CH428393A - Giessform für die aluminiothermische Schweissung von senkrecht gestossenen Rundstählen - Google Patents
Giessform für die aluminiothermische Schweissung von senkrecht gestossenen RundstählenInfo
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Description
Giessform für die aluminothermische Schweissung von senkrecht gestossenen Rundstählen Die Erfindung betrifft eine Giessform zum alumino- thermischen Schweissen von senkrecht .gestossenen Rund stählen, insbesondere von Betonstählen.
Das aluminiumthermische Schweissen von Beton stählen ist bekannt. So ist beispielsweise bereits. vorge schlagen worden, die zu verbindenden Enden des Beton stahles in eine Schweisspatrone, einzuführen, :die voll ständig mit der exotherm reagierenden Schweissmasse gefüllt ist.
Die Reaktionswärme :der Schweisspatrone erwärmt die Betonstahlenden .auf Schweisshitze, und mit :einer geeigneten Vorrichtung wird dann ein Stauchdruck ausgeübt, und es erfogt eine aluminothermische Press- schweissung. Einen grossen Vorteil bietet dieses Ver fahren dadurch, dass die Schweissstelle nicht vor dem Einleiten der chemischen Reaktion vorgewärmt werden muss. Es hat sich jedoch herausgestellt, dass bei diesem Schweissverfahren !die Schweissverbindung oft nicht ein wandfrei :ist, da der Schweissquerschnitt durch Oxyd einschlüsse reduziert wird.
Es ist auch hinderlich, dass der Schweissstoss zugearbeitet werden muss, indem me tallisch blanke planparallele Flächen hergestellt werden, müssen.
Für :das Zusammenfügen von Fertigbauteilen ist das Verfahren ungeeignet, weil die fest in dem Beton gelagerten Betonstähle sich nicht mehr herausziehen lassen, um den. notwendigen Stauchdruck auszuüben.
Auch die Anwendung des :bekannten Zwischenguss verfahrens mit Reaktionsraum und getrennter Giessform ist nicht neu. Dabei wird die .Schweissstelle nicht vorge wärmt, weil es .auf eine schnelle Durchführung der Schweissung ankommt. Bei diesem Verfahren: geht der Reaktionsraum unmittelbar .in die Giessform über, so dass ein Teil der Reaktion direkt an der Schweissstelle abläuft. Obwohl dieses Verfahren einen. Fortschritt be deutet .gegenüber der Schweissung mit einer Schweiss patrone, hat es den Nachteil, dass -der Schweissquer, schnitt durch Schlackeneinschlüsse ebenfalls geschwächt wind.
Die Entstehung der Schlacke, welche aus Alu miniumoxyd besteht, ist :bei der aluminothermischen Reaktion nicht zu vermeiden. Da :der Schlackenschmelz- punkt sehr hoch ist, erstarrt die .Schlacke sofort bei Berührung mit :dem kalten Betonstahl. Wenn :dieser Schweissfehler :bei kleineren:
Stahldurchmessern und bei Stählen geringerer :Festigkeit :infolge des überdimensio- nierten Schweissquerschnittes sich nicht immer auswirkt, so führt dieser jedoch beim .Schweissen grösserer Stab- idurchmaesser und vor allen Dingen :beim .Schweissen von Stählen höherer Festigkeit zu ungenügenden Festig keitswerten -der Schweissverbindungen.
Es. ist früher fauch bereits versucht worden, Rund stähle miteinander zu verbinden, indem der reduzierte Stahl erst nach vollständig beendeter Reaktion in den Giessraum geleitet wurde. Dies kann entweder durch ,die Anordnung eines Reaktionstiegels, der nach vollen deter Reaktion -abgestochen wird, geschehen oder auch :durch :die Anordnung ,eines leicht schmelzenden Ver schlussplättchens zwischen Reaktionsraum und Giess form.
Das Letztere ist die allgemein übliche Methode. Bei der .praktischen Durchführung des Verfahrens sind jedoch Schweissfehler, insbesondere Bindefehler und Lunker, nicht zu vermeiden. Durch die Anordnung von. Auffangkammern für den aluminothermisch er schmolzenen :Stahl ,ausserhalb des Giessraumes kann eine :Spülwirkung erzielt werden, wodurch :der Ent stehung von Bindefehlern entgegengewirkt wind. Durch ,die Schwindung des aluminogenetischen .Stahles sowohl in den Auffangkammern als auch im Giessraum entstehen jedoch Lunker, deren ,Beseitigung durch geeignete Mass rahme, z.
B. durch engeren D.urchlaufkanal von oder Giessform ,zu den Auffangkammern, bisher noch nicht gelungen war.
.Für Idas Schweissen von waagrecht igestossenen Rund- ,stählen ist nun zwar eine nicht zum Stand :der Technik gehörige Giessform entwickelt worden, die die geschilder ten Nachteile nichtmehr aufweist. Diese Giessform lässt sich jedoch weder in der gleichen noch in einer ähnlichen Form für das Verschweissen von senkrecht .gestossenen Rundstählen verwenden. Ausser Lunkern im tragenden Querschnitt konnte insbesondere nicht eine
Einkerbung vermieden werden, die regelmässig em oberen Ende des Schweisswulstes am Übergang zum Grundwerkstoff auf tritt, weil das aufgeschmolzene Grundmaterial infolge der Schwerkraft .nach unten abfliesst. Weiterhin tritt die unangenehme Erscheinung .auf, dass der alumino- genetische Stahl unmittelbar über den Durchlaufkanal in die Auffangkammer :abfliesst, ohne ,das untere Rund- eisen -gleichmässig ringsherum :
aufzuschmelzen.
Mithin ist es Aufgabe der Erfindung , eine Giessform zum alununothermischen Verschweissen von senkrecht gestossenem Rundstahl, insbesondere von Betonstählen, -so zu gestalten, dass Schweissfehler - vor allem Schlacke einschlüsse, Lunker und Bindefehler - vermieden oder auch in die für die Schweissverbindung unwesentlichen Bereiche des Schweibgutes, also in den Schweisswulst;
verlagert werden, dass Einkerbungen, die den tragenden Querschnitt vermindern und von denen Risse rausgehen können, vermieden werden und dass dm unteren Teil :des Schweisswulstes ein gleichmässiger Übergang zum Grundwerkstoff erreicht wird; ohne dass nach wie vor die Enden der Betonstähle vorgewärmt werden müssen.
Es wurde nun gefunden, dass diese .Aufgabe .mit einer überraschend .einfachen Giessform gelöst werden kann, die erfindungsgemäss die Verbindung folgender Merkmale aufweist: a) Die Giessform hat die Form zweier gegeneinander gerichteter Kegelstümpfe, wobei die Grundflächen der Kegelstümpfe gegeneinandergestossen sind und der untere den oberen in,der Länge wesentlich übertrifft, b) der Einlauf für dien aluminothermisch erschmal- zenen Stahl :
befindet sich im oberen Drittel der Giess form, jedoch unterhalb --der .Stossstelle :beider Kegel Stümpfe, c) den Übergang zwischen dem Umgussraum und ,dem dem Durchmesser des Rundstahles angeglichenen oberen Formhohlraum bildet eine zylindrische Ausneh- mung, ,deren Durchmesser grösser ist als Ader des. Rund= stahles, d) den Übergang zwischen dem Umgussraum und dem dem Durchmesser des Rundstahles angeglichenen unteren Formhohlraum bildet eine ringförmige Rille, die über einen Durchlaufkanal in die Auffangkammer übergeht.
Durch die erfindungsgemässe Giessform wenden die vorher beständig ;auftretenden Schweissfehler restlos, be seitigt, und es ist erstmals. gelungen, senkrecht gestossene Bewehrungsstähle so untereinander zu verschweissen, dass .keine Verminderung des tragenden und\ in die statische Berechnung eingegangenen Querschnittes.- ein tritt. Die Schweissstelle braucht trotzdem nicht vorige wärmt zu werden.
Für die Herstellung der Giessform hat sich Idas aus der Giessereitechnik bekannte Wasser glas-Kohtendioxid-Verfiahren als günstig herausgestellt.
An Hand der Zeichnung wird die Erfindung an einem Ausführunggbeispiel näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 einen Querschnitt durch die Giessform in der Richtung der Werkstückachse und Fig. 2 eine Draufsicht dazu.
Der mit einer Einfüllöffnung ,1 für die Schweissmasse versehene Reaktionsraum 2 mündet in einen Auslauf- kanal 3, in dessen Aussparung 4 ein Trennplättchen 5 eingesetzt ist. Der untere Teil des Auslaufkanals: 6 ist gekrümmt angeordnet, so dass er senkrecht zur- Stab achse in die Giessform mündet. Die Giessform 7 besteht aus einem unteren Formhohlraum 8 und einem oberen Formhohlraum 9, welche dem Rundsbahldurchmesser angeglichen sind.
Die Giessform 7 besteht aus einem sich nach oben erweiternden Kegelstumpf 10. Die Gestaltung dieses Formteiles wurde deshalb so gewählt, damit der alu- minothermisch erschmolzenen Stahl von unten nach oben erstarrt und somit einer Lunkerbildung emtgegen- gewirkt wind. Dabei wird dieser Teil der Giessform 7 Abis .über die Mündung des Einlaufkanals 6 hinausgezo gen.
Die Unterdrückung der Lunkerbildung wird nun unterstützt durch Aden oberen Kegelstumpf 11 der Giess- form 7, der :sich nach oben verjüngt und die Wirkung eines Trichters ausüben soll. Die sich daran anschlie ssende Ausnehmung 12 ist zylindrisch und so bemessen, dass sich dieser Teil zwar mit aluminothermisch er schmolzenen Stahl füllt, dass ,aber eine Aufschmelzung ,des Stahles nicht mehr oder in ;ganz .geringem Masse ,erfolgt.
Durch diese zylindrische Ausnehmung 12 wird erreicht, dass die früher aufgetretenen Einschmelzungen ,am oberen Rundstahl, die gleichzeitig eine Kerbwirkung hervorriefen, nicht mehr .auftreten. Im unteren Teil -der Giessform 7 ist eine ringförmige ,Rille 13 ange ordnet. In dieser Rille wird der aluminothermisch er schmolzene Stahlgesammelt und über Eden D,urchlauf- kanal 14 in die Auffangkammer 15 geleitet.
Dieser aluminothermisch erschmolzene Stahl übt auf das un tere Rundstehlende :eine Spülwirkung aus, wodurch die schweissgerechte Aufschmelzung gewährleistet wind.
Das Ansetzen der Schweissform an die zu schwei ssenden Rundstähle geschieht in der Form, dass die Mitte des Einlaufkanals 6 in die Höhe des oberen Rund stahlendes zu liegen kommt. Abweichungen von dieser Festlegung können zu Fehlschweissungen führen.
Die Schweissform ist mindestens 2teilig, sie kann aber ,auch aus mehreren Teilen hergestellt wenden. Der Formwerkstoff besteht vorzugsweise aus wasserglas gebundenem Sand, es können aber auch Schamotte, Graphit, Magnesit und ,andere Werkstoffe Verwendung finden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Giessform zum alwminothermischen Schweissen von senkrecht gestossenen Rundstählen, _ insbesondere von Betonstählen, gekennzeichnet durch )die Vierbindung fol gender Merkmäle:a) die Giessform (7) hat die Foren zweier g gegen einander gerichteter Kegelstümpfe, wobei die Grund flächen der Kegelstümpfe gegeneinander gestossen sind und der untere edenoberen in der Länge wesentlich übertrifft, b) der Einlauf für Iden aluminothermisch erschmol zenen .Stahl befindet sich ran :oberen Drittel der Giess form .(7), jedoch unterhalb der .Stossstelle beider Kegel stümpfe, c) den. Übergang zwischen :dem Umgussraum und.dem dem urchmesser des Rundstahles angeglichenen oberen Formhohlraum (9) bildet eine zylindrische Aus- :nehmung (12), deren Durchmesser grösser ist als der des, Rundstahles, d) den Übergang zwischen dem Umgussnaum und denn dem :Durchmesser ides Rundstahles angeglichenen !unteren Formhohlraum (8) bildet ,einte ringförmge Rille ,(13), idie über einen Durchlaufkanal (14) -in die Auf fangkammer i(15) übergeht.
Applications Claiming Priority (1)
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| DD10137863 | 1963-11-09 |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4741463A (en) * | 1982-12-03 | 1988-05-03 | Chamotte- Und Tonwerk Kurt Hagenburger | Ingate device and process for casting molten metals |
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1964
- 1964-02-21 AT AT150764A patent/AT243051B/de active
- 1964-10-02 CH CH1280764A patent/CH428393A/de unknown
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Also Published As
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