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DE2035324B2 - Verfahren zur extraktion aromatischer kohlenwasserstoffe aus einem kohlenwasserstoffgemisch in einem mehrstufensystem - Google Patents

Verfahren zur extraktion aromatischer kohlenwasserstoffe aus einem kohlenwasserstoffgemisch in einem mehrstufensystem

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DE2035324B2
DE2035324B2 DE19702035324 DE2035324A DE2035324B2 DE 2035324 B2 DE2035324 B2 DE 2035324B2 DE 19702035324 DE19702035324 DE 19702035324 DE 2035324 A DE2035324 A DE 2035324A DE 2035324 B2 DE2035324 B2 DE 2035324B2
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DE
Germany
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stage
solvent
column
distillation
aromatic hydrocarbons
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DE19702035324
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DE2035324A1 (de
DE2035324C3 (de
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Giancarlo Mailand; Cinelli Ermanno San Donate Milanese; Paret (Italien)
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SnamProgetti SpA
Original Assignee
SnamProgetti SpA
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Publication date
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    • C07C7/04Purification; Separation; Use of additives by distillation
    • C07C7/05Purification; Separation; Use of additives by distillation with the aid of auxiliary compounds
    • C07C7/08Purification; Separation; Use of additives by distillation with the aid of auxiliary compounds by extractive distillation
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
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    • B01D11/00Solvent extraction
    • B01D11/04Solvent extraction of solutions which are liquid
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description

a) als Lösungsmittel wird im Gemisch mit Wasser Tetramethylensulfon oder eines seiner Derivate, ein N-Alkylpyrrolidon, Dialkylsulfoxyd, Dialkylformamid, Diacetylformamid, Methylcarbamid, ein Glykol oder ein veräthertes Glykol oder ein Alkylderivat von Morpholin verwendet,
b) das Überkopfprodukt der Extraktivdestillation aus der dritten Stufe wird aufgetrennt in eine niedrigsiedende Fraktion, die als Reinigungsmittel in der zweiten Stufe verwendet wird, und in eine hochsiedende Fr.-.ktion, die verworfen oder an einem Punkt zwischen dem Beschikkungseinlaß und dem Lösungsmitteleinlaß in die erste Stufe zurückgeführt wird,
c) die Destillation der vierten Stufe wird unter Wasserrückfluß durchgeführt und
d) ein Teil des von Lösungsmittel freien Wassers, das als Überkopfprodukt der vierten Stufe der Destillation erhalten wird, wird durch indirekten Wärmeaustausch mit dem aus der Bodenfraktion der vierten Stufe stammenden Lösungsmittel verdampft und in den Bodenteil der gleichen Destiliationsstufe zurückgeführt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Lösungsmittel im Gemisch mit bis zu 30 Gew.-% Wasser verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtrennung der niedrigsiedenden Fraktion des Überkopfproduktes aus der dritten Stufe, der Extraktivdestillation, durch Rektifizierung in Abwesenheit des Lösungsmittels durchgeführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtrennung der niedrigsiedenden Fraktion des Überkopfproduktes aus der dritten Stufe, der Extraktivdestillation, durch Kondensation in zwei oder mehreren Stufen durchgeführt wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil des von Lösungsmittel freien Wassers, das als Überkopfprodukt in der vierten Stufe, der Destillation, erhalten wird, der zweiten Stufe zusammen mi dem Reinigungsmittel zugesetzt wird.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Extraktior aromatischer Kohlenwasserstoffe aus einem Kohlen wasserstoffgemisch in einem Mehrstufensystem, be dem in einer ersten Stufe die Ausgangsmischung in Gegenstrom mit einem Lösungsmittel in Berühruni gebracht wird, in einer zweiten Stufe der Extrakt aus dei ersten Stufe gereinigt wird, indem er im Gegenstom mi einer mindestens teilweise aus der dritten Stufe, dei Extraktivdestillation, stammenden Kohlenwasserstoff fraktion in Berührung gebracht wird, in einer dritter Stufe der aus der zweiten Stufe stammende Extrak extraktiv destilliert wird, wobei ein Überkopfproduki erhalten wird, das in der zweiten Stufe als Reinigungs mittel (Rückfluß) verwendet wird, sowie in einer vierter Stufe vom Bodenprodukt der dritten Stufe die Aromaten von dem Lösungsmittel durch Destillatior abgetrennt werden und das Lösungsmittel in die erst« Stufe zurückgeführt wird.
Es sind bereits verschiedene Verfahren zur Extrak tion aromatischer Kohlenwasserstoffe aus diese enthal tenden Mischungen, wie z. B. Erdöl und petrochemi sehen Gemischen, bekannt. Bei diesen Verfahrer werden Extraktionsmittel verwendet, welche die abzu trennenden aromatischen Kohlenwasserstoffe selektiv lösen. Die bekannten Verfahren zur Extraktion aromati scher Kohlenwasserstoffe aus diese enthaltender Mischungen unter Verwendung eines selektiven Lö sungsmittels, die in der F i g. 1 der Zeichnung schema tisch dargestellt sind, umfassen im allgemeinen die folgenden vier Haupi stufen:
a) In der ersten Stufe wird das; Ausgangsgemisch iir Gegenstrom mit dem selektiven Lösungsmittel ir Berührung gebracht, wobei zwei Ströme erhalter werden, bei denen es sich um ein Raffinat mit einerr sehr niedrigen Gehalt an aromatischen Kohlenwasserstoffen und um einen Extrakt, eier praktisch die gesamten in dem Ausgangsgemisch enthaltener aromatischen Kohlenwasserstoffe in dem Lösungsmittel enthält, handelt.
b) In der zweiten Stufe wird der Extrakt aus der ersten Stufe gereinigt, indem man ihn im Gegenstrom mil einer Kohlenwasserstofffraktion in Berührung bringt, die mindestens zum Teil aus der dritten Stufe, der Extraktivdestillation, (Überkopfprodukt] stammt, wodurch die in dem Extrakt aus der erster Stufe enthaltenen, aus dem Ausgangsgemisch stammenden schwereren nichtaromatischen Kohlenwasserstoffe entfernt werden unter Bildung von zwei Strömen, bei denen es sich um einen die leichteren Aromaten enthaltenden Strom, der in die erste Stufe zurückgeführt wird, und um einen aus den Bodenprodukten bestehenden Strom, der in die dritte Stufe eingeführt wird, handelt; der Bodenproduktstrom besteht aus dem Lösungsmittel, aromatischen und gesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffen.
c) In der dritten Stufe wird der aus der zweiten Stufe stammende Extrakt extraktiv destilliert unter Bildung eines Überkopfproduktes, das aus den in dem Extrakt aus der zweiten Stufe enthaltenen
gesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffen und aus einem Anteil leichterer aromatischer Kohlenwasserstoffe besteht und als Reinigungsmittel (Rückfluß) in die zweite Stufe zurückgeführt wird, und einer aus dem Lösungsmittel und den s abzutrennenden Aromaten bestehenden Bodenfraktion.
d) In der vierten Stufe wird die aus der dritten Stufe stammende Bodenfraktion, die aus dem Lösungsmittel und den abzutrennenden Aromaten besteht, destilliert, wodurch die Aromaten von dem Lösungsmittel getrennt werden, und das Lösungsmittel wird in die erste Stufe zurückgeführt. Bei dieser bekannten Verfahrensweise können die erste und die zweite Stufe in einer einzigen Vorrichtung durchgeführt werden, während die dritte und die vierte Stufe vorzugsweise in verschiedenen Vorrichtungen durchgeführt werden.
Ähnliche Verfahren sind aus der US-Patentschrift 86 937 sowie insbesondere aus »Erdöl und Kohle-Erdgas-Petrochemie«, 21. Jahrgang, 1968, Seiten 275—278, bekannt Aus der US-Patentschrift 33 25 399 ist es außerdem bereits bekannt, bei der Rückführung des Überkopfproduktes aus der dritten Stufe in die zweite Stufe diesem leichte gesättigte aliphatische Kohlenwasserstoffe zuzusetzen, um die Extraktionswirkung des Lösungsmittels in der zweiten Stufe zu verbessern. Auch ist es aus der US-Patentschrift 46 190 bereits bekannt, den Wärmeinhalt des in der vierten Stufe gewonnenen Lösungsmittels durch Warmeaustausch zurückzugewinnen, um dadurch die Wärmebilanz des Gesamtverfahrens günstiger zu gestalten. Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Extraktion aromatischer Kohlenwasserstoffe aus diese enthaltenden Kohlenwasserstoffgemischen in einem Mehrstufensystem anzugeben, das wirtschaftlicher als die bisher bekannten vergleichbaren Verfahren ist, weil zu seiner Durchführung weniger Wärmeenergie erforderlich ist, das reinere Produkte liefert und in kleineren Anlagen durchgeführt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Verfahren der eingangs geschilderten Art durch die Kombination der folgenden Merkmale gelöst:
a) als Lösungsmittel wird Tetramethylensulfon oder eines seiner Derivate, ein N-Alkylpyrrolidon, Dialkylsulfoxyd, Dialkylforrnamid, Diacetylformamid, Methylcarbamid, ein Glykol oder ein veräthertes Glykol oder ein Alkylderivat von Morpholin im Gemisch mit Wasser verwendet,
b) das Überkopf produkt der Extraktivdestillation aus der dritten Stufe wird aufgetrennt in eine niedrigsiedende Fraktion, die als Reinigungsmittel in der zweiten Stufe verwendet wird, und in eine hochsiedende Fraktion, die verworfen oder an einem Punkt zwischen dem Beschickungseinlaß und dem Lösungsmitteleinlaß in die erste Stufe zurückgeführt wird,
c) die Destillation der vierten Stufe wird unter Wasserrückfluß durchgeführt und
d) ein Teil des von Lösungsmittel freien Wassers, das als Überkopfprodukt der vierten Stufe der Destillation erhalten wird, wird durch indirekten Wärmeaustausch mit dem aus der Bodenfraktion der vierten Stufe stammenden Lösungsmittel verdampft und in den Bodenteil der gleichen Destillationsstufe zurückgeführt.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird das Lösungsmittel im Gemisch mit bis zu 30 Gew.-% Wasser verwendet
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung wird die Abtrennung der niedrigsiedenden Fraktion des Überkopfproduktes aus der dritten Stufe, der Extraktivdestillation, durch Rektifizierung in Abwesenheit des Lösungsmittels durchgeführt
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung wird die Abtrennung der niedrigsiedenden Fraktion des Überkopfproduktes aus der dritten Stufe, der Extraktivdestillation, durch Kondensation in zwei oder mehreren Stufen durchgeführt
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung wird ein Teil des von Lösungsmittel freien Wassers, das als Überkopfprodukt in der vierten Stufe, der Destillation, erhalten wird, zusammen mit dem Reinigungsmittel der zweiten Stufe zugesetzt.
Die Stufen 1 und 2 des erfindungsgemäßen Verfahrens werden bei Temperaturen innerhalb des Bereiches von 0 bis 900C durchgeführt
Ein wesentliches Merkmal des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß das als Überkopfprodukt in der vierten Stufe erhaltene Wasser, das keinerlei Lösungsmittel mehr enthält, in dem Verfahren wiederverwendet wird, wobei ein Teil seines Wärmeinhalts durch Wärmeaustausch zurückgewonnen wird. Das in dem erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzte Wasser wird in drei bzw. vier Ströme aufgeteilt und, wie aus den F i g. 2 und 3 ersichtlich, wie folgt verwendet: ein Teilstrom wird in den oberen Teil der Destillationskolonne, d. h. in die vierte Stufe, zurückgeführt, was den Vorteil hat, daß die aufsteigenden Dämpfe gewaschen werden; ein zweiter Teilstrom wird in die zweite Stufe zurückgeführt, während ein dritter Teilstrom zum Waschen des Raffinats verwendet und dann mit dem zweiten Tcilstrom vermischt werden kann. Der dritte Teilstrom wird nur im Verfahren nach F i g. 2 verwendet. Der vierte Teilstrom wird schließlich durch indirekten Wärmeaustausch mit dem als Bodenfraktion in der vierten Stufe erhaltenen mageren Lösungsmittel verdampft und in den Bodenteil der gleichen Destillationskolonne wieder zurückgeführt.
F i g. 1 stellt die bekannten Verfahrensstufen,
F i g. 2 und 3 stellen zwei Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens dar. Die gleichen Stufen sind jeweils mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet.
Durch die Leitung 1 wird die die aromatischen Kohlenwasserstoffe enthaltende Ausgangsmischung in den unteren Abschnitt der Kolonne 2 eingeführt, in der ein mehrstufiger Kontakt im Gegenstrom mit dem Lösungsmittel hergestellt wird, das durch die Leitung 3 in den oberen Teil der Kolonne 2 eingeführt wird. Die von den Aromaten befreite Mischung verläßt die Kolonne 2 durch die in deren Kopf mündende Leitung 4 und gelangt in den Bodenabschnitt der Waschkolonne 5, in deren oberen Teil durch die Leitung 6 Wasser eingeführt wird. Durch die Leitung 7 verläßt die von den Aromaten befreite Mischung die Kolonne 5, während aus ihrem Bodenabschnitt durch die Leitung 8 das Waschwasser abfließt, das Spuren des Lösungsmittels enthält.
Aus dem Bodenabschnitt der Kolonne 2 gelangt das mit Aromaten angereicherte Lösungsmittel durch die Leitung 9 in den Kopf der Kolonne 10, in die am Boden durch die Leitung 11 das Reinigungsmittel aus der Stufe 3 eingeführtwird.
Am Boden der Kolonne 10 wird ein Extrakt abgezogen, der durch die Leitung 16 in die Extraktivdestillationskolonne 17 eingeleitet wird, in der die
extraktive Destillation des Extrakts durchgeführt wird. Aufgrund der selektiven Wirkung des Lösungsmittels erhält man ein durch die Leitung 18 abgehendes Überkopfprodukt, das alle nichtaromatischen Kohlenwasserstoffe zusammen mit einem Teil der darin enthaltenen leichteren Aromaten enthält. Dieser Strom wird kondensiert und in die Kolonne 19 eingeführt, in der eine Rektifizierung durchgeführt wird unter Bildung einer niedrigsiedenden Fraktion, die als Reinigungsmittel in der zweiten Stufe (Leitungen 20 und 11) verwendet wird, und einer hochsiedenden Fraktion, die verworfen oder an einem Punkt zwischen dem Beschickungseinlaß und dem Lösungsmitteleinlaß durch die Leitung 21 in die erste Stufe (Kolonne 2) zurückgeführt wird.
Vom Boden der Kolonne 17 wird das die abzutrennenden Aromaten enthaltende Lösungsmittel durch die Leitung 22 in die Kolonne 23 eingeführt, in der die destillative Trennung der Aromaten von dem Lösungsmittel erfolgt Das dabei erhaltene Lösungsmittel wird durch die Leitung 24 aus der Kolonne 23 abgezogen und in den Wärmeaustauscher 25 überführt, in dem der größte Teil seines Wärmeinhaltes zurückgewonnen wird, dann wird das Lösungsmittel wiederverwendet.
In den oberen Teil der Kolonne 23 wird durch die Leitung 26 Wasser zugeführt, um ein kein Lösungsmittel enthaltendes Überkopfprodukt zu erhalten. Durch die Leitung 27 wird das Überkopfprodukt abgezogen, kondensiert und in den Abscheider 28 eingeführt, in dem eine Auftrennung in zwei Schichten erfolgt, von denen die obere Schicht aus den abzutrennenden Aromaten, die durch die Leitung 29 abgezogen werden, und die untere Schicht aus Wasser, das durch die Leitung 30 abgezogen wird, bestehen. Ein Teil dieses Wassers wird durch die Leitung 26 in die Kolonne 23 zurückgeführt, während ein anderer Teil durch die Leitung 6 als Waschmittel in die Kolonne 5 eingeführt wird. Das restliche Wasser wird aufgeteilt, und ein Teil wird durch die Leitung 31 in den Wärmeaustauscher 25 eingeführt und gelangt im verdampften Zustand in den Bodenabschnitt der Kolonne 23, während der Rest in der Leitung 32 mit den Strömen der Leitungen 20 und 8 gemischt und als Reinigungsmittel durch die Leitung 11 in die Kolonne 10 eingeführt wird.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert, wobei die Verfahrensweise gemäß F i g. 3 angewandt wurde, in der die Kolonnen 2 und 10 in einem Extrahierungsgefäß angeordnet waren.
Beispiel 1
Ein Kohlenwasserstoffgemisch (Benzin) der nachfolgend angegebenen Zusammensetzung wurde als Ausgangsmischung verwendet:
Benzol 15Gew.-%
Toluol 25Gew.-%
XyIoJ 25Gew.-%
Gesättigte
Kohlenwasserstoffe 35Gew.-%
Diese Ausgangsmischung wurde in den 24. Boden des mit 60 perforierten Böden versehenen Kolonnenteils 2 mit einer Strömungsgeschwindigkeit von 5 kg/h eingeführt In den Oberteil des Kolonnenteils 2 wurde als Lösungsmittel Tetramethylensulfon im Gemisch mit 2 Gew.-% Wasser mit einer Strömungsgeschwindigkeit von 25 kg/h eingeführt In den Bodenabschnitt des Kolonnenteils 10 wurde die niedrigsiedende Fraktion des Überkopfproduktes der Kolonne 17 mit einer Strömungsgeschwindigkeit von 1,8 kg/h eingeführt. Die bei einer Temperatur oberhalb 120° C kondensierte hochsiedende Fraktion der Kolonne 17 wurde mit einer Strömungsgeschwindigkeit von 0,2 kg/h in den oberen Teil des Kolonnenteils 2 eingegeben.
Die Kolonne 2/10 wurde bei einer Temperatur zwischen 80 und 90° C betrieben. Der nach der zweistufigen Extraktion in der Kolonne 2/10 erhaltene Extrakt wurde mit 80° C in den oberen Boden der 27
ίο Böden aufweisenden Extraktivdestillationskolonne 17, in der ohne Rückfluß gearbeitet wurde, eingeführt. Die Temperatur des Bodenprodukts der Kolonne 17 wurde bei 135° C gehalten und das Überkopfprodukt wurde bei zwei verschiedenen Temperaturen kondensiert Der in
is dem bei einer höheren Temperatur arbeitenden Kondensator kondensierte Strom wurde in den oberen Teil des Kolonnenteils 2 eingebracht, während der in dem bei der tieferen Temperatur arbeitenden Kondensator kondensierte Strom in den Bodenabschnitt des
*o Kolonnenteils 10 eingeführt wurde. Das aus dem Bodenabschnitt der Extraktivdestillationskolonne 17 abgezogene, mit Aromaten angereicherte Lösungsmittel wurde in die sich daran anschließende Destillationskolonne 23 eingeführt, die 22 Böden aufwies. Am Kopf der Kolonne wurden pro Stunde 22 kg reine Aromaten zusammen mit 1 kg Wasser gewonnen, während als Bodenprodukt ein 2Gew.-% Wasser enthaltendes Lösungsmittel gewonnen wurde. In den Bodenabschnitt der bei 175° C arbeitenden Kolonne 23 wurde Wasserdanpf mit einer Geschwindigkeit von 1 kg/h eingeführt. Dieser Wasserdampf wurde durch Verdampfen des über die Leitungen 30 und 31 zugeführten Wassers im indirekten Wärmeaustausch mit dem aus der Bodenfraktion der Kolonne 23 stammenden Lösungsmittel gewonnen und die Destillation in der Kolonne 23 wurde unter Wasserrückfluß durch Leitung 26 durchgeführt
Das aus dem Bodenabschnitt der Kolonne 23 abfließende Lösungsmittel enthielt nur Spuren Aroma ten und wurde durch Abführung seiner Wärme in dem Wärmeaustauscher 25 abgekühlt und in den oberen Teil der Kolonne 2 zurückgeführt
Die auf diese Weise abgetrennte Aromatenmischung enthielt nur noch 290 ppm Nichtaromaten, während beim Arbeiten unter gleichen Bedingungen, jedoch ohne Auftrennung des Überkopfproduktes der Extraktivdestillation in der Kolonne 17, die Aromatenmischung 500 ppm Nichtaromaten und 1100 ppm Lösungsmittel enthält \
Beispiel 2
Es wurde die gleiche Kohlenwasserstoffausgangsmischung wie in Beispiel 1 verwendet
a) Das in Beispiel 1 beschriebene Verfahren wurde wiederholt Im oberen Teil der Kolonne 23 wurden pro Stunde 0,5 kg Wasser am Rückfluß gehalten. Als Lösungsmittel wurde Dimethylsulfoxid verwendet
Nach der destillativen Abtrennung der Aromatenmischung von dem Lösungsmittel war die Verteilung der Verunreinigungen wie folgt:
Benzol:
100 ppm nichtaromatische Kohlenwasserstoffe und <50 ppm Lösungsmittel,
Toluol:
200 ppm nichtaromatische Kohlenwasserstoffe und 50 ppm Lösungsmittel,
5607
Xylol:
500 ppm nichtaromatische Kohlenwasserstoffe und 2600 ppm Lösungsmittel.
b) Wenn die Abtrennung der Aromaten nach dem Stand der Technik (wie vorstehend unter a) beschrieben, jedoch unter Anwendung nur einer einzigen Kondensationsstufe bei dem Überkopfprodukt der Kolonne 17 und ohne Wasserrückfluß) durchgeführt wurde, erhielt man nach der destillativen Abtrennung des Aromatengemisches von dem Lösungsmittel die folgende Verteilung der Verunreinigungen:
Benzol:
150 ppm nichtaromatische Kohlenwasserstofl <50 ppm Lösungsmittel,
Toluol:
250 ppm nichtaromatische Kohlenwasserstof 50 ppm Lösungsmittel,
Xylol:
1000 ppm nichtaromatische Kohlenwassei und 2600 ppm Lösungsmittel.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
5

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Extraktion aromatischer Kohlenwasserstoffe aus einem Kohlenwasserstoffgemisch in einem Mehrstufensystem, bei dem in einer ersten Stufe die Ausgangsmischung im Gegenstrom mit einem Lösungsmittel in Berührung gebracht wird, in einer zweiten Stufe der Extrakt aus der ersten Stufe gereinigt wird, indem er im Gegenstrom mit einer mindestens teilweise aus der dritten Stufe, der Extraktivdestillation, stammenden Kohlenwasserstofffraktion in Berührung gebracht wird, in einer dritten Stufe der aus der zweiten Stufe stammende Extrakt extraktiv destilliert wird, wobei ein Überkopfprodukt erhalten wird, das in der zweiten Stufe als Reinigungsmittel (Rückfluß) verwendet wird, sowie in einer vierten Stufe vom Bodenprodukt der dritten Stufe die Aromaten von dem Lösungsmittel durch Destillation abgetrennt werden und das Lösungsmittel in die erste Stufe zurückgeführt wird, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
DE2035324A 1969-07-18 1970-07-16 Verfahren zur Extraktion aromatischer Kohlenwasserstoffe aus einem Kohlenwasserstoffgemisch in einem Mehrstufensystem Expired DE2035324C3 (de)

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