DE2033207C3 - Druckluftschrauber - Google Patents
DruckluftschrauberInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Druckluftschrauber mit eirem mehrstufigen Planeten-Untersetzungsgetriebe,
an dessen letzte Stufe eine Kupplungshülse angeschlossen ist, von welcher das Endanzugsmoment
über eine Überholkupplung auf eine dazu koaxiale Abtriebswelle übertragbar ist, und mit dessen vorletzter
Stufe eine koaxial zur Abtriebswelle angeordnete Treibwelle verbunden ist, die mit der Abtriebswelle
über eine Drehmomentbegrenzungskupplung zum Übertragen eines Voranzugsmomeiits kuppelbar ist,
wobei die getriebene Kupplungshälfte der Drehmomentbegrenzungskupplung drehfest und gegen Federkraft
längsverschiebbar an der Abtriebswelle gelagert ist und die Abtriebswelle an ihrer der
Drehmomentbegrenzungskupplung abgewandten Seite zwei im Axialabstand angeordnete Lager aufweist.
Durch das mit höherer Drehzahl erfolgende Niederschrauben des festzuziehenden Gewindeelements
bis zum Erreichen des vorbestimmten Maximalvoranzugsmoments wird die Gesamtdauer eines Schraubvorgangs
wesentlich beschleunigt, was vor allem für die Großserienfertigung erwünscht ist. Bei einem bekannten
Druckluftschrauber der eingangs genannten Art (vgl. DE-AS 1150630) ist die hierbei verwendete
Überholkupplung als axial einfedernde Ratschenkuplung ausgebildet, was nicht nur zu unangenehmen
Lärmerscheinungen beim Niederschrauben des Gewindeelements führt, sondern auch das übertragbare
maximale Drehmoment begrenzt und zu frühzeitigem
Verschleiß führt.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde,
diesem Mangel abzuhelfen und einen Druckluftschrauber der eingangs genannten Art dahingehend
weiterzubilden, daß er bei kompakter Bauweise für die Übertragung beliebig hoher Endanzugsmomente
ausgebildet werden kann und dabei zugleich die Gefahr einer Rückschaltung auf die das niedrigere Voranzugsmoment
liefernde höhere Drehzahl während des Festziehens ausgeschlossen ist. "»
Erfindnngsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß
1. die im Abstand angeordneten Lager 17,18 der Abtriebswelle 14, 14b an der Kupplungshülse
12 abgestützt sind,
2. die Überholkupplung 22, 23 durch mindestens einen zwischen den beiden Lagern 17, 16 angeordneten
Freilauf gebildet ist und
3. in der Abtriebswelle 14,14b eine Trenneinrichtung 27—32 zum Verriegeln der DnAmomentbegrenzungskupplung
in ausgerückter Stellung angeordnet ist.
Durch die Anordnung der Überholkupplung zwischen den beiden die Antriebswelle mit Axialabstand
an der Kupplungshülse abstützenden Lagern wird eine äußerst robuste Konstruktion erhalten, die die Ausbildung
der Überholkupplung als hochbelastbaren Freilauf gestattet, und die in der Antriebswelle angeordnete
Trenneinrichtung sorgt dafür, daß nach der umschaltung auf die das höhere Endanzugsmoment jo
liefernde Abtriebsdrehzahl der letzten Getriebestufe die Drehmomentbegrenzungskupplung im Falle eines
häufig vorkommenden nochmaligen Abfallens des von der Schraubverbindung erzeugten Gegenmoments
nicht erneut einschaltet und dadurch den durch die hohe Leistung des Schraubers ohnehin stark beanspruchten
Arbeiter gefährdet.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 in Seitenansicht und teilweise im Längsschnitt einen mit Druckluft betriebenen Mutternschrauber
nach der Erfindung, 4r>
Fig. 2 im Längsschnitt vergrößert den Kupplungsteil des Mutternschraubers nach Fig. 1,
Fig. 3 im Querschnitt nach Linie A-A in Fig. 2 einen Teil der Freilaufkupplung, und
Fig. 4 einen Leitungsplan für die Druckluftzufuhr.
Der dargestellte Mutternschrauber besteht aus drei Hauptteilen, nämlich einer Motoreinheit 1, einer
Kupplungseinheit 2 und einer Lagerhülseneinheit 3, die axial miteinander fluchten, sowie ferner einer Anzahl
von Servoeinrichtungen an der Motoreinheit zur Steuerung der Funktion des Mutternschraubers. Die
Motoreinheit hat ein Gehäuse 4, das einen Druckluftmotor und ein Drehzahluntersetzungsgetriebe mit
drei koaxialen Planetenradgetrieben ii, 6, 7 umschließt,
die die Motordrehzahl stufenweise herabset- t>o zen und wechselseitig denn ? .,usammenarbeiten, daß
das Sonnenrad (nicht dargestellt) jeweils eines Planetenradgetriebes
die Eingangswelle der Planetenradträger (gleichfalls nicht dargestellt) die Ausgangswelle
der betreffenden Getriebestufe darstellen. Die Aus- b5
bildung einer derartigen Motoreinheit ist im wesentlichen vorbekannt. Ihre nachfolgende Beschreibung erschöpft
sich deshalb in solchen .Abänderungen, die vorgenommen worden sind, um die Motoreinheit an
die Erfindung anzupassen.
Eine sich von der Motoreinheit 1 erstreckende hohle Treibwelle 8 ist mit dem Planetenradträger
(nicht dargestellt) des letzten Planetenradgetriebes 7 fest verbunden. Bei dem Gerät nach der Erfindung
enthält die Welle 8 eine Bohrung, in welcher eine zweite Treibwelle 9 drehbar gelagert ist. Die Treibwelle
9 hat an dem sich in die Motortinheit 1 erstrekkenden
Ende Profilquerschnitt, beispielsweise in Form eines Sechsecks, womit sie drehfest in das Sonnenrad
(nicht dargestellt) des letzten Planetenradgetriebes 7 oder des unmittelbar davorliegenden Planetenradgetriebes
6 eingreift Auf diese Weise hat die Motoreinheit 1 je zwei koaxiale Treibwellen 8, 9, die
mit unterschiedlichen Drehzahlen rotieren. Beide Treibwellen 8,9 erstrecken sich in die Kupplungseinheit,
die mit Hilfe eines Flansches 11 lösbar an der Motoreinheit 1 befestigt ist. Der Flansch 11 ist an dem
einen Ende eines Gehäuses 10 angeordnet, das die Kupplungseinheit 2 umschließt. Die Treibwellen 8, 9
bilden die Eingangswellen der Kupplungseinheit 2. Die innere Treibwelle 9 hat im Betrieb eine hohe
Drehzahl und dient zur Übertragung eines niedrigen Drehmoments, während die äußere Treibwelle 8 eine
verminderte Drehzahl gegenüber der Treibwelle 9 besitzt und zur Übertragung eines hohen Drehmomentes
dient.
Mit Rücksicht auf diese Funktion hat das äußere Ende der Treibwelle 8 Vierkantform und greift in eine
entsprechende Vierkantausnehmung 8a in einer Kupplungshülse 12 ein, die drehbar innerhalb des Gehäuses
10 der Kupplungseinheit 2 angeordnet ist. Die Treibwelle 9 trägt an ihrem in die Kupplungshülse 12
reichenden Ende einen Zahnkranz 18a oder ist mit einem solchen verbunden, wobei der Zahnkranz 18a
die eine Hälfte einer Zahnkupplung bildet, die dazu dient, die Antriebsfunktion der Treibwelle 9 zu unterbrechen,
wenn das an der Abtriebswelle 14 der Kupplungseinheit 2 geforderte Drehmoment einen vorgegebenen
Wert übersteigt. Die Treibwelle 9 ist mit Hilfe eines Kugellagers 15 drehbar in der Kupplungshülse 12 gelagert und mit Hilfe einer Ringscheibe 19
axial im Verhältnis zur Kupplungshülse 12 in Stellung gehalten.
Die Abtriebswelle 14 ist mittels zweier Kugellager 16,17 drehbar in der Kupplungshülse 12 gelagert und
gegenüber der Hülse 12 mittels einer Ringscheibe 13 und einer Stirnplatte 20 in Stellung gehalten, die am
Ende der Kupplungshülse 12 befestigt ist. Eine Freilaufkupplung besteht aus zwei Einzelkupplungen 22,
23, die zwischen den Kugellagern 16,17 auf der Abtriebswelle 14 angeordnet sind und zur Kupplung zwischen
der Kupplungshülse 12 und der Abtriebswelle 14 dienen. Zwischen den beiden einzelnen Freilaufkupplungen
22, 23 und den entsprechenden Kugellagern 16, 17 befinden sich Abstandhaltescheiben 21.
Die Wirkungsweise derartiger Freilaufkupplungen 22, 23 ist wohlbekannt und besteht in diesem Falle
darin, daß die Kupplungshülsc 12 unter bestimmten weiter unten beschriebenen Antriebsbedingungen die
Abtriebswelle 14 antreiben soll. Jede einzelne Freilaufkupplung 22 bzw. 23 weist eine Anzahl Rücklauf-Sperrglieder
24 auf, die im Abstand rings um die Freilaufnabe verteilt und radial wirksam sind. Die
Rücklauf-Sperrglieder haben zweckmäßig in herkömmlicher Weise die Form gekippter Stabelemente
mit angenähert 8-förmigem Querschnitt. Die Rück-
lauf-Sperrglieder sind in zwei ringförmigenVHaltern
25, 33 gelagert und wirken mit einem Federglied 45 zwischen der Kupplungshülse 12 und der Abtriebswelle 14 zusammen. Diese Sperrglieder 24 gestatten
eine freie Drehbewegung der Abtriebswelle 14 gegenüber der Kupplungshülse 12, wenn die Sperrglieder 24 aufgrund einer Relativdrehung zwischen
Kupplungshülse 12 und Abtriebswelle 24 in einer Richtung in Freigabestellung sind. Wenn die Sperrglieder 24 aufgrund von Reibungskräften in der entgegengesetzten Drehrichtung wirksam werden, werden die Kupplungshülse 12 und die Abtriebswelle 14
miteinander gekuppelt, wodurch die Kupplungshülse 12 die Abtriebswelle 14 antreibt.
Das äußere Ende der Abtriebswelle 14 hat einen im Querschnitt vieieckigen Ansatz 14a öd. dgl. zur
Ankupplung an den Hülsenteil 3. Das innere Ende 14 b der Abtriebswelle 14 ist rohrförmig ausgebildet,
und auf ihm sitzt axial verschieblich eine Gleithülse 18b. Das Ende der Gleithülse 18b trägt einen Zahnkranz 18c, der mit dem ersten Zahnkranz 18a zusammenwirkt. Am entgegengesetzten Ende ist die Kupplungshülse 18b innen mit Keilnuten ISd versehen, in
welche entsprechende Keile am Rohrteil 14 b der Abtriebswelle 14 eingreifen. Auf diese Weise ist die
Gleithülse 18b drehfest mit der Abtriebswelle 14 verbunden, kann jedoch axial verschoben werden.
Die Gleithülse 18 b steht unter dem Einfluß einer Schraubendruckfeder 26, die um die Gleithülse 18 b
gewunden ist und mit einem Ende gegen einen Flansch am inneren Ende der Gleithülse 18 b anliegt. Mit dem
anderen Ende stützt sich die Druckfeder 26 gegen eine
Schulter an der Abtriebswelle 14 ab und ist bestrebt, die Gleithülse 18b in Eingriffsstellung ihres Zahnkranzes 18c mit dem Zahnkranz 18a an der Treibwelle 9 zu verschieben. In der in F i g. 2 gezeigten Stellung der Zahnkränze 18a, 18c wird die Gleithülse 18b
jedoch an einer Verschiebung gegen den Zahnkranz 18a durch ein Kugeigesperre 27 mit drei Kugeln gehindert, die in Radialbohrungen in den rohrförmigen
Teil 14 b der Abtriebswelle 14 radial beweglich gelagert sind. Diese Kugeln greifen in eine Ringnut innerhalb der Bohrung der Gleithülse 18b ein, wenn sie
durch eine Riegelstange 28, die in einer Axialbohrung der Abtriebswelle 14 angeordnet ist, radial nach auswärts gedrückt werden. Zum Spreizen der Kugeln hat
die Riegelstange 18 ein kegelförmiges Ende. Mit dem anderen Ende greift die Riegelstange 28 in eine Axialbohrung innerhalb einer Druckstange 29 ein, die verschieblich in der Hülseneinheit 3 und in der Abtriebswelle 14 angeordnet ist. In dieser Axialbohrung
befindet sich eine Druckfeder 30. welche die relativen
Verschiebungen der Riegelstange 28 innerhalb der Druckstange 29 bewirkt. Um die axialen Verschiebebewegungen zu begrenzen, ist die Riegelstange 28
diametral von einem Anschlagstift 31 durchsetzt, der in zwei diametral entgegengesetzt gelegene Langlöcher in der Druckstange 29 eingreift.
Axial innerhalb des inneren Endes der Druckstange 29 ist in der Abtriebswelle 14 eine Druckfeder 32 vorgesehen, die gegen eine ringförmige Anschlagfläche
in der Axialbohrung zur Führung der Riegelstange 28 anliegt. Diese Druckfeder 32 wirkt gegen das innere
Ende der Druckstange 29. Die Aufgabe der Druckfedern 30,32 und die Wirkungsweise des Kugelgesperres werden weiter unten in Verbindung mit einer vollständigeren Beschreibung der Wirkungsweise des
Mutteraschraubers erläutert
Wie bereits erwähnt, sitzt die Hülseneinheit 3 am Abtriebsende der Kupplungseinheit 2. Eine drehbar
innerhalb der Hülseneinheit 3 angeordnete Mutternhülse 34 übergreift drehfest die Abtriebswelle 14 der
Kupplungseinheit 2. Eine die Mutternhülse 34 umschließende zylindrische Kappe 35 ist abnehmbar an
dem zylindrischen Gehäuse 10 der Kupplungseinheit 2 mittels einer Anzahl von Führungsstiften 36 und
Schrauben 37 befestigt. Die MutternhUlse 34 ist dreh
bar innerhalb der Kappe 35 mittels eines Nadellagers
38 und eines Kugellagers 39 gelagert. Das äußere freie
Ende der Mutternhülse 34 ist als Steckschlüssel zum Erfassen einer Mutter oder eines ähnlichen festzuziehenden Maschinenelements ausgebildet.
ta Die Mutternhülse 34 ist mit einer Zentralbohrung 34a zur Lagerung der Druckstange 29 verschen. In
einer Erweiterung der Bohrung 34 ist ein Kolben 40 verschieblich angeordnet. Zur Begrenzung der Verschiebebewegungen des Kolbens 40 erfaßt ein in der
Mutternhülse 34 befestigter Stift den Kolben 40 einer Längsnut. Um eine leichte Handhabung des Mutternschraubers zu gewährleisten, ist dieser so ausgebildet,
daß er am Arbeitsplatz an einer Gewichtsausgleichsvorrichtung aufgehängt werden kann. Zu diesem
Zwecke ist ein Bügel 43 an dem üblichen Handgriff 50 der Motoreinheit 1 befestigt. Der äußere Schenkel
des Bügels 23 ist an einem Stahlband 42, das das Gehäuse 10 der Kupplungseinheit umschließt, befestigt,
wobei dieses Stahlband ein Drehen des Gehäuses 10
gestattet. Am Bügel 43 ist weiterhin eine Aufhängeöse
44 befestigt, und zwar über dem Schwerpunkt des gesamten Geräts.
Zur Handhabung des Mutternschraubers während des Bearbeitungsvorgangs ist das Gehäuse 10 der
Kupplungseinheit 2 mit einem Griffring 46 versehen. Weiterhin ist zur Absorption des Reaktionsmomentes
während des Anzugsvorganges eine Anschlagstütze 47 an der zylindrischen Kappe 35 der Hüiseneinheit 3
befestigt. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1
ist die Anschlagstütze 47 mit einer festen Hülse 47a versehen, die eine andere Mutter erfaßt. Eine derartige Hülsenkonstruktion für die Anschlagstütze 47
kann bei gegebener Teilung zwischen den zu befestigenden Maschinenelementen, in diesem Falle den
Schraubenverbindungen an Radnaben verwendet werden.
Zur Steuerung der Funktion des Mutternschraubers befinden sich an der Motoreinheit 1 ein Auslöseventil
49 und ein Hauptventil 48. Das Auslöseventil 49 ist
so ein 3/2-Wege-Ventil. Dies bedeutet, daß es drei äußere Anschlüsse hat, nämlich für einen Lufteintritt 51,
eine Steuerleitung 53 und einen Auslaß 52. Die Steuerleitung 53 kann alternativ mit dem Einlaß 51 oder
dem Auslaß 52 des Ventils verbunden werden. Das
bewegliche Ventilglied dieses Ventils steht unter der
Wirkung einer Druckfeder 54, die es in Sperrstellung hält, d. h. die Steuerleitung 53 mit dem Auslaß 52
verbindet. Zur Betätigung des Auslöseventils, d. h. zur Herstellung einer Verbindung zwischen der Steu-
erleitung 53 und dem Lufteinlaß 51 ist eine Verstellung des Ventils von Hand in entgegengesetzter Richtung erforderlich. Dies erfolgt beim Ausführungsbeispiel durch Hereindrücken eines Schwenkhebels 55,
der über eine Betätigungsstange 56 mit dem Ventil-
e5 glied verbunden ist.
Das Hauptventil 48 ist ein 2/2-Wege-Ventil. Dies - bedeutet, daß es einen Lufteinlaß 57 und eine Auslaß-Öffnung 28 besitzt, zwischen denen ein Ventilglied
zum öffnen und Schließen der Verbindung zwischen dem Lufteinlaß 57 und der öffnung 58 angeordnet
ist. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel wird das Ventilglied von einer in Schließrichtung wirkenden
Druckfeder 60 und von der durch die Steuerleitung 53 des Auslöseventils 49 dem Hauptventil in Öffnungsrichtung
zugeführten druckluftgesteuert. Wenn der Schwenkhebel 55 nach links mit Bezug auf Fig. 4
gedrückt ist, ist das Auslöseventil 49 geöffnet. Das AusJöseventil 49 öffnet seinerseits das Hauptventil 48 ι ο
und ermöglicht den Durchtritt von Druckluft aus einer Haupteinlaßleitung 59 durch das Hauptventil 48 zum
Druckluftmotor der Motoreinheit 1.
In Startstellung des Mutternschraubers ist die Druckstange 29 unter dem Einfluß der Druckfeder
32 so weit herausgedrückt, wie dies die Längsnut im Kolben 40 gegenüber dem Stift 41 erlaubt. Mit ihrer
Verschiebung nimmt die Druckstange 29 über den Querstift 31 die Riegelstange 28 mit. Dabei wird die
Riegelstange 28 außer Eingriff mit den Kugeln des Kugelgesperres 27 gezogen. Die Kugeln können dadurch
eine radial innere Stellung in den Radialbohrungen des Wellenteils 14b einnehmen, wodurch sich
die Gleithülse 186 unter Wirkung der Druckfeder 26 in Eingriffsstellung der Zahnkränze 18c und 18a gegen
die Treibwelle 9 verschieben kann.
Zu Beginn eines Schraubvorgangs wird nun zunächst das äußere schlüsseiförmige Ende der Mutternhülse
34 gegen die zu befestigende Mutter angesetzt, während gleichzeitig die feste Hülse 47 a der jo
Reaktionsstütze 47 eine benachbarte Mutter od. dgl. ergreift. Da das Ansetzen des Mutternschraubers mit
leichtem Axialdruck erfolgt, werden der Kolben 40 und mit diesem auch die Druckstange 29 in die Mutterhülse
34 bzw. die Abtriebswelle 14 gedrückt. Hier- r> durch wird die Druckfeder 32 zusammengedrückt.
Unter dem Einfluß der Druckfeder 30 wird die Riegelstange 28 gegen die Kugeln des Kugelgesperres 27
angedrückt, ohne jedoch in der Lage zu sein, zwischen die Kugeln einzudringen, solange die Kupplungsgrenze
18c, 18a ineinandergreifen.
Mit der Einschaltung des Druckluftmotors werden die Treibwellen 8, 9 gleichzeitig gedreht, jedoch mit
verschiedenen Drehzahlen. Da die Zahnkränze 18a, 18c ineinandergreifen, wird die Abtriebswelle 14 mit 4r.
der gleichen Drehzahl wie die Treibwelle 9 gedreht. Die Zähne der Zahnkränze 18a, 18c sind so abgeschrägt,
daß sie nur in der Lage sind, ein begrenztes vorgegebenes Drehmoment zu übertragen. Wenn dieser
Drehmomentwert im Verlauf des Arbeitsvorganges erreicht wird, wird die Gleithülse 18b mit ihrem
Zahnkranz 18c außer Eingriff mit dem Zahnkranz 18a gedrückt. Dabei gelangt die Ringnut in der Gleithülse
ISb in den Bereich der Kugeln des Kugelgesperres
27, die jetzt von der Riegelstange 28 radial nach auswärts gedruckt werden, so daß sie in die Ringnut
einfallen und die Gleithülse 18b in Entkupplungsstellung festhalten.
Die Kupplungshülse 12, die bisher leer im Verhältnis zur Abtriebswelle 14 bei deren Drehung mit hoher
Drehzahl lief, übernimmt nun den Antrieb der Abtriebswelle 14 über die Freilaufkupplung 22, 23, sobald
die Zahnkupplung 18e, 18c ausgerückt ist. Dies geschieht dadurch, daß die Sperrglieder 24 der beiden
einzelnen Freilaufkupplungen ihre Sperrstellung einnehmen und dadurch in an sich bekannter Weise als
Antriebsglieder wirken.
Wenn die Mutter entsprechend dem Leistungsvermögen des Mutternschraubers festgezogen ist, bleibt
der Motor stehen, woraufhin der Arbeiter die Luftzufuhr zum Motor abschaltet und den Mutternschrauber
aus der Arbeitsstellung zurückzieht. Dabei nehmen die einzelnen Kupplungsglieder selbsttätig wieder
ihre Ausgangsstellung gemäß obiger Beschreibung ein.
Durch die Benutzung einer Freilaufkupplung 22, 23 mit radial wirksamen Sperrgliedern 24, d. h. Sperrgliedern
ohne wesentliche axiale Kraftübertragungskomponenten, und durch die Anordnung der Freilaufkupplung
22, 23 und der Drehmomentbegrenzungskupplung 18a, 186 an entgegengesetzten Seiten
des Zentrallagers 17 in der Kupplungshülse 12 ist das Werkzeug in der Lage, unter Beibehaltung eines geringen
Konstruktionsgewichtes und einer einfachen Lageranordnung ein viel höheres Arbeitsdrehmoment
als vorher zu übertragen. Ferner wird durch die Verriegelung der Drehmomentbegrenzungskupplung
18a, 18c in Ausrückstellung mit Hilfe des Kugelgesperres 27 ein geräuschvolles und energieverzehrendes
Ratschen der Zahnkränze 18a, 18b aufeinander vollständig vermieden, welches natürlich auch aus der
Benutzung eines Freilaufs folgt.
Als weiterer Vorteil können die Teile des Werkzeugs zur selbsttätigen Umschaltung des Drehmoments
leicht als getrennte Einheit ausgebildet werden, die im Bedarfsfalle eingangsseitig an eine kombinierte
Motor- und Untersetzungsgetriebeeinheit anschließbar ist, wie sie für andere Zwecke üblich ist.
Hierzu I Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Druckluftschrauber iuit einem mehrstufigen
Planeten-Untersetzungsgetriebe, an dessen letzte Stufe eine Kupplungshülse angeschlossen ist, von
welcher das Endanzugsmoment über eine Überholkupplungauf
eine dazu koaxiale Abtriebswelle übertragbar ist, und mit dessen vorletzter Stufe
eine koaxial zur Abtriebswelle angeordnete Treibwelle verbunden ist, die mit der Abtriebswelle über eine Drehmomentbegrenzungskupplung
zum Übertragen eines Voranzugsmoments kuppelbar ist, wobei die getriebene Kupplungshälfte der Drehmomentbegrenzungskupplung
drehfest und gegen Federkraft längsverschiebbar an der Abtriebswelle gelagert ist und die Abtriebswelle
an ihrer der Drehmomentbegrenzungskupplung abgewandten Seite zwei im Axialabstand
angeordnete Lager aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß
1. die im Abstand angeordneten Lager (17,18) der Abtriebswelle (14, 14b) an der Kupplungshülse
(12) abgestützt sind,
2. die Überholkupplung (22,23) durch mindestens
einen zwischen den beiden Lagern (17, 16) angeordneten Freilauf gebildet ist und
3. in der Abtriebswelle (14, 14 b) eine Trenneinrichtung
(27-32) zum Verriegeln der Drehmomentbegrenzungskupplung in aus- so gerückter Stellung angeordnet ist.
2. Druckluftschrauber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Treibwelle (9) in
einem innerhalb der Kupplungshülse (12) angeordneten Lager (15) gelagert ist. sr>
3. Druckluftschrauber nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehmomentbegrenzungskupplung
(18a, 18c) eine Zahnkupplung ist, die aus einem mit der Treibwelle (9) verbundenen
ersten Zahnkranz mit axial gerichteten w und an den Kanten abgeschrägten Zähnen und einem
axial verschieblich, aber undrehbar auf der Abtriebswelle (14) an einer Gleithülse (ISb) angeordneten
zweiten Zahnkranz (18c) mit den Zähnen des ersten Zahnkranzes (18a) entspre- 4r>
chend axial gerichteten Zähnen besteht, und daß zwischen der Abtriebswelle (14, 14b) und der
Gleithülse (186) eine die beiden Zahnkränze (18a, 18c) nachgiebig in Eingriff bringende Drehmomentbegrenzungsfeder
(26) angeordnet ist. r>o
4. Druckluftschrauber nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtriebswelle (14,
14b) mit einem mit der Gleithülse (18b) zusammenwirkenden
Kugeigesperre (27) zum Festhalten der Gleithülse versehen ist, wenn diese bei Überschreitung des vorgegebenen maximalen
Voranzugsmoments aus der Zahneingriffsstellung der Drehmomentbegrenzungskupplung (18a,
18c) in deren Freigabestellung axial verschoben ist. bo
5. Druckluftschrauber nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Kugeigesperre
(27) eine Anzahl Sperrkugeln enthält, die mit der Gleithülse (18b)»zusammenwirken und radial beweglich
innerhalb der Abtriebswelle (14,14b) ge- hs
führt sind, daß eine Riegelstange (28) in einer Axialbohrung der Abtriebswelle (14, 146) zwischen
einer ersten Stellung, in welcher die Riegelstange die Kugeln in einer radial vorstehenden
Sperrstellung hält, und einer zweiten Stellung, in welcher die Kugeln zur Bewegung in eine radial
einwärts gelegene Stellung freigegeben sind, axial verschieblich angeordnet sind, daß zur Riegelstange
(28) koaxial und längsverschieblich eine Steuerstange (29) vorgesehen ist, die beim Anpressen
des Schraubers an einem festzuschraubenden Gewindeelement gegen den Druck einer Feder (32) in den Schrauber hinein verschieblich
ist, und daß die Riegelstange (28) und die Steuerstange (29) über eine weitere Feder (30) und einen
Mitnehmer (31) derart miteinander gekuppelt sind, daß die Riegelstange (28) nach Erreichen des
vorgegebenen maximalen Voranzugsmoments unter der Wirkung dieser Feder (30) selbsttätig
ihre Sperrstellung einnimmt, mit dem Absetzen des Schraubers von dem Gewindeelement aber
über den Anschlag (31) von der in die vorgeschobene Stellung zurückkehrenden Steuerstange (29)
in die Freigabestellung zurückgeführt wird.
6. Druckluftschrauber nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kupplungshülse (12) an die letzte Getriebestufe (7) der Motoreinheit (1) über eine erste Vielnutverbindung
angeschlossen ist, daß die Abtriebswelle (14,14b) an die Mittel (34,31) zum Erfassen
des festzuschraubenden Gewindeelements über eine zweite Vielnutverbindung (14a) angekuppelt
ist und daß sich die Kupplungshülse (12) und die Abtriebswelle (14) ohne Abstützung frei
zwischen diesen beiden Vielnutverbindungen erstrecken.
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