden Harzen überzogenen Formgegenständen bekannt, ein Flammverzögerungsmittel,
das aus verschiedenen Phosphaten besteht, einzuverleiben.
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Diefür derartige Flammverzögerungsmittel erforderliche Eigenschaft
besteht in der Ausbildung eines nichtbrennbaren Schaumes beim Aussetzen der vorstehenden
Überzugsmassen an die Flamme und in der Carbonisierung der Überzugsmasse.
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Obwohl die üblichen Flammverzögerungsmittel; die aus Ammoniumphosphaten
aufgebaut sind, Schäume bei der Aussetzung an die Flamme bilden und durch Freisetzung
des freien Phosphates eine Carbonisierung der verbrennbaren Stoffe @@wirken, sind
diese Verbindungen andererseits vollständig wasserlöslich und zeigen den Nachteil,
dass ihnen
nicht nur Dauerhaftigkeit fehlt, sondern sie auch keine
Disperionsfähigkeit. aufweisen, da sie eine Neigung zur Aggregation zeigen. Um diesen
Nachteil zu verbessern, wurde bereits der Vorschlag gemacht, Amnoniumpolyphosphat
als Flammverzögerungsmittel einzusetzen, jedoch besteht ein Nachteil von Ammoniumpolyphosphat
darin, dass es keine speziellen Eigenschaften besitzt, dieses zum Gebrauch als Füllstoff
oder Pigment wertvoll machen. Beispielsweise stellt sich im Fall von Ammoniumpolyphosphat
leicht eine sekundäre Aggregation ein und deshalb ist es schwierig in einer Anstrichamasse
zu einer Teilchengrösse zu dispergieren, in der üblicherweise die Pigmente verwendet
werden. Die Eigenschaften eines unter Anwendung einer Uberzugsmasse, die Ammoniumpo'lyphosphat
enthält, erhaltenen Uberzugsfilmes sind allgemein schlecht.
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Es wurde nun gefunden, dass ein weisses Pulver, das aus Siliciumphosphat,
Titanphosphat oder Zirkonphosphat besteht, und einen wasserlöslichen Bestandteil
innerhalb eines spezifischen quantitativen Bereiches enthält, sowohl eine ausgezeichnete
Weissheit und insbesondere-eine gute Reflektanz im Ultraviolettbereich als auch
eine markante Überlegenheit hinsichtlich der Flammbeständigkeit und der Korrosionsverhinderungseigenschaft
zeigt.
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Eine Hauptaufgabe der Erfindung besteht deshalb in einem neuen weissen
Pigment, welches, obwohl es als solches eine weisse Farbe besitzt, sowohl eine ausgezeichnete
Flammbeständigkeit als auch eine ausgezeichnete Korroslonsbeständigkeit aufweist
sowie in Anstrichsmassen, die dieses weisse Pigment enthalten.
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Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht in einen Rostverhinderungspigment,
das nicht vom Blei- oder Chromsäuretyp ist, das eine weisse Farbe besitzt und weiterhin
ausgezeichnete
Eigenschaften zur Verhinderung des Rostens von Metallen hat, sowie in rostverhindernden
Anstrichsmassen, die dieses Rostverhinderungspigment enthalten.
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Eine weitere Aufgabe besteht in einem weissen Pigment, welches, obwohl
es die zur Rostverhinderung und lammbeständi g'ieitseffekten notwendigen wasserlöslichen
Bestandteile enthäl-t, keine Neigung zur Aggregation hat, so dass es leicht in Trägerstoffen
oder Harzen dispergiert werden kann.
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Auf Grund der Erfindung ergibt sich somit ein weisses Pigment von
ausgezeichneter Flammbeständigkeit und. Korrosionsbeständigkeit, wobei dieses weisse
Pigment aus einem Phosphat mit einer Zusammensetzung der folgenden Formel M1O2#xY#(0,1#1,5
+ ##)P2O5 (I) aufgebaut ist, worin Silicium, Titan oder Zirkon, Y eine stickstoffhaltige
Base oder ein Oxid der Formel M20n 2 worin M2 ein Alkalimetall, ein Erdalkalimetall,
Aluminium, Blei oder Zink und n die Wertigkeit des Metalles M2 darstellen, x eine
positive Zahl bis zu 6, einschliesslich von 0, und m den Wert 1, falls Y eine stickstoffhaltige
Base ist und den Wert unfalls Y die Gruppe N2On ist,
bedeuten, wobei
das Phosphat mindestens 0,1 % eines wasserlöslichen Bestandteil es enthält.
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Zusammensetzung und Eigenschaften des Pigmentes Das erfindungsgemässe
weisse Pigment kann entweder aus Siliciumphosphat, Titanphosphat oder Zirkonphosphat
allein bestehen oder kann aus einer Kombination einzelner dieser Phosphate oder
einem Komplex dieser Phosphate mit anderen Phosphorverbindungen bestehen.
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Gemäss einer Ausführungsform der Erfindung wird ein weisses Pigment
von ausgezeichneter Flammbeständigkeit und Korrosionsbeständigkeit erhalten, welches
aus einen Phosphat der Formel SiO2#xY#(0,1#1,5 + ##)P2O5 (I-1) aufgebaut ist, worin
Y eine stickstoffhaltige Base oder ein Oxid der Formel N2On 2 worin N2 ein Alkalimetall,
LYdalkalimetall, Aluminium, Blei oder Zink und n die Wertigkeit des Metalles N2
darstellen, x eine positive Zahl bis zu 6, einschliesslich von 0, und m den Wert
1, falls Y eine stickstoffhaltige Gase ist, und den Wert n., falls Y eine Gruppe
M2On.
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2 ist, bedeuten.
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Die erfindungsgemässen Siliciumphosphate bestehen üblicherweise aus
einem der Siliciumphosphate 2SiO2#P2O5, 3SiO2#2P2O5 oder SiO2#P2O5 oder Gemischen
derartiger Verbindungen oder weiterhin Gemischen - derartiger Siliciumphosphate
mit Kieselsäureanhydrid, Siliciumsalzen und/oder anderen Phosphaten. Obwohl die-vorstehenden
Siliciumphosphat-Verbindungen Substanzen sind, die an sich bekannt sind, ist bisher
überhaupt nichts über die Eigenschaften bekannt, die diese Verbindungen besitzen,
oder ob es sich dabei um brauchbare oder wertvolle Substanzen handelt.
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Da weiterhin Kieselsäure-Verbindungen, wie Ei eselsäure, Bleisilikat,
Calciumsilikat oder Aluminiumsilikat übli.-cherweise transparent sind und es- infolgedessen
für diese Kieselsäure-Verbindungen möglich ist, als Füllstoff zu dienen, der der
Unterlage Transparenz ergibt, ergibt sich keinerlei Hinweis darauf, dass diese Verbindungen
als weisses Pigment dienen können, durch das Nichttransparenz für die Unterlagen
erzielt wird. Überraschenderweise wurde nunmehr festgestellt, dass von den verschiedenen
Kieselsäureverbindungen die vorliegenden Siliciumphosphate oder Gemische, die überwiegend
aus ßiliciumphosphaten bestehen, insofern einzigartig -sind, als sie Nichttransparenz
besitzen und eine ausgezeichnete Weissheit haben und insbew sondere eine Reflektanz
im nahen Ultraviolett und Ultraviolettbereich besitzen, so dass sie ein Weisspigment
ergeben, das neue Eigenschaften im-Vergleich zu den üblichen Weisspigmenten besitzt.
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In der nachfolgenden Tabelle I sind die erhaltenen Werte angegeben,
wenn das erfindungsgemässe Weisspigment aus Siliciumphosphat (2SiO2#P2O5) und ein
handelsübliches Titandioxid von 7tutiltyp und weisser Kohlenstoff (feinverteilte
Kieselsäure) hinsichtlich ihrer Weissheit verglichen wurden. ist ergibt sich, da-ss
die Weissheit und
insbesondere die Reflektanz im nahen Ultraviolett
und im Ultraviolettbereich für das erfindungsgemässe Pigment eindeutig überlegen
ist.
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Tabelle I Pigment Weissheitsgrad* (% Reflektanz bei verschiedenen
Wellenlängen) 320 mµ 350mµ 400mµ 450mµ 500mµ 550mµ 600mµ Brfindungsgemässes Siliciumphos-
37,5 80,7 98,2 100,8 101,8 zu 8 101,9 102,0 phat-Weisspigment Titandioxid vom Rutiltyp
2,9 7,7 42,8 92,8 93,7 95,7 96,0 Feinzerteiltes Kieselsäure- 16,8 30,9 73,0 79,2
83,1 84,6 86,8 anhydrid * Der Weissheitsgrad wurde nach dem Reflektanz-Messungsverfahren
mittels des Pulververfahrens unter Anwendung eines Spektrophotometers bestimmt.
Ein Bogen aus Aluminiumoxid (Al@O@) wurde als Standard verwendet und auf der Basis
des Aluminiumoxidbogens als 100 wurde die Reflektanz in % bei den einzelnen Wellenlängen
angegeben.
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Wenn in dem erfindungsgemässen Siliciumphosphatpigment, worin SiO2
den Kieselsäurebestandteil und P2O5 den Phosphorsäurebestandteil angibt, das Molarverhältnis
von P2O5 bezüglich einem Mol SiO2 weniger als 0,1 bet@ägt, kann der gewünschte Weissheitsgrad
und die gewünschte
Nichttransparenz nicht erhalten werden. Andererseits
ergibt sich weder Flammbeständigkeit noch Korrosionsbeständigkeit, wenn das Molarverhältnis
von P2O5 zu SiO2 grösser als 1,5 wird, wobei auch keine weitere Erhöhung der Weissheit,
der Flammbeständigkeit und der Korroionsbeständigkeit mehr zu erreichen ist. Vielmehr
nimmt die chemische Stabilität des Pigmentes selbst ab. Im Hinblick auf die Weissheit
und Nichttransparenz des zu erhaltenden Pigmentes wird deshalb ein Molarverhältnis
von SiO2 P2O5 im Bereich von 1 : 0,2 bis 0,8 im Rahmen der E1findung besonders bevorzugt.
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Alkalimetalle, wie Natrium oder Kalium, Erdalkalimetalle, wie Calcium
oder Magnesium, oder Hetalle, wie Aluminium, Blei oder Zink, können in den erfindungsge'näscn
Siliciumphosphatpigmenten in Form von Phosphate oder Silikaten oder auch als- Doppelsalze
vorliegen. Vom Gesichtapuffift der Weissheit und Nicht-transparenz der Figmente
dürfen diese Metalle, angegeben als Oxides in einem Molarverhältnis von MOn/2 zu
SiO2 von nicht grösser als 6 und vorzugsweise nicht grösser als 3 vorhanden sein.
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Falls diese Metallbestandteile im Pigment vorliegen, kann de Phosphorsäurebbestandteil
(P2O5) in einer Menge grösser als vorstehend angegeben, bis zu einem Ausmass von
nicht grösser als n/2 Mol je Mol MOn/2 vorhanden sein.
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Es wurde auch festgestellt, dass von den Pigmenten entsprechend der
vorstehenden Formel (I-1) ein festes Ammoniumphosphatsilikat, das als erforderliche
Bestandteile einen Kieselsäurebestandteil, einen Phosphorsäurebestandteil und einen
Ammoniakstickstoffbestandteil enthält und worin das Molarverhältnis des Kieselsäurebestandteils
(SiO2) zu dem Phosphorsäurebestandteil im Bereich von 0,2 bis 5 und das Melarverhältnis
des Ammoniakstickstoffbestandteils (NH3) zu dem Phosphorsäure@estandteil
(P2O5)
im Bereich von 1 bis 6 liegt, hinsichtlich der Flammbeständigkeit besonders überlegen
ist.
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Es ist nicht völlig klar, ob diese flammbeständigen Pigmente gemäss
der Erfindung aus einer Einzelsubstanz oder einem sogenannten Gemisch bestehen.
Im Hinblick auf die Tatsache, dass die flammbeständigen Pigmente gemäss der Erfindung
allgemein ein Röntgenbeugungsmuster, das für Ammoniumphosphat charakteristisch ist,
zeigen und flammbeständige Pigmente, die entweder unter Verwendung von Triammoniumphosphat
oder Diammoniumphosphat und Vermischen mit Kieselsäure hergestellt wurden, ein Röntgenbeugungsmuster,
das für Diammoniumphosphate oder Monoammoni umpho sphate charakteristisch ist, zeigen,
wird angenommen, dass das flammbeständige Pigment gemäss der Erfindung aus einem
innigen Gemisch von Ammoniumphosphat und entweder Ammoniumsilikat oder einem Silikat
mit adsorbiertem Ammoniak besteht.
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Besonders geeignete flammbeständige Pigmente gemäss der Erfindung
sind diejenigen, die aus eincm festen Pulver ml t den folgenden Röntgenbeugungswerten
bestehen: A. Solche mit dem folgenden Röntgenbeugungsmuster: d(Å) I/Io 5,04 100
3,36 3,06 55 5,30 50 3,17 45 3,75 40
.B. Solche mit dem folgenden
Röntgenbeugungsmuster: d(Å) I/Io 3,06 100 5,34 90 3,76 80 2,00 55 2,66 30 2,7s7
17 C. Solche mit dem folgenden Röntgenbeugungsmuster: d(Å) I/Io 6,02 100 5,43 70
3,23 65 3,81 55 3,49 50 3,98 40 Wenn eine thermische Differentialanalyse der erfindungsgemässen
flammbeständigen Ammoniumphosphatsilikat-Pigmente durchgeführt wird, zeigt diese
eine endotherme Spitze, die die Abtrennung des Ammoniaks begleitet, bei einer Tomperatur
von üblicherweise 120 bis 260° C und besitzt die Schaumbildungseigenschaft, die
bei einer wärmebeständigen Überzugsmasse erforderlich ist. Ausserdem setzt diese
Verbindung Phosphorsäure gleichlaufend mit der Abscheidung des Ammoniaks frei. Diese
Phosphorsäure ist zur @arbonisierung der verbrennbaren Stoffe wirksam.
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D@@ Am@@@@umphospl@tsilikat macht somit die verbrennbaren @ateriali@@
der Überzugsmasse flammverzögernd. Gleichzeitig
reagiert die freigesetzte
Phosphorsäure mit der Kieselsäure bei noch höheren Temperaturen, so dass vollständig
die Verbrennungswärme ausgetragen wird; die endotherme Reaktion der freien Phosphorsäure
und der Kieselsäure zeigt sich bei der thermischen Differentialanalyse als markante
endotherme Spitze bei der Temperatur von 360 bis 5000 C.
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Die ausgezeichneten selbsterlöschenden Eigenschaften der erfindungsgemässen
Ammoniumphosphatsilikate lassen sich auf diese Weise erklären.
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Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung ergibt sich ein weisses,
rostverhinderndes Pigment, welches aus einem Titanphosphat der Formel TiO2#(0,2#1,5)P2O5
(I-2) besteht, wobei dieses Titanoxid mindestens 0,1 Gew.% eines wasserlöslichen
Bestandteil es enthält und einen pH-Wert von nicht mehr als 3,5 hat, wenn es zu
einer 10/oigen, wässrigen Suspension verarbeitet ist.
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Bei einer weiteren Aus führungs form der Erfindung ergib-t sich ein
weisses Pigment, das aus einem Zirkonphosphat der Formel ZrGr (0ç4 ~ 1 ,0)P2O5 (1-3)
besteht, wobei das Zirkonphosphat mindestens 0,1 % eines wasserlöslichen Bestandteiles
enthält.
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Das Atomverhältnis von Zirkon oder Titan zu Phosphor in dem Zirkonphosphat
oder Titanphosphat kann innerhalb eines breiten Bereiches liegen. Allgemein ist
es jedoch ginstig, wenn der Zirkon- oder Titanbestandteil im Phosphat
durch
NO2 angegeben wird, worin N entweder Zirkon oder Titan bedeutet, und der Phosphorsäure-Bestandteil
durch P205 angegeben wird, dass das P205 mindestens 0,1 Mol und vorzugsweise mindestens
0,4 Mol, je Mol NO2 und Weiterhin nicht mehr als 1,5 Mol und bevorzugt nicht mehr
als 1 Mol je Mol MO2 beträgt. Mit einer Mengen des Phosphorsäure-Bestandteils unterhalb
0,1 Mol kann nämlich keine markante Rostverhinderungs- und Flammbeständigkeitswirkung
erzielt werden. -Weiterhin kann, selbst wenn der Phosphorsäure-Bestandteil in Mengen
grösser als 1,5 Mol vorliegt, keine merkliche Erhöhung der Rostverhinderungs-und
Flammbeständigkeitseffekte erzielt werden, da eine Grenze für die erzielbare Verbesserung
vorliegt. Ausserde leidet hiebei die chemische Stabilität des Rostverhinderungspigmentes
selbst. Titanphosphat oder Zirkonphosphat, die am gunstigsten- zur Erzielung der
Objekte der Erfindung sind, sind solche, bei denen das Molarverhältnis MO2 : P2O5
einen Wert von etwa 1 : 1 hat.
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Am wichtigsten ist es vom Gesichtspunkt der Verhinderung von Rost
und der Beständigkeit gegenüber Flammen, dass in den erfindungsgemässen weissen
Phosphatpigmenten der wasserlösliche Bestandteil in einer Menge von mindestens 0,1
% enthalten ist und dass im Fall von Titanphosphat der pH-Wert einer 10%igen, wässrigen
Suspension desselben nicht mehr als 3,5 beträgt. Ein Phosphatpigment, welches weder
das eine noch beide dieser Bedingungen erfüllt, hat nicht die ausgezeichneten Rostverhinderungseigenschaften,
wie sie von den Phosphatpigmenten gemäss der Erfindung gezeigt werden.
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Titanphosphat selbst ist ein bekanntes Weisspi gment von ausgezeichneter
Weissheit und hat besonders eine Reflektanz im Ultraviolettbereich (beispielsweise
britische Patentschrift 994 669). Jedoch wurden die bekannten Weisspigmente
die
aus Titanphosphat bestehen, in sämtlichen Fällen praktisch vollständig durch Calcinieren
unlöslich gemacht, um ihre chemische Stabilität zu erhöhen,- so dass das Titanphosphat
keinen wasserlöslichen Bestandteil in Mengen von mindestens 0,1 Gew.% wie im Fall
der erfindungsgemäss einzusetzenden Titanphosphates enthält. Anderer seits ist es
gemäss der Erfindung möglich, wie nachfolgend erläutert werden wird, den Gehalt
an wasserlöslichem Bestandteil auf mindestens 0,1 % durch geeignete Wahl der Trocknungs-
und Calcinierbedingungen der Phosphate, wie Titanphosphat, einzuregeln. Infolgedessen
können aus gezeichnete Rostverhin-derungseigenschaften sowie Flammbeständigkeit
bei den Phosphaten erhalten werden.
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Ein Gehalt an wasserlöslichem Bestandteil von mehr als 24 % ist jedoch
nicht günstig, da hierdurch ein Abfall der Eigenschaften des Phosphatpigmentes hervorgerufen
wird.
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Wenn andererseits die Azidität des Titanphosphates', d. h der pH-Wert
einer zeigen wässrigen Suspension hiervon, kleiner als 1 wird, ist dies ebenfalls
ungünstig, d hierdurch eine Neigung zur Schädigung des Trägerstoffes auftritt.
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In den folgenden Tabellen II und ITI sind die Xeziehung zwischen
der Calciniertemperatur, der Menge des wasserlöslichen Bestandteil es und der Azidität
in bezug auf die Rostverhindun gseigenschaft gezeigt, wenn die Calciniertemperaturen
von Titanphosphat und Siliciumphosphat variiert werden.
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Die Bewertung der Rostverhinderungseigenschaft erfolgte mittels des
folgenden einfachen Versuchsverfahrens: Wasser wurde zu deln fein-zerteilten Titanphosphat
oder Siliciumphosphat in einem Gewichtsverhältnis von 1 : 1 zugesetzt, ans.hliessend
gründlich vermischt , worauf eine weisse Faste erhalten wurde.
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Als Versuchsblech wurde ein handelsübliches Eisenblech mit einem
Schutzfilm aus einem. Vinylchloridharz an beiden Oberflächen verwendet, nachdem:
der Harzfilm abgestreift worden war. Die innere Oberfläche dieses Eisenbleches (Stärke
0,32 mm), von der der Harzfilm frisch abgestreift worden war, wurde dann mit einem
Uberzug der vorstehend erhaltenen weissen Paste in einer Stärke von 60 bis 40 µ
überzogen, so dass ein Filmüberzug auf aem Eisenblech ausgebildet wurde..
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Zum Vergleich wurden Versuchsbleche in ähnlicher Weise durch Auftragung
von Calciuniphosphat und Zinkphosphat als Phosphate, basischen Bleisilika-t und
Weisskohlenstoff als Silikate, und Mennige als handelsübliche Rostverhinderungspigmente
auf- die innere Oberfläche der Eisenbleche hergestellt, so das ein Filmüberzug auf
den Eisenblechen gebildet wurde. Der Rostverhinderungseffekt dieser Filmüberzüge
wurde mit demjenigen des Filmüberzuges aus der vorstehenden weissen Paste aus Titanphosphat
und Silicivmphosphat verglichen.
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Nachdem die Filmüberzüge auf den Versuchseisenblechen in der vorstehenden
Weise gebildet worden waren1 wurden die Bleche in eine geschlossene Kammer von 400
C und einer relativen Feuchtigkeit von 100 96 gehängt und darin 100 Stunden belassen.
Nach 100 Stunden wurden die Testbleche aus der geschlossenen Kammer entnommen und
die mit dem Film überzogene Oberfläche der Eisenbleche wurde hinsichtlich der Zustände
der Rostausbildung beurteilt. Die Bewertungen A, X, C, D und E wurden entsprechend
den Zuständen der Rostausbildung in der nachfolgenden Weise gegeben.
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A: tberliaupt kein Bost festgestellt; es trat praltisch keine Änderung
im Vergleich zu dem Zeitpunkt ein, wo der Überzug aufgetragen worden war.
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B: Rost in der Grössenordnung von Nadellöchern sichtbar.
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C: Rost auf Teilen des Bogens festgestellt und Risse und Ausbauchungen
in Teilen des Filmüberzuges festgestellt.
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D: Rostbildung im grösseren Teil des Bleches festgestellt und Abschälung
eines grösseren Teiles des Filmüberzuges festgestellt.
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E: Riss des Filmüberzuges und Rostbildung über die gesamte Unterlagenfläche.
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Die weiteren in den Tabellen II und III angegebenen Werte wurden
in der folgenden Weise erhalten: (1) Wasserlöslicher Bestandteil.
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20 g des Pigmentpulvers wurden in einen Messkolben von 100 ml gebracht
und anschliessend etwa 70 ml Wasser zugesetzt und während 5 Minuten erhitzt. Nach
dem Abkühlen des Gemisches wurde Wasser-bis zur Ralibrierungsmarke zugegeben und
das Gemisch gut geschüttelt und dann 1 Stunde stehengelassen. Dann wurde der Inhalt
des Kolbens durch ein trockenes Filter papier filtriert. Der erste Anteil von 20
m wurde verworfen und die nächste Menge von 50 ml der klaren Flüssigkeit wurde in.
eine Wägeflasche für Abdampfungstrocknungszwecke genommen und zur Trockenheit eingedampft.-
Nach der Trocknung während 1 Stunde bei 105 bis 1-100 C wurde der beim Abdampfen
erhaltene Rückstand gewogen, worauf der Prozentsatz an wasserlöslichem Bestandteil
aus dem Betrag des dadurch erhaltenen Rückstandes berechnet wurde.
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(2) pH einer 10%igen, wässrigen Suspension.
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Eine 10%ige, wässerige Dispersion wurde durch gründliches
Schütteln
gu-t dispergiert. Diese Suspension wurde 1 Stunde stehengelassen und dann der pH-Wert
mit einem pH-Messgerät bestimmt.
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(3) Weissheitsgrad.
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Es wurde ein Spektrophotemeter Verwendet und die Reflektanz (%) bei
den einzelnen Wellenlängen mit dem Pulververfahren bestimmt. Ein Aluminiumoxid-Bogen
wurde als Standardbogen verwendet und die auf der Basis des Aluminiumbogens von
100 erhaltenen Zahlenwerte zur Angabe der Weissheit verwendet.
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(4) Deckkraft.
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Die Deckkraft wurde entsprechend dem Verfahren (a) zur Bestimmung
der Deckkraft nach dem Pigment Testing Method 6 gemäss JIS K-5101-1964 ermittelt.
Drei ml siedendes Leinsamenöl wurden zu 3 g der Probe zugesetzt und das Gemisch
einem Knetarbeitsgang mit 25 Umdrehungen mit einem Mahlwerk vom Hoover-Typ viermal
unterworfen und dadurch zum pastösen Zustand verarbeitet. Die Deckkraft wurde dann
mit einem Cryptometer unter Anwendung der auf diese Weise behandelten Probe bestimmt.
Die Graduierung (mm), bei der die Grenzlinie auf dem Anzeiger des Cryptometers sichtbar
wurde, ist der Wert, der als Deckkraft angegeben ist.
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Je kleiner dieser Wert ist, desto grösser ist die Deckkraft.
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Tabelle II Eigenschaften der verschiedenen Titanphosphate Beispiel
Bedingungen der Herstellung Wasser- pH einer Weissheitgrad Deck- Bewertung Nr. des
Titanphosphats löslicher 10%igen, (% Reflektanz) kraft d.Rost-Molar- Behand- Behand-
Bestand- wässrigen Wellenlänge (mm) verhindeverhält- lungs- lungszeit teil Suspension
(mµ) rungsnis (n) tempera- (Std.) (Gew.%) 350 400 500 eigen-TiO2# tur schaft (°C)
nP2O5 1 2 450 4 17.20 0,5 85,0 103,0 105,0 30 A 2 2 600 4 6,55 1,4 90,2 103,0 105,0
25 A 3 2 800 3 1,91 1,9 90,5 103,0 105,0 19 A 4 2 1000 2 0,56 2,4 91,0 103,0 105,0
17 B 5 1 200 4 2,90 0,8 39,2 93,2 101,0 37 A 6 1 400 4 2,55 1,2 60,0 101,0 101,0
25 A 7 1 600 3 0,75 1,9 65,32 102,0 102,0 20 A 8 1 850 3 0,07 3,7 80,7 102,0 105,0
18 C 9 1 1000 3 0,05 4,2 87,2 102,0 105,0 16 C 10 0,5 150 3 1,05 2,2 22,5 87,0 100,0
40 A 11 0,5 350 3 0,68 2,3 24,3 87,4 100,0 25 A 12 0,5 600 2 0,58 2,6 28,5 90,2
101,0 20 B 13 0,5 850 2 0,05 3,9 46,0 90,5 101,2 18 C 14 0,5 1000 2 0,04 4,5 50,3
90,2 100,5 16 C 15 0,3 100 1 0,20 2,4 21,0 90,0 100,0 30 ß 16 0,3 400 1 0,13 2,9
37,5 91,0 100,5 20 ß
Tabelle II (Fortsetzung) Beispiel Bedingungen
der Herstellung Wasser- pH einer Weissheitgrad Deck- Bewertung Nr. des Titanphosphats
löslicher 10%igen, (% Reflektanz) kraft d. Rost-Molar- Behand- Behand- Bestand-
wässrigen Wellenlänge (mm) verhindeverhält- lungs- lungszeit teil Suspension (mµ)
rungsnis (n) tempera- (Std.) (Gew.%) 350 400 500 eigen-Tio2# tur schaft (°C) nP2O5
17 0,25 100 1 0,17 2,5 20,5 90,2 100,0 25 B 18 0,25 400 1 0,11 3,0 39,0 91,5 101,0
18 B Kontrolle 1 Calciumphosphat [Ca3(PO4)2] 0,0025 12,59 92,1 102,2 102,0 100<
E Vergleich 2 Zinkphosphat [Zn3(PO4)2] unlöslich 7,59 27,3 89,8 92,7 100< D
Tabelle
III Eigenschaften der verschiedenen Siliciumphosphate Beispiel Bedingungen der Herstellung
Wasser- pH einer Weissheitgrad Deck- Bewertung Nr. des Titanphosphats löslicher
10%igen, (% Reflektanz) kraft d. Rost-Molar- Behand- Behand- Bestand- wässrigen
Wellenlänge (mm) verhinverhält- lungs- lungszeit teil Suspension (mµ) derungsnis
(n) tempera- (Std.) (Gew.%) 350 400 500 eigen-SiO2# tur schaften (°C) nP2O5 1 1
300 2 11,04 1,6 58,0 76,3 84,2 65 A 2 1 500 2 8,31 1,9 83,3 92,8 95,5 60 A 3 1 800
2 7,70 2,2 76,7 92,6 95,8 55 A 4 1 1000 2 5,74 2,7 68,0 94,0 95,5 45 A 5 0,5 300
2 4,69 2,6 55,0 70,1 81,6 70 A 6 0,5 500 2 3,00 2,7 74,3 87,2 91,7 60 A 7 0,5 800
2 2,64 2,8 67,6 91,2 94,5 55 A 8 0,5 1000 2 2,16 2,9 66,0 93,4 96,1 47 A 9 0,3 200
2 1,85 2,7 62,4 74,5 87,2 62 A 10 0,3 500 " 1,22 2,9 64,3 77,8 91,5 57 B 11 0,2
200 2 1,03 2,8 59,2 71,6 85,0 60 B 12 0,2 500 2 0,95 3,0 60,3 72,1 86,7 55 B 13
0,2 800 2 0,41 4,1 61,8 72,9 88,2 55 C Vergleich 3 basisches Bleisilikat (1,6 PbO#SiO2)
0,07 6,8 - - - 100< C Vergleich 4 welsser Kohlen@@@ff (überwiegend fein-zerteiltes
SiO2) 0,002 6,9 - - - 100< E Vergleich 5 Bleimennige (Pb3O4) - - - - - - B
Es
ergibt sich aus den vorstehenden Tabellen II und III, -dass durch Wahl der in dem-
Titanphosphat und Siliciumphosphat enthaltenen enge an wasserlöslichem Bestandteil
und der Azidität in der Weise, dass sie innerhalb der vorstehend angegebenen Bereiche
liegen, ausgezeichnet Rostverhinderungseigenschaften erhalten werden können, die
nicht nur weit überlegen gegenüber denjenigen von Calciumphosphat, Zinkphosphat,
basischem Bleisilikat und weissem Kohlenstoff sind, welche zum Vergleich gewählt
wurden, sondern auch überlegen zu denjenigen von Bleimennige sind, welches handelsüblich
als Rostverhinderungspigment ist. Die erfindungsgemässen Phosphatpigmente der vorstehenden
Formel (I) enthalten am stärksten bevorzugt den-wasserlöslichen Bestandteil in einer
Menge von 0,6 bis 20 %.
-
Die erfindungsgemässen Phosphatpigmente der Formel I werden üblicherweise
als Teilchen mit einem kleineren Durchmesser als 20 ,» und vorzugsweise weniger
als 10 verwendet. Ein überraschender Sachverhalt besteht darin, dass die erfindungsgemässen
Phosphatpigmente keine Neigung zur Aggregation zeigen, selbst wenn sie zu fein-zerteilten
Teilchen mit Grössen von weniger als 5 X zerkleinert sind.-Wie vorstehend ausgeführt,
enthalten die erfindungseemässen Phosphatpigmente mindestens 0,1 % und vorzugsweise
0,6 bis 20 Gew.% an wasserlöslichem Bestandteil. Ublicherweise ist es schwierig,
eine derartige wasserlösliche Bestandteile enthaltende feste Substanz beispielsweise
auf eine Grösse von weniger als 10 zu zerkleinern und selbst wenn dies möglich ist,
ist die Neigung zur Aggregation übermässig gross. Jedoch ist im Fall der erfindungsgemässen
Phosphatpignente diese Neigung zur Aggregation überraschenderweise übermässig klein,
obwohl sie einen wasserlöslichen Bestandteil enthalten, welcher zur Erzielung der
Beständigkeit
gegenüber Flammen und Korrosion günstig ist.
-
Die Tendenz einer fein-zerteilten Substanz zur Aggregation lässt
sich auf folgende Weise bestimmen: Eine fein-zerteilte Substanz, die durch ein Sieb
mit einer beispielshaften Maschengrösse gegeben wurde, wird während eines gegebenen
Zeitraumes in Luft von gegebener Peuchtigkeit stehengelassen. Diese fein-zerteilte-
Substanz wird dann mit dem gleichen Sieb gesiebt und der Betrag der Teilchen, der
durch das Sieb geht, wird erhalten. Di-e erfindungsgemässen Phosphatpigmente sind
solche, deren Aggregationsausmass weniger ale 50 % und inssesondere weniger als
10 % ist, berechnet nach folgender Gleichung: Q = A-A' x 100 , (II) worin A das
Gewicht des durch ein Sieb mit einer gegebenen Maschengrösse gehenden Pulvers, A'
das Gewicht dieses durch das gleiche Sieb nach 24stündigem Stehen bei 1?aumtemperatur
in Luft von einer relativen Feuchtigkeit von 90 % hindurchgehenden Pulvers und Q
das Aggregationsausmass in % bedeuten.
-
Herstellung des Pigmentes Die erfindungsgemässen weissen Phosphatpigmente
der vorstehenden Formel (I) können nach einer Anzahl von Verfahren erhalten werden:
Das erfindungsgemässe WeisspiEment der Formel ( wird durch inniges Vermischen von
amorpher Kieselsäure, Silikaten oder Erdmineralien, die überwiegend aus diesen Materialien
bestehen, entweder mit Oxysäuren des Phosphors, Anhydriden von Oxysäuren des Phosphors
oder Salzen von Oxysäuren des Phosphors und anschliessendes Calcinieren des erhaltenen
Gemisches hergestellt.
-
Als Ausgangsmaterial für den Kieselsäurebestandteil gemäss der Erfindung
wird amorphe Kieselsäure, farbloses Silikat oder Erdmineralien, die überwiegend
aus - diesen Bestandteilen bestehen, verwendet. Als amorphe-Kieselsäuren gemäss
der Erfindung sind Hydrosole von -Kieselsäure, Hydrogele von Kieselsäure, Zerogele
von Kieselsäure und amorphe, calcinierte Produkte der Kieselsäure brauchbar. Mit
dem hier verwendeten Ausdruck "amorph" wird der in der Kristallographie für aiesen
Zweck infolge der Röntgenbeugungsanalyse verwendete bezeichnet.
-
Andererseits können auch Alkali-, Erdallrali- oder Aluminiumsalze
der Kieselsäure verwendet werden. Diese sind beim erfindungsgemässen Verfahren in
Form von wässrigen Lösungen, Solen, Gelen, als Pulver oder Kristalle verwendbar.
-
Von den vorstehenden Silikatenwerden besonders Natriumsilikat, Kaliumsilikat,
Magnesiumsilikat, Calciumsilikat, Barlumsilikat und Aluminiumsilikat bevorzugt.
-
Verschiedene Gemische der vorstehend angegebenen Derivate oder die
natürlich vorkommenden farblosen tonartigen Mineralien, die überwiegend aus amorpher
Kieselsäure und/oder Silikat bestehen, können ebenfalls gemäss der Erfindung verwendet
werden. Beispielsweise sind Gemaische, die Kieselsäure und Aluminiumsilikat in verschiedenen
Verhältnissen enthalten, als Ausgangsmaterial für den Kieselsäurebestandteil gemäss
der Erfindung geeignet.
-
Weiterhin kann das Ausgangsmaterial für den Kieselsäurebestandteil
einige Verunreinigungen in solchem Ausmass enthalten, dass die Weissheit des Materials
nicht beeinflusstz wird. Beispielsweise können darin geringe Mengen an Metallbestandteilen
von Al, lig und Ca enthalten .sein, beispielswei e bei den säurebehandelten sauren
Tonen, die durch Behandlung von sauren Tonen mit einer Säure erhalten
werden,
oder Diatomeenerde, die durch Behandlung der natürlich vorkommenden Diatomeenerde
in rein weisser Porm erhalten wurden. Weiterhin können die farblosen Erdmineralien,
beispielsweise die natürlich gebildeten Zeolithe, fliatomeenerden und hochgradigen
Kaoline ebenfalls günstigerweise bei der Erfindung eingesetzt werden. Der hier angewandte
Ausdruck "Erdmineralien" bezeichnet die in Stratiform gebundenen Phyllosilikatmaterialien
(tonartigen Mineralien), die sterisch retikular gebundenen Tectosilikatmaterilien
und die natürlichen nicht-kristallinen Silikate. Deshalb können sämtliche Kieselsäuren
oder Silikate, die als Nebenprodukte bei der anorganischen chemischen oder keramischen
Industrie erhalten werden oder als Zwischenprodukt oder Endprodukt bei diesen Industrien
anfallen, als Ausgangsmaterialien für das Kieselsäurematerial gemäss der Erfindung
eingesetzt werden.
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Weiterhin können als Ausgangsmaterialien sämtliche Oxysäuren des
Phosphors, beispielsweise Orthophosphorsäure (H3PO4), Metaphosphorsäure (HPO3),
Pyrophosphorsäure (H4P2O7), Hexametaphosphorsäure [(HPO3)6], Tripolyphosphorsäure
(H5P3O10), phosphorige Säure (H3PO3) und ltypophosphorsäure (R3PO?) verwendet werden.
Weiterhin können selbstverständlich diese als Ausgangsmaterial dienenden Oxysäuren
des Phosphors auch in der Anhydridform, bei spielsweise als Phosphorpentoxid (P205)
verwendet werden.
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Als Beispiele für farblose, verwendbare Oxysäuresalze des Phosphors
seien die Alkalisalze, Ammoniumsalze, Erdalkalisalze, Zinksalze, Bleisalze oder
Aluminiumsalze der Oxysäuren des Phosphors genannt.
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Gemäss der Erfindung werden die vorstehenden Ausgangsmaterialien
für den Kieselsäurebestandteil und den Phosphoroxysäurebestandteil innig vermischt
und zerkleinert. In diesem all kann das Vermischen und das Zerkleinern
der
beiden Materialien sowohl nach einem trockenen als auch nach einem nassen Verfahren
ausgeführt werden.
-
Beispielsweise kann der Ausgangskieselsäure-Bestandteil in Solform
oder Hydrogelform verwendet werden, wozu der Phosphoroxysäurebestandteil als wässrige
Lösung oder in Aufschlämmungsform unter Bildung eines innigen Gemisches zugesetzt
wird, oder die Fhosphoroxysäure kann als Flüssigkeit zu dem getrockneten Gel oder
Pulver des Ausgangs kieselsäurebestandteiles zugegeben werden. Weiterhin können
die beiden Ausgangsmaterialien durch trockene Vermahlung vermischt werden, wenn
ein Salz der Phosphoroxysäure verwendet wird, jedoch kann ein innigeres Gemisch
unter Verwendung entweder von Wasser oder einem anderen flüssigen Medium erhalten-werden.
-
Wenn auch die Verhältnisre, womit der Ausgangstieselsäure- Bestandteil
und der Ausgangsphosphoroxysätire-Bestandteil vermischt werden, beträchtlich in
kbhängigkeit von den Klassen der eingesetzten Ausgangsmaterialien variiert, ist
dies ohne Einfluss, sofern die fertige Zusammensetzung innerhalb des vorstehend
angegebenen Bereiches liegt.
-
Als nächstes wird gemäss der Erfindung das innige Gemisch des Ausgangskieselsäure-Bestandteils
und des Ausgangsphosphoroxysäure-Bestandteils calciniert. Wenn auch die Calciniertemperaturen
beträchtlich in- Abhängigkeit von den Klassen der beiden Ausgangsmaterialien variieren,
werden allgemein Temperaturen im Bereich von 200 bis 10000 C bevorzugt. Vom Gesichtspunkt
der Weissheit des zu erhaltenden Pigmentes sollte bevorzugt eine Temperatur oberhalb
4000 C beim Calcinieren der vorstehenden Gemische angewandt werden. Vom Gesichtspunkt
sowohl der Weissheit als auch der Stabilität des erhaltenen Pigmentes wird es allgemein
bevorzugt, wenn die- Calcinierung der vorstehenden.
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Gemische bei Temperaturen oberhalb von 400° C durchge--führt wird.
Die Calcinierbedingungen müssen in geeigneter Weise so gewählt werden, dass die
vorstehend angegebenen Anfordernisse erfüllt werden und es wird eine Temperatur
oberhalb 2000 und vorzugsweise zwischen 400 und 10000 C und ein Zeitraum von 1 bis
4 Stunden gewählt.
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Falls die Calcinierung des.aus dem Ausgangskiesel säure-Bestandteil
und dem Ausgangsphosphoroxysaure-Bestandteil bestehenden Gemisches unter Zusatz
einer anorganischen halogenhaltigen Verbindung, beispielsweise eines Chlorides,
Bromides oder Jodides eines Alkalimetalles, wie Lithium, Natrium oder Kalium, eines
Chlorides, Bromides oder Jodides eines Erdalkalimetalles, wie Magnesium, Calcium
oder Barium, oder eines Chlorides, Bromides oder Jodides von Metallen wie Zink,
Aluminium und Zinn ausgeführt wird, kann der Betrag an verunreinigenden färbenden
Bestandteilen, die im vorstehenden Gemisch enthalten .sind, in merklichem Ausmass
-verringert werden. Die Weissheit des Pigmentes kann beträchtlich verbessert werden,
wenn die anorganische halogenhaltige Verbindung in einer Menge von 0,01 bis 0,3
Mol, insbesondere 0,05 bis 0,02 Mol, je Mol SiO2 angewandt wird.
-
Andererseits kann das vorstehende flammbeständige weisse Pigment
vom Ammoniumphosphatsilikattyp beispielsweise durch inniges Vermischen einer Kombination
der folgenden Materialien hergestellt werden: (a) einer Kombination von reaktionsfähiger
Kieselsäure, Phosphorsäure und einer Ammoniak-Stickstoff-Verbindung; (b) einer Kombination
von reaktionsfähiger Kieselsäure, mit Atnmoniak adsorbierter Kieselsäure und Ammoniumphosphat;
oder
(c) einer Kombination von Siliciumphosphat und einer Ammoniak-Stickstoff-Verbindung,
wobei das Verhältnis von SiO2/P2O5 im Bereich von 0,2 bis 5 und vorzugsweise 0,5
bis 3 und das Molarverhältnis von NH3/P2O5 im Bereich von 1 bis 6 liegt.
-
Als Ausgangskieselsäurematerialien und Ausgangsphosphorsäurematerialien
können die vorstehend auf-geführten verwendet werden.
-
Als ammoniakalische Stickstoffverbindungen sind beispielsweise Harnstoff,
Ammoniumcarbamat, Guanylharnstoff, Aminoharnstoff und Biureth oder Biharnstoff zusätzlich
zu Ammoniak verwendbar.
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Anstelle der getrennten Verwendung von Phosphorsäure und der Ammoniak-Stickstof
f-Verbindung kann Ammoniumphosphat als Ausgangsmaterial verwendet werden. Als. Ammoniumphosphate
können die Mono-, Di- und Tri-Ammoniumorthophosphate, Ammoniummetaphosphate sowie
die Ammoniumsalze von Phosphoroxysäuren und auch Ammoniumphosphorsauren von P-O-P-Typ
verwendet werden.- -Weiterhin- können anstelle der getrennten Verwendung von Kieselsäure
und-Phosphorsäure Siliciumphosphate,- beispielsweise solche der Formel xSiO2#yP2O5
, worin x/y = 1 bis 5, als Ausgangsmaterialien verwendet werden.
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Die vorstehenden Ausgangsmaterialien werden in innigern Kontakt bei
Temperaturen im Bereich von Raumtemperstur bis 200° C Q gebracht. Die Bedingungen,
unter denen dieser Kontakt erfolgt, variieren in Abhängigkeit von den Klassen der
eingesetzten Ausgangsmaterialien.
-
Beispielsweise werden nach dem Vermischen von.
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Kieselsäure, Phosphorsäure und der Ammoniak-Stickstoff-Verbindung
die Bestandteile günstigerweise üblicherweis auf eine Temperatur oberhalb 800 C
unter solchen Bedingungen, die zur Verflüchtigung der Feuchtigkeit ausreichen, umgesetzt.
Andererseits wird. beim Vermischen von Kieselsäure oder mit Ammoniak adsorbierter
Kieselsäure mit Ammoniumphosphat, obwohl auch ein Vermischen in der festen Phase
möglich ist, das Vermischen vorzugsweise bei dervorstehend angegebenen Temperatur
unter Anwendung einer geringen Menge von Wasser als Medium ausgeführt.
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Weiterhin kann bei der Umsetzung von Siliciumphosphat mit einer Amnoniak-Stickstoff-Verbindung
die Reaktion ausgeführt werden, indem direkt Ammoniakgas durch das feste Siliciumphosphat
geführt wird oder das feste Siliciumphosphat kann mit einer wässrigen Lösung der
Ammoniak-Stickstoff-Verbindung vermischt werden, worauf das Gemisch getrocknet wird,
um das gewünschte Produkt zu erhalten.
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Weiterhin kann erforderlichenfalls eine Adsorption Von Ammoniak an
dem erhaltenen festen Pulver ausgeführt werden, um das gewünschte Produkt, welches
die Phosphorsäure, Kieselsäure- und Ammoniakbestandteile in den gewünschten Bereichen
enthält, zu erhalten.
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Das als RostverhiIlderungspignent zu verwenderlde Titanphosphat wird
gemäss der Erfindung nach an sich bekannten Verfahren erhalten, wobei jedoch ein
ausreichender Gehalt des wasserlöslichen Bestandteiles und einer Azidität innerhalb
des vorstehend aufgeführten Bereiches sichergestellt wird. Das Material kann beispielsweise
nach denen der britischen Patentschrift 1 161 141 und der US-Patentschrift 3 471
252 angegebenen Verfahren hergestellt werden. Beispielsweise kann das Titanphosphat
leicht
durch Umsetzung entweder einer anorganischen oder organischen sauren Lösung einer
Titanverbindung, eines Titansalzes als solchem oder eines amorphen Titanoxides mit
einer Oxysäure des Phosphors oder einem Phosphoroxysäure-Derivat, das den Phosphoroxysäure-Bestandteil
unter den Reaktionsbedingungen freisetzen kann und anschliessendes Calcinieren des
erhaltenen Phosphoroxysäuresalzes von Titan in der gewünschten Weise hergestellt
werden.
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Zur Herstellung des Titanphosphats zur Anwendung gemäss der Erfindung
wird zunächst eine anorganischef oder organische Säurelösung einer Titanverbindung,
ein Titansalz als solches oder ein amorphes Titanoxid in Gegenwart von Wasser entweder
mit einer Phosphoroxysäure~ oder einem Phosphoroxysäure-Derivat' das einen Phosphorox;ysäurerest
unter den Reaktionsbedingungen bilden kann, zur Bildung eines Titanphosphatgeles
umgesetzt, dessen Zusammensetzung innerhalb des vorstehend angegebenen Bereiches
liegt. Dann wird dieses Titanphosphatgel entweder getrocknet oder calciniert in
der Weise, dass der wasserlösliche Bestandteil in dem erhaltenen Produkt in einer
Menge von mindestens 0,1 Yo und vorzugsweise 0,6 bis 20 % enthalten ist und der
pH-Wert einer 10%igen, wässri--gen Suspension des erhaltenen Produktes nicht mehr
als 3,5 und vorzugsweise 1 bis 2,5 beträgt. Obwohl die Grocknungs- oder Calcini
erbedingungen beträchtlich in Abhängigkeit von der Zusammensetzung des Titanphosphats
variieren, kann gewöhnlich eine Temperatur von 100 bis 10000 C und vorzugsweise
250 bis 8000 C und ein Zeitraum von 30 Minuten bis 3 Stunden gewählt werden, so
dass die vorstehend- angegebenen Erfordernisse erfüllt werden.
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Das Zirkonphosphat, welches gemäss der Erfindung als flammbeständiges
und korrosionsbeständiges Weisspigment verwendet wird, kann auf folgende Weise hergestellt
werden.
Das als Ausgangsmaterial dienende Zirkonmaterial besteht entweder (1) aus einer
Säurelösung, welche durch Schmelzen eines Konzentrates von Zirkonmineralien, wie
Zirkonsanz (ZrO2#SiO2) und Baddeleyit (ZrO2) mit einem Alkali, soweit erforderlich,
zur Verglasung des Zirkonminerals und anschliessende Auflösung desselben in einer
Nineralsäure, wie Schwefelsäure, Salzsäure oder Salpetersäure erhalten wurde, (2)
einem Zirkonchlorid, welches in einer Zwischenstufe des sogenannten Kroll-Verfahrens-
erhalten wurde, wobei ein Zirkonmineral in Gegenwart von Kohlenstoff, be@spielsweise
Eoks, erhitzt wird und anschliessend Chlor hindurchgeleitet wird, (3) einem Zirkonhydroxid,
welches durch Hydrolyse in üblicherweise eines Säureextraktes einz Zirkonminerals
erhalten wurde. Diese Ausgangs-Zirkonmaterialien werden entweder mit einer Phosphoroxysäure
oder einem reaktionsfähigen Derivat hiervon ungesetzt, worauf das erhaltene Zirkonphosphat
calciniert wird. Die Ausgangsmengen des Zirkonmaterials und der Phosphoroxysäure
oder des reaktionsfähigen Derivates hiervon werden so gewählt, dass die Bedingungen
der vorstehend angegebenen Formel e: erf/üllt werden. Beim Calcinieren des Zirkonphosphats
werden geeignete Bedingungen einer Temperatur im Bereich von 100 bis 9000 C und
eines Zeitraums von 30 Minuten bis 3 Stunden gewählt, so dass sichergestellt ist,
dass der wasserlösliche Bestandteil mindestens 0,1 % beträgt.
-
Dadurch werden neue Pigmente einer Zusammensetzung entsprechend der
vorstehenden allgemeinen Formel (I) gemäss der Erfindung erhalten. Selbstverständlich
können die erhaltenen Pigmente erforderlichenfalls mit einer Säure gewaschen und/oder
mit Wasser gewaschen und entweder nach dem Trockenverfahren oder den Nassverfahren
zerkleinert
werden und zu einem Produkt in Form einer Aufschlämmung, Paste oder eines Pulvers
verarbeitet werden. Weiterhin kann noch die Dispersionsfähigkeit der erfindungsgemässen
Weisspigmente verbessert werden, wenn ein Überzug aus Metalloxiden oder organischen
Substanzen auf ihrer Gberfläche in üblicher Weise ausgebildet wird Gemäss der Erfindung
wird das Pigment vorzugsweise so zerkleinert, dass die Bedingungen der-vorstehend
angegebenen Formel (II) erfüllt werden, wobei eine Aggregation der Teilchen verhindert
wird. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die nach den vorstehenden Verfahren erhaltenen
Pigmente -in einem organischen Lösungsmittel, welches den wasserlöslichen Bestandteil
der vorstehenden Phosphate nicht löst, beispielsweise Alkohol,-wie Methanol oder
Äthanol, Ethern, wie Diäthyläther und Tetrahydrofuran, Ketonen, wie Aceton und Mathyläthylketon,
Kohlenwasserstoff-Lösungsmitteln, wie n-Hexan, Kerosin, Benzol, Toluol und Xylol
und halogenierten Kohlenwasserstoff-Lösungsmitteln, wie Chloroform, Methylenchlorid
oder Tetrachloräthylen, unter Anwendung eines Mahlgerätes, beispielsweise einer
Kugelmühle oder Rohrrnühle, zerkleinert werden. Falls in diesem Falls ein niedrig-siedendes
Lösungsmittel verwendet wird, kann das Pigment in feinverteilter Form ohne Aggregation
der Pigmentteilchen gewonnen werden. Falls ein Harz, beispielsweise Kolophoni.um
oder Naturharze, Alkydharze oder Erdölharz-e oder höhere Fettsäuren, wie Stearinsäure,
oder Metallseifen, wie Calcium- oder Bariumstearat, vorhergehend in den vorstehenden
Lösungsmitteln gelöst werden und die Zerkleinerung des Pigmentes in diesem Lösungsmittel
erfolgt, können anschliessend an die Abdampfung des Lösungsinittels die Oberflächen
der Pigmentteilchen mit diesen Substanzen überzogen werden. Weiterhin kann das Pigment,
das in den
arorstehenden Lösungsmitteln zerkleinert wurde, seiner
beabsichtigten Endverwendung in dem Zustand, wie e.s erhalten wurde (Zustand der
Aufschlämmung oder Zustand eines Kuchens) zugeführt werden. Anderseits kann das
Pigment ineeinem nachfolgend angegebenen Anstrichsträgerstoff zerkleinert werden
und seiner beabsichtigten Endverwendung in diesem Zustand zugeführt werden. RJm
weiterhin die Trocknung des aufgezogenen Filmes unter Verhinderung -einer Wechselwirk.ung
mit dem im Trägerstoff enthaltenen Härter zu beschleunigen, ist es wirksarn, die
Teilchen aus Titan phosphat oder Siliciumphosphat mit 0,5 bis 5 Gew.%, bezogen auf
Titan- oder Siliciumphosphat, eines Oxides eines Erdalkalimetalles, beispielsweise
Magnesium- oder Calciumoxid, Aluminiumoxid oder Silicagel zu überziehen Verwendungszwecke
Die weissen Phosphatpigmente .gemäss der Erfindung zeigen nicht nur eine ausgezeichnete
Reflektanz im Ultraviolettbereich und nahen Ultraviolettbereich, sondern besitzen
auch~ neue Eigenschaften, d. h. ausgezeichnete Flammbeständigkeits- und Rostverhinderungseigenschaften,
die von den üblichen Weisspigmenten nicht gezeigt werden.
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Wenn die erfindungsgemässen weissen Phosphatpigmente in ein Harz
einverleibt werden oder in einem Träger dispergiert werden und auf eine Unterlage
aufgetragen werden, kann eine ausgeprägte Flammbeständigkeit des harzartigen Formgegenstandes,
t'berzuges oder der Unterlage erhalten werden. Selbst wenn ein bekanntes Weisspigment,
wie Titan dioxid, in einem Trägerstoff dispergiert wird und dann auf Papier aufgetragen
wird, kann die Selbstbrenneigenschaft des Papieres nicht verhindert werden; wenn
jedoch ein tiberzug, der das erfindungsgemässe Weisspigment enthält, auf Papier
aufgetragen wird, kann die Selbstbrennfähigkeit
des Papieres praktisch
verhindert werden.
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Somit sind die erfindungsgemässen Weisspigmente wertvoll als Pigmente
für Anstriche, als Pigmente zur Anwendung beim Papiermachen, als Glanzbrechungsmittel
für Textilien und als Pigmente zur Verwendung mit den verschiedenen Formharzen.
Ausserdem können sie in bekannte Pigmente zur Verbesserung von deren Weissheit einverleibt
werden oder sie können als Weisspigmente zur Erzielung einer Feuerbeständigkeit
oder Flammverzögerungseigenschaften sowie zur Erzielung von Korrosionsbeständigkeit
für verschiedene Klassen von Formgegenständen verwendet werden.
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Die erfindungsgemässen Phosphatpigmente können beispielsweise in
Anstrichsträger oder Formharze in Mengen von 1 bis 300 Gew.teilen, vorzugsweise
5 bis 100 Gew.-teilen auf 100 Gew.teile der Trägerbasis oder des Harzes eingemischt
werden.
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Gernäss einer Ausbildungsform: der Erfindung ergibt sich ein Rostverhinderungsanstrich
für Netalloberflächen, der aus (a) einem Träger, welcher ein einem tiberzugs film
bildendes Grundmaterial enthält, das vorzugsweise aus der Gruppe Alkydharze, Epoxyharze,
lufttrocknenden Üle, Phenolharze, Folyvinylacetale, Vinylchloridharze oder Polyvinylacetaten
gewählt wird, und (b) einem rostverhindernden Pigment, welches aus einem Phosphat
einer Zusa'mmensetzung entsprechend der Formel M1O2#xY#(0,1#1,5 + mx/2)P2O5 besteht,
worin 111 Silicium, Titan oder Zirkon, Y eine stickstoffhaltiE,e Base oder ein Oxid
der Formel
M20n 2 worin M2 ein Alkalimetall, Erdalkalimetalls Aluminium,
Blei oder Zink und n die Wertigkeit des Metalles M2 darstellen, x eine positive
Zahl bis zu 6 unter Einschluss von 0, und m den Wert 1, falls Y eine stickstoffhaitigeBase
ist, und den Wert n, falls Y die Bedeutung M20n hat, bedeuten, wobei d.as Phosphat
mindestens G %2eines wasserlöslichen Bestandteiles enthält, aufgebaut ist und weiterhin
das Phosphat in einer Menge von 1 bis 300 Gew.-teilen auf 100 Gew.teile des den
Uberzugsfilm bildenden Grundmaterials vorliegt.
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Die vorstehenden rostverhindernden Anstriche gemäss oer Erfindung
können leicht als Unterüberzug auf eine Metallunterlage vom Verbraucher aufgetragen
werden und zeigen eine ausgezeichnete Haftung zwischen dem Anstrich und der Metallunterlage
sowie dem schliesslich aufgetragenen Überzug. Zusätzlich wird der Rostverhinderungseffekt
während eines langen Zeitraumes ,beibehalten .
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Als Grundmaterial für die Bildung des Überzugsfilmes des Tragerstoffes
für den Rostverhinderungsanstrich sind beispielsweise Alkydharze, Epoxyharze, lufttrocknende
Öle, Phenolharze, Polyvinylacetale, Vinylchloridharze und Polyvinylacetate brauchbar,
die einzeln oder in Kombination von 2 oder mehr Arten hiervon verwendet werden können.
Diese zur Bildung des Vberzugsfilmes dienenden Grundmaterialien werden in Form entweder
einer Lösung in einem organischen Lösungsmittel oder als wässrige Emulsion verwendet.
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Als Alkydharze sind entweder die Kondensationsprodut einer mehrbasischen
Säure, wie Phthalsäureanhydrid, Terephthalsäure, Bernsteinsäure, Adipinsäure, Sebacinsäure,
Fumarsäure,
Itaconsäure oder Cyclopentadienmaleinsäureanhydrid-Addukte mit -einem mehrwertigen
Alkohol, wie Äthylenglykol, Propylenglykol, Glycerin, Trimethylolpropan, Pentaerythrit,
Mannit ode:r Sorbit oder modifizierte Alkydharze, welche durch Kondensation der
vorstehenden mehrbasischen Säuren und mehrwertigen Alkoholen mit Ölen oder Fetten
und höheren lPettsäuren, wie Sojabohnenöl, Leinöl, Tunköl, Kokosnussöl, Stearinsäure,
Oleinsäure, Linolsäure und Linolensäure und Nodifizierern, wie natürlichen Harzen,
wie Kolophonium, Copal oder Schellack oder synthetischen Harze, wie Phenolharzen,
Harnstoffharzen und Nelaminharzen erhalten wurden.
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Diese Alkydharze können in Lösungsform, gelöst in einemaaromatischen-
Kohlenwasserstoff, wie Toluol oder Xylol, oder in Form einer wässrigen Emulsion
durch Emulgierung.mit einem bekannten Emulgator, wie nicht-ionischen oberflächenaktiven
Plitteln, kationischen oberflächenaktiven Mitteln oder Siloxanoxyalkylen-Copolymeren
verwendet werden. Selbstverständlich kann der Trägerstoff mit einem Trockner ausgerüstet
sein, beispielsweise Cobaltnaphthenat oder Mangannaphthenat, wie es bei derartigen
Ansätze übliche ist.
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Als Epoxyharze können Bisepoxy-Verbindungen, die aus einem Kondensationsprodukt
von Epichlorhydrin und einem mehrwertigen Phenol, beispi@lsweise einem Bisphenol
oder Resol, bestehen, und Kombinationen mit einem Härter, wie Phenolharzen, Harnstoffharzen,
Polyamidharzen und organischen Säuren verwendet werden. Andererseits können Reaktionsprodukte
der vorstehenden Bisepoxy-Verbindungen mit Ölen und Fetten oder Fettsäuren gleichfalls
verwendet werden. Diese Epoxyharze werden mit einem Mineralöl verdünnt und als Trägerstoff
verwendet.
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Als trocknende Öle werden Leinöl, Perillaöl, Tungöl, gekochtes Leinöl,
Maleinöl, styrolisiertes Öl und epoxidiertes Öl zusammen mit Härtern, wie Kobaltnaphthenat
und Mangannaphthenat, verwendet.
-
Als Phenolharze sind außer den üblichen Phenolharzanstrichen vom
Resoltyp diejenigen verwendbar, die aus einem mit Fettsäuren oder einer Harzsäure
mit anschliessender Zugabe eines trocknenden Oles und Wärmebehandlung modifizierten
Phenolharze bestehen oder solche Phenol- -harze, die aus Kondensationsprodukten
eines Alkylphenolesbeispielsweise p-tert.-Butylphenol und Formaldehyd mit anschliessender
Zugabe eines trocknendes Öles und Wärmebehandlung bestehen, verwendbar. Diese Phenolharze
werden verdünnt mit einem Keton oder einem aromatischen Kohlenwasserstoff verwendet
-Als Polyvinylacetale können Polyvinylbutyral und Copolymere mit Vinylalkohol-Einheiten
und Vinylbutyral-Einheiten verwendet werden.
-
Günstigerweise werden als Vin;ylchloridharze die Copolymeren von
Vinylchlorid mit einer geringen enge an Vinylacetat und die ternären Copolymeren
von Vinylchlorid, einer geringen Menge an Vinylacetat und einer geringen Menge an
Vinylalkohol oder Maleinsaure verwendet. Diese werden in Form einer Lösung in einem
Keton und/oder einem aromatischen Kohlenwasserstoff als Lösungsmittel zusammen mit
einer geringen Menge eines Plastifizierer eingesetzt.
-
Andererseits können die Vinylchloridharze auch mittels oberflächenaktiven
Ilitteln emulgiert und dispergiert werden und in Form einer wässrigen Emulsion verwendet
werden.
-
A1S Polyvinylacetate sind Polyvinylacetat oder wässrige Emulsionen
eines Vinylacetatharzes, welches einen geringen Betrag an Vinylalkohol-Einheiten
oder einen geringen
Betrag an Vinylalkohol- und Vinylbutyral-Einheiten
enthält, verwendbar.
-
Die vorstehenden Trägerstoffe für die rostverhindernden Anstriche
sind auf dem Fachgebiet bekannt. Zu diesen Anstrichsträgerstoffen können 'erforderlichenfalls
Plastifizierer, wie Dibutylphthalat, Trikresylphosphat, Dioctylphthalat und n-Hydroxymethylphthalamid,
Trockner, wie Kobaltnaphthenat, Mangannaphthenat, Kobaltlinolat, Bleinaphthenat
und Zirkonnaphthenat, Härter, wie Benzoylperoxid und Methyläthylketonperoxid, Dispersionsmittel,
wie Aluminiumstearat, Lecithin und Polyäthylenglykolalkyläther, Enulsionsstabilisatoren,
wie Polyvinylalkohol und Methyl-cellutose, Emulgatoren, wie Triäthanolamin und oberflächenaktive
Mittel, -Verdicker oder Streckmittel, wie Kaolin, Magnesiumsilikat, Calciumsilikat
und Silicagel oder andere rostverhindernde Pigmente zugesetzt werden.
-
Obwohl die erfindungsgemässen Rostverhinderungsanstriche besonders
wirksam zur Verhinderung des Rostes von Eisenunterlagen sind, sind sie auch wirksam,
um das Rosten von verschiedenen anderen Metallen, wie Kupfer, Nickel, mit Chromsäure
behandelten Eisen, galvanisiertem Eisen und Nagnesiumlegierungen zu verhindern.
Zur Auftra gung der erfindungsgemäss en Rostverhinderungsanstriche auf Eisenunterlagen
können die verschiedenen Verfahren zur Anwendung von Anstrichen in Abhängigkeit
von der Menge des im-Anstrich enthaltenen Pigmentes angewandt werden. Falls beispielsweise
der Gehalt an Pigment gross ist, kann die Auftragung mittels Insel, Spachtel--oder
Walze erfolgen, während, falls der Gehalt an @igment gering ist, die Auftragung
mittels aufsprühen oder Eintauchenc oder durch elektrostatisch-e oder elektrophoretische
Verfahren erfolgen kann. In jeden der vorstehenden Fälle kann
eine
Anwendung von Wasser, Verdünnungsmittel oder anderen VErdünnern zur Verringerung
der Viskosität des Anstriches erfolgen. Die erfindungsgemässen rostverhindernden
Anstriche können direkt auf die Oberfläche der Eisenunterlage aufgetragen werden
oder können auf die Oberfläche von Eisenunterlagen, die eine Phosphorsäurebehandlung
erhalten haben, aufgetragen werden.
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Die Rostverhinderungsanstriche, die als Pigment die erfindungsgemäs
sen Siliciumphosphate oder Ti tanphosphate enthalten, zeigen nicht nur überlegene
Rostverhinderungseigenschaften gegenüber den üblichen Rostverhinderungsanstrichen,
sondern zeigen auch keinerlei Tendenz einer Schädigung des Trägerstoffes. Ausserdemhaften
die erfindungsgemässen Rostverhinderungsanstriche nach der Auftragung als Unteriiberzug
auf eine Metalloberfläche ganz ausgezeichnet an der Metalloberfläche und behalten
den Rostverhinderungseffekt während sehr langer Zeiträume bei, selbst wenn sie während
langer Zeiträume an korrodierende Bedingungen ausgesetzt werden.
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Weiterhin haben die erfindungsgemässen Rostverhirderungsanstriche
eine weisse Farbe und dadurch keinerlei Neigung zur Verfärbung der Metallunterlage
mit einer spezifischen Farbe. Deshalb bringen sie das Merkmal mit sich, dass eine
reine Beibehaltung der Farbe des abschliessenden Überzuges möglich wird, selbst
wenn der b'berzugsfilm des abschliessenden Überzuges relativ dünn ist. Die erfindungsgemässen
Rostverhinderungsanstriche sind auch in der Gesichtspunkt überlegen, dass sie nicht
toxisch sind, da sie kein Blei enthalten Deshalb können die erfindungsgemässen Rostverhinderungsanstrichsmassen
für verschiedene Zwecke als weisse Rost v erhindertmgsans-triche verwendet weiden
und die verschiedenen üblichen Rostverhinderungsanstriche, Zinkchromat-
Grundierungen
und Grundierungen und Waschgrundierungen ersetzen.
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Als Beispiel:e wird eine Anzahl von Ansätzen nachfolgend gegeben.
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Rezept 1 Weisser Rostverhinderungsanstrich auf der Basis von Leinsamenöl.
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Teile Titanphosphat nach Beispiel 2 220 Titandioxid vom Rutiltyp
110 Nagnesiumsiiikat 250 Rohes Leinöl 210, Leinöl mit schwerem Körper 110 6 % Kobaltnaphthenat
2 6 % Mangannaphthenat 10 Mineral-Spirit 88 Rezept 2 Weisser Rostverhinderungsanstrich
auf Alkydbasis.
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Teile Titanphosphat nach Beispiel 2 100 Siliciumphosphat nach Beispiel
1 60 Titandioxid vom Rutiltyp 100 Calciumcarbonat 210 Mit Sojabohnenöl modifiziertes
Alkydharz (50%ige Lösung in Mineralspirit, Säurezahl 10) 280 Leinöl 3 24 % Bleinaphthenat
1 6 % Kobaltnaphthenat 1 Mineralspirit 245
Rezept 3 Phenolharzgrundierung.
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Teile Siliciumphosphat nach Beispiel 1 14 Titandioxid vom Rutiltyp
10 Calciumsilikat 20 Dehydratisiertes Rizinusöl-Phenoläther-Esterharz 18 Xylol 20
Mineralspirit 18 Rezept 4 Rostverhinderungs- und Flammverhinderungsanstrich auf
Epoxybasis.
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eil'e Titanpllosphat nach Beispiel 2 100 Siliciumphosphat nach Beispiel
1 50 Titandioxid vom Rutiltyp 100 Mit dehydratisiertem Rizinusöl modifiziertes Alkydharz
(50%ige Lösung in Mineralspirit) 400 Aluminiumstearat 100 Sojabohnenlecithin 5 6
% Kobaltnaphthenat 2 6 % Zirkon-Katalysator 10 Xylol 120 Naphtha 113 Vinylchloridharz-Grundierung.
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Teile Titanphosphat nach Beispiel 2 22
Teile Vinylchloridharz*
15 Trikresylphosphat 3 Methiyläthylketon/Toluol (1:1) 60 * Ternäres Copolymeres
mit 9 o Vinylchlorid, 3 % Vinylacetat und 6 % Vinylalkohol.
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20°C (#)Cyclohexan = 0,57 Rezept 6 Weisses Rostverhinderungs- und
Flammbeständigkeitspigment auf der Basis von Polyvinylacetat.
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Teile Titanphosphat nach Beispiel 2 130 Siliciumphosphat nach Beispiel
1 40 Titandioxid vom Rutiltyp 140 Polyvinylac etatem-ulsion (55 % Feststoff), 270
Dibutylphthalat 20 Propylenglykol 45 Methocel (2%ige, wässrige Lösung) 200 Wasser
155 Rezept 7 Flammbeständiger und rostverhindernder Ölanstrich.
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Teile Gekochtes Leinöl 100 Polyamidharz (50%ige Lösung) 50 Titandioxid
50 Titanphosphat nach Beispiel 2 50
Teile Ammmoniumphosphatsilikat
nach Beispiel 9 30 Zinkborat 30 Melaminharz 20 Stärke 5 Chloriertes Paraffin 10
Rezept 8 Flammverhindernder Anstrich vom Emulsionstyp.
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Teile Wasser 100 oolyvinylacetatemulsion (55 So Feststoff) 50 Titandioxid
vom Rutiltyp 50 Dibutylphthalat 5 Ammoniumpho sphatsilikat nach Beispiel 9 20 Dicyandiamid
20 Pentaerythrit 50 Chloriertes Paraffin 5 Rezept 9 Formmase aus ungesättigten Polyester
Teile Ungesättigtes Polyesterharz 100 Peroxid 0,2 bis 3 Naphthenat 0,2 bis 2 Ammoniumphosphatsilikat
von Beispiel 9 5 bis 80 Chloriertes Paraffin 5 bis 20 Pigment O bis 50
Rezept
10 Polyvinylbutyral-Netzgrundierung.
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Teile Siliciumphosphat nach Beispiel 1 10 Polyvinylbutyral 8 Fein-zerteilte
Kieselsäure 2 Isopropanol (99 %) 60 Butanol Wasser 4 Die folgenden Beispiele dienen
zur weiteren Erläuterung der Erfindung.
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Beispiel 1 Ein weisses Pigment aus Siliciumphosphat wurde unter Verwendung
eines Xerogeis der Kieselsäure und von Orthophosphorsäure hergestellt. Das. Herstellungsverfahren
und ,die Eigenschaften des erhaltenen weissen Pigmentes werden nachfolgend angegeben.
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Das Siliciumphosphat wurde in folgender Weise hergestellt: Eine technisch
erhältliche Natriumsilikat-Lösung wurde mit Schwefelsäure zur Gelierung der Kieselsäure
neutralisiert, worauf dieses Gel gründlich unter Bildung kleiner, gereinigter Aggregate
des Hydrogels der Kieselsäure gewaschen wurde und anschliessend getrocknet wurde.
Das dabei erhaltene Xerogel der Kieselsäure wurde dann mit dem Phosphorsäurebestandteil
durch Zusatz einer technischen Orthophosphorsäure (erste JIS-Qualität 85 % H3PO4,
spezifisches Gewicht 1,690) imprägniert.
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Hierbei wurde die Zusammensetzung des Kieselsäurebestandteils und
des Phosphorsäurebestandteils so eingestellt,
dass das Molarverhältnis
von SiO2:P2O5 den Wert von 1 : 0,5 hatte. Nach der Trocknung dieses imprägnierten
Produktes wurde es während 2 Stunden bei 8000 C in einem elektrischen Ofen calciniert,
anschliessend während 3 Stunden in einer mit Kugeln gefüllten Topfmühle unter Verwendung
von Methylalkohol als Schleifmedium nass zerkleinert. Nachdem der als Schleifmedium
dienende ~Methylalkohol abgetrennt und zurückgewonnen worden war, wurde das Produkt
getrocknet. Dabei wurde ein feinzerteiltes weisse's Silic'iumphosphatpigment erhalten.
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-Dann erfolgte eine Identifizierung mittels, Röntgenbeugungsanalyse
des erhaltenen feinen, weissen Siliciumphosphatpigmentes und die Bestimmung der
Eigenschaften, wie Weissheit, insbesondere Reflektanz im Ultraviolettbereich, wasserlöslicher
Bestandteil, pH-Wert einer 10%igen, wässrigen Suspension, Teilchengrösse und Ausmass
der Sekundäraggregation. Die Ergebnisse sind in Tabelle IV zusammengefasst.
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Der Weissheitsgrad wurde auf folgende Weise bestimmt: Die Bestimmungen
erfolgten mittels der Pulververfahrens unter Anwendung eines Spektrophotometers.
Ein Aluminiumoxidbogen wurde als weisser Standardbogen verwendet und die Reflektanz
bei verschiedenen Wellenlängen in % auf der Basis des Aluminiumoxidbogens als 100
als Wei.ssheitsgrad angegeben.
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Der Gehalt an wasserlöslichen Bestandteilen wurde in folgender Weise
bestimmt: 20 g da Pigmentpulvers wurden in einen Messkolben von 100 ml gegeben.
Nach Zusatz von etwa 70 ml Wasser wurde 5 Minuten erhitzt und dann abgekühlt, worauf
Wasser bis zur Kalibrierungamarke zugesetzt wur'e. Der Inhalt wurde darm gut geschüttelt
und anschliessend während 1 Stunde stehengelassen. Hierauf wurde der Inhalt des
Kolbens mit einem trockenen
Filterpapier filtriert. Die erste 20
ml Filtrat wurden verworfen, worauf die nächsten 50 ml der klaren .Flüssigkeit in
einer Wägeflasche zur Anwendung bei der Verdampfuugstrocknung gesammelt wurden und
zur Trockenheit abgedampft wurden. Dann wurden nach der Trocknung des Rückstandes
während 1 Stunde bei 105 bis 1100 C das Gefäss gewogen. Die Menge des wasserlöslichen
Bestandteils, die in der Probe enthalten war, in Gewichtsprozent, wurde dann aus
dem Gewicht des nach der Abdampfung der Flüssigkeit erhaltenen Rückstands. berechnet.
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Der pH-Wert der 10%igen, wässrigen Suspension wurde in folgender
Weise bestimmt: Eine wässrige Suspension mit einer Konzentration von 10 % wurde
bei Raumtemperatur (23 + 20 C) gut geschüttelt und dispergiert. Diese Suspension
wurde 1 Stunde stehengelassen und dabei der pH-Wert mit einem pH-Messgerät bestimmt.
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Die Teilchengrösse wurde durch Bestimmung der Grösse der l'ignentteilchen
bei der Untersuchung mit einem Mikroskop bestimmt.
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Das Ausmass der Aggregation (Q) wurde auf folgende Weise bestimmt:
Das bei 90 bis 1100 C getrocknete Pigmentpulver wurde zunächst d.urch ein Sieb von
74 Mikron (100 mesh) gegeben, worauf das Pulver während 24 Stunden in einem Exsiccator,
der auf eine relative Feuchtigkeit von 90 % mit einer Schwefelsäurelösung eingestellt
war, stehengelassen wurde, so dass die Feuchtigkeit voll von dem Pulver adsorbiert
wurde. Die Pulverprobe wurde dann erneut gesiebt, wobei sie während 10 Minuten auf
eine Sieb mit 74 Mikron (100 mesh) unter Anwendung eines Slebschüttlers (Produkt
der Maruto-Seisakujo, Japan) geschüttelt wurde. Der auf dem Sieb zu diesem Zeitpunkt
verbliebene Probeteil wurde in % angegeben und dieser Wert als Aggregationsausmass
(%) angegeben.
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Als Rostbeständigkeitsversuch wurde das allgemeine Testverfahren
für Anstriche gemäss JIS K5400 angewandt und die Bewertungen der Rostbeständigkeitseffekte
erfolgten mittels des Bewitterungstestes und des Salzwasser-Sprühtestes von Filmüberzügen,
die auf eine weiche Stahlplatte aufgebracht waren. Bei der Durchführung die ses
Rostbeständigkeitsversuches wurden gleichzeitig Versuche mit handelsüblichen Rostverhinderungspigmenten,
wie Bleimennige, Bleicyanamid, Zinkchromat, Zinkweiss,und Calci umpho spha t ausgeführt
und Vergl ei chsbewertungen gegenüber dem Fall der Verwendung des Siliciumphosphates
gemäss der Erfindung vorgenommen.
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Die Ergebnisse sind in'Tabelle IV enthalten.
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Zur Herstellung der Anstrichsmassen mit diesen Pigmenten wurden 10
Gew.teile der einzelnen Pigmente mit 100 Gew.teilen eines handelsüblichen Alkydharzes
als Trägerstoff (Beckosol P-470, Produkt der Dainippon Ink & Chemical Company)
vermengt und vermischt und im Trägerstoff in einer Kugelmühle dispergiert. Die dabei
erhaltenden Anstrichsmassen wurden verwendet und der Rost beständigkeitsversuch
in folgender Weise ausgeführt.
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Als weiche Stahlversuchsplatte entsprechend JIS K5400 wurde eine
kaltgewalzte Stahlplatte (JI'cJ G3141, Vorschrift B) verwendet. Diese Platte, deren
gesamte Oberfläche gründlich und gleichmässig mit einem wasserfesten Sandpapier
Nr. 280 poliert worden war, bis sie einen Metallglanz zeigte, ist zur Anwendung
bei dem vorstehenden Test geeignet.
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Die erhaltene Stahlplatte wurde verwendet und der tib erzug nach
der Verfahrensvorschrift JIS K5400 zu einer Filmstärke von 40 bis 50 µ mit dem Sprühverfahren
aufgetragen, worauf von selbst bei Raumtemperatur und normaler Feuchtigkeit getrocknet
wurde.
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Der Bewitterungsversuch erfolgte gemäss den Bedingungen nach JIS
K5400 auf folgende Weise: Die überzogene Oberfläche der Testplatte wurde im Freien
an Luft ausgesetzt. Nach einem Zeitraum von 2 Jahren wurde die überzogene Oberfläche
der einzelnen Platten im Vergleich beobachtet und der Zustand des auf der überzogenen
Oberfläche aufgetretenen Rostes verglichen und bewertet. Das angewandte Bewertungsverfahren
bestand in einer Klassifizierung des Zustandes des Rostes der Plattenoberfläche
in fünf Klassen mit den Bewertungen A, B, 0, D und E in folgender Weise: A: Kein
Rost festgestellt, so dass praktisch keine Änderung seit dem Zeitpunkt des Anstreichens
der Restplatte auftrat; B: Rost in der Grössenordnung von Nadellöchern festgestellt;
C: Rost von Teilen der Restplatte und Risse und Aufwölbungen von Teilen des Filmüberzuges
festgestellt; D: Grösserer Teil der Restplatte gerostet und grösserer Teil des Filmüberzuges
abgeschält; E: Bruch des Filmüberzuges und' Rost über die gesamte Unterlage aufgetreten.
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Der Salzwasser-Sprühtest erfolgte entsprechend den Bedingungen nach
JIS K5400 in folgender Weise: Die überzogene Oberfläche der Versuchsplatte wurde
einer Besprühung Init Salzwasser von 600 C in einer Satzwasser-Besprühungskammer
während eines Zeitraumes von 300 Stunden ausgesetzt. Die überzogene Oberfläche der
ausgesetzten Testplatten wurde dann ir. Vergleich beobachtet und der Zustand des
ftoctes bewertet und in die fünf Klassen A, B, C, D und E wie im Fall des vorstehenden
Bewitterungsversuches eingeteilt.
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Die Ergebnisse der vorstehenden Versuche zur Bestimmung der :Rostbeständigkeit
der Pigmente sind in Tabelle IV zusammengefasst.
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Weiterhin wurde der Flammbeständigkeitsversuch in folgender Weise
ausgeführt: Nachdem das Pigment zu einem Anstrich mit einem Bindemittel verarbeitet
wurde, wurde ein Versuchsbogen durch Überziehen eines Papierblattes mit diesem Anstrich
hergestellt. Der Feuerbeständigkeitseffekt wurde dann bestimmt, indem eine Flamme
gegen den Versuchsbogen gerichtet wurde, Dieser Versuch wurde auch mit üblichen
technischen Weisspigraenten, beispielsweise Titandioxid vom Rutiltyp, , weissen
Kohlenstoff und Ammoniumphosphst ausgeführt und die Flammbest;ändigkeit dieser Pigmente
bewertet und mit derjenigen des nach dem vorliegenden Beispiel erhaltenen Siliciumphosphats
verglichen.
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Bei der Verarbeitung dieser Pigmente zu Anstrichen wurde ein handelsüblicher
Latex (Dow Chemical Product 402) als Bindemittel verwendet und 3 Gew.teile hiervon
wurden zusammen mit 10 Gew.teilen eines handelsüblichen Melaminharzpulvers (technisches
Reagens der Wako Junyaku Co., Japan) und 10 Teilen Wasser sowie mit 10 Gew.tcilen
der.einzelllen Pigmente vermischt und durch gründliches Vermischen eine homogene
Paste erhalten. Jeder erhaltene Flammbeständigkeitsanstrich wurde auf beiden Seitene
eines Zeichnungspapieres zu einer Stärke von 1 bis 0, 8 mm aufgetragen und getrocknet.
Kleine.Stücke der hergestellten Bögen wurden als Versuchs stücke verwendet.
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Die Flammbeständigkeit der Versuchsstücke wurde zunächst bestimmt,
indem eine Flamme gegen sie gerichtot wurde und festgestellt wurde, ob eine Ausbreitung
der Flamme erfolgte. Falls eine Ausbreitung der Flamme stattfand, besitzt das Teststück
keine Flammbeständigkeit und
wurde von der weiteren Untersuchung
ausgesperrt. Die Versuchsstücke, die sich als flammbeständig erwiesen, wurden einem
Test für ein Papier unterworfen, das eine Feuerbeständigkeitsbehandlung erhalten
hat, d. h. dem Test entsprechend ASTM D77-46. Die Länge in mm der stattgefundenen
Verkohlung, wenn an das Versuchsstück eine Flamme während 12 Sekunden angelegt wurde,
wurde bestimmt und der Grad der Flammbeständigkeit auf der Basis der-Länge der Verkohlung
abgeschätzt. Je kürzer die Verkohlungsstrecke ist, desto besser ist die Elammbeständigkeit.
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Die Ergebnisse der vorstehenden Flainmbectändigkeitsversuche sind
ebenfalls in Tabelle IV enthalten.
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Tabelle IV Identifizierung mittels Röntgenbeugungsanalyse Si2P2O9
Weissheitsgrad (,b Reflektanz):
Wellenlän.ge (mZu) 350 67,6 400 91,2 500 94,5 Wasserlöslicher Bestandteil (Gew.%)
26,9 pH einer 10%igen, wässrigen Suspension 2,8 Teilchengrösse (µ) unterhalb 5 Aggregationsausmass
(Q) (%) 5 Rostbeständigkeitsversuch: Bewitterungs- Salzwasserversuch Sprühtest Pigment
des vorliegenden Beispiels A A Bleimennige (Pb3O4) B B
Bewitterungs-
Salzwasser-, versuch Sprühtest Bleicyanamid (PbCN2) B B Zinkchromat (K20- 4ZnO-4CrO.3H20)
B B Zinkweise (ZnO) C D Calciumphosphat [Ca3(PO4)2] E E Flammbeständigkeitsversuch
(mm/12 Sek.): Pigment des vorliegenden Beispiels 8-Titandioxid vom Rutiltyp (TiO2)
keine Flammbeständigkeit Weisser Kohlenstoff (SiO2) keine Flammbeständigkeit Ammoniumphosphat
[(NH3)2HPO4] 20 Es ergibt sich aus den vorstehenden Werten, dass das gemcsS dem
vorliegenden Beispiel hergestellte Siliciumphosphatpigment ein weisses Pigment ist,
das sehr zufriedenstellende Ergebnisse hinsichtlich Rostbeständigkeit und Flammbeständigkeit
zeigt.
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Beispiel 2 Ein weisses Pigment, das aus Titanphosphat bestand, wurde
aus Titantetrachlorid und Orthophosphorsäure hergestellt. Das bei der Herstellung
dieses weissen Figmentes angewandte Verfahren und dessen Eigenschaften sind nachfolgend
angegeben.
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Dos Titanphosphat wurde ill folgender Weise hergestellt:
Eine
Lösung von technischem Titantetrachlorid und technischer Orthophosphorsäure wurde
in ein Hochgeschwindigkeits-Rührmischgerät eingebracht und langsam zur Bildung eines
weissen Titanphosphatgels umgesetzt.
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Nach der Wlgerung dieses Gels bei einer Temperatur von-60 bis 700
C wurde es gründlich zunächst mit wässriger Salzsäure und dann mit Wasser gewaschen.
Die Herstellung d,e,s Pigmentes wurde so durchgeführt, dass die Zusammensetzung
der Titan- und Phosphorsäurebestandteile so eingestellt waren, dass ein Nolarverhältnis
von T,iO2;P205 von 1 : 1 zu diesem Zeitpunkt erhalten wurde.
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Nach der Trocknung dieses gewaschenen Titanphosphatgels wurde es während
1 Stunde bei 400° C in einem elektrischen Ofen calciniert, anschliessend während
3 Stunden in einer mit Kugeln gefüllten Topfmühle unter Verwendung von Methylalkohol
als Schleifmedium nass zerkleinert.
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Nach der Abtrennung und Rückgewinnung des Methylalkohols als Schleifmittel
wurde das Produkt getrocknet und ein fein-zerteiltes weisses Titanphosphatpigment
erhalten.
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Die Identifizierung des erhaltenen fein-zerteilten weissen Titanphosphatpigmentes
mittels Röntgenbeugungsanalyse und Bestimmung der Eigenschaften hinsichtlich Weissheitsgra-d,
insbesondere Reflektanz im Ultraviolettbereich, Gehalt an wasserlöslichem Bestandteil,
pH einer 10%igen, wässrigen Suspension, Teilchengrösse und Aggregationsausmass wurden
vorgenommen. Sowohl di.e Sostbeständigkeit als auch die Flammbeständigkeit wurden
in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 untersucht und bewertet, Die Ergebnisse~
sind in Tabelle V zusammengefas.st.
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Tabelle V Identifizierung mittels Röntgenbeugungsanalyse überwiegend
nichtkristalline TiP2O7 Weissheitsgrad (% Reflektanz) Wellenlängen (mµ) 350 60,0
400 105,0 500 105,0 Wasserlöslicher Bestandteil (Gew.%) 2,55 pH einer 10%igen, wässrigen
Suspension 1,2 Teilchengrösse (/a) unterhalb 2 Aggregationsausmass (Q) (%) 5 Rostbeständigkeitsversuch:
Bewitterungsverfahren A Salzwasser-Sprühverfahren A Flammbeständigkeitstest (mm/6
Sek.) 10 s ergibt sich, dass das nach diesem Beispiel hergestellte Titanphosphatpigment
ein weisses Pigment ist, welches sehr zufriedenstellende Ergebnisse hinsichtlich
Rostbeständigkeit und Flammbeständigkeit zeigt.
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Beispiel 3 Ein Weisspigment, das aus Zirkoniumphosphat bestand, wurde
aus Zirkonnitrat und Orthophosphorsäure hergestellt.
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Das Herstellungsverfahren und die Eigenschaften des Produktes erden
nachfolgend angegeben.
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Das Zirkonphosphat wurde hergestellt, indem eine technische Zirkonnitratlösung
und eine technische Orthophosphorsäure in ein Hochgeschwindigkeits-Rührmischgerät
gegeben wurden, worin die Bestandteile vermischt und unter Bildung eines weissen
Zirkon.phospha-tgels ungesetzt wurden, worauf gründlich gewaschen wurde, und zwar
zunächst in wässriger Salzsäure und dann in Wasser. Die Zusammensetzung der Zirkonium-
und Phosphorsäurebestandteile waren so eingestellt, dass zu diesem Zeitpunkt das
Holarverhältnis von ZrO2:P205 1 : 1 betrug. Nach der Trocknung des gewaschenen Zirkoniumphosphatgels
wurde es während 1 Stunde bei 2000 C in einem elektrischen Ofen calciniert, worauf
eine N,asezerkleinerung des Produktes wie in Beispiel 1 unter Verwendung von Methylalkohol
ausgeführt wurde. Anschliessend wurde das zerkleinerte Produkt getrocknet und ein
fein-zerteiltes weisses Zirkoniumphosphatpigment erhalten.
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Die Identifizierung des erhaltenen fein-zerteilten weissen Zirkonphosphatpigmentes
wurde mittels Röntgenbeugungsanalyse und Bestimmung der Eigenschaften, wie Weissheitsgrad,
Gehalt an wasserlöslichem Bestandteil, pH einer 10%igen, wässrigen Suspension, Teilchengrösse
und Aggregationsausmass ausgeführt. Die Versuche auf Rostbeständigkeit und Flammbeständigkeit
wurden wie in Beispiel 1 ausgeführt und bewertet. Die erhaltenen Ergebnische sind
in Tabelle VI zusamlrtengefasst.
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Tabelle -VI Identifizierung mittels Röntgenbeugungsanalyse ZrP2O7
Weissheitsgrad (% Reflektanz) Wellenlänge (mµ) 350 117 400 115 500 115 Wasserlöslicher
Bestandteil (Gew.%) 11,5 pH einer 10%igen, wässrigen Suspension 2, 45 Teilchengrösse
(µ) unterhalb 5 Aggregationsausmass (Q) (%) 1 Rostbeständigkeitsversuch: Bewi tterungsverfahren
A Salzwasser-Sprühverfahren A Flammbeständigkeitsversuch 12 EG ergibt sich aus den
vorstehenden Werten, dass das nach diesem Beispiel hergestellte Zirkonphosphatpigment
ein weisses Pigment ist, welches sehr zufriedenstellende Ergebnisse hinsichtlich
Rostbeständigkeit und Flammbeständigkeit zeigt.
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Beispiel 5 In diesem Beispiel ist der Fall erläutert, wo verschiedene
Siliciumphosphat-, Titanphosphat- und Zirkonphosphatpigmente als Rostverhinderungspigmente
eingesetzt werden.
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15 Klassen von fein-zerteilten, weissen Siliciu'jphosphatigmenten
wurden
entsprechend dem in Beispiel 1 angegebenen Verfahren in folgender Weise. hergestellt:
Die aus einem Xerogel von Kieselsäure und Orthophosphorsäure in der Weise hergestellten
Siliciumphosphate, dass die Molarverhältnisse von SiO2:P2O (angegeben durch die
Zahl n bei SiO2#nP@O5), wie sie in Tabelle VII angegebensind, erhalten wurden, wurden
anschliessend bei den in Tabelle VII aufgeführten Temperaturen und Zeiträumen behandelt.
Die dabei erhaltenen Produkte wurden wie in Beispiel 1 unter Verwendung von Methylalkohol
nass zerkleinert und anschliessend getrocknet und die gewünschten Pigmente erhalten.
-
14 Klassen von fein-zerteilten, weissen Titanphos-Phatpigmenten wurden
entsprechend dem Verfahren von Beispiel 2 in der folgenden Weise hergestellt: Die
aus Titant etra chlorid und Orthophosphorsäure in der Weise hergestellten Titanphosphate,
dass die Molarverhältnisse von TiO2:P2O5 (angegeben durch die Zahl n bei TiO2#nP2O5)
den in Tabelle VII gezeigten Wert hatten, wurden anschliessend bei den in Tabelle
VII angegebenen Te'np-eraturen und Zeiträumen behandelt. Die dabei erhaltenen Produkte
wurden dann wie in BeispIel 1 unter Verwendung von Methylalkohol zerkleinert und
anschliessend zu den gewünschten Pigmenten getrocknet.
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Sechs lassen von fein-zerteilten weissen Zirkoniumphosphatpigmenten
wurden entsprechend dem Verfahren von Beispiel 3 in der folgenden Weise hergestellt:
Die aus Zirkonnitrat und Orthophosphorsäure in der Weise hergestellten Zirkonphosphate,
dass das Molarverhältnis von ZrO2#P2O5 (angegeben als Zahl n von ZrO2#nP2O5) den
i.n Tabelle VII angegebenen Wert hatte, wurden anschliessend bei den' in Tabelle
VII angegebenen Temperaturen und Zeiträumen behandelt. Das dabei erhaltene Produkt
wurde
wie in Beispiel 1 unter Verwendung von Methylalkohol nass
zerkleinert und anschliessend getrocknet und die gewünschten Pigmente erhalten.
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Die Eigenschaften, wie pH-Wert der wässrigen Suspension, Gehalt an
wasserlöslichem Bestandteil und Aggregationsausmass- der vorstehenden ,n5 Arten
von feinzerteilten weissen Pigmenten wurden bestimmt. Die Ergebnisse eind in Tabelle
VII zusammengefasst. Der Rostbeständigkeitseffekt wurde wie in Beispiel 1 durch
die Bewitterungs- und Salzwasser-Sprühversuche bewertet und auch diese Bewertungen
sind in Tabelle VII angegeben.
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Es ergibt sich aus den Werten in der Tabelle, , dass sehr zufriedenstellende
Ergebnisse hinsichtlich Rostbeständigkeit in den Fällen erhalten wurden, wo der
Gehalt an wasserlöslichen Bestandteilen mindestens 0,1 9' und vorzugsweise mindestens
0,6 % betrug und weiterhin dann erhalten wurden, wenn der pII-IJert der wässrigen
Suspension nicht grösser als 3,5 war.
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Tabelle VII Probe Silicium, Bedingungen der Phosphat- Eigenschaften
der Phosphat- Rostbeständigkeits-Nr. Titan Herstellung pigmente bewertung oder Molar-
Behand- Behand- pH der Wasser- Aggre- Bewitte- Salz-Zirkon ver- lungs- lungs- wässri-
lösli- gation rungs- wasserhältnis tempe- zeit gen Sus- cher (%) versuch Sprühtest
(n) ratur (Std.) pension Bestand-MO2#nP2O5 (°C) teil (Gew.%) 1 Silicium 0,1 150
2 3,5 0,28 2 B C 2 ebenso 0,2 150 2 2,8 1,17 2 B B 3 ebenso 0,2 500 2 3,0 0,56 1
B C 4 ebenso 0,3 300 2 2,8 1,57 1 A B 5 ebenso 0,3 600 2 2,9 1,03 1 B B 6 ebenso
0,5 300 2 2,6 4,69 2 A A 7 ebenso 0,5 500 2 2,7 3,00 2 A A 8 ebenso 0,5 800 2 2,8
2,64 2 A A 9 ebenso 0,7 500 2 2,6 5,73 5 A A 10 ebenso 0,7 700 2 2,7 4,22 5 A A
11 ebenso 0,7 900 2 2,8 3,17 5 A A 12 ebenso 1,0 400 2 1,8 9.75 5 A A 13 ebenso
1,0 1000 2 2,7 5,75 5 A A 14 ebenso 1,5 400 2 1,7 9,87 10 A A 15 ebenso 1,5 1000
2 2,5 5,98 5 A A 16 Titan 0,2 250 1 2,8 0,15 1 B C 17 ebenso 0,3 110 3 2,4 0,20
1 B B 18 ebenso 0,3 250 2 2,6 0,14 1 B B 19 ebenso 0,3 500 2 2,9 0,12 1 B C
Tabelle
VII (Fortsetzung) Probe Silicium, Bedingungen der Phosphat- Eigenschaften der Phosphat-
Rostbeständigkeits-Nr. Titan herstellung pigmente bewertung oder Molar- Behand-
Behand- pH der Wasser- Aggre- Bewitte- Salz-Zirkon ver- lungs- lungs- wässri- lösli-
gation rungs- wasserhältnis tempe- zeit gen Sus- cher (%) versuch Sprühtest (n)
ratur (Std.) pension Bestand-MO2#nP2O5 (°C) teil.
-
(Gew.%) 20 Titan 0,5 250 2 2,2 0,69 2 A A 21 ebenso 0,5 500 2 2,5
0,52 2 B B 22 ebenso 0,7 250 2 1,6 1,23 2 A A 23 ebenso 0,7 500 2 1,9 0,89 2 A A
24 ebenso 0,7 800 2 2,7 0,25 1 B B 25 ebenso 1,0 400 3 1,2 2,55 5 A A 26 ebenso
1,0 600 3 1,9 0,75 5 A A 27 ebenso 1,0 850 3 3,7 0,07 3 C C 28 ebenso 2,0 500 2
0,7 12,20 5 A A 29 ebenso 2,0 800 2 1,9 2,04 3 A A 30 Zirkon 0,5 150 1 2,5 33,8
2 A A 31 ebenso 0,5 300 1 2,5 15,5 1 B B 32 ebenso 0,5 900 1 3,7 0,8 1 B C 33 ebenso
1,0 150 1 2,3 14,2 2 A A 34 ebenso 1,0 400 1 2,9 6,7 1 B B 35 ebenso 1,0 700 1 3,8
0,1 1 B C
Beispiel 5 In diesem Beispiel werden die verschiedenen
Siliciumphosphat-, Titanphosphat- und Zirkonphosphatpigmente als flammbeständige
Pigmente verwendet.
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Als Phosphatpigmente wurden die zehn Arten der in Tabelle VII angegebenen
fein-zerteilten, weissen Phosphatpigmente der Proben 4, 8, 12, 14, 17, 21, 23, 25,
30 und 33 verwendet und der Flammbeständigkeitsversuch entsprechend dem Verfahren
nach Beispiel 1 ausgeführt.
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Die erhaltenen Bewertungen sind :i'n Tabelle VIII zusammengefasst.
-
Es ergibt sich aus den Werten, dass ein zufriedenstellender Flammbeständigkeitseffekt
von den in diesem Beispiel untersuchten fein-zerteilten weissen Phosphatpigmenten
gezeigt ird.
-
Tabelle VIII Probe Silicium, Herstellungsbedingungen des Flammbeständig-Nr.
Titan Phosphats keitsversuch oder Molar- Behand- Behand- (mm/6 Sek.) Zirkon ver-
lungs- lungshältnis tempe- zeit (n) ratur (Std.) MO2#nP2O5 (°C) 4 ,Silicium 0,3
300 2 13 8 ebenso 0,5 800 2 -10 12 ebenso 1,0 400 2 8 14 ebenso 1,5 400 2 8 17 Titan
0,3 250 2 15 21 ebenso 0,5 500 2' 14 23 ebenso 0,7 500 2 13 25 ebenso 1,0 400 3
10 30 Zirkon 0,5 150 1 15 32 ebenso 1,0 150 1 10 Beispiel 6 Gemäss diesem Beispiel
werden weisse Phosphatpigmente unter Verwendung verschiedener amorpher Kieselsäuren
hergestellt.
-
Als amorphe Kieselsäuren wurden vier Arten verwendet: a) Säurebehandelter
saurer Ton (Zusammensetzung 94,28 X SiO2, 1,49 % A1203, 0,39 % Fe203, Glühverlust
3,36 %), welcher durch Entfernen der säurelöslichen basischen Bestandteile aus einem
sauren Montmorillonitton dadurch gründliche Behandlung mit Schwefelsäure erhalten
worden war, b) ein durch Rösten bei 2500 C'aus einem Kieselsäuregel erhältliches
Naterial, wobei das Gel im Handel zur
Anwendung als Trocknungs-
und Adsorptionsmittel erhältlich ist, wobei das' -erhaltene geröstete Produkt zer-.klei
nert wurde, c) ein durch Behandlung einer Eis,ensand-Schlacke mit verdünnter Schwefelsäure
unter Bildung eines Kieselsäuresols, das Verunreinigungen enthielt,-wobei die Verunreinigungen
nach der Gelierung der Kieselsäure entfernt wurden, erhaltene Kieselsäurehydrogel
und d) ein handelsübliches gepulvertes Silicagel-Produkt für Reagensverwendung.
-
Zu jedem dieser Kieselsäurematerialien wurde technische Orthophosphorsäure
(erste Qualität gemäss JIS, 85,0 % H3PO4, spezifisches Gewicht 1,69) in solcher
Menge zugesetzt, dass das Nolarverhältnis von SiO2:P2O5 den Wert von 1 : 0,5 hatte,
wobei die beiden Bestandteile dann in einem Mörser zum gründlichen und innigen Kontakt
vermischt wurden.
-
Nach der Trocknung der einzelnen Gemische wurde diese während 2 Stunden
bei 8000 C calciniert und anschliessend wie in Beispiel 1 unter Verwendung von Methyl.a3.kohol
nass zerkleinert, worauf getrocknet wurde und die einzelnen fein-zerteilten weissen
Pigmente erhalten wurden.
-
Die Eigenschaften der dabei erhaltenen einzelnen fein-zerteilten
weissen Pigmenten, wie Weissheitsgrad, Gehalt an wasserlöslichen Bestandteil, pH
einer 10%igen, wässrigen Suspension, Teilchengrösse und Aggregationsausmass wurden
bestimmt. Weiterhin wurde der Rostbeständigkeitsversuch mittels des Salzwasser-Sprühverfahrens
und der Flammbeständigkeitsversuches ausS,eführt. Die Ergebisse sind in Tabelle
IX enthalten.
-
Tabelle IX Ausgangs- Weissheitsgrad Wasser- pH der Teilchen- Aggre-
Rost- Flammbe-Kieselsäure- (Reflektanz %) lösli- 10%igen grösse gation bestän- ständiggel
(Wellenlämge mµ) cher Be- wässrigen (%) digkeits keitsverstand- Suspension versuch
such 350 400 450 500 550 teil (%) a) Weisser Kohlenstoff, 78,5 94,0 94,5 95,2 95,5
2,0 2,9 unterhalb 2 A 10 herge- 5 stellt aus saurem Ton b)Silicagel als Reagens
für 83,3 93,2 96,7 98,1 99,2 2,5 2,8 unterhalb 2 A 10 Trocknung 5 u. Adsorption
c)Kieselsäure hydrogel, 76,5 90,4 92,1 92,8 93,4 2,8 unterhalb 2 A 10 hergestellt
5 auaus Eisensandschlacke d)Silicagelreagens 75,8 95,4 99,0 100,0 100,0 2,5 2,8
unterhalb 2 A 10 5
-Es ergibt sich hieraus, dass die erhaltenen
Pigmente sehr zufriedenstellende weisse Phosphatpigmente sind, selbst wenn verschiedene
amorphe Kieselsäuren als Ausgangsmaterialien verwendet werden.
-
Beispiel 7 In diesem Beispiel werden verschiedene- weisse Phosphatpigmente
beschrieben, die unter Verwendung von verschiedenen Silikaten und Erdmineralien
hergestellt wurden.
-
Es wurden vier Flas-sen von Silikaten verwendet: Aluminiumsilikat
(Al2O3#SiO2), Calciumsilikat (CaO#SiO2), Magnesiumsilikat und Natriumsilikat (0,3
Na2O#SiO2).
-
Vier Arten von natürlichen Erdmineralien wurden verwendet: Als stratifiziertes
gebundenes Material von Phyllokieselsäuresalzen wurden die sauren Tone von Kaolin
und @ontmorillonit gewählt, während für die nicht natürlichen Silikate ein Zeolith
gewählt wurde und für die natürlichen nicht-kristallinen Kieselsäuresalze Diatomeenerde
gewählt wurde. Die verschiedenen Erdmineralien wurden entweder im, erhaltenen natürlichen
Zustand oder nach einer'Calcinierung bei 8000 C verwendet.
-
Zu den cinzelnen Silikaten wurde handelsübliche Orthophosphorsäure
(erste Qualität nach JIS, 85,0 % H3PO4, spezifisches Gewicht 1,69) in den in Tabelle
X angegebenen Mengen zugesetzt und zu den Erdmineralien wurde die Orthophosphorsäure
in einem Molarverhältnis des Kieselsäurebestandteils zu dem Phosphorsäurebestandteil
von 1 : 0,5 zugegeben, worauf das Vermischen er beiden Ausgangsmaterialien durch
gründlichen und innigen Kontakt der Bestandteile in einem Mörser bcwirkt wurde.
-
Nach der Trocknung dieser einzelnen Gemische wurden sie während 2
Stunden bei 8000 C calciniert, anschliessend wie in Beispiel 1 unter Vorwendung
von Nethylalkohol
nass zerkleinert und anschliessend getrocknet
und- die einzelnen fein-zerteilten weissen Pigmente erhal-t en -.
-
Die Eigenschaften der dabei erhaltenen fein-zerteilten. weissen.
Pigmente wurden wie in Beispiel 6 bestimmt-und weiterhin wurde der Rostbeständigkeitsversuch
mittels eines Salzwasser-Sprühverfahrens und der Flammbeständigkeitsversuch mit
diesen Pigmenten ausgeführt; die Ergebnisse sind in Tabelle X enthalten.
-
Tabelle X
| I I |
| a, 60 1 |
| P o |
| a co MK\ MP CUN O 0 |
| ddPm |
| cd :drlk |
| -lcua, |
| Fi7 cn# 3 |
| 4D R @ °l Nenge der Weissheitsgrad Wasser pH teile Aggre
¢ |
| ra :fjrlk |
| und -er-ineral zugemisch- - Reflektanz lösli- chen- a, ständig-
ständig- |
| WmW3 |
| I Bestandteil õ versuch versuch |
| h .,n (U KA (N n (U 400 500 |
| h0bv |
| ¢ bo |
| silikat 25 98,2 103,0 102,3 1,2 3,5 halb I 2 ,A 13 |
| Blei 78 87,2 98,0 100,2 1,3 3,0 h 1 3 A 13 |
| rldro (up |
| rl a) :o t 43 H ~ ~ |
| Calcium- |
| E 59 94,5 101,1 102,7 1,2 3,0 2 A 13 |
| (CaO. 5102) 98 86,8 95,0 97,4 1,4 2,9 3 A 13 |
| W rn nr n n |
| Pi rc\CU lfU .CU CU |
| l rl |
| O a) |
| h t P) 68 87,1 99,2 4 -1-,3 2,8 |
| "' a ° 88,6 97,6 99,3 1,5 2,2 1? 5 e |
| cn rl k dV |
| rlMa)<U |
| :oS4 |
| z 1\Tatrium 4,9 ml/ 75,8 95,4 100, 1,? 2,6 2 A 10 |
| K>(U L'4 100 ml E |
| (0,3iNa20.5i02) |
| o cMo cMS oO o ç |
| NaOH 34,97 Q oo 11,6 rnl/ 77,0 97,0 99,5 1,9 oO o O |
| cr |
| e a |
| tt N |
| to R «) o o v o 71 tD 4 O |
| w 4) R |
| 4) s o NtX v lt ON o N |
| H tH o oO oO OO O O |
| fKi H O Q r v |
| tO ¢i H ( oo cs oo O |
| rl a) o P v e |
| sæ.3 u\ æ 9 L< n N |
| 3\ < Nt O0 O0 o30 N L |
| h S I a) w |
| e ce A X |
| e Ul O 2 O H |
| O tA OO Ov |
| O w v (\J C~ U>\C)< t0 0 rol r-l |
| hO a) hN (\ |
| [1 S) F3 0 rd rO |
| O o v 0 |
| z tq p A, t0 vxw |
| Ct .dD hO |
| 4D rd ro O |
| X to N rl C.Uz |
| X [4 I O n I n U2 Od |
| wr I G} E3 rl (M f |
| rwl a CQ I O Ci O I O d Q |
| rl rl rl 4) @ FA 4) rl rl 4) rl E |
| w a a n uX X u) |
| U2 gb rl , O rd rl X > |
| t10 h FR trl (M O rl O R rt O h rl n ° ° |
| g (9 g mI r-l rd r-l EtOr-l a0 @ «1 e sa rl |
| i'J | ^ r-l rl c U rJ V ld rl t CN | O to U2 |
| llo < U W a u U!/ |
| .< 2 zeX.llTS |
Tabelle X (Fortsetzung)
| cu cu cu cu M N; cu |
| r t |
| - - - - - - |
| «¢ 79,35, Wie er- < 77,5 81,6 1,3 2,? halb 5 2 A 12 |
| HAl 17,64, halten |
| I ZI: Spur, ~~~~~ 90 ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ |
| 0,38, |
| - Ng0 0,26, Calci- |
| G1ür:r- niertes 69,2 92,5 94,8 1,3 2,8 2 A 12 |
| lust W W W aì W u cu cu |
| 510 78,65, Wie er- |
| Al 6 13,12, halten 90 43,5 59,8 72,3 1,-2 2,8 1: 2 A 12 |
| 11Ca 3 1,13, Calci- |
| dro 0,57, |
| NgO 3,5, niertes 63,? 89,7 92',? 1,2 2,8 2 A' 12 |
| Produkt |
| Scx oo o o o- |
| F t o v |
| Ct W W (M n n Wie er- |
| erz halten N .60,? (t1,3 3,0 2 13 |
| Fe07 0,40, |
| Ca 2,03', Calci- |
| v 0,04, r ?3,O |
| 0,04, Produk 87,0 87,8 1,-3 3,0 2 A 13 |
| 2,07, |
| u, ccr n Cx n T. W O |
| = Jm r n n |
| v 4 ct cm in |
| c0 ?9,56, Wie er- |
| usa halten Lrs 34,'2 . 1,1, 2,7 2 A 12, |
| 2o3 -3,03, 90 |
| rx W Ca,lc,- co , ô rw -::X- o |
| N O t OD niertes Oh |
| v . W LrX N Produkt |
| t9 O i - n 8,36 |
| tO tD 4 tQ 4 rS X ar |
| uX o |
| o o [k (h |
| O O |
| o] 4) l ) l ep l X 4) |
| h < I X h U I O X h d I @ X s n I O A: |
| .ID- O rl 4) M a) G1 srl 4 > a ZD r 1 43 a a) fi} rl -1
D- |
| 4) c) h ^d 4 > c) Fß rd p cD h rd 4> C) 'h U |
| rd rl a) Q rQ r-l tD o (1) rwl rd o aD rl rol tD o |
| zrl X tderl h rl to Usrl h wrS liJ :Mrl h erl td ri h |
| :3S v S SS v nS >S () m >S O S |
| 0 F |
| F |
| us h(DS 4 uz t ^ ux coOO n to1resr @ |
| n AN n s ^oro v O o4-n-J 4Ng oKw07T n |
| vC~ PS g -v otg e I * Fo F0 0 0 0 0 I rs F v n > I e |
| (>r cn O O h ra (rD v o v rs [t trx t O ^ Lt- OW trio x |
| cx a) N @ t , o N Cs ~ b a |
| rmn P rGrG ,> rN > hAG > |
| -Ct 0. ß' » OL3 0 .q 4) C4D 0 æ .q -13 æ o , |
| o c\lso N o m m o -N Q o Wev c) o X cO ca |
| rl rQ rA t:Dd a rl rd a) (\l tO.wl 2 r1 re rl a; cwl .2 rl
r-l (D ; t o-i a |
| UX I lEq V S Ct I W t ) rS Of 2 , 1h V s Ct r-| U} rD
2"1 |
| alloe. IIO;; IEIZtdS M4'F Lt)0Z apaolra. moW tl |
| ~~~ lelaulwPt tS ~ |
Es zeigt sich aus den vorstehenden Ergebnissen, dass bei Anwendung
der verschiedenen Silikate und der verschiedener Erdmineralien bei der Herstellung
der-weissen Pigmente und bei der Variierung des Betrages der zugemischten Phosphorsäure
im erfindungsgemässen Bereich ausgezeichnete Ergebnisse erhalten werden. -Beispiel
8 In diesem beispiel werden weisse Phosphatpigmente beschrieben, die unter Verwendung,
der verschiedenen Phosphoroxysäuren und. verschiedener Salze von Phosphors oxysäuren
hergestellt wurden.
-
Es wurden fünf Arten von Phosphoroxysäuren verwendet: Phosphorsäureanhydrid
(P2O5), Metaphosphorsäure, Pyrophosphorsäure, phosphorige Säure und Hypophosphorsäure.
-
Zwölf Arten von- Salzen der Phosphoroxysäuren wurden gewählt: Ammoniumorthophosphat,
Dinatriumorthophosphat, Natiurnpyrophosphat, ,-- Natriumhexametaphosphat, Natriummetaphosphat,
Natriumtripolyphosphat, Monekaliumphosphat, Tricalciumphosphat, Aluminiumphosphat,
Zinkphosphat, Natriumphosphit und Natriumhypophosphat.
-
Als Ausgangskieselsäure-Bestandteil wurde das in Beispiel 1 eingesetzte
fein-zerteilte' Kieselsäurematerial (Xerogel) verwendet.
-
Die beiden Ausgangsmaterialien wurden gründlich und innig in einem
Mörser in solchen Verhältnissen vermischt, dass das molarverhältnis von SiO2:P2O5
1 : 0,5 betrug.
-
Das Vermischen der Bestandteile erfolgt unter Zusatz von Wasser als
Mischmedium. Dieses Gemisch wurde dann getrocknet und während 2 Stunden bei 800°
C calciniert.
-
Falls phosphorige Säure als Phosphorsäurebestandteil in diesem Pail
verwendet wurde. trat gegenüber ae anderen
Versuchen der Unterschied
auf, dass sie brannte. Das erhaltene calcinierte Produkt wurde dann unter Verwendung
von Methylalkohol nass zerkleinert und dann getrocknet und die verschiedenen fein-zerteil.ten
weissen Pigmente erhalten.
-
Wie in Beispiel 6 wurden die Eigenschaften der erhaltenen verschiedenen
fein-zerteilten weissen Pigmente bestimmt und auch der Rostbeständigkeitsversuch
mittels des Salzwasser-Sprühverfahrens und der Flammbeständigkeitsversuch mit den
Pigmenten ausgeführt, wobei die -in Tabelle XI angegebenen Ergebnisse erhalten wurden
Tabelle
XI Art der Phosphor- Weissheitsgrad Wasse pH Teilchen Aggre- Rostbe- Flammbeoxysäure
oder des Phos- (% Reflektanz) lösli- grösse gation ständig- ständigphoroxysäuresalzes
(Wellenlänge mµ) cherbe- (µ) (%) keits- keitsstand- versuch versuch 350 400 450
500 teil (%) Phosphorsäureanhydrid unterhalb (P2O5) 85,8 92,7 92,9 93,6 2,6 2,2
5 2 A 10 Metaphosphorsäure (HPO3) 80,1 91,2 93,3 94,3 2,7 2,4 " 2 A 10 Pyrophosphorsäure
(H4P2O7) 87,5 100,5 102,0 103,1 2,7 2,6 " 2 A 10 Phosphorige Säure (H3PO3) 78,6
101,1 100,9 101,6 2,5 2,4 " 2 A 10 Hypophosphorsäure (H3PO2) 40,8 80,6 83,5 85,8
2,5 2,4 " 2 A 10 Ammoniumorthophosphat ((NH4)2HPO4) 86,0 97,3 98,6 99,9 2,6 2,4
" 2 A 11 Dinatriumorthophosphat (Na2HPO4) 94,0 104,6 104,1 105,1 1,7 3,0 " 2 A 12
Natriumpyrophosphat (Na4P2O7) 90,0 103,7 103,8 104,3 1,9 2,8 " 2 A 12 Natriumhexametaphosphat
((NaPO3)6) 65,3 85,3 88,4 90,6 1,8 2,8 " 2 A 12 Natriummetaphosphat (NaPO3) 72,9
88,0 95,3 99,8 1,5 3,0 " 2 A 12 Natriumtripolyphosphat (Na5P3O10) 90,6 100,7 100,9
101,9 2,3 2,8 " 2 A 12
Tabelle XI (Fortsetzung) Art der Phosphor-
Weissheitsgrad Wasser- pH Teilchen-Aggre- Rostbe- Flammbeoxysäure oder des Phos-
(% Reflektanz) lösli- grösse gation ständig- ständigphoroxysäuresalzes (Wellerlänge
mµ) cherbe- (µ) (%) keits- keitsstand- versuch versuch 350 400 450 500 teil (%)
Monokaliumphosphat unterhalb (KH2PO4) 69,0 95,9 98,3 99,4 2,2 2,8 5 2 A 12 Tricalciumphosphat
(Ca3(PO4)2) 88,7 97,4 99,3 100,5 1,3 3,2 " 2 A 12 Aluminiumphosphat (AlPO4) 76,9
93,8 96,2 97,9 1,2 3,0 " 2 A 12 Zinkphosphat (Zn3(PO4)2) 48,9 96,1 92,6 97,3 1,2
3,0 " 2 A 12 Natriumphosphit (Na2HPO3) 85,3 101,8 102,8 103,8 2,2 2,8 " 2 A 11 Natriumhypophosphit
(NaH2PO2) 61,0 90,4 96,3 98,3 2,4 2,8 " 2 A 11
Aus den vorstehenden
Werten zeigt es sich, dass ausgezeichnete Ergebnisse erhalten werten, sowohl wenn
das weisse Phosphatpigment unter Anwendung der Phosphoroxysäuren als auch wenn das
Pigment unter Anwendung der Salze der, Phosphoroxysäuren hergestellt wird.
-
Beispiel 9 In diesem Beispiel sind weisse Pigmente vom Kieselsäure-phosphorsäure-ammoniaktyp
beschrieben, die unter Anwendung eines Xerogels der Kieselsäure, der Phosphorsäure
und Ammoniak als Ausgangsmaterialien hergestellt wurde.
-
Als Ausgangskieselsäurexerogel wurde das nach Beispiel 1 hergestellte
Kieselsäurexerogel mit kleinen Aggregaten verwendet.
-
Eine handelsübliche Orthophosphorsäure (JIS erste Qualität, 85 %
PO spezifisches Gewicht 1,69) wurde als Ausgangsphosphorsäure verwendet.
-
Ammoniakwasser (25 bis 29 %) als Industriechemikalie.
-
wurde als Ausgangsammoniak verwendet.
-
Zunächst wurde das Ammoniakwasser gründlich an dem Kieselsäurexerogel
bei Raumtemperatur absorbiert. Bei dieser Arbeitsweise wurden 11,5 Gew.%, berechnet
als NH4OH, Ammoniak durch das Kiesclsäurexerogel absorbiert.
-
Selbst wenn die Temperatur- dieses Kieselsäuregels mit Ammoniakabsorption
in die Gegen von 600° C unter trockener Atmosphäre erhöht wurde, wurde keine Abscheidung
von Ammoniak festgestelltund auch die thermische Differentialanalyse zeigte keine
endotherme Spitze innerhalb dieses Temperaturbereiches.
-
Phosphorsäure wurde zu diesem Silicagel mit Ammoniakabsorption in
einer Menge entsprechend 1 Mol P2O5 je Mol SiO2 zugesetzt. Weiterhin wurde Ammoniakwasser
zugegeben
und das Gemisch innig gemischt, so dass ein aufge--schlämintes
Gemisch erhalten wurde, dessen pH-Wert etwa 9 bis 9,5 betrug. Dieses Gemisch wurde
bei etwa 80° getrocknet und entwässert und weiterhin während etwa 1 Stunde bei 800
C erhitzt. Daran schloss sich eine Nasszerkleinerung des Produktes wie in Beispiel
1 unter Verwendung von Methylalkohol an, worauf das gemahlene Produkt getrocknet
wurde. Dabei wurde ein fein-zerteiltes weisses Pigment erhalten.
-
Die Röntgenbeugungsanalyse, thermische Differentialanalyse und Analyse
der Zusammensetzung des erhaltenen fein-zerteilten weissen Pigmentes wurden ebenso
wie die Bestimmung des pH-Wertes einer 10%igen, wässrigen Suspension, des Gehaltes
an wasserlöslichem Bestandteil, des Aggregationsausmasses und der Teilchengrössenverteilung
vorgenommen. Mit diesem Pigment wurde auch der Flammbeständigkeitsversuch ausgeführt.
-
Zu Vergleichszwecken wurden (A) Ammoniumpolyphosphat, ein handelsübliches
Flammbeständigkeitsmittel, und (B) Diammoniumphosphat [(NH4)2HPO4] als Reagens gewählt
und auf ihre Eigenschaften und Flammbeständigkeiten in der vorstehend angegebenen
Weise untersucht.
-
Die Ergebnisse sind in Tabelle XII zusammengefasst.
Tabelle
XII Probe Röntgenbeu- Thermische Analyse der pH einer Gehalt Aggre- Teil Flammbegungsanalyse
Differential- Zusammensetzung 10%igen an gation chen- ständiganalyse (Formel des
Mo- Suspen- wasser- (%) grös- keits-(0-600°C) larverhältnisses) sion löslichem sen-
versuch (endother- Bestand- vertei-(mm/ mer Gipfel teil lung 12 Sek.) °C) (µ) Produkt
Röntgenbeugungsgemäss muster A-1 193 SiO2#P2O5#6 7,5 23,8 0,5 4-0,5 8 diesem gemäss
der Be-Beispiel schreibung NH3#3H2O Vergleich A (Ammo-(NH4)2,7H1,3P2O7 224,229 (NH4)2,7H1,3P2O7
4,4 14,7 45,5 100-10 10 niumpolyphosphat) Vergleich B (Diam- (NH4)2HPO4 210 (NH4)2HPO4
8,2 63,9 100 100-10 15 moniumphosphat)
Es zeigt sich aus den vorstehenden
Werten, dass das fein-zerteilte, weisse entsprechend diesem Beispiel hergestellte
Pigment nicht nur im Vergleich zu ähnlichen weissen Pulvern, die zu Vergleichszwecken
untersucht wurden, hinsichtlich des Flammbeständigkeitseffektes überlegen ist, sondern
auch sich hinsichtlich der verschi edenen Eigenschaften völlig unterscheidet. Ausserdem
besitzt es überlegene Pigmenteigenschaften, insbesondere hinsichtlich Aggregationsausmass,
einer besonders für ein Pigment erforderlichen Eigen schaft. Es ergibt sich daraus,
dass dieses weisse 1-'igment zur Verwendung als flammbeständiges Pigment äusserst
zufriedenstellend ist.
-
Beispiel 10 In diesem Beispiel werden die erhaltenen Flammbeständigkeitseffekte,
wenn das nach Beispiel 9 hergestellte weisse Pigment vom Kieselsäure-Phosphorsäure-Ammoniaktyp
mit verschiedenen. Harzen vermischt wird, beschrieben.
-
Es wurde ein handelsübliches Polyesterharz und Alkyd-, Melamin- und
Polyamidharze, die üblicherweise als Anstrichsharze für Überzugszwecke verwendet
werden, gewählt.
-
Es wurde das Polyesterharz, "Polymal," Polyester der Takeda Chemical
Company, verwendet.
-
70, 50 und 30 Gew.teile des weissen, pulverförmigen Pi gLientes-
vom Ki esel säure-Phosphorsäure-Ammoniaktyp, das nach dem Verfahren von Beispiel
11 hergestellt worden war, wurden jeweils, zu 100 Gew. teilen des vorstehenden Polyesterharzes
zugesetzt, worauf 10 Gew.teile chloriertes Paraffin (CP 70), 0,6 Gew.teile Kobaltnaphthenat,
1,0 Gew.teil eines Peroxids und 0,1 Gew.teile Dimethylanilin zu jedeta Gemisch zugesetzt
wurden. Beim Vermischen der Einzelgemische unter gründlichem Rühren begannen sie
in
etwa 5 bis 7 Minuten zu härten Während sich die Gemische noch im fliessfähigen Zustand
befanden, wurden sie in Bögen von 3 mm Stärke gegessen und der Härtung überlassen.
-
Die erhaltenen Bögen wurden. dann auf- der Flammbeständigkeitseffekt
nach dem Entflammungsversuch gemäss ASTN D-635 untersucht.
-
Als Alkydharz wurde ein handelsübliches, bei Raumtemperatur trocknendes
Alkydharz-Anstrichsmaterial verwendet. Zu 100 Teilen dieses Materials wurden 50
Gew.-teile des nach Beispiel 9 hergestellten weissen, pulverförmiger Pigmentes zugemischt.
-
Als Melaminharz wurde eine Lösung in Butanol. eines butylierten Melamins
als Präkondensationsprodukt des Melaminharzes verwendet. Zu dieser Lösung wurden
50 Gew.-teile des weissen, nach Beispiel 11 hergestellten pulverförmigen Pigmentes
zugemischt.
-
Als Polyamidharzlösung von Anwendungstyp mit Isanoöl, Leinöl und
Polyamidharz als Grundlage wurde eine Anstrichsmasse aus 100 Gew.teilen einer Polyamidharzlösung,
100 Gew.teilen Isanoöl, 100 Gew.teilen Leinöl, 40 Gew.-teilen chlorierten Paraffin
(70 % Cl) und 0,5 Gew.teilen Kobaltnaphthenat plus Bleinaphthenat verwendet. 150
Gew.-teile des nach dem Verfahren von Beispiel 11 hergestellten weissen, pulverförmigen
Pigmentes wurden mit der vorstehenden Anstrichsmasse vermischt.
-
Diese Harzanstrichsmassen mit Pigmentzusatz wurden auf Stücke eines
Zeichenpapieres aufgetragen und getrocknet, indem sie 24 Stunden bei Raumtemperatur
im Fall des Alkydharzes stehengelassen wurden, währen 1 Stunde bei 110° C i@ Fall
des Melaminharzes getrocknet wurden und während 24 Stunden bei Raumtemperatur im
Fall des Polyamidharzes stehengelassen wurden. Filmüberzüge der einzelnen mit den
Pigmenten versetzten Harze wurden dadurch
auf den Paplerstücken
erhalten.
-
Die Papierstücke, auf deren Oberflächen die verschi edenen Filmüberzüge
ausgebildet waren1 wurden dem Flammbeständigkeitsversuch gemäss Beispiel 1 unterworfen
Die Ergebnisse bei diesem Versuch sind in Tabelle XIII zusammengefasst.
-
Tabelle e XIII Polyesterharz Zugesetzte Menge des Zeit bis zum Selbsterlöschen
weissen Pigmentes des Feuers (Teile) (Minute, Sekunde) 70 3 Sek.
-
50 7 Sek.
-
30 1 Min., 50 Sek.
-
Harze vom Anstrichstyp Art des Harzes Flammbeständigkeitsversuch
(mm/12 Sek.) Alkydharz 17 Melaminharz 4 Polyamidharz 6 Aus den vorstehenden Werten
zeigt es sich, dass zufriedenstellende Flammbeständigkeitsoffekte auch in dem Fall
erhalten werden, wo die erfindungsgemäss erhältlichen weissen Pigmente in verschiedene
Harze einverleibt werden und die mit den erfindungsgemässen weissen Pigmenten versetzten
Harze entweder zu einer Unterlage verarbeitet werden oder als Überzug aufgetragen
wer den.