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DE2039223C3 - Parenteral injizierbares pharmazeutisches Präparat mit einem gehalt an einem parenteral verträglichen Trägermaterial und einem Desensibilisierungsmittel gegen Allergien - Google Patents

Parenteral injizierbares pharmazeutisches Präparat mit einem gehalt an einem parenteral verträglichen Trägermaterial und einem Desensibilisierungsmittel gegen Allergien

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DE2039223C3
DE2039223C3 DE19702039223 DE2039223A DE2039223C3 DE 2039223 C3 DE2039223 C3 DE 2039223C3 DE 19702039223 DE19702039223 DE 19702039223 DE 2039223 A DE2039223 A DE 2039223A DE 2039223 C3 DE2039223 C3 DE 2039223C3
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DE
Germany
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extract
modified
pollen
grass
parenterally
Prior art date
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DE19702039223
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English (en)
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DE2039223A1 (de
DE2039223B2 (de
Inventor
Brian George Dorking Surrey Overell
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BEECHAM GROUP Ltd BRENTFORD MIDDLESEX GB
Original Assignee
BEECHAM GROUP Ltd BRENTFORD MIDDLESEX GB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Priority claimed from GB23853/70A external-priority patent/GB1282163A/en
Application filed by BEECHAM GROUP Ltd BRENTFORD MIDDLESEX GB filed Critical BEECHAM GROUP Ltd BRENTFORD MIDDLESEX GB
Publication of DE2039223A1 publication Critical patent/DE2039223A1/de
Publication of DE2039223B2 publication Critical patent/DE2039223B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2039223C3 publication Critical patent/DE2039223C3/de
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
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Description

Die Erfindung betrifft ein Desensibilisierungs- oder Immunisierungsmittel zur Behandlung von Hypersensibilisierungserscheinungen und Allergien.
Es ist bekannt, daß manche Menschen gegen Allergene, wie Pollen, Zimmerstaub, Katzenfelle, Getreide und vielen anderen Substanzen, überempfindlich sind. Diese Menschen können unter akuten Beschwerden infolge ihrer allergischen Reaktionen leiden, die sich in Krankheiten, wie Asthma, Heuschnupfen, Ekzemen, Dermatitis oder Migräne, äußern.
Ein zur Behandlung allergischer Erscheinungen angewendetes Verfahren ist die sogenannte Desensibilisierungstherapie. Dem zu behandelnden Patienten werden wiederholte, allmählich ansteigende Dosen eines Extrakts des Allergens oder der Allergene verabreicht, gegen das bzw. gegen die er empfindlich ist. Am Ende der Behandlung ist gewöhnlich die natürliche Abwehrkraft des Patienten gegen das Allergen stark angestiegen, vermutlich als Folge des Aufbaus von Antikörpern im Organismus, der durch den verabreichten Extrakt angeregt wird. Diese Desensibilisierungstherapie hat gewisse Nachteile. Beispielsweise kann versehentlich eine gerährlich hohe Dosis des Allergens verabreicht werden, was /u einer anaphylaktischen Reaktion beim Patienten führ' Zur Lösung dieses Problems wurde bereits vorgeschlagen, das Allergen wenn möglich derart zu modifizieren, daß die Allergiewirkung gegenüber den Desensibilisierungs- und/oder Immunisierungseigensehaften vermindert wird.
Aufgabe der Erfindung war es, das Allergen oder den allergenhaltigen Stoff für den empfindlichen Patienten unschädlich oder zumindest weniger schädlich zu machen, wobei jedoch die Fähigkeit der Allergene zur Anregung der Antikörperbildung beibehalten wird. Diese Aufgabe wird durch die Erfindung gelöst.
Gegenstand der Erfindung ist somit ein Desensibilisierungsmittel gegen Allergien aus einem modifizierten allergenen Protein oder Glykoprotein, gegebenenfalls in Verbindung mit Adjuvantien, das dadurch gekennzeichnet ist, daß das allergene Protein oder Glykoprotein bzw. deren Fraktionen intermolekular und/oder intramolekular mit einem Polyaldehyd, Epihalogenhydrin oder einem anorganischen Cyanat vernetzt worden ist.
Das erfindungsgemäß zu modifizierende allergenhaltige Ausgangsmaterial erhält man in an sich bekannter
ίο Weise aus allergenhaltigen Pflanzen oder Pollen durch Extrahieren mit einem Lösungsmittel, im allgemeinen Wasser. Der erhaltene allergenhaltige Extrakt besteht hauptsächlich aus Proteinen oder Glykoproteinen, die gewöhnlich mit freien Kohlenhydraten verunreinigt
is sind. Der Extrakt wird hierauf gewöhnlich durch Abtrennung der Verunreinigungen, z. B. mittels Dialyse, Ausfällung oder Gelfiltration, gereinigt und wird anschließend mit einem Polyaldehyd, Epihalogenhydrin oder einem anorganischen Cyanat vernetzt. Eine eingehendere Beschreibung einiger der üblichen Methoden findet sich in dem Aufsatz von J. N. Newell, Journal of Allergy, Bd. 13,1942, S. 177 bis 203, insbesondere S. 187. Gemäß einem anderen brauchbaren Extraktionsverfahren wird das allergenhaltige Ausgangsmaterial oder dessen wäßriger Extrakt mit einer wäßrigen Phenollösung behandelt und der allergenhaltige Extrakt aus der Phenolphase abgetrennt
Beispiele für erfindungsgemäß verwendete Polyaldehyde sind Dialdehyde und höhere Aldehyde.
Erfindungsgemäß werden vorzugsweise Dialdehyde, d.h. solche mit 2 bis etwa 24 Kohlenstoffatomen im Molekül, verwendet. Die Dialdehyde können aliphatisch, cycloaliphatisch, heterocyclisch oder aromatisch und verzweigt oder unverzweigt sein, wie z. B. Glyoxal, 1,3-Propandial, 1,4-Butandial, Glutaraldehyd und α,ω-Dialdehyde mit 14 bis 24 Kohlenstoffatomen im Molekül. Erfiiidungsgemäß besonders bevorzugt ist Glutaraldehyd.
Der Ausdruck »Epihalogenhydrin« bedeutet Verbindüngen der allgemeinen Formel 1
CH2
CH2-CH3-X
(I)
in der X ein Halogenatom, vorzugsweise ein Chlor- oder Bromatom ist. Erfindungsgemäß besonders bevorzugt ist Epichlorhydrin.
Beispiele für erfindungsgemäß verwendbare anorganische Cyanate sind Alkalimetallcyanate, insbesondere Kaliumcyanat, und Erdalkalimetallcyanate.
In der Regel sind Allergenproteine gegenüber einer Denaturierung ziemlich widerstandsfähig. Sie können daher gewöhnlich auf relativ hohe Temperaturen erhitzt werden, ohne daß sie denaturieren.
Das Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemä-
bo Ben Desensibilisierungsmittel kann daher innerhalb eines verhältnismäßig breiten Temperaturbereichs durchgeführt werden. In der Praxis ist es jedoch meist nicht notwendig bzw. erwünscht, oberhalb 1000C zu arbeiten. Bei Verwendung von Dialdehyden wird
b5 vorzugsweise unterhalb 370C gearbeitet, und in der Praxis wird die Reaktion in allen Fällen vorzugsweise bei Raumtemperatur, d.h. bei etwa 20 bis 25°C durchgeführt. Bei Verwendung von Dialdehyden müs-
sen nämlich extreme Reaktionsbedingungen vermieden werden, um die Bildung von unerwünschten Nebenprodukten, z. B. durch Selbstkondensation der Aldehyde, zu verhindern.
Bei Verwendung von Polyaldehyden ist es nicht kritisch, bei welchem pH-Wert die Umsetzung durchgeführt wird. Man arbeitet vorzugsweise bei einem pH-Wert von etwa 4 bis etwa 8, insbesondere bei etwa 5. Sehr niedrige pH-Werte sind zur Verhinderung der Selbstkondensation der Aldehyde zu vermeiden.
Bei Verwendung von Epihalogenhydrinen kann die Umsetzung ebenfalls bei beliebigem pH-Wert durchgeführt werden, vorzugsweise sind jedoch extreme pH-Werte zu vermeiden. Bei Verwendung eines Epihalogenhydrins verläuft die Reaktion im alkalischen pH-Bereich glatt, vorzugsweise bei etwa pH 8.
Die Umsetzung des allergenen Proteins mit einem anorganischen Cyanat muß erfindungsgemäß bei sauren pH-Werten, vorzugsweise bei etwa pH 5, durchgeführt werden.
Die erfindungsgemäß verwendeten Reaktionsteilnehmer wirken gegenüber dem Allergen als Vernetzungsmittel und verursachen intermolekulare und/oder intramolekulare Vernetzungen. Daher sind zwar die erfindungsgemäß verwendeten allergenhaltigen Ausgangsstoffe wasserlöslich, die erfindungsgemäß modifizierten Produkte jedoch im allgemeinen nur schwer löslich. Die Löslichkeit der modifizierten Produkte scheint vom Vernetzungsgrad abzuhängen, der wiederum von Art und Menge des verwendeten Reaktionsteil-.nehmers und den Reaktionsbedingungen abhängt. Bisher ist keine empirische Methode zur Vorherbestimmung der Löslichkeitseigenschaften der modifizierten allergenen Produkte bekannt. Die erforderlichen Reaktionsvariablen zur Herstellung eines Produkts mit der gewünschten Löslichkeit müssen daher durch einfache Vorversuche ermittelt werden.
Arzneipräparate können die Desensibilisierungsmittel der Erfindung sowie einen parenteral verträglichen Träger, wie eine isotonische Salzlösung, eine Pufferlösung oder ein öl, oder einen anderen bekannten Trägerstoff, enthalten. Sie können außerdem ein Adjuvans, wie Tyrosin, Aluminiumoxid, Aluminiumhydroxid oder Aluminiumphosphat, enthalten. Das Desensibilisierungsmittel wird im allgemeinen subcutan injiziert. Die Höhe der verabreichten Dosis hängt von dem allergischen Zustand des Patienten ab.
Im allgemeinen sollen die Desensibilisierungsmittel der Erfindung eine geringere Löslichkeit als das Ausgangsmaterial aufweisen, jedoch in vivo so weit löslich sein, daß sie in gewünschter Weise freigesetzt werden. Es wurde festgestellt, daß sich dies bei Verwendung eines nur in geringem Maße löslichen, modifizierten und an Aluminiumoxid oder -hydroxid oder ähnlichen Stoffen adsorbierten Allergens erzielen läßt. Der Löslichkeitsgrad des vernetzten Allergens kann durch Adsorption an Aluminiumoxid verändert werden. Durch Routineversuche lassen sich die optimalen Freisetzungseigenschaften ;n vivo ermitteln.
Bei parenteraler Verabreichung des erfindungsgemäßen Desensibilisierungsmittels an Tiere wurde festgestellt, daß sich beträchtliche Mengen von Antikörpern mit Kreuzspezifität für das nichtmodifizierte allergenhaltige Material bilden. Die Untersuchten erfindungsgemäß modifizierten Allergene verursachten auch bei überempfindlichen Tieren keine anaphylaktischen Reaktionen.
Die Beispiele erläutern die Erfindung.
Beispiel 1
Herstellung eines unlöslichen
Allergen-Derivats mit Glutaraldehyd
5 ml eines teilweise gereinigten Extraktes aus Bandgraspollen (Dactylis glomerata), der 10 mg Protein/ml in 0,1 m Natriumacetatpuffer vom pH-Wert 5,3 enthält, wird mit 5 ml einer 0,5prozentigen Glutaraldehydlösung umgesetzt und 30 Minuten bei Raumtemperatur gerührt. Die entstandene Fällung wird abzentrifugiert und zur Abtrennung des löslichen Rückstands mit destilliertem Wasser gewaschen. Die Lösung wird schließlich in einer Phenol-Kochsalzlösung suspendiert und gelagert
Allergiewirkung
Die Suspension des unlöslichen Pollens wird in einer Konzentration von 10 mg/ml gegen Gras empfindlichen allergischen Patienten intradermal injiziert. Gleichzeitig wird das Ausgangsmaterial und die Phenol- Kochsalzlösung getrennt in andere Hautbereiche der gleichen Patienten injiziert Nach 10 Minuten werden die Quaddelgebiete gemessen, sie sind in Tabelle 1 in mm2 angegeben. Es zeigt sich, daß das unlösliche Allergenpräparat bei der 200fachen Konzentration des Ausgangsmaterials knapp 10% von dessen Allergieivirkung aufweist. Die beibehaltene Allergiewirkung ist daher gegenüber der des Ausgangsmaterials vernachlässigbar.
Immunisierungswirkung
Das unlösliche Material und das Ausgangsmaterial werden jeweils im vollständigen Freundschen Adjuvans emulgiert, so daß sich eine Konzentration von 1 mg/ml ergibt. Gruppen von Meerschweinchen werden jeweils 0,5 ml der einen bzw. der anderen Emulsion subcutan injiziert. Nach 22 Tagen werden die Tiere an den Flanken kahlgeschoren. In die kahlen Stellen werden jeweils 0,1 ml einer Verdünnungsreihe des gereinigten Bandgraspollenextrakts intradermal injiziert. 0,4 ml einer 5prozentigen Lösung von Pontamin-Himmelblau wird sofort anschließend intravenös injiziert. Nach 20 Minuten werden die Durchmesser der entstandenen Quaddeln gemessen; sie sind in Tabelle II angegeben.
Es zeigt sich, daß das mit Glutaraldehyd modifizierte Pollenallergen die Bildung von Antikörpern bewirkt, die mit dem Ausgangsmaterial reagieren, jedoch besitzt das modifizierte Allergen eine bessere Immunisierungswirkung als das Ausgangsmaterial.
Tabelle I
Patient-Nr. 55 1 Unlöslicher Gereinigter Phenol-
2 Bandgras Bandgras Kochsalz
60 3 pollenextrakt pollenextrakt lösung
4 10 mg/ml 50 μ§/'ιη1
Gesamt 21 84 12
Gesamt minus 16 32 9
65 Summe für 13 57 23
Phenol-Koch 15 51 4
salzlösung 65 224 48
17 176
Die Zahlen bedeuten die Fläche der Quaddeln (mm2).
Tabelle II
Meer- Immunisierender Stoff
schweinchen (0,5 mg)
Nr.
Quaddeldurchmesser (mm) bei verschiedenen Konzentrationen von intradermal injiziertem dermal injiziertem BandgraOpoIlenextrakt
100 μg 10 ug
1 V-S
0,1
0,01 μg 0,001 μο
1 Gereinigter Bandgras 15 0 0 0 0 0
2 pollenextrakt 16 0 0 0 0 0
3 17 0 0 0 0 0
4 16 0 0 0 0 0
5 mit Glutaraldehyd 14 0 0 0 0 0
6
7
modifizierter Bandgras 12
14
10
13
9
12
0
12
0
10
0
8
8 pollenextrakt 16 14 12 11 10 8
9 12 10 0 0 0 0
10 J 12 9 0 0 0 0
Beispiel 2
Herstellung eines
Allergen-Derivats mit Glutaraldehyd
Ein Kreuzkrautextrakt (2,5 mg/ml) wird mit 0,5 Gewichtsprozent je Volumen Glutaraldehyd 2 h bei Raumtemperatur und bei einem pH 7,0 umgesetzt. Die Reaktionslösung wird anschließend gegen eine mit Phosphat gepufferte Natriumchloridlösung und anTabelle III
schließend gegen destiJiiertes Wasser gründlich dialysiert und schließlich gefriergetrocknet
Allergiewirkung
Es wird die RAST-Methode angewendet. Die erhaltenen RAST-Hemmwerte für den mit Glutaraldehyd modifizierten Extrakt sind in der nachstehenden Tabelle 111 angegeben.
Material
RAST-Hemmung (Konzentration in μg/ml, die zu einer 5O°/oigen
Hemmung erforderlich ist
a*) b c d
Natürlicher Extrakt 6,8
Modifiziertsr Extrakt 145,2
*) Verwendeiis Serum.
1,0
13,0 10,0
98,1
4,3
51,7
Verhältnis von modifiziertem Extrakt (gemittelt ± Fehlergrenze)
14,1+2,6
Aus Tabelle III ist ersichtlich, daß das modifizierte Material über lOmal weniger allergieerzeugend als das unmodifizierte Material ist.
Immunisierungswirkung
Es wird die Fähigkeit des modifizierten Materials untersucht, bei Ratten einen Anti-Kreuzkraut-Antigen E-Antikörper zu erzeugen. Alle Ratten werden mittels subcutaner Injektion von 1 mg des Immunogens in vollständigem Freundschen Adjuvans am ersten Tag behandelt. Am 35. Tag wird eine weitere wäßrige Dosis von 1 mg subcutan verabreicht. Aus der nachstehenden Tabelle IV sind die Reaktionen am 14. und 42. Tag aufgezeichnet.
Tabelle IV Antikörper-Reaktion 42. Tag
Serum Material (ng AgE, gebunden je 58,2
Nr. 10μ1 Serum) 96,9
14. Tag 34,5
1,9 38,9
1 9,1 5,0
2 1,2 54,9
3 natürlicher Kreuz 2,0
4 krautextrakt 0,9
5 1,0
6
Serum
Nr.
Material
45
50
60
65
13
14
15
16
17
18
Antikörper-Reaktion (ng AgE, gebunden je 10 μ! Serum) 14. Tag 42. Tag
mit Glutaraldehyd
modifizierter
Kreuzkrautextrakt
0,5
0,7
<0,5
0,6
<0.5
<0,5
67,9 142,7 14,9 34,1 37,7 63,1
weitere Zugabe
Diese Ergebnisse zeigen, daß das modifizierte Material seine Immunisierungskraft beibehält.
Beispiel 3
50 mg eines Extrakts verschiedener Graspollen, der zur Abtrennung der Kohlenhydrate und niedermolekularen Stoffe teilweise gereinigt worden war, wird in 5 ml einer 0,01 m Phosphatpufferlösung vom pH 8,0 gelöst. ! ml l-Chlor-2,3-epoxypropan wird langsam zugegeben, und das Gemisch wird 8 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Die entstandene Fällung wird abzentrifugiert, mit einer Phosphatpufferlösung gewaschen und in einer wäßrigen Phenol-Kochsalzlösung suspendiert.
Allergiewirkung
Eine Suspension des vorstehenden modifizierten Extraktes und eine Lösung des Ausgangsmaterials, beide in wäßriger Phenol-Kochsalzlösung, und das
Medium selbst werden jeweils gegen Gras empfindlichen allergischen Patienten intradermal injiziert. Nach 10 Minuten werden die Flächen der entstandenen Quaddeln gemessen. Die Ergebnisse sind in nachstehender Tabelle V angegeben.
Tabelle V Extrakt ver mit Epichlorhydrin Phenol-
Patient schiedener modifizierter Extrakt Kochsalz
Nr. Graspollen verschiedener Gras lösung
pollen, lmg/ml
62 0 0
1 15 1 0
2 12 V 0
3 8 2 0
4 3 0 0
5 12 0 0
6
Gesamt 112 3 0
Die Zahlen bedeuten die Quaddelflächen (mm2).
Immunisierungswirkung
25
Eine Gruppe von Meerschweinchen wird immunisiert, indem man den Tieren eine Emulsion, die den vorstehenden modifizierten Extrakt im vollständigen Freundschen Adjuvans enthält, subcutan injiziert. Eine ähnliche Gruppe von Meerschweinchen wird mit dem nichtmodifizierten Ausgangsmaterial im gleichen Adjuvans auf die gleiche Weise immunisiert. Nach 3 bis 4 Wochen werden die Tiere an den Flanken kahlgeschoren. In die kahlen Stellen werden jeweils 0,1 ml einer Verdünnungsreihe des Ausgangsmaterials und schließlich 0,1 ml 1 η-Kochsalzlösung intradermal injiziert.
0,4 ml einer 5prozentigen Lösung von Pontamin-Himmelblau werden sofort anschließend intravenös injiziert. Nach 20 Minuten bilden sich an einigen inlradermalen Injektionsstellen blaugefärbte Quaddeln, die die Anwesenheit von Antikörpern anzeigen, die für das Ausgangsmaterial spezifisch sind. Die Quaddeldurchmesser werden gemessen. Die Ergebnisse sind in nachstehender Tabelle VI angegeben.
Tabelle VI Immunisierender Stoff Quaddeldurchmesser (mm) bei
dermal injiziertem Extrakt aus
100 μ§ 10 μg 1 μΒ
13
14
13
12
10
12
10
10
verschiedenen
verschiedenen
; ο.1 μί
Konzentrationen von intra-
Graspollen
; 0,01 μg 0.001 μ|
Meer
schweinchen
Nr.
Extrakt verschiedener
Graspollen (5 mg)
14
16
14
14
2 111 I I I I 10
9
9
9 9
8 -
8 8
1
2
3
4
mit Epichlorhydrin modi
fizierter Extrakt verschiede
ner Graspollen (5 mg)
12
10
10
9
12
11
12
9
9
9
I I I I I I I I
I I I I
5
6
7
8
Extrakt verschiedener
Graspollen (0,5 mg)
12
14
12
14
8
8
I I I I I I I I I I I I
I I I I
9
10
11
12
mit Epichlorhydrin modifi
zierter Graspollen
extrakt
(0,5 mg)
10
10
I I I I I I I I
I I I I
13
14
15
16
Aus den vorstehenden Ergebnissen ist ersichtlich, daß durch die Immunisierung mit Allergenen, die mit Epichlorhydrin modifiziert wurden, nachweisbare Mengen von Antikörpern produziert werden, während die Allergiewirkung auf ein vernachlässigbares Maß reduziert wird.
. Beispiel 4
50 mg eines Extrakts aus Bandgraspollen werden in 10 ml einer 0,01 m Phosphatpufferlösung vom pH 8,0 gelöst 1 τη] l-Brom-23-epoxypropan wird langsam zugegeben und das Gemisch 8 Stunden bei Raumtempe-
ratur gerührt. Die entstandene Fällung wird abzentrifugiert, mit einer Phosphatpufferlösung gewaschen und in einer Phenol-Kochsalzlösung suspendiert.
Die Ergebnisse der biologischen Versuche sind in den nachstehenden Tabellen VII und VIIII angegeben. Die
to
Testmethoden sind identisch mit denen von Beispiel 3. Durch die Immunisierung bilden sich nachweisbare Mengen von Antikörpern, während die Allergiewirkung vernachlässigbar ist.
Tabelle VII
Meerschweinchen
Nr.
Immunisierender Stoff Quaddeldurchmesser (mm) bei verschiedenen Konzentrationen von intradermal injiziertem Extrakt aus verschiedenen Graspollen
100
Bandgraspollenextrakt (0,5 mg)
mit Epibromhydrin modifizierter Bandgrasextrakt
(0,5 mg)
16
16
16
14
14
15 10
0.1
0,01 μg
0,001 μg
10
10
10
10
10
10
Tabelle VIII
Allergiewirkung von mit Epibromhydrin modifiziertem Allergen
Patient
Nr.
Bandgraspollenextrakt,
100/1
Mit Epibromhydrin
modifizierter Bandgraspollenextrakt,
00/Ι
Phenol-Kochsalz lösung
19 0 0
2 18 0 0
3 22 0 0
4 21 0 0
Gesamt 70 0 0
Beispiel 5
Herstellung von mit Cyanat
modifizierten Allergenen
Ein wäßriger Extrakt aus verschiedenen Graspollen (Straußgras, Bartgras, Bandgras, Kammgras, falscher Hafer, Schwingelgras, Fuchsschwanzgras, Raigras, Timotheusgras, Ruchgras etc.) wird teilweise gereinigt, indem man ihn mit wäßrigem Phenol behandelt und hierauf das Protein aus der Phenolphase ausfällt, um möglichst viel Kohlenhydrate und niedermolekulare Stoffe abzutrennen. 50 mg des erhaltenen, teilweise gereinigten allergenen Proteinmaterials werden in 5 ml Wasser gelöst und mit Natriumhydroxidlösung auf pH 8 eingestellt. Hierauf wird der pH-Wert mit Essigsäure auf 5,0 eingestellt, und es werden 0,2 g Kaliumcyanat zugegeben. Das Gemisch wird hierauf 8 Stunden bei Raumtemperatur gerührt Die entstandene Fällung wird mehrfach mit einer Phosphatpufferlösung vom pH 8 gewaschen und hierauf in einer wäßrigen Phenol-Kochsalzlösung suspendiert
Allergiewirkung
Eine Suspension des wie vorstehend beschrieben hergestellten modifizierten Allergens, eine Suspension des nichtmodifizierten, teilweise gereinigten Allergenextraktes, beide in einer wäßrigen Phenol-Kochsalzlösung, und die Phenol-Kochsalzlösung selbst werden jeweils gegen Gras empfindlichen allergischen Patienten intradermal injiziert Nach 10 Minuten werden die 25
Flächen der entstandenen Quaddeln gemessen. Sie sind in nachstehender Tabelle IX in mm2 angegeben. Es zeigt sich, daß das mit Cyanat modifizierte Allergen gegenüber dem nicht-modifizierten Allergen nur eine vernachlässigbare Allergiewirkung aufweist.
Tabelle IX
Patient Extrakt aus Mit Cyanat modifi- Phenol-Nr. verschiedenen zierter Extrakt aus Kochsalz-Graspollen, verschiedenen Gras- lösung 50 μg/ml pollen, lmg/ml
1 12 4 0
2 3 2 0
3 8 6 0
4 12 3 0
5 15 5 0 6 62 24 0
Gesamt 112 44 0
Immunisierungswirkung
45
Eine Gruppe von Meerschweinchen wird immunisiert, indem man den Tieren eine Emulsion, die das mit Cyanat modifizierte Allergen im vollständigen Freundschen Adjuvans enthält, subcutan injiziert Eine ähnliche Gruppe von Meerschweinchen wird mit dem nichtmodifizierten Ausgangsmaterial in dem gleichen Adjuvans auf die gleiche Weise immunisiert Nach 3 bis 4 Wochen werden beide Gruppen von Tieren an den Flanken kahlgeschoren. In die kahlen Stellen werden jeweils 0,1 ml einer Verdünnungsreihe des Ausgangsmaterials und schließlich 0,1 ml I η-Kochsalzlösung intradermal injiziert
0,4 ml einer 5prozentigen Lösung von Pontamin-Himmelblau werden unmittelbar darauf intravenös
bo injiziert Nach 20 Minuten entstehen an einigen intradermalen Injektionsstellen blaugefärbte Quaddeln, die die Anwesenheit von Antikörpern anzeigen, die für das Ausgangsmaterial spezifisch sind. Wiederum werden die Quaddeldurchmesser gemessen. Sie sind in nachstehender Tabelle X angegeben. Es zeigt sich, daß das mit Cyanat modifizierte Allergen die für das Ausgangsmaterial spezifische Immunisierungswirkung beibehält
11
Tabelle X
Meer- Immunisierender Stoff
schweinchen
Quaddeldurchmesser (mm) bei verschiedenen Konzentrationen von intradermal injiziertem Extrakt aus verschiedenen Graspollen
100 10
HS
0,1 μg
0,01 μg 0,001 μg
Extrakt aus verschiedenen Graspollen (5 mg)
mit Cyanat modifizierter Extrakt aus verschiedenen Graspollen (5 mg)
Extrakt aus verschiedenen Graspollen (0,5 mg)
14 14 16 14
12 12 10 12
14 12 14 12 12
13
14
13
9
9
12
11
12
10
10
12
10
7 7
Beispiel
Zur Bestätigung der Ergebnisse der biologischen Versuche wird das Verfahren von Beispiel 5 wiederholt. Die Ergebnisse des Allergieversuchs mit dem modifizierten Allergen sind in nachstehender Tabelle XI und die Ergebnisse der Immunitätsversuche mit dem mit Cyanat modifizierten Allergen sind in nachstehender Tabelle XII angegeben.
Tabelle XI Extrakt aus
verschiedenen
Graspollen,
100 μ§/ΐτι1
Mit Cyanat modifi
zierter Extrakt aus
verschiedenen Gras
pollen, 2 mg/ml
Phenol-
Kochsalz
lösung
Patient 23
6
2
19
1
0
0
0
1
0
0
0
1
2
3
4
Tabelle XlI
Gesamt 50 1 1
Die Zahlen bedeuten die Quaddelflächen (mm2).
Meerschweinchen Nr.
Immunisierender Stoff Quaddeldurchmesser (mm) bei verschiedenen Konzentrationen von intradermal injiziertem Extrakt aus verschiedenen Graspollen
100 10 iig
0.1 ."g
0,01 ug
0,001 μg
Extrakt aus verschiedenen Graspollen (0,5 mg)
Mit Cyanat modifizierter Extrakt aus verschiedenen Graspollen (5 mg)
Extrakt aus verschiedenen Graspollen (0,5 mg)
Mit Cyanat modifizierter Extrakt aus verschiedenen Graspollen (0,5 mg)
12 10 9
12 10 7
12 10 8
12 10 9
12 10
12 9
14 12 9
1 Λ
IT
in
tu
14 IO
12 Il 9
10 9
12 Il 8
12
10
Beispiel Modifizierung von Pollenextrakt mit Phenylglyoxal
Eine 3prozentige Lösung von Phenylglyoxal-hydrat in einer 0,1 m Phosphatpufferlösung vom pH 8 wird zu einem gleichen Volumen von 50 mg eines Extrakts aus Bandgraspollen gegeben, der vorher mit Phenol gereinigt worden war und in der gleichen Pufferlösung gelöst ist. Die Umsetzung wird 24 Stunden bei Raumtemperatur durchgeführt. Die entstandene Fällung wird mehrfach mit einer Phosphatpufferlösung vom pH 8 gewaschen und hierauf in einer wäßrigen Phenol-Kochsalzlösung suspendiert.
Allergiewirkung
Eine Suspension des wie vorstehend hergestellten, mit Phenylglyoxal modifizierten Extrakts, eine Suspension des nichtmodifizierten, mit Phenol behandelten Bandgrasextrakts, beide in wäßriger Phenol-Kochsalzlösung, und die Phenol-Kochsalzlösung selbst werden jeweils gegen Gras empfindlichen allergischen Patienten intradermal injiziert. Die Flächen der entstandenen Quaddeln werden nach 10 Minuten gemessen. Sie sind in nachstehender Tabelle XIII in mm2 angegeben.
Tabelle XIIl
Patient
Nr.
Bandgras- Mit Phenylglyoxal Phenolpollenextrakt, modifizierter Extrakt, Kochsalz-50 μg/ml 1 mg/ml lösung
35
27
19
Gesamt 91
Immunisierungswirkung
Eine Gruppe von Meerschweinchen wird immunisiert, indem man den Tieren eine Emulsion, die den mit Phenylglyoxal modifizierten Extrakt im vollständigen Freundschen Adjuvans enthält, subcutan injiziert. Auf die gleiche Weise wird eine ähnliche Gruppe von Meerschweinchen mit dem nichtmodifizierten Ausgangsmaterial im gleichen Adjuvans immunisiert. Nach
ίο 4 Wochen werden die Tiere beider Gruppen an den Flanken kahlgeschoren. In die kahlen Flächen werden jeweils 0,1 ml einer Verdünnungsreihe des Ausgangsmaterials und schließlich 0,1 ml einer 1 n-Kochsalzlösung intradermal injiziert. Unmittelbar darauf werden 0,4 ml einer 5prozenligen Lösung von Pontamin-Himmelblau intravenös injiziert. Nach 20 Minuten bilden sich an einigen imradermalen Injektionsstellen blaugefärbxe Quaddeln, die 'die Anwesenheit von Antikörpern anzeigen, die für das Ausgangsmaterial spezifisch sind.
Die Flächen der Quaddeln werden gemessen und sind in nachstehender Tabelle XIV angegeben.
Tabelle XIV
Meerschweinchen
Nr.
Immunisierender Stoff Quaddeldurchmesser (mm) bei verschiedenen Konzentrationen von intradermal injiziertem Extrakt aus verschiedenen Graspollen
100 μg
10
0.1
0.01 μg
0,001 μg
Bandgraspollenextrakt (5 mg)
Mit Phenylglyoxal modifizierter Bandgraspollenextrakt (0,5 mg)
14
14
12
12
12
13
12
Beispiel 8
Modifizierung von Pollenextrakt mit Glutaraldehyd und anschließende Adsorption an Aluminiumhydroxid
1 ml einer 5prozentigen Glutaraldehydlösung wird zu 9 ml eines wäßrigen Extrakts aus Timotheuspollen mit einer Konzentration von 1 mg/ml (pH 5,3) gegeben. Das Gemisch wird 3 Tage bei Raumtemperatur gerührt. 6 ml einer 2prozentigen Aluminiumhydroxidlösung werden zugegeben, und das Gemisch wird 1 Stunde gerührt Die Fällung wird abzentrifugiert und zweimal in einer 0,01 m Phosphatpufferlösung vom pH 8 und hierauf dreimal in destilliertem Wasser "ewaschen und schließlich erneut in einer wäßrigen Phenol-Kochsalzlösung suspendiert, so daß sich eine Pollenkonzentration von 1 mg/ml 14
12
11
11
11
10
50
55
10
8
10
9
10
7
9
9
9 6 7 8
ergibt Das Verfahren wird wiederholt, jedoch ohne Zugabe von Glutaraldehyd, und die erhaltene Suspension wird im Immunisierungsspezifitätsversuch als Vergleichssubstanz verwendet
Allergiewirkung
Gegen Gras empfindlichen allergischen Patienten wird jeweils eine Suspension des vorstehend beschriebenen Stoffes, eine Lösung des nichtmodifizierten Pollenextrakts, beide in einer wäßrigen Phenol-Kochsalzlösung, und die Phenol-Kochsalzlösung selbst, intradermal injiziert Nach 10 Minuten werden die Flächen der entstandenen Quaddeln gemessen. Sie sind nachstehend in Tabelle XV in mm2 angegeben.
Tabelle XV
Patient Wäßriger Timotheus-
Nr. pollenextrakt, 50 μg/ml
1 17.
2 2
3 6
Gesamt 25
Mit Glutaraldehyd modifizierter, an Aluminiumhydroxid adsorbierter
Timotheuspollenextrakt,
lmg/ml
2 0 0
Nichtmodifizierter an Phenol-
Aluminiumhydroxid adsor- Kochsalz-
bierter Thimotheuspollen- lösung extrakt,
lmg/ml
6 0
3 0
3 0
12 0
Immunisierungsspezifuät
Eine Gruppe von Meerschweinchen wird immunisiert, indem man den Tieren subcutan den mit Glutaraldehyd modifizierten, an Aluminiumhydroxid adsorbierten Extrakt injiziert Eine ähnliche Gruppe von Meerschweinchen wird mit nichtmodifiziertem, an Aluminiumhydroxid adsorbiertem Timotheuspollenextrakt mit einer Pollenkonzentration von 1 mg/ml immunisiert. Nach 21 Tagen wird die Injektion wiederholt, und 10 Tage darauf treten bei den Tieren Blutungen auf.
Mit den Seren wird der passive cutane Anaphylaxie-Test durchgeführt, indem man einer Gruppe von Meerschweinchen Reihenverdünnungen in die kahlgeschorenen Flanken intradermal injiziert. 5 Stunden später wird den Tieren als Reiz der nichtmodifizierte Timotheuspollenextrakt zusammen mit jeweils 0,4 ml einer Lösung von Pontamin-Himmelblau intravenös injiziert. Die Ergebnisse bei verschiedenen Antigenkonzentrationen sind in Tabelle XVI für das modifizierte Material bzw. in Tabelle XVII für die Vergleichssubstanz ohne Glutaraldehyd angegeben.
Tabelle XVI
Meerschweinchen
Nr.
Gefriergetrockneter,
wäßriger modifizierter
Timotheuspollenextrakt
Quaddeldurchmesser (mm) bei
1 1 1
5 25 125
20
17
18
•16
13
verschiedenen
1
625
Serumkonzentrationen
1 Kochsalz-
3125 lösung
I I I I
1
2
3
4
Tabelle XVlI
1 mg/ml
100μg/ml
10μg/ml
5 μg/ml
22
20
20
14
Quaddeldurchmesser (mm) bei
1 1 1
5 25 125
Ξ I I I I I I I Seramkonzentrationen
1 Kochsalz-
3125 lösung
Meerschweinchen
Nr.
Gefriergetrockneter,
wäßriger Timotheus
pollenextrakt
verschiedenen
1
625
1 mg/ml
100 μg/ml
10 μg/ml
5 μg/ml
25 20
16
130 218/34

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Parenteral injizierbares pharmazeutisches Präparat mit einem Gehalt an einem parenteral vei träglichen Trägermaterial und einem Desensibilisierungsmittel gegen Allergien aus einem modifizierten allergenen Protein oder Glykoprotein, gegebenenfalls in Verbindung mit Adjuvantien, dadurch gekennzeichnet, daß das allergene Protein oder Glykoprotein bzw. deren Fraktionen intermolekular und/oder intramolekular mit einem Poiyaldehyd, Epihalogenhydrin oder einem anorganischen Cyanat vernetzt worden ist.
2. Pharmazeutisches Präparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es mit Glutaraldehyd oder Phenylglyoxal vernetzt worden ist.
3. Pharmazeutisches Präparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es mit Epichlorhydrin oder Epibromhydrin vernetzt worden ist.
4. Pharmazeutisches Präparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es mit Kaliumcyanat bei saurem pH-Wert, vorzugsweise pH = 5, vernetzt worden ist.
DE19702039223 1969-08-06 1970-08-06 Parenteral injizierbares pharmazeutisches Präparat mit einem gehalt an einem parenteral verträglichen Trägermaterial und einem Desensibilisierungsmittel gegen Allergien Expired DE2039223C3 (de)

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DE2039223B2 DE2039223B2 (de) 1980-08-07
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AT297930B (de) 1972-04-10
DK127954B (da) 1974-02-11
NO135015C (de) 1977-01-26
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IE34433L (en) 1971-02-06
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CH569743A5 (de) 1975-11-28
CA950358A (en) 1974-07-02
DE2039223B2 (de) 1980-08-07
SE396694B (sv) 1977-10-03

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