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DE2158755A1 - Verfahren und vorrichtung zum entfernen der kristallisierbaren bestandteile und verunreinigungen aus oelen durch auskristallisieren - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum entfernen der kristallisierbaren bestandteile und verunreinigungen aus oelen durch auskristallisieren

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Publication number
DE2158755A1
DE2158755A1 DE19712158755 DE2158755A DE2158755A1 DE 2158755 A1 DE2158755 A1 DE 2158755A1 DE 19712158755 DE19712158755 DE 19712158755 DE 2158755 A DE2158755 A DE 2158755A DE 2158755 A1 DE2158755 A1 DE 2158755A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oil
coolant
liquefied
filter
column
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19712158755
Other languages
English (en)
Inventor
Klaus Zondek
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE19712158755 priority Critical patent/DE2158755A1/de
Publication of DE2158755A1 publication Critical patent/DE2158755A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B7/00Separation of mixtures of fats or fatty oils into their constituents, e.g. saturated oils from unsaturated oils
    • C11B7/0008Separation of mixtures of fats or fatty oils into their constituents, e.g. saturated oils from unsaturated oils by differences of solubilities, e.g. by extraction, by separation from a solution by means of anti-solvents

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen der kristallisierbaren Bestandteile und Verurreinigungen aus Olen durch Auskristallisieren Zusatz zu Patent ,..,,..,. Patentanmeldung P 21 )5 641.2 Es ist seit langem bekannt, daß sich in Speiseölen insbesondere bei tiefen Temperaturen die kristallisierbaren höheren paraffine in den Lagerbehältern als unerwünschte Trübe absetzen. Darüber hinaus treten-auch bei Mineralölen, die rür den Betrieb von Fahrzeugen und Maschinen zum Einsatz kommen, bei niederen Temperaturen häufig insofern Probleme auf, als Leitungen und insbesondere Ventile durch die bei diesen Temperaturen auskristallisierenden paraffinischen Anteile verstopfen. Es sind schon-die verschiedensten Verfahren bekannt geworden um diese unerwünschen Bestandteile in den Ölen zu beseitigen, wobei sich an sich die Verfahren recht gut bewährt haben, bei denen das Entwachsen und Entparaffinieren der Öle durch Ausfrieren und Abtrennen der hierbei auskristallisierten Paraffine erfolgt. Zahlreiche der hier bekannten Verfahren basieren auf einer Indirekten Kühlurig des Öles in geeigneten Behältern. Beim Erreichen der erwünschten Temperaturen und Auskristallisation der paraffinischen Bestandteile erfolgt dann das Abtrennen dieser Bestandteile aus aern Öl mittels normale Filterpressen. Es sind auch Verfahren bekannt, bei denen die Paraffinanteile des Öles in Kratzkülern mit indirekter Entspannung eines Kühlmittels abgeschieden werden Diese Xrgrfahren haben jedoch den Nachteil, daß die auskristallisierten-Anteile durch das Material der Kratzer ode-tX auch der Wände verunreinigt werden, was sich bei einer späteren erwünschten Weiterverarbeitung dieser Paraffine selbstverständlich unangenehm bemerkbar nacht. Neue Verç -fahren, bei denen die Auskristallisation durch direkte -Kühlung erfolgt, indem ein Kühlmittel urimittelbar in das zureinigende Öl eingebracht wird, und zwar irn Gleichstrom, im Gegenstrom oder auch durch Zerstäuben, haben sich weitaus besser bewährt. Hier sind insbesondere die Verfahren, die sn den deutschen Patentanmeldungen P 20 56 422.1 und P 21 35 64i.2 beschrieben sind, von Bedeutung, bei denen ein Lösungsmittel in das zu reinigende Öl verdampft wird, im Gegensatz zu deu Verfahren, die beispielsweise In den deutschen Patentschriften 1 0 7;3 448 und 1 255 tD4 beschrieben sind und bei denen zum Auskristallisieren des aus einer Flüssigkeit abscheidbaren, kristallisierbaren Stoffes eine mit dieser Flüssigkeit nicht mischbare Kühlflüssigkeit zur Anwendung kommt. Diese letztgenannten Verfahren sind nicht nur sehr aufwendig hinsichtlich der Verfahrensführung-und der apparativen Erfordernisse, sie haben sich darüber hinaus im Gegensatz zu den in den beiden genannten Anmeldungen beschriebenen Verfahren in der Praxis bisher auch nicht ausreichend durchsetzen können.
  • Der vorliegenden Erfindung lag nun die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu entwickeln, das die Nachteile der bisherigen Verfahren zwn Auskristallisieren der kristallisierbaren Anteile aus den Ölen nicht aufweist, mit vergleichsweise geringem apparativem Aufwand, gleichzeitig aber einfach und sehr sicher und mit mehr Erfolg als die bisherigen Verfahren durchgeführt werden kann.
  • Die Lösung dieser Aufgabe ist ein Vel'tahren ZUnl Entfernen der kristallisierbaren Bestandteile und Verunreinigungen aus Ölen durch kontinuierliches Auskristallisieren unter der direkten Einwirkung eines Kühlinittels, daß dadurch gekennseiclznet ist, daß mari das d1 im Gegenstrom mit einem vorzugsweise im Öl milldestens teilweise löslichen, unter Druck stehenden verflüssigten Gas in Berührung bringt, die durch das Entspannen des Gases und die starke Kühlung der Flüssigkeit alls dieser auskristallisierenden Stoffe unmittelbar eineu filter zuführt und die Kristalle vom Öl unter Anwendung von Vakuum oder Druck abtrennt.
  • Bei diesem Verfahren ist es lediglich durch Variation der Menge des im Gegenstrori, zu der zu reinigenden Flüssigkeit geführten verflüssigten Gases und des angewendeten Druckes möglich, die Temperatur innerhalb der Flüssigkeit beliebig einzustellen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, durch die Menge der zu behandelnden Flüssigkeit und durch die Zeit ihrer Berührung mit dem auf sie im Gegenstrom einwirkenden Gas die Größe der abzuscheidendeh Kristalle auf vergleichsweise einrache Art zu steuern.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung wird. nachstehend in Zusat menhang mit den Zeichnungen näher erläutert, wobei sich die folgenden Ausführungen äuf das Verfahren nach Erreichen des stationären Zustandes beziehen. In den oberen Teil la der mit Tellerböden 2 ausgestatten Kolonne l,die einen Kühlturm mit erweitertem Bodenteil lb darstellt, wird aus dem Vorratstank 3 das zu reiiiigende Öl einfließen lassen. Das als Kühlmittel verwendete verflüssigte Gas aus dem Vorratstank 5 wird über das Ventil 8 unter Entspannen im Gegenstrom zu dem Öl von unten in die Kolonne 1 eingeführt, wo die am Boden der Kolonne befindliche Flüssigkeit infolge der Expansion des Gases zu sieden beginnt, während das nach oben strömende Gas, das die Kolonne über Kopf verläßt, das im Gegenstrom nach unten fließende Öl vorkühlt, aus dem im unteren Bereich der Kolonne bei Temperaturen zwischen etwa 100 und -40°C die kristallisierbaren Anteile als harte und gut filtrierbare Kristalle abgeschieden werden Das hierbei gebildete Gemisch aus Öl und Kristallen wird dann am Fuß der Kolonne abgezogen und auf das Rotationsfilter 9 überführt, wo die Kristalle vom Öl, das in den Tank 11 abfließt, unter der Einwirkung der Vakuumpumpe 12 abgetrennt werden. Die vom Filter in den Tank 10 überführten-auskristallisierten Anteile des Öles werden dort unter Freigabe eventuell noch vorhandenen gasförmigen- Kühlmittels unter Erwärmen verflüssigt und als Nebenrodukt gewonnen. Das im Tank 11 befindliche klare und von kristallisierbaren Anteilen befreite Öl kann entweder in Lagerbehältern gesammelt oder der unmittelbaren Weiterverwendung zugeführt werden.
  • Das am Kopf der Kolonne abgezogene Gas, das die Kühlung des Oles bewirkt hat, wird durch den Tropfenabscheider 4 geleitet, wo eventuell mitgerissene molanteile abgetrennt und von dort in den oberen, die Tellerböden enthaltenden Teil der.
  • Kolonne 1 zurückgeführt werden. Davon flüssigen Anteilen befreite Kühlgas sowie die weiteren Mengen dieses Gases, die vom Tank 10 und der Pumpe 12 herangeführt werden können, werden insgesamt vom Kompressor 7 angesaugt und im Kondensator 6 gekühlt und gelangen dann wiederum als verflüssigtes Gas in den Vorratstank 5, von dem aus sie in der oben beschriebenen Weise erneut wieder in das Verfahren zurückgeführt werden können.
  • Um zu Beginn. des Verfahrens die erforderliche stationäre Einlauftemperatur des Produktes auf das Rotationsfilter einzustellen, ist es vorteilhaft, das zu Beginn erhaltene Filtrat des Tankes-ll in den Bodenteil der Kolonne 1 zurückzupumpen und dieses nicht unmittelbar seiner weiteren Verwendung zuzuführen.
  • Dei Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung erfolgt in der gesamten Anlage, mit Ausnahme des Behälters 5 fü das unter Druck stehende verflüssigte Gas, unteratmosphärischem Druck. Bei einem gewissen eventuellen Überdruck gleicht sich dieser durch das Ventil 1), das mit den verschiedenen Teilen und Tanks der Anlage in Verbindung steht, aus.
  • Zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung können an sich beliebige Kühlmittel verwendet werden, doch werden bevorzugt die im Speiseöl bzw. Mineral löslichen Kühlmittel verwendet, insbesondere fluorhaltige Kohlenwasserstoffe (Frigene), Stickstoff, Kohlendioxyd und Kohlenwasserstoffe, wie Propan.
  • Bei der Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung hat es sich als wesentlich herausgestellt, daß das zu reinigende Öl mindestens 10 bis 15 Minuten in der Kolonne 1 verweilt.
  • Es ist demzufolge zweckmäßig, um eine gesteuerte Kristallisierung erzielen zu können, den Durchmesser der Kolorele unterhalb des mit Tellerböden ausgestatteten Teiles, wie schematisch in der Zeichnung dargestellt, größer zu wählen als im Bereich der Böden, da die Größe und leichte Filtrierbarkeit der Kristalle mit dem Durchmesser des Bodens der Kolonne paralell geht.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung zehnet sich durch eine besondere Wirtschaftlichkeit aus, insbesondere auch hinsichtlich des Stromverbrauches, und ist einfach durchzuführen; die Produkte haben nur geringe. Verweilzeiten-innerhalb der Anlage, was sich vor allem günstig auf die Qualität der Verfahrensprodukte auswirkt. Weitere Vorteile- des Verfahrens gemäß der Erfindung bestehen vor allem darin, daß infolge des Arbeitens mit im 1 löslichen Kühimitteln die Viskosität des Öles herabgesetzt wird, daß die Filtriereigenschaften der Kristallsuspension durch den -Grad der Kühlung beein flußt werden-können und daß darüber hinaus das Öl, das als Filtrat der Kristallsuspension im Tank 11 gesammelt wird, unmittelbar als Verfahrensprodukt anfällt, da auch die letzten Reste des Kühlmittels dort unter der Einwirkung der Vakuumpumpe 12 entfernt werden. Hinzu kommt, daß die Filtriertemperatur selbst beispielsweise dadurch reguliert und beeinflußt werden kann, daß durch Reduzieren der Menge der zu behandelnden Flüssigkeit das Vakuum erhöht wird bzw.
  • mehr Kühlmittel, bezogen auf das zu behandelnde Material, mit diesem in Berührung kommt.
  • Bei einer Variante des Verfahrens gemäß der Erfindung, wie sie in Fi. 2 unter Verwendung gleicher Bezugszeichen für die der Fig. 1 entsprechenden Teile dargestellt ist,besteht die MöglichReit, unter entsprechender Variation von Kühlmittel unct Menge deR zu behandelnden Öles auf den unteren Teil der Kolonne 1 zu verzichten, indem unmittelbar auf das Rotationsfilfer 9 der die Tellerböden 2 enthaltende obere Teil la der Kolonne aufgesetzt und das'Kühlmittel in den unteren Teil des Rotationsfilters gepresst wird.
  • Auch hierbei scheiden sich die kristallisierbaren Anteile des Öles auf dem Filter ab, während das gereinigte Öl mittels des erzielten Druckes direkt in den Tank 11 gepreßt wird.

Claims (5)

P a t e n t a n s p r ü c h e
1) - Verfahren zum Entfernen der kristallisierbaren Bestand teile und Verungeinigungen aus Ölen durch kontinuierfiches Auskristallisieren unter -der direkten Einwirkung eines Kühlmittels, dadurch gekennzeichnet, daß man das Öl im Gegenstrom mit einem vorzugsweise in Öl mindestens teilweise löslichen, unter Druck stehenden verflüssigten Gas in Berührung bringt, die durch das Entspaniien des Gases und die starke Kühlung der Flüssigkeit aus dieser auskristallisierenden Stoffe unmittelbar einem Filter zuführt und die Kristalle vom Öl unter Anwendung von Vakuum oder Druck abtrennt.
2) Verfahren nach Anspruch 1> dadurch gekennzeichnet, daß man als Kühlmittel fluorierte Kohlenwasserstoffe (Frigen), Kohlendioxyd oder Stickstoff verwendet.
3) Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die auf dem Filter abgeschiedenen Kristalle durch Anwendung von Wärme verflüssigt und die hierbei gewonnenen Paraffine als Nebenprodukt isoliert.
4) Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3, bestehend im wesentlichen aus einer ii.i oberen Teil (la) mit Tellerböden (2) ausgestatteten Kolonne (1) mit erweitertem Bodenteil (1b), die über ein Drucktzentil (8) mit einem die einzuschleusende Kühlflüssigleit enthaltenden Vorratstank (5) > - eincm Rotationsfilter (9) sowie einem Tropfenabscheider (4) in Verbindung steht, sowie Auffangbehältern (10,11) für die vom Rotationsfilter abgezogenen flüssigen und kristalll s lerten Bestandteile des Öles.
5) VorriChtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Tropfenabscheider (4), der Ölauffangbehälter (11) über die Vakuumpumpe (12) und der die kristallisierten Ölanteile aufnehmende Behälter (10) über Leitungen mit dem Kompressor (7) und dem Kühler (6)ein Verbindung stehen durch deren Zusammenwirken die aus dem Tropfenabscheider (4)j aus dem gereinigten Öl und aus den gegebenenfalls durch Wärme verflüssigten paraffinischen Anteilen des Öles abgeschiedenen Kühlmittelreste sowie das über Kopf der Kolonne abgezogene Kühlmittel verflüssigt wird.
L e e r s e i t e
DE19712158755 1971-11-26 1971-11-26 Verfahren und vorrichtung zum entfernen der kristallisierbaren bestandteile und verunreinigungen aus oelen durch auskristallisieren Withdrawn DE2158755A1 (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4116652A (en) 1974-07-08 1978-09-26 Klaus Zondek Process for the freeze concentration of solutions
DE3100249A1 (de) * 1980-01-07 1981-12-03 Nippon Oil and Fats Co. Ltd., Tokyo Verfahren zur abtrennung einer spezifischen (vorgegebenen) komponente, die in einer mischung von mehreren fettkomponenten enthalten ist, aus der mischung derselben
DE3444475A1 (de) * 1984-12-06 1986-06-12 Fried. Krupp Gmbh, 4300 Essen Verfahren und vorrichtung zur trockenen fraktionierung von fetten und oelen
WO2007042121A1 (de) * 2005-10-12 2007-04-19 Forschungszentrum Karlsruhe Gmbh Verfahren zur losungskristallisation von stoffgemischen

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