DE2035025B - Doppeldrahtzwirnspindel mit druckluftbetätigter Einfädelvorrichtung - Google Patents
Doppeldrahtzwirnspindel mit druckluftbetätigter EinfädelvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Doppeldrahtzwirnspindel mit druckluftbetätigter Einfädelvorrichtung, mit
der der Faden durch Injektorwirkung angesaugt und (ji'rch den Druckluftstrahl in vorbstimmter Richtung
ausgestoßen wird.
Bei einer Doppeldrahtzwirnspindel wird der Faden in der Regel von der stillstehenden lieferspule
mit ungezwirntem Garn nach oben abgezogen, in das obere Ende des Fadenführungsröhrchens eingeführt,
S nach unten umgelenkt und dabei durch das Fadenführungsröhrchen zum Spindelrotor hmdurcägeführt,
den er durch den Fadenaustrittskanal der Fadenspeicherscheibe in radialer Richtung verläßt Von der
Austrittsstelle an wird der Faden in Form eines um die ίο Lieferspule rotierenden Ballons nach oben geführt.
Durch ein Fadenleitorgan bzw. eine Fadenführungsöse erhält der Fadenballon seine obere Begrenzung.
Der Faden gelangt weiter über eine Voreilrolle zum Changierfadenführer und von dort zur Aufwickel-
ben wird. Bei Doppeldrahtzwirnspindeln ist auch eine andere Fadenführung in der Weise möglich, daß der
Faden erst nach der Ballonbildung von außen her radial in den Spindelrotor eingeführt und dann axial
ίο durch das Fadenführungsröhrchen weitergeleitet
wird.
Um das Einfädeln des Fadens zu erleichtern, sind bereits preßluftbetr ebene Einfädler für Doppeldrahtzwirnspindeln
mit einem Mundstück bekannt (vgl.
deutsche Auslegeschrift 1 289 470), das an den Spindelrotor so ansetzbar ist, daß der Faden durch Injektorwirkung
angesaugt und durch den Preßluftstrahl in vorbestimmter Richtung ausgestoßen wird. Bei dem
bekannten Einfädler ist das Mundstück bzw. Formstück als eine oben offene Rinne ausgebildet, die bei
Anlage an den Drehteller des Spindelrotors einen geschlossenen Kanal mit einem in Richtung des Fadenlaufs
parallel zur Spindelachse gerichteten Austrittsabschnitt am Tellerrand des Spindelrotors ergibt. Die
Preßluft wird in diesem Kanal im wesentlichen in Richtung seines Austritts-Abschnittes eingeleitet.
Zum Einfädeln des Fadens wird dieser an die Einlaufstelle des Fadenführungsröhrchens gebracht, wo er
angesaugt wird, um durch das Röhrchen durchgefädelt, aus der Austrittsöffnung des Spindelrotors ausgestoßen
und zwischen Schutztopf und Ballonbegrenzermantel hochgeschleudert zu werden. Der Faden
wird dann an dieser Stelle erfaßt und der Aufwikkelspule zugeführt.
Im Gegensatz zu der bekannten Anordnung, bei der der Einfädler von außen her an den Drehteller angesetzt
wird und ein gegenüber dem Spindelrotor gesondertes Organ bildet, ist die erfindungsgemäße
Doppeldrahtzwirnspindel mit druckluftbetätigter Einfädelvorrichtung dadurch gekennzeichnet, daß die Injektordüse
einen Teil des Spindelrotors bildet und die mit dem Spindelrotor rotierende Injektordüse mit ihrer
Saugöffnung an das untere Ende des Fadenführungsröhrchens
anschließt, während die Ausströmöffnung in den Fadenaustrittskanal der Fadenspeicherscheibe
mündet und auf eine Umlenkfläche gerichtei ist, die den im wesentlichen horizontal austretenden
Injektorstrahl (Druckluftstrom) nach oben umlenkt. Eine derartige Anordnung ist bei Doppeldrahtzwirnspindeln
mit oder ohne Ballonbegrenzermantel möglich.
Dadurch, daß ein wesentlicher Teil der Einfädelvorrichtung, nämlich die Injektordüse, einen integrierenden
Bestandteil des Spindelrotors bildet, wird die Gesamtkonstruktion kompakter, wobei der bisher von
dem außen ansetzbaren Einfädler benötigte Raum frei bleibt. Die für die Umlenkung des Fadens nach oben
vorgesehene Umlenkfläche ist ein integrierender Be-
standteil der Maschine an sich und kein zusätzliches
Aggregat, das erst an die Maschine herangebracht werden muß, wodurch die Handhabung der Maschine
erleichtert wird.
Die Druckluftzufuhr an der Injektordüse erfolgt gemäß weiterer Erfindung vorzugsweise derart, daß
die Druckluftzuleitungsöffnung der Injektordüse zenirisch angeordnet ist und sich an einen zentrisch durch
den Wirtel hindurchgeführten Anschlußkanal anschließt.
Die Umlenkfläche kann vorzugsweise in Umfangsricbtung nur eine begrenzte Größe haben und im wesentlichen löffelartig ausgebildet sein. Durch die löffelartige Ausbildung der Umlenkfläche wird auch ein
tral auf die Umlenkfläche geschleudert wird, wieder zentriert, so daß die Umlenkung des Fadens nach
oben stets im gleichen Bereich erfolgt. Das Stillsetzen der Spindel in einer solchen Stellung, daß der Fadenaustrittskanal
der Umlenkfläche gegenüberliegt, kann beispielsweise nach dem Patent 1 685 942 der Anmelderin
erfolgen.
Vorzugsweise kann jeder Doppeldrahtzwirnspindel der Doppeldrahtzwirnmaschine eine stationäre
Umlenkfläche zugeordnet sein.
An Stelle einer zentralen Druckluftzuführung durch die Wirtelachse ist gemäß weiterer Erfindung
vorgesehen, daß der Druckluftzuleitungskanal dh Injektordüse
im wesentlichen parallellaufend zum Fadenaustrittskanal in radialer Richtung durchdringt
und an das eine Ende eines in der Fadenspeicherscheibe angeordneten, radial verlaufenden Anschlußkanals
anschließt, an dessen anderes, zur Unterseite der Fadenspeicherscheibe geöffnetes Einströmende in
der EinfHdelstellung eine Druckluftleitung anschließbar ist.
Die Doppeldrahtzwirnspindel kann gemäß weiterer Erfindung gekennzeichnet sein durch einen in
axialer Richtung durch den Wirtel hindurchgeführten Druckluftanschlußkanal, dessen Ausströmende an die
Druck!uftzuleiiungsöffnung der Injektordüse anschließt,
während an das zum Außenumfang des Wirteis offene Einströmende des Anschlußkanals eine
Druckluftleitung anschließbar ist, die vorzugsweise zusammen mit der 'Jmlenkfläche an die Spindel heranstellbar
ist.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnung, in der mehrere Ausführungsformen in beispielhafter
Weise dargestellt sind, näher beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 einen Teilschnitt einer ersten Ausführungsform der Erfindung,
F i g. 2 einen Teilschnitt in Richtung der Linie H-II in Fig. 1,
F i g. 3 eine Draufsicht auf die Anordnung gemäß den F i g. 1 und 2,
F i g. 4 einen Teilschnitt einer zweiten Ausführungsform
der Erfindung,
Fig.5 einen Teilschnitt einer weiteren abgewandelten
Ausführungsform und
F i g. 6 in vergrößerter Darstellung eine Schnittansicht
der in F i g. 1 dargestellten Injektordüse.
In den einzelnen Figuren sind gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Die Doppeldrahtzwirnspindel besteht aus dem Wirtel 1, dem Drehteller 2 mit Fadenspeicherscheibe
3 und dem Spulenträger 4 mit Ablaufspule 5. Der Spulenträger 4 befindet sich innerhalb des BaI-lonbegrenzennantelsö, der Magnete 7 tragen kann,
die mit entsprechenden Magneten 8 im Spulenträgerscnutztopf 9 zusammenwirken, um den Spulenträger
gegenüber dem Spindelrotor 1,2,3 in Ruhe zu halten.
Mittels des Fadenführungsröhrchens 10 ist der Spulenträger auf dem Spindelrotor so aufgesetzt, daß eine
Relativdrehbewegung zwischen beiden möglich ist.
Der Faden 11 muß von der Spule 5 abgezogen, durch das Fadenführungsröhrchen 10 nach unten und
ίο von dort durch den Fadenaustrittskanal 12 in der Fadenspeicherscheibe 3 nach außen zur Ballonbildung
geführt werden. Hierzu ist gemäß der Erfindung zentral in die Fadenspeicherscheibe eine Injektordüse 13
(s. Fig.6) eingesetzt, die mit der Fadenspeicher-
-„ .-1.^u..„.,vA„r, ,mA /ipron Sniiffnffnune 14 an das untere
Ende des Fadenführungsröhrchens anschUelJt, während die Ausströmöffnung IS in den Fadenaustrittskanal
12 der FadenspeichTscheibe 13 mündet und beim Stillstand der Spindel gegen eine löffelartige
Umlenkfläche 16 gerichtet ist, durch d>e der im wesentlichen
horizontal austretende Injektorstrahl (iJruckluftstrom) in den Spalt zwischen Spulenträger-Schutztopf
9 and Ballonbegrenzermantel 6 nach oben umgelenkt wird. Der Druckluftzuleitungskanal 17, in
»5 den Druckluft in Richtung des Pfeiles /1 strömt, verläuft
im wesentlichen in gleicher Richtung wie der Fadenaustrittskanal und ist an das eine Ende eines in der
Fadenspeicherscheibe 3 in radialer Richtung verlaufenden Anschlußkanals 18 angeschlossen, an dessen
anderes, zur Unterseite der Fadenspeicherscheibe geöffnetes Einströmende die Druckluftleitung 19 von
unten her anschließbar ist. Die Druckluftleitung 19 ist in geeigneter Weise über eine Ventilanordnung 20 an
einer Hauptleitung angeschlossen, die Betätigung der Ventilanordnung und damit das Heranstellen der
Druckluftleitung 19 an den Anschlußkanal 18 erfolgt durch Verschwenken eines Handhebels 21.
Durch die Betätigung des Handhebels 21 wird weiterhin über geeignete Bremseinrich'ungen der Spindelrotor
abgebremst und die den Antriebsriemen 22 gegen den Wirtel drückende Andrückrolle 23 vom
Wirtel abgerückt.
Oberhalb des Spaltes zwischen dem Spulenträger-Schutztopf
9 und dem Ballonbegrenzermantel 6 ist
eine weitere Einfädelvorrichtung in Form eines zweiten Injektors 24 angeordnet, der einen Längsschlitz 25
aufweist und nach unten hin mit einer trichterförmigen Erweiterung 26 versehen ist. Der zweite Injektor
24 ist an eine Druckluftleitung 27 angeschlossen, die
durch Betätigung des Handhebels 21 an die Hauptleitung 28 anschließbar ist. Bei der Ausführungsform ge
maß den F i g. 1 bis 3 ist die im Betrieb der Doppeldrahtzwirnspindel
zentral über dem Fadenführungsröhrchen gelagerte Fadenführungsöse 29 aus dieser zentralen Betriebsstellung um die Achse 30 in eine
Stellung direkt über dem zweiten Ixijektor 24 verschwenkbar.
Wenn ein Faden eingefädelt werden soll, ist der Spindelrotoi in einer solchen Stellung anzuhalten, daß
der Fadenaustrittskanal 12 auf die Umlenkfläche 16 gerichtet ist, wobei die Druckleitung 19 an den Anschlußkanai
18 angeschlossen und die Fadenführungsöse 29 über den zweiten Injektor 24 verschwenkt
wird. Wenn dann an das obere Ende des Fadenführungsröhrchens
10 das Ende des einzufädelnden Fadens gehalten wird, wird dieses Fadenende nach Betätigung
des Handhebels 21 durch Injektorwirkung angesaugt und durch den Preßluftstrahl gegen die Um-
lenkfläche 16 bewegt, von der der Faden nach oben umgelenkt wird, wo er durch Injektorwirkung von
dem zweiten Injektor 24 ergriffen und durch die Fadenführungsöse 29 hindurchgeschleudert wird. Die
Bedienung kann den Faden oberhalb der Fadenführungsöse 29 mühelos ergreifen und über die Voreilrolle
od. dgl. der Aufwickelspule zuführen, wobei gleichzeitig die FadenfUhrungsöse 29 wieder in ihre
zentrale Stellung oberhalb des Fadenführungsröhrchens 10 zurückgeschwenkt und auch der Handhebel
21 betätigt wird, um die Druckluftströmung zu beenden.
Bei der in Fig.4 dargestellten abgewandelten Ausführungsform der Erfindung ist die Druckluftzuleitungsöffnung
17 a der Injektordüse 13 a zentrisch angeordnet und schließt an einen zentrisch durch den
Wirtel 1 hindurchgeführten Anschlußkanal 31 an. Die Wirkungsweise der Anordnung gemäß Fig.4 entspricht
im wesentlichen der Wirkungsweise der Anordnung gemäß F i g. 1. Nach Anhalten des Spindelrotors
und Abrücken der Andrückrolle 23 kann der Injektordüse 13 a durch den Anschlußkanal 31 die
Druckluft zugeführt werden, wobei durch Injektorwirkung ein an das obere Ende des Fadenführungsröhrchens
10 gehaltener Faden durch die hohle Spindelachse angesaugt, gegen die Umlenkfläche 16 geschleudert
und durch diese nach oben umgelenkt wird, bevor der Faden beispielsweise von einer weiteren
nicht dargestellten Injektoreinrichtung ergriffen und weitergeleitet wird.
Bei der Ausführungsform gemäß F i g. 5 erfolgt die Druckluftzufuhr zur Injektordüse 13 b exzentrisch
ίο durch den Wirtel 1, der mit einem geeigneten Anschlußkanal
32 versehen ist, dessen Einströmende 33 zum Außenumfang des Wirteis hin offen ist, so daß
der Injektordüse 13 b Druckluft durch einen weiteren Anschlußkanal 34 zugeführt werden kann, wenn der
Wirtel in der in F i g. 5 dargestellten Stellung angehalten worden ist. Bei der Ausführungsform gemäß
F i g. 5 ist die Umlenkfläche 16 b nicht wie bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 direkt am unteren
Ende des Ballonbegrenzermantels 6 befestigt. Die
ao Wirkungsweise der Anordnung gemäß F i g. 5 entspricht im wesentlichen der Wirkungsweise der beiden
bisher beschriebenen Ausführungsformen der Erfindung.
Hierzu I Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Doppeldrahtzwirnspindel mit druckluftbetätigter Einfädelvorrichtung, mit der der Faden
durch Injektorwirkung angesaugt and durch den Druckluftstrahl in vorbestimmter Richtung ausgestoßen
wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Injektordüse (13 bzw. 13 a bzw. 136)
einen Teil des Spindelrotors (1,2,3) bildet und die
mit dem Spindelnotor (1, 2,3) rotierende Injektordüse
(13 bzw. 13 a bzw. 13 6) mit ihrer Saugöffnung (14) an das untere Ende des Fadenführungsröhrchens(lO)
anschließt, während die Ausström-
UIUlUHg ^U) III UCII rdübliauailtiu^auut C*s) Jw<
Fadenspeich.^scheibe (3) mündet und auf eine
Umlenkflächc (16 bzw. 16 α bzw. 16 b) gerichtet ist. die den im wesentlichen horizontal austretenden
Injektorstrahl (Druckluftstrom) nach oben umlenkt.
2. Doppeldrahtzwirnspindel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckzuleitungsöffnung
(17 a) der Injektordüse (13 a) zentrisch angeordnet ist und sich an einen zentrisch
durch den Wirtel (1) hindurchgeführten Anschlußkanal (31) anschließt (F i g. 4).
3. Doppeid, ahtzwirnspindel nach Anspruch 1
oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkfläche
(16 bzw. 16 b) in Umfangsrichtung nur eine begrenzte Größe hat und :m w «entliehen löffeiförmig ausgebildet ist (Fig. 1.4, 5).
4. Doppeldrahtzwirnspindel nach Anspruch 3. dadurch gekennzeichnet, daß jeder Doppeldrahtzwirnspindel
eine stationäre Umlenkfläche (16) zugeordnet ist.
5. Doppeldrahtzwirnspindel nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
Druckluftzuleitungskanal (17) der Injektordüse (13) im wesentlichen parallellaufend zum Fadenaustrittskanal
(12) die Injektordüse (13) in radialer Richtung durchdringt und an das eine Ende
eines in der Fadenspeicherscheibe (3) angeordneten Anschlußkanals (18) anschließt, an dessen anderes,
zur Unterseite der Fadenspeicherscheibe (3) geöffnetes Einströmende in der Einfädelstellung
eine Druckluftleitung (19) anschließbar ist (F i g. I und 2).
6. Doppeldrahtzwirnspindel nach den Ansprüchen 1 bis 4, gekennzeichnet durch einen in axialer
Richtung durch den Wirtel (1) hindurchgeführten Druckluftanschlußkanal (32), dessen Ausströmende
an die Druckluftzuleitungsöffnung der Injektordüse (13 b) anschließt, während an aas zum
Außenumfang des Wirteis (1) offene Einströmende (33) des Anschlußkanals (32) eine Druckluftleitung
(34) anschließbar ist. (Fig. 5).
7. Doppeldrahtzwirnspindel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluftleitung
(34) zusammen mit der Umlenkfläche (16 b) an die Spindel heranstellbar ist (F i g. 5).
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