DE2151165C3 - Verfahren zur Herstellung von Kunstharz-Mundprothesen, sowie bei seiner Durchführung angewendeter Ausgleichring - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Kunstharz-Mundprothesen, sowie bei seiner Durchführung angewendeter AusgleichringInfo
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Description
55
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren für die Herstellung von Kunstharz-Mundprothesen,
und zwar insbesondere auf ein dadurch gekennzeichnetes Herstellungsverfahren, daß die Ausdehnung
der Gießform, die Ausdehnung des Kunstharzes während des Polytnerisationsvorganges und das Zusammendrücken
des Gipses keinen Einfluß auf die senkrechte Verlagerung der Zähne in bezug auf die Modellbasis
ausüben.
Bekanntlich findet die Herstellung eines Kunstharzgebisses gemäß dem Druckgieß- oder Einspritzverfahren
derart statt, daß das Gebiß aus Wachs vormodelliert wird, worauf das derart erhaltene Wachsmodell in
einer in einer Form oder sogenannten Muffel gegossenen Gipsmasse eingebettet wird, welche Muffel meistens
aus zwei Teilen besteht, die bei der Herstellung des Kunstgebisses mittels ihrer Ränder aufeinander an
geordnet und vereinigi werden.
Während der ersten Stufe des konventionellen Herstellungsverfahrens
wird die Basis des Modells in einer in der unteren Muffelhälfte gegossenen Gipsmasse festgesetzt
wobei die Zähne und die Wachsform vollkommen frei bleiben- Nach Anordnung einer Schutzschicht
auf der Gipsmasse wird der obere Muffelteil mit seinem Außenrand auf dem Außenrand des unteren Muffelteils
angeordnet, worauf die Wachsform und die Zähne durch Füllung der oberen Halbmuffel mit Gips
festgegossen werden. Die Form oder Muffel wird darauf geöffnet und das Wachs wird beispielsweise mit
kochendem Wasser entfernt
Schließlich wird der derart gebildete Hohlraum mn Kunstharz gefüllt und wird die Muffel dichtgepreßt
oder werden erst die beiden Halbmuffeln aufeinander befestigt worauf der betreffende Hohlraum mit Kunst
harz vollgespritzt wird.
In beiden Fällen werden die Ränder der Muffel oder Gießform fest gegeneinandergedrückt und findet die
Polymerisierung des Kunstharzes durch Tauchen der
vollgegossenen Muffel in einem Warmwasserbad statt. Dieses Verfahren bietet aber den Nachteil, daß die Meiallr.iuffeln
sich unter dem Einfluß der Wärme im Was serbad ausdehnen, wobei die zwei Gipsteile durch den
Druck des sich polymerisierenden Kunstharzes (etwa 30 kg/cmJ) voneinander weggedrückt werden und sich
dadurch ungefähr 0,05 bis 0.10 mm voneinander entfer
Während des Füllens einer derartigen Muffel mit Kunstharz gemäß dem Einspritzverfahren wird der
Gips durch den hoher Druck (450 bis 800 kg/cm-') an der Berührungslinie des Hartgipses und der Berühriingslinie
zwischen den Zähnen und dem zugeführten Gips ungefähr 0,10 bis 0,20 mm zusammengedrückt.
Infolge der betreffenden Ausdehnung einerseits und des Zusammendrückens bzw. Verschiebens des Gipses
anderseits verschieben sich die Zähne in senkrechter Richtung in bezug auf das Basismodell, was sich als
überaus nachteilig erweist, da dadurch bei der Herstellung gemäß dem Druckgießverfahren ein etwas zu großes
Oebiß. d. h. in der Fachsprache ein Gebiß mit zu hoch liegender Kaufläche, zustande kommt, wobei die
Platte desselben dicker ist als die vorgeformte. Der große Nachteil davon geht z. B. daraus hervor, daß eine
Erhöhung von 0,05 bis 0,30 mm im Molarbereich einer Erhöhung von 0,25 bis 1,5 mm im Prämolarbereich für
ein Unter- oder Obergebiß entspricht. Diese Zahlen sind sogar zu verdoppeln, wenn es sich zugleich um ein
Unter- und ein Obergebiß handelt.
Dies alles hat zur Folge, daß die Oberseite der Zähne, vor allem der Molarzähne, vom Zahnarzt nachgeschliffen
werden muß, was nicht nur zu erheblichen Zeitverlusten, sondern überdies meistens zu einer weniger
guten Ausführung und einem schlechteren Passen des Gebisses nebst anderen in der Zahnheilkunde allgemein
bekannten Nachteilen führt.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt ein Verfahren zur Herstellung von Kunstharz-Zahnprothesen
zu verwirklichen, durch welches jegliche Überhöhung des Kauflächenniveaus der Zahnprothese ausgeschaltet
wird.
Die Erfindung geht dabei aus von einem bekannten Verfahren (US-PS 2 576 224) zur Herstellung von in
Küvetten bzw. Muffeln durch Wärme unter Druck verfestigten
Kunstharz-Zahnprothesen, bei welchem ein Wachsmodell in der unteren Muffel einer zweiteiligen
Druckgießform angeordnet und mittels einer relativ gut komprimierbaren Gipsmasse, z. B. aus Pariser Gips,
enigegipst wird, auf die abgebundene Gipsmasse eine
Isolier- oder Trennschicht aufgetragen wird, auf die untere Muffel dann eine obere Muffel aufgelegt und mit
Gips gefüllt wird, die Muffel nach dem Abbinden des Gipses geöffnet und die Wachsmasse entfernt wird, die
beiden Muffelteile erneut bündig Außeiirand auf
Außenrand zusammengefügt und fest zusammengedrückt werden, so daß ihre Außenränder fest aufeinanderliegen,
das Kunstharz unter Druck in den Hohlraum zwischen den beiden Gipsmassen eingespritzt wird und
die Muffel zwecks Polymerisation des Kunstharzes erhitzt wird.
Zur Lösung der vorgenannten Aufgabe ist gemäß der Erfindung vorgesehen, daß vor dem Auftragen der
Isolier- oder Trennschicht die Gipsmasse bündig mit der Höhe des Oberrandes der unteren Muffel glatt abgestrichen
wird, daß nach dem Auftragen der Isolieroder Trennschicht ein Ausgleichsring auf den Oberrand
der unteren Muffel aufgelegt und die obere Muffel bündig Außenrand auf Außenrand mit der unteren Muffel
aufgesetzt wird und daß vor dem festen Zusammen drücken der beiden Muffelteile der Ausgleichsring entfernt
wird, wobei die Dicke des Ausgleichsringes derart bemessen wird, daß die Ausdehnung der Muffelteile
und der in ihnen enthaltenen Gipsmasse bei der Po lymerisation des Kunstharzes kompensierbar ist.
Eine vorteilhafte Weiterbildung dieses Verfahrens sieht vor, daß die Dicke des betreffenden Ausgleichringes
(15) vor der Serienherstellung von Mundprothesen jedesmal durch Versuche gemäß der Ausdehnung der
betreffenden Materialien (z. B. Muffel und Gips), der Zusammendrückbarkeit des Gipses, den Eigenschaften
des Kunstharzes und der beim Einspritzen des Kunstharzes angewendeten Temperatur- und Druckhöhe zu
bestimmen ist.
Die Verwendung eines Abstandsringes zwischen den beiden Muffelteilen bei der Herstellung einer Zahnprothese
ist an sich bereits bekannt (US-PS 1 962 410). Ein derartiger Abstandsring wird jedoch bisher aus
schmelzbarem Material hergestellt und dient dazu, bc 1 Abschmelzen einen freien Zwischenraum zwischen
den beiden Muffelteilen zu schaffen so daß die im oberen Muffelteil enthaltene Gipsmasse gleichmäßig
gegen das im unteren Muffelteil enthaltene vulkanisierbare Material gedruckt werden kann.
Eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, daß
sie insbesondere einen 0,05 bis 0,25 mm dicken Metallring aufweist, welcher mindestens so breit ist wie die
beiden aufeinanderliegenden Außenränder der beiden Muffelteile.
Eine eingehende Erläuterung der Erfindung ergibt sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten
Ausführungsbeispiels; es zeigt
A b b. 1 schematisch einen senkrechten Schnitt einer Form oder Muffel für die Herstellung von Kunstharz-Mundprothesen
gemäß dem herkömmlichen Verfahren,
Abb.2 schematisch die Vertikalverschiebung der
Zähne in einer Muffel gemäß der A b b. 1 bei der Anwendung des herkömmlichen Zusammendrückverfahrens,
Abb.3 schematisch die Vertikalverschiebung der
Zähne in einer Muffel gemäß der A b b. 1 bei der Anwendung eines Druckgieß- oder Einspntzverfahrens
für das Füllen einer Muffel herkömmlicher Art mit Kunstharz,
Abb.4 schematisch eine der Muffel gemäß der
A b b. 1 entsprechende, jedoch mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung ausgestattete Muffel in der Lage,
worin das vormodellierte Wachsmodell des Gebissec in der Muffel festgegossen ist,
A b b. 5 schematisch eine der Darstellung der A b b. 4 entsprechende Ansicht nach Entfernung des vorgenannten
Wachsmodells und Kunsthanfüllung der Muffel und
A b b. 6 schematisch die Vertikalverschiebung der Zähne in einer Muffel gemäß der A b b. 1 bei der Anwendung
des erfindungsgemäßen Verfahrens mittels einer erfindungsgemäßen Vorrichtung im Schnitt erläutert.
In der A b b. 1 sind die Hauptteile einer herkömmlichen
Druckgieß- oder Einspritzmuffel für die Herstellung von Mundprothesen mit Anweisung der wichtig
sten Teile für die Herstellung der Prothese schemati
scherweise wiedergegeben.
Wie ersichtlich, besteht die betreffende Muffel im vorliegenden Ausführungsbeispiel aus den zwei Halbmuffeln
11 und 2, deren Boden wenigstens eine öffnung
3 bzw. 4 aufweist und die mit hier nicht gezeichneten, an und für sich bekannten Mitteln für ihre Verbindung
in Höhe der Oberkante 5 und 6 ausgestattet sind.
Wie oben erwähnt, wird das Basismodell 7 eines herzustellenden Kunstgebisses durch Einbettung in einer
Gipsmasse 8, deren Oberfläche vorzugsweise in Höhe der Oberkante des Außenflansches 6 der betreffenden
Halbmuffel 2 gleichgestrichen ist, in einer derartigen Muffel befestigt.
Das vorgenannte Basismodell 7 trägt die vormodcllierte Wachsform 9. welche die Zähne 10 des herzustellenden
Kunstgebisses trägt. Nach Abbinden der Gipsmasse 8 wird die Oberfläche derselben mit einer Isolierschicht
11 bedeckt, worauf die zweite Halbmuffel 1 mit der ersten Halbmuffel 2 durch Vereinigung der beiden
Flansche 5 und 6 mittels Schrauben od. dgl. verbunden v, ird. Darauf wird der Innenraum der Halbmuffel 1.
d. h. der oberhalb der Schutzschicht 11 und des Wachsmodells
9 befindliche Raum mit «iner beispielsweise durch eine öffnung 3 zugeführten Gipsmasse 12 gefüllt.
Es gibt ebenfalls die Möglichkeit, vor dem Anordnen der vorgenannten Halbmuffel 1 das vormodellierte
Modell 9 in einer Gipsmasse 13 einzuschließen, welche ihrerseits nach der Befestigung der oberen Halbmuffel
1 auf der unteren Halbmuffel 2 mit der Restmasse 12 umhüllt wird.
Gegebenenfalls ist eine Seitenwand der Muffel 1, 2 mit einer hier lediglich schematisch gezeichneten, vorzugsweise
quer in bezug auf die Anschlußebene zwischen den Flanschen 5 und 6 angeordneten Einsprit/-öffnung
14 ausgestattet.
Nach Erhärtung der Gipsmassen 8 und 12 werden die zwei Halbmuffeln 1 und 2 voneinander entfernt und
wird die das vormodellierte Wachsmodell 9 enthaltende Halbmuffel 1 in einem Warmwasserbad, vorzugsweise
in einem Siedewasserbad zwecks Entfernung des Wachses aus den Gipsmassen 12 und 13, getaucht. Der
auf diese Weise erzeugte Hohlraum wird entweder mit Kunstharz gefüllt, worauf die Halbmuffeln 1 und 2 mit
ihren Außenrändern 5 und 6 miteinander verbunden werden, oder die Halbmuffeln 1 und 2 werden erst mittels
ihrer Ränder 5 und 6 miteinander verbunden, wor-. auf das Kunstharz durch die öffnung 14 eingespritzt
wird. Die Muffel wird schließlich zur Beschleunigung des Polymerisationsvorganges beispielsweise in ein
Warmwasserbad getaucht.
Die A b b. 2 erläutert die Vertikalverschiebung der Zähne 10 in bezug auf das Basismodell 7 bei der Prothesenherstellung gemäß dem herkömmlichen Verfahren, d. h. gemäß dem Verfahren, bei dem der durch die
Entfernung der Wachsmasse 9 entstandene Hohlraum vor der gegenseitigen Vereinigung der beiden Halbmuffeln 1 und 2 mit Kunstharz gefüllt wird.
In dieser A b b. 2 befinden die Zähne sich in der Höhenlage A in bezug auf das Basismodell nach der Erhärtung der Gipsmasse 12 bzw. 13, wobei in dieser
Lage die Ausdehnung durcn die aufeinandergeklemmten Halbmuffeln verhindert wird. B ist die Lage der
Zähne nach dem Zusammendrücken des Kunstharzes durch die zwei aufeinandergeklemmten Halbmuffeln 1
und 2, welche Lage B. wie ersichtlich, der vorgenannten
Lage A entspricht
Schließlich ist C die Höhenlage der Zähne nach der Polymerisierung des Kunstharzes, welche Lage einerseits infolge der Ausdehnung der Metallmuffel im
Warmwasserbad und andererseits infolge der Ausdehnung des Kunstharzes während des Polymerisationsvorganges erreicht wird. Infolge der Ausdehnung der
Muffel löst sich ja die in der Halbmuffel 1 befindliche Gipsmasse 12, infolgedessen sie durch den Druck des
Kunstharzes etwas emporgeschoben wird.
Dies alles führt zu einer Vertikalverschiebung a der Zähne in bezug auf das Basismodell 7, welche beispielsweise ungefähr 0,05 mm beträgt — eine nicht unbedeutende Verschiebung, welche eine bedeutende Erhöhung
des Kauflächenniveaus zur Folge hat.
Die A b b. 3 erläutert die Vertikalverschiebung der Zähne bei der Prothesenherstellung gemäß einem Einspritzverfahren, d. h. durch Einspritzen des das Wachs 9
ersetzenden Kunstharzes durch die öffnung nach dem Zusammenpressen der beiden Halbmuffeln 1 und 2.
Jetzt befinden die Zähne 10 sich auf der Höhe A in bezug auf das Basismodell 7 nach dem Abbinden der
Gipsmasse, wobei jede Ausdehnung durch die aufeinandergepreßten Halbmuffeln verhindert wird.
B ist die Höhenlage der Zähne 10 in bezug auf das
Basismodell 7 nach der Ausdehnung der Muffel im Warmwasserbad, während C die Endlage der Zähne
nach Beendigung des Polymerisationsvorganges in der Kunstharzmasse ist In diesem Falle ist die gesamte
Vertikalverschiebung der Zähne 10 in bezug auf das Basismodell ungefähr dreimal so groß wie der Abstand
a im vorangehend«! Fall und beträgt somit ungefähr 0.15 mm, was eine sehr große Erhöhung des Kauflächenniveaus bedeutet
Aus den A b b. 2 und 3 ist also ersichtlich, daß bei der
Prothesenhersteflang gemäß dem Einspritzverfahren Ae Erhöhung des Kauflächenniveaus bedeutend größer
ist als beim herkömmlichen Zusammendrückverfahren. Das ist der Grund, warum das Einspritzverfahren noch
immer verhältnismäßig wenig angewendet wird, trotz
seiner großen Vorteile, wie unter anderem einer bedeutenden Beschleunigung des Herstellungsvorganges.
Der Abstand a in den A b b 2, 3 und 6 ist deutlichkeitshalber in vergrößertem Maßstab gezeichnet
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist das Schaffen eines die obenerwähnte Erhöhung des Kaufflächenniveaus systematisch ausschließenden, gemäß dem Einspritzverfahren wirkenden Herstellungsverfahrens sowie einer entscnn Vorrichtung für die praktische Durchführung desselben.
In der A b b. 4 ist eine Muffel für die Mundprothesen-Herstellung gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren wiedergegeben, welche Muffel von identischer
Ausführungsweise wie die herkömmliche Muffel gemäß
der A b b. 1 s?in kann.
Auch in diesem Fall wird erfindungsgemäß von einem geeigneterweise in einer Gipsmasse 8 eingebetteten Basismodell 7 ausgegangen, wobei auf der Masse
8 nach ihrer Erhärtung eine Isolierschicht 11 aufge
bracht wird, worauf die zweite Halbmuffel 1 mit der
ersten vereinigt wird und das vormodellierte Wachsmodell 9 in einer Gipsmasse 12 bzw. in den Gipsmassen
12 und 13 eingebettet wird.
Gemäß dem erfindungsgemäß verbesserten Verfah
ren wird aber, gemäß der Ausdehnung der Muffel, der
Ausdehnung des Gipses, der Eindrückbarkeit des Gipses, der Art des gewählten Kunstharzes, dem Volumen
der verschiedenen Materialien, der Temperatur und dem Druck, zwischen den aufeinandergeklemmten
Flanschen 5 und 6 der Halbmuffeln 1 und 2, vor der Anordnung der Gipsmasse 12, eine geeignete Vorrichtung 15, z. B. in der Form eines Ringes, angeordnet,
welche wenigstens dieselbe Breite wie die beiden Flansche 5 und 6 hat und sich über den Gesamtumfang der-
selben erstreckt, wobei nach der Anordnung dieses Ringes 15 die Gipsmasse 12 und eventuell auch die
Gipsmasse 13 angeordnet wird. Die Breite der Vorrichtung 15 entspricht wenigstens der Breite der beiden
Flansche 5 und 6 im Hinblick auf eine ganz präzis
gleichlaufende Erhöhung zwischen den beiden Halbmuffeln. Nach Abbinden (Erhärtung) des Gipses und
Entfernung des Wachses 9 werden die Halbmuffeln 1 und 2 mit ihren Flanschen 5 und 6 miteinander vereinigt, jetzt aber ohne Zwischenschaltung der Vorrich-
tung 15.
Dies hat zur Folge, daß jede das Lösen der Gipsmasse 12 verursachende Ausdehnung der Halbmuffel 1 dadurch systematisch vermieden wird, daß bei der Vereinigung der Halbmuffeln 1 und 2 der Gips über seine
Gesamtoberfläche etwas zusammengedrückt wird, bis
die Flansche 5 und 6 sich gegenseitig berühren. Demzufolge empfiehlt es sich, keinen Hartgips, sondern den
besser zusammendrückbaren Alabastergips oder Pariser Gips zu benutzen.
Infolgedessen werden die Zähne 10 in bezug auf das
Grundmodell um einen bestimmten Wert von im vorliegenden Fall ungefähr 0,15 mm nach unten gedrückt,
bis sie die Position ß in A b b. 6 erreichen, wobei dieser Wert praktisch gleich der Dicke des Ausgleichsringes
so 15 ist
Darauf wird das Kunstharz 16 unter verhältnismäßig
hohem Druck eingespritzt, wodurch der Gips ein zweites Mal zusammengedrückt wird. d.h. um ungefähi
0,1 mm im Bereich der Zähne, welche dadurch wiedei
nach oben verschoben werden bis Erreichung der Lag« D(A bb. 6).
Schließlich wird die Muffel 1, 2 in einem Warmwas serbad getaucht zwecks Beschleunigung des Polymen
sationsvorganges wobei die Muffel sich ausdehnt, ein
erseits unter dem Einfluß der Wärme und andererseit
infolge der Polymerisation des Kunstharzes, welche j
einen Druck von etwa 30 kg/cm2 erzeugt Dies alle
fährt dazu. daß. bei richtiger Wahl der Dicke der bc
treffenden Vorrichtung 15, die Zähne IO sich schließlic
6S in der Lage £ (A b b. 6), welche der ursprüngliche
richtigen Lage A entspricht befinden.
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht den nach eine systematische Behebung der ungewünschte
Erhöhung des Kauflächenniveaus und somit die Herstellung tadelloser, nicht nachzuschleifender, richtig
passender Mundprothesen.
Die Dicke des vorgenannten Ringes 15 ist jedesmal durch Versuche gemäß der Ausdehnung der betreffen-
den Materialien, der Zusammendrückbarkeil des Gipses,
dem Volumen der Materialien und dem Druck zu bestimmen, im Hinblick auf die Serienerzeugung von
Mundprothesen mit korrekter Kauflächenhöhe gemäß dem Druckgieß-(Einspritz-)Vcrfahren.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von in Küvetten bzw. Muffeln durch Wärme unter Druck verfestigten
Kunstharz-Zahnprothesen, bei welchem ein Wachsmodell in der unteren Muffel einer zweiteiligen
Druckgießform angeordnet und mittels eüier relativ gut komprimierbaren Gipsmasse, z. B. aus
Pariser Gips, eingegipst wird, auf die abgebundene Gipsmasse eine Isolier- oder Trennschicht aufgetragen
wird, auf die untere Muffel dann eine obere Muffel aufgelegt und mit Gips gefüllt wird, die Muffel
nach dem Abbinden des Gipses geöffnet und die Wachsmasse entfernt wird, die beiden Muffelteile
erneut bündig Außenrand auf Außenrand zusammengefügt und fest zusammengedrückt werden, so
daß Utte Außenränder fest aufeinanderliegen, das Kunstharz unter Druck in den Hohlraum zwischen
den beiden Gipsmassen eingespritzt wird und die Muffel zwecks Polymerisation des Kunstharzes erhitzt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Auftragen der Isolier- oder Trennschicht
(11) die Gipsmasse (8) bündig mit der Höhe des Oberrandes der unteren Muffel (2) glatt abgestrichen
wird, daß nach dem Auftragen der 'solier- oder Trennschicht ein Ausgleichsring (15) auf den
Oberrand der unteren Muffel aufgelegt und die obere Muffel (1) bündig Außenrand (5) auf Außenrand
(6) mit der unteren Muffel aufgesetzt wird und daß vor dem festen Zusammendrücken der beiden Muf
feiteile der Ausgleichsring entfernt wird, wobei die Dicke des Ausgleichsrir.ges derart bemessen wird,
daß die Ausdehnung der Muffelteile und der in ihnen enthaltenen Gipsmasse bei der Polymerisation
des Kunstharzes kompensierbar ist.
2. Verfahren gemäß dem Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dicke des betreffenden Ausgleichringes (15) vor der Serienherstellung von
Mundprothesen jedesmal durch Versuche gemäß der Ausdehnung der betreffenden Materialien (z. B.
Muffel und Gips), der Zusammendrückbarkeit des Gipses, den Eigenschaften des Kunstharzes und der
beim Einspritzen des Kunstharzes angewendeten Temperatur- und Druckhöhe zu bestimmen ist.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie
insbesondere einen 0.05 bis 0,25 mm dicken Metallring (15) aufweist, welcher mindestens so breit ist
wie die beiden aufeinanderliegenden Außenränder (5,6) der beiden Muffelteile (1,2).
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| DE4339399A1 (de) * | 1993-11-18 | 1995-05-24 | Thera Ges Fuer Patente | Durch Polymerisation einer ethylenisch polymerisierbaren Masse in Formen hergestellte Formkörper (Inserts) |
-
1971
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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