DE2141368C - Zerlegbare Gießform - Google Patents
Zerlegbare GießformInfo
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Description
3 4
Fig. 2 einen Querschnitt durch die Gießform in stücke 8 eingelegt. Sodann werden in
Höhe der Verschraubung nach einem Schnitt H-II in der Laschen 3,4 die Schrauben 5 eing
F i g 1, Halbschalen 1,2 durch Anziehen der Muttern 6 zu-
F i g. 3 eine perspektivische Ansicht eines Distanz- sammengespannt, bis die ^.^Sfirfldrt "lo-
stücks. 5 Dabei wird der Bleidraht 9 leicht flachgedrucKt, wo
Die Gießform besteht, wie aus den FiK I und 2 bei er sich in der Trennfuge7 dichtend an, üie ein-
ersichtlich ist, aMs zwei Geschoß-Halbschalen 1,2, an ander gegenüberliegenden Trennflachen der HoIb-
die vornehmlich im Bereich eines Geschoßbodens IO schalen 1,2 anschmiegt. Die so .p^™^..^*;
und eines Mundlochs 11 deckungsgleich durchbohrte form wird sodann zusammeV /^d,,,™ y R
laschen 3,4 angeschweißt sind, die mit Messing- io Originalgeschoßhüllen m die Gie^°l"^n^uf^;
schrauben 5 und Muttern 6 zusammengespannt wer- einen Gießtransportwagen umgestellt und wie. de
den. b ' Geschoßhüllen mit warmflussigem Sprengstoff gefüllt
Zur Erzielung einer Trennfuge 7 definierter Breite und in diversen Warmhalte- bzw. Kuhlstulen aut br-
sind an den Klemmstellcn zwischen die Halbschalen starrungs- bzw. Raumtemperatur abgekunit.
1,2 eingelegte, in Fig. 3 gezeigte Distan/stücke 8 »5 Zum Durchtrennen der erstarrten Guß adung wer^
1,2 eingelegte, in Fig. 3 gezeigte Distan/stücke 8 »5 Zum Durchtrennen der erstarrten Guß adung wer^
vorgesehen, die eine Siegbreite win beispielsweise den die Schrauben 5,6 gelöst und die Distanzstucke 8
3,5 mm haben. ' entfernt. Sodann wird der Bleidraht 9 herausgezogen
Zur Abdichtung der Trennfiige 7 dient ein runder Im folgenden Sägevorgang steht ein durchgehend
oder elliptischer Bleidraht 9, der eine Mindest-Aus- gleichmäßiger Spalt 7 für die Säge zur Verfugung so
gangsdicke von beispielsweise 4 mm hat und beim ao daß allein der Sprengstoff durchsagt wird. Nach Pru-
Zusammenschrauben der Halbschalen 1, 2 auf fen der Gußladung auf Gefügestruktur sowie Risse-
3,5 mm zusammengedrückt wird. und Lunkerfreiheit kann der Sprengstoff wieder aus-
Zum Gießen eines Prüflings werden in die Trenn- geschmolzen und sowohl dieser, wie vor allem aber
fuge 7 zwischen die Halbschalen 1,2 der Bleidraht 9 die Gießform 1,2 nach entsprechender Vorbenand-
sowie im Bereich der Klcmmstellen die Distanz- 25 lung wieder verwendet werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Zerlegbare, vornehmlich aus Original-Ge- fügeaufbaus der Sprengstoff-Füllung möglich,
schoßhüllen hergestellte, längsteilbare Gießform, 5 Die Gießformen werden in bekannter Weise aus
deren Halbschalen zum Prüfen der erstarrten Originalgeschoßhüllen durch mittiges Längsteilen erSprengstoff-Füllung
auf Gefügeausbildung sowie stellt und zum Ausgießen durch rundum greifende Lunker- und Rissefreiheit unter Zwischenlcgen Klammern aneinandergefügt. Das Abdichten der beivon
Dichtmitteln zusammengefügt, wie ungeteilte den Halbschalen gegeneinander erfolgt durch das
(Original-)Geschoßhüllen mit warniflüssigem io Einlegen einer entsprechenden Dichtung auf Holz-Sprengstoff
ausgegossen und nach dem Erstarren Pappe bzw. Asbest-Steinwollebasis. Diese Methode
des Sprengstoffs und Lösen der Klemmen od. dgl. hat aber zwei wesentliche Nachteile. Einerseits erlängs
der Stoßfuge durchtrennt werden, da- geben sich im Bereich dei umschließenden Klamdurch
gekennzeichnet, daß als Dicht- mern vom Originalgeschoß abweichende Wärmeleitmittel
ein verformbarer Werkstoff in Drahtform 15 Verhältnisse, andererseits wird im Bereich der Trenndient,
dessen Wärmeleitfähigkeit etwa gleich der fuge der Wärmeffuß unterbrochen. Als sehr nach
des Werkstoffs (Stahl) der Gießformen ist. teilig erweist sich schließlich, daß sich die Dichtung
2. Gießform nach Anspruch 1, dadurch ge- vor dem Sägen nur mit Schwierigkeit entfernen läßt
kennzeichnet, daß als Dichtmittel ein Bleidraht Mit den herkömmlichen Diciitinillcln ist es außerdem
(9) dient. 20 kaum möglich, einen zum Einführen eines Sägeblai
3. Gießform nach den Ansprüchen I und 2, ge- tes notwendigen, entsprechend breiten und ringsum
kennzeichnet durch in die Trennfuge (7) zwischen gleichmäßig breiten Trennspalt zu erzielen. Ein
den Halbschalen (1,2), vornehmlich im Bereich anderes Trenner der Gußladung, z.B. durch Aus
der Klemmstellen einlegbare Distanzglieder (8). einanderrcißen, ergibt aber keine klare Auskunft über
4. Gießform nach den Ansprüchen I bis 3, da- as die Gefügebeschaffenheit und ist auch aus Sicher
durch gekennzeichnet, daß an den Geschoß- heitsgründen abzulehnen.
Halbschalen (1,2), vornehmlich im Bereich eines Aufgabe der Erfindung ist es daher, diese auf-
Gehäusebodens (10) sowie eines Mundlochs (II) gezeigten Mangel zu beseitigen und für die Gießdeckungsgleich
Laschen (3,4) angeschweißt sind, formen, bei denen die Gußladung nach dem Erstarwelche
durchbohrt und mittels Schrauben (5) und 30 ren durch Sägen längs der Trennfuge zerlegt werden
Muttern (6) aneinander befestigbar sind. soll, Dicht- und Verbindungsmittel zu schaffen,
die weitgehend dem Originalgeschoß entsprechende Wärmeieitverhältnisse ergeben, d. h. die Erstarrungsvorgänge im Originalgeschoß möglichst getreu simu-
35 Heren.
Nach der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß als Dichtmittel ein verformbarer Werkstoff in
Drahtform dient, dessen Wärmeleitfähigkeit etwa
Die Erfindung betrifft eine zerlegbare, vornehmlich gleich der des Werkstoffs (Stahl) der Gießformen ist.
aus Original-Geschoßhüllen hergestellte, längsteilbare 40 Ein solcher Werkstoff ist beispielsweise Blei, das in
Gießform, deren Halbschalen zum Prüfen der er- Form von Bleidraht eingelegt werden kann,
starrten Sprengstoff-Füllung auf Gefügeausbildung Blei ist nicht nur als Dichtmaterial hinreichend
sowie Lunker- und Rissefreiheit unter Zwischenlegen anschmiegsam und verformbar, sondern auch in seivon
Dichtmitteln zusammengefügt, wie ungeteilte ner Wärmeleitfähigkeit der von Stahl sehr nahe, so
(Original-)Geschoßhüllen mit warmflüssigem Spreng- 45 daß beim Gießen der Wärmefluß an der Trennfuge
stoff ausgegossen und nach dem Erstarren des nicht unterbrochen ist. Weiterhin ist Blei auch hin-Sprengstoffs
und Lösen der Klemmen od. dgl. längs reichend temperaturfest, zum Sägen aber leicht entder
Stoßfuge durchtrennt werden. fernbar.
Es ist bereits bekannt, die Sprengstoff-Füllung Um eine ringsum gleichmäßige Spaltbreite der
eines Geschosses zerstörungsfrei mittels Röntgen- 50 Trennfuge zu erzielen, können zusätzlich zur Bleiuntersuchung
zu überprüfen. Diese Überprüfung gibt dichtung — vornehmlich von außen Distanzstücke
allerdings nur über größere Lunker und Risse Auf- in die Fuge eingelegt sein. Zum Verbinden der Halbschluß,
nicht aber über die Gefügeausbildung und schalen können an diesen Laschen angeschweißt sein,
die Erstarrungsform des Sprengstoffs. welche Bohrungen aufweisen, über welche die HaIb-
Daneben ist es bekannt, stichprobenweise mit 55 schalen durch Schrauben verbunden werden.
Sprengstoff gefüllte Original-Geschoßkörper mittels Die vor dem Zusammenfügen und Verschrauben
einer automatischen Bügelsäge quer zu durchtrennen. der Halbschalen zusätzlich zur Bleidichtung eingeleg-Diese
Methode ist nicht nur langwierig, sondern auf- ten Distanzstücke gewährleisten einerseits, daß die
wendig, da dei Geschoßkörper verlorengeht. Bleidichtung an keiner Stelle zu stark zusammen-
Eine zuverlässige und wirtschaftliche Methode 60 gequetscht wird, andererseits, daß ringsum die zum
stellt das eingangs erwähnte Vergießen des Spreng- Einführen der Säge erforderliche Spaltbreite sicherstoffs
in aus Originalgeschoßhüllen hergestellte, zer- gestellt ist.
legbare Formen dar, die während des Produktions- Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines in
ablaufes wie die anderen Geschoßhüllen gefüllt und der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
weiterbehandelt, d. h. gekühlt werden und somit 65 näher erläutert. Es zeigt
einett vergleichbaren Qualitätsstand dei Produktion F i g. 1 einen Längsschnitt durch eine geschlossene,
wiedergeben. Die zerlegbaren Formen werden nach erfindungsgemäß mit Rundblei in Drahtform abdem
Erstarren des eingegossenen Sprengstoffes, vor- gedichtete Gießform,
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