DE2308255C3 - Hydraulische Anpreßeinrichtung fur die Schienenfuhrungen eines Zweiwegefahrzeuges - Google Patents
Hydraulische Anpreßeinrichtung fur die Schienenfuhrungen eines ZweiwegefahrzeugesInfo
- Publication number
- DE2308255C3 DE2308255C3 DE19732308255 DE2308255A DE2308255C3 DE 2308255 C3 DE2308255 C3 DE 2308255C3 DE 19732308255 DE19732308255 DE 19732308255 DE 2308255 A DE2308255 A DE 2308255A DE 2308255 C3 DE2308255 C3 DE 2308255C3
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- pressure
- rail
- vehicle
- cylinder
- road
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 239000012530 fluid Substances 0.000 claims description 16
- 230000036316 preload Effects 0.000 claims description 3
- 230000010355 oscillation Effects 0.000 claims description 2
- 230000003068 static effect Effects 0.000 claims description 2
- 230000001133 acceleration Effects 0.000 claims 1
- 230000000994 depressogenic effect Effects 0.000 claims 1
- 238000009434 installation Methods 0.000 claims 1
- 230000003321 amplification Effects 0.000 description 1
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 1
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 1
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 1
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 238000003199 nucleic acid amplification method Methods 0.000 description 1
- 108090000623 proteins and genes Proteins 0.000 description 1
Description
• doch hier nicht um eine Anpreßeinrichtung zum Je „ugjebigen Andrücken von Schienenführungen.
Das DT-Gbm 17 57 182 zeigt ein Mehrzweekfahrbei
welchem während des GleisbeHebes die Straßenräder hochgezogen sind und mit dem Gleis nicht
• Berührung stehen. Erst beim Verlassen des Gleises werden die Straßenräder nach unten ausgefahren,
wodurch eine Abhebung des Fahrzeugchassis v.,11
Schienenfahrschemeln erfolgt.
Der Erfindung liegt die Schaffung einer gegenüber dem eingangs abgehandelten Stand der Technik
verbesserten Anpreßeinrichtung für die Schienenführunaen
eines Zweiwcgefahrzeuges zugrunde, bei welcher auch unter ungünstigen dynamischen Betriebszuständen
bei dem Zweiwegefahrzeug keine Nieksehwin-β gen aufireten können, zumindest nicht solche um die
Fahrzougquerachse. Erreicht wird dies durch die
kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1.
Durch den Erfindungsgedanken wird eine praktisch
vollständige Entkopplung der vorderen und rückwartigen Anpreßstellglieder erzielt, wodurch das Auftreten
von Nickschwingungen gegenüber den bekannten Zweiwegefahrzeugen fast vollständig unterbunden
werden kann.
Gemäß einem ersten Ausfuhrungsbeispiel nach der
Erfindung umfaßt die Nachdrückeinrichtung lediglich zwei Einzelnachdrückzylinder, von denen der eine den
beiden vorderen und der andere den beiden rückwärtigen Anpreßstellgliedern zugeordnet ist. Hierbei können
die besonders schädlichen Nickschwingungen um die Fahrzeugquerachse praktisch vollständig beseitigt werden
Gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel nach der Erfindung umfaßt die Nachdrückeinrichtung insgesamt
vier Einzelnachdrückzylinder, von denen jeder ausschließlich einem der Anpreßstellglieder zugeordnet
ist Bei diesem Ausfuhrungsbeispiel sind nicht nur die vorderen Anpreßstellglieder gegenüber den rückwärtigen
Anpreßstellgliedern entkoppelt sondern auch die linksseitigen Anpreßstellglieder gegenüber den rechtsseitigen
Anpreßstellgliedern, so daß auch Schwingungen um die Fahrzeuglängsachse vermieden werden
können. , , , , ,, . ,
Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert, welche ein Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Einrichtung bei Schienenfahrt in Schaltbilddarstellung zeigt.
Die in der Zeichnung veranschaulichte Einrichtung ist
bei einem Straße/Schiene-Zweiwegefahrzeug angeordnet das zwei vordere und zwei rückwärtige Schienenführungen
aufweist. Derartige Schienenführungen sind in verschiedener Ausgestaltung bekannt und können
beispielsweise aus Rollenspurhaltern bestehen, welche jeweils gegen die Innenflächen der beiden Schienen
eines Gleises anliegen, so daß das Zweiwegefahrzeug quer zur Fahrtrichtung mit seinen Rädern nicht von den
Schienen abgleiten kann. Jede Schienenführung muß ständig in Berührung mit der zugehörigen Schiene des
Gleises gehalten werden. Zu diesem Zweck sind den vorderen Schienenführungen Anpreßstellglieder la und
16 und den rückwärtigen Schienenführungen Anpreß-Stellglieder la und 26 zugeordnet, welche bei dem
gezeigten Beispiel jeweils als doppeltwirkende hydraulische Koiben/Zylinder-Einhelien ausgebildet sind, deren
K«lbensfn"enaufdie Schienenführungen einwirken.
'"jedes dVAnpreßstellglieder la, to, 2a, 26 steht über
je einen Anschluß eines Vierwegehahnventils 3 bzw. eines zusätzlichen Vierwegehahnventils 4 mit einer
n.mlle für unter Druck befindliche Hydraulikflüssigkeit
in Verbindung bzw. kann gegenüber dieser Hydraulikflüssigkeitsquelle abgesperrt werden. Im einzelnen
verläuft hierbei gemäß der Zeichnung ein Anschluß des Vierwegehahnventils 4 zu der Hydraulikflüssigkeitsqiielle,
ein Anschluß ist mit einem Anschluß des anderen Vierwegehahnventils 3 verbunden, während zwei
Anschlüsse mit je einem der beiden Zylinderräume der Anpreßstellglieder \b bzw. ?.b verbunden sind. Ferner
sind zwei weitere Anschlüsse des Vierwegehahnventils 3 mit je einem der beiden Zylinderräume der
Anpreßstcllglieder la bzw. 2a verbunden; der letzte Anschluß des Vierwegehahnventils 3 ist mit einem unter
dem Druck eines Gases 5 stehenden hydraulischen Druckspeicher 6 verbunden. Die beiden Vierwegehahnventiie
3 und 4 sind miteinander mechanisch gekoppelt (was in der Zeichnung durch eine gestrichelte Linie
veranschaulicht ist) und können nur gemeinsam betätig! werden. In der Zeichnung sind die beiden Vierwegehahnvenlüe
3 und 4 in Absperrstellung veranschaulicht. Statt der beiden Vierwegehahnveintile 3 und 4 kann
auch ein einziges Seehswegehahnventil verwendet werden, jedoch ist die Verwendung zweier Vierwegehahnventile
meist günstiger, da Vierwegehahnventilc in verhältnismäßig großen Stückzahlen hergestellt werden.
Der Druckspeicher 6 ist mit einer Gruppe von vier Einzelnachdrückzylindern 7a, 7b. 7 c, 7d verbunden, die
insgesamt die Nachdrückeinrichtung entsprechend einem Nachdrückzylinder nach dem Stand der Technik
darstellen. Jeder Einzelnachdrückzylinder 7a bis 7d ist doppeltwirkend ausgebildet und umfaßt einen darin
geführten, mechanisch mittels einer Druckfeder 8 einseitig vorgespannten Kolben 9, wobei der Druckspeicher
6 jeweils an denjenigen Zyünderraum der Einzelnachdrückzylinder 7a bis d angeschlossen ist, auf
dem die Vorspannung des Kolbens 9 lastet. Die entlasteten Zylinderräume der Einzelnachdrückzylinder
7a bis erstehen mit den Anpreßstellgliedern la, 16,2a.
in Verbindung, und zwar mit denjenigen Zylinderräumen derselben, die mit den Vierwegehahnvcntilen 3 und
4 verbunden sind.
Um sicherzustellen, daß in jedem Anpreßsteilglied la, \b, 2a, 2b der richtige Betriebsdruck aufrechterhalten
wird, ist jedem der Einzelnachdrückzylinder 7a bis dein
Druckwächter 10 zugeordnet, wobei in der Zeichnung der besseren Übersicht halber ein derartiger Druckwächter
10 lediglich in Verbindung mit dem Einzelnachdrückzylinder Td veranschaulicht ist. Allen vier Druckwächtern
10 ist ein gemeinsamer (nicht veranschaulichter) Alarmgeber zugeordnet.
Bei dem Ausführungsbeispiel sind die Anpreßstellglieder la, Ib, 2a, 2b als doppeltwirkende Hydraulikzylinder
mit Kolben ausgebildet, was ermöglicht, daß die Schienenführungen des Zweiwegefahrzeuges beim
Übergang auf Straßenfahrt hydraulisch nach oben bewegt werden können. Zu diesem Zweck ist in an sich
bekannter Weise jedes der Anpreßslellglieder la, Ib, 2a,
26 mit dem jeweils zweiten Zyünderraum über ein gemeinsames Absperrventil 11 mit der Hydraulikflüssigkeitsquelle
zu verbinden. Um Flüssigkeitsschläge im Schließzustand des Absperrventils 11 zu vermeiden, ist
den dem Absperrventil 11 zugeordneten Zylinderräumen der Anpreßstellglieder la, 16, 2a, 26 ein
zusätzlicher unter Gasdruck stehender Druckspeicher 12 zugeordnet.
In der Zeichnung sind die Anpreßslellglieder la, 16,
2a, 26 in einer Betriebsstellung entsprechend der Schienenfahrt des Zweiwegefahrzeuges veranschau-
licht, wobei die Kolbenstangen der Anpreßstellglieder und damit die (nicht veranschaulichten) Schienenführungen
nach unten in Anlage gegen die Schienen ausgefahren sind. Um diese Betriebsstellung zu erreichen,
mußten die beiden Vierwegehahnventile 3 und 4 durch Verdrehung um 45° in eine Stellung gebracht
werden, in welcher die Hydraulikflüssigkeitsquelle unmittelbar mit den in der Zeichnung jeweils oberen
Zylinderräumen der Anpreßstellglieder la, Ib, 2a, 2b, infolgedessen auch mit den in der Zeichnung unteren
Zylinderräumen der Einzelnachdrückzylinder Ta bis d und darüber hinaus mit dem Druckspeicher 6 in
Verbindung gelangen konnte, welcher wiederum mit den in der Zeichnung oberen Zylinderräumen der
Einzelnachdrückzylinder Ta bis d verbunden ist. Im statischen Betriebszustand des Zweiwegefahrzeuges
sind hierbei die Kolbenstangen der Anpreßstellglieder 1 a, 1 b, 2a, 26nur teilweise nach unten ausgefahren.
Wird nun das Zweiwegefahrzeug abgebremst, so wird auf die vorderen Schienenführungen und damit auf die
Kolbenstangen der vorderen Anpreßstellglieder la und
Ib eine nach oben gerichtete Kraft ausgeübt. Es kann jedoch aus den Anpreßstellgliedern la und Ib keine
Hydraulikflüssigkeit in die rückwärtigen Anpreßstellglieder 2a und 2b verdrängt werden, bzw. lediglich
indirekt, wenn sich die Kolben 9 der Einzelnachdrückzylinder Ta und Td nicht in ihrer Grundstellung befanden.
Dieser Vorgang der indirekten Übertragung von Hydraulikflüssigkeit auf die rückwärtigen Anpreßstellglieder
2a und 2b wird jedoch in dem Augenblick unterbrochen, wenn die Kolben 9 der Einzelnachdrückzylinder
Ta und Td ihre Grundstellung erreicht haben. Auf diese Weise wird verhindert, daß bei Ausübung
einer nach oben gerichteten Kraft auf die vorderen Schienenführungen bzw. die Kolbenstangen der vorderen
Anpreßstellglieder la und Ib eine entsprechende nach abwärts gerichtete Kraft auf die Kolben der
rückwärtigen Anpreßstellglieder 2a und 2b und damil auf die rückwärtigen Schienenführungen ausgeübt wird,
was zu einer Anhebung des rückwärtigen Teiles des Fahrzeuges und damit zur Verstärkung einer Nickschwingung
führen könnte.
Analoge Betrachtungen der Betriebsweise ergeben
ίο sich auch für den Fall, daß das Zweiwegefahrzeug
beschleunigt wird, wobei sich die Kolbenstangen der hinteren Anpreßstellglieder 2a und 2b nicht wesentlich
nach oben eindrücken lassen. Analoge Verhältnisse ergeben sich ferner für den Fall, daß entweder das
linksseitige Anpreßstellglied la und/oder 2a oder das rechtsseitige Anpreßstellglied Ib und/oder 2b einer
nach oben gerichteten Kraft über die entsprechenden Kolbenstangen unterworfen werden, wobei in diesem
Fall Fahrzeugschwingungen um die Längsachse oder um eine Diagonalachse vermieden werden.
Sollen die Schienenführungen in die Außerbetriebsstellung bewegt werden, was einer Bewegung der
Kolbenstangen der Anpreßstellglieder la, Ib, 2a, 2b gemäß der Zeichnung nach oben entspricht, so brauchen
lediglich die Vierwegehahnventile 3 und 4 in eine Stellung gebracht werden, in welcher die in den oberen
Zylinderräumen der Anpreßstellglieder la, Ib, 2a, 2b sowie in dem Druckspeicher 6 enthaltene Hydraulikflüssigkeit
entweichen kann. Durch die von der (nicht gezeigten) Hydraulikflüssigkeitsquelle gelieferte Hydraulikflüssigkeit
werden danach die Schienenführun· gen über das geöffnete Absperrventil 11 von selbst nacr
oben bewegt und außer Eingriff mit den zugehöriger Schienen gebracht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Hydraulische Anpreßeinrichtung für die Schienenführungen
eines Zweiwegefahrzeuges zum standigen nachgiebigen Andrücken je eines Paares
vorderer und rückwärtiger Schienenführungen des Zweiwegefahrzeuges, welches vier mit üblichen
Straßenreifen bestückte Räder aufweist, mit je einem hydraulischen Anpreßstellglied für jedes der i<
> beiden Paare von Schienenführungen, von denen jedes im Betriebszustand unter Druck stehende
Hydraulikflüssigkeit enthält und gegenüber einer Quelle für unter Druck stehende Hydraulikflüssigkeit
abgesperrt ist, einem unter Gasdruck stehenden Druckspeicher für Hydraulikflüssigkeit, welcher im
Betriebszustand ebenfalls gegenüber der Hydrauiikfiüssigkeitsquelle
abgesperrt ist, und einem doppeltwirkenden Nachdrückzylinder nebst einem darin
geführten, mechanisch einseitig vorgespannten KoI-ben, dessen einer Zylinderraum, auf dem die
Vorspannung des Kolbens lastet, mit dem Druckspeicher und dessen anderer entlasteter Zylinderraum
mit den Anpreßstellgliedern in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, daß die
Nachdrückeinrichtung (7) als Gruppe von zumindest zwei Einzelnachdrückzylindern (z. B. Ta und 7b) mit
jeweils in gleicher Richtung vorgespannten Kolben (9) ausgebildet ist, deren entlastete Zylinderräume
unabhängig voneinander an zumindest je ein Anpreßstellglied (z.B. la bzw. 2a) angeschlossen
sind.
2. Anpreßeinrichtung nach Anspruch 1, bei welcher jeder Schienenführung je ein Anpreßstellglied
zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Einzelnachdrückzylinder (z. B. Ta) an die beiden
Anpreßstellglieder (z. B. la und \b) für die vorderen Schienenführungen und der andere Einzelnachdrückzylinder
(z. B. Tb) an die beiden Anpreßstellglieder (z. B. 2a und 2b) für die rückwärtigen
Schienenführungen angeschlossen ist.
3. Anpreßeinrichtung nach Anspruch 1, bei welcher jeder Schienenführung je ein Anpreßstellglied
zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß vier Einzelnachdrückzylinder (Ta bis Td) vorgesehen sind,
von denen jeder an ein ihm zugeordnetes Anpreßstellgliedila,
Xb, 2a,2b) angeschlossen ist.
4. Anpreßeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Einzelnachdrückzylinder
(7a bis Td) ein Druckwächter (10) mit einem allen Druckwächtern gemeinsamen
Alarmgeber zugeordnet ist.
5. Anpreßeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei welcher zur Absperrung der Anpreßstellglieder
ein Vierwegehahnventil vorgesehen ist, gekennzeichnet durch ein zusätzliches Vierwegehahnventil
(4), von dessen vier Anschlüssen zwei mit je einem der beiden vorderen, rückwärtigen oder auf
einer Seite befindlichen Anpreßstellgliedern (la, \b, 2a, 2b), ein Anschluß mit der Hydraulikflüssigkeitsquelle
und ein Anschluß mit einem Anschluß des anderen Vierwegehahnventils (3) verbunden sind,
während von den restlichen drei Anschlüssen zwei mit je einem der beiden rückwärtigen, vorderen oder
auf einer Seite befindlichen Anpreßstellzylinder (la und 2a) und einer mit dem Druckspeicher (6)
verbunden sind.
Die Erfindung betrifft eine hydraulische Anpreßeinrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Bei Anpreßeinrichtungen der erwähnten Art kommt es darauf an, daß der Eingriff zwischen den Schienenführungen
und einem Gleis in keinem Fall aufgehoben wird, ohne Rücksicht auf die jeweiligen Betriebszuslände des
Zweiwegefahrzeuges, da sonst die Gefahr besteht, daß die Räder von den Schienen abgleiten und das Fahrzeug
damit »entgleist« ist. Bei einer bekannten Anpreßeinrichtung der eingangs erwähnten Art soll dies durch
einen Nachdrückzylinder vermieden werden. Obgleich der Nachdrückzylinder im statischen Betriebszustand
des Zweiwegefahrzeuges mittels des Druckspeichers eine einwandfreie Anlage aller Schienenführungen
gegen die zugehörigen Schienen ermöglicht und damit die nötige Sicherheit gegen Entgleisen gewährleistet,
können im dynamischen Betrieb des Zweiwegefahrzeuges Schwingungen um die Fahrzeugquerachse auftreten,
weil sämtliche Anpreßstellglieder, da sie alle mil dem Nachdrückzylinder verbunden sind, miteinander gekoppelt
sind. Insbesondere beim Abbremsen des Zweiwegefahrzeuges
werden die vorderen Schienenführungen in einem wesentlichen Maß nach oben gedrückt. Wenn
sich nun der Nachdrückzylinder in seiner Grundstellung befindet, in welcher der Kolben seine Endstellung
entsprechend der einseitigen mechanischen Vorspannung erreicht hat, so kann diese Aufwärtsbewegung der
vorderen Schienenführungen nebst entsprechender Auslenkbewegung der vorderen Anpreßstellglieder
durch den Nachdrückzylinder nicht aufgenommen werden, was dazu führt, daß die aus den vorderen
Anpreßstellgliedern verdrängte Hydraulikflüssigkeit in die hinteren Anpreßstellglieder eintritt und diese im
Sinne einer weiteren Abwärtsbewegung der rückwärtigen Schienenführungen betätigt. Dies hat zur Folge, daß
sich das Zweiwegefahrzeug rückwärts noch stärker aufstellt und vorn einsinkt, daß also eine verstärkte
Nickschwingung entsteht. Analoge Verhältnisse gelten auch für den Fall des Beschleunigens, insbesondere des
Anfahrens, wobei sich das Zweiwegefahrzeug im Unterschied zu den vorangegangenen Erläuterungen
vorn aufstellt und rückwärts niedergedrückt wird. Beim Befördern einer Anhängelast durch dos Zweiwegefahrzeug
werden die Nickschwingungen weiter verstärkt.
Ähnliche Eigenschaften weist eine Anpreßeinrichtung nach der DT-OS 21 24 306 auf, die jedoch von dem
vorangehend abgehandelten Stand der Technik insofern weiter abliegt, als dort kein Nachdrückzylinder vorgesehen
ist.
Die DT-OS 19 13 878 zeigt eine Anpreßeinrichtung, bei welcher die Anpreßkraft der Schienenführungen
bzw. Schienenräder gegen die Schienen mittels eines Hydraulikdruckreglers praktisch konstant gehalten
werden kann, wobei jeder einzelnen Schienenführung ein gesondertes hydraulisches Anpreßstellglied zugeordnet
ist. Im dynamischen Fahrbetrieb können hierdurch jedoch grundsätzlich Schwingungen, insbesondere
Nickschwingungen um die Fahrzeugquerachse, nicht vermieden werden, welche als Folge von
Gleisunebenheiten und beim Bremsen oder Beschleunigen auftreten können.
Die US-PS 33 44 747 zeigt ein Fahrzeug, bei welchem Schienenräder, die an Vertikalführungen gelagert sind,
mittels je eines zugehörigen Hubzyiinders nach Absenken in einer Betriebsstellung verriegelt werden
können derart, daß in einer vollen Ausfahrstellung, welche einer Anhebung der Fahrzeugkarosserie entspricht,
eine Verriegelung eintritt. Es handelt sich
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732308255 DE2308255C3 (de) | 1973-02-20 | Hydraulische Anpreßeinrichtung fur die Schienenfuhrungen eines Zweiwegefahrzeuges |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732308255 DE2308255C3 (de) | 1973-02-20 | Hydraulische Anpreßeinrichtung fur die Schienenfuhrungen eines Zweiwegefahrzeuges |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2308255A1 DE2308255A1 (de) | 1974-09-05 |
| DE2308255B2 DE2308255B2 (de) | 1977-02-10 |
| DE2308255C3 true DE2308255C3 (de) | 1977-09-22 |
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0983897B1 (de) | Hebevorrichtung | |
| DE2526526A1 (de) | Bremsanlage mit einer einrichtung zur betaetigung einer not- und feststellbremse | |
| DE3236340A1 (de) | Gleisbremse zum abbremsen von eisenbahnwagen | |
| DE102021203701B3 (de) | Hydraulik-Stellantrieb für eine Verriegelungsvorrichtung eines Teleskopauslegers, Verriegelungsvorrichtung, Teleskopausleger, Mobilkran und Verfahren zur Verstellung eines Teleskopauslegers | |
| EP1201350A2 (de) | Radsatzpresse zum Auf- und Abpressen von Rädern, Bremsscheiben oder dergleichen auf Achsen von Schienenfahrzeugen | |
| DE2308255C3 (de) | Hydraulische Anpreßeinrichtung fur die Schienenfuhrungen eines Zweiwegefahrzeuges | |
| DE926731C (de) | Zug- und Stossvorrichtung fuer Eisenbahnwagen | |
| DE3004349A1 (de) | Bremseinrichtung mit bremskraftverstaerkung | |
| DE2308255B2 (de) | Hydraulische anpresseinrichtung fuer die schienenfuehrungen eines zweiwegefahrzeuges | |
| DE102008033288A1 (de) | Luftversorgung einer Federspeicherbremse aus wenigstens zwei Reservedruckluftbehältern | |
| DE1555038A1 (de) | Kombinierte Stand- und Hilfsbremse fuer Strassenfahrzeuge | |
| DE1079930B (de) | Hydraulische Druckausgleichvorrichtung fuer Arbeitsmaschinen | |
| DE2148528A1 (de) | Auswerfervorrichtung zum ausschieben von pressteilen aus den ortsfesten matrizen von eindruck-, doppeldruck- oder mehrstufenpressen | |
| DE1527289B1 (de) | Steuerung für Schmiedemanipulatoren | |
| EP0175108B1 (de) | Gasfederung für Fahrzeuge, insbesondere für Schienenfahrzeuge | |
| DE2146801C3 (de) | Bremseinrichtung für Schienenfahrzeuge mit zwei an gegenüberliegenden Schienenflanschen anliegenden Bremsbacken | |
| DE2706324C3 (de) | Einrichtung an einem wahlweise auf Schienen mittels paarweise angeordneten Schienenführungen oder auf der Straße mittels Straßenrädern fortbewegbaren Fahrzeug | |
| DE2460583C3 (de) | Druckübersetzer für eine selbsttätige, lastabhängige Druckluftbremse | |
| DE9107328U1 (de) | Mehretagenpresse | |
| DE2141154A1 (de) | Pneumatische Vorrichtung zur schnellen Einbringung bestimmter Gasmengen in einen verformbaren Behalter | |
| EP2871117B1 (de) | Nutzfahrzeug-Fahrwerk in längsverstellbarer Bauart | |
| AT411744B (de) | Ausziehbarer ladeboden | |
| DE2340779A1 (de) | Hydraulische bremsvorrichtung fuer schienenfahrzeuge | |
| DD157858A3 (de) | Vorrichtung zum ausschalten der federung von radlaufwerken | |
| DD260614A3 (de) | Ruecklaufsperre mit endlagenschub |