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DE2036879B2 - Mischfaser-Vliese, insbesondere für Windelhüllen und andere hygienische Zwecke - Google Patents

Mischfaser-Vliese, insbesondere für Windelhüllen und andere hygienische Zwecke

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Publication number
DE2036879B2
DE2036879B2 DE2036879A DE2036879A DE2036879B2 DE 2036879 B2 DE2036879 B2 DE 2036879B2 DE 2036879 A DE2036879 A DE 2036879A DE 2036879 A DE2036879 A DE 2036879A DE 2036879 B2 DE2036879 B2 DE 2036879B2
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DE
Germany
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fibers
mixed fiber
nonwovens
diaper covers
hygienic purposes
Prior art date
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Application number
DE2036879A
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English (en)
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DE2036879C3 (de
DE2036879A1 (de
Inventor
Bernard Lyon Ancelle
Andre Lyon Bonnet
Jean St. Cyr Au Mont D'or Kovacs
Original Assignee
Rhone-Progil S.A., Paris
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Rhone-Progil S.A., Paris filed Critical Rhone-Progil S.A., Paris
Publication of DE2036879A1 publication Critical patent/DE2036879A1/de
Publication of DE2036879B2 publication Critical patent/DE2036879B2/de
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Publication of DE2036879C3 publication Critical patent/DE2036879C3/de
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H5/00Special paper or cardboard not otherwise provided for
    • D21H5/12Special paper or cardboard not otherwise provided for characterised by the use of special fibrous materials
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H13/00Pulp or paper, comprising synthetic cellulose or non-cellulose fibres or web-forming material
    • D21H13/10Organic non-cellulose fibres
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H13/00Pulp or paper, comprising synthetic cellulose or non-cellulose fibres or web-forming material
    • D21H13/10Organic non-cellulose fibres
    • D21H13/20Organic non-cellulose fibres from macromolecular compounds obtained otherwise than by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds
    • D21H13/26Polyamides; Polyimides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Nonwoven Fabrics (AREA)
  • Paper (AREA)
  • Artificial Filaments (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)
  • Absorbent Articles And Supports Therefor (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf Mischfaser-Vliese, die auf nassem Wege hergestellt werden und Stapelfasern sowie ein Bindemittel enthalten, das die Fasern zu einer zusammenhängenden Masse verbindet.
Unter Mischfaser-Vliese werden im folgenden so- as wohl Einzelvliese beliebigen Zuschnittes als auch kontinuierliche Vliesware gleichbleibender Breite, die auf Spulen aufgewickelt werden kann, verstanden.
Es ist seit langem bekannt, zur Herstellung von Vliesen unterschiedliche Fasermaterialien, beispielsweise Cellulosefasem, Kunstfasern und/oder synthetische Fasern einzeln oder in Kombination miteinander zu verwenden und sie mit Hilfe verschiedener Verfahren untereinander zu verbinden. Üblicherweise werden die Vliese entweder auf Textilmaschinen trocken nach aerodynamischen Verfahren oder durch Kardieren oder auf Papiermaschinen hergestellt, indem die Fasern in Wasser aufgeschlämmt und die Aufschlämmung auf das Langsieb der Papiermaschine aufgebracht wird. Unabhängig von den jeweiligen Herstellungsverfahren müssen die Fasern untereinander und miteinander verbunden sein, um den notwendigen Zusammenhalt zu gewährleisten und den Vliesen die für die vorgesehene VeiTvendung erforderlichen mechanischen Eigenschaften zu verleihen. So wurde bei den Trockenverfahren sehr ausführlich das Nadeln beschrieben, ein mechanisches Verfahren, bei welchem die Fasern senkrecht zur Bahnrichtung verfilzt werden, sowie das Verbinden der Fasern durch Imprägnieren mit einem entsprechend gewählten Harz. Bei den Naßverfahren wurde bereits empfohlen, der wäßrigen Faserdispersion ein Bindemittel, beispielsweise einen Latex, zuzusetzen oder die entwässerte und getrocknete Vliesmasse zu imprägnieren. Papiere mit verbesserter Naßfestigkeit zum Beispiel werden durch Zusatz von etwa 20% Polyacrylnitril-Feinfasern erhalten. Bei anderen Bindeverfanren werden in die Vliesmasse niedrigschmelzende thermoplastische Fibrillen oder Fasern eingebracht, die bei entsprechender Wärmebehandlung schmelzen und die Fasern miteinander verschweißen; ihr Anteil beträgt mindestens 5%. Alle diese Bindeverfahren führen aber zu Vlieswaren, deren Eigenschaften nicht immer den vorgesehenen Verwendungszwecken vollständig angepaßt sind, vor allem dann, wenn hohe mechanische Festigkeit in trockener oder feuchter Umgebung, eine bessere Zerreißfestigkeit, eine bessere Berstfestigkeit, eine größere Weichheit oder Biegsamkeit usw. gewünscht werden.
Es hat sich nun gezeigt, daß Mischfaser-Vliese, die eine bestimmte sorgfältige Kombination aus Kunstfasern, Naturfasern und synthetischen Fasern enthalten und in denen die Fasern mit Polyacryl-Fibrillen gebunden werden, sich durch hohe Naß- und Trokkeniestigkeit, verbesserte Zerreißfestigkeit sowie durch Biegsamkeit, weichen Griff und große "augvermögen auszeichnen und daher vor allem * Windelhüllen und andere hygienische und medizinische Zwecke geeignet sind.
Die erfindungsgemäßen Mischfaser-Vliese für Windel- i.md Bindenhüllen und ähnliche hygienische Artikel enthalten mindestens 45 Gewichtsteile, vorzugsweise 50 bis 55 Gewichtsteile Viskose-Zellwolle; 15 bis 20 Gewichtsteile gebleichten nicht gemahlenen Nadelholzzellstoff; 1 bis 10 Gewichtsteile gemahlene polynosische Fasern; 5 bis 15 Gewichtsteile Polyamidfasern und 15 bis 25 Gewichtsteile Polyacrylnitrilfibniien.
Die Bindemittel-Fibrillen werden durch Ausfällen eines Polyacryllatex in einer koagulierenden Flüssigkeit in an sich bekannter Weise, beispielsweise wie in der französischen Patentschrift 1516178 beschrieben, erhalten. Der Latex kann ein Latex vom Homopolymeren aus Acrylsäure, Acrylsäureestern wie Methylacrylat, Ähtylacrylat, Butylacrylat oder von Copolymeren der verschiedenen Acrylverbindungen untereinander sowie gegebenenfalls mit anderen äthylenischen Monomeren wie Vinylacetat, Butylmaleinat usw. sein. Vorteilhafterweise werden Gemische aus diesen Polymeren und/oder Copolymeren verwendet.
Die Verwendung von Fibrilien aus einem Acrylpolymerisat als Bindemittel bei der Herstellung von Vliesen auf nassem Wege bietet besondere Vorteile: Die zugesetzten Polyacrylfibrillen umhüllen die Vliesfasern nicht, wie dies beim Imprägnieren mit einem flüssigen Bindemittel der Fall ist, sondern sie setzen sich vorzugsweise an den Kreuzungspunkten der Fasern ab und verkleben diese lediglich hier bei einer nachfolgenden Wärmebehandlung. Dabei verschwinden oder verlaufen die Fibrillen nicht, sondern behalten ihre Struktur kleiner Teilchen bei. Die Nachteile des Imprägnierverfahrens, wobei die Fasern vollständig miteinander verkleben und die Zwischenräume verstopft werden, so daß die Vliese sich rauh anfühlen, nicht ausreichend biegsam sind und deshalb häufig einer mechanischen Nachbehandlung wie Kreppen unterworfen werden müssen, wodurch manchmal die mechanischen Eigenschaften der Vliese stark beeinträchtigt werden, treten nicht ein.
Die erfindungsgemäßen Mischfaser-Vliese besitzen die textlien Eigenschaften der Fasern selbst, aus denen sie zusammengesetzt sind, d. h. also Griff, Aussehen, Biegsamkeit oder Weichheit, hohes Absorptionsvermögen für Flüssigkeiten, lauter wesentliche Eigenschaften, die bei den Vliesen angestrebt werden. Darüber hinaus sind die mechanischen Eigenschaften merklich verbessert, vor allem, wenn die Vliese in feuchter Umgebung verwendet werden. Schließlich zeichnen sich die Vliese bei großer Biegsamkeit und einer auf der homogenen Verteilung der Fasern beruhenden guten Durchsicht noch dadurch aus, daß sie nach Belieben ganz oder teilweise mit farbigen Motiven bedruckt werden können, wodurch das gefällige Aussehen und auch die mechanischen Eigenschaften verbessert werden.
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Eine vorteilhafte Verwendung hat sich auf dem GewichtsteUe
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Mis^r^entsp^naUenWrungen s SS?S'^ enSen.Nadelhö^
an derartige Erzugnisse: Sie fühlen sich weich an, sind Zellstoff 15
angenehm anzusehen, beatzen verbesserte mecha- Polynosische'viskoselzeÜwoile TYPE BX
™Ψί 1^l T* Naßfestigjceit, Zerreißfestigkeit Mahlgrad 83° Schopper 5
und Berstfestigkeit und sind darüber hinaus billig. Polyacrflfibrillen (Bindemittel) 20
Die Herstellung der neuen Mischfaser-Vhese erfolgt io J J v
nach der bei der Papierherstellung üblichen allgemei- Die Fibrillen waren gemäß der Arbeitsweise der
nen Arbeitsweise. Dabei wird der auf das Lengsieb französischen Patentschrift 1516178 aus einem Latex
einer Papiermaschine aufgelaufene Faserbrei entwäs- erhalten worden, der aus einem Gemisch aus Methyl-
sert, bei Temperaturen von etwa 130° C getrocknet acrylat-, Äthylacrylat- und Acrylsäure-Homopoly-
und gegebenenfalls einer weiteren Wärmebehandlung 15 meren und einem Terpolymeren aus Butylmaleinat,
bei 130 bis 180° C unterworfen, die beispielsweise in Vinylacetat und Butylacrylat bestand,
einem Heiflluftofen, auf neuen entsprechend auf ge- Die Faserdispersion wurde zusätzlich mit 0,6%
heizten Trommeln oder zwischen Kalanderwalzen vor- einer wäßrigen Lösung eines kationischen Polyamid-
genommen wird. Die Vliese können nach üblichen Epichlorhydrin-Harzes versetzt, bezogen auf die
Verfahren in verschiedener Weise mit Wärme bei- ao Fasennasse.
spielsweise geschrumpft und/oder mechanisch behan- Darauf ließ man die Fasersuspension auf das Langdelt werden. Es hat sich gezeigt, daß, wenn man die sieb einer Papiermaschine auflaufen; der Faserbrei üblicherweise zum Imprägnieren von Vliesen verwen- wurde entwässert, bei etwa 130° C getrocknet und deten Latex-Bindemittel durch Polyacrylfibrillen er- einer weiteren Wärmebehandlung bei 150° C untersetzt und in die Fasermassen synthetische Fasern mit as worfen.
hohem Schrumpfvermögen, wie Polyamidfasern, Das erhaltene Mischfaser-Vlies hatte folgende
Polyacrylfasem aufnimmt, die üblichen Arbeitsgänge Eigenschaften:
des Imprägnierens und anschließenden Trocknens Flächengewicht 20 g/m2
übersprungen und gegebenenfalls unmittelbar durch Reißlänge, trocken ...... 1800 m
eine Wärmebehandlung mit Dampf die textlien Eigen- 30 Reißlänge] naß .......... 700 m
schäften der Mischfaser-Vliese ausgebildet werden Zerreißzahl, D/G ........ 10
können, wobei man sehr biegsame und weiche kreppartige Erzeugnisse erhält, die sieh nicht rauh an- Die angegebenen Werte sind Mittelwerte, die in fühlen. Laufrichtung und in Querrichtung des Blattes ge-
Das folgende Beispiel soll die Erfindung näher er- 35 messen wurden.
läutern. Es wurden bestimmt und gemessen: die Reiß- Zum Vergleich wurde ein Mischfaser-Vlies gleichen
länge trocken und naß nach der französischen Norm Flächengewichts (20 g/m2) aus derselben Fasersuspen-
AFNOR NF Q 03 004 und die Zerreißfestigkeit nach sion jedoch ohne Zusatz von Polyacrylfibrillen und
ASTM D 2 261-64 T. kationischem Polyamid-Epichlorhydrinharz herge-
40 stellt. Die unter gleichen Bedingungen bestimmten
Beispiel Eigenschaften dieses Vlieses waren wie folgt:
Es wurde ein Mischfaser-Vlies für Binden- oder
Windelhüllen hergestellt; der Stoff auflauf einer Pa- Reißlänge, trocken 800 bis 1000 mm
piermaschine enthielt eine Dispersion mit 10 g/l des Reißlänge, naß nicht meßbar
folgenden Gemisches: *5 Zerreißfestigkeit nicht meßbar

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Mischfaser-Vliese, insbtiondere für Windelhüllen und andere hygienische Zwecke, mit hoher Trocken- und Naßfestigkeit und verbesserter Zerreißfestigkeit, enthaltend 15 bis 25% thermoplastische Bindemittel-Fasern, dadurch gekennzeichnet, daß sie a) mindestens 45% Viskose-Zellwolle, 15 bis 20% gebleichten ungemahlenen Nadelholzzellstoff, 1 bis 10% gemahlene polynosische Fasern und 5 bis 15 0Zo Polyamidfasern sowie b) das Bindemittel in Form von Fibrillen aus einem Acrylpolymerisat enthalten.
    15
DE2036879A 1969-07-25 1970-07-24 Mischfaser-Vliese, insbesondere für Windelhüllen und andere hygienische Zwecke Expired DE2036879C3 (de)

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