DE2141455C3 - Einrichtung zum Einbringen von versprühbarem Schmiermittel in Formen für die Herstellung von Hohlglaskörpern - Google Patents
Einrichtung zum Einbringen von versprühbarem Schmiermittel in Formen für die Herstellung von HohlglaskörpernInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Ein- as
bringen von versprühbarem Schmiermittel in eine im Arbeitstakt zu öffnende und zu schließende Form für
die Herstellung von Hohlglaskörpern, welche über eine gegenüber der Form stationäre und im Abstand
über der Form endende Glaszuführungsrinne mit geschmolzener Glasmasse beschickt und periodisch mit
einem versprühbaren Schmier- und Trennmittel besprüht wird.
Es ist notwendig, die Formen für die Herstellung von Hohlglaskörpern mit einem Schmier- und Trennmittel
periodisch zu behandeln. Diese Behandlung erfolgt bisher üblicherweise so, daß das Bedienungspersonal
mit einem »Schwabbel«, der mit pastösem Schmierstoff getränkt ist, in Intervallen von IO bis 30
Minuten die geöffneten Formhälften ausschmiert. Diese Arbeitsweise ist nicht nur umständlich, sondern
überdies auch unzuverlässig, weil keine genaue Dosiermöglichkeit und Gleichmäßigkeit des Auftrags
in den Formen erzielt wird.
Um dieser Schwierigkeit beizukommen, sind verschiedene Einsprühsysteme entwickelt worden:
Aus der USA.Patentschrift 3 141 752 ist eine in den Tropfring fest eingebaute Sprühdüsenanordnung
bekannt, die bei geschlossener Form und auf die Form aufgesetztem Topfring zwangläufig in Arbeitsstellung
gegenüber der Form gebracht ist. Es hat sich indes gezeigt, daß bei dieser Anordnung die Düsen
eine solche Erwärmung erfahren, daß nach einiger Zeit eine Verkrustung durch Bestandsteile des
Schmier- und Trennmittels stattfindet, die zu einer Betriebsunterbrechung führen.
Ähnliche Schwierigkeiten treten bei einer aus der USA.-Patentschrift 3 480 422 bekannten Anordnung
auf, bei der Sprühdüsen an dem dem Tropfring gegenüberliegenden unteren Ende der Vorform eingebaut
sind.
Um die Schwierigkeiten des Verkrustens von stationär in unmittelbarer Nähe der Form angeordneten
Sprühdüsen zu vermeiden, ist in den USA.-Patentschriften
3 172 606, 3 508 711 und der deutschen Offenlegungsschrift
2 103 378 vorgesehen, daß die Sprühdüsen zwischen von der Form entfernten Ruhestellung
und einer Arbeitsstellung gegenüber der Form angeordnet sind, so daß sie nicht ständig der
zur Verkrustung führenden Temperatur in der Nähe der Form ausgesetzt sind. Bei dieser Ausführungsform ergibt sich indes für das Überführen der Sprühdüsen
in Arbeitsstellung eine Verlustzeit, die sich nicht oder nur schwer in den normalen Arbeitsablauf
der auf kurze Taktzeiten ausgelegten Maschine integrieren läßt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung der eingangs bezeichneten Art so auszugestalten,
daß einerseits infolge Temperatureinwirkung keine Verkrustungsgefahr besteht und sich andererseits
keine Verlustzeiten durch die Verstellung von Sprühdüsen ergeben.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß eine im Bereich des Austrittsendes der Glaszuführungsrinne angeordnete Sprühdüse
zum Einsprühen in die geschlossene Form vorhanden ist.
In der GB-PS 1 235 560 findet sich bereits ein Hinweis, daß Sprühgeräte für Schmiennittel zum Besprühen
der Forminnenflächen bekannt seien, darunter solche, welche über der Form blieben und nach
unten sprühten. Dabei ist aber nicht gesagt, ob es sich um eine einteilige oder mehrteilige Form handelt,
und auch keine nähere Angabe über die Lage des Sprühgeräts gemacht. Im übrigen sind die erwähnten
Sprühanordnungen in dieser Literaturstelle deshalb als unzweckmäßig verworfen, weil sie angeblich
keine gleichmäßige Benetzung der Form erbringen.
In der GB-PS 966 879 ist vorgesehen, bei einer geteilten Form diese im geöffneten Zustand mit
Schmiermittel auszusprühen. Auch hier ist darauf hingewiesen, daß eine gleichmäßige Benetzung mit
Schmiennittel nicht erreicht würde.
Aus der US-PS 2 410 422 ist es bekannt, eine einteilige Form, welche nacheinander eine Sprühanlage-
und eine Glasbeschickungsstelle unterläuft, von oben her mit Schmiermittel auszusprühen. Hierbei
ist aber das Sprühgerät nicht im Bereich des Austrittsendes der Glaszuführupgsrinne angeordnet;
es liegt vielmehr insofern ein ganz anderes System vor, als Form, Sprühgerät und Glaszuführungsrinne
keine stationäre Einstellung relativ zueinander haben. Schließlich ist es aus der US-PS 2 744 358 bekannt,
bei einer geteilten Form diese im geöffneten Zustand von stationären Sprühgeräten her auszusprühen,
wobei die Sprühgeräte dann naturgemäß nicht im Bereich des Endes der Glaszuführungsrinne
angeordnet sind. Bei dieser Anordnung ergibt sich der Nachteil, daß auch die Trennflächen der Form
besprüht werden und verkrusten, so daß der Formschluß nach einiger Gebrauchszeit nicht mehr exakt
sein kann.
Bei der erfindungsgemäßen Einrichtung sind die Nachteile aller bekannten Systeme vermieden:
Eine Verkrustung von Schmier- und Trennmittel kann nicht eintreten; durch die stationäre Anordnung
von Form, Glaszuführungsrinne und Sprühgerät relativ zueinander sind geringe Taktzeiten möglich;
die Gefahr einer Schichtbildung auf den Formtrennflächen ist vermieden.
Die von den Erfindern der GB-PS 1 235 560 und 966 879 befürchtete Ungleichmäßigkeit der Benetzung
der Formwand tritt, wie die Anmelderin festgestellt hat, in vielen Fällen nicht auf, und kann,
wenn sie auftreten sollte, etwa infolge komplizierter
Gestalt des zu erzeugenden Hohlglaskörpers einfach dadurch beseitigt werden, daß man bei Feststellung
des Bedarfs während des Einsprühens Unterdruck in der Form aufrechterhält.
Die Fig. 1 bis 5 erläutern die Erfindung; sie stellen aufeinanderfolgende Zustände einer zweiteiligen
Hohlglasform dar.
Über der öffnung der hier als Vorform dargestellten Form 11 ist eine Rinne 12 tür die Zuführung der
flüssigen Glasmasse 13 von einer nicht dargestellten bekannten Zuführeinrichtung angeordnet. Unmittelbar
neben dem Ende 14 der Rinne 12 ist die Austrittsöffnung 15 einer Schmiermittel-Sprüheinrichtung
16 angeordnet, die einen Sprühkopf 18 und ein Absperrventil, etwa ein Magnetventil 19, umfaßt.
Zum Sprühkopf führen je eine Schmiermittelleitung 21 und eine Sprühluftleitung 22. Das Magnetventil
19 ist in der Spriihluftleitung 22 angeordnet, so daß
der Druck der Sprühluft nicht unkontrolliert auf den Sprühkopf 18 einwirken kann, der nach dem Prinzip
eines Überdruckventils arbeitet und durch den Druck der Sprühluft öffnet, wenn das Magnetventil betätigt
wird. Das in der Schmiermittelleitung 21 vorhandene Schmiermittel steht ebenfalls unter Druck, so daß ein
störungsfreies Nachtreten des Schmiermittels gewährleistet ist.
Wie aus F i g. 1 hervorgeht, beginnt der Arbeitszyklus
mit einer offenen Form 11, deren beide Hälften auseinandergefahren sind, nachdem ein vorher gefertigter
Hohlglaskörper entnommen worden ist. Gemäß F i g. 2 wird die Form 11 daraufhin geschlossen. Danach
setzt das Besprühen der Forminnenfläche ein, wobei das Trenn- und Schmiermittel durch den Luftstrahl
30 aus der öffnung 15 direkt in die Form 11 eingeblasen und dort verwirbelt wird; die Gleichmäßigkeit
der Innenwandbeaufschlagung kann durch Aufrechterhaltung eines Unterdrucks in der Form 11
verbessert werden.
Nach dem Abschluß des Spriihvorgangs wird gemäß Fig. 4 ein Glasmassetropfen 13 in die Form 11
gegeben und gemäß F i g. 5 zu einem Kübel verformt.
Mit dem öffnen der Form 11 und der Entnahme des
vorgefertigten Hohlkörpers 20 ist ein Arbeitszyklus abgeschlossen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Einrichtung zum Einbringen von versprühbarem
Schmiennittel in eine im Arbeitstakt zu öffnende und zu schließende Form für die Herstellung
von Hohlglaskörpern, welche über eine gegenüber der Form stationäre und im Abstand
über der Form endende Glaszuführungsrinne mit geschmolzener Glasmasse beschickt und periodisch
mit einem versprühbaren Schmier- und Trennmittel besprüht wird, dadurch gekennzeichnet,
daß eine im Bereich des Austrittsendes der Glaszuführungsrinne angeordnete Sprühdüse zum Einsprüchen in die geschlossene
Form vorhanden ist
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß an die Form während der Einsprühung Unterdruck anlegbar ist.
Priority Applications (8)
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