-
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung
zum Aufbringen von Mustern und/oder Beschriftungen auf eine im wesentlichen
plane Oberfläche
eines Gegenstandes, insbesondere einer Post- oder Grußkarte, eines
Einlegeblattes für
Fotoalben, einer Urkunde oder dergleichen unter Verwendung von Schablonen.
-
Dabei werden hier unter dem Begriff "Post- oder Grußkarte" alle erdenklichen
Arten von Gruß-, Einladungs-,
Mitteilungs-, Glückwunschschreiben und
dergleichen verstanden. Da jedoch Vorrichtungen der hier in Frage
stehenden Art meist bei der Erstellung handgefertigter Grußkarten
verwendet werden, wird im nachfolgenden häufig nur der Begriff "Karte" verwendet, ohne
daß die
Vorrichtung auf Karten im eigentlichen Sinne beschränkt wäre. Rein
beispielhaft seien Urkunden und Einlegeblätter für Fotoalben genannt, die sich
gleichermaßen
mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung
bearbeiten lassen.
-
Unter dem Begriff "Beschriftungen" werden sowohl einzelne
Buchstaben und Zahlen, als auch komplette Gruß- und Glückwunschformeln wie z.B. "Frohe Weihnachten!" oder "Alles Gute!" verstanden. Zur
Vereinfachung wird im nachfolgenden in der Regel nur kurz von "Mustern" gesprochen, wobei
dieser Begriff dann auch Beschriftungen umfassen soll.
-
Es ist seit langem bekannt, zum Aufbringen von
Mustern insbesondere auch auf Oberflächen der genannten Karten u.dgl.
Schablonen zu verwenden.
-
Bei den Schablonen wird zwischen
sog. einlagigen Schablonen und zwei- oder mehrlagigen Schablonen
unterschieden, wobei es sich bei den zwei- oder mehrlagigen Schablonen
de facto um zwei oder mehr gesonderte Schablonen handelt, deren Muster
sich ergänzen,
insbesondere derart, daß die bei
bestimmten Mustern vorgesehenen Stege oder Brücken, die z.B. bei einem "O" die mittlere Fläche in der Schablone halten,
im fertigen Muster nicht mehr zu sehen sind.
-
Es hat sich nun gezeigt, daß vielen
Anwendern sowohl die Anwendung der einlagigen als auch der mehrlagigen
Schablonen Probleme bereitet.
-
Ein offensichtliches Problem bei
mehrlagigen Schablonen, die zeitlich nacheinander angewendet werden,
ist die Ausrichtung einer später
angewendeten Schablone relativ zu dem mit Anwendung der ersten Schablone
erstellten Muster. Dazu wird bislang so vorgegangen, daß auf der
mittels der Schablone bearbeiteten bzw. zu bearbeitenden Oberfläche, also
in der Regel auf einem Blatt aus Papier oder Pappe, die Position
der ersten Schablone mit Bleistift angezeichnet wird und andere
Schablonen später
an dieser Markierung ausgerichtet werden. Dieses Vorgehen ist jedoch
ungenau, denn es erlaubt stets nur ein ungefähres, auf der rein visuellen
Abschätzung
der Ausrichtung der zweiten und jeder weiteren Schablone relativ
zu den angezeichneten Markierungen beruhendes Ausrichten. Zudem bleiben
nach dem Entfernen der Bleistiftmarkierungen meist Radierspuren
auf der Oberfläche
sichtbar, zumal gerade die im Regelfall bearbeiteten Papiere und
Pappen gegen mechanischen Abrieb empfindlich sind und beim Wegradieren
der Markierungen leicht beschädigt
werden.
-
Bei einlagigen Schablonen stellt
die Ausrichtung der Schablone relativ zur Karte für viele
Anwender ein Problem dar: die Vielzahl der Gestaltungsmöglichkeiten
aufgrund der freien Wahl, wie eine Schablone relativ zu einer Karte
angelegt wird, wird von vielen Anwendern nicht als Vorteil, sondern
als Nachteil empfunden. Dieses Problem stellt sich auch bei mehrlagigen
Schablonen, denn die erste Schablone kann relativ zur Karte frei
angelegt werden.
-
Zur zumindest partiellen Lösung der
beim Arbeiten mit Schablonen auftretenden Probleme ist aus der
DE 1 954 970 A1 eine
Vorrichtung bekannt, mittels der mehrlagige Schablonen und insbesondere eine
Schablone, auf der mehrere nacheinander aufzubringende Elemente
eines Musters vorgesehen sind, in bestimmten Positionen relativ
zu einem Rahmen festgelegt werden können. Dies entbindet den Anwender
jedoch nicht von seiner Wahlfreiheit hinsichtlich der Anordnung
des Musters relativ zu einer Karte, es sei denn, es werden gelochte
Karten verwendet, die am Rahmen fixiert werden können. Die Vorrichtung eignet
sich daher nicht zur Herstellung hochwertiger Grußkarten,
die keine Lochungen aufweisen sollen.
-
Davon ausgehend liegt der Erfindung
die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Aufbringen von Mustern
und/oder Beschriftungen auf eine im wesentlichen plane Oberfläche eines
Gegenstandes, insbesondere einer Post- oder Grußkarte, eines Einlegeblattes
für Fotoalben,
einer Urkunde oder dergleichen unter Verwendung von Schablonen anzugeben,
welche nicht nur bei mehrlagigen Schablonen eine exakte Ausrichtung
jeder Schablone, mittels welcher ein Muster und/oder eine Beschriftung
auf eine Oberfläche übertragen
werden soll, relativ zu der Oberfläche, auf die das Muster oder
die Beschriftung übertragen
werden soll, ermöglichen,
sondern die es bei Bedarf auch erlauben, den Anwender von praktisch
jeder Wahlfreiheit hinsichtlich der Ausrichtung des Musters relativ
zu der Oberfläche
zu entheben.
-
Die Aufgabe wird gelöst von einer
Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Die nebengeordneten
Ansprüche
betreffen einzelne Elemente der Vorrichtung. Vorteilhafte Weiterbildungen der
Vorrichtung und ihrer Elemente sind Gegenstand der jeweiligen Unteransprüche.
-
Weitere Einzelheiten und Vorteile
der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden rein beispielhaften
und nicht-beschränkenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
in Verbindung mit der Zeichnung. Es zeigen, jeweils in Draufsicht:
-
1 einen
Schablonenhalter zur Halterung einer Schablone und zur Aufnahme
einer zu bearbeitenden Karte in einem ersten Kartenformat,
-
2 eine
Schablone zur Herstellung zweier unterschiedlicher Grundmuster,
nämlich
eines Grundmusters mit zwanzig und eines Grundmusters mit neun Herzmotiven
-
3 einen
Adapter zum Anpassen des in 1 gezeigten
Schablonenhalters an ein weiteres Kartenformat und
-
4 eine
Schablone zur Verwendung mit einer Schablone gemäß 2 zur Herstellung zweier unterschiedlicher
geprägter
Muster.
-
In der 1 ist
ein in seiner Gesamtheit mit 10 bezeichneter Schablonenhalter
zur Halterung einer Schablone, z.B. einer Schablone wie der in 2 gezeigten Schablone und
zur Aufnahme eines Gegenstandes mit der zu bearbeitenden Oberfläche gezeigt.
Dabei wird es sich bei dem Gegenstand mit der zu bearbeitenden Oberfläche in der
Regel um eine Karte handeln.
-
Der Schablonenhalter 10 besteht
bei diesem Ausführungsbeispiel
aus einer Grund- oder
Arbeitsplatte 12, in welche bei diesem Ausführungsbeispiel sieben
Aufnahmeöffnungen 14 eingebracht
sind, von denen in der 1 nur
drei mit Bezugszeichen versehen wurden, da in den vier anderen Aufnahmeöffnungen
kurze Haltestifte 16 eingesteckt sind, so daß diese
vier Aufnahmeöffnungen
in der 1 gezeigten Draufsicht
ausgefüllt
erscheinen.
-
Bei den Haltestiften 16 kann
es sich z.B. um kurze Stücke
eines zylindrischen Stabes oder um doppelt konische Regalbodenträger handeln,
wie sie aus dem Möbelbaubereich
bekannt sind. Diese rein beispielhaft genannten Formen von Haltestiften
haben jeweils einen runden Querschnitt, so daß auch die Aufnahmeöffnungen 14 einen
runden Querschnitt haben.
-
Es sei an dieser Stelle betont, daß die Aufnahmeöffnungen 14 natürlich auch
beliebige andere Querschnittsformen haben können, z.B. dreieckige oder
rechteckige. In diesen Fällen
sollten dann natürlich
zweckmäßigerweise
auch die Haltestifte 16 entsprechende Querschnittsformen
haben, so daß sie formschlüssig in
den Aufnahmeöffnungen 14 gehaltert
werden können.
-
Die Haltestifte 16 springen
von dem Schablonenhalter 10 vor, so daß eine Schablone, die über entsprechende
Lochungen verfügt,
so auf den Schablonenhalter aufgelegt werden kann, daß sich die Schablone
in einer exakt vorherbestimmbaren Position relativ zu dem Schablonenhalter
befindet. Auf die genaue Arbeitsweise bei der Anwendung von Schablonenhalter
und Schablone wird im folgenden noch eingegangen.
-
Der Schablonenhalter 12 kann
aus beliebigen geeigneten Materialien hergestellt sein. Optisch ansprechende
Schablonenhalter lassen sich aus harten Kunststoffen wie z.B. Acrylglas
fertigen.
-
Die bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel vorgesehenen
mehreren Aufnahmeöffnungen 14 für kurze
Haltestifte zum Halten von Schablonen erlauben es, die Haltestifte 16 in
unterschiedlichen Positionen auf dem Schablonenhalter einzustecken,
womit zweierlei Funktionen erfüllt
werden können:
-
Zum einen weisen Schablonen aus unterschiedlichen
Ländern
in der Regel unterschiedliche Lochungen auf, wobei diese Lochungen
ursprünglich nicht
zum Festlegen der Schablone auf einem Schablonenhalter, sondern
vielmehr zum Archivieren der Schablone dienten. Die Erfindung kann
also vorteilhaft von Lochungen Gebrauch machen, die sich ohnehin
in den Schablonen befinden. Weisen die Schablonen keine Lochungen
auf, können
entsprechende Lochungen leicht eingebracht werden.
-
Schablonen aus deutscher Fertigung
weisen in der Regel eine Doppel- oder Viererlochung auf mit einem
Lochabstand von 8 cm. Demgegenüber
weisen Schablonen aus den USA häufig
eine Dreifachlochung auf. Durch entsprechende Anordnung der Aufnahmeöffnungen 14 auf
dem Schablonenhalter 10 kann diesen unterschiedlichen Lochungen
der Schablonen Rechnung getragen werden.
-
Dabei ist es selbstverständlich auch
möglich, unterschiedlich
geformte bzw. unterschiedlich dimensionierte Aufnahmeöffnungen
vorzusehen, in welche dann entsprechend unterschiedlich geformte und/oder
dimensionierte Haltestifte eingesteckt werden können, denn die Lochungen der
Schablonen aus den USA weisen meist einen größeren Durchmesser auf als die
z.B. in Deutschland üblichen
Lochungen.
-
Zum anderen ermöglicht es eine entsprechende
Anordnung der Aufnahmeöffnungen
bei entsprechender sonstiger Ausgestaltung des Schablonenhalters
eine Schablone in unterschiedlichen Positionen relativ zu einer
zu bearbeitenden Oberfläche festzulegen,
also z.B. hochkant und quer. Diese Funktionalität ist bei dem in 1 gezeigten Schablonenhalter
nicht vorgesehen.
-
Es sei an dieser Stelle betont, daß die Haltestifte 16 natürlich auch
fest mit dem Schablonenhalter verbunden und nicht in unterschiedliche
Positionen versetzbar sein können.
Auch kann es sich bei den Haltestiften um integrale Bestandteile
des Schablonenhalters handeln, die direkt am Schablonenhalter angeformt
sind.
-
Die Haltestifte 16 bilden
Mittel zum Festlegen einer vorbestimmten Position einer Schablone
relativ zu dem Schablonenhalter. Solche Mittel können aber auch in anderer Weise
vorgesehen sein, z.B. durch entsprechende Anschläge für die Schablone.
-
Der Schablonenhalter 10 weist
bei diesem Ausführungsbeispiel
ferner eine erste Vertiefung 18 und eine zweite Vertiefung 20 auf.
Dabei ist die erste Vertiefung 18 an die Größe der üblicherweise
mit dem Schablonenhalter verwendeten Schablonen angepaßt, und
zwar sowohl hinsichtlich ihrer Länge
und Breite als auch hinsichtlich ihrer Tiefe, so daß eine eingelegte
Schablone mit der Oberseite des Schablonenhalters vorteilhaft eine
bündige
Arbeitsfläche bildet,
von der lediglich die Haltestifte 16 hervorragen.
-
Die umlaufenden Kanten der ersten
Vertiefung 18 bilden einen Anschlag für die Kanten einer Schablone.
Ist die Schablone vorteilhaft so bemessen, daß die Länge ihrer Außenkanten
exakt der Länge
der Innenkanten der Vertiefung 18 entsprechen, so kann
die Schablone formschlüssig
im Schablonenhalter gehaltert werden. Auch die Kanten der ersten
Vertiefungen 18 bilden also Mittel zum Festlegen einer
vorbestimmten Position einer Schablone relativ zu dem Schablonenhalter.
Auf die Haltestifte 16 kann also bei diesem Ausführungsbeispiel
theoretisch auch verzichtet werden.
-
Die Haltestifte gewährleisten
jedoch, daß eine
Schablone wie die in 2 gezeigte
Schablone stets nur in bestimmten Positionen relativ zu dem Schablonenhalter
aufgelegt werden kann, so daß also
z.B. die in 2 gezeigte
Schablone hier nur so aufgelegt werden kann, daß die Spitzen der Herzmotive
in der Zeichnung nach unten weisen. Damit ist die Vorrichtung in
der Anwendung praktisch "narrensicher".
-
Die zweite Vertiefung 20 ist
in ihrer Breite, Höhe
und Tiefe an die Größe der üblicherweise
zu bearbeitenden Gegenstände
angepaßt.
Da es sich bei den zu bearbeitenden Gegenständen in der Regel um sogenannte
Doppelkarten handeln wird, die aus einem einmal gefalteten Bogen
festeren Papiers oder dünneren
Kartons bestehen und in Deutschland im gefalteten Zustand häufig das
Format DIN A5 aufweisen, wird bei einem für den deutschen Gebrauch ausgebildeten
Schablonenhalter die Vertiefung 20 im Regelfall das Format
DIN A4 aufweisen, so daß eine Karte
im aufgeklappten Zustand in die Vertiefung 20 eingelegt
werden kann. In anderen Ländern
mit anderen landesüblichen
Maßen
von Karten wird die Vertiefung 20 entsprechend anders dimensioniert sein.
-
Grundsätzlich hat es sich als zweckmäßig erwiesen,
die Vertiefung 20 so auszubilden, daß sie Karten, Einlegeblätter, Urkunden
etc. im größten landestypischerweise
verwendeten Format aufnehmen kann und dann einen oder mehrere Adapter
vorzusehen, mittels welcher die Größe der Vertiefung an kleinere
Formate angepaßt
werden kann. Auf solche Adapter wird im nachfolgenden noch eingegangen.
-
Die Kanten der Vertiefung 20 bilden
einen Anschlag für
die Kanten des zu bearbeitenden Gegenstandes, so daß die Vertiefung 20 ein
Mittel zum Festlegen einer vorbestimmten Position der zu bearbeitenden
Oberfläche,
also derjenigen Oberfläche
eines Gegenstandes, auf die mittels der Schablone ein Muster und/oder
eine Beschriftung aufgebracht werden soll, relativ zu dem Schablonenhalter
darstellt. Da wie oben ausgeführt
mittels der Haltestifte 16 oder ggf. bereits allein durch
die Vertiefung 18 auch die Position einer Schablone relativ
zu dem Schablonenhalter exakt festgelegt werden kann, erlaubt es der
Schablonenhalter, die Position einer Schablone relativ zu der zu
bearbeitenden Oberfläche
exakt festzulegen.
-
Es sei an dieser Stelle betont, daß es sich
bei der Vertiefung 20 natürlich auch um eine Ausnehmung
handeln kann, so daß der
Schablonenhalter lediglich einen Rahmen, nicht aber eine Auflagefläche für den zu
bearbeitenden Gegenstand bildet. Dies ist ohne weiteres möglich, da
mit Vorrichtungen der hier in Frage stehenden Art in der Regel ohnehin
auf einer flachen Arbeitsplatte gearbeitet wird. Der zu bearbeitende
Gegenstand, also z.B. die Postkarte, würde dann direkt auf eine solche
Arbeitsplatte aufgelegt und vom rahmenartigen Schablonenhalter nur
seitlich umfaßt.
-
Beide Ausgestaltungen haben ihre
Vorteile. So ist ein als Rahmen ausgebildeter Schablonenhalter wesentlich
leichter und aufgrund der Materialersparnis im Regelfall auch kostengünstiger
als ein Schablonenhalter mit einer Auflagefläche für den zu bearbeitenden Gegenstand.
Dagegen ist ein Schablonenhalter mit einer Auflagefläche für den zu
bearbeitenden Gegenstand gegenüber
einem bloßen Rahmen
im Regelfall stabiler. Zudem kann bei einem offenen Rahmen insbesondere
eine dünne
Karte oder ein dünnes
Blatt Papier leicht verrutschen, wenn der Rahmen nicht fest auf
die Arbeitsplatte gepreßt wird.
Auch schützt
ein Schablonenhalter, bei dem der Boden der Vertiefung selbst eine
Arbeitsplatte für
den zu bearbeitenden Gegenstand bildet, einen Tisch oder dergleichen,
auf dem der Schablonenhalter aufgelegt wird, vor Verschmutzungen
und Beschädigungen
beim Arbeiten mit der Vorrichtung.
-
Eine weitere Variante sieht statt
Ausnehmen oder Vertiefungen Erhebungen vor, welche wie die beiden
gerade beschriebenen Lösungen
ebenfalls ein formschlüssiges
Haltern einer Karte oder eines Papiers in dem Schablonenhalter ermöglichen,
ohne die Karte oder das Papier dabei zu beschädigen, also z.B. ohne die Karte
oder das Papier zu knicken oder zu lochen.
-
Der Schablonenhalter 10 weist
bei diesem Ausführungsbeispiel
eine durchgehende Öffnung 22 auf,
mittels welcher eine eingelegte Schablone und/oder ein eingelegter
zu bearbeitender Gegenstand, also z.B. eine Karte, von der Rückseite
des Schablonenhalters her nach vorne gedrückt werden können, so
daß Schablone
und/oder Gegenstand leicht aus dem Schablonenhalter entnommen werden
können.
-
In der 2 ist
eine in ihrer Gesamtheit mit 30 bezeichnete Schablone zum Aufbringen
von Mustern z.B. auf Grußkarten
gezeigt. Die Schablone 30 besteht aus einem Grundelement 32,
das steif oder biegsam sein kann und je nach Art und Einsatzzweck der
Schablone sowohl für
den einmaligen Gebrauch als auch für den mehrfachen Gebrauch ausgebildet sein
kann. Für
den einmaligen Gebrauch kann eine solche Schablone aus Papier, Pappe
oder Karton hergestellt sein. Im Regelfall wird die Schablone aus einer
Kunststoffolie oder einer dünnen
Kunststoffplatte hergestellt sein.
-
In das Grundelement 32 ist
eine Anzahl von Lochungen 34 eingebracht, die in Größe, Zahl
und Form an die Haltestifte 16 des Schablonenhalters 10 angepaßt sind.
Ferner sind in das Grundelement 32 verschiedene Musterausnehmungen 36 und 38 eingebracht,
von denen aus Gründen
der Übersichtlichkeit
nur einige mit Bezugszeichen versehen wurden. Es sei an dieser Stelle
bemerkt, daß die
Musterausnehmungen 36 und 38 nur zur Verdeutlichung
in der 2 schwarz ausgefüllt wurden
und daß es
sich bei diesen Musterausnehmungen 36 und 38 tatsächlich um
z.B. ausgestanzte oder z.B. mittels Laser ausgeschnittene Öffnungen
in dem Grundelement 32 handelt.
-
Die Schablone 30 ist bei
diesem Ausführungsbeispiel
so ausgebildet, daß eine übliche Doppelkarte,
deren Format im aufgeklappten Zustand durch die gestrichelte Linie 40 angedeutet
ist, mit zwei unterschiedlichen Grundmustern versehen werden kann,
von denen das eine aus zwanzig Herzmotiven, das andere aus neun
Herzmotiven besteht.
-
Üblicherweise
wird eine Doppelkarte nur auf der im gefalteten Zustand vorderen
Seite mit einem solchen Grundmuster versehen. Auf den sogenannten
Innenseiten der Karte wird dann ein Text eingetragen. Im aufgeklappten
Zustand einer Doppelkarte, die im aufgeklappten Zustand das durch
die gestrichelte Linie 40 angedeutete Format hat, befände sich die
Vorderseite der Karte, wenn die gestrichelte Linie 40 die
Karte andeutete, unter den in der 2 im
linken Bereich angeordneten Musterausnehmungen 36.
-
Beim Bearbeiten einer entsprechend
dimensionierten Doppelkarte kann so vorgegangen werden, daß die Karte
im aufgeklappten Zustand in die Vertiefung 20 im Schablonenhalter 10 eingelegt
wird, worauf die Schablone 30 in die Ausnehmung 18 des Schablonenhalters 10 eingelegt
wird. Sodann wird z.B. mittels eines Pinsels oder eines Stiftes
Farbe durch die Musterausnehmungen 36 auf die Vorderseite
der Karte aufgebracht. So können
zwanzig Herzmotive auf der Vorderseite der Karte erzeugt werden.
Soll das andere auf der Schablone 30 vorgesehene Grundmuster
mit den neun Herzmotiven auf die Vorderseite der Karte aufgebracht
werden, bräuchte
man die Schablone lediglich zu wenden, und zwar um eine in der Ebene
der Zeichnung von oben nach unten verlaufende Achse.
-
In der 3 ist
ein in seiner Gesamtheit mit 50 bezeichneter Adapter gezeigt,
der dazu dient, die Vertiefung 20 im Schablonenhalter 10 an
ein weiteres Format eines zu bearbeitenden Gegenstandes, also z.B.
ein kleineres Papierformat, anzupassen.
-
Der Adapter 50 besteht bei
diesem Ausführungsbeispiel
aus einem umlaufenden Rahmen 52, der eine Aufnahmeöffnung 54 bildet.
Der Rahmen 52 ist in seiner Breite, Höhe und Dicke an die Vertiefung 20 angepaßt.
-
Die Aufnahmeöffnung 54 entspricht
dem Format, auf das die Vertiefung 20 im Schablonenhalter 10 verkleinert
werden soll.
-
Es sei an dieser Stelle betont, daß an Stelle eines
umlaufenden, geschlossenen Rahmens 52 je nach Art der gewünschten
Verkleinerung der Vertiefung 20 auch anders ausgebildete
Adapter vorgesehen werden können.
Soll die Vertiefung 20 z.B. lediglich in ihrer Breite verkleinert
werden, kann ein entsprechender Adapter aus einer flachen Leiste
entsprechender Breite bestehen.
-
Eine Verkleinerung hinsichtlich Breite
und Höhe
läßt sich
auch durch winkelförmige
Adapter erzielen, bei denen dann die Vertiefung 20 im Schablonenhalter
nur an einer Hoch- und einer Breitseite verkleinert wird. Rahmenartige
Adapter wie der in 3 gezeigte,
die die Vertiefung 20 umlaufend jeweils ein Stück verkleinern,
erlauben es jedoch, die Aufnahmeöffnung 54 so
zu plazieren, daß keine
speziell angepaßten
Schablonen verwendet werden müssen.
-
Würde
ein winkelförmiger
Adapter derart in die Vertiefung 20 des in 1 gezeigten Schablonenhalters eingelegt,
daß er
sich entlang der linken und der oberen Kante der Vertiefung 20 erstreckte, würde eine
dann in die verbleibende Vertiefung eingelegte entsprechend dimensionierte
Karte an den rechten und unteren Rand der Vertiefung 20 rücken. Würde dann
eine Schablone wie die in 2 gezeigte
Schablone 30 aufgelegt, befände sich z.B. das aus den Musterausnehmungen 36 gebildete
Grundmuster nicht mehr zentriert über der rechten Hälfte der Karte,
die im zusammengeklappten Zustand dann die Vorderseite der Karte
bildet.
-
Ein umlaufender Adapter wie der in 3 gezeigte erlaubt es dagegen,
die zu bearbeitende Kartenfläche
z.B. so zur Schablone auszurichten, daß sich die Mitte eines Grundmusters
immer auch über
der Mitte der zu bearbeitenden Kartenfläche befindet.
-
Die im gezeigten Beispiel rechteckige
Aufnahmeöffnung 54 im
Adapter kann selbstverständlich beliebige
Formen haben, z.B. kreisrunde oder ovale. Auch kann statt einer
durchgehenden Öffnung
lediglich eine Vertiefung zur Aufnahme des zu bearbeitenden Gegenstandes
in dem Adapter vorgesehen sein. Wichtig ist letztendlich nur, daß der Adapter
vorteilhafterweise ein rein formschlüssiges Fixieren eines zu bearbeitenden
Gegenstandes, also z.B. einer Karte erlaubt, ohne den Gegenstand
in irgendeiner Weise beschädigen,
also z.B. knicken zu müssen.
-
In der 4 ist
eine in ihrer Gesamtheit mit 60 bezeichnete Schablone gezeigt,
die im Zusammenspiel mit einer Schablone wie der in 2 gezeigten Schablone das Erstellen geprägter Muster ermöglicht.
Die Schablone 60 besteht aus einem Grundelement 62,
das steif oder biegsam sein kann und je nach Art und Einsatzzweck
der Schablone sowohl für
den einmaligen Gebrauch als auch für den mehrfachen Gebrauch ausgebildet
sein kann. Für den
einmaligen Gebrauch kann eine solche Schablone aus Papier, Pappe
oder Karton hergestellt sein. Im Regelfall wird die Schablone aus
einer Kunststoffolie oder einer dünnen Kunststoffplatte hergestellt
sein.
-
In das Grundelement 62 sind
verschiedene Musterausnehmungen 66 und 68 eingebracht,
von denen aus Gründen
der Übersichtlichkeit
nur einige mit Bezugszeichen versehen wurden. Die Musterausnehmungen 66 und 68 sind
nur zur Verdeutlichung in der 4 schwarz
ausgefüllt.
Tatsächlich handelt
es sich bei diesen Musterausnehmungen 66 und 68 um
z.B. ausgestanzte oder z.B. mittels Laser ausgeschnittene Öffnungen
in dem Grundelement 62.
-
Die Schablone 60 wird vor
einer zu bearbeitenden Karte in einen Schablonenhalter gelegt, worauf
dann die Karte und eine weitere Schablone mit entsprechendem Muster
aufgelegt werden. Mit einem stumpfen Stift kann dann das Muster
dadurch in die Karte "geprägt" werden, daß mit dem
Stift entlang der Ausnehmungen gefahren wird.
-
Im Rahmen des Erfindungsgedankens
sind zahlreiche Abwandlungen und Weiterbildungen möglich, die
sich z.B. auf die Halterung und Ausrichtung von Schablone und Schablonenhalter
bzw. zu bearbeitendem Gegenstand und Schablonenhalter beziehen.
-
An dem Schablonenhalter können statt
der gezeigten Vertiefung auch Vorsprünge gebildet sein, die dann
entsprechende Anschläge
für den
zu bearbeitenden Gegenstand bilden. Ferner können statt der gezeigten Haltestifte
z.B. Klemmvorrichtungen am Schablonenhalter zum Festklemmen einer
Schablone und/oder eines zu bearbeitenden Gegenstandes vorgesehen
sein.
-
Neben den Adaptern zum Anpassen des Schablonenhalters
an unterschiedliche Formate der zu bearbeitenden Gegenstände können auch
Adapter zum Anpassen des Schablonenhalters an unterschiedliche Schablonenformate
vorgesehen werden.
-
Erfindungswesentlich ist jedenfalls
der Grundgedanke, einen Schablonenhalter vorzusehen, mittels welchem
eine Position von zu bearbeitendem Gegenstand und Schablone derart
vorbestimmbar ist, daß ein
Anwender seiner Wahlfreiheit hinsichtlich der Ausrichtung des Musters
relativ zu der zu bearbeitenden Oberfläche weitestgehend enthoben
ist. Damit kann eine entsprechende Vorrichtung auch im Behindertenbereich
und zu therapeutischen Zwecken bei debilen Menschen eingesetzt werden.
-
Dabei wird im übrigen darauf hingewiesen, daß die Anmeldung
ein neues Geschäftsverfahren impliziert,
nämlich
ein Verfahren zum Erstellen "professioneller" Gruß- und Glückwunschkarten,
Urkunden u.dgl. unter Verwendung bzw. Anwendung der Erfindung.