DE203987C - - Google Patents
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- DE203987C DE203987C DENDAT203987D DE203987DA DE203987C DE 203987 C DE203987 C DE 203987C DE NDAT203987 D DENDAT203987 D DE NDAT203987D DE 203987D A DE203987D A DE 203987DA DE 203987 C DE203987 C DE 203987C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
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- F42B12/76—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the material of the casing
- F42B12/78—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the material of the casing of jackets for smallarm bullets ; Jacketed bullets or projectiles
Landscapes
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE TId. GRUPPE.
- Geschosse für Handfeuerwaffen von solcher (z. B. bi-ogivaler) Form, daß deren Umstecken
in der Patronenhülse — mit dem einen oder anderen Ende nach vorn liegend — möglich
wäre, wenn dies für irgendeinen Zweck dienlich erschiene, sind an sich bereits bekannt.
Indem, man aber die Geschoßform von vornherein auf die höchst erreichbare Schußwirkung
bestimmter Art einrichtete und die Gestaltung des rückwärtigen Geschoß endes diesem
Zwecke unterordnete, blieb es bisher ausgeschlossen, einen Vorteil davon zu erstreben,
oder zu erreichen, daß man diese Geschosse wirklich umwechselbar oder umsteckbar verwendete.
Eine solche Umwechselung hätte dort auch keinen Zweck, da sich nur eine nahezu gleiche Schußwirkung bei 'der einen
und anderen Lage des Geschosses in der Patronenhülse ergeben würde.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, aus der Umwechselbarkeit des Geschosses — je nachdem
sein eines oder anderes Ende nach vorn gerichtet ist — eine zwiefache Geschoßwirkung
abzuleiten oder im voraus zu bestimmen, wobei insbesondere der Gebrauch bei Jagdfeuerwaffen
ins Auge gefaßt ist. Kennzeichnend für die Erfindung ist einesteils, daß eine zylindrische
Hartmetallmittelzone am Geschoßkörper geschaffen ist, die den gemeinschaftliehen
Führungsteil zum Einstecken an der Hülse von dem einen oder anderen Ende her ausmacht, und anderenteils, daß eine unterschiedliche
eigenartige Ausbildung der beiden als Kopf- oder Hinterende bestimmbaren Geschoßstücke
ein und desselben Geschoßkörpers gewählt ist. Bei Jagdpätronen mit Büchsengeschoß
bietet sich nämlich dem Jäger eine Unterscheidung bezüglich der Geschoßwirkung in zweierlei Richtung dar: einesteils einen
Kugelschuß mit hoher Durchschlagkraft zu erzielen, der z. B. bei dickhäutigem, starkknochigem
und sonst kräftigem Wild (Hirsch usw.) seine Wirkung ohne wesentliche Aufstauchexpansion
der Geschoßspitze, dafür aber mehr »durchschlagend« äußert, und anderenteils die Ermöglichung eines Kugelschusses, der
z. B. bei lebenden Zielen schwächerer Widerstandskraft die Niederstreckwirkung vorwiegend
vermöge Expansion des Geschoßvorderteils an der Auftreffstelle zu erhöhen vermag. Die bekannten
Vollmantel- und Teilmantelgeschosse dienen jedem dieser Zwecke in ihrer Einzelanwendung.
Demgemäß werden zur Ausführung der Erfindung Geschosse derart hergerichtet, daß die
beiden zu einem Geschoßkörper an einer mittleren Führungsteilzone sich vereinigenden Geschoßenden
unterschiedlich in bezug auf ihre Gestaltung bzw. Umkleidung mit Hartmetallmantel
ausgebildet werden, so daß man mit dem Geschoß entweder eine mehr durchschlagende
oder eine mehr expansive Schußwirkung erzielen kann. Dabei ist wesentlich, daß man
das Umstecken des Geschosses an der Patronenhülse mit gleicher Zentrierungssicherheit,
sei es mit dem einen oder anderen vorangerichteten /Ende, vornehmen kann, und hierzu
dient die mittlere Ausbildung der Führungs-
oder Einsteckzone an dem Geschoß mit Hartmetallumkleidung in Form eines auf den gemeinsamen
Zwischenteil erstreckten Teilmantels.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der neuen Geschoßart dargestellt.
Fig. ι bis 6 stellen verschiedene der Erfindung entsprechende Geschoßformen dar, während
ίο Fig. 7 eine Patrone mit eingesetztem umsteckbaren
Geschoß (von der Form nach Fig. 3) veranschaulicht.
Die Unterscheidung der beiden Geschoßhälften u und v, um das ganze Geschoß für
verschiedene Schußwirkungen einzurichten, läßt sich teils durch die Ummantelung, teils durch
Anordnung und Gestaltung der Geschoßspitzen einrichten. Beispielsweise ist in Fig. 1 der
einfachste Fall veranschaulicht, daß die Geschoßhälfte u des einen Weichbleikern besitzenden
Geschosses ohne Mantel ausgeführt ist, die andere Geschoßhälfte hingegen einen Vollmantel m besitzt. Letzterer erstreckt sich
über die mittlere Zone bei c zwischen den beiden Geschoßhälften, wo durch zylindrische
oder schwach konisch verlaufende Gestaltung die Anpassung zum Aufsetzen des Geschosses
an die entsprechend weite Patronenhülse (Fig. 7) geschaffen ist. Diese zylindrische Umfassung
des Mittelteils des Geschosses mit dem Mantelhartmetall (z. B. Nickel, Kupfer, Stahl usw.)
findet sich bei allen Ausführungsformen, die Ummantelung kann außerdem mit einer oder
mehreren Rillen r versehen sein (Fig. 2 bis 5), in welche der Rand der Patronenhülse hineingepreßt
wird (in Fig. 5 punktiert gezeichnet) und durch welche die Reibung beim Durchgang
des Geschosses durch den Lauf vermindert wird. Allenfalls kann auch ein überstehender
Wulst w, wie in den Fig. 2 und 4 gezeichnet, als Begrenzung für den Einschub
in die Patrone vorgesehen sein.
In Fig. 2 ist eine Ausführungsform dargestellt, bei welcher einer mit Teilmantel m1
versehenen Hälfte ν die andere den unbedeckten Kern darbietende Geschoßhälfte u
gegenübersteht. Ist erstere als vordere Geschoßspitze an der Patrone angeordnet, so ergibt
sich eine in gewissem Grade je nach der Teilmantelumkleidung geminderte Stauchwirkung;
umgekehrt gewendet würde der Schuß die volle Wirkung eines nicht ummantelten Geschosses
haben.
Die Unterschiedlichkeit kann auch nach Fig. 3 einfach dadurch erzielt werden, daß
der sonst ganz ummantelte Geschoßkern bei u mittels Abstumpfung des Stirnendes nur an
der Spitze freigelegt wird, wobei dann einem Vollmantelteil υ eine Teilmantelhälfte u gegenübersteht.
Bei dieser Geschoßform, die auch für die Darstellung Fig. 7 gilt, ist beiläufig
die zylindrische Einpaßzone bei c wulstartig erhöht, so daß sich beim Schuß in diesen
Wulst allein die Züge des Gewehrlaufes einschneiden, während der eigentliche Geschoßrumpf
vollkommen frei oder mit geringer Reibung oder bloßer Anlehnung an die Felder durch den Lauf gleiten kann. Bei der Einstecklage
nach Fig. 7 wirkt das Geschoß als Vollmantelgeschoß, bei der umgekehrten Lage (Fig. 3) als Teilmantelgeschoß mit gewisser
Stauch wirkung. Ein Jäger, der sich dieses Geschosses bedient, kann also im Bedarfsfalle
an geladener Patrone durch einfaches Umstecken des Geschosses die Bedingungen für
die eine oder die andere Schußwirkung schaffen.
In Fig. 4 ist die weitere Abänderungsform dargestellt, gemäß welcher auf der einen
Hälfte υ ein fast bis zum Kopf geschlossener Mantel m1 und auf der anderen Hälfte u ein
kürzer bemessener Mantel m2 angeordnet ist.
Letzterer beläßt einen nicht ummantelten, zweckmäßig noch dazu stumpf geformten Kopf,
der, wenn er vorangehend das Ziel trifft, die Wirkungen eines Expansivgeschosses erzeugt.
Durch die Gestalt des einen und anderen Geschoßkopfes allein kann ebenfalls ein Unterschied
in der Schußwirkung erzielt werden. Fig. 5 zeigt das Beispiel eines (als Ganzmantelgeschoß
gedachten) Geschosses, welches bei υ go eine spitze Form und bei u eine ogivale oder
gerundete Form besitzt. In jedem Falle wird die Schußwirkung verschieden sein, wenn entweder
die Spitze oder der stumpf gerundete Teil in der Patrone nach vorn gerichtet wird.
Die Verschiedenartigkeit kann endlich bei selbst gleicher äußerer Gestaltung der Geschoßkörperenden
dadurch erzielt werden, daß man, wie in Fig. 6 dargestellt, eine Bohrung oder Höhlung 0 an dem einen Ende u vorsieht,
wodurch dieses ähnlich wie ein Expansivgeschoß wirkt, sobald es vorangehend das Ziel trifft.
Für die Erfindung ist die zweckbewußte Unterschiedlichkeit in der Wirkung des auftreffenden
Geschoßkopfes bestimmend, als welcher das eine oder andere Geschoßende dienen
kann. Die ballistischen Beziehungen hinsichtlich der Masse und Gestaltung des Geschosses'
bleiben dabei zur Bestimmung der Schußleistung in weiten Grenzen bestimmbar und regelbar. Die verschiedene Verteilung der
Masse kann ebenfalls die Verschiedenheit in der Wirkung des einen oder anderen Geschoßkopfes
bedingen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Geschoß für Jagdpatronen, gekennzeichnet dadurch, daß ein zylindrischer Hartmantelmittelteil als Führung zum beiderseitigen Einstecken des Geschosses in die Patronenhülse dient und die Geschoß-körperenden derart verschieden ausgebildet sind, daß von jener Hartmetallmittelzone an der Patronenhülse aus der eine Endteil eine andere Gestalt (spitzer oder stumpfer) oder Beschaffenheit (Ganz- oder Teilmantel) besitzt als der andere, um, je nachdem man diesen oder jenen als nach vorn gerichteten Geschoßteil benutzt, eine mehr durchschlagende oder eine mehr expandierende Schußwirkung erzielen zu können.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE203987C true DE203987C (de) |
Family
ID=466354
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT203987D Active DE203987C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE203987C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE960784C (de) * | 1951-05-22 | 1957-03-28 | Kuno Deegen | Teilmantelgeschoss mit Bleikern |
-
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- DE DENDAT203987D patent/DE203987C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE960784C (de) * | 1951-05-22 | 1957-03-28 | Kuno Deegen | Teilmantelgeschoss mit Bleikern |
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