DE2153695A1 - Verfahren und einrichtung zur regelung des strahlstroms bei technischen ladungstraegerstrahlgeraeten - Google Patents
Verfahren und einrichtung zur regelung des strahlstroms bei technischen ladungstraegerstrahlgeraetenInfo
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Description
STEIGERWALD STRAHLTECHNIIi GMBH 8000 München 55 ι Hpdfcrunstr. la
"Verfahren und Einrichtung zur Regelung des Strahlstroras
bei technischen Ladungsträgerstrahlgeräten"
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Regelung des Strahlstroms
bei technischen Ladungsträgerstrahlgeräten, insbesondere Elektronenstrahl-Materialbearbeitungstnaschinen. Ferner
betrifft die Erfindung eine Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Während des Betriebs von Geräten, in denen ein Ladungsträgerstrahl
hoher Beschleunigungsspannung erzeugt wird, ist es in vielen Fällen erforderlich, den Strahlstrom des Ladungsträgerstrahls
dauernd auf einen vorgegebenen, konstanten Wert einzuregeln, d.h. zu stabilisieren. Eine solche Aufgabe tritt beispielsweise
bei einem Elektronenstrahl-Erzeugungssystem für eine Materialbearbeitungsmaschine auf, bei der die Energie des
beschleunigten Elektronenstrahls zur thermischen Behandlung bzw. Bearbeitung von Werkstücken oder dgl. ausgenutzt wird,
etwa zum Schweißen, Bohren, Fräsen, Perforieren, Härten usw., und bei der das Bearbeitungsergebnis in quantitativer und/oder
qualitativer Hinsicht wesentlich von der Konstanz der Energieeinspeisung an die Bearbeitungsstelle abhängig ist.
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- -BT-
Das Elektronenstrahl-firzeugungssystem besteht hierbei hauptsächlich
aus einer Glühelektronen-Emissionskathode, einer Steuerelektrode (V/ehnelt-Elektrode) und einer Anode, wobei
Kathode und Wehnelt-Elektrode auf Hochspannungspotential und die Anode auf Erdpotential liegen.
Für den Fall eines Dauerstrahlbetriebs eines ein Strahl-Erzeugungssystem
der vorerwähnten Art aufweisenden Geräts ist bereits vorgeschlagen worden, die Strahlstromregelung in der Weise vorzunehmen,
daß der an einem zwischen den Fußpunkt der Hochspannungsversorgung
und Masse gslegten Wide'rstand feststellbare
Spannungsabfall als dem Ist-Wert des Strahlstroms proportionales
Meßsignal in einen Regelkreis eingegeben wird, über den die Wehneltelektroden-Gleichspannung und damit auch der Strahlstrom
auf einen vorgegebenen Sollwert regelbar ist. Dieses Verfahren besitzt jedoch insbesondere den Nachteil, daß die hierbei vorgesehene
Art der Ist-Wert-Ermittlung die Stärke des tatsächlich auf das Werkstück oder dgl. auftreffenden Strahlstroms nicht berücksichtigt,
da der Ist-Wert ausschließlich dem unmittelbar im Bereich des Strahlerzeugungssystems vorhandenen Strahlstrom entspricht und irgendwelche im weiteren Verlauf des Strahlwegs auftretende
, beispielsweise durch Blendenanordnungen oder dgl. bedingte Energieverluste nicht in die Messung mit eingehen. Bei
dem bereits vorgeschlagenen Regelverfahren wird somit der Wirkungsgrad
des Strahls im Bereich der Bearbeitungsstelle vernachlässigt', so daß der letztlich eingeregelte Strahlstrom unterhalb
des tatsächlich erforderlichen Wertes liegen kann.
Darüber hinaus ist das bereits vorgeschlagene Regelverfahren
im Falle impulsförmig erzeugter Ladungsträgerstrahlen praktisch nicht brauchbar, da · es nur eine Stabilisierung auf einen Mittelwert
des Strahlstroms erlauben würde und dieser Mittelwert z.B*
bei geringen Impulsbreiten.und niedriger· Impulsfrequenz im übrigen
so klein wäre, daß er noch unterhalb des Störpegels der Hoch-
309819/0AOS
spannungsversorgung des Elektrcnenstrahl-Generators liegen
würde, so daß eine Istwert-Messung auf die weiter oben beschriebene Weisenicht mehr möglich ist.
Bei gewissen Bearbextungsproblemen ist es ferner erforderlich, daß die Auslösung der Strahlimpulse in Abhängigkeit von der
Werkstückslage relativ zum Elektronenstrahl erfolgt, so daß die Impulsfrequenz nicht konstant ist. In derartigen Fällen ergibt
sich eine Schwankung des Strahlstrommittelwerts pro Zeiteinheit und eine Strahlstromregelung über den Mittelwert kann daher
nibht in Frage kommen. »
Die Erfindung geht daher von der Aufgabe aus, ein neues Verfahren zur Regelung bzw. Stabilisierung des Strahlstroms bei
technischen Ladungsträgerstrahl-Geräten anzugeben, das die Nachteile eines Verfahrens entsprechend dem weiter oben Erwähnten
nicht aufweist, d.h. also insbesondere bei Impulsbetrieb des Ladungsträgerstrahls eine Stabilisierung lediglich auf einen
Mittelwert des Strahlstroms vermeidet, und das auch bei beliebiger
Impulsform des Ladungsträgerstrahls, z.B. im Falle einer Impulsmodulation des Ladungsträgerstrahls, eine Strahlstromstabilisierung
in optimaler Weise ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß durch direkte Anmessung eines impulsförmig erzeugten Ladungsträgerstrahls
im Bereich seines Strahlwegs jeweils im wesentlichen nur vom Spitzenwert der Impulsamplituden abhängige Meßsignale
für die anschließende Bildung von zur Strahlstromregelung dienenden
analogen Regelgrößen abgeleitet werden, wobei, die Meßsignale zunächst jeweils nach Maßgabe eines Impulsabstands gespeichert
werden,
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- IK- ^ 2153895
Dank der dio Erfindung kennzeichnenden Maßnahmen werden eine
Reihe von Vorteilen erzielt. Während einerseits zufolge der vorgesehenen direkten Anmessung der Ladungsträgerstrahl-Impulse
im Bereich des Strahlwegs eine dem Effektivwert des Strahlstroms entsprechende Istwert-Ermittlung gewährleistet werden kann, sind
andererseits die Meßsignale, die z.B. unmittelbar die Strahlstrom-Istwerte
darstellen, auch absolut unabhängig von der jeweiligen Impulsform eines Ladungsträgerstrahls, insbesondere von
der jeweiligen Impulsbreite, da diese Meßsignale stets genau der maximalen Amplitude eines Strahlimpulses entsprechen. Hinzu kommt
noch, daß das erfindungsgemäße Verfahreh eine Anpassung des Regelvorgangs
an das jeweilige Tastverhältnis der Strahlimpulse erlaubt, da die Meßsignale jeweils nach Maßgabe des Impulsabstands
gespeichert werden. Jedes erfindungsgemäß abgeleitete Meßsignal
wird also stets vor der Bildung der eigentlichen, zur Strahlstromregelung dienenden analogen Regelgröße solange gespeichert, bis
das jeweils nachfolgende Meßsignal eintrifft.
Es ist bereits erwähnt worden, daß die nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren abgeleiteten Meßsignale unmittelbar als Strahlstrom-Istwerte weiterverarbeitet werden können. Die gespeicherten Meßsignale
lassen sich daher jeweils einem Soll-Istwertvergleich
hinsichtlich der Impulsamplituden zuführen.
Das erfindungsgemäße Verfahren bietet aber auch die Möglichkeit,
daß bereits vor der Bildung der zu speichernden Meßsignale ein Soll-Istwertvergleich hinsichtlich der ImpulSamplitude des Strahlstroms
durchgeführt wird. Im letzteren Falle wird dann die Regelgröße unmittelbar nach Ablauf der Speicherzeit gebildet.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung wird, wenn der Soll-Istwertvergleich
erst nach Ausspeicherung eines Meßsignals er-
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folgen soll, durch direkte Anmessung der Ladungsträgerstrahlimpulse
ein entsprechendes impulsförmiges primäres Signal erzeugt '
und zur Feststellung der Maximalamplitude eines jeden Impulses bzw. zur Bildung des von dieser Maximalamplitude abhängigen
"sekundären11 Meßsignals in an sich bekannter Weise abgetastet»
Da derartige Methoden zur Abtastung hochfrequenter Signale (Sampling-Technik) als dem Fachmann bekannt vorausgesetzt werden
dürfen, kann auf eine Einzelerörterung des Abtastverfahrens verzichtet
werden.
Sofern beim erfindungsgemäßen Verfahren! ein Soll-Istwertvergleich
vor der Bildung der zu speichernden Meßsignale vorgesehen sein sollte, wie bereits weiter oben erwähnt, ist es zweckmäßig, durch
direkte Anmessung der Ladungsträgerstrahl-Impulse ein entsprechendes
impulsförmiges primäres Signal zu erzeugen und zur Bildung
eines Differenzsignals mit einem Sollwertsignal zu vergleichen. Dieses Differenzsignal wird dann zur Feststellung des der Maximalamplitude
eines jeden Impulses entsprechenden Wertes des Differenzsiganls bzw. zur Bildung des von diesem Wert abhängigen,
"sekundären" Meßsignals in an sich bekannter Weise abgetastet.
Zum Abtasten entweder des primären Signals oder des Differenzsignals
wird gemäß weiterer Ausgestaltung der Erfindung die Erzeugung der Tastimpulse für die jeweilige Signalabtastung mit
der Erzeugung der Ladungsträgerstrahl-Impulse synchronisiert. Hierbei· kann es ferner zweckmäßig sein, wenn die Impulsbreite t
eines jeden Tastimpulses in Bezug auf die Impulsbreite t eines Ladungsträgerstrahl-Impulses nach Maßgabe folgender Beziehung
| exngestellt | g(max) | wird: | t | P ^ g( |
| g | , wenn | |||
| oder | t | g(max) . | ||
| t — g |
t , wenn t s P P- |
|||
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2153635
Vorzugsweise erfolgt die Einstellung der Impulsbreiten der Tastimpulse automatisch. Hierdurch wird der Möglichkeit Rechnung
getragen, daß bei bestimmten Impulsformen die Impulsbreite t des Ladungsträgerstrahls kürzer als die maximale
Tastimpulsbreite t / % sein kann und daher ein Tastimpuis
geringerer Breite erforderlich ist, zweckmäßigerweise mit einer
Impulsbreite, die gleich derjenigen des Ladungsträgerstrahlimpulses
ist. Im allgemeinen wird aber die Breite der Ladungsträgerstrahlimpulse größer sein als die maximale Tastimpulsbreite,
so daß dieser vorgegebene Tastimpuls t ,· ■. verwendet
werden kann, der im übrigen in Abhängigkeit von dem zulässigen
Meßfehler des gewählten Systems zur direkten Anmessung des " Ladungsträgerstrahls festgelegt wird.
, Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann vorzugsweise
eine Einrichtung dienen, die einen im Regelkreis angeordneten, getasteten Regler aufweist, der eine Signalabtastschaltung
mit Momentanvrertspeieher zur Erzeugung und Speicherung
der nur vom Spitzenwert der Impulsamplituden abhängigen
Meßsignale enthält und der durch von einem Impulsgenerator für
das Ladungsträgerstrahl-Erzeugungssystem gelieferte Tastimpulse ansteuerbar ist. Dieser getastete Regler kann für den Fall, daß
die Meßsignale, die weiter oben auch als "sekundäre" Meßsignale bezeichnet wurden, jeweils nach Ablauf der Speicherzeit einem
Soll-Istwertv'ergleich hinsichtlich der Impulsamplituden zugeführt
werden sollen, getrennte Eingänge aufweisen und zwar einen ersten Eingang für eine unmittelbare Sollwerteingabe und einen
zweiten Eingang für eine unmittelbare Eingabe der durch Anmessen des Ladungsträgerstrahls gebildeten, impulsförmigen primären
Signale.
— 7 —
3098IS/0406
Wenn der Soll-Istwertvergleich hinsichtlich der Impulsamplituden
des Strahlstroms vor der Bildung der zu speichernden, "sekundären" Meßsignale durchgeführt werden soll, kann
anstelle der vorerwähnten Schaltungsanordnung dem getasteten
Regler ein Differenzverstärker für einen Soll-Istwertvergleich
vorgeschaltet sein, wobei der Differenzverstärker dann je einen Eingang für die Sollwerteingabe und für die Eingabe der durch
Anmessen des Ladungsträgerstrahls gebildeten, impulsförmigen,
primären Signale aufweisen muß.
Zur näheren Erläuterung der Erfindung und Ihrer Weiterbildungen dienen die Zeichnungen. Im Rahmen von Ausführungsbeispielen
zeigen:
Fig. 1 ein Blockschaltbild einer zur Stabilisierung des Strahlstroms
einer Elektronenstrahl-Materialbearbeitungsmaschine dienenden Einrichtung nach der Erfindung,
Fig. 2 ein zugehöriges Impulsdiagramm und
Fig. 3 ein Blockschaltbild einer weiteren zur Strahlstromstabilisierung
geeigneten Einrichtung.
Eine Elektronenstrahl-Materialbearbeitungsmaschine, wie sie in Fig. 1 schematisch dargestellt ist, besteht hauptsächlich aus
einem Elektronenstrahl-Generator 1 und einer Arbeitskammer 3»
in der ein zu bearbeitendes Werkstück 12 angeordnet,ist. Sowohl das Gehäuse des Elektronenstrahl-Generators 1 als auch die Arbeitskammer
3 sind mittels nicht dargestellter Vakuumpumpeinrichtungen
evakuierbar, um das für die thermische Bearbeitung des Werkstücks 12 mit dem Elektronenstrahl 2 erforderliche Hoch-
-k vakuum, etwa in der Größenordnung von 10 Torr dauernd aufrecht
erhalten zu können.
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Im oberen Teil dos Gehäuses dew Elektronenstrahl-Generators- 1
, ist das eigentliche Strahler^cugungssyfitem xmt er gebracht. Es
besteht im wesentlichen aus einer Glühelektronen-Emissionskathode
4, einem. Wehnelt-Zylinder 5 und einer geerdeten Anode
Die Kathode 4 erhält ihre Heizspannung über Klemmen 4a und 4b, wobei die Kathode 4 gleichzeitig mit einer Hochspannungsversorgung
15 verbunden ist und somit auf negativem Hochspannungspotential
liegt. Dem ebenfalls auf negativem Hochspannungspoten-• tial liegenden Wehnelt-Zylinder 5 ist ein Ste3.1glied 14 für die
Regelung der Wehnelt-Gleichspannung vorgeschaltet. Dieses Stellglied
14 wird über einen Digital-Kanal 20 durch die Steuer-■
impulse eines Impulsgenerators I7 beaufschlagt, so daß ein impulsfijrmiger
Elektronenstrahl ?, erzeugt wird, der anschließend im Beschleunigungsfeld zwischen Wehnelt-Zylinder 5 und Anode 6
eine hohe Beschleunigung erfährt und durch eine mittlere Bohrung
der Anode 6 aus dem eigentlichen Strahlerzeugungssystem heraustritt.
' .
Unterhalb der Anode 6 ist eine Blende 7 vorgesehen, der eine
Ringspule 8 zur Ermittlung des Strahlr4 rom-Istwerts unmittelbar
folgt. Das Gehäuse des Elektronenstrahl-Generators enthält ferner eine elektro-magnetische Linse 9 zur Fokussierung der Strahlimpulse
in einem auf der Oberfläche des Werkstücks 12 liegenden Brennpunkt 11. Ferner sind unterhalb der Linse 9 noch Ablenkspulen
10 angeordnet, die zur Strahlablenkung dienen. Das in der
. Arbeitskammer 3 befindliche Werkstück 12 liegt auf einer Trans-™
portvorrichtung I3, mittels derer das Werkstück 12 relativ zum
bearbeitenden Elektronenstrahl bewegt werden kann, wenn z.B. bei bestimmten Bearbeitungsproblemen derartige Werkstücksbewegungen
während der Bearbeitung erforderlich sind.
Die Stabilisierung des Strahlstroms des impulsförmig erzeugten
Elektronenstrahls wird nun unter Anwendung des erfindungs-
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3098 1 9/OAOB
gemäßen Verfahrens im einzelnen wie folgt vorgenommen:
in.7
Zunächst wird durch Ausnutzung der in unmittelbarer Umgebung der Elektronenstrahlimpulse auftretenden zeitlichen Änderungen
des magnetischen Induktionsflusses mittels der Ringspule 8
eine entsprechende elektrische Spannung erzeugt, deren Verlauf aus dem Impulsdiagramm gemäß Fig. 2 ersichtlich ist und die als
primäres Signal für die nachfolgende Regeleinrichtung dient.
Dieses impulsförmige, primäre Signal wird dann durch einen der
Ringspule 8 nachgeschalteten Verstärker 18 verstärkt und auf einen getasteten Regler Io gegeben, mittels dessen nur vom
Spitzenwert der jeweiligen Impulsamplitude abhängige, sekundäre Meßsignale erzeugt werden können. Zu diesem Zweck enthält der
Regler 16 eine Signalabtastschaltung, die ihre Tastimpulse vom
Impulsgenerator 17 bezieht, und einen Momentanwertspeicher zur
Speicherung der sekundären Meßsignale jeweils nach Maßgabe eines Impulsabstandes der Elektronenstrahlxmpulse.
Da die Tastimpulse (t , Fig. 2) die gleiche Frequenz wie die Steuerimpulse für den Wehnelt-Zylinder 5 besitzen und ferner
mittels eines im Regler 16 enthaltenen Zeitglieds hinsichtlich ihrer maximalen Impulsbreite t / ->
so bemessen werden, daß
glmaxl
letztere wesentlich kurzer ist als die Impulsbreite t der Elektronenstrahlirnpulse
bzw. des mittels der Ringspule 8 erzeugten, primären Signals gemäß Fig. 2, trifft jeder Tastimpuls zu einem
Zeitpunkt ein, zu dem jeder Impuls des primären Signals seine Xaxir.ialamplitude besitzt. Es wird also hierbei stets nur die
Spannung im Bereich der Vorderflanke jedes Impulses der das primäre Signal darstellenden Impulsfolge gemessen und hierdurch
ein sekundäres Meßsignal gebildet, das lediglich von den maximalen
Impulsamplituden abhängig ist und somit dem tatsächlichen
Strahlstrom-Istwert entspricht. Durch eine derartige Impulsdauerbegrenzung
der Tastimpulse läßt sich ferner auch ein durch die begrenzte Bandbreite des zur Strahlstrommessung verwendeten
Äeßsystems bedingter Meßfehler ausschalten, insbesondere dann,
- 10 -
BAD ORIGINAL
309 8 1 9/ OAOS
wenn - abweichend vom Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 Elektronenstrahlimpulse
beliebiger Impulsformen erzeugt werden.
Der getastete Regler 16 weist im übrigen getrennte Eingänge für eine unmittelbare Eingabe des Strahlstrom-Sollwerts mittels
eines Potentiometers 19 einerseits und für die Eingabe der primären
Signale andererseits auf.
Die durch den Momentanwertspeicher des Reglers 16 kurzzeitig
gespeicherten sekundären Meßsignale werden nach Ablauf der Speicherzeit, die gleich dem Impulsabstand der Elektronenstrahlimpulse
ist, einem Soll-Istwertvergleich dm Regler 16 zugeführt. Hierdurch können nunmehr die für die Strahlstromregelung bzw.
-stabilisierung erforderlichen analogen Regelgrößen gebildet werden, mit denen anschließend das im Regelkreis hinter dem getasteten
Regler 16 angeordnete Stellglied 14 über den Analog-Kanal
21 beaufschlagt wird, so daß eine entsprechende Regelung der Gleichspannung des Wehneltzylinders 5 erfolgen und damit
der Strahlstrom der Elektronenstrahlimpulse auf den gewünschten Sollwert stabilisiert werden kann.
Fig. 3 zeigt noch im Rahmen eines Ausführungsbeispiels eine
Schaltungsvariante einer zur Strahlstromstabilisierung bei Elektronenstrahl-Materialbearbeitungsmaschinen
dienenden Einrichtung, die dann zweckmäßig ist, wenn der Soll-Istwertvergleich
hinsic.itlich der Inipulsamplitude des Strahlstroms bereits vor
der Bildung des sekundären Meßsignals durchgeführt werden soll. In diesem Falle läßt sich die Schaltungsanordnung gemäß Fig. 1
links der in Fig. 1 eingezeichneten, gestrichelten Linie durch die Schaltungsanordnung nach Fig. 3 ersetzen. Letztere unterscheidet
sich gegenüber der aus Fig. 1 ersichtlichen Regeleinrichtung im wesentlichen dadurch, daß einem getasteten Regler
- 11 -
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der nunmehr keine Mittel zum Soll-Istwertvergleich enthält, ein Differenzverstärker 2k für den Soll-Istwertvergleich
vorgeschaltet ist. Dieser Differenzverstärker 2k weist je
einen Eingang für die Sollwert-Eingabe mittels eines Potentiometers
23 und für die Eingabe eines impulsförmigen, primären
Signals auf, das wiederum in der anhand der Fig'. I beschriebenen Weise erhalten werden kann. Dem Differenzverstärker 2k
ist daher ein Vorverstärker 22 vorgeschaltet, der seinerseits mit der den Elektronenstrahl umgebenden und mit dessen Achse 2
zentrierten Ringspule 8 gem. Fig. 1 gekoppelt ist und somit die in der Ringspule 8 induzierte Spannungsimpulse verstärkt. Zur
Bildung eines Differenzsignals wird das impulsförmige, primäre
Signal im Differenzverstärker 2k mit dem Sollwert verglichen
und dieses Differenzsignal wird dann dem getasteten Regler 25
angeboten, in dem es zur Feststellung des der Maximalamplitude eines jeden Impulses des primären Signals entsprechenden Werts
des Differenzsignals bzw. zur Bildung des von diesem Wert abhängigen
sekundären Keßsignals mittels einer Signalabtastschaltung abgetastet wird. Der Regler 25 ist auch hierbei entsprechend
der Schaltungsanordnung gem. Fig. 1 durch vom Impulsgenerator 17 gelieferte Tastimpulse ansteuerbar und es lassen
sich damit wiederum sekundäre Meßsignale erzeugen, die nur vom Spitzenwert der Impulsamplituden der Elektronenstrahlxmpulse
abhängig sind. Nach der Zwischenspeicherung der sekundären Meßsignale
im Momentanwertspeicher des Reglers 25 kann dann die Strahlstromstabilisierung in der bereits weiter oben beschriebenen
Weise durch Beaufschlagung des Stellglieds Ik mittels
analoger Regelgrößen über den Kanal 21 des Regelkreises erfolgen, während dem Stellglied Ik gleichzeitig die.Steuerimpulse
des Impulsgenerators I7 über den Digital-Kanal 20 zugeführt
werden.
- 12 -
309819/0405 bad oRig.nal
Im Rahmen der oben erläuterten Aur.f iihrungsbeispiele wurde
speziell die Möglichkeit berücksichtigt, daß die Impulsbreite
t der lilektroiienstrahlimpulse größer ist als die
Impulsbreite t , ν der Tastimpulse für den Regler 16 bzw.
251 so daß jeder Tastimpuls die Breite t , ■>
besitzen kann. 1 ° g(raax)
Es sind aber andererseits auch Anvcnduugsfälle denkbar, in
denen die Impulsbreite t der Elektronenstrahl-Impulse -kürzer
ist als t / \. In solchen Füllen kann die effektive Impulsbreite
t der Tastinipulse automatisch so eingestellt werden,
daß sie gleich der Impulsbreite t der Elektronenstrahl-Impulse ist. »
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Stabilisierung des Strahlstroms
läßt sich mit Vorteil bei solchen Ladungsträgerstrahl-Geräten
anwenden, bei denen von vornherein ein Impulsbetrieb vorgesehen ist. Es ist aber auch in solchen Fällen geeignet,
in denen das Gerät an sich im Dauerstrahlbetrieb arbeiten soll, jedoch die Möglichkeit besteht, den Strahl periodisch so kurzzeitig
abzuschalten, daß keine merkliche Intensitätsminderung gegenüber dem tatsächlichen Dauerstrahlbetrieb auftritt. So
könnte z.B. bei einer an sich mit Dauerstrahl arbeitenden Elektronenstrahl-Schweißmaschine
eine Art Impulsstrahl in der Weise erzeugt werden, daß der Elektronenstrahl mit einer Frequenz von
ICO Hz für ca. 10 |is abgeschaltet wird. Aufgrund dieser Maßnahme
würde sich eine Intensitätsminderung von 1 %o ergeben, die leicht
in Kauf genommen werden kann, da etwa bei einer Schweißgeschwindigkeit von 100 mm/s ein Werkstück in 10 μβ gerade eine Weglänge
von 1 μπι zurückgelegt hat.
- Patentansprüche -
BAD ORIGINAL
309819/0405
Claims (14)
1. Verfahren zur Regelung des Strahlstroms bei technischen Ladungsträgerstrahl-Geräten, insbesondere Elektronenstrahl-Materialbearbeitungsmaschinen,
dadurch gekennzeichnet, daß durch direkte Anmessung eines impulsX'örmig erzeugten
Ladungsträgerstrahls im Dereich seines Strahlwegs jeweils im -wesentlichen nur vom Spitzenwert der Impulsamplituden
abhängige Meßsignale für die anschließende Bildung von zur Strahlstromregelung dienenden analogen Regelgrößen abgeleitet
werden, wobei die Keßsignale zunächst jeweils nach Maßgabe eines Impulsabstands gespeichert -werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
gespeicherten Meßsignale einem Soll-Istwert-Vergleich hinsichtlich
der Impulsamplituden des Strahlstroms zugeführt werden.
3· Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bereits
vor der Bildung der zu speichernden Meßsignale ein Soll-Istwert-Vergleich hinsichtlich der Impulsamplituden
ces Strahlstroms durchgeführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß durch direkte Annies sung der Ladungsträgerstrahlinipulse ein entsprechendes impulsförmiges, primäres Signeil erzeugt
und zur Feststellung der Maximalamplitude einej jeden
30 08 H/0405 BAD ORIGINAL
ist ';■>■
Impulses bzw. zur Bildung eines von dieser Maximal-Amplitude.abhängigen,
sekundären Keßsignals in an sich bekannter Weise abgetastet wird.
5· Verfahren nach Anspruch 1 und 3» dadurch gekennzeichnet,
daß durch direkte Anmessung der Ladungs t;.rägerstrahlirapulse
ein entsprechendes impuls! öriniges, primäres Signal erzeugt
und zur Bildung eines Differenzsignals mit einem Sollwert-Sigiial
verglichen wird und daß zur Feststellung des der Maximalomplitude eines jeden Impulses des primär.en Signals
entsprechenden Wertes des Differenzsignals bzw. zur Bildung
des von diesem Wert abhängigen, sekundären Meßsignals das Differenzsignal in an sich bekannter V/eise abgetastet wird.
6. Verfahren nach Anspruch k oder 5i deulurch gekennzeichnet,
daß die Erzeugung der Tastimpulse für die Signalabtastung mit der Erzeugung der LadungsträgerstrahÜmpulse synchronisiert
wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Impulsbreiten (t ) der Tastimpulse in Bezug auf die Impulsiv
breiten (t ) eines" Ladungsträgerstrahlimpulses nach Maßgabe
breiten (t ) eines" Ladungsträgerstrahlimpulses nach Maßgabe
folgender Beziehungen eingestellt werden:
t = t , χ, wenn t > t , ^
g gunax) ρ ^ gUnax;
g gunax) ρ ^ gUnax;
oder
t - t , wenn t/t/ λ.
g ρ P g(max)
g ρ P g(max)
0. Verfahren nach Anspruch 71 dadurch gekennzeichnet, daß die
Einάteilung der Impulsbreiten (t ) der Tastimpulse autoaia-
S
tisch erfolgt.
tisch erfolgt.
BAD ORIGINAL
309819/CUOS
21#3Γ695
9· Verfahren zur Regelung des Strahlstroms eines impulsförmig
erzeugten Elektronenstrahls nach einem der Ansprüche
1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung eines impulsförmigen, primären Signals die in unmittelbarer
Umgebung der Elektr-oncnstrahlitnpulse auftretenden zeitlichen Änderungen des magnetischen Induktionsflusses
ausgenutzt werden.
10. Verfahren nach Anspruch y, dadiurch gekennzeichnet, daß
die zeitlichen Änderungen des magnetischen Induktionsflusses mittels einer Ringspule festgestellt werden und
eine entsprechende elektrische Spanmmg erzeugt wird, die als primäres Signal dient.
11. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen im
Regelkreis angeordneten, getasteten Regler (16; 25) ι der.
eine Signalabtastschaltung mit Momentanwertspeieher zur
Erzeugung und Speicherung der nur vom Spitzenwert der Impulsamplituden abhängigen Meßsignale enthält und der durch vom
Impuls-Generator (I7) für das Ladungsträgerstrahl-Erzeugungssystem
gelieferte Tastimpulse ansteuerbar ist.
12. Einrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
der getastete Regler (l6) getrennte Eingänge für eine unmittelbare Sollwert-Eingabe einerseits und für eine unmittelbare
Eingabe des durch Anmessens des Ladungsträgerstrahls gebildeten, impulsförmigen, primären Signals andererseits
aufweist.
13· Einrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
dem getasteten Regler (25) ein Differenzverstärker (2k) für
einen Soll-Istwertvergleich vorgeschaltet ist, wobei der
3098 19/0405
BAD ORIGINAL
Differenzverstärker je einen Eingang für die Sollwert-Eingabe
und für die Eingabe des durch Anmessens des Ladungsträgerstrahls gebildeten, impulsförmigen, primären
Signals aufweist.
14. Einrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13» zur Regelung
des Strahlstroms eines inipul sförmig erzeugten Elektronenstrahls,
dadurch gekennzeichnet, daß ein dem getasteten Regler (l6) bzw. dem Differenzverstärker (zk) vorgeschalteter
und mit einer den Elektronenstrahl (2) umgebenden, mit dessen Achse zentrierten Ringspule (o) gekoppelter
Vorverstärker (18; 22) zur Verstärkung der in der Ringspule (8) induzierten Spannung vorgesehen ist.
15« Einrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis Ik, zur Regelung
des Strahlstroms eines impulsförraig erzeugten Elektronenstrahls, dadurch gekennzeichnet, daß im Regelkreis
hinter dem getasteten Regler (16; 25) ein Stellglied
für die Regelung der Gleichspannung einer Wehnelt-Elektrode
(5) des Strahlerzeugungssystems angeordnet ist.
BAD OHiQiNAL
309 3 1 9/0401
309 3 1 9/0401
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Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2153695A DE2153695C3 (de) | 1971-10-28 | 1971-10-28 | Verfahren und Einrichtung zur Regelung des Strahlstroms in technischen Ladungsträgerstrahlgeräten, insb. Elektronenstrahl-Materialbearbeitungsmaschinen |
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| FR7238247A FR2158320B1 (de) | 1971-10-28 | 1972-10-27 |
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| DE2153695A DE2153695C3 (de) | 1971-10-28 | 1971-10-28 | Verfahren und Einrichtung zur Regelung des Strahlstroms in technischen Ladungsträgerstrahlgeräten, insb. Elektronenstrahl-Materialbearbeitungsmaschinen |
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| DE2153695B2 DE2153695B2 (de) | 1973-10-25 |
| DE2153695C3 DE2153695C3 (de) | 1974-05-22 |
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| FR2158320A1 (de) | 1973-06-15 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: MESSER GRIESHEIM GMBH, 6000 FRANKFURT, DE |
|
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |