DE2140035A1 - Messvorrichtung fuer die steuerung eines schiffes beim an- und ablegen - Google Patents
Messvorrichtung fuer die steuerung eines schiffes beim an- und ablegenInfo
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Description
it 1925
Katushikikaisha Tokyo Keiki, Tokyo / Japan
und
Nippon Sekiyu Kabushikikaisha>
Tokyo / Japan
Meßvorrichtung für die Steuerung eines Schiffes beim An-
und Ablegen
Die Erfindung betrifft eine Meßvorrichtung zur Steuerung
eines Schiffes beim An- und Ablegen. Bei der erfindungsgemjlföen
Vorrichtung wird der Abstand des parallel zum Dock oder iier gesteuerten Schiffes sowie die Anlege- und Ablegegeschwindigkeit
auf der Dock- bzw. Pierseite gemessen; die
Meßresultate v/erden dem Schiff mitgeteilt, so daß Schiffsrichtung und Geschwindigkeit im Sinne eines sicheren An-
bzw. Ablegens gesteuert werden können.
Meßresultate v/erden dem Schiff mitgeteilt, so daß Schiffsrichtung und Geschwindigkeit im Sinne eines sicheren An-
bzw. Ablegens gesteuert werden können.
Zur Messung des Abstandes zwischen Schiff und Pier
und/oder zur Messung der Anlegegeschwindigkeit wurden bereits verschiedene Verfahren vorgeschlagen. Die wichtigsten sind
folgende:
und/oder zur Messung der Anlegegeschwindigkeit wurden bereits verschiedene Verfahren vorgeschlagen. Die wichtigsten sind
folgende:
a) Anlegeverfahren unter Ausnutzung des Poppler-Effektes:
In den letzten Jahren wurden bei amerikanischen Schiffen.
Versuche unternommen, den Doppler-Effekt beim Anlegevorgang
auszunutzen. Bei einem dieser Verfahren (als "Doppler-Sonar-Verfahren" bekannt) sind am Schiffskörper in der Nähe von Bug und Heck elektromechanisch^ Wandler angebracht» die bei
hmpfang elektrischer Signale Ultraschallwellen erzeugen und
bei I-mpfang von Schallwellen elektrische Signale abgeben; vom
auszunutzen. Bei einem dieser Verfahren (als "Doppler-Sonar-Verfahren" bekannt) sind am Schiffskörper in der Nähe von Bug und Heck elektromechanisch^ Wandler angebracht» die bei
hmpfang elektrischer Signale Ultraschallwellen erzeugen und
bei I-mpfang von Schallwellen elektrische Signale abgeben; vom
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BAD
Sender werden in vier Richtungen auf den Seegrund Ultraschallwellen
schräg abgestrahlt, die reflektierten Wellen
werden vom Empfänger aufgenommen. In diesem Falle sind die Frequenzen der empfangenen Wellen unter der Wirkung
des Doppler-Effektes von denen der ausgesandten Wellen verschieden; die Schiffsgeschwindigkeit kann aus der
Doppler-Frequenzabweichung mit einer Genauigkeit von beispielsweise
0.01 knot (etwa 5 mm/sec.) bestimmt werden; der Schiffskurs kann aufgrund der von den vier Richtungen
gewonnenen Information errechnet werden. Bei diesem Verfahren werden die seitlichen Geschwindigkeiten von Bug und
Heck kontinuierlich durch die Wandler gemessen, die nahe
™ Bug und Heck angebracht sind; der Kapitän bzw. ein auf
dem Schiff befindlicher Lotse steuert das Schiff entsprechend dieser Information so, daß das Andocken so rasch
wie möglich geht, ohne daß hierbei jedoch eine vorbestimmte Anlegegeschwindigkeit überschritten wird; dabei versucht er,
da& Schiff parallel zum Pier zu halten. Dieses Doppler-Sonar-■
Verfahren erfordert ,Jedoch die Anbringung einer Meßvorrichtung für das Anlegen an jedem Schiff und macht damit zwei
Sätze von kostspieligen Wandlern für jedes Schiff erforderlieh. Um ferner eine Geschwindigkeit in der Größenordnung von
1 cm/sec. unabhängig von Roll-, Stampf- und Schlingerbewegungen
genau zu messen, erhält die Meßvorrichtung einen
fe komplizierten Aufbau und große Abmessungen.
b) Anlegeverfahren unter Verwendung von Rundfunkwellen:
Dieses Verfahren wurde in neuerer Zeit nicht mehr benutzt;
es umschließt die folgenden Systeme:
1) Doppler-Radar-System
Wie beim Doppler-Sonar-Verfahren werden Mikrowellen vom
Dock oder Pier auf das Schiff gerichtet, und es wird die
Doppler-Verschiebung der reflektierten Wellen gemessen. Nimmt
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BAD ORIGINAL
man die Frequenz der verwendeten Mikrowellen mit 10 GHz
(10 Hz) und die Geschwindigkeit des anlegenden Schiffes
mit 1 cm/sec. an, so 1st die Doppler-Verschiebun^ Af
durch folgende Gleichung gegeben:
=2 4- fn = 2 -1-T7r- χ 1010 = -|" (Hz)
G U 3xl010 ^
Hierbei ist V die Anlegegeschwindigkeit des Schiffes, C die
Geschwindigkeit der Mikrowellen und fQ die Frequenz der
ausgesandten Mirkowellen. Wie hieraus hervorgeht, kann eine Messung der Anlegegeschwindigkeit mit einer Genauigkeit von
1 cm/sec. nur erreicht werden, wenn eine Mikrowelle höherer Frequenz (Millimeter-Welle) benutzt wird.
2) Puls-Radar-System
Gegenwärtig ist ein Radar von 10 GHz wegen der großen Breite des vom Radar ausgesandten Impulses zur Messung einer
kurzen Entfernung von wenigen Metern nicht geeignet.
3) Frequenzmodulationssystem
Dieses System wird als Funk-Höhenmesser allgemein verwendet; seine Arbeitsfrequenz wirft wie bei den oben erläuterten
Systemen Genauigkeitsprobleme auf.
Bei allen konventionellen Systemen, die Funkwellen verwenden, beträgt die Frequenz 10 GHz; die Wellenlänge in Luft
ist etwa 3 cm; daraus ergeben sich Schwierigkeiten bei der Bestimmung von Geschwindigkeiten in der Größenordnung von
1 cm/sec. ---·
BAD ORIGINAL
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Meßvorrichtung zur Steuerung eines Schiffes beim An- und
Ablegen zu schaffen, die die An- bzw. Ablegegeschwindigkeit des Schiffes sowie den Abstand zwischen Schiff und Pier
mit außerordentlich hoher Genauigkeit bestimmen kann, die sich ferner durch einen einfachen konstruktiven Aufbau und
einen geringen Raumbedarf auszeichnet.
Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß ein Ultraschallwandler am Ankerplatz unter Wasser zur Aussendung
eines Ultraschallstrahles zum Schiff und zum Empfang des vom Schiff reflektierten Ultraschallstrahles vorgesehen ist,
fc ferner eine Meßeinrichtung zur Messung des Abstandes zwischen dem Schiff und dem Pier sowie der Schiffsgeschwindigkeit.
Eine zweckmäßige Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß der Ultraschallwandler aus zwei einzelnen Ultraschallwandlern
besteht, die an zwei mit Abstand voneinander angeordneten Anlegepfählen vorgesehen sind, die Teile des Ankerplatzes
bilden.
Diese und weitere Einzelheiten der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung eines in der Zeichnung veranschaulichten
Ausführungsbeispieles hervor. Es zeigen
P Pig.l ein Schema zur Erläuterung des allgemeinen Er
findungsprinzips;
Fig.2 ein Blockschaltbild eines Ausführungsbeispieles
eines Meßteiles der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Die Erfindung ist ganz allgemein für die Steuerung von Schiffen beim An- und Ablegen geeignet; sie ist jedoch besonders
nützlich für die Steuerung des Anlegevorganges von . besonders großen Schiffen. So wurden in den letzten Jahren
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besonders öltanker mit immer größeren Abmessungen gebaut;
in nächster Zukunft wird ein Supertanker von 400 000 t gebaut
werden. Das Anlegen eines solchen Supertankers wirft beträchtliche, noch zu untersuchende Probleme auf; es erfordert
insbesondere eine Meßvorrichtung, mit deren Hilfe der Supertanker beim Anlegen so gesteuert werden kann, daß
der Anlegevorgang sicher und genau erfolgt.
Im allgemeinen besitzt ein solcher Tanker eine beträchtliche Eintauchtiefe; an den meisten Rohölbasen werden
daher Seeankerplätze benötigt, die meistens aus einem Pier mit Anlegepfählen bestehen. Ein solcher Pier nimmt nur
wenig Fläche ein und ist leicht zu unterhalten. Er ermöglicht es, das Vermischen unterschiedlicher Rohöle durch Verwendung
je einer Rohrleitung für jedes öl zu vermeiden. Ein solcher Pier mit Anlegepfählen wird jedoch leicht erheblich
beschädigt, wenn eine Kollision mit dem Schiff eintritt. Aus diesem Grunde muß die Anlegegeschwindigkeit des Schiffes
kleiner als 15 bis 20 cm/sec. sein. Es ist daher von größter
Wichtigkeit, die Anlegegeschwindigkeit des Schiffes mit einer Genauigkeit von weniger als 1 cm/sec. zu messen.
Anhand der Zeichnung soll nun die Erfindung im einzelnen erläutert werden. Der in Fig.l veranschaulichte Ankerplatz 1
enthält einen Pier 2 und Anlegepfähle 334, die mit einem gewissen
Abstand voneinander an den beiden Enden des Piers 2 angebracht sind. Ein Schiff 5 soll längsseits an den Ankerplatz
1 herangeführt werden. Es wird zunächst in einer Lage etwa 100 m vom Ankerplatz 1 entfernt gestoppt und dann so
gesteuert, daß es etwa parallel zu einem Normal 6 liegt, nämlich zu der Linie, die die Vorderflächen der Anlegepfähle
3 und 4 verbindet. Dann wird das Schiff durch einen Schlepper parallel zum Ankerplatz 1 „an diesen herangezogen
und schließlich mit Seilen an den Anlegepfählen 3 und 4 vertaut.
Die Geschwindigkeit des Schiffes bei Annäherung an den Ankerplatz 1 muß, wie oben erwähnt, ganz genau gesteuert werden.
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Die erfindungsgemäße Meßvorrichtung enthält Wandler 7,8, die an den vorderen Schenkeln der Anlegepfähle 3 und H angebracht
sind und eine Ultraschallwelle aussenden und empfangen, die einen Pestwinkel von beispielsweise etwa 12
besitzt. Meßteile 9,10 sind mit den Wandlern'7,8 durch Koaxialkabel
11,12 verbunden. Es ist außerdem eine Anzeigeeinrichtung
13 vorhanden, die das Meßresultat anzeigt, weiterhin eine (nicht veranschaulichte) Funkverbindung, die das
Meßresultat einem auf dem Schiff befindlichen Piloten mitteilt. Bei dem dargestellten Beispiel sind vorzugsweise alle
Bauteile mit Ausnahme der Wandler auf dem Pier 2 angebracht, was den Aufbau der Meßvorrichtung vereinfacht.
Mit diesem Gerät wird die Zeit gemessen, welche die von den Wandlern 7,8 ausgesandten Ultraschallimpulse benötigen,
um nach Reflexion am Schiff 5 wieder zurückzukommen. Anhand der gemessenen Zeit erhält man dann unter Berücksichtigung
der bekannten Ausbreitungsgeschwindigkeit von Ultraschallwellen den Abstand zwischen jedem der Wandler und dem Schiff.
Zum Messen der Geschwindigkeit des Dockens wird das Zeitintervall der Emission der Ultraschallimpulse genau definiert,
und es wird die in jedem Zeitpunkt gemessene Entfernung von dem Meßwert der vorangegangenen Messung subtrahiert, womit
man die Schiffsgeschwindigkeit erhält.
Zur Erleichterung des Verständnisses der Erfindung sei im folgenden die Abstands- und Geschwindigkeitsmessung unter
Berücksichtigung der erfindungsgemäßen Theorie unter der Annahme erläutert, daß das Zeitintervall der Emission der Ultraschallimpulse
1 sec. beträgt.
A) Abstandsmes sung
Es sei angenommen, daß sich das Schiff 5 im Zeitpunkt
t=0 in einem Abstand L vom Pier entfernt befindet und sich
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dem Pier mit einer Geschwindigkeit V nähert, ferner, daß ein im Zeitpunkt t=0 ausgesandter Ultraschallimpuls am
Schiff 5 nach einer Zeit At1 eintrifft. Die Zeit At1 ist
dann durch folgende Gleichung gegeben:
Δ V
Daraus ergibt sich
Δ
Δ
1 C + V
Hierbei ist C die Geschwindigkeit der Ultraschallwellen im Wasser. Demgemäß wird der im Zeitpunkt t=0 emittierte Impuls
nach einer Zeit 2At1VOm Empfänger aufgenommen; bezeichnet
man den zu messenden Abstand mit LQS so besteht hier
für folgende Beziehung:
Nimmt man G = 1500 m/sec. und V = 0.15 m/sec. an, so
beträgt die Differenz zwischen L und LQ gleich 0.01%.
B) Geschwindigkeitsmessung
Der Abstand L0, der von dem im Zeitpunkt t=0 emittierten
Impuls gemessen wird, ist LC/(C+V); der Abstand L1, der
von dem im Zeitpunkt t=l emittierten Impuls gemessen wird, beträgt (L-V)C/(C+V), da der Abstand des Schiffes vom Pier
im Zeitpunkt t=l gleich (L-V) beträgt.
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Die zu messende Geschwindigkeit ist daher durch folgende Gleichung als Differenz zwischen den Abständen in
einer Sekunde gegeben: ,
v= Lo - Li = v
Bei C = 1500 m/sec. und V = P.15 m/sec. liegt der
Meßfehler in der Größenordnung von 0.01$.
W Aus den obigen Ausführungen (A) und (B) ergibt sich,
daß der Meßfehler der erfindungsgemäßen Vorrichtung sehr klein ist.
Fig.2 veranschaulicht den Meßteil 9, der mit dem Ultraschallwandler
7 verbunden ist und einen Grundbaustein der erfindungsgemäßen Vorrichtung bildet. Ein Zeitgeber 21 des
Meßteiles 9 erzeugt einen Taktimpuls in Abständen von einer Sekunde, ein Impulsgeber 22 erzeugt aufgrund des Taktimpulses
jede Sekunde einen elektrischen Sendeimpuls, durch den ein Ultraschallimpuls vom Wandler 7 emittiert wird. Der sich
im Wasser ausbreitende Ultraschallimpuls trifft gegen den fc Körper des Schiffes 5 und wird dann zum Wandler 7 reflektiert
Der empfangene Impuls wird hierdurch in ein elektrisches Signal umgewandelt und durch einen Empfangsverstärker 23
verstärkt, wodurch sich ein Stopsignal für eine Torschaltung 24 ergibt. Das Sendesignal des Impulsgebers 22 wird dagegen
über eine Verzögerungsschaltung 25 der Torschaltung 2k zugeführt und dient als deren Startsignal (Öffnungssignal).
Der Wandler 7 ist gegenüber der Vorderkante des Anlegepfahles 3 um einen Abstand d zurückgesetzt; da jedoch der
zu messende Abstand die Entfernung L zwischen der Vorderkante des Anlegepfahles 3 und dem Schiff 5 ist, dient die erwähnte
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Verzögerungsschaltung 25 zur Kompensation der Zeit, die
der Ultraschallimpuls für das Durchlaufen der Strecke d benötigt. Ist der Wandler 7 wie bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
gegenüber der Vorderkante des Anlegepfahles 3 um einen Abstand d zurückgesetzt, so entfällt
eine tote Zone, in der aufgrund der Sendeimpulsbreite keine Messungen vorgenommen werden können. Beschädigungen des
Schiffes und/oder des Pieres durch eine Kollision können daher verhindert werden, indem die gesamte Zone vor der
Vorderkante des Anlegepfahles 3 meßbar ist.
Ein Meßimpulsgenerator 26 erzeugt einen Impuls von beispielsweise 750 KHz. Sein Impulsintervall ist die Zeit,
in der die Ultraschallwelle im Wasser 1 mm hin- und zurückläuft, d.h. die Ausbreitungszeit der Ultraschallwelle
im Wasser für eine Strecke von 2 mm. Nimmt man die Schallbzw. Ultraschallgeschwindigkeit im Wasser mit 1500 m/sec.
an, so ist die Zeit T, die für die Ultraschallwelle zur Ausbreitung um 2 mm erforderlich ist, durch folgende Gleichung
gegeben:
m_ 2 mm _ 2 v .,--6
1500 m/sec.
Die Frequenz der Ultraschallwellen im Wasser ist der obigen Zeit T umgekehrt proportional, d.h.
-^- X 106SeC."1 = Ο.75 x 106Hz = 750 KHz
Wie oben dargelegt, wird die Torschaltung 24 durch einen
von der Berzögerungsschaltung 25 abgegebenen Impuls geöffnet und durch den vom Verstärker 23 empfangenen Impuls geschlossen.
Die Torschaltung 24 läßt, solange sie offen ist,
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die Impulse des Meßimpulsgenerators 26 durchlaufen. Die zu messende Entfernung zwischen dem Schiff und den Anlegepfählen
kann daher digital durch Zählen der die Torschaltung 24 passierenden Impulse angezeigt werden. Zu diesem Zweck
werden die die Torschaltung 24 durchlaufenden Impulse beispielsweise einem Dezimalzähler 27 zugeführt, der die Impulszählung
vornimmt. Das Ausgangssignal des Zählers 27 wird einem Speicher 28 zugeführt, der seinen Wert eine
Sekunde lang hält. Das Ausgangssignal des Speichers 28
gelangt zu einer Anzeigeschaltung 29, die die gemessene Entfernung anzeigt.
Die Geschwindigkeit des Schiffes bei Annäherung an den Ankerplatz wird in folgender Weise gemessen. Ein erster Impulszug,
der die Torschaltung 24 durchlaufen hat, wird der Minus-Seite eines Zählers 30 zugeführt; gleichzeitig gelangt
ein Signal vom Zeitgeber 21 zum Zähler 30 und stellt ihn unverzüglich zurück. Derselbe erste Impulszug wird nach Durchlaufen
der Torschaltung 24 und Zuführung zum Zähler 27 dem Zähler 30 zugeleitet, und zwar verschoben zu dessen Plußseite,
indem der Zähler 27 vom Zeitgeber 21 ein Signal erhält. Dann wird ein zweiter Impulszug nach Durchlaufen der Torschaltung
24 der Minus-Seite des Zählers 30 zugeführt und von dem Impulszug subtrahiert, der zum Zähler 30 vom Zähler 27 gelangt.
Das Subtraktionsresultat wird durch einen Speicher 31 einer Anzeige-Einrichtung 32 zugeführt, die den Meßwert zur Anzeige
bringt.
Die Schiffsgeschwindigkeit beim Docken kann auf diese Weise kontinuierlich durch wiederholte Durchführung des
obigen Vorganges ermittelt und angezeigt werden. Die Steuervorgänge, wie Einstellung und Rückstellung der Zähler,
Speicher und Anzeigekreise können nach bekannten Verfahren erfolgen, so daß diesbezüglich keine detaillierte Beschreibung
erforderlich ist.
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Bei der Gesehwindigkeitsanzeige können die Geschwindigkeiten eines sich dem Ankerplatz nähernden und eines sich
entfernenden Schiffes durch Vorzeichen "f" bzw. "-" unterschieden werden. Die Genauigkeit der Gesehwindigkeitsanzeige
in der Größenordnung von cm/sec. kann dadurch erhöht werden, daß die Messung in der Größenordnung eines
Millimeter erfolgt. Vorstehend wurde der Meßteil 9 erläutert. Der andere Meßteil 10 besitzt einen genau gleichen
Aufbau und eine identische Funktion.'
Die Ausgangssignale der Meßteile 9 und 10 werden einer elektrischen Anzeigeeinrichtung 13 zugeführt, die den Abstand
des Schiffes vom Anlegeplatz und die Anlegegeschwindigkeit anzeigt und die Meßresultate einem auf dem Schiff befindlichen
Piloten mitteilt; gleichzeitig werden die Ausgangssignale der Meßteile 9 und 10 dem Schiff durch Funk übermittelt.
Die Mitteilung an den Piloten kann durch Funk oder durch eine elektrische Anzeigetafel erfolgen. Anhand der so
erhaltenen Information steuert der Pilot auf dem Schiff das Schiff derart, daß die von den Meßteilen 9 und 10 gemessenen
Abstände und Geschwindigkeiten einander gleich sind und innerhalb der vorgeschriebenen Werte für ein zuverlässiges
und sicheres Docken liegen. In Fig.2 bedeuten die Bezugszeichen
D und S die Ausgangssignale für den Abstand und die Geschwindigkeit, die der Anzeigeeinrichtung 13 zugeleitet
werden.
Während bei dem obigen Ausführungsbeispiel zwei Wandler
vorgesehen sind, so kann doch die Benutzung von zwei oder mehr Wandlern für das Docken zweckmäßig sein, wenn es
sich um ein kleines, zu dockendes Schiff handelt oder wenn Kiel und Heck nicht an den vorgegebenen Stellen liegen.
Der Meßimpuls braucht ferner nicht stets eine konstante Frequenz zu besitzen; man kann weiterhin einen Meßimpuls
beispielsweise durch ein Rundsingverfahren erzeugen, um eine
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Kompensation der Schallgeschwindigkeit im Wasser zu ermöglichen; die Messung einer kurzen Distanz kann durch gesonderte
Anordnung von Sendern und Empfängern bewirkt werden.
Wenngleich die Erfindung in Verbindung mit dem Anlegen
des Schiffes erläutert wurde, so versteht es sich doch, daß die Erfindung in gleicher Weise auch dann eingesetzt
werden kann, wenn das Schiff den Anlegeplatz verläßt.
Erfindungsgemäß sind im Wasser unter dem Pier wenigstens zwei mit Abstand voneinander angeordnete Ultraschall-"
wandler so vorgesehen, daß Ultraschallstrahlen etwa rechtwinklig zur Pestmachnormalen ausgesandt werden; die Empfänger
sind hierbei mit ihren entsprechenden Meßteilen verbunden, so daß der Abstand zwischen dem Schiff und dem Pier
sowie die Schiffsgeschwindigkeit gleichzeitig gemessen und die Meßwerte dem Schiffspiloten mitgeteilt werden, so daß
das Söhiff beim Andocken bzw. beim Ablegen genau gesteuert werden kann. Die erfindungsgemäße Meßvorrichtung besitzt
außer ihrem einfachen Aufbau und ihrer hohen Zuverlässigkeit zahlreiche weitere Vorteile. Ein wesentlicher wirtschaftlicher
Vorzug besteht darin, daß nicht wie bei üblichen Systemen die Anbringung einer Meßvorrichtung für das
Andocken auf jedem Schiff erforderlich ist. Bei dem eingangs erwähnten Doppler-System wird nur die Anlegegeschwindigkeit
gemessen; erfindungsgemäß erfolgt dagegen durch Verwendung des Impulssystemes sowohl eine Messung des jeweiligen
Schiffsabstandes vom Pier als auch eine Bestimmung der Anlegegeschwindigkeit. Verglichen mit dem System, das Rundfunkwellen
verwendet, zeichnet sich das erfindungsgemäße Gerät durch eine höhere Genauigkeit aus; es ist ferner nicht
der Gefahr von Beschädigungen ausgesetzt. Die Anbringung der Wandler unter Wasser stellt weiterhin eine Explosions-
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sicherheit dar3 so daß sich die erfindungsgemäße Meßvorrichtung
besonders für eine Verwendung in Rohölbasen eignet. Die gemessenen Abstände und Anlegegeschwindigkeiten
können mit Hilfe von Druckvorrichtungen registriert werden, um auf diese Weise Daten für ein optimales Anlegemanöver
zu gewinnen; auf diese Weise ergibt sich ferner für den Fall einer Kollision des Schiffes mit dem Pier
eine Möglichkeit zur Aufklärung der Unfallsursache.
BAD ORIGINAL 309808/00 6 4' ?:
Claims (1)
- Patentansprüchelj) Meßvorrichtung für die Steuerung eines Schiffes beim An- oder Ablegen, unter Verwendung eines Ultraschallwandlers, dadurch gekennzeichnet, daß ein ültraschallwandler (7 oder 8) am Ankerplatz (1) unter Wasser zur Aussendung eines Ultraschallstrahles zum Schiff und zum Empfang des vom Schiff reflektierten Ultraschallstrahles vorgesehen ist, ferner eine Meßeinrichtung (9 bzw. 10) zur Messung des Abstandes zwischen dem Schiff und dem Pier sowie der Schiffsge-) schwindigkeit.2.) Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung zur Mitteilung der Meßwerte an den Schiffspiloten vorgesehen ist.3.) Vorrichtung nach Anspruch 1,.dadurch gekennzeichnet, daß der Ultraschallwandler aus zwei einzelnen Ultraschallwandlern (7>8) besteht, die an zwei mit Abstand voneinander angeordneten Anlegepfählen (3,4) vorgesehen sind, die Teile des Ankerplatzes bilden.^ 4.) Vorrichtung nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet, ™ daß die Vorderseite jedes Ultraschallwandlers gegenüber der Vorderkante der Anlegepfähle zurücksteht, so daß die Zeit, welche die von den Wandlern ausgesandten Ultraschallstrahlen benötigen, um die Strecke zwischen den Vorderseiten der Wandler und der Vorderkante der Anlegepfähle hin und zurück zu durchlaufen, größer als die Impulsbreite eines den Ultraschallwandlern züge- ' führten Impulses ist.309808/00645·) Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßeinrichtung einen ersten Impulsgenerator (22) zur Speisung jedes Wandlers enthält, ferner eine Empfangseinheit (23) zur Aufnahme eines Signales von dem Wandler, einen zweiten Impulsgenerator (26) und eine Torschaltung (24), die vom Ausgang des ersten Impulsgenerators über eine Verzögerungsschaltung (25) geöffnet und durch den Ausgang der Empfangεeinheit geschlossen wird und Impulse des zweiten Impulsgenerators hindurchläßt.6.) Vorrichtung nach Anspruch 5S dadurch gekennzeichnet, daß außerdem zwei Zähler (27,30), Speicher (28,31) zur zeitweiligen Speicherung des Ausganges der beiden Zähler sowie Anzeigeeinrichtungen (29»32) zur Anzeige des Ausganges der Speicher vorgesehen sind.309808/0064
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB1321505D GB1321505A (en) | 1971-08-04 | 1971-08-04 | Measuring instruments for piloting ships when docking at or leaving sea berths |
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Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB3658871 | 1971-08-04 | ||
| DE19712140035 DE2140035C3 (de) | 1971-08-04 | 1971-08-10 | Meßvorrichtung für die Steuerung eines Schiffes |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2140035A1 true DE2140035A1 (de) | 1973-02-22 |
| DE2140035B2 DE2140035B2 (de) | 1979-05-31 |
| DE2140035C3 DE2140035C3 (de) | 1980-01-31 |
Family
ID=25761574
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19712140035 Expired DE2140035C3 (de) | 1971-08-04 | 1971-08-10 | Meßvorrichtung für die Steuerung eines Schiffes |
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| Country | Link |
|---|---|
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| GB (1) | GB1321505A (de) |
Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
| GB8603289D0 (en) * | 1986-02-11 | 1986-03-19 | Zeevi E I | Distance measuring apparatus |
| CN115675784B (zh) * | 2022-10-28 | 2023-05-26 | 天津大学 | 一种基于数字化测量场的船舶总段对接系统和对接方法 |
-
1971
- 1971-08-04 GB GB1321505D patent/GB1321505A/en not_active Expired
- 1971-08-10 DE DE19712140035 patent/DE2140035C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2140035C3 (de) | 1980-01-31 |
| GB1321505A (en) | 1973-06-27 |
| DE2140035B2 (de) | 1979-05-31 |
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|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |