DE2153602A1 - Heterocyclische Polymere - Google Patents
Heterocyclische PolymereInfo
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- C08G73/0683—Polycondensates containing six-membered rings, condensed with other rings, with nitrogen atoms as the only ring hetero atoms
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Description
WESTING-HOUSE Erlangen, 26.»Oktober 1971
Electric Corporation Werner-von-Siemens-Str.50
Pittsburgh, Pa. USA
YPA 70/8098 Td/Dm WE-Case ITo. 4-1 577
Heterocyclische Polymere
Pur diese Anmeldung wird die Priorität aus der. amerikanischen
Patentanmeldung Serial ITo. 085 771 vom 30.10.1970 beansprucht.
Die Erfindung bezieht sich auf Cyanoimidpolymere und Polymere mit heterocyclischen Ringsystemen, wie z.B. Isoindolchinazolindionringsystemen.
Sie ist besonders geeignet zur Herstellung von Polymeren mit Isoindolchinaaolindionringsystemen
und anderen ähnlichen heterocyclischen Ringsystemen,
welche tiefgehend härtbar sind aus Vorprodukten mit Cyanoimidgliedern.
Heterocyclische Polymere mit Ringsyjrfcemen, wie z.B. Isoindol
chinazolindionringsy st emen sind bekannt. Diese Polymeren sind gekennzeichnet durch ihre hervorragende thermische
Stabilität, außergewöhnliche Oxidationsbeständigkeit und Zähigkeit. Solche Polymere sind besonders gut geeignet für
die Verwendung als Drahtlacke, als Mime für elektrische
Isolation und dgl. als Preß- und Laminierharze und als Harz-. lacke. Jedoch konnte der Einsatz dieser Polymeren wegen ihrer
begrenzten Herstellungsmöglichkeit und Verfahrenseigenschaften
nicht erweitert werden.. Die Polymeren konnten bisher nur bis zu einer Dicke von einigen 1/1OO mm ohne Bildung von Lücken,
Blasen und Sprüngen eingesetzt werden, anderenfalls war eine sehr langsame Härtung erforderlich.
Außerdem sind Isoindolchinazolindionpolymere im allgemeinen in den meisten Lösungsmitteln unschmelzbar und unlöslich.
Einige der Polymeren können bei hohen Preßtemperaturen durch ein Pulversinterverfahren verformt werden. Andere können durch
stark saure Lösungsmittel in Fäden gesponnen werden te Anwendung solcher Verfahren ist aber sehr begrenzt. Das
üblichste Herstellungsverfahren besteht darin, daß geformte Teile aus Lösungen von Vorprodukten hergestellt werden, um
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Polymere mit Xeoindolchinazolindionringsystemen zu bilden.
Geformte Artikel oder Polymere mit IsoindolchinaaolindionringsySternen
sind bisher dadurch hergestellt worden, in dem man zunächst ein aromatisches Dianhydrid mit einem
Bis-ortho-aminoamid reagieren ließ. Das Reaktionsprodukt
ist eine Polyamidsäure, welche löslioh ist in ausgewählten
lösungsmitteln wie z.B. ϊΤ,ΙΤ-Dimethylformamid, ^,IT-Dimethylaoetamid
oder H-Methylpyrrolidon, welche aus dem Produkt
durch Verdampfen oder Diffusion entfernt werden können.
Andere typische lösungsmittel dieser ausgewählten Klasse sind» NfIT~Diäthylformamid, N,IT-Diäthy!acetamid,
IT,lSf-3)imethylmethoxyacetamid, N-Methylcaprolactam, Dimethylsulfoxid,
Tetramethylharnstoff, Pyridin, Dimethylsulfon, Hexamethylphosphoramid, Tetramethylensulfon, Formamid,
UT-Methylformamid, Butyrolacton und U-Acetyl-2-pyrrol.idon.
Diese Lösungsmittel können auch verwendet werden in Kombination mit anderen lösungsmitteln wie z.B. Benzol, Xylol, Toluol,
Dioxan und Cyclohexan. Diese Lösungsmittel erzeugen ein
Lösungspolymerisationsmedium für die Synthese von Polyamidsäuren und für die Herateilung von Formkörpern. Die Lösung
der Polyamidsäure wird dann durch Hitze und/oder im Handel erhältlichen chemischen Dehydratisierungsmitteln wie z.B. . ■
Essigsäureanhydrid in ein Polyimidamid übergeführt.
Das Polyimidamid wird dann durch Hitze gehärtet, um eine
Cyclisierung zu einem Polymeren mit einem Isoindolchinazolindionringsystem
zu erreichen. .,-..:. ·■■-.-,-■. : , ■ - ■-
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[I]
Eine allgemeine Diskussion dieser Methode und einige Eigenschaften
der Isoindolchinazolindionpolymeren ist angeführt in dem Aufsatz POLYMERS O)HEEMOSTABLES, G.Rabilloud, B.Sillion
und G. de G-audemaris, 108 Die Makromolekulare Chemie.
18-51 (Nr. 2471) (1967).
Ein Grundproblem dieses bekannten Verfahrens besteht darin, daß
während der endgültigen Härtung flüchtige Nebenprodukte wie z.B. Wasser entwickelt werden. Dies verursacht die Bildung
von Lunkern, Blasen und Sprüngen in den Polymeren und kann Hydrolyse des Polyimidamids verursachen, was von einer Verminderung
des Molekulargewichts des Polymeren begleitet sein kann. Eine Lösung dieses Problems ist durch Einhaltung eines
sehr kleinen Härtungsbereiches bei Überzügen von einigen 1/1OO mm Dicke versucht worden. Aber dies befriedigt nicht.
+) Während im allgemeinen angenommen wird, daß die allgemeine Formel (I) das Isoindolchinazolindionringsystem darstellt,
ist durch Kurehara & Yoda, Synthesis of Ladder Polymers. 6 Polymer Letters 875-882 (1-968) festgestellt worden, daß
die wirkliche Struktur die von Formel (II) ist.
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Die vorliegende Erfindung überwindet diese Nachteile und Schwierigkeiten. Sie erzeugt tiefgehend härtbare Polymere
mit heterocyclischen Ringsystemen wie z.B. Isoindolchinazolindionringen,
die aus neuen Cyanoimidpolymeren hergestellt sind. Erfindungsgemäß wird ein Polymeres hergestellt, welches
Isoindolchinazolindionringsysteme und/oder andere heterocyclische Ringsysteme, hergestellt aus Polymervorprodulcten
mit Oyanoimidgliedern enthält. Diese können Lacke von ungefähr 6,25 mm und dicker ohne nennenswerte Blasen, lunker und Sprünge
bilden.
Vorzugsweise wird das polymere System, welches hererocyclische Ringsysteme wie z.B. Isoindolchinazolindionringsysteme enthält,
dadurch hergestellt, daß zunächst ein' Polymeres mit 2'-Cyanoimidbindungen hergestellt wird. Durch Anwendung von
Hitze, Druck oder einem Katalysator oder einer Kombination derselben werden wenigstens einige der 2'-Cyanoimidglieder
zu Isoindolchinazolindionringsystemen cyclisiert.
O CN
[III]
oder
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. .: - 7 - VPA 70/8098
Ein besonderes Kennzeichen dieser Cyanoimidpolymeren ist, daß sie einen Imidring mit 5 oder 6 Gliedern enthalten und eine
Mtrilgruppe, die an ein Kohlenstoffatom in 2-Stellung zum
Stickstoffatom der Imidgruppe gebunden ist.
In der vorliegenden Erfindung wird der Ausdruck "Isoindolchinazolindionringsysteme" für einen breiten Bereich
der Isoindolchinazolindionringsysteme und ähnlichen Is oindolchinazolindionringsystemen
verwendet. Im einzelnen betrifft das Isoindolchinazolindionringsystem ein aromatisches
heterocyclische Ringsystem mit einem 5-gliedrigen Imidring, zwei Benzolringen und einem anderen 6-gliedrigen Ringsystem
wie oben unter I dargestellt oder der isomeren Struktur gemäß II. Polymere mit diesem Ringsystem können durch Ringbildung
von Polymeren hergestellt werden, welche 2!-Cyanoimidglieder
enthalten. Solche sind oben unter III aufgezeigt.
Die vorliegende Erfindung beschreibt Polymere mit heterocyclischen
Ringsystemen, welche 6-gliedrige Imidringe enthalten anstelle von 5-güedrigen Imidringen und/oder aliphatischen,
cycloaliphatische^ heterocyclischen oder einer anderen aromatischen Struktur oder eine Kombination dieser Strukturen
anstelle von einem oder beiden Benzolringen. Beispiele von solchen ähnlichen Isoindolchinazolindionringsystemen, welche
aus Cyanoimidvorprodukten hergestellt werden können, sind oben unter (A) bis (D) dargestellt.
Die Mtrilimid (oder Cyanoimid)polymeren können in geeigneter
Weise hergestellt sein. Eine Darstellungsmethode ist durch Reaktion eines Diamine, welches wenigstens eine Mtrilgruppe
in 2-Stellung (ortho- oder ß-Stellung)· zu einer Amingruppe
enthält mit einem Dianhydrid oder seinen Äquivalenten, vorzugsweise in im wesentlichen stochiometrischen-.Mengen.
Die Ausgangsreaktion wird vorzugsweise ausgeführt in einem der oben angegebenen ausgewählten Lösungsmitteln. Die Reaktionskomponenten bilden eine lösliche polymere Cyanoamidsäure.
Diese wird dann erhitzt, vorzugsweise auf ungefähr 150 , wobei sie zu einem Cyanoimidpolymeren kondensiert.
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Das Cyanoimidpolymere wird dann durch Hitze gehärtet, vorzugsweise zwischen 300 und 400°0 während ungefähr 2-4 Stunden, um
im wesentlichen eine Cyclisierung (Ringbildung) zu einem Polymeren zu verursachen, welches heterocyclische Ringsysteme
enthält. Die Kondensation und Härtung kann auch gleichzeitig ausgeführt werden. Während der Endhärtung werden keine
flüchtigen Nebenprodukte gebildet. Es wird jedoch angenommen,-"- daß die Gegenwart von wenigstens einer Spur Wasser erforderlich
ist, um die Endhärtung zu bewirken und die Cyclisierung zu den kondensierten heterocyclischen Ringsystemen zu bewirken.
Temperaturen und Zeiten für die Endhärtung können inhohem
G-rad durch Verwendung von Katalysatorsystemen verändert werden. Z.B. können als katalytisches System eine Kombination aus einem
Peroxid wie z.B. Wasserstoffperoxid, Benzoylperoxid, tert.-Butylperbenzoat, Dicumylperoxid oder Methyläthylketonperoxid
und eine Lauge, beispielsweise Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid, JTatriumhydrid, Benzyltrimethylammoniumhydroxid,
Natriummethoxid oder Aluminiumisopropoxid hinzugefügt werden.
Eine Kombination von Wasserstoffperoxid und Kaliumhydroxid hat sich als besonders günstig erwiesen. Es können aber auch Säurekatalysatoren
wie z.B-. -Boibrifluoridkomplexe und Chlorwasserstoff
verwendet werden.
Das gemäß der vorliegenden Erfindung verwendete Diamin ist
vorzugsweise ein o-(oder ß)-Cyanodiamin. Beispiele von bekannten
oder in Betracht kommenden o-(oder ß)-Cyanodiaminen, welche besonders geeignet sind, sind 2,4-Diaminobenzonitril,
2,5-Diaminobenzonitril, 3,3'-Diamino-4,.4'-dicyano-biplienyl,
Hy drochinon-bis-Cp-amino-m-cyano phenyl )-äther,
3,3'-Diamino-4,4'-dicyanodiphenyläther, 3,4-Diaminoadipinsäurenitril,
1 ,4-Diamino-2,5-dicyanocyclohexan, 2, 5-Di ami no-4-cyanopyridin
und 2,6-Diamino-3,7-dicyanoacridin. Andere spezifische Cyanodiamine, welche verwendet werden können, sind
N-(o-cyano-p-aminophenyl)-4-aminophthalimid und N,Ii-bis(p-aminoo-cyanophenyl)pyromellitsäurediimid.
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Beliebige Dianhydride, welohe zwei cyolisohe Anhydridgruppen
enthalten, sind für die Verwendung der vorliegenden Erfindung geeignet. Sowohl 5- als 6-gliedrige Anhydridringe können verwendet werden. Bekannte oder in Betracht kommende Dianhydride,
die besonders geeignet sind, sind!
1,2,4i5^Benzoltetracarbonsäuredianhydrid (PMDA), 3,4»V ,4'-Benzo-
phenontetracarbonsäuredianhydrid (BTDA), 2,3»6,7-Naphthalintetracarbonsäuredianhydrid,
1,2,5,6-Naphthalintetracarbonsäuredianhydrid,
ijS^iS-Naphthalintetracarbonsäuredianhydrid,
3,4,3V,4'-DiphenyltetracarbQnsäuredia:nhydrid, 2,3,2·,3'-Biphenyltetracarbonsäuredianhydrid,
Bis-(3,4-dicarboxyphenyl)methar
dianhydrid, 2,2-Bis-(3,4~dicarboxyphenyl)propandianhydrid,
1,2,3,4-Cyclopentantetracarbonsäuredianhydrid, Tetrahydrofuran-· 2,3,4,5-tetracarbonsäuredianhydrid, 1,2,5,6-Hexantetracarbonsäuredianhydrid,
Bis(3,4-dicarboxyphenyl)sulfondianhydrid,
Bis-(3,4-dicarboxyphenyl)ätherdianhydrid und Mellophansäuredianhydrid.
Andere äquivalente Verbindungen können ganz oder teilweise die Dianhydride ersetzen. Besonders geeignete
Verbindungen dieser Klasse sind jene, die zwei o-Chlorcarbonylestergruppen
enthalten oder eine solche Gruppe und eine Anhydridgruppe. Solche Beispiele sind 2,5-Bis(carbomethoxy)terephthaloylchlorid,
4,6-Bis(carbQbutOxy)isophthaloylch]Qpid, 4,4'-Bis(carboäthoxy)-3,3'-benzophenondicarbonylChlorid,
1,8,4,5-Haphthalintetracarbonsäure-1,e-anhydrid^-methylester-S-säurechlorid.
In diesen Verbindungen kann Chlor auch durch andere Halogene ersetzt sein.
Nachfolgend wird ein Reaktionsablauf gemäß der Erfindung in
einem nichtpolymeren System unter Bildung von Isoindol(2,1-a)chinazolin-5»11-dion geschildert.
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- ίο -
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CN
oder
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. - 11 - VPA 70/8098
Eine Lösung von sublimiertem Phthalsäureanhydrid in Äthylacetat
läßt man mit einer lösung von Anthranilnitril in Äthylaoetat reagieren, um 2'-Cyanophthalanilinsäure zu bilden.
Die 2'-.0y.anophthalanilinsä.ure wird dann mit Essigsäureanhydrid zum Sieden erhitzt, um die Säure umzuwandeln in 2·-Cyanophthalanil.
2'-Cyanophthalanil wird- dann zum Sieden erhitzt in einer
Mischung, welche 2 # Kaliumhydroxid und 2,4·$ Wasserstoffperoxid
enthält, gekühlt und mit Salzsäure neutralisiert, um es zu cyclisieren und Isoindol(2,1-a)chinazolin-5, 11-dion zu
bilden. Ein ähnliches Verfahren ist von Bogert und Hand, 24.J. Am.Chem.Soc, 1031 (1902) für die Darstellung von
2-Methyl-4-ketodihydrochinazolin aus N-Acetylanthranilnitril
beschrieben.
Außer Isoindolchinazolindion können auch verschiedene andere Glieder und ähnliche heterocyclische Ringsysteme in die
Polymerenketten eingearbeitet werden. Dies kann erreicht werden durch Vermischen anderer difunktioneller und/oder polyfunktioneller
Verbindungen, welche das gewünschte Glied oder dessen Vorprodukte enthalten, in die Polyamidsäurelösung oder
durch Verwendung eines Diamine und/oder Dianhydrids, welches das gewünschte Glied enthält. Verschiedene geeignete Vinylverbindungen,
Polyole, Polysäuren, Polyamine, Polyester, Polyurethane, Epoxide und ähnliche können hierfür verwendet
werden. In ähnlicher Weise können andere polymere Systeme mit den Cyanoimidpolymeren vermischt werden durch Einarbeiten
in die Lösung der Polyamidsäure.
Copolymere, welche besonders geeignet sind, sind solche, welche Isoindolchinazolindionringsysteme und Imidglieder enthalten.
Ein Beispiel eines Polymeren, welches das folgende Glied mehrfach enthält, kann hergestellt sein aus 2,4-Diaminobenzönitril
und 1,2,4, S-Benzoltetracarbonsäuredianhydridi'
0 209819/1095
- 12 - VPA 70/8098
Xhnliohe Polymere, die Isoindolchinazolindionringe und
Imidglieder enthalten, können hergestellt werden unter Verwendung von Diaminen, welohe eine oder mehrere Cyanoimidgruppen
enthalten. Geeignete Beispiele hierfür sind 4-Amino-H-(2-cyano-4'-aminophenyl)phthalimid}
HfIP-(2-oyano-4-aminophenyl)pyromellitimidj
N,U'-(2-oyano-4-aminophenyl)-3,3',4,41-benzophenontetracarbonsäurediimid
und 4,4'-Dicyano-3,3'-bis(4-aminophthalimid)biphenyl. Andererseits
können Amidsäuregruppen-haltige Vorprodukte in jedem Falle für das entsprechende Imid gesetzt werden. Im ersten Beispiel
| würde dies 4 (oder 5) 4'-Diamino-2-carboxy-2'-cyanobenzanilid
sein. Ein Nachteil dieses Herstellungsverfahrens ist, daß die Aminogruppen nicht durch Orthonitrilgruppen desaktiviert sind.
Infolgedessen sind Harze von hohem Molekulargewicht bereits durch Kondensation mit einem Dianhydrid oder einem Äquivalenten
erhalten worden.
Polymere verschiedener Typen können aus Cyanoimiddiaminen und
Dianhydriden hergestellt werden. In jedem Falle sind eine oder mehrere Cyanoimidgruppen zugegen. Sie können gehärtet
werden, um die Cyclisierung (Ringbildung) zu den Isoindolchinazolindionringsystemen
zu bewirken. Durch Zugabe der Imidcyanogruppen und Imidglieder können andere Glieder oder
Kombinationen erzeugt werden. Es ist z.B. vorgesehen, daß die Cyanoimiddiamide reagieren mit:
a) einem aromatischen Dianhydrid wie z.B. PMDA, oder einem
Diester eines DicarbonsäureChlorids, beispielsweise
2,5-Bis-(methoxycarbonyl)terephthaloylChlorid, um weitere
Imidbindungen zu bilden.
b) einem Diacylchlorid wie z.B. IsophthaloylChlorid oder einem
Diester, beispielsweise Diäthyl- oder Diphenylterephthalat,
um Amidbindungen zu bilden
c) einer Verbindung, welche eine isolierte Carboxylfunktion enthält und ein benachbartes Paar von Carboxylfunktionen,
beispielsweise Trimellitoylanhydridchlorid, Trimellitsäureanhydrid,
2-(methoxycarbonyl)terephthaloylchlorid oder 4-(äthoxycarbonyl)isophthaloylchlorid, um Amid- und Imidbindungen
zu bilden.
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- 13 - tSk 70/8098
d) Diiaocyanaten wie a.B. 4>4'-Diphenylmethandiiaooyanat, um
Harnstoffbindungen zu bilden.
Gemäß der vorliegenden Erfindung können aueh tiefgehend gehärtete
Polymere erhalten werden* welche Isoindolohinazolindionringaysterne
und/oder ähnliche heterooyoliaohe Hingaysteme
in Kombination mit anderen Gliedern und/oder polymeren Syatemen
enthalten, Solche Bingsysteme erzeugen aowöhl hervorragende
thermische als auch oxidative Beständigkeit und erhöhen
auch sehr bedeutend die Kettenverfestigung.
Die Erfindung wird durch die folgenden Seispiele nähe*
erläutert.
Die Beispiele 1 bis 6 beziehen sich auf die Darstellung von Diaminonitrilen, von denen bekannt ist oder angenommen wird,
daß sie besonders geeignet sind« Die Beispiele 7 bis 12
beziehen sich auf die Darstellung von Polymeren aus einem Dianhydrid oder ähnlichen und Diaminonitril, von dem bekannt
ist oder von dem angenommen wird, daß es besonders brauchbar ist.
3OS8107169
-H-
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Darstellung von 2.4-3)iamiao'benzonitril
2,4-Diaminobenzonitril wurde wie folgt dargestellt!
CN
2,4'
2,4-Binitrobenzonitril.
2t 4-B^aminpbeήzonitriίλv
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.- 15 - VPA 70/8098
2,4-Dinitrobenzonitril wurde hergestellt aus 2,4-Dinitrobenzoesäure
und Benzolsulfonamid nach Oxley, Partridge, Robson und
Short, J.Chem.Soc., 1946, 763. Das Produkt wurde gereinigt
durch Chromatographie an Aluminiumoxid unter Verwendung von Tetrahydrofuran als Lösungsmittel. Ausbeutet 56 $>
Smp. 1020C.
Eine lösung von 74,6 g SnCl2*2H2O, 75 ml konz. HCl und 150 ml
Äthanol wurde in einem Eisbad gekühlt und unter Rühren mit 9,66 g (0,05 Mol) gepulvertem 2,4-Dinitrobenzonitril anteilweise
versetzt, so daß eine Temperatur von 25-3O0C eingehalten
wurde. Die resultierende gelbe lösung wurde 90 Minuten auf 4O0C gehalten, während ein Stickstoffstrom über die Oberfläche
beblasen wurde, um den größten Teil des Äthanols zu verdampfen. Der Rückstand war ein gelber Brei, welcher in einem Eisbad
gekühlt wurde und gerührt wurde, während eine Lösung von 70 g NaOH in 280 g Wasser langsam hinzugefügt wurde. Die
Mischung wurde dann filtriert. Das Filtrat wurde viermal mit Äthylacetat extrahiert und der Extrakt zur Trockne eingedampft.
Der Rückstand wurde vereinigt mit den Rückständen aus der Filtration und die Mischung wurde mit 4 mal 150 ml siedendem
Benzol extrahiert. Die Benzollösung wurde zur Trockne eingedampft und man erhielt 4,75 g des rohen Produktes, welches aus Benzol
umkristallisiert wurde unter Bildung von 4,67 g (70 $ Ausbeute) reinem 2,4-Diaminobenzonitril mit einem Schmelzpunkt von 105 C.
Analysenwerte für C7H7IT5 berechnet: C 63,19; H 5,30; Ή 31,56
gefunden: C 62,54; H 5,24; N 31,32 62,67 5,09 31,10
3,3-Diamino-4,4'-dicyanobiphenyl wurde dargestellt wie folgt:
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nitrobenzidin
SO,
CuCN NaCN
NO2
.4,4» -l34cyano-3,3 '-dinitrobiphenyl
CN 3,3»-ΐ
biphenyl
-4,4'-dicyano-
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- 17 - VPA 70/8098
3,0 g (0,0435 Mol) Natriumnitrit wurden langsam zu 30 ml konz.
Schwefelsäure unter Rühren hinzugefügt. Die resultierende Lösung wurde auf 250O gekühlt und gerührt, während 5»48 g
(0,020 Mol) 3j3'-Dinitrobenzidin langsam hinzugefügt wurden,
wobei durch Kühlung eine Temperatur von 20-250O eingehalten
wurde. Nach einstündigem Rühren wurde eine viskose braune Lösung erhalten, zu welcher langsam 30 ml Eisessig hinzugefügt
wurden, wobei unter Verwendung eines Eisbades die Temperatur auf 25-3O0C gehalten wurde. Die resultierende Lösung wurde
auf 200 g zerstoßenes Eis gegossen und eine Lösung von 32 g (0,8 Mol) Natriumhydroxid in 50 ml Wasser wurden langsam
unter Kühlung (300C) hinzugefügt. Die resultierende Lösung
wurde langsam zu einer gerührten Lösung von 5,9 g (0,12 Mol) Natriumcyanid, 4,48 g (0,05 Mol) Kupfercyanid, 32 g (0,8 Mol)
Natriumhydroxid und 160 ml Wasser hinzugefügt. Eine schwach exotherme Reaktion fand statt unter Freisetzen von Stickstoff
und Erreichen einer Endtemperatur von 380C. Die Mischung
wurde bei 40-6O0C 30 Minuten gerührt, über Nacht bei Raumtemperatur
stehengelassen und filtriert. Das feste Produkt wurde mit Wasser gewaschen und bei 11O0C unter Vakuum getrocknet.
Man erhielt 4,6 g eines schwarzen Pulvers.
Ein 1 g Muster des schwarzen Pulvers wurde 3 mal mit 20 ml siedenden Xylol extrahiert. Die Extrakte ergaben 0,36 g eines
gelben Pulvers, welches durch Chromatographie weitergereinigt wurde. Hierzu wurden 0,20 g des gelben Pulvers in 15 ml
Tetrahydrofuran gelöst und auf eine Säule von neutralem Aluminiumoxid aufgebracht. Weiteres Tetrahydrofuran wurde
verwendet, um die Säule zu eluieren. Eine 20 ml Mittelfraktion wurde zur Trockne verdampft. Man erhielt 0,18 g
3,3'-Dinitro-4,4'-dicyanobiphenyl als gelbes Pulver mit einem
Schmelzpunkt von 2460C.
Analysenwerte für C1 .IL-N.O. berechnete 57,15}H 2,06;N 19,04;
14 b 4 4 0 21)075
gefunden: C 57,20;H 2,37;N 17,83?
0 22,77 22,59
2 098 19/109 5
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Das Infrarotspektrum zeigte starke Absorptionsbanden bei 2230 (Nitril), 1531 (Nitro) und 1345 (Nitro)cm"1.
3,3'-Diamino-4»4'~dicyanobiphenyl wurde hergestellt durch
Auflösen von 1,14 g (0,0039 Mol) 4,4'-Dicyano~3,3'-dinitrobiphenyl
in 200 ml Tetrahydrofuran und Hydrieren in einem Parr-Shaker bei 3,85 kg/cm2 und 7O0C während 1 Stunde unter
Verwendung von 0,5 g 5 #igem Palladium auf Kohle auf Katalysator. Vom Katalysator wurde abfiltriert und das Filtrat wurde
zur Trockne eingedampft. Man erhielt 1,07 g eines gelben Pulvers. Hiervon wurden 0,20 g gelöst in 10 ml Tetrahydrofuran
ψ und in eine Säule mit neutralem Aluminiumoxid gegeben. Die
Säule wurde mit absolutem Äthanol eluiert, um eine Fraktion zu erhalten, welche zur Trockne eingedampft wurde und im Vakuum
auf 75°C erwärmt wurde. Man erhielt 0,08 g 3,3'Diamino-4,4'-dicyanobiphenyl
als gelbes Pulver mit einem Schmelzpunkt von 2430C.
Analysenwerte für C14H10N4 berechnete 71,78;H 4,31;N 23,92
gefundene 71,65;H 4,28;N 22,65 71,48 4,38 22,60
Darstellung von 3,3'-Diamino-4,4'-Dicyanodiphenyläther
3,3l~I'iamino-4,4fdicyaiiodiphenyl
äther
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- 19 - VPA 70/8098 ~
150 ml konz. Schwefelsäure wurde gerührt, während 15 g
(0,22 Mol) Natriumnitrit langsam hinzugefügt wurden. Die
Mischung wurde dann für einige Minuten auf 7O0C erhitzt,
bis sie klar war. Die Lösung wurde gekühlt und bei 2Q-30°C gehalten, während 29 g (0,1 Mol) 3,3'-Dinitro-4,4'-oxydianilin
hinzugefügt wurden. Die resultierende dunkle Lösung wurde 1 Stunde gerührt und dann wurden langsam 150 ml Eisessig
hinzugefügt unter Rühren und Kühlen, wobei die Temperatur auf 25-3O0O gehalten wurde. Die resultierende Lösung wurde unter
Rühren auf 1000 g zerstoßenes Eis gegossen. Eine, Lösung von 160 g Natriumhydroxid in 250 ml Wasser wurde unter Rühren
hinzugegeben. Wenn nötig, wurde Eis hinzugefügt, um die Temperatur auf 300C zu halten. Die resultierende klare braune
Lösung wurde unter Rühren mit der folgenden Lösung versetzt: 29,5 g (0,6 Mol) Natriumcyanid
22.4 g (0,25 Mol) Kupfercyanid
160 g (4 Mol) Natriumhydroxid 800 ml Wasser
Wenn erforderlich, wurde gekühlt, um die Temperatur unter
50 C zu halten. Nach dem Hinzufügen wurde die Mischung eine halbe Stunde auf 50-6O0O gehalten und über Nacht bei Raumtemperatur
stehengelassen. Es wurde fintriert und der Pestkörper
mit Wasser gewaschen und bei 10O0C im Vakuum getrocknet.
Man erhielt 41 g eines dunkelroten Pulvers.
Drei ähnliche Partien wurden kombiniert und viermal mit 2700 ml siedendem Xylol extrahiert. Die vereinigten Extrakte
wurden im Stickstoffstrom zur Trockne eingedampft. Man erhielt
29.5 g Pestkörper. Dieses Material wurde in 1600 ml warmen
Tetrahydrofuran gelöst. Die Lösung wurde durch eine Säule von Adsorptionsaluminiumoxid gegossen, welches mit weiterem
Tetrahydrofuran eluiert wird. Die aufeinanderfolgenden Fraktionen wurden gesammelt und separat zur Trockne in einem
Stickstoffstrom verdampft. Die Rückstände mit ähnlichen
Schmelzpunkten wurden vereinigt. Man erhielt 18,9 g 3, 3 f -Dinitro-4,4'-dicyanodiplienyläther Smp. 202-204°C,
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welches in 189 ml ϋΓ,ΙΤ-Dimethylacetamid gelöst wurde und mit
0,1 g 10bigem Palladium auf Kohle als Katalysator versetzt
wurde. Die Mischung wurde in einem Parr-Shaker bei 900O
und 3,50 g/cm hydriert, vom Katalysator abfiltriert und das
Piltrat wurde in überschüssiges Wasser gegossen. Fach mehrtägigem Stehen in einem Kühlschrank wurde die Mischung
filtriert. Das feste Produkt wurde mit Wasser gewaschen und bei 100°0 im Vakuum getrocknet. Man erhielt 6,48 g
3,3l-Diamino-4,4'-dicyanodiphenyläther Smp 1560O.
Hydrοchinon-bis(4-amino-3-cyanophenyl)äther wurden herge-*
stellt wie folgt:
CN
2 0 9819/109S
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CN
Eine Lösung von 5,51 (0,05 Mol) 1,4-Benzoldiol in 100 ml Wasser
wurde unter Stickstoff gerührt, während eine Lösung von 6,47 g (0,10 Mol) Kaliumhydroxid (86,5 #) in 20 ml Wasser hinzugefügt
wurde und weiterhin 200 ml Toluol. Die Mischung wurde unter Rühren unter Rückfluß gekocht unter Verwendung eines
Dean-Stark-Wassera"bscheiders, bis das Wasser größtenteils entfernt war. 200 ml Dirnethylacetamid wurden dann hinzugefügt
und das Lösungsmittel wurde abdestilliert, bis eine Innentemperatur von 15O0O erreicht war. Die Mischung wurde auf
5O0C gekühlt und eine Lösung von 18,26 g (0,16 Mol)
5-0hlor-2-nitrobenzonitril in 50 ml Dirnethylacetamid wurde
unter Rühren hinzugefügt. Die Mischung wurde 90 Minuten bei Raumtemperatur, 2 Stunden bei 1250C und 1 Stunde bei 1550C
gerührt. Nach Abkühlen auf Raumtemperatur wurde filtriert. Das Filtrat wurde zur Trockne eingedampft und der Rückstand
mit 250 ml Tetrahydrofuran gewaschen. Der erhaltene Festkörper wurde im Vakuum bei 1Ö0°C getrocknet. Man erhielt 11,64 g
(58 io Ausbeute) Hydrochinon-bis(4-nitro-3-cyanophenyl)äther
Smp 2330C.
Analysenwerte für C0nH1nF1O,; berechnete 59,71 ;H 2,51;N 13,92;
dO 1U 4 - . 0 23,86
gefunden; C 59,27;H 2,85jlT 13,81}
59,42 2,75 13,60
0 24,18 23,92
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Weitere 1,48 g (7,4 i>) wurden aus der Waschlösung des Tetrahydrofurans
zurückgewonnen.
Die Reduktion dieser Verbindung zu Hydrochinon-bis-(4-amino-3-cyanophenyl)äther
kann mit Zinn(II)-Chlorid vervollständigt werden ähnlich dem in Beispiel 1 beschriebenen Verfahren.
Darstellung von N-(2'-cyano-4'-amino-phenyl)-4-aminophthalimid
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Äquimolare Mengen von 4-lTitrophthalsäureanhydrid und 5-Nitroantliranilonitril
können in einem lösungsmittel, beispielsweise Dimethylformamid, Dimethylacetamid oder Dimethylsulfoxid
erhitzt werden unter Bildung von N-(2'-cyano-4'-nitrophenyl)-4-nitrophthalimid,
welches durch Umkristallisieren isoliert und gereinigt werden kann. Eine entsprechende Herstellungsmethode
für dieses Zwischenprodukt ist die Reaktion von 2-Ghloro-5-nitrobenzonitril
mit dem Kaliumsalz des 4-Nitraphthalimid unter
Verwendung eines der oben angegebenen Lösungsmittel.
Die Reduktion von N-(2'-cyano-4'-nitrophenyl)-4-nitrophthalimid
zu N-(2'-cyano-4'-aminophenyl)-4-aminophthalimid kann mit
Zinn(II)-chlorid erfolgen unter Verwendung eines ähnlichen
Verfahrens wie in Beispiel 1 oder durch katalytische
Hydrierung über einem Palladium-, Platin- oder Nickelkatalysator.
CO
CN
CN
NO.
CO CO \
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CN CN
Nco
R in der obigen Gleichung bedeutet einen vierwertigen organi- ; sehen Rest, in dem die freien Bindungen in 2 Paaren an
aneinanderliegenden Bindungen angeordnet sind. Solche Beispiele sind 1,2,4,5- oder 1,2,3»4-tetrasubstituiertes Benzol,
1,2,3s4-tetrasubstituiertes Cyelopentan, 2,3,4»5»-tetrasubstituiertes
Tetrahydrofuran oder 3,3'»4»4!-tetrasubstituiertes Benzophenon.
Die Synthesen dieser Verbindungen werden im wesentlichen nach
den gleichen Verfahren wie im Beispiel 4 ausgeführt unter Verwendung von 2 Mol 5-Mtroanthranilnitril und einem Mol eines
Dianhydrids. Geeignete Dianhydride sind in Spalte 6 der US-Patentschrift
3 179 632 angegeben.
dicyanodiphenyläther
0,50 g (0,002 Mol) des Produktes von Beispiel 3 gelöst in
3,45 g FjN-Dimethylacetamid (DMAC) wurden gerührt, während
0,65 g (0,002 Mol) 3,4,3'^'-Benzophenontetracarbonsäuredianhydrid
hinzugefügt wurden. Die Mischung wurde langsam erwärmt. Es bildete sich eine klare Lösung. Muster aus 1 g
dieser Lösung wurden in 3 Aluminiumformen von 50 mm Durchmesser gegeben. Die erste wurde 3 Stunden auf 15O0C erhitzt.-Es
entstand ein klarer bernsteinfarbiger Film des Polymeren, größtenteils der Imidform. Durch weiteres einstündiges Erhitzen
auf 3000C vervollständigte sich die Überführung in das
Imid unter Bildung eines harten Harzes. Das zweite Muster
wurde in gleicher Weise nur 2 Stunden langer bei 35O0C
gehärtet. Das dritte Muster wurde genauso gehärtet wie das
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zweite und weitere 2 Stunden bei 400 0 gehalten. Das Muster
war teilweise umgewandelt in das Polymere und enthielt Isoindolchinazolindionringe und im Muster 3 war die Umwandlung
zu,dem Polymeren praktisoh vollständig. Es enthielt
Isoindolchinazolindionringe wie die Infrarotspektroskopie zeigte.
2,5-Dicarbomethoxyterephthaloylchlorid.
Eine Lösung von 1,3316 g (0,01 Mol) 2,4-Diaminobenzonitril
hergestellt gemäß Beispiel 1 in 15 ml Dimethylacetamid wurde gerührt, während 3,1910 g (0,01 Mol) 2,5-Dicarbomethoxyterephthaloylchlorid
langsam hinzugefügt wurden. Unter exothermer Reaktion bildete sich eine viskose gelbe Lösung,
welche ein feines weißes Präzipitat enthielt. Diese Lösung wurde 2 Stunden bei Raumtemperatur stehengelassen und dann
unter Rühren schnell in Wässer gegossen. Ein weißes Präzipitat bildete sich. Dieses wurde abfiltriert, mit Wasser gewaschen
und bei 70° im Vakuum getrocknet. Man erhielt 3»59 g (95 $>
Ausbeute) des Polymeren als weißes Pulver. Die Eigenviskosität dieses Polymeren (0,5 $ige Lösung in DMAO bei 250C)
war 0,20 dl/g. An diesen Punkt lag das Produkt vornehmlich als Polyamidester vor.
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Ein Film wurde aus einer 25 $igen Lösung des weißen Pulvers
in Dimethylacetamid gegossen durch Bestreichen einer Aluminiumform und einstündiges Erhitzen auf 15O0O und zweistündiges
Erhitzen auf 2000C. Ein-klarer gelber Film des
Polymeren wurde erhalten, welcher größtenteils als Oyanoimid vorlag.
Durch weiteres Erhitzen auf 35O0C und 4000C wurde ein brauner
Film des Polymeren erhalten, welcher Isoindolchinazolindionringsysteme
und Imidglieder enthielt.
Eine Mischung von 1,3316 g (0,01 Mol) 2,4-Diaminobenzonitril
(Beispiel 1), 3,222 g (0,01 Mol) 3,4,3*^'-Benzophenontetracarbonsäuredianhydrid
und 15 ml Ν,Ν-Dimethylacetamid wurde
einige Minuten bei 4O0C gerührt. Man erhielt eine klare
bernsteinfarbige Lösung. Diese Lösung wurde 2 Stunden auf 1000C gehalten und dann 90 Minuten zu schwachem Sieden gebracht,
um eine klare bernsteinfarbige Lösung von sehr hoher Viskosität
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zu erreichen. Verdünnen auf 35 $ lestkörpergehalt gab eine klare
Lösung des Polymeren, welche teilweise in der Amidsäureform und teilweise in der Imidnitrilform vorlag. Die Viskosität nach
Gardner war I-U. Ein dünner Film dieser Lösung in einer
Aluminiumform wurde 5 Stunden auf 1600O und 2,5 Stunden auf
2000C erhitzt. Man erhielt einen klaren gelben kontinuierlichen
festen Film des Imidnitrilpolymeren. Durch weiteres Erhitzen auf 2500C und auf 4000C erfolgte eine weitere Cyclisierung
und die Bildung von Isoindolchinazolindionringsystemen.
Das Verfahren von Beispiel 7 wurde wiederholt unter Verwendung von 0,436 g (0,002 Mol) Pyromellitsäuredianhydrid anstelle von
3,4,3«,4'-Benzophenontetracarb6nsäuredianhydrid. Anstelle des
Produktes von Beispiel 3 wurden 0,684 g (0,002 Mol) des Produktes von Beispiel 4 oder 0,468 g (0,002 Mol) des Produktes
von Beispiel 2 verwendet. In jedem Falle wurde ein Imidnitrilpolymeres hergestellt, welches durch weiteres Erhitzen zu einem
Polymeren härtet, welches Isoindolchinazolindionringsysterne
enthält.
Eine Lösung von 2,78 g (0,01 Mol) des Produktes von Beispiel 5 in 50 ml E,U-Dimethylacetamid wurde gerührt, während 3,22 g
(0,01 Mol) 3,4,3%4'-Benzophenontetracarbonsäuredianhydrid "
langsam hinzugefügt wurden. Es wurde eine Lösung des Polymeren erhalten, welche durch Hitze zu einem Imidnitrilpolymeren .
gehärtet werden kann. Weiteres Erhitzen verursacht weitere
Cyclisierung zu einem Polymeren, welches sowohl Imidglieder
als auch Isoindolchinazolindionringsysterne enthält.
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Ähnliche Ergebnisse wie in den vorangegangenen Verfahren wurden erreicht, wenn das Produkt von Beispiel 5 durch
4,4-8 g (0,01 Mol) des Produktes von Beispiel 6 ersetzt wurde, hergestellt aus Pyromellitsäuredianhydrid.
Eine lösung von 4»48 g (0,01 Mol) des Produktes von Beispiel 6,
hergestellt aus Pyromellitsäuredianhydrid in 50 ml Ν,ΪΤ-Dimethylacetamid wurde gerührt, während 3,19 g (0,01 Mol)
ψ 2,5-Dicarbomethoxyterephthaloylchlorid hinzugefügt wurden.
Fach einstündigem Rühren bei 500C wurden 5 g Propylenoxid hinzugefügt,
um den Chlorwasserstoff zu neutralisieren. Ein ■ Polymeres wurde erhalten, welches Imid-, Nitril-, Amid- und
Estergruppen enthielt. Durch Härten bei 3000C wurde ein
Polymeres erhalten, welches Imid- und Mtrilgruppen enthielt.
Weiteres Härten bei 4000C ergab ein Polymeres, welches Imidglieder
und Isoindolchinazolindionringsysteme enthielt.
Dieses Verfahren wurde wiederholt, wobei 2,03 g (0,01 Mol) Isophthaloylchlorid anstelle von 2,5-Dicarbomethoxyterephthaloylchlorid
verwendet wurden. In diesem Falle enthält das anfängliche Polymere Amid-, Imid- und Nitrilgruppen. Das vollständig
P gehärtete Polymere enthält Amidglieder und Isoindolchinazolindionringsysterne.
Das Verfahren wurde wiederholt, wobei anstelle von 2,5-DicarbomethoxyterephthaloylChlorid
2,11 g (0,01 Mol) Trimellitoylanhydridchlorid verwendet wurde. Das anfängliche Polymere enthält
Imid-, Amidsäure-, Nitril- und Amidglieder. Einstündiges
Härten bei 250-3000C ergab ein Polymeres, welches Imid-, Mtril-
und Amidgruppen enthielt. Weiteres Härten bei 4000C verwandelte
einen Teil der Imid- und Mtrilgruppen zu Isoindolchinazolindionringsysterne.
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- 29 - VPA 70/8098
Das Verfahren wurde wiederholt, wobei 2,50 g (0,01 Mol) 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat anstelle von
2,5-Dicarbomethoxyterephthaloylchlorid verwendet wurden und
die Zugabe von Propylenoxid eliminiert wurde. Das erhaltene Polymere enthält Imid-, Mtril- und Harnstoffglieder. Härten
über 3000C ergab ein Polymeres, welches andere heterocyclische
Ringsysteme enthielt.
13 Patentansprüche
0 Figuren
0 Figuren
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Claims (14)
1. Heterocyclische Polymere mit Isoindolehinazolindionringsystemen,
dadurch gekennzeichnet» daß sie Cyanoimidgruppen enthalten.
2. Heterocyclische Polymere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß sie 2'-Cyanoimidgruppen enthalten.
3. Heterocyclische Polymere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß sie die Reaktionsprodukte eines Diamine mit wenigstens einer Nitrilgruppe in 2-Stellung zur Aminogruppe
und einem Dianhydrid mit wenigstens zwei cyclischen Anhydridgruppen enthalten.
4. Heterocyclische Polymere nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß sie das Reaktionsprodukt des Diamins und eines DiacylChlorids sind.
5· Heterocyclische Polymere nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet,
daß sie das Seaktionsprodukt des Diamins und eines Diesters sind.
6. Heterocyclische Polymere nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet,
daß sie das Reaktionsprodukt des Diamins und eines Diisocyanats sind.
7. Verfahren zur Herstellung heterocyclischer Polymerer mit
Isoindolchinazolindionringsystemen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Diamin mit wenigstens einer
Mtrilgruppe in 2-Stellung zur Aminogruppe mit einem
Dianhydrid mit wenigstens zwei cyclischen Anhydridgruppen oder einer äquivalenten Verbindung umgesetzt wird unter
Bildung eines öyanoamidsäurepolymeren, daß dieses erhitzt wird zur Dehydratisierung zum Cyanoimidpolymeren und daß
dieses zur Cyclisierung zu Isoindolchinazolindionpolymeren erhitzt wird.
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- 31 - VPA 70/8098
8. Verfahren nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet, daß das
Diamin und das Dianhydrid oder eine äquivalente Verbindung in im wesentlichen stöchiometrischen Mengen eingesetzt
werden. . .^r:
9. Verfahren nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet,
daß als Diamin 2,4-Diaminobenzonitril verwendet wird.
10. Verfahren nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß als Diamin !!,N'-BisCp-amino-o-cyanophenylJdiimid
it
worin R einen vierwertigen organischen Rest bedeutet, in dem die freien Bindungen in 2 Paaren an aneinanderliegenden
Bindungen angeordnet sind, verwendet wird.
11. Verfahren nach Anspruch 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß als Dianhydrid 1,2,4,5-Benzol'tetracarbonsäuredianhydrid
(PMDA) verwendet wird.
12. Verfahren nach Anspruch 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß das Diamin mit einem Diacylchlorid umgesetzt wird.
13· Verfahren nach Anspruch 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß das Diamin mit einem Diester· umgesetzt-wird. ,
14. Verfahren nach Anspruch 7 bis 11, dadurch, gekennzeichnet,
daß das Diamin mit einem Diisocyanat umgesetzt wird.
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^
Oftt&MAL
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