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Die
vorliegende Erfindung betrifft Haarpflegesets zur Mehrfach-Tönungsbehandlung,
die zum Färben
von Keratinfasern wie Haar angewandt werden, insbesondere zur Heimanwendung
durch Verbraucher.
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BESCHREIBUNG
DES EINSCHLÄGIGEN
STANDES DER TECHNIK
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Mit
dem Alter wird die Haarfarbe oft stumpf und verliert die Effekte
mehrfacher Tönung
und der natürlichen
Aufhellung. Dies bedeutet, dass die Farbvariation, die für jugendliches
Haar typisch ist, beim Haar von manchen Personen verlorengehen oder stark
zurückgehen
kann. Viele Leute wollen ferner, unabhängig von ihrem Alter, mit Haarfarbtönen experimentieren,
die sich von ihrer natürlichen
Haarfarbe unterscheiden. In jüngerer
Zeit können
in Friseursalons eine Vielzahl von Haarfarben und Bleichmitteln verwendet
werden, um zahlreiche Effekte bei der persönlichen Haarfarbe zu erzielen.
Daher existieren eine Fülle
von Haarpflegeprodukten zur Veränderung der
Haarfarbe und zur Aufhellung ausgewählter Strähnen.
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Auf
synthetischem Wege umfasst die Erzielung von Mehrfachtönungseffekten
typischerweise das Färben
und das Strähnenfärben des
Haars. Das Haarfärben,
bei dem typischerweise die gesamte Haarfarbe geändert wird, erfordert üblicherweise
das Aufbringen eines Haarfärbemittels
für eine
bestimmte Zeitdauer und ein anschließendes Spülen zur Entfernung des Färbemittels. Während des
Strähnenfärbens kann
die Farbe von Gruppen von ausgewählten Haarsträhnen geändert werden,
um eine Mehrfachtönung
oder eine kontrastierende Wirkung zu erzielen. So kann z.B. ein
Bleichmittel oder ein hellerer Farbstoff auf Bereiche oder Strähnen des
Haars angewandt werden, um eine Aufhellung dieser Bereiche zu erzielen.
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Aufgrund
des hohen Zeitaufwands und der zahlreichen Schritte werden solche
Mehrfachtönungseffekte
typischerweise im Friseursalon erzeugt. Im Friseursalon können die
Haarsträhnen
zur Strähnenfärbung abgesondert
werden, bevor eine Gesamtfärbung
aufgebracht wird. Diese Abtrennung kann unter Verwendung von Folie
vorgenommen werden, um einer Strähnenfärbung zu
unterziehendes Haar von dem Haar zu trennen, das mit der Gesamtfärbung gefärbt werden
soll. Alternativ wird zur Vermeidung einer Schädigung des Haars die Strähnenfärbung des
Haars typischerweise erst mindestens einen Tag nach dem Haarfärben vorgenommen. Die
arbeitsintensive Natur von Mehrfachtönungseffekten macht eine Behandlung
im Friseursalon relativ teuer.
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Selbstfärbebehandlungen
können
zu einem Aussehen führen,
das insofern drastisch ist, als das gesamte Haar im Wesentlichen
eine einzige Farbe erhält,
wobei nur sehr wenige Farbtonunterschiede vorliegen. In ähnlicher
Weise können
Sets zum Selbstfärben
von Strähnen
zu einer relativ drastischen Strähnenfärbung des
Haars führen
oder unnatürliche
Effekte ergeben.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Das
erfindungsgemäße Haarpflegeset
ist Gegenstand von Anspruch 1.
Die Unteransprüche betreffen
Ausführungsformen der
Erfindung.
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Das
erfindungsgemäße Haarpflegeset
umfasst mindestens ein Farbstoffcompartment, das ein Haarfärbematerial
enthält,
und mindestens ein Strähnenfärbematerialcompartment,
das ein Haarsträhnenfärbematerial
enthält,
das eine mehrfach getönte Strähnenfärbung des
Haares ergibt.
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ZUSAMMENFASSUNG
EINIGER ASPEKTE DER ERFINDUNG
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Nach
einer beispielhaften Ausführungsform eines
Sets gemäß einem
Aspekt der vorliegenden Erfindung kann ein verbessertes Haarbehandlungssystem
erzielt werden, bei dem eine allzu drastische Strähnenfärbung vermieden
wird. Zusätzlich
kann das Haarbehandlungssystem die aufeinanderfolgende Anwendung
eines Färbematerials
und anschließend
eines Strähnenfärbematerials
erlauben. So können
die Haare nach einem Aspekt der vorliegenden Erfindung bei jeder
Anwendung des Sets durch Aufbringen des Haarfärbematerials vor dem Strähnenfärbematerial
ihre ursprüngliche
Farbe wieder erhalten.
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Die
Angaben zu den Ausführungsformen
der Erfindung sind ferner nur beispielhaft; zumindest einige davon
werden in der nachfolgenden detaillierten Beschreibung erläutert.
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Gemäß einer
beispielhaften Ausführungsform
umfasst die Erfindung ein Haarpflegeset, das mindestens ein Farbstoffcompartment,
das ein Haarfärbematerial
enthält,
und mindestens ein Strähnenfärbematerialcompartment,
das ein Haarsträhnenfärbematerial
enthält,
sowie Instruktionen zur Anwendung von mindestens einem Teil des
Färbematerials des
mindestens einen Farbstoffcompartments und von mindestens einem
Teil des Strähnenfärbematerials
des zumindest einen Strähnenfärbematerialcompartments
auf das Haar umfasst, um so eine Mehrfachtönung des Haars zu erzielen.
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Das
Strähnenfärbematerial
kann ein Bleichmittel umfassen, und das Haarpflegeset kann zur Heimanwendung
abgepackt sein.
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Die
Instruktionen können
Hinweise zum Aufbringen des Bleichmittels auf das Haar enthalten, während das
Haar noch feucht ist. Die Instruktionen können insbesondere Hinweise
zum Aufbringen des Färbematerials
auf das Haar, zum Ausspülen
des Färbematerials
aus dem Haar und zur anschließenden
Anwendung der Haarbleiche, wenn das Haar noch vom Ausspülen feucht
ist, enthalten.
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Dieses
Set kann ferner auch ein drittes Compartment, nämlich ein Spülungscompartment,
umfassen, das eine Haarspülung
enthält,
und die Instruktionen können
Hinweise zur Anwendung der Spülung nach
dem Aufbringen des Färbematerials
auf das Haar enthalten. Bei einem weiteren Aspekt kann das Set mindestens
zwei dritte Compartments umfassen, die zwei Spülungen enthalten, und die Instruktionen können Hinweise
zur Anwendung einer der Spülungen
nach dem Färbematerial
und der anderen Spülung
nach dem Aufbringen des Strähnenfärbematerials
enthalten. Die Spülungen
können
angewandt werden, um das Färbematerial
und/oder das Strähnenfärbematerial
aus dem Haar auszuspülen. Mindestens
eine der Spülungen
kann mindestens einen Haarconditioner enthalten.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der Erfindung enthält das Set einen Applikator,
der sich radial erstreckende Borsten aufweist. Die Instruktionen können Hinweise
zum Aufbringen des Strähnenfärbematerials
mit Hilfe des Applikators enthalten. Der Applikator kann in seiner
Größe so ausgebildet
sein, dass er eine ausreichende Menge Strähnenfärbematerial zu halten vermag,
sodass eine im Wesentlichen gleichmäßige Beschichtung auf Haarsträhnen von der
Wurzel bis zum Ende aufgetragen werden kann, ohne den Applikator
wieder füllen
zu müssen.
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Ein
weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Set, bei dem das Bleichmittel
in Pulverform vorliegt. Das Set kann ferner mindestens zwei Schalen
aufweisen, und die Schalen können
so ausgebildet sein, dass sie ineinanderpassen. Die Compartments und/oder
Schalen des Sets können
so beschriftet sein, dass für
einen Anwender eine Reihenfolge der beabsichtigten Anwendung gekennzeichnet
ist.
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Gemäß einer
weiteren beispielhaften Ausführungsform
kann ein Haarpflegeset ferner mindestens ein Farbentwicklercompartment
umfassen, das ein Oxidationsmittel zur Oxidation des Färbematerials
und zur Entwicklung der Färbung
auf dem Haar enthält.
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Das
Haarfärbematerial
kann zum Beispiel unter Oxidationsbasen, Kupplern und direktziehenden
Farbstoffen ausgewählt
werden. Eine geeignete Oxidationsbase kann zum Beispiel unter p-Phenylendiaminen,
Bisphenylalkylendiaminen, p-Aminophenolen, o-Aminophenolen und heterocyclischen
Basen sowie kosmetisch akzeptablen Salzen dieser Verbindungen ausgewählt werden.
Ein geeigneter Kuppler kann beispielsweise unter m-Phenylendiaminen,
m-Aminophenolen, m-Diphenolen, Naphthalinkupplern und heterocyclischen
Kupplern sowie den kosmetisch akzeptablen Salzen dieser Verbindungen ausgewählt werden.
Ein geeigneter direktziehender Farbstoff kann zum Beispiel unter
Nitrofarbstoffen der Benzolreihe, direktziehenden kationischen Farbstoffen,
direktziehenden Azofarbstoffen und direktziehenden Methinfarbstoffen
ausgewählt
werden.
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Gemäß einem
weiteren beispielhaften Aspekt ist das Oxidationsmittel unter Peroxid-Enzymen und
Oxidase-Enzymen ausgewählt.
So kann z.B. das Oxidationsmittel unter Peroxidasen, Oxidoreductasen
mit zwei Elektronen und Oxygenasen mit vier Elektronen ausgewählt werden.
Das Oxidationsmittel kann auch unter Uricasen und Laccasen ausgewählt werden.
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Bei
einem Beispiel ist das Oxidationsmittel Wasserstoffperoxid.
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Das
Haarsträhnenfärbematerial
des Haarpflegesets kann unter Persalzen, wie z.B. Persulfaten, ausgewählt werden.
Das Oxidationsmittel kann ferner so ausgebildet sein, dass es zu
dem Haaraufhellungsmaterial zugegeben werden kann, um das Aufhellungsvermögen des
Strähnenfärbematerials zu
erhöhen.
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Bei
einer weiteren beispielhaften Ausführungsform enthält das Haarpflegeset
mindestens eine die Strähnenfärbung verstärkende Zusammensetzung,
die ein Oxidationsmittel enthalten kann, das zum Beispiel unter
Wasserstoffperoxid ausgewählt ist.
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Ein
Verfahren zur Behandlung von Keratinfasern kann umfassen: Aufbringen
eines Färbematerials
auf die Keratinfasern unter Bedingungen, die zum Färben der
Keratinfasern ausreichend sind, und Ausspülen des Färbematerials von den Keratinfasern. Das
Verfahren kann ferner das Aufbringen eines Strähnenfärbematerials auf zumindest
einige der Keratinfasern umfassen, während die Keratinfasern noch
feucht vom Ausspülen
sind. Dies kann eine Mehrfachtönung
der Keratinfasern bewirken. Das Strähnenfärbematerial, wie z.B. ein Bleichmittel, kann
mit Hilfe eines Applikators auf die Keratinfasern aufgebracht werden,
der einen Bereich besitzt, der einen Schaft und sich radial erstreckende
Borsten aufweist.
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Das
Aufbringen des Strähnenfärbematerials, zum
Beispiel eines Bleichmittels, kann so vorgenommen werden, dass die
Feuchtigkeit in den Keratinfasern eine Bleichwirkung zumindest teilweise
zurückdrängt, wodurch
eine Schädigung
der Keratinfasern als Ergebnis aufeinanderfolgender Schritte des
Färbens
und des Bleichens minimiert wird. Das Verfahren kann ferner die
Handtuchtrocknung der Keratinfasern nach dem Ausspülen des
Färbematerials
von den Keratinfasern umfassen.
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Ein
Verfahren zur Behandlung von Keratinfasern kann das Zurverfügungstellen
eines Färbematerials
für die
Keratinfasern und eines Strähnenfärbematerials,
z.B. eines Bleichmittels, für
die Keratinfasern und die Kombination des Färbematerials mit dem Bleichmittel
umfassen. Das Verfahren kann ferner die Zurverfügungstellung von Instruktionen
für einen
Anwender umfassen, wie das Färbematerial
auf die Keratinfasern aufgebracht wird, wie das Färbematerial
von den Keratinfasern abgespült
wird, und wie das Bleichmittel auf die Keratinfasern aufgebracht
wird, während
die Keratinfasern vom Spülen noch
feucht sind, sodass die Feuchtigkeit eine Bleichwirkung zurückdrängt. Das
Verfahren kann zusätzlich
das Vorsehen von Instruktionen umfassen, wie das Bleichmittel in
einem vorgeschriebenen Zeitrahmen von den Keratinfasern abgespült werden kann,
um eine Schädigung
der Keratinfasern durch aufeinanderfolgende Schritte des Färbens und
des Bleichens zu minimieren.
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Vorteilhaft
ist die Kombination des Färbematerials
und des Bleichmittels in einer Verpackung vorgesehen. Es können jedoch
auch eine Verpackung für
das Färbematerial,
auf der eine Bezugnahme auf das Bleichmittel angebracht ist, und
eine Verpackung für
das Bleichmittel vorgesehen sein, auf der eine Bezugnahme auf das
Färbematerial
angebracht ist.
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Ein
weiteres Verfahren zur Behandlung von Keratinfasern umfasst das
Aufbringen eines Färbematerials
auf die Keratinfasern, das Abspülen
des Färbematerials
von den Keratinfasern und das Aufbringen eines Bleichmittels auf
die Keratinfasern, während
die Fasern vom Ausspülen
des Färbematerials
noch feucht sind. Das Verfahren kann ferner das Ausspülen des
Bleichmittels von den Keratinfasern nicht länger als 20 Minuten nach dem
Aufbringen des Bleichmittels umfassen.
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Die
Instruktionen können
angeben, wie das Bleichmittel in einem Bereich von 10 bis 25 Minuten nach
dem Aufbringen des Bleichmittels und insbesondere nach etwa 15 Minuten
von den Keratinfasern entfernt wird.
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Nach
einem weiteren beispielhaften Aspekt ist das Haarbehandlungsset
zur Behandlung von Keratinfasern ein Mehrstufen-Haarbehandlungsset,
das mindestens ein Färbematerial,
eine Spülung,
ein Bleichmittel, einen Applikator sowie Instruktionen zur Abfrage
von elektronisch gespeicherten Gebrauchsanweisungen umfasst. In
den elektronisch gespeicherten Gebrauchsanweisungen können Hinweise zur
Anwendung des Haarbehandlungssets zur Verfügung gestellt werden. Als Beispiel
kann die elektronisch gespeicherte Gebrauchsanweisung über mindestens
ein Medium zur Verfügung
gestellt werden, das unter einer CD-ROM, einem magnetischen Speichermedium,
einem optischen Speichermedium, eine Flash-Speicher, einer Internet-Adresse und einer
Netzwerkadresse gewählt
ist.
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So
kann zum Beispiel eine Webseiten-Adresse auf der zum Haarbehandlungsset
gehörenden
Verpackung angegeben sein. Als Alternative kann eine CD-ROM oder
ein anderes computerlesbares Medium zusammen mit dem Haarbehandlungsset
verpackt oder ihm beigegeben werden.
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Es
kann ferner auch einen Zeitgeber vorgesehen sein, um das Fortschreiten
der Behandlung zu verfolgen. Der Zeitgeber kann in das computerlesbare
Medium eingebaut sein und so ausgebildet sein, dass der Verbraucher
den Hinweis erhält,
zumindest einen Schritt der Behandlung zu beenden, wenn eine vorgeschriebene
Zeitgrenze erreicht ist.
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Gemäß einer
weiteren beispielhaften Ausführungsform
kann ein Haarpflegeset Anweisungen zur Durchführung der Haarbehandlung enthalten,
die Instruktionen einschließen,
wie mindestens ein Teil des Färbematerials
des mindestens einen Farbstoffcompartments und mindestens ein Teil
des Strähnenfärbematerials
des mindestens einen Strähnenfärbematerialcompartments
auf das Haar aufzubringen ist. Ferner können Anweisungen zur vollständigen Durchführung der
Haarbehandlung in weniger als etwa zwei Stunden oder in weniger
als etwa 1,5 Stunden oder in etwa 1 Stunde oder weniger enthalten.
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Nach
einer weiteren beispielhaften Ausführungsform wird ein Färbematerial
unter Bedingungen, die zum Färben
der Keratinfasern ausreichend sind, auf die Keratinfasern aufgebracht.
Ferner kann ein Strähnenfärbematerial
auf zumindest einige der Keratinfasern nach der Anwendung des Färbematerials
aufgebracht werden, um z. B. eine mehrfach getönte Strähnenfärbung der Keratinfasern zu
erzielen. Das Verfahren kann ebenfalls in weniger als etwa 2 Stunden
vollständig
durchgeführt
werden. So kann das Verfahren zum Beispiel in weniger als etwa 1,5 Stunden
vollständig
durchgeführt
werden. Je nach den angestrebten Effekten kann das Verfahren in etwa
1 Stunde oder sogar weniger als 1 Stunde abgeschlossen werden.
Weitere
Gegenstände
und Vorteile der Erfindung werden zum Teil in der folgenden Beschreibung
erläutert
und werden zum Teil aus der Beschreibung klar oder können durch
Praktizieren der Erfindung erfahren werden.
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Es
ist klar, dass sowohl die vorstehende allgemeine Beschreibung und
die folgende detaillierte Beschreibung lediglich beispielhaft und
erläuternd sind
und die beanspruchte Erfindung nicht einschränken.
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Die
beigefügten
Zeichnungen, die zu dieser Beschreibung gehören und einen Teil davon darstellen,
erläutern
verschiedene Ausführungsformen
der Erfindung und dienen zusammen mit der Beschreibung zur Erläuterung
der Prinzipien der Erfindung.
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KURZE BESCHREIBUNG DER
ZEICHNUNGEN
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1 zeigt
ein beispielhaftes Haarbehandlungsset gemäß der vorliegenden Erfindung.
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2 zeigt
einen Applikator vom Mascara-Typ gemäß der vorliegenden Erfindung.
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BESCHREIBUNG
DER AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Im
Folgenden wird im Detail auf die vorliegenden beispielhaften Ausführungsformen
der Erfindung Bezug genommen; Beispiele hierfür sind in den beigefügten Zeichnungen
dargestellt.
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Gemäß der Erfindung
wird ein Haarpflegeset angegeben. Der hier verwendete Ausdruck "Set" umfasst im weiten
Sinne Gegenstände,
die entweder zusammen verkauft oder zusammen verpackt werden. So
kann z.B. ein Set 20, wie es in 1 dargestellt ist,
eine Reihe von Gegenständen
enthalten, die später
detaillierter beschrieben werden und die in einer Schachtel oder
einer Verpackung verkauft werden. Es ist festzustellen, dass 1 ein
beispielhaftes Set darstellt und die beanspruchte Erfindung nicht
einschränken
soll. Das Set der Erfindung kann nämlich mehr Gegenstände oder
weniger Gegenstände
umfassen, als in 1 dargestellt ist, und kann
auch verschiedene Kombinationen von Gegenständen umfassen. In ähnlicher
Weise kann das Set auf zahlreiche Arten verpackt sein.
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Das
Haarpflegeset kann über
Frisiersalons oder Einzelhandelskanäle wie etwa Drogerien, Kaufhäuser, Lebensmittelgeschäfte und
Kosmetikgeschäfte
und andere Einzelhandelsgeschäfte
oder für Verbraucher
zugängliche
Discounter- oder Großhandelsketten
an Endverbraucher vertrieben werden. Somit können Verbraucher das Produkt
zur Heimanwendung kaufen.
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Gemäß der Erfindung
weist das Haarpflegeset mindestens ein Farbstoffcompartment auf,
das ein Haarfärbematerial
enthält.
Der hier verwendete Ausdruck "Compartment" bezieht sich auf
einen beliebigen Behälter,
unabhängig
von seiner Form, seinem Material oder seinem Verschluss, der die
Funktion hat, etwas aufzunehmen. So schließt der Ausdruck "Compartment", wie er hier durchgehend
verwendet wird, in weitem Sinne zum Beispiel (jedoch nicht in einschränkender
Weise) das Innere einer Tube, eines Sacks, eines Kanisters, einer
Dose, eines Gebindes, einer Flasche, eines Glasgefäßes, einer Schachtel,
eines Kartons, einer Box, eines Umschlags oder eines beliebigen
anderen Gefäßes ein. Die
Bestandteile des Farbstoffs können
in einem einzigen Behälter
enthalten oder auf mehrere Behälter verteilt
sein. So kann das Färbematerial
zum Beispiel, wie in 1 dargestellt ist, in mehreren
Compartments enthalten sein, wobei eine Farbbase in der Tube 22 und
ein Farbentwickler in der Flasche 24 enthalten sind.
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Obgleich
die Erfindung im weitesten Sinne nicht auf irgendeine bestimmte
Farbstoff-Formulierung oder Färbeverbindung
begrenzt ist, kann ein Beispiel für einen geeigneten Farbstoff
eine aus zwei Teilen bestehende Formulierung sein, wobei der erste
Teil eine durchscheinende Gelcreme als Farbbase zur Mehrfachtönung ist,
die Wasser, Deceth-3, Laureth-12, Oleth-30, Deceth-5, Trideceth-2- Carboxamide MEA,
Ammoniumhydroxid, Glycerin, Ölsäure, Hexadimethrine
Chloride, Oleylalkohol, Polyquaternium-6, Duftstoff, Ethanolamin,
Ammoniumthiolactat, Resorcinal, p-Phenylendiamin, Ascorbinsäure, EDTA,
Polyquaternium-24, Hydroxyethyl-bis(N-hydroxyethyl-p-phenylendiamin)-Hydrochlorid,
m-Aminophenol und 2,4-Diaminophenoxyethanol-Hydrochlorid enthält.
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Der
zweite Bestandteil des Farbstoffs kann zum Beispiel eine Entwicklercreme
für Mehrfachtönung sein,
die Wasser, Wasserstoffperoxid, Cetearyalkohol, Trideceth-2-carboxamide
MEA, Ceteareth-30, Glycerin, Pentanatriumpentetat, Natriumstannat
und Tetranatriumpyrophosphat enthält.
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Gemäß einem
beispielhaften Aspekt liegt das Färbematerial in einer durchscheinenden
Gelcremeformulierung vor, die eine Konsistenz aufweist, bei der
sowohl die Verteilbarkeit eines Gels als auch die Konditionierwirkung
einer Creme vorliegen. Für diese
Formulierung können
kationische Polymere mit Konditioniermitteln ausgewählt werden,
die eine tiefe Konditionierung und die Wiedererzielung von Fülle des
Haars erlauben. Darüber
hinaus kann die Farbstoff-Formulierung die Anwendung auf das Haar
und auch die Abdeckung erleichtern. Die Formulierung kann ferner
auch das Spülen
des Haars erleichtern und ein glattes, nicht zerzaustes Haar hinterlassen, das
für den
Schritt der Strähnenfärbung bereit
ist. Die Menge der Färbemittel
kann ferner für
jede Farbbasis ausgeglichen sein, was die Abdeckung eines vollständig grauen
Haars verbessern und strahlende Haarfarbtöne erzeugen kann.
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Gemäß einer
weiteren beispielhaften Ausführungsform
kann das Farbstoffcompartment eine Oxidationsbase enthalten, wie
sie herkömmlicherweise
bei der Oxidationsfärbung
verwendet wird, zum Beispiel p-Phenylendiamine, Bisphenylalkylendiamine,
p-Aminophenole, o-Aminophenole und heterocyclische Basen sowie die
kosmetisch akzeptablen Salze dieser Verbindungen.
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Geeignete
p-Phenylendiamine, die eingesetzt werden können, können zum Beispiel ausgewählt werden
unter: p-Phenylendiamin, p-Tolylendiamin, 2-Chlor-p-phenylendiamin
2,3-Dimethyl-p-phenylendiamin,
2,6-Dimethyl-p-phenylendiamin, 2,6-Diethyl-p-phenylendiamin, 2,5-Dimethyl-p-phenylendiamin,
N,N-Dimethyl-p-phenylendiamin, N,N-Diethyl-p-phenylendiamin,
N,N-Dipropyl-p-phenylendiamin,
4-Amino-N,N-diethyl-3-methylanilin, N,N-Bis(β-hydroxyethyl)-p-phenylendiamin, 4-N,N-Bis(β-hydroxyethyl)-amino-2-methylanilin, 4-N,N-Bis(β-hydroxyethyl)-amino-2-chloroanilin, 2-β-Hydroxyethyl-p-phenylendiamin,
2-Fluor-p-phenylendiamin, 2-Isopropyl-p-phenylendiamin, N-(β-Hydroxypropyl)-p-phenylendiamin,
2-Hydroxymethyl-p-phenylendiamin, N,N-Dimethyl-3-methyl-p-phenylendiamin, N,N-(Ethyl-β-hydroxyethyl)-p-phenylendiamin,
N-(β,γ-dihydroxypropyl)-p-phenylendiamin,
N-(4'-Aminophenyl)-p-phenylendiamin,
N-Phenyl-p-phenylendiamin, 2-(β-Hydroxyethyloxy-p-phenylendiamin,
2-β-Acetylaminoethyloxy-p-phenylendiamin, N-(β-methoxyethyl)-p-phenylendiamin,
4-Aminophenylpyrrolidin, 2-Thienyl-p-phenylendiamin, 2-β-Hydroxyethylamino-5-aminotoluol
und 3-Hydroxy-1-(4'-aminophenyl)-pyrrolidin
sowie ihre Additionssalze mit einer Säure.
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Von
den oben erwähnten
p-Phenylendiaminen sind zum Beispiel folgende Verbindungen geeigneter:
p-Phenylendiamin, p-Tolylendiamin, 2-Isopropyl-p-phenylendiamin,
2-β-Hydroxyethyl-p-phenylendiamin,
2-β-Hydroxyethyloxy-p-phenylendiamin, 2,6-Dimethyl-p-phenylendiamin,
2,6-Diethyl-p-phenylendiamin, 2,3-Dimethyl-p-phenylendiamin, N,N-Bis(β-hydroxyethyl)-p- phenylendiamin, 2-Chlor-p-phenylendiamin
und 2-β-Acetylaminoethyloxy-p-phenylendiamin
sowie ihre Additionssalze mit einer Säure.
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Geeigete
Bisphenylalkylendiamine, die Verwendung finden können, können z.B. ausgewählt werden
unter N,N'-Bis(β-hydroxyethyl)-N,N'-bis(4'-aminophenyl)-1,3-diaminopropanol, N,N'-Bis(β-hydroxyethyl)-N,N'-bis(4'-aminophenyl)ethylendiamin,
N,N'-Bis(4-aminophenyl)-tetramethylendiamin,
N,N'-Bis(β-hydroxyethyl)-N,N'-bis(4-aminophenyl)tetramethylendiamin, N,N'-Bis(4-methylaminophenyl)-tetramethylendiamin,
N,N'-Bis(ethyl)-N,N'-bis(4'-amino-3'-methylphenyl)-ethylendiamin und 1,8-Bis(2,5-diaminophenoxy)-3,6-dioxaoctan sowie
ihren Additionssalzen mit einer Säure.
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Geeignete
p-Aminophenole, die verwendet werden können, können zum Beispiel ausgewählt werden
unter p-Aminophenol, 4-Amino-3-methylphenol, 4-Amino-3-fluorphenol,
4-Amino-3-hydroxymethylphenol,
4-Amino-2-methylphenol, 4-Amino-2-hydroxymethylphenol, 4-Amino-2-methoxymethylphenol,
4-Amino-2-aminomethylphenol,
4-Amino-2-(β-hydroxyethylaminomethyl)-phenol und 4-Amino-2-fluorphenol
sowie ihren Additionssalzen mit einer Säure.
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Geeignete
o-Aminophenole, die verwendet werden können, können beispielsweise ausgewählt werden
unter 2-Aminophenol, 2-Amino-5-methylphenol, 2-Amino-6-methylphenol
und 5-Acetamido-2-aminophenol sowie ihren Additionssalzen mit einer
Säure.
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Geeignete
heterocyclische Basen, die verwendet werden können, können zum Beispiel unter Pyridinderivaten,
Pyrimidinderivaten und Pyrazolderivaten ausgewählt werden.
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Geeignete
Pyridinderivate können
unter den Verbindungen ausgewählt
werden, die zum Beispiel in den Patenten
GB 1 026 978 und
GB 1 153 196 beschrieben sind, zum
Beispiel 2,5-Diamino-pyridin, 2-(4-Methoxyphenyl)-amino-3-aminopyridin,
2,3-Diamino-6-methoxypyridin,
2-(β-Methoxyethyl)-amino-3-amino-6-methoxypyridin,
3,4-Diaminopyridin sowie ihren Additionssalzen mit einer Säure.
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Geeignete
Pyrimidinderivate können
unter den Verbindungen ausgewählt
werden, die zum Beispiel in den Patenten
DE 2 359 399 , JP 88-169 571, JP 05-163
124 und
EP 0 770 375 oder
der Patentanmeldung WO 96/15765 beschrieben sind, wie zum Beispiel
2,4,5,6-Tetraaminopyrimidin, 4-Hydroxy-2,5,6-triaminopyrimidin,
2-Hydroxy-4,5,6-triaminopyrimidin, 2,4-Dihydroxy-5,6-diaminopyrimidin, 2,5,6-Triaminopyrimidin
und Pyrazolopyrimidinderivate, wie sie zum Beispiel in der Patentanmeldung FR-A-2
750 048 erwähnt
sind; hierunter sind zu erwähnen
Pyrazolo[1,5-a]pyrimidin-3,7-diamin,
2,5-Dimethylpyrazolo[1,5-a]pyrimidin-3,7-diamin, Pyrazolo[1,5-a]pyrimidin-3,5-diamin,
2,7-Dimethylpyrazolo[1,5-a]pyrimidin-3,5-diamin, 3-Aminopyrazolo[1,5-a]pyrimidin-7-ol,
3-Aminopyrazolo[1,5-a]pyrimidin-5-ol, 2-(3-Aminopyrazolo[1,5-a]pyrimidin-7-ylamino)-ethanol,
2-(7-Aminopyrazolo[1,5-a]pyrimidin-3-ylamino)ethanol, 2-[(3-Aminopyrazolo[1,5-a]pyrimidin-7-yl)-(2-hydroxy-ethyl)-amino]ethanol,
2-[(7-Aminopyrazolo[1,5-a]-pyrimidin-3-yl)-(2-hydroxyethyl)-amino]ethanol,
5,6-Dimethylpyrazolo[1,5-a]pyrimidin-3,7-diamin, 2,6-Dimethylpyrazolo[1,5-a]pyrimidin-3,7-diamin, 2,5,N7,N7-Tetramethylpyrazolo[1,5-a]pyrimidin-3,7-diamin und
3-Amino-5-methyl-7-imidazolylpropylaminopyrazolo[1,5-a]pyrimidin
und ihre tautomeren Formen, wenn ein Tautomeriegleichgewicht vorliegt,
sowie ihre Additionssalze mit einer Säure.
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Geeignete
Pyrazolderivate können
unter den Verbindungen ausgewählt
werden, die in den Patenten
DE
3 843 892 ,
DE 4 133
957 und den Patentanmeldungen WO 94/08969, WO 94/08970,
FR-A-2 733 749 and
DE 195 43
988 beschrieben sind, wie zum Beispiel 4,5-Diamino-1-methylpyrazol,
4,5-Diamino-1-(β-hydroxyethyl)-pyrazol,
3,4-Diaminopyrazol, 4,5-Diamino-1-(4'-chlorbenzyl)-pyrazol,
4,5-Diamino-1,3-dimethylpyrazol, 4,5-Diamino-3-methyl-1-phenylpyrazol, 4,5-Diamino-1-methyl-3-phenylpyrazol, 4-Amino-1,3-dimethyl-5-hydrazinopyrazol,
1-Benzyl-4,5-diamino-3-methylpyrazol,
4,5-Diamino-3-tert-butyl-1-methylpyrazol, 4,5-Diamino-1-tert-butyl-3-methylpyrazol,
4,5-Diamino-1-(β-hydroxyethyl)-3-methylpyrazol,
4,5-Diamino-1-ethyl-3-methylpyrazol, 4,5-Diamino-1-ethyl-3-(4'-methoxyphenyl)-pyrazol,
4,5-Diamino-1-ethyl-3-hydroxymethylpyrazol, 4,5-Diamino-3-hydroxymethyl-1-methylpyrazol,
4,5-Diamino-3-hydroxymethyl-1-isopropylpyrazol,
4,5-Diamino-3-methyl-1-isopropylpyrazol, 4-Amino-5-(2'-aminoethyl)-amino-1,3-dimethylpyrazol,
3,4,5-Triaminopyrazol, 1-Methyl-3,4,5-triaminopyrazol, 3,5-Diamino-1-methyl-4-methylaminopyrazol
und 3,5-Diamino-4-(β-hydroxyethyl)-amino-1-methylpyrazole
sowie ihre Additionssalze mit einer Säure.
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Gemäß einer
weiteren beispielhaften Ausführungsform
kann das Farbstoffcompartment ferner einen oder mehrere Kuppler
enthalten, wie sie herkömmlicherweise
zum Färben
von Keratinfasern verwendet werden. Geeignete Kupper können zum Beispiel
unter m-Phenylendiaxninen, m-Aminophenolen, m-Diphenolen, Naphthalinkupplern
und heterocyclischen Kupplern sowie den kosmetisch akzeptablen Salzen
dieser Verbindungen ausgewählt
werden.
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Als
geeignete Kuppler können
zum Beispiel verwendet werden: 2-Methyl-5-aminophenol, 5-N-(β-hydroxyethyl)-amino-2-methylphenol, 6-Chlor-2-methyl-5-aminophenol,
3-Aminophenol, 1,3-Dihydroxybenzol, 1,3-Dihydroxy-2-methylbenzol, 4-Chlor-1,3-dihydroxybenzol,
2,4-Diamino-1-(β-hydroxyethyloxy)benzol,
2-Amino-4-(β-hydroxyethylamino)-1-methoxybenzol,
1,3-Diaminobenzol, 1,3-bis-(2,4-Diaminophenoxy)-propan, 3-Ureidoanilin,
3-Ureido-1-dimethylaminobenzol, Sesamol, 1-β-Hydroxyethylamino-3,4-methylendioxybenzol, α-Naphthol,
2-Methyl-1-naphthol, 6-Hydroxyindol, 4-Hydroxyindol, 4-Hydroxy-N-methylindol, 2-Amino-3-hydroxypyridin,
6-Hydroxybenzomorpholin, 3,5-Diamino-2,6-dimethoxypyridin, 1-N-(β-Hydroxyethyl)-amino-3,4-methylendioxybenzol
und 2,6-bis-(β-Hydroxyethylamino)-toluol
sowie ihre Additionssalze.
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Der
bzw. die Kuppler können
in einer Menge vorliegen, die im Bereich von etwa 0,001 Gew.-% bis etwa
10 Gew.-%, ungefähr
bezogen auf das Gesamtgewicht der Färbezusammensetzung, und/oder
im Bereich von etwa 0,005 % bis etwa 6 % liegt. Die zusätzliche(n)
Oxidationsbase(n) kann/können
in einer Menge vorliegen, die im Bereich von etwa 0,001 Gew.-% bis
etwa 10 Gew.-% liegt, ungefähr
bezogen auf das Gesamtgewicht der Färbezusammensetzung, und/oder
im Bereich von etwa 0,005 % bis etwa 6 %.
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Gemäß einem
beispielhaften Aspekt können die
Salze, die im Kontext der Zusammensetzung der Erfindung für die vorliegenden
Oxidationsbasen und Kuppler kosmetisch verwendet werden können, zum Beispiel
unter den Additionssalzen mit einer Säure wie den Hydrochloriden,
Hydrobromiden, Sulfaten, Citraten, Succinaten, Tartraten, Lactaten,
Tosylaten, Benzolsulfonaten, Phosphaten und Acetaten und den Additionssalzen
mit einer Base wie zum Beispiel Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid,
wässerigem
Ammoniak, Aminen oder Alkanolaminen ausgewählt werden.
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Bei
einer weiteren beispielhaften Ausführungsform kann das Farbstoffcompartment
einen oder mehrere direktziehende Farbstoffe enthalten, die zum
Beispiel unter Nitrofarbstoffen der Benzolreihe, direktziehenden
kationischen Farbstoffen, direktziehenden Azofarbstoffen und direktziehenden
Methinfarbstoffen ausgewählt
werden können.
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Das
zum Färben
geeignete Medium, das auch als Farbstoffträger bezeichnet wird, kann Wasser
oder ein Gemisch von Wasser mit mindestens einem organischen Lösungsmittel
umfassen, um die Verbindungen, die in Wasser nicht ausreichend löslich sind,
in Lösung
zu bringen. Als geeignetes organisches Lösungsmittel können zum
Beispiel niedere C1-C4-Alkanole,
wie Ethanol und Isopropanol, zum Beispiel Polyole und Polyolether,
wie 2-Butoxyethanol, Propylenglykol, Propylenglykolmonomethylether,
Diethylenglykolmonoethylether und -monomethylether und zum Beispiel
aromatische Alkohole, wie Benzylalkohol oder Phenoxyethanol, sowie
Gemische dieser Verbindungen ausgewählt werden.
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Die
Lösungsmittel
können
in Mengenanteilen vorliegen, die im Bereich von ungefähr etwa
1 Gew.-% bis etwa 40 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Färbezusammensetzung,
und/oder im Bereich von ungefähr
etwa 5 Gew.-% bis etwa 30 Gew.-% liegen.
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Bei
einer weiteren beispielhaften Ausführungsform kann die Färbezusammensetzung
verschiedene Hilfsstoffe enthalten, wie sie herkömmlicherweise in Haarfärbezusammensetzung
verwendet werden, wie zum Beispiel anionische, kationische, nichtionische,
amphotere oder zwitterionische Mittel oder Gemische davon, anionische,
kationische, nichtionische, amphotere oder zwitterionische Polymere
oder Gemische davon, anorganische oder organische Verdickungsmittel
und insbesondere anionische, kationische, nichtionische und amphotere assoziative
polymere Verdickungsmittel, Antioxidatien, Penetrationsmittel, Chelatbildner,
Parfums, Puffer, Dispergiermittel, Konditioniermittel, wie zum Beispiel
flüchtige
oder nichtflüchtige,
modifizierte oder nichtmodifiziert Silicone, Filmbildungsmittel,
Ceramide, Konservierungsmittel und Trübungsmittel.
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Die
obigen Hilfsstoffe können
jeweils in einer Menge vorliegen, die zum Beispiel im Bereich von etwa
0,01 Gew.-% bis etwa 20 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht der Zusammensetzung,
liegt.
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Fachleute
werden selbstverständlich
diese mögliche(n)
zusätzliche(n)
Verbindungen) so wählen, dass
die mit der erfindungsgemäßen Oxidationsfärbezusammensetzung
verbundenen vorteilhaften Eigenschaften durch den bzw. die in Betracht
gezogenen Zusätze
nicht oder nicht wesentlich beeinträchtigt werden.
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Gemäß einem
beispielhaften Aspekt der Erfindung kann der pH-Wert der Färbezusammensetzung
zum Beispiel im Bereich von etwa 3 bis etwa 12 und/oder im Bereich
von etwa 5 bis etwa 11 liegen. Der pH-Wert kann mit Ansäuerungsmitteln
oder Alkalisierungsmitteln, wie sie gewöhnlich beim Färben von
Keratinfasern eingesetzt werden, oder alternativ durch Verwendung
herkömmlicher
Puffersysteme eingestellt werden.
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Geeignete
Ansäuerungsmittel
können
zum Beispiel ausgewählt
werden unter anorganischen oder organischen Säuren, wie Salzsäure, Orthophosphorsäure, Schwefelsäure, Carbonsäuren, wie
zum Beispiel Essigsäure,
Weinsäure,
Citronensäure, Milchsäure, und
Sulfonsäuren.
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Geeignete
Alkalisierungsmittel können
beispielsweise ausgewählt
werden unter wässerigem Ammoniak,
Alkalimetallcarbonaten, Alkanolaminen, wie Monoethanolamin, Diethanolamin
und Triethanolamin und Derivate davon, Natriumhydroxid oder Kaliumhydroxid
und Verbindungen der nachstehenden Formel (III):
worin bedeuten:
W einen
Propylenrest, der gegebenenfalls mit einer Hydroxylgruppe oder einer
C
1-4-Alkylgruppe substituiert ist; R
a, R
b, R
c und
R
d, die gleich oder verschieden sind, ein
Wasserstoffatom, eine C
1-4-Alkylgruppe einer
eine C
1-4-Hydroxyalkylgruppe.
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Eine
beispielhafte Färbezusammensetzung kann
in verschiedenen Formen vorgesehen werden, wie zum Beispiel in Form
von Flüssigkeiten,
Cremen, Gelen oder in beliebiger anderer Form, die sich zum Färben von
Keratinfasern wie beispielsweise menschlichem Haar eignet.
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In
dem Set können
auch weitere Bestandteile verpackt sein. Wie zum Beispiel in 1 dargestellt
ist, kann das Set eine Applikatorkappe 26 und ein Paar
Handschuhe enthalten, die zum Beispiel in einem zweiteiligen Handschuhhalter 28 mit "Ei"-Form enthalten sind.
Sämtliche
Bestandteile 22, 24, 26 und 28 können in
einer Schale 30 verpackt sein. Die Schale 30,
welche die Bestandteile für
das Haarfärbeverfahren
enthalten kann, kann in eine andere Schale 32 hineinpassen,
die so ausgebildet sein kann, dass sie die Bestandteile für ein Haarsträhnenfärbungsverfahren
aufnimmt.
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Wie
bei dem Haarfärbematerial
kann das Haarsträhnenfärbematerial
vollständig
in einem einzigen Compartment (wie vorstehend definiert) oder in mehreren
Compartments enthalten sein. So kann zum Beispiel, wie in 1 dargestellt
ist, eine Strähnenfärbebase
in einer Tube 34 enthalten sein, wobei ein Tönungspulver
in einem Paket 36 enthalten sein kann, das zum Mischen
mit der Strähnenfärbebase vor
der Anwendung vorgesehen ist.
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In
weitem Sinne kann das Haarsträhnenfärbematerial
ein beliebiger Bestandteil oder eine beliebige Kombination von Bestandteilen
sein, um dem Haar eine Tönung
zu verleihen. So kann das Strähnenfärbematerial
zum Beispiel ein Bleichmittel oder eine Komponente eines Bleichmittels
umfassen. Das Strähnenfärbematerial
kann auch beispielsweise einen Entfärber umfassen. Obgleich die
Erfindung in ihrem weitesten Sinne nicht auf irgendeine spezielle Strähnenfärbeformulierung
oder Strähnenfärbeverbindung
beschränkt
ist, umfasst ein geeignetes Beispiel eine Bleichformulierung mit
zwei Bestandteilen, die vor der Anwendung durch den Anwender gemischt
werden. So kann beispielsweise der erste Bestandteil ein aufhellender
Cremeentwickler sein, der Wasser, Wasserstoffperoxid, Cetearylalkohol,
Trideceth-2-carboxamide MEA, Ceteareth-30-glycerin, Pentanatriumpentetat, Natriumstannat
und Tetranatriumpyrophosphat enthält. Der zweite Bestandteil
der Strähnenfärbeformulierung
kann beispielsweise ein mikrofeines Aufhellungspulver sein, das
Kaliumpersulfat, Natriumsilicat, Natriumpersulfat, Acrylates/C10-30
Alkyl Acrylate Cross Polymer, Harnstoff, Kaolin, Magnesiumstearat,
Ammoniumchlorid, Diethylhexylnatriumsulfosuccinat, VP/VA-Copolymer,
Polydecen, Natriummetasilicat, Magnesiumperoxid-EDTA, Titandioxid,
Cyamopsis-tetragonoloba-Gummi (Guargummi), Natriumcarboxymethylstärke und
Natriumbenzoat enthält.
Die in diesem Paket 36 enthaltene Menge kann beispielsweise
10 g betragen.
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Alternativ
kann das Strähnenfärbematerial ein
Haarfärbemittel
sein, wie etwa ein Farbstoff. Die Farbe des Strähnenfärbematerials wird bevorzugt
so ausgewählt,
dass sie die in dem Set enthaltene Grundfarbe ergänzt. Darüber hinaus
kann das Strähnenfärbematerial
so bemessen sein, dass die geeignete Menge an Strähnenfärbematerial
zur Verfügung steht,
die mit der entsprechenden, in dem Set abgepackten Grundfarbe harmoniert.
So kann das Strähnenfärbematerial
zum Beispiel die Untertöne
der Grundfarbe hervorheben und ergänzen, wodurch ein Wechselspiel von
Mehrtonfärbung
und Licht mit Höhen
und Tiefen erzeugt wird. Das Strähnenfärbematerial
kann ein Verdickungsmittel enthalten, um ein Abtropfen des Materials
während
der Anwendung zu verhindern und zu ermöglichen, dass das Material nach
dem Aufbringen auf die Haarsträhnen
dort verbleibt.
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Das
Set kann ferner einen Applikator, wie etwa ein Bürstchen 38, ein zusätzliches
Paar Handschuhe, die in einem Behälter 40 vom "Ei"-Typ enthalten sind,
und einen Haarconditioner oder eine Spülung, die in der Flasche 42 enthalten
sind, umfassen.
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Gemäß der Erfindung
kann das Set zusätzlich
Instruktionen zum Aufbringen mindestens eines Teils des Inhalts
des mindestens einen Farbstoffcompartments und mindestens eines
Teils des Inhalts des midestens einen Strähnenfärbematerialcompartments auf
das Haar enthalten. Die Instruktionen können in einer oder mehreren
Formen vorliegen. So können
sie zum Beispiel auf einem oder mehreren der Behälter 22, 24, 34, 36 oder 42,
auf den Schalen 30 und/oder 32 oder auf der Schachtel 29,
in der die Schalen 24 und 32 verpackt sind, aufgedruckt
sein. Alternativ oder zusätzlich
können
die Instruktionen auch auf einem separaten Medium enthalten sein, das
in der Schachtel enthalten ist. So können zum Beispiel, wie in 1 dargestellt
ist, die Instruktionen auf einem Papiermaterial 44 aufgedruckt
sein.
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Die
Instruktionen können
einen oder mehrere Texte und eine oder mehrere graphische Darstellungen
enthalten. Alternativ oder zusätzlich
können die
Instruktionen in einem in der Schachtel enthaltenen elektronischen
Medium enthalten sein, und/oder die gedruckten Instruktionen können eine
Adresse für
eine Internetseite enthaten, auf der weitere Instruktionen oder
eine Vorführung
beobachtbar sein können.
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Die
elektronischen Medien können
zum Beispiel eine CD (Compact Disc), DVD, eine Magnetdiskette, ein
Flash-Speicher oder ein beliebiger anderer Mechanismus zur Speicherung
von Information zur Anzeige sein.
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Die
Instruktionen können
Anweisungen zur Anwendung der Strähnenfärbung auf das Haar im Anschluss
an die Anwendung eines Haarfärbemittels enthalten,
um eine Strähnenfärbung des
Haars mit Mehrfachtönung
zu erzielen. So können
die Instruktionen zum Beispiel, je nach den speziellen Einzelheiten
des Sets, das Aufbringen des Strähnenfärbematerials
unter Verwendung des beigefügten
Bürstchens 38 als
Applikator beschreiben. Die Instruktionen können dem Anwender den Hinweis
geben, das Strähnenfärbematerial
auf das Haar aufzutragen, bevor das Haar vollständig trocken ist. So können die Instruktionen
beispielsweise darauf hinweisen, das Strähnenfärbematerial nach Handtuchtrocknung
anzuwenden. Es ist allgemein bekannt, dass nach der Handtuchtrocknung
das Haar feucht bleibt, und gemäß der Erfindung
kann die verbleibende Feuchtigkeit im Haar eine günstige Schutzwirkung
während des
Strähnenfärbeprozesses
ergeben. Die Instruktionen können
ferner den Anwender darauf hinweisen, den gesamten Haarbehandlungsprozess
in weniger als ungefähr
2 Stunden oder in weniger als etwa 1,5 Stunden oder in weniger als
ungefähr
1 Stunde abzuschließen.
Als Beispiel können
die Instruktionen dem Anwender den Hinweis geben, das gesamte Haarbehandlungsverfahren
in etwa 1 Stunde vollständig durchzuführen. Darüber hinaus
können
die Instruktionen hinsichtlich der Zeitdauer für die vollständige Durchführung des gesamten
Verfahrens von den vom Hersteller angestrebten Effekten und/oder
den vom Verbraucher gewünschten
Effekten auf dem Haar abhängen.
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Die
Instruktionen können
je nach den Details des Sets und der vom Hersteller vorgesehenen
Anwendung variieren. Lediglich als Beispiel ist eine Ausführungsform
von Instruktionen 44 in 1 dargestellt.
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Wie
zuvor erläutert,
kann das Set 20 eine Applikatorkappe 26 enthalten.
Die Applikatorkappe 26 kann in ähnlicher Weise wie die Kappe 23 der
Farbstofftube 22 mit einem Gewinde versehen sein. Dementsprechend
kann die Applikatorkappe 26, wenn die Kappe 23 von
der Farbstofftube 22 abgenommen wird, an ihrer Stelle an
der Tube 22 befestigt werden. Wie ebenfalls bereits erläutert, kann
der Behälter 28 ein
Paar Handschuhe enthalten. Die Handschuhe können aus Latex, anderen Kunststoffen
oder einem anderen geeigneten Material bestehen, das sich zum Schutz
der Hände
des Anwenders vor den in den Compartments 22, 24, 34, 36 und 42 enthaltenen
Materialien eignet. Es kann von Vorteil sein, Einweghandschuhe zu
verwenden, die der Anwender unmittelbar nach Gebrauch wegwerfen
kann. Die im Behälter 40 enthaltenen
Handschuhe können
gleichen Aufbau wie die in dem Behälter 28 enthaltenen
Handschuhe besitzen. Obgleich es bevorzugt sein kann, zwei Paar
Handschuhe vorzusehen, ein Paar für das Färbeverfahren und ein Paar für das Strähnenfärbeverfahren,
kann das Set auch mit einem einzigen Paar von Handschuhen oder auch
ohne Handschuhe ausgebildet sein.
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Wie
oben erläutert,
kann das Set ferner einen Applikator, wie etwa ein Bürstchen 38,
enthalten, der genauer in 2 schematisch dargestellt
ist. Als Beispiel kann das Bürstchen 38 ein
Bürstchen
vom Mascara-Typ sein. Obgleich der Applikator im weitesten Sinne
nicht auf irgendeinen besonderen Aufbau beschränkt ist, besitzt ein geeigneter
Aufbau einen länglichen
Handgriff 39 mit einem darin eingebetteten Draht oder Drähten 41,
die zum Beispiel aus rostfreiem Stahl bestehen können. Der Schaft ist vorteilhaft im
Wesentlichen gerade. Der Draht kann verdrillt sein, um die Borsten 43 am
Kopfende 46 des Applikators zu befestigen. Die Konstruktion
kann zwei separate Drähte
umfassen, die miteinander verdrillt sind, oder einen einzigen umgebogenen
Draht, der um sich selbst verdrillt ist. Alternativ dazu können andere
Materialien, an denen Borsten angebracht werden können, für den Schaft
des mit Borsten versehenen Kopfes Verwendung finden. Als Beispiel
kann der mit Borsten versehene Bereich 47 des Applikators
die Form eines sich verjüngenden
Ovals (Fußballs)
annehmen, wobei ungefähr
17 Reihen von Borsten mit einem Abstand von 0,400 vorliegen. Eine geeignete
Länge für den mit
Borsten versehenen Bereich kann 1½ Zoll (3,8 cm) vom freien
Ende des mit Borsten versehenen Bereichs bis zum proximalen Ende
des Handgriffs 39 sein. Die Borsten weisen eine Länge von
0,3 Zoll bis 3 Zoll (0,76 bis 7,6 cm) an der breitesten Stelle des
Bürstenkopfs
auf. Die Borsten können
aus Nylon bestehen. Der durch die Borstenenden definierte Kopf kann
sich von einer Abmessung von etwa 0,5 Zoll (1,3 cm) im breiten Zentralbereich
bis auf etwa 0,2 Zoll (0,51 cm) an den gegenüberliegenden Enden des mit
Borsten versehenen Kopfs 47 verjüngen. Der mit Borsten versehene
Kopfbereich kann auch andere geeignete Formen aufweisen, wie zum
Beispiel eine zylindrische Form oder eine sich vom Handgriff zum
freien Ende des mit Borsten versehenen Bereichs verjüngende Form, etc.
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Die
Borsten, die Enden aufweisen können, die
sich radial von einem Schaft erstrecken, der durch den verdrillten
Draht
41 definiert ist, können aus einem beliebigen Material
bestehen, das befähigt
ist, Strähnenfärbematerial
zu halten und aufzubringen. Darüber
hinaus ist die kombinierte Oberfläche der Bürste vorteilhaft befähigt, eine
Menge an Strähnenfärbematerial
oder Bleichmittel zu halten, die unabhängig von der Haarlänge eines
Anwenders ausreichend ist, eine Haarsträhne von einer Stelle in der
Nähe der
Haarwurzeln bis zu einer Stelle in der Nähe der Haarspitzen zu beschichten,
ohne den Applikator mehr als einmal füllen zu müssen. Die Verdrillung kann
von rechts nach links oder von links nach rechts sein, wie in dem
Patent
US 6 345 923 mit dem
Titel Make-Up Brush and Method for Manufacturing Such a Brush, Anmeldetag
5. Januar 2001, Veröffentlichungstag
12. Februar 2002, beschrieben ist.
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Der
Spülungsbehälter 42 kann
ein Haarwaschmittel, einen Haarconditioner oder eine Kombination
von beiden enthalten. Obwohl die Erfindung in ihrem weitesten Sinne
nicht auf eine bestimmte Spülungsformulierung
beschränkt
ist, kann eine geeignete beispielhafte Formulierung Wasser, Cetearylalkohol,
Glycerin, Behentrimoniumchlorid, Wachs von Euphorbia cerifera (Candelillawachs),
Amodimethicone, Cetylester, Isopropylalkohol, Duftstoff, Methylparaben,
Trideceth-12, Kernöl
von Prunus armeniaca (Aprikosenkernöl), Chlorhexidin-dihydrochlorid
und Cetrimoniumchlorid enthalten. Obgleich in den Figuren ein einziger
Spülungsbehälter dargestellt
ist, können
in dem Set ein oder mehrere zusätzliche
Spülungsmaterialien
vorgesehen sein.
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Das
Vorsehen von zwei Schalen 24 und 32 kann mehrfache
Funktionen haben. Zuerst können sie
dazu beitragen, die Bestandteile des Sets in die Bestandteile zu
trennen, die für
den Färbeprozess verwendet
werden, und die Bestandteile, die für den Strähnenfärbungsprozess verwendet werden.
Eine oder mehrere der Vertiefungen in den Schalen können eine
Doppelfunktion aufweisen. So können
sie zum Beispiel so geform sein, dass sie mit den Konturen eines
Behälters übereinstimmen,
um den Behälter
an seiner Stelle zu halten. Wenn ferner der Behälter entfernt wird, können eine
oder mehrere Vertiefungen als Reservoir dienen, in dem eine Haarbehandlungsformulierung
gemischt wird. Alternativ kann die Schale ein Reservoir enthalten,
das nicht mit der Kontur eines Behälters übereinstimmt, das aber als
Misch- oder Aufbewahrungsreservoir dient. Zur Verpackung kann eine
der Schalen in die andere eingesetzt werden, um die Verpackungsgröße und/oder
die Verschiebung von Bestandteilen während des Versands zu verringern.
Die Schalen können
auch in einer äußeren Verpackungsschachtel Vorderseite
gegen Vorderseite angeordnet sein. Es ist ferner möglich, eine
Schale oder beide Schalen mit einer (nicht dargestellten) Abdeckung
zu versehen, zum Beispiel mit einer in Vakuum erzeugen Abdeckung.
Obgleich die Schalen nicht notwendigerweise jeweils exklusiv bestückt sind,
kann in einer beispielhaften Ausführungsform eine der Schalen
im Wesentlichen sämtliche
Bestandteile des Färbeprozesses
enthalten, während
die ander Schale im wesentlichen alle Bestandteile des Strähnenfärbeprozesses
enthält.
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Zur
Vermeidung einer fehlerhaften Anwendung und zur Erleichterung der
Anwenderfreundlichkeit können
die Schalen mit einer Beschriftung versehen sein, um die richtige
Anwendung zu erleichtern, und können
daher eine Beschreibungsfunktion sowie eine Organisationsfunktion
aufweisen. So kann zum Beispiel die Haarfärbeschale Markierungen enthalten,
um anzuzeigen, dass sie zuerst verwendet werden sollte, und die
Schale mit dem Haarsträhnenfärbemittel
kann mit einer Markierung versehen sein, um anzuzeigen, dass ihr
Inhalt nach dem Färben
verwendet werden sollte. Die Markierungen können zum Beispiel einfache
Angaben, wie "Schritt
1" auf der Färbemittelschale
und "Schritt 2" auf der Schale mit dem
Strähnenfärbemittel
sein. Darüber
hinaus können
lediglich die Gegenstände,
die für
einen bestimmten Schritt erforderlich sind, in der diesem Schritt
entsprechenden Schale enthalten sein.
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Bei
einem Verfahren zur Behandlung von Keratinfasern, bei dem ein Farbstoff
unter Bedingungen, die zum Färben
der Keratinfasern ausreichend sind, auf die Keratinfasern aufgebracht
wird, können,
wie oben und lediglich beispielhaft erläutert wurde, herkömmliche
oder nicht-herkömmliche
Haarfarbstoffe verwendet werden. Zu den geeigneten Farbstoffen gehören alle
oben beschriebenen Farbstoffe. Obgleich die Details der Haarfärbung in
Abhängigkeit vom
verwendeten Haarfarbstoff, dem erwünschten Effekt und der persönlichen
Neigung variieren können,
kann ein Beispiel das Anziehen der Handschuhe zum Schutz der Hände und
das manuelle Aufbringen einer Flüssigkeit,
wie etwa einer Gelbase, auf trockenes ungewaschenes Haar umfassen.
Die Flüssigkeit kann
abgepackt in verwendungsfertiger Form vorliegen oder in Form von
Bestandteilen abgepackt sein, die vor der Verwendung gemischt werden
müssen. So
kann zum Beispiel, wie in 1 veranschaulicht ist,
eine Gelcremebasis, die in der Tube 22 enthalten ist, durch
die Applikatorkappe 26 in eine Flasche eines Farbentwicklers 24 hineingedrückt werden.
Die Applikatorkappe 26 kann dann auf die Flasche 24 übertragen
werden, die mit einem Finger über
dem Loch in der Applikatorkappe 26 geschüttelt wird,
um ein Verspritzen während
des Mischens zu verhindern. Danach kann der gemischte Inhalt der
Flasche 24 durch Ausdrücken
des Inhalts durch die Applikatorkappe 26 auf trockenem
ungewaschenem Haar verteilt werden, um das Haar damit zu sättigen.
Das Haar kann dann oben auf dem Kopf des Anwenders lose angeordnet
werden und für
25 Minuten so belassen werden. Bei beständiger grauer Farbe kann der Anwender
beispielsweise instruiert werden, weitere 10 Minuten zu warten.
Für Nachfärbeanwendungen kann
der Farbstoff lediglich auf den Haarnachwuchs an den Wurzeln aufgebracht
werden. Hierzu kann ein Anwender instruiert werden, in trockenem
ungewaschenem Haar unter Verwendung der Spitze der Applikatorkappe 26 Teile
von ¼ Zoll
(0,67 cm) zu erzeugen. Die Flasche 24 kann dann ausgequetscht
werden, um lediglich die Haarwurzeln zu sättigen, was eine Wartezeit
von 20 Minuten erfordern kann. Bei beständigem Grau können weitere
10 Minuten erforderlich sein. Danach kann das verbleibende Färbemittel
durch die Länge
und die Spitzen des Haars durchgearbeitet werden, wonach sich eine
Wartezeit von weiteren 5 Minuten anschließt. Der erfahrene Fachmann
versteht, dass die oben erwähnten
Zeitbereiche des Verbleibens des Färbemittels auf dem Haar beispielhaft
sind und andere Zeitbereich angewandt werden können, die je nach den angestrebten speziellen
Effekten, wie etwa zum Beispiel der Farbintensität, etc., variieren können.
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Die
Erfindung kann vorsehen, dass der Farbstoff nach dem Aufbringen
und dem Ablauf der Wartezeit von den Keratinfasern abgespült wird.
Dies kann durch Anwendung von warmem Wasser am Kopf, Erzeugen von
Schaum und anschließendes Spülen, bis
das Wasser klar abläuft,
erfolgen. Danach kann überschüssige Feuchtigkeit
beispielsweise durch Handtuchtrocknung aus dem Haar entfernt werden.
Bei einer beispielhaften Ausführungsform kann
das Färbemittel
mit einer konditionierenden Spülung
ausgespült
werden.
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Die
Verfahrensweise kann ferner das Aufbringen eines Strähnenfärbematerials
auf die Keratinfasern umfassen, wobei die Keratinfasern noch vom
Spülen
feucht sind, um dadurch eine Strähnenfärbung der
Keratinfasern zu erzeugen. Gemäß der Erfindung
kann das Strähnenfärbematerial
eine Formulierung umfassen, die eine bleichende und/oder entfärbende Wirkung
besitzt. Alternativ oder zusätzlich
kann die Formulierung einen Färbeeffekt
aufweisen. Wenn zum Beispiel während
der Färbestufe
das Haar zu einem ersten, roten Farbton gefärbt wird, kann die Strähnenfärbung ein
abwechselnder Rotfarbton oder eine vollkommen unterschiedliche Farbe sein.
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Obgleich
bei einigen Ausführungsformen
der Erfindung das Aufbringen des Strähnenfärbemittels auf feuchtes Haar
nicht erforderlich ist, kann bei einer Ausführungsform die Anwendung des
Strähnenfärbemittels
auf feuchtes Haar günstig
sein, insbesondere, wenn das Strähnenfärbemittel
ein Bleichmittel ist. Die Feuchtigkeit im Haar kann die Absorption
des Bleichmittels verringern, wodurch ein angestrebter Effekt erzielt
und die Haarschädigung
minimiert wird. Der Ausdruck "feucht", wie er hier verwendet
ist, soll einen Feuchtigkeitsbereich von nass bis teilweise trocken,
etwa durch Handtuchtrocknung, einschließen. Es ist allgemein bekannt,
dass Handtuchtrocknung, obgleich sie überschüssige Feuchtigkeit entfernt, nicht
zur Entfernung der gesamten Feuchtigkeit ausreichend ist. Daher
kann sich der Ausdruck "feucht" auf Haar beziehen,
das durch Handtuchtrocknung getrocknet wurde.
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Zur
Anwendung des Strähnenfärbematerials kann
der Anwender zuerst ein frisches Paar Handschuhe wie etwa die Handschuhe,
die im Behälter 40 auf
der Schale 32 enthalten sind, anziehen. Der Inhalt der
Flasche 34 kann dann in die Mischwanne 37 der
Schale 32 entleert werden. Ein Aufhellungspulver aus dem
Paket 36 kann dann zu der Mischung hinzugefügt werden.
Danach kann das Spitzenende 45 des Handgriffs 39 des
Bürstchens 38 dazu
verwendet werden, das Gemisch zu mischen, bis es eine Zuckerglasurtextur
annimmt. Dies kann bis zu etwa 2 Minuten erfordern; danach kann
das Spitzenende 45 des Handgriffs 39 gereinigt
werden.
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Mit
dem in der Mischwanne (37) gemischten Strähnenfärbematerial
kann der Anwender wiederum das Spitzenende 45 des Handgriffs 39 verwenden, um
Haarsträhnen
zur Strähnenfärbung hochzuheben und
zu trennen, wobei eine Haarsträhne
typischerweise aus mehreren Haaren besteht. Durch Auswahl dünnerer Haarsträhnen, das
heißt
von relativ wenig Haaren, können
feine Strähnenfärbungen
erzielt werden. Durch Wahl größerer Haarsträhnen, das
heißt mit
relativ mehr Haaren, kann ein dramatischeres Aussehen erzielt werden.
Der Anwender kann instruiert werden, das Bürstenende 47 des Applikators 38 nach
der Auswahl der Haarsträhnen
in die Mischwanne 37 einzutauchen. Das Bürstenende
(d.h., der mit Borsten versehene Bereich) kann ausreichend groß ausgelegt
werden, um eine Menge an Strähnenfärbemittel
aufzunehmen, mit der eine ganze Haarsträhne von den Haarwurzeln bis
zu den Haarspitzen bedeckt werden kann. Obgleich eine solche große Bürste bevorzugt
ist, ist die Erfindung in ihrem weitesten Sinne nicht auf eine Bürste mit
irgendeiner besonderen Größe beschränkt. Beispielhafte
Aspekte eines Applikators werden später genauer erläutert.
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Der
Anwender kann instruiert werden, zum Aufbringen des Strähnenfärbemittels
auf die ausgewählte
Haarsträhne
den mit Borsten versehenen Kopf 47 des Applikators 38 ¼ Zoll
(0,67 cm) von der Kopfhaut entfernt bis zu den Haarspitzen zu rollen und
so die Haarsträhne über ihre
Länge zu
sättigen, ohne
dass überschüssiges Produkt
an den Haarwurzeln verbleibt. Danach kann die mit Strähnenfärbemittel
bestrichene Haarsträhne
wieder auf den Kopf des Anwenders zurückgelegt werden und das Verfahren
mit einer weiteren Haarsträhne
wiederholt werden, wobei sichergestellt wird, dass jede Haarsträhne gleichmäßig und
dick beschichtet wird. Der Anwender kann instruiert werden, zur
Erzielung bester Ergebnisse von einer Seite zur anderen zu wechseln,
wenn die Anwenderin um den Kopf herum arbeitet. Nach Abschluss des
Strähnenfärbeprozesses kann
die Anwenderin das Strähnenfärbemittel
für etwa
15 Minuten im Haar belassen. Selbstverständlich kann die Zeit je nach
den angestrebten Ergebnissen und der Zusammensetzung des Strähnenfärbematerials
variieren.
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Die
Anwenderin kann instruiert werden, nach der Strähnenfärbung, und während sie
noch die Handschuhe anhat, das Haar gründlich mit warmem Wasser zu
spülen
und mindestens einen Teil des im Behälter 42 enthaltenen
Conditioners anzuwenden. Die Anwenderin kann ferner instruiert werden,
den Conditioner für
eine Zeitdauer von etwa 2 Minuten vor dem Spülen im Haar zu belassen. Die
Anwenderin kann ferner instruiert werden, einen Teil des Conditioners
für eine
spätere
Verwendung, etwa 2 bis 3 Wochen nach dem Färben, zurückzubehalten.
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Wie
oben erläutert,
kann das Strähnenfärbematerial
beispielsweise eine Bleiche, eine Komponente einer Bleiche, ein
Bleichmittel oder eine Komponente eines Bleichmittels sein. Beim
Aufbringen des Bleichmaterials auf feuchtes Haar kann die Feuchtigkeit
zumindest teilweise eine Bleichwirkung zurückdrängen, wodurch eine Schädigung des
Haars als Ergebnis aufeinanderfolgender Schritte des Färbens und
des Bleichens minimiert wird.
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Nach
dem Färben
und Strähnenfärben können die
meisten oder auch sämtliche
Bestandteile des Sets weggeworfen werden. So können insbesondere das Bürstchen 38 und
die Handschuhe, die in den Behältern 28 und 40 enthalten
sind, weggeworfen werden. In ähnlicher
Weise können
die Schalen 30 und 32 zusammen mit den jeweiligen
verschiedenen Behältern
weggeworfen werden. Wenn Conditioner im Behälter 42 verblieben
ist, kann der Behälter 42,
wie oben erläutert,
für eine
spätere
Anwendung aufgehoben werden.
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Nach
einem Beispiel umfasst die Behandlung von Keratinfasern das Aufbringen
des Färbematerials
auf die Keratinfasern unter Bedingungen, die zum Färben der
Keratinfasern ausreichend sind. Dies kann, wie oben erläutert wurde,
durch Aufbringen eines Haarfärbematerials
auf das Haar erfolgen. Danach kann das Färbematerial von den Keratinfasern
abgespült
werden. Dies kann mit Wasser, einem abgepackten Spülungsmaterial
oder einer Kombination von Wasser oder einem abgepackten Spülungsmaterial
geschehen. Das Spülungsmaterial
kann ein Shampoo und/oder einen Conditioner enthalten.
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Nach
dem Spülen
und solange die Keratinfasern noch vom Spülen feucht bleiben, kann ein
Strähnenfärbematerial
auf mindestens einige der Keratinfasern aufgebracht werden, um dadurch
die Strähnenfärbung zu
erzielen. Gemäß einem
Aspekt der Erfindung, wie auch oben erläutert wurde, kann das Strähnenfärbematerial
mit einem mit Borsten versehenen Bürstchen vom Mascara-Typ aufgebracht
werden. Das Strähnenfärbematerial
kann allerdings im weiteren Sinne unter Anwendung eines beliebigen Auftragsverfahrens
angewandt werden. In anderen Worten ist bei einigen Aspekten der
Erfindung die Verwendung irgendeines bestimmten Applikators nicht
erforderlich.
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Wie
oben erläutert,
kann die Handtuchtrocknung des Haars und die sich daran anschließende Bleichung
vor dem vollständigen
Trocknen des Haars eine Bleichwirkung ausreichend zurückdrängen, um eine übermäßige Haarschädigung zu
vermeiden. Alternativ können
auch andere Feuchtigkeitsniveaus ebenso wirksam sein. So kann zum
Beispiel das Haar mit der Hand ausgewrungen werden oder mit der
Handkante ausgequetscht werden, um überschüssige Feuchtigkeit zu entfernen.
Alternativ wirkt sich auch eine Zeit, während der das Haar durch Abtropfen
oder an der Luft trocknet, ebenso aus, solange Feuchtigkeit vom
Färbe-/Spülschritt
zum Zeitpunkt des Bleichens noch im Haar verbleibt.
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Eine
Haarbehandlung zur Strähnenfärbung mit
Mehrfachtönung,
die zum Beispiel zumindest die Schritte des Aufbringens eines Färbemittels
auf das Haar und der anschließenden
Anwendung eines Bleichmittels auf das Haar umfasst, kann vom Beginn bis
zum Ende in weniger als etwa 2 Stunden abgeschlossen werden. So
kann das Verfahren zum Beispiel in weniger als etwa 1,5 Stunden
und/oder 1 Stunde abgeschlossen werden. Gemäß einem beispielhaften Aspekt
kann das Verfahren auch in etwa 1 Stunde abgeschlossen werden. Die
Gesamtzeitdauer zum Abschluss des Haarfärbeverfahrens mit Mehrfachtönung und
auch die relativen Zeiten zum Abschluss der Schritte des Färbens des
Haars und der Strähnenfärbung des
Haars können
je nach den auf dem Haar erwünschten
Effekten, wie zum Beispiel der Intensität der Gesamtfärbung und/oder
der Intensität
der Kontrastierung, zum Beispiel der strähnengefärbten Bereiche des Haars, variieren.
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Wenn
ein Applikator zum Auftragen des Strähnenfärbematerials verwendet wird,
kann es bevorzugt sein, einen Applikator zu verwenden, der eine
ausreichende Menge an Strähnenfärbematerial aufnimmt,
um eine Haarsträhne
gleichmäßig zu beschichten,
ohne dass der Applikator wieder mit dem Strähnenfärbematerial gefüllt werden
muss. Dies gewährleistet
eine gleichmäßigere Anwendung,
was zu einer gefälligeren ästhetischen
Qualität
führen
kann. So kann das Bürstchen 38 zum
Beispiel so ausgebildet sein, dass es in dem mit Borsten versehenen
Bereich 47 genug Strähnenfärbematerial
halten kann, um eine Haarsträhne
von einer Stelle in der Nähe
der Haarwurzeln bis im Wesentlichen zum distalen Ende der Haarsträhne unabhängig von
der Länge
des Haars der Anwenderin zu bedecken. Daher ist es, da das Produkt
zum Verkauf über
die Ladentheke an die Verbraucher vorgesehen ist, bevorzugt, den
Applikator mit einer Aufnahmekapazität auszulegen, die ausreichend
ist, um sowohl lange als auch kurze Haarsträhnen zu bedecken. Derartige
Aufnahmekapazitäten
können
auf mehrere Arten ausgedrückt
werden.
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Die
Oberfläche
der Borsten 43 kann beispielsweise mit der Oberfläche des
Bürstchens 38 konsistent
sein, das in Verbindung mit 2 beschrieben
wurde, wobei die Oberfläche
aus den vorliegenden Dimensionen berechnet werden kann. Akzeptable
Bereiche können
plus oder minus 50 %, 40 %, 30 %, 20 %, 10 % und 5 % sein. Zusätzlich kann die
Aufnahmekapazität
des Applikators für
Strähnenfärbemittel
mit der Aufnahmekapazität
des Bürstchens 38 konsistent
sein, das in Verbindung mit 2 beschrieben
wurde, und die aus den vorliegenden Dimensionen berechnet werden
kann. Akzeptable Bereiche können
plus oder minus 50 %, 40 %, 30 %, 20 %, 10 % und 5 % sein.
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Als
weiteres Beispiel zur Festlegung der Aufnahmekapazität einer
beispielhaften Ausführungsform
des Applikators kann der mit Borsten versehene Bereich eine Aufnahmekapazität aufweisen,
die größer als
etwa 1,2 g Strähnenfärbematerial
ist, das im Haarsträhnenfärbeprozess
verwendet wird, wie zum Beispiel das Strähnenfärbematerial, das aus einem Gemisch
eines aufhellenden Crementwicklers besteht, der Wasser, Wasserstoffperoxid,
Cetearylalkohol, Trideceth-2-carboxamide MEA, Ceteareth-30, Glycerin,
Pentanatriumpentetat, Natriumstannat und Tetranatriumpyrophosphat
enthält,
und eines mikrofeinen aufhellenden Pulvers, das Kaliumpersulfat, Natriumsilicat,
Natriumpersulfat, Acrylates/C10-30 Alkyl Acrylate Cross Polymer,
Harnstoff, Kaolin, Magnesiumstearat, Ammoniumchlorid, Diethylhexylnatriumsulfosuccinat,
VP/VA-Copolymer, Polydecen, Natriummetasilicat, Magnesiumperoxid-EDTA,
Titandioxid, Cyamopsis-tetragonoloba-Gummi (Guargummi), Natriumcarboxymethylstärke und
Natriumbenzoat enthält.
Die Bestandteile eines solchen Gemischs sind gegenwärtig von
L'Oreal unter der
Handelsbezeichnung Couleur Experte TM im Handel. Bei einer beispielhaften
Ausführungsform
kann der mit Borsten versehene Bereich eine Kapazität aufweisen,
um etwa 1,2 g bis etwa 3 g des oben erwähnten Strähnenfärbematerialgemisches aufzunehmen.
Bei einer anderen beispielhaften Ausführungsform kann der mit Borsten
versehene Bereich eine Aufnahmekapazität aufweisen, um etwa 2 g des
oben erwähnten Strähnenfärbematerialgemisches
aufzunehmen.
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Gemäß einem
weiteren beispielhaften Aspekt kann das Bürstchen 38 einen mit
Borsten versehenen Kopfbereich aufweisen, der so ausgebildet ist, dass
er in eine Einhüllende
hineinpasst, zum Beispiel in einen gedachten Zylinder, der durch
die Gesamtlänge
des mit Borsten versehenen Bereichs und einen Radius definiert ist,
der vom Schaft bis zu dem am weitestens vom Schaft entfernten Borstenende gemessen
ist, definiert ist. Eine derartige Einhüllende (zum Beispiel die kleinste
zylindrische Einhüllende, die
den mit Borsten versehenen Kopfbereich einschließt) kann ein Volumen definieren,
das größer ist als
etwa 1500 mm3. Bei einer beispielhaften
Ausführungsform
kann das Volumen einer solchen Einhüllenden im Bereich von etwa
3000 mm3 bis etwa 6000 mm3 liegen;
das Volumen kann zum Beispiel im Bereich von etwa 4300 mm3 bis etwa 5500 mm3 liegen.
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Die
Länge der
Borsten des Applikators kann, wenn der Applikator vom Mascara-Typ
ist, größer sein
als bei herkömmlichen
Mascara-Borsten. Sie kann zum Beispiel im Bereich von etwa 2 bis
3 Zoll (5,1 bis 7,6 cm) oder darüber liegen, bis hinunter zur Länge von
herkömmlichen
Mascara-Borsten. Eine akzeptable Länge beträgt etwa 1/2 Zoll (1,3 cm) am weitestens
Punkt des mit Borsten versehenen Kopfs 47, wenn der mit
Borsten versehen Kopf 47 eine Länge von ungefähr 1½ Zoll
(3,8 cm) besitzt. Weitere akzeptable Bereiche können ungefähr in zwei der folgenden Abmessungen
fallen, die in Zoll gemessen sind, wobei jede Kombination der folgenden
Liste im Bereich der Erfindung liegen soll: 5/16, 3/8, 7/16, 9/16,
5/8, 11/16, 3/4, 13/16, 7/8, 1, 1 1/16, 1 1/8, 1 3/16,, 1 1/4, 1
15/16, 1 3/8, 1 7/16, 1 9/16, 1 5/8, 1 1/16, 1 3/4, 1 13/16, 1 7/8,
2 1/16, 2 1/8, 2 3/16, 2 1/4, 2 15/16, 2 3/8, 2 7/16, 2 9/16, 2
5/8, 2 1/16, 2 3/4, 2 13/16, 2 7/8 und 3.
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Die
Erfindung ist selbstverständlich
in ihrem weitesten Sinne nicht auf irgendeine spezielle Borstenabmessung
beschränkt,
wobei sogar auch kein Applikator erforderlich ist, geschweige denn
ein Applikator mit Borsten. Selbst wenn bei der Erfindung ein mit
Borsten versehener Applikator verwendet wird, sollen die Borstenlängen, die
anders sind als die oben aufgelisteten Längen, ebenfalls in den weiten
Rahmen der Erfindung fallen.
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Nach
einem weiteren Aspekt der Erfindung kann die Erfindung einfach das
Aufbringen einer Bleiche oder eines Bleichmittels auf das Haar mit
einem Applikator umfassen, der einen Bereich aufweist, der einen
Schaft und sich radial erstreckende Borsten besitzt. Wie zuvor erwähnt, kann
ein nicht herkömmlicher,
größer dimensionierter
und mit Borsten versehener Applikatorkopf verwendet werden, um das Bleichverfahren
zu erleichtern. Es kann auch ein nicht in herkömmlicher Weise dimensionierter
Applikator zum Aufbringen des Färbemittels
oder des Strähnenfärbemittels
auf das Haar verwendet werden. Wie oben erwähnt, erlaubt ein solcher Aufbau eine
Behandlung des Haars etwa von der Wurzel bis zur Haarspitze, ohne
dass die Bürste
wieder "beladen" werden muss. Als
Ergebnis wird ein gleichmäßigerer
Auftrag möglich.
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Die
Erfindung kann ferner auch die Kombination des Färbematerials und des Strähnenfärbematerials
umfassen. Der Begriff "Kombination", wie er hier verwendet
ist, umfasst jede Maßnahme,
um einem Anwender aufzuzeigen, dass das Färbematerial und das Strähnenfärbematerial
einander ergänzen
und aufeinanderfolgend angewandt werden können. Hierzu kann auch die
gemeinsame Verpackung des Strähnenfärbematerials
und des Färbematerials
in den gleichen Verpackungsmaterialien gehören. Alternativ können das
Färbematerial
und das Strähnenfärbematerial
separat verkauft, aber in einer Weise vermarktet werden, die darauf
hinweist, dass das eine Material zusammen mit dem anderen zu verwenden
ist. Die Kombination kann auch die werbemäßige Ankündigung der komplementären Natur
des Färbematerials
und des Strähnenfärbematerials
oder das Zurverfügungstellen
von Anreizen zum Kauf beider Produkte, zum Beispiel in Form von
Rabatten oder Produktpromotionen, umfassen. Die Kombination kann
ferner auch umfassen, auf der Verpackung des Färbematerials und/oder des Strähnenfärbematerials
die Anregung anzubringen, das andere Strähnenfärbematerial zu kaufen.
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Die
Instruktionen für
einen Anwender können
beinhalten, das Färbematerial
auf Keratinfasern aufzubringen, das Färbematerial von den Keratinfasern
abzuspülen
und das Strähnenfärbematerial
auf die Keratinfasern aufzubringen, solange die Keratinfasern vom
Spülen
noch feucht sind, sodass die Feuchtigkeit die Bleichwirkung zurückdrängt. Die
Instruktionen können
in einer von zahlreichen Formen vorliegen, wie oben erläutert. Hinzu
kommt, dass die Instruktionen nicht ausdrücklich angeben müssen, dass
die Feuchtigkeit die Bleichwirkung zurückdrängt, sondern dem Anwender einfach
den Hinweis geben, einer Prozedur zu folgen, die dieses Resultat ergibt.
So können
die Instruktionen zum Beispiel den Benutzer einfach darauf hinweisen,
das Strähnenfärbematerial
nach Handtuchtrocknung anzuwenden.
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Die
Instruktionen zum Ausspülen
des Strähnenfärbematerials
von den Keratinfasern können
einen vorgeschriebenen Zeitrahmen umfassen, um eine Schädigung der
Keratinfasern durch die aufeinanderfolgenden Schritte des Färbens und
des Strähnenfärbens zu
minimieren. Bei diesen Instruktionen ist es ebenfalls nicht erforderlich,
das Ergebnis der Minimierung einer Schädigung anzugeben, sondern es
kann der Hinweis genügen,
dass dies zu diesem Ergebnis führt.
So können
die Instruktionen zum Beispiel angeben, dass das Strähnenfärbematerial
innerhalb eines Zeitraums von beispielsweise 10 bis 25 Minuten nach
Abschluss der Anwendung ausgespült werden
sollte. Natürlich
hängt der
Zeitrahmen von den Einzelheiten der Formulierung und den vom Hersteller
angestrebten Ergebnissen und/oder den vom Anwender erwünschten
Ergebnissen ab. Für
etwas stärkere
Bleichungen kann es günstig
sein, den Anwender zu instruieren, das Bleichmittel nicht später als
20 Minuten nach dem Aufbringen des Bleichmittels von den Fasern
abzuspülen.
Für andere
Fälle können 15
Minuten der angegebene Zeitrahmen sein.
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Die
Durchführung
einer Haarbehandlung mit Mehrfachtönung, die zumindest die Schritte
des Aufbringens des Färbematerials
und des Bleichmittels umfasst, kann in weniger als etwa 2 Stunden
erfolgen. Das Färben
und Bleichen des Haars kann beispielsweise vom Beginn bis zum Ende
weniger als etwa 1,5 Stunden erfordern. Allerdings kann das gesamte
Verfahren je nach dem gewünschten
Effekt auch etwa 1 Stunde oder weniger erfordern.
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Die
Hinweise zur Verwendung des Sets zur Behandlung von Haar können als
elektronisch gespeicherte Anwendungsinstruktionen vorliegen. Die elektronischen
Instruktionen können
Graphiken oder Filme umfassen, die helfen, den Anwender durch das Haarbehandlungsverfahren
zu führen.
Die elektronischen Instruktionen können auch einen Zeitgeber enthalten,
der so ausgebildet ist, dass er dem Verbraucher den Hinweis gibt,
zumindest einen Schritt des Behandlungsverfahrens zu beenden, wenn
eine vorgegebene Zeitgrenze erreicht ist.
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Andere
Ausführungsformen
der Erfindung sind für
den Fachmann anhand der Beschreibung und der darin offenbarten Anwendung
der Erfindung ersichtlich. Die Beschreibung und die Beispiele sind als
lediglich beispielhaft zu betrachten, wobei der genaue Umfang und
das Konzept der Erfindung in den nachstehenden Ansprüchen angegeben
sind.