DE2039432C3 - - Google Patents
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Description
35
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Erzeugen eines Schaumes aus einem flüssigen Reinigungsmittel
und zum Aufbringen des Schaumes auf einen Teppich oder ähnlichen Flor. Selbstverständlich
ist die erfindungsgemäße Vorrichtung auch zum Aufbringen von Reinigungsmitteln in schaumförmigem Zustand
auf andere Boden- oder sonstige Flächen geeignet.
Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung dieser Art mit einem aus einem Vorratsbehälter mit dem flüssigen
Reinigungsmittel gespeisten Verteiler, unter dem ein das flüssige Reinigungsmittel aufnehmender
Schwamm angeordnet ist der durch ein seitlich vom Schwamm angeordnetes auf ihn zu und von ihm weg
bewegtes Element periodisch gequetscht wird (US-PS so
34 41 969).
Die bei der bekannten Vorrichtung zum Quetschen des Schwammes verwendeten Schrubberplatten stehen
mit dem Schwamm in dauerndem Kontakt und drücken ihn somit lediglich zusammen bzw. lassen den zusammengedrückten
Schwamm sich wieder entspannen.
Bei einer aus der US-PS 29 72 764 bekanntgewordenen Vorrichtung ist zwischen zwei hintereinanderliegenden
Schwammwalzen eine Bürste angeordnet, die bei der Hin^ und Herbewegung der Vorrichtung über
den zu reinigenden Boden auch die Oberflächen der Schwammwälzen berühren kann. Die Bürste sitzt aber
auf dem zu reinigenden Boden auf und ihre Beweglichkeit ist somit stark eingeschränkt. Der Schaum wird
infolgedessen weniger durch den Kontakt zwischen &5 Schwammwalze und Bürste erzeugt als vielmehr durch
das Niederdrücken und Freilassen des Schwammbelages der Schwammwalzen.
Ähnliches gilt auch für eine Vorrichtung, wie sie aus der US-PS2935754 bekanntgeworden ist Dort ist ein
Schwamm zwischen zwei Borstenreihen angeordnet die sich beim Durchbiegen gegen die seitliche Begrenzung
des Schwammes anlegen und ihn etwas quetschen. Aber auch hier ist die freie Beweglichkeit d^r Borstenreihen,
da sie sich Ober den Boden und in Berührung mit diesem bewegen, stark eingeschränkt
Allen bekannten Vorrichtungen ist zu eigen, daß sie nur einen vergleichsweise feuchten, also nicht ausreichend
steifgeschlagenen Schaum erzeugen, dessen Reinigungskraft nicht voll befriedigt
Aufgabe der Erfindung ist es somit eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art so weiterzubilden, daß sie
einen wesentlich trockeneren Schaum erzeugt und diesen gleichzeitig auf die zu reinigende Oberfläche einarbeitet
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst daß das Element als Schlagvorrichtung ausgebildet
ist die aus einer Bürste mit Bürstenrücken und darin eingesetzten Borstenbüscheln besteht.
Mit Hilfe dieser Vorrichtung wird das in den Schwamm eingedrungene Reinigungsmittel regelrecht
geschlagen und erreicht damit einen Grad der Schaumbildung, der zu dem erwünschten trockenen Schaum
führt. Mit keiner der bekannten Vorrichtungen ist dies möglich, weil bei ihnen lediglich der Schwamm gequetscht
nicht aber gleichzeitig damit der im Schwamm entstandene Schaum steifgeschlagen wird.
Vorzugsweise bestehen die Borstenbüschel aus biegsamen Borsten.
In weiterer Ausbildung der Erfindung ist der Schaum unmittelbar unter dem Verteiler auf einer nichtzelligen
Unterlage zur Aufnahme des flüssigen Reinigungsmittels vom Verteiler angeordnet und die dem Schwamm
zugewendete Oberfläche der Unterlage leicht nach unten geneigt.
Weiter ist es zweckmäßig, wenn in weiterer Ausbildung der Erfindung die periodisch den Schwamm schlagende
Vorrichtung über einen Kurbeltrieb von einem Elektromotor angetrieben ist
F i g. 1 eine perspektivische Ansicht einer Vorrichtung gemäß der Erfindung,
Fig.2 eine Vorderansicht der erfindungsgemäßen
Vorrichtung, teilweise im Schnitt
F i g. 3 einen Längsschnitt durch die Vorrichtung und in
F i g. 4 einen vergrößerten Schnitt durch die Einrichtung zur Erzeugung und Aufbringung des Schaumes
unter Darstellung der Wirkung der Bürste.
Wie man aus der Zeichnung erkennt, enthält die erfindungsgemäße Vorrichtung im allgemeinen einen
Handbetätigungsgriff 1. einen Vorratsbehälter 2 für das flüssige Reinigungs- oder Schampunierungsmittel, der
bei der wiedergegebenen Ausführungsform am Handgriff 1 befestigt ist, und schließlich ein rahmenartiges
unteres Gehäuse 3. Das Gehäuse 3 ist mit einem oberen Deckel 4 verschlossen und weist einen unteren
plattformartigen Teil 5 auf.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird beim wiedergegebenen Ausführungsbeispiel auf der Fußbodenfläche
6 mit Hilfe eines Paares umlaufender Walzen 7 gehalten, welche auch das Einarbeiten des aufgeschäumten
Reinigungsmittels in den Teppichflor unterstützen. Die Walzen 7 können irgendeinen geeigneten
Aufbau aufweisen, beispielsweise aus starrem mit Rillen versehenen Kunststoff bestehen und unter dem Gehäu-
seteil 5 gelagert sein.
Der Vorratsbehälter 2 ist über eine Leitung 8 mit
einem langgestreckten Verteiler 9 für das flüssige Reinigungsmittel verbunden, welcher am Gehäuseteil San
dessen vorderer Querkante befestigt ist. Der Verteiler 9 ist mit einer Reihe üblicher öffnungen 10 für den
Durchgang des flüssigen Reinigungsmittels nach unten versehen. Man kann für die Einstellung der Strömung
des flüssigen Reinigungsmittels vom Behälter 2 in den Verteiler 9 geeignete, bekannte und daher nicht im einzelnen
wiedergegebene Vorrichtungen verwenden.
Die durch die öffnungen 10 austretende Flüssigkeit wird in Schaum umgewandelt und dann auf den Bodenflor
aufgebracht Zu diesem Zweck und in Übereinstimmung mit der Erfindung ist eine feste Flüssigkeitsaufnahmevorrichtung
!1 unter dem Verteiler 9 angeordnet und enthält einen langgestreckten nachgiebigen
Schwamm 12 aus einem Polyurethan oder einem anderen Material, das beispielsweise mit Hilfe eines Klebmittels
an einer langgestreckten verhältnismäßig starren, nichtzelligen Unterlage 13 aus z. B. Kunststoff befestigt
ist Die Unterlage 13 ist unter dem Gehäuseteil 5 beispielsweise durch Schrauben 14 befestigt Die Unterlage
13 befindet sich unmittelbar unter den Verteileröffnungen 10, und ihre obere Oberfläche 15 ist etwas
nach unten zur Oberkante des Schwamms 12 geneigt, so daß mit ihm eine Linienberührung bei 16 entsteht.
Weiter sind in Übereinstimmung mit der Erfindung Einrichtungen zum Schlagen und Biegen des
Schwamms 12 mit verhältnismäßig hoher Frequenz vorgesehen, um das im Schwamm befindliche flüssige
Reinigungsmittel aufzuschäumen. Für diesen Zweck ist beispielsweise eine langgestreckte Bürste 17 längs
eines Bürstenrückens 18 verankert, der wiederum in geeigneter Weise unter dem Gehäuseteil 5 parallel zur
Anordnung U drehbar gelagert ist. Die Bürste 17 weist bei der wiedergegebenen Ausführungsform zwei Reihen
von verhältnismäßig biegsamen Borstenbüscheln
19 auf, die sich vom Gehäuseteil 5 und der Anordnung
11 nach unten zum Eingriff mit der Bodenfläche 6 erstrecken.
Der Bürstenrucken 18 ist sehr eng in der Nähe des oberen Teiles der freiliegenden Vorderfläche
20 des Schwamms 12 angeordnet und weist eine Kante
Es sind ferner Einrichtungen zum Hin- und Herschwingen des Bürstenriickens 18 und damit zur Hin-
und Herbewegung der Bürste 17 vorgesehen. Bei der in F i g. 3 wiedergegebenen Ausführungsform ist der Bürstenrücken
18 über einen geeigneten Arm 22, eine Welle 23 und einen Kurbeltrieb 24 an die Ausgangswelle 25
eines Antriebs, beispielsweise eines Elektromotors 26 angeschlossen, der auf dem Gehäuse sitzt
Wie man aus F i g.4 erkennt, läßt der Motor 26 den Bürstenrücken so hin und her schwingen, daß die Kante
21 auf den oberen Teil der Schwammfläche 20 trifft und diese in der Nähe der verhältnismäßig unbiegsamen
Anfangsteile der innersten Reihe von Borstenbüscheln quetscht Der untere Teil der Borstenbüschel 19, der
fortschreitend immer biegsamer wird, wird ebenfalls hin und her geschwenkt und trifft auf die Fläche 20 des
Schwammes 12, wobei das Quetschen fortschreitend zunimmt, so daß der Großteil des Schaums aus dem
unteren Teil des Schwamms herausgedrückt wird.
Durch das dauernde Quetschen wird das flüssige Reinigungsmittel im Schwamm in Schaum 27 verwandelt,
der vom Schwamm 12 durch die Bürste abgeführt und von ihr auf die Floroberfläche getragen wird, wo dann
die Bürste den Schaum in die Floroberfläche einarbeitet Die beiden inneren Reihen der Borstenbüschel 19
dienen hauptsächlich als zusätzliches Mittel zum Einarbeiten des Schaums in die Florfläche und nehmen an
der Schaumerzeugung praktisch nicht teil. Die Schwingungsfrequenz sollte verhältnismäßig hoch sein, beispielsweise
bei 1800 pro Minute liegen.
Da das flüssige Reinigungsmittel vom Verteiler 9 unmittelbar auf die geneigte Oberfläche 15 der Unterlage
13 fällt und nicht auf den Oberteil des Schwamms 12, muß die Flüssigkeit längs der Oberfläche 15 bis zur Linie
16 fließen. Dadurch verbreitet sich die Flüssigkeit und berührt den Schwamm in einer dünnen Schicht
statt in verhältnismäßig schweren Tropfen. Diese dünne Flüssigkeitsschicht muß im wesentlichen den gesamten
Weg durch den Schwamm 12 machen, bevor sie den Schaum- oder Schlagbereich erreicht, so daß man
dadurch einen verhältnismäßig trockenen Schaum erhäit
Der Schwamm wird somit nicht nur zwischen dem schlagenden Glied und der starren Unterlage dauernd
gequetscht und ist dort eingesperrt, sondern er wird auch mit dem flüssigen Reinigungsmittel in einer Form
beaufschlagt, in der die Floroberfläche nicht zu viel befeuchtet wird.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist verhältnismäßig billig herzustellen und auch leicht zu unterhalten.
Claims (4)
- Patentansprüche:J. Vorrichtung zum Erzeugen eines Schaumes aus einem flüssigen Reinigungsmittel und zum Aufbringen des Schaumes auf einen Teppich oder ähnlichem Flor mit einem aus einem Vorratsbehälter mit HJüssigem Reinigungsmittel gespeisten Verteiler, unter dem ein das flüssige Reinigungsmittel aufnehmender Schwamm angeordnet ist der durch ein seitlich vom Schwamm angeordnetes auf ihn zu und von ihm weg bewegtes Element periodisch gequetscht wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Element als Schlagvorrichtung ausgebildet ist die aus einer Bürste mit Bürstenrücken und darin eingesetzten Borstenbüscheln besteht
- 2. Vorrichtung nach Anspruch J, dadurch gekennzeichnet, daß die Borstenbüschel (19) aus biegsamen Borsten bestehen.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet daß der Schwamm (12) unmittelbar unter dem Verteiler (9) auf einer nicht zelligen Unterlage (13) zur Aufnahme des flüssigen Reinigungsmittels vom Verteiler (9) angeordnet ist und die dem Schwamm (12) zugewendete Oberfläche (15) der Unterlage (13) leicht nach unten geneigt ist.
- 4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet daß die periodisch den Schwamm (12) schlagende Vorrichtung (17) über einen Kurbeltrieb (24) von einem Elektromotor (26) angetrieben ist.
Applications Claiming Priority (2)
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Publications (3)
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