DE2142555C3 - Batterie waagerechter Verkokungsöfen - Google Patents
Batterie waagerechter VerkokungsöfenInfo
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Description
60 gens bedingten Erschütterungen und Kräfte auf den Ofen übertragen werden, ferner die Bedienungsma-
schinen, die beim Drücken der Ofenkammern benötigt werden, beim Verfahren und bei ihrem Einsatz in
keiner Weise behindert sind und außerdem eine 65 Tragfähigkeit gegeben ist, wie sie dem Gewicht des
Die Erfindung betrifft eine Batterie waagerechter Füllwagens eines Großraumofens entspricht.
Verkokungsöfen, bei der oberhalb der Decke an Gemäß der Erfindung ist eine Batterie waagerech-
einem Gerüst ein Füllwagen auf Schienen verfahrbar ter Verkokungsöfen in Blöcke von beispielsweise 10
bis 20 Ofen unterteilt, und das Gerüsi. an dem der
Füllwagen auf Schienen verfahrbar ist. ruht auf beiderseits der Batterie im Bereich der Olenköpfe
vorgesehenen Stützen, die paarwjse durch zwischen den benachbarten Ofenhlöcken verlaufende Querstreben
verbunden sind. Die Füllwagenschienen ruhen auf Konsolen, die von den die Stützen »erbindenden
Längsstreben nach innen ragen. Die Außenseiten der Stützen ragen dabei nicht in die Flucht der
wir den Öfen verfahrbaren Bedienungsmaschinen hinein.
Auf diese V/eise ist die Ofendecke von den Erschütterungen und Kräften befreit, die durch einen
auf der Ofendecke verfahrbaren Wagen verursacht werden, und die Bedienung des Ofens beim Füllen
der Kammern wird in keiner Weise gestört. Der Fahrgeschwindigkeit des Füllwagens sind praktisch
keine Grenzen gesetzt, so daß auch hei großen Batterien das Füllen der einzelnen ölen sehr rasch aufeinander
folgen kann. Die Unterteilung der Batterien in kleinere Blöcke erweist sich im übrigen als vorteilhaft
zur Beherrschung der Erscheinungen, die mit der Dehnung des Mauerwerks in Längsrichtung der
Batterie zusammenhängen.
Wenn man bei Batterien mit einer größeren Ofenzahl mit einer möglichst geringen Anzahl Füllwagen
auskommen will, so müssen derartige Füllwagen erhebliche Wege zwischen den zu füllenden öfen und
der Füllstelle, also dem Auslauf eines Kohlenturms oder einer Kohlenmischanlage zurücklegen Hierfür 3"
ergeben sich selbst bei höheren Fahrgeschwindigkeiten beträchtliche Fahnzeiten, durch die praktisch
eine obere Grenze der von einem Füllwagen zu bedienenden Ofenzahl gegeben ist.
Das Vorhandensein eines oberhalb der Ofendecke angeordneten Gerüstes, dessen Ausbildung der Gegenstand
der Erfindung ist, gestattet nur. die genannte obere Grenze wesentlich heraufzusetzen, und
zwar dadurch, daß auf dem Gerüst ein in Batterie-Hingsrichtung
förderndes Band, das von dem Kohleturm oder einer anderen Aufgabestelle zu beschicken
ist. und ein Abstreifer vorgesehen ist. der die Kohle von dem Band in den Füllwagen abwirft. Bei einer
solchen Anordnung braucht der Füllwagen nicht bis zu dem Kohleturm oder der sonstigen Aufgabestellc
zu fahren, sondern kann in der Nähe des gerade zu füllenden Ofens verbleiben, so daß das Einfüllen der
Kohle in den Füllwagen und die nächste Beschickung eines Ofens in kurzem Zeitabstand hintereinander
folgen können.
Es ist bereits eine Anordnung bei Verkokungsöfen bekannt, bei denen eine wahlweise Beschickung mittels
loser Kohle durch in der Ofendecke vorgesehene Füllöffnungen einerseits und eine Beschickung durch
Stampfkuchen andererseits vorgesehen ist, die in einer Stampfmaschine verdichtet werden, die längs
der Ofenbatterie und unter einen Kohleturm verfahrbar ist, wo sie über einen Zwischenbunker beschickt
wird. Dabei hat man unterhalb des Kohleturms und oberhalb des genannten Bunkers eine Bandanlage
angeordnet, mittels deren wahlweise die Kohle auch in einen fest eingebauten in der Flucht des Verkokungsofens
liegenden weiteren Zwischenbunker gefördert werden kann, der in einzelne Taschen unterteilt
ist, die der Anzahl der Füllöffnungen der Ofenkammern entsprechen; ein Füllwagen normaler Bauart
kann unter diesen zweiten Zwischenbunkcr gefahren, und in seine den einzelnen Füllöffnungen der
öfen entsprechende Trichter können die einzelner Taschen des festen Bunkers entleert werden. Dei
Füllwagen muß hierbei immer an eine bestimmtf Stelle gebracht werden, um ihn zu füllen. Das gleiche
gilt für eine andere bekannte Einrichtung zum Beschicken einer Horizontalkammer-Verkokungsofenbattcrie.
bei dem die einem Kohlespeicher entnommene Kohle über ein oberhalb der Batteriedecke parallel
zur Batterielängsachse angeordnetes Transportband dem auf der Batteriedecke verfahrbaren Fülltrichterwagen
zugeführt wird. Bei der neuen Einrichtung fällt die lange Fahrt des Füllwagens fort, se
daß die Zahl der mit einem einzelnen Füllwagen zu beschickenden Öfen erheblich größer ist.
Die Zahl der mit einem einzelnen Füllwagen zu beschickenden Öfen kann bei Verwendung eines auf
dem Gerüst in Battcrielängsrichtung fördernden Bandes dadurch noch weiter erhöht werden, daß am
Füllwagen oberhalb der Taschen, aus denen das Einfüllen der Kohle in die öfen erfolgt, ein von dem
Förderband zu beschickender Vorratsbehälter vorgesehen ist. der eine Ofenfüllung faßt und aus dem die
Kohle in die genannten Taschen abgelassen werden kann. Sofern die mit den Ausläufen versehenen Taschen
so ausgebildet und der Betrieb so eingestellt ist. daß bei jeder Ofenbeschickung der gesamte Inhalt
der Taschen in den Ofen abgelassen wird, läßt sich bei zusätzlicher Anordnung eines Vorratsbehälters
an einem derartigen Füllwagen folgende Arbeitsweise durchführen:
Man bringt am Kohleturm oder an der sonstigen Kohieaufgabestcllc einen automalisch arbeitenden
Wiegebehälter an, der auf die Füllung einer Ofenkanimer
abgestellt ist. Der Inhalt des Wiegebehälters wird auf das Förderband aufgegeben, wenn der Vorratsbehälter
des Füllwagens aufnahmebereit ist. Die auf das Band gelangende Kohle wird von dem Abstreifer
in den Vorratsbehälter gegeben. Dieser Vorgang kann sich abspielen, während der Füllwagen gerade
über dem Ofen steht und die Beschickung erfolgt. Sobald die Beschickung beendet ist. kann die
Kohle aus dem nunmehr gefüllten Vorratsbehälter in die Taschen abgelassen werden, aus denen das Einfüllen
der Kohle in die Öfen erfolgt. Ist dieser Vorgang beendet, so kann die Beschickung des nächsten
Ofens beginnen.
Der neue Füllwagen geslattet auch eine weitere Vervollkommnung in Richtung auf die Unterdrükkung
der Belästigungen, die durch die beim Beschikken der öfen auftretenden Füllgase zu befürchten
sind und deren Bekämpfung im Rahmen der Tendenz zur Reinhaltung der Luft besonders vordringlich
ist. Es sind Anordnungen bekannt, bei denen auf die einzelnen Füllöcher haubenartige Kästen gesetzt
und deren Inneres an eine Absaugleitung angeschlossen wird, mittels deren die Füllgase einer Reinigungs-
oder Verbrennungseinrichtung zugeführt werden oder in einen Kamin geleitet werden. Indem geiräß
der vorliegenden Erfindung keine Schienen für das Verfahren eines Füllwagens angeordnet sind,
kann die Oberfläche der Ofendecke sehr glatt ausgebildet sein. Das erleichtert ein öfteres Reinigen der
Ofendecke von dem sich darauf ansammelnden Staub mittels eines auf der Decke verfahrbaren, gegebenenfalls
am Füllwagen angeordneten Staubsaugers. Gemäß der weiteren Erfindung ist es bei einer so
ausgebildeten Ofendecke auch möglich, von dem an der Hängebahn verfahrbaren Füllwagen aus einen
liuubenartigcn Behälter auf die Decke herabzulassen,
dessen Wände sämtliche Kohlenauslauftaschcn umschließen
und an dem in an sich bekannter Art eine Absaugvorrichtung und ein Abzugschlot angebracht
ist. Damit der untere Rand einer derartigen Haube einen zuverlässigen Abschluß bildet, der einerseits
ein stärkeres Austreten von Füllgasen, andererseits ein stärkeres Einsaugen von Falschlull verhindert,
kann an dem unteren Rand cine ζ. B. aus Asbest bestehende,
federnd wirkende Wulst angeordnet sein.
In den Zeichnungen isl der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel erläutert.
F i g. 1 isl eine teilweise Seitenansicht einer Batterie waagerechter Verkokungsöfen mit einem Gerüst
zum Verfahren eines Füllwagcns;
F i g. 2 ist ein senkrechter Schnitt durch eine einzelne Ofenkammer mit einem darüber befindlichen
Füllwagen entsprechend der Schnittlinie II-1I von
Fig. 1;
F i g. 2 a ist ein senkrechter Schnitt durch das oberhalb der öfen laufende endlose Förderband;
F i g. 3 ist eine Grundrißdarstellung als Draufsicht auf die Verkokungsöfen entsprechend der Schnittli
nie 111-111 von Fi g. 1 (ohne Füllwagen);
Fig.4 ist eine Seitenansicht von der Schnittlinie
IV-IV der F i g. 5 her gesehen; sie entspricht der Ansicht nach F i g. 1 und bezieht sich auf eine andere
Auslührungsform einiger Teile der Einrichtung;
Fig. 5 ist ein senkrechter Schnitt, der dem der F i g. 2 entspricht, und bezieht sich auf die Ausführungsform
der F i g. 4.
Mit 10 sind die die einzelnen Ofenkammern abschließenden
Türen bezeichnet, mit 11 die Ankerständer, zwischen denen das Mauerwerk, das die
Ofenkammern voneinander trennt, verspannt ist. In der Decke 12 der öfen befinden sich bei jedem Ofen
fünf Füllöffnungen 13. Jede Olenkammcr ist mittels eines Steigrohres 14 an die über die ganze Batterie
durchlaufende Vorlage 15 angeschlossen.
Wie die Ansicht F i g. 1 zeigt, bilden eine Reihe von öfen, beim dargestellten Beispiel 20 Öfen, eine
zusammenhängende Gruppe oder Block 17. wobei zwischen zwei benachbarten Blöcken 17 breite Zwischenwände
16 vorgesehen sind. Diese Zwischenwände können beispielsweise aus armiertem Beton
bestehen und mit den senkrechten Stützen 18, die im Ofenfundament verankert sind, sjarr verbunden sein.
Die Stützen 18 tragen am Kopfe ein durchlaufendes Gerüst, das aus den senkrechten Platten 21. den
Verstrebungen 19 und den I-Eisen 23 besteht. Auf diesen liegen in der Längsrichtung der Batterie laufende
I-Eiscn, die die Schienen 24 lür die Räder 25
des Füllwagcns 26 tragen. Auf jeder Seite des Füllwagcns 26 sind je vier Räder 25 vorgesehen.
Der Füllwagen hat obere Füllräume 27. die mit
unteren Abschlüssen 28 versehene Auslauftaschcn 29 besitzen. Unterhalb der Abschlüsse 28 liegen die un
tcren Füllräume 30, aus denen Kohle über die für'
Auslauftaschen 31 unmittelbar in die Füllöffnung:·; 13 abgelassen werden kann. Der Auslauf der Kohle
aus den unteren Füllräumen 30 kann entweder allein durch Abrutschen der Kohle aus den Trichtern erfolgen,
es können aber zusätzliche Einrichtungen zum Auflockern der Kohle und zur Verhindern:!;:
des Fcstbackens an den Wandungen vorgesehen sein.
Man kann auch bekannte Einrichtungen, clic eine genaue
Einstellung des Kohlcneinlaufcs bewirken, verwenden,
z. B. Förderrinnen oder Drehteller.
Aul der der Vorlage 15 abgewandten Seile stehen auf den Stützen 18 Konsolen, die durch die senkrechten
Eisen 46 und die waagerechten Eisen 47 gebildet werden. Auf den waagerechten Eisen 47 stcr.
hen die Tragböcke 33 eines endlosen Förderbandes: Auf den Rollen 32 läuft das Obertrum 34, auf den
Rollen 35 das Untertrum 36.
Auf den Eisen 47 liegen weiter die Schienen 48 für die Räder 49 eines Abstrcifcirwagens 50, der starr
ίο mit dem Gerüst des Füllwagens 26 verbunden ist.
Mittels des Absireiferwagens wird das Obertrum 34 erfaßt, das über die Abwurfrolle 51 umgelenkt und
über eine weitere Rolle 52 geführt wird, mittels deren es wieder in seine normale Lage gebracht wird,
bei der es auf den Rollen 32 läuft. Der Abstreiferwagen 50 hai einen rohrförmigen Schacht 53, mittels
dessen auch die Verbindung mit dem Füllwagen 26 hergestellt wird.
Das von der Rolle 51 abgeworfene Gut gelangt
durch den schräggeführten Schacht 53 in den Kasten 54 des Trogkettenförderer*. Innerhalb dieses Kastens
läuft über die Rollen 55 eine endlose Kralzerkette 56 in dem durch die Pfeile 57 angedeuteten Sinne. Unterhalb
des Einlaul's 53 liegt ein Tischblech 58. Im
»5 Boden des Kastens 54 befinden sich oberhalb der
Füllräume 27 Öffnungen 59. durch die die von der Kratzerkeite 56 geförderte Kohle in die oberen Füllraume
27 fällt.
Die auf dem Übcrlium34 vom Kohlcnturm herangebrachte
Kohle wird also über die Rolle 51 des Abstreiferwagens
50 in den Schacht 5.J geworfen und durch die Kiatzerkette 54 gleichmäßig auf die einzelnen
oberen Füllräume 27 verteilt.
Sind die unteren Füllräume 30 nach Füllung eines Ofens entleert, so kann durch öffnen der Abschlüsse
28 die Kuhle aus den oberen Püllräumen 27 in die unteren Füllriiumc 30 abgelassen werden.
In dem Füllwagen ist eine Kabint: 37 für den Bedicmingsmann
vorgesehen, die mittels einer Leiter 38 von der Olendecke aus zugänglich ist. Von diesem
aus kann der Antrieb des Förderbandes ein- und ausgeschaltet werden.
Absenkbar ist an dem Füllwagen eine Haube 39
angebracht. Ihre abgesenkte Wand umschließt den Raum sämtlicher Füllöffnungen einer Ofenkammer.
Der innerhalb der Haube befindliche Raum 40 ist über ein Gebläse 41 und einen Wascher 42 an einem
Sehlot 43 angeschlossen. Innerhalb des von der Haube abgedeckten Raumes können sich auch die
maschinellen Einrichtungen zum Abheben und Wiedereinsetzen der Fülllochdeckel befinden.
Die Aiisführungsform nach den F i g. 4 und 5 unterscheidet
-.ich ν on der gemäß Fig. 1 und 2 dadurch,
daß bei dem hier mit 66 bezeichneten Füllwagen nicht iibcreinandcrliegende Füllraume vorhanden
sind, sundern zwei in der Fahrtrichtung des Wagens mmueinanderliegcnde Reihen von Füllräumen vorhanden
sind. Die Füllräume beider Reihen sind in der I unkiion gleich. Die Füllraume 60 haben AuslaufUü-chcn
62 und Fülltrichter 64. Die Füllräume 61 haben ebentuils Auslauftaschcn 63 und Fülltrichter
65. Oberhalb beider Reihen ist ein zur Bcschickunu, der Fullräume dienender Trogkettenförderer in
einem Kasten 54 in gleicher Weise angeordnet wie bei der Anordnung nach Fi g. 1 und 2. Auf jeden der
Kästen 54 ist ein Beschickungstrichter 78 bzw. 79 aufgesetzt. Der Füllwagen 66 läuft ebenfalls mittels
Rädern 25 auf Schienen 24, die auf Konsolen 20 stc-
hen und mittels einer etwas anders ausgebildeten
Tragkonstruktion von den Stützen 18 getragen werden.
Auf die Stützen 18 sind weitere Stützen 72 aufgesetzt, die das Dach 73 tragen.
Auf der durch die Darstellung des Kokskuehcnführungsgitters
77 erkennbaren Koksscite der Batterie sind an den Stützen 72 weitere Konsolen 22 angebracht.
Diese tragen die im übrigen gleicherweise ausgebildeten Böcke 33 mit den Laufrollen 32 für
das Obertrum 34 und den Tragrollen 35 für das Untertrum 36 des Förderbandes, das zum HcransclKiffcn
der Kohle aus dem Vorratsturm dient und aus dem die Füllwagen 66 beschickt werden. Auf Laufflächen
67 beiderseits der Bücke 33 bewegt sich der Haltcrahmen 68 für einen Abstreifer 69, der mit dem
Hebel 70 schwenkbar gelagert ist. Der Halterahmen 68 ist mit dem Schacht 71 starr verbunden. Wird der
Abstreifer abgesenkt, so wird die Kohle aus dem Obertrum 34 abgestrichen und fällt über den Schacht
71 in einen der Trogkettenförderer. Der Halterahmen 68 und der Schacht 71 können sowohl in eine
Stellung oberhalb der Füllräume 61 (wie dargestellt) oder in eine Stellung oberhalb der Füllräume 60 gebracht
werden, wobei dann die Kohle entweder in den Trichter 79 oder in den Trichter 78 gelangt.
Das Füllen der einen Reihe von Räumen 60 kann während der Zeit und in derjenigen Stellung des
Fülhvauuns 66 erfolgen, in der die andere Reihe von
Füllräumen 61 über einer Ofenkammer steht und diese durch Ablassen der Kohle aus den Räumen 61
gefüllt wird, und umgekehrt. Das höhere Gewicht des Füllwagcns 66 und auch des Füllwagcns 26, das
durch, die Anordnung zweier Reihen von Füllräumen gegeben ist, kann mit Rücksicht auf das gemäß der
F.rfindung verwendete, vom Ofcnblock unabhängige
jo Traggerüst für die Fahrbahn des Wagens in Kauf genommen
werden.
Das Dach 73 ist mit sehr flacher First ausgebildet. Auf der Maschinenseite sind oberhalb der Steigrohre
Klappen 74 vorgesehen, die dann geöffnet werden, wenn ein darunter befindliches Steigrohr 14 geöffnet
wird. Das öffnen der Klappen 74 kann gegebenenfalls auch automatisch durch am Füllwagen 66 angebrachte
Anschläge erfolgen. Mit 75 und 76 sind Schüben bezeichnet. Durch sie wird der Raum oberhalb
der Ofendecke gegen die aus dem geöffneten Steigrohr aufsteigenden Gase und Dämpfe abgeschirmt.
Die Stützen 72 sind mit einer außenlicgenden Verkleidung
80 versehen. Dadurch wird der Raum oberhalb der Ofendecke abgeschlossen. Durch eine Filteranlage
kann dafür gesorgt werden, daß verunreinigte Luft ständig abgezogen wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Batterie waagerechter Verkokungsöfen, bei 5 kungsöfen mittels eines Füllwagens zu beschicken,
der oberhalb der Decke an einem Gerüst ein dessen einzelne Taschen Ausläufe haben, die den in
Füllwagen auf Schienen verfahrbar ist, dessen der Decke vorgesehenen Füllöffnungen entsprechen,
einzelne Taschen den in der Ofendecke vorgese- Dabei wird der Füllwagen auf Schienen verfahren,
henen Füllöffnungen entsprechende Ausläufe ha- die auf der Ofendecke verlegt sind. Eine solche Anben,
dadurch gekennzeichnet, daß die io Ordnung wird jedoch der Entwicklung nicht gerecht.
Batterie in Blöcke (17) von beispielsweise lü bis die durch die ständige Vergrößerung der Kammer-20
Öfen unterteilt ist und das Gerüst auf beider- höhe und Kammerlünge und die raschere Folge des
seits der Batterie im Bereich der Ofenköpfc vor- Drückens bei Batterien gegeben ist, die aus einer ergesehenen
Stützen (18) ruhi, die paarweise durch heblichen Anzahl von Öfen bestehen, und die notzwischen
benachbarten Ofenblöcken (17) verlau- 15 wendigerweise zu einem beträchtlichen Gewicht des
fende Querstreben oder Zwischenwände (16) ver- beladcnen Wagens und zu hohen Fahrgeschwindigbunden
sind. keiten führt.
2. Batterie waagerechter Verkokungsöfen nach In einem früheren Stadium des Koksofenbaues hat
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die man in den USA versucht, das tragende Ofcnmauer-Füllwagenschienen
(24) auf Konsolen (20) ruhen. 20 werk vom Gewicht des auf der Decke fahrenden die von den die Stützen (18) verbindenden Füllwagens zu entlasten, indem man ein gitterartiges
Längsstreben (21) nach innen ragen. Gerüst auf die Ankerständer der Batterie setzte und
3. Batterie waagerechter Verkokungsöfen nach an diesem Gerüst den Füllwagen nach Art einer
Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Hängebahn verfuhr. Diese Anordnung hat sich jedie
Außenseiten der Stützen (18) nicht in die 25 doch nicht einführen können und ist seit langem auf-Flucht
der vor den öfen verfahrbaren Bedie- gegeben.
nungsmaschinen hineinragen. Neuere Untersuchungen haben erwiesen, daß das
4. Batterie waagerechter Verkokungsöfen, aufsteigende Mauerwerk der Heizwände ohne weitenach
den Ansprüchen 1, 2 oder 3, dadurch ge- res in der Lage ist, das Gewicht des Füllwagens aufkennzeichnet,
daß auf dem Gerüst ein in Battc- 30 zunehmen, und zwar auch dann, wenn die Dimensiorielängsrichtung
förderndes Band (34), das von nen der einzelnen Ofenkammern größer sind. Der dem Kohleturm oder einer Kohlemischanlage zu Erfinder hat jedoch festgestellt, daß durch die hohen
beschicken ist, und ein Abstreifen (69) vorgese- Belastungen großräumiger Füllwagen und die großen
hen ist, der die Kohle vom Band (34) in den Füll- Beschlcunigungs- und Verzögerungskräfte bei den
wagen (26, 66) abwirft. 35 hohen Fahrgeschwindigkeiten, die zur rationellen
5. Batterie waagerechter Verkokungsöfen nach Ausnutzung im modernen Ofenbetrieb erforderlich
Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß am sind, durch das ständige Fahren der Füllwagen auf
Füllwagen (26) oberhalb der Füllräume (30), aus der Decke in deren Mauerwerk Schwingungen erdenen
das Einfüllen der Kohle in die Öfen er- zeugt und Erschütterungen hervorgerufen werden,
folgt, ein von dem Förderband (34) zu beschik- 40 die zu einer allmählichen Rißbildung und damit zu
kender Vorratsbehälter (obere Füllräume 27) Undichtigkeiten in den oberen Teilen des Ofenmauvorgesehen
isi, der eine Ofenfüllung faßt. erwerks führen. Solche Undichtigkeiten bergen die
6. Batterie waagerechter Verkokungsöfen nach Gefahr von Gasverlusten und unbeabsichtigten Vereinem
der vorhergehenden Ansprüche, dadurch brennungen in sich. Außerdem wird sich in entstegekennzeichnet,
daß auf dem Füllwagen (66) 45 henden Rissen und Fugen Graphit ansammeln, der
zwei Reihen von Füllräumen (60, 61) angeordnet die Ofendecke auseinandertreibt, wodurch es zur
sind, die gleichzeitig und unabhängig voneinan- Zerstörung des gesamten oberen Ofenmauerwerks
der Kohle in eine Ofenkammer entleeren und mit kommen kann. Daher müssen solche Undichtigkeiten
Kohle von dem in Batterielängsrichtung laufen- unter allen Umständen vermieden werden.
den Band (34) füllbar sind. 50 Solche Erschütterungen pflanzen sich auf das
7. Batterie waagerechter Verkokungsöfen nach Mauerwerk auch dann fort, wenn ein Traggerüst für
einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch eine Hängebahn des Füllwagens auf den Ofen selbst
gekennzeichnet, daß an dem Füllwagen (26, 66) aufgesetzt wird und etwa die das Mauerwerk von
eine absenkbare Haube (39) angeordnet ist, die beiden Seiten verspannenden Ankerständer eine
in herabgelassenem Zustand auf der Ofendecke 55 solche Hängebahn tragen müssen.
aufliegt und den Raum (40) sämtlicher Füllöff- Es ist das Ziel der vorliegenden Erfindung, bei
nungen (13) einer Ofenkammer umschließt, wo- einem oberhalb der Decke an einem Gerüst verfahr-
bei an der Haube (39) eine Absaugvorrichtung baren Füllwagen dieses Traggerüst so auszubilden,
(41) für die Füllgase angebracht ist. daß keine gefährlichen, durch das Fahren des Wa-
Priority Applications (5)
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| DE19712142555 DE2142555C3 (de) | 1971-08-25 | 1971-08-25 | Batterie waagerechter Verkokungsöfen |
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