DE2153945B2 - Polyesterdraehte zur herstellung von reissverschluessen - Google Patents
Polyesterdraehte zur herstellung von reissverschluessenInfo
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Description
Orientierungswinkel = 8 (4 · J — 1)
gilt, wobei die Gleichung als erfüllt anzusehen ist,
wenn der gemessene Winkel von dem durch die Gleichung vorgegebenen Wert nicht mehr als 2°
nach oben oder unten abweicht, die mittlere Kristallitbreite in Richtung quer zum Draht 80 bis
200A beträgt und die mittlere Schwankung der Kristallitgröße in Drahtrichtung, zahlenmäßig angegeben
durch die Halbwertsbreite des Röntgenkleinwinkelreflexes, maximal 0,40° erreicht.
Die Erfindung betrifft die Verwendung von bestimmten Polyestermonofilen für die Herstellung von
dimensionsstabilen Reißverschlüssen.
Polyester lassen sich bekanntlich mittels Spinnaggregaten durch feine Düsen zu Fäden oder Drähten
verspinnen. Dabei werden z. B. die Drähte in ein heißes Wasserbad abgesponnen und «:ur Verbesserung
der mechanischen und textiltechnischen Eigenschaften anschließend auf das Mehrfache ihrer ursprünglichen
Länge ausgezogen. Und zwar wird zur Erzielung der bestmöglichen Eigenschaften in einem
bestimmten Vernältnis (etwa 1 : 3 bis 1 : 6) und in einem mehr oder weniger eng umgrenzten Temperaturbereich
(zwischen 80 und 2200C) verstreckt. Fäden werden meistens auf beheizten Platten oder
heißen Galetten verstreckt, während man es vorzieht, die Drähte wegen der besseren Wärmeübertragung in
heißem Wasser zu verstrecken. Die auf diese Art hergestellten Monofile haben je nach Streckverhältnis
durchschnittliche Festigkeiten von 20 bis 40 Rkm bei 15 bis 30 %>
Dehnung. Um den hohen Kochschrumpf (gemessen nach 10 min in kochendem Wasser) von etwa lO°/o dieser Drähte zu vermindern,
wird anschließend noch entweder in heißem Wasser, auf beheizter Galette oder in heißer Luft fixiert. Dies
kann sowohl unter Spannung als auch ohne Spannung erfolgen.
Die erhaltenen Monofile können in verschiedenen Gebieten zum Einsatz kommen, wie zur Herstellung
von Seilen und Tauen, von Filtern und Sieben oder von Reißverschlüssen.
Auf dem Reißverschlußsektor hat sich allerdings gezeigt, daß Monofile mit den obengenannten durchschnittlichen
Eigenschaften nur bedingt einsatzfähig sind, weil es im Endeflekt auf Festigkeit und Dehnung
gar nicht so genau ankommt, sondern daß andere Kriterien maßgebend sind.
Es bestand daher die Aufgabe, Monofile aus PoIyäthylenterephthalat
zur Verfügung zu stellen, die sich besonders gut zur Herstellung dimensionsstabiler
Reißverschlüsse eignen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß man Polyäthylenterephthalatmonofile verwendet,
die eine Intrinsic-Viskosität / von 0,80 bis 1 07 aufweisen, bei denen der Orientierungswinkel
der Kristallite innerhalb des Monofils zwischen 17 und 26° liegt, wobei zwischen der Intrinsic-Viskosität
/ und dem Orientierungswinkel der Kristallite die ίο numerische Beziehung
Orientierungswinkel = 8 (4 · J — 1)
gilt, wobei die Gleichung als erfüllt anzusehen ist, wenn der gemessene Winkel von dem durch die
Gleichung vorgegebenen Wert nicht mehr als 2° nach oben oder unten abweicht, die mittlere Kristallitbreite
in Richtung quer zum Draht 80 bis 200 A beträgt und die mittlere Schwankung der Kristallitgröße
ao in Drahtrichtung, zahlenmäßig angegeben durch die Halbwertbreite des Röntgenkleinwinkelreflexes, maximal
0,40° erreicht.
Es wurde also gefunden, daß für die problemlose Verarbeitung von Polyäthylenterephthalatdrähten zu
as Reißverschlüssen folgende Merkmale wichtig sind:
1. Das Molekulargewicht, für das die Grundviskosität oder Intrinsic-Viskosität / ein Maß ist (Bestimmung
der Intrinsic-Viskosität vgl. W. N. Dawydoff: »Bestimmung des Molekulargewichtes
von Polyamiden«, VEB Verlag Technik Berlin, 1959, S. 44). Monofile mit einer Intrinsic-Viskosität J = 0,80 bis 1,07, vorzugsweise
0,82 bis 0,92, lassen sich am besten iu Reißverschlüssen verarbeiten.
2. Die Kristallitorientierung in Richtung der Drahtachse, bestimmt aus Röntgenweitwinkeluntersuchungen
und angegeben in Grad, muß zwischen 17 und 26° liegen.
Zwischen Intrinsic-Viskosität und Orientierungswinkel besteht ein numerischer Zusammenhang. Es lassen sich nur diejenigen Polyestermonofile problemlos zu Reißverschlüssen verarbeiten, für die gilt:
Zwischen Intrinsic-Viskosität und Orientierungswinkel besteht ein numerischer Zusammenhang. Es lassen sich nur diejenigen Polyestermonofile problemlos zu Reißverschlüssen verarbeiten, für die gilt:
4S Orientierungswinkel = 8 (4 · / — 1),
wobei die Gleichung als erfüllt angesehen wird, wenn der gemessene Winkel von dem durch die
Gleichung vorgegebenen Wert nicht mehr als 2° nach oben oder unten abweicht.
3. Die mittlere Kristallitbreite in Richtung quer zum Draht beträgt 80 bis 200 A.
4. Die mittlere Schwankung der Kristallitgröße in Drahtrichtung, zahlenmäßig angegeben durch
die Halbwertbreite des Röntgenkleinwinkelreflexes, darf maximal 0,40° erreichen.
Die Kristallitorientierung wird aus Röntgenweitwinkelmessungen bestimmt. Zu diesem Zweck wird
auf einem handelsüblichen Zählrohrgoniometer die azimutale Intensitätsverteilung des (OlO)-Reflexes
(2 θ = 17,5°) gemessen. Nach Abtrennung des Streuuntergrundes der Glockenkurve durch eine Gerade
wird die Breite der Verteilungskurve bei halber Maximalintensität bestimmt und in Winkelgrade umgerechnet
(s. L. A1 e χ a η d e r, »X-Ray Diffraction
Methods in Polymer Science«, J. Wiley & Sons, Inc., New York, 1969, S. 198 bis 279).
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Die mittlere Breite der Kristallite in Richtung quer zum Draht wird ebenfalls aus einer Weitwinkelgonioineterkiirve
errechnet (vgl. H. Klug, L. Alexander, »X-Ray Diffraction Procedures«, Verlag
J. Wiley & Sons, Inc., New York, 1954, S. 491 bis 538). Die Kristallitbreite wird bestimmt nach der
Gleichung
Kristallitbreite =
0,01745 (D* - py* - cos 8,75°
wobei W die Wellenlänge (A) der verwendeten Röntgenstrahlung, D (Grad) die Breite bei halber Reflexhöhe
und / (Grad) die Reflexbreite in halber Höhe eines Reflexes eines metallischen Siliciumstandards
bedeutet (Refiexverbreiterung durch das Instrument).
Als günstigster Reflex bietet sich bei Polyester der (OlO)-Reflex an, dessen radiale Halbwertbreite nach
dem herkömmlichen Verfahren ermittelt wird.
Ein Maß für die Variation des Schwerpunktab-Standes der kristallinen Bereiche in Drahtrichtung ist
durch die Halbwertbreite des Röntgenkleinwinkelmeridianreflexes gegeben. Zur Bestimmung dieser
Halbwertbereiche wurde eine Kratky-Kammer verwendet (vgl. H. N e f f, »Grundlagen und Anwendung
der Röntgenfeinstrukturanalyse«, Verlag R. Oldenbourg, München, 1959, S. 321 bis 325). Zu
diesem Zweck wurde der Untergrund unter dem Streumaximum durch eine Gerade abgetrennt, die die
Intensitäten bei 2 0=0,35° und 20= 1,25° verbindet. Von dem verbleibenden Peak wurde wiederum
die Reflexbreite bei halber Maximalintensität gemessen.
Monofile aus Polyethylenterephthalat lassen sich
zu dimensionsstabilen Reißverschlüssen verarbeiten, falls sie die erfindungsgemäßen Merkmale aufweisen.
Die daraus resultierenden Vorteile werden im folgenden näher erläutert.
Die Herstellung von Reißverschlüssen aus synthetischen Monofilen ist seit langem bekannt. Dabei
werden die Drähte in einem bestimmten Abstand durch eine Prägevorrichtung breitgepreßt oder breitgeschlagen. Der Draht kann nun z. B. in ein Gewebestück
eingewebt werden. Zwei Gewebestücke mit endständigen breitgeprägten Monofilen können nun
mittels eines Schiebers ineinander verhakt werden, so daß man einen Reißverschluß vorliegen hat. Der
Draht mit den im bestimmten Abstand aufgeprägten Köpfen kann auch zu einer Wendel verformt werden.
Zwei dieser Wendeln werden nun gegenseitig so ineinander verhakt, daß sie von den geprägten Köpfen
zusammengehalten werden.
Verarbeitet man nun Polyester-Monofile, die nicht die oben geforderten, erfindungsgemäßen Merkmale
aufweisen, zu Reißverschlüssen, so treten folgende Schwierigkeiten auf: Beim Prägen der Nocken erfährt
der Draht eine sehr große Querbeanspruchung und platzt auf.
Reißverschlüsse mit geplatzten Prägestellen sind selbstverständlich unbrauchbar. Man umgeht dies, indem
man ein Polyäthylenterephthalat mit einer In-Irinsic-Viskosität J von 0,80 bis 1,07, vorzugsweise
von 0,82 bis 0,92, einsetzt. Das bedeutet, daß mit zunehmendem Molekulargewicht die Querfestigkeit
ansteigt, weil die langen Kettenmoleküle mit steigender Intrinsic-Viskosität immer schwieriger beim Verstrecken
in Längsrichtung des Drahtes ausgerichtet werden können. Sie liegen zum Teil noch quer zur
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Monofillängsachse und leisten mit zunehmendem Molekulargewicht einen steigenden Beitrag zur Querfestigkeit.
Darauf weist auch die Kristallitorientierung, gemessen in Winkelgrad, im Draht hin. Ein großer
Winkel bei hoher Intrinsic-Viskosität bedeutet, daß weniger Kristallite in Längsrichtung liegen, während
bei niedrigem Molekulargewicht ein relativ kleiner Winkel resultiert, der auf eine stärkere Vorzugsorientierung
der Kristallite in Längsrichtung hindeutet.
Weiterhin hat sich gezeigt, daß Reißverschlüsse aus Polyesterdrähten mit einer Intrinsic-Viskosität
von 0.80 bis 1,07, vorzugsweise 0,82 bis 0,92, besonders flexibel, geschmeidig und dimensionsstabil sind,
wenn bei den Monofilen die mittlere Breite der Kristallite in Richtung quer zum Draht 80 bis 200 A
beträgt und die mittlere Schwankung der Kristallitgröße in Drahtrichtung, zahlenmäßig ausgedrückt
durch die Halbwertsbreite des Röntgenkleinwirikelreflexes, 0,40° nicht übersteigt.
Reißverschlüsse aus solchen Polyesterdrähten zeigen ihre Flexibilität und Geschmeidigkeit dadurch,
daß sie bei einer Biegebeanspruchung sofort wieder in ihre Ausgangslage zurückspringen. Die Dimensionsslabilität
läßt sich durch einen Test in kochendem Wasser prüfen. Der Reißverschluß wird 10 min
in kochendes Wasser gelegt, und dann wird der Schrumpf, angegeben in Prozent, gemessen. Gebrauchsfähige
Reißverschlüsse dürfen weniger als; 1 % schrumpfen; denn bei den Reißverschlüssen mit
einem größeren Kochschrumpf als 10Zo verkleinern
sich ζ. B. nach dem Färben, nach einer Heißwäsche oder nach dem Bügeln die breitgeschlagenen Nocken,
so daß sich der Reißverschluß kaum noch verhakt und bei der geringsten Beanspruchung aufplatzt.
Außerdem wirft das Kleidungsstück, in das der Reißverschluß eingenäht ist, nach dieser thermischem Behandlung
Falten, weil der Reißverschluß kürzer geworden ist.
Ein Polyäthylenterephthalat mit einem Schmelzpunkt von 256° C und einer Intrinsic-Viskosität von
0,85 wird mit einem Schmelzextruder zu einem Draht versponnen. Anschließend wird in einem heißen
Wasserbad von 95° C auf das 4,6fache der ursprünglichen Länge gestreckt. Es folgt dann eine Fixierung
in heißer Luft, wobei die Monofile schrumpfen können. Sie zeigen folgende Eigenschaften (Durchmesser
0,50 cm):
Intrinsic-Viskosität 0,85
Kristallitorientierungswinkel 20,00°
Mittlere Kristallitbreite 86 A
Kristallitgröße 0,36°
Ein Monofil mit diesen Charakteristiken läßt sich problemlos zu einem Reißverschluß verarbeiten, der
völlig dimensionsstabil ist. Kochschrumpf nach 10 min in kochendem Wasser <
1 %>. Verwendet man dagegen ein Polyäthylenterephthalat mit einer
Intrinsic-Viskosität von 0,65, so mißt man einen Kristallitorienlierungswinkel von 13,4°, ein Wert, der
rein rechnerisch durch die gefundene Formel
Orientierungswinkel = 8 (4 · / — 1),
Orientierungswinkel für Intrinsic-Viskosität
= 0,65 ■= 12,8°
Orientierungswinkel für Intrinsic-Viskosität
= 0,65 ■= 12,8°
bestätigt wird. Dieser Winkel ist kleiner als erfindungsgemäß beansprucht. Obwohl die mittlere Kristallitbreite
89 A und die Kristallitgröße 0,39° beträgt, lassen sich aus Polyäthylenterephthalat-Mcnofilen
mit diesen Eigenschaften keine Reißverschlüsse herstellen, weil die Drähte bei der Verarbeitung laufend
aufplatzen. Es wurden an 100 Prägestellen 30 Risse gezählt. Hier noch einmal zusammengefaßt
die Eigenschaften dieser schlechten Monofile:
Intrinsic-Viskosität 0,65
Kristallitorientierungswinkel 13,40°
Mittlere Kristallitbreite 89A
Kristallitgröße 0,39°
Will man ein Polyäthylenterephthalat mit einer Intrinsic-Viskosität
von mehr als 1,07, z. B. 1,10, verspinnen,
so läßt sich dies wegen seiner hohen Viskosität nicht mehr zu D-ähten verarbeiten.
Ein Polyäthylenterephthalat mit einem Schmelzpunkt von 256° C und einer Intrinsic-Viskosität von
0,90 wird auf einem Schmelzextruder versponnen. Anschließend wird in einem heißen Wasserbad von
95° C auf das 4,8fache der ursprünglichen Länge gestreckt. Es folgt dann eine Fixierung in heißer Luft,
wobei der Draht schrumpfen kann.
Folgende Eigenschaften wurden gemessen:
Intrinsic-Viskosität 0,90
Kristallitorientierungswinkel 20,60°
Mittlere Kristallitbreite 98A
Xristallitgröße 0,35°
Ein Draht mit diesen Eigenschaften läßt sich problemlos zu einem Reißverschluß verarbeiten. Er
zeigt keine Risse, ist sehr weich und geschmeidig und zeigt nach 10 min Verweilzeit in kochendem Wasser
einen Schrumpf von <C 1 °/o.
Verwendet man dagegen Polyäthylenterephthalatdrähte, die zwar eine Intrinsic-Viskosität von 0,90
besitzen, aber durch eine schlechte Verspinnung oder unsachgemäße Nachbehandlung die beanspruchten
Eigenschaften nicht besitzen, so erhält man Reißverschlüsse, die nicht dimensionsstabil sind.
Es wurden z. B. folgende Eigenschaften gemessen:
Intrinsic-Viskosität 0,90
Kristallitorientierungswinkel 29,20°
Mittlere Kristallitbreite 47 A
Kristallitgröße 0,50°
Man stellt fest, daß die von uns gefundene Formel Orientierungswinkel = 8 (4 · J — 1)
nicht erfüllt wird, denn dann müßte sich ein Kristallits5
orientierungswinkel von 20,8c ergeben. Außerdem ist die mittlere Kristallitbreite mit 47 A zu klein und die
mittlere Schwankung der Kristallitgröße, zahlenmäßig angegeben durch die Halbwertsbreite des
Röntgenkleinwinkelreflexes, mit 0,50° zu groß.
Ein Reißverschluß aus diesen Monofilen zeigt nach 10 min in kochendem Wasser einen Kochschrumpf von 5°/o. Der Reißverschluß erweist sich als unbrauchbar, weil sich die Nocken beim Zuziehen nur noch zum Teil verhaken und dann bei der geringsten Zugbeanspruchung aufplatzen.
Ein Reißverschluß aus diesen Monofilen zeigt nach 10 min in kochendem Wasser einen Kochschrumpf von 5°/o. Der Reißverschluß erweist sich als unbrauchbar, weil sich die Nocken beim Zuziehen nur noch zum Teil verhaken und dann bei der geringsten Zugbeanspruchung aufplatzen.
Claims (1)
- 21 53 845Patentanspruch:Verwendung von Monofilen aus Polyäthylenterephthalat zur Herstellung von Reißverschlüssen, dadurch gekennzeichnet, daß das Polyäthylenterephthalaimonofii eine Intrinsic-Viskosität J von 0,80 bis 1,07 aufweist, der Orientierungswinkel der Kristallite innerhalb des Monofils zwischen 17 und 26° liegt, zwischen der Intrinsic-Viskosität / und dem Orientierungswinkel der Kristallite die numerische Beziehung
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