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DE20321075U1 - Behälter, daraus hergestellte Verpackung und Formwerkzeug zur Herstellung des Behälters - Google Patents

Behälter, daraus hergestellte Verpackung und Formwerkzeug zur Herstellung des Behälters Download PDF

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DE20321075U1 DE20321075U DE20321075U DE20321075U1 DE 20321075 U1 DE20321075 U1 DE 20321075U1 DE 20321075 U DE20321075 U DE 20321075U DE 20321075 U DE20321075 U DE 20321075U DE 20321075 U1 DE20321075 U1 DE 20321075U1
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Abstract

Ein Behälter (1) aus Kunststoff und mit:
– einem Boden;
– einer ringförmigen Seitenwand (10) mit einem ringförmigen Eingriffsbereich (15), der dem Boden gegenüber angeordnet und zum Zusammenwirken mit einem Deckel gestaltet ist;
– einer Schürze (20), die an der Seitenwand (10) entlang dem Eingriffsbereich (15) angeordnet ist;
– einer Klappe (30), die gestaltet ist, um manuell um eine Drehverbindung (8), die von dem Deckel abgedeckt ist und die in der Nähe des Eingriffsbereichs (15) angeordnet ist, von einer ersten Position, in der sich die Klappe (30) parallel zu oder in etwa parallel zu der Seitenwand (10) erstreckt, aufwärts in eine zweite Position gedreht zu werden, in der die Klappe (30) den Deckel aus dem Eingriff mit mindestens einem Teil des Eingriffsbereichs (15) heben kann,
dadurch gekennzeichnet, dass die Klappe (30) eine andere Farbe hat als die Schürze (20), wobei die Klappe (30) aus einem...

Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Behälter aus Kunststoff mit einem Boden; einer ringförmigen Seitenwand mit einem ringförmigen Eingriffsbereich, der dem Boden gegenüber angeordnet und zum Zusammenwirken mit einem Deckel gestaltet ist; einer Schürze, die an der Seitenwand entlang dem Eingriffsbereich angeordnet ist; einer Klappe, die gestaltet ist, um manuell um eine Drehverbindung, die von dem Deckel abgedeckt ist und die in der Nähe des Eingriffsbereichs angeordnet ist, von einer ersten Position, in der sich die Klappe parallel zu oder in etwa parallel zu der Seitenwand erstreckt und aufwärts in eine zweite Position gedreht zu werden, in der die Klappe den Deckel aus dem Eingriff mit mindestens einem Teil des Eingriffsbereichs heben kann.
  • Die EP 1,122,184 , EP 1,052,183 und die EP 565,967 zeigen derartige Behälter. In der EP 1,122,184 sowie in der EP 565,967 ist die Klappe einstückig mit der ringförmigen Schürze geformt. Die Verbindung zwischen den vertikalen Seiten der Klappe und der Schürze ist zart und ist ziemlich leicht zu brechen, wodurch nachgeprüft werden kann, ob die Klappe aufwärts gedreht wurde und ob folglich der Deckel schon einmal von dem Behälter abgenommen wurde. Bei der in der EP 1,052,183 gelehrten Lösung muss ein Streifen, der sich vor der Klappe erstreckt, zerstört werden, bevor die Klappe aufwärts gedreht werden kann. Es ist folglich ein gemeinsames Merkmal, dass, vor dem Kauf eines Gebindes, das aus dem Behälter mit Inhalt und darauf aufgesetztem Deckel besteht, der Verbraucher überprüfen kann, dass niemand zuvor den Deckel abgenommen hat und Zugang zum Inhalt des Gebindes hatte.
  • Behälter der besagten Art werden üblicherweise mittels eines Spritzgießwerkzeugs gefertigt, in welches – aus einer Quelle eines Kunststoffmaterials – Kunststoff eingespritzt wird und somit der Behälter entsprechend dem gewählten Kunststoffmaterial ein gleichförmiges Erscheinungsbild hat.
  • Es besteht ein Problem bei den Behältern gemäß dem Stand der Technik, dass der Verbraucher dazu neigt, die Klappe zu übersehen und somit den Deckel auf unerwünschte Weise mittels eines scharfen Werkzeugs zu entfernen versucht, das er oder sie unter die Kante des Deckels einzuführen versucht. Ein solches Verhalten wird in jedem Fall mit sich bringen, dass der Verbraucher den Gebrauch der Behälter als unbequem empfindet und folglich möglicherweise den Kauf des besagten Produkts zu einem späteren Zeitpunkt vermeidet.
  • Die Erfindung versucht, dieses Problem zu lösen, indem ein verbesserter Behälter der zuvor beschriebenen Art bereitgestellt wird, der einen deutlicheren Hinweis hat, wie der Behälter zu öffnen ist, wie im kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 aufgezeigt ist. Bei dem Behälter kann die gewünschte Klarheit auf eine Weise erhalten werden, die im Hinblick auf die Fertigung bequem ist. Zudem schafft die Erfindung ein Spritzwerkzeug zur Herstellung des verbesserten Behälters.
  • Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den weiteren abhängigen Ansprüchen aufgezeigt. So eignet sich die Erfindung sowohl zur Verwendung, wenn die Klappe entlang den Seiten einstückig mit der Schürze geformt ist, wie in EP 1,122,184 und EP 565,967 beschrieben ist, als auch wenn die einzige Verbindung der Klappe mit dem verbleibenden Teil des Behälters durch die Drehverbindung verwirklicht ist.
  • Die Erfindung bezieht sich zudem auf ein Gebinde mit einem Behälter der genannten Art und einem Deckel.
  • Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf eine beispielhafte Ausführungsform genauer erläutert.
  • 1 zeigt einen geformten Kunststoffbehälter schräg von oben gesehen;
  • 2 ist eine schematische Schnittansicht eines Spritzgießwerkzeugs zur Herstellung eines Behälters gemäß der Erfindung.
  • In 1 bezeichnet Bezugszeichen 1 allgemein einen Abschnitt eines geformten Kunststoffbehälters in einer Schrägansicht von oben. Der Behälter 1 hat eine ringförmige Seitenwand 10, die sich von einem nicht gezeigten Boden des Behälters nach oben zu der Öffnung 2 des Behälters erstreckt. Vorzugsweise folgt die Seitenwand 10 der Kontur eines Kegelstumpfs und ein Eingriffsbereich 15 für einen nicht dargestellten Deckel ist in der Nähe der Öffnung 2 an der freien Kante der Seitenwand 10 angeordnet. Der Eingriffsbereich 15 ist auf herkömmliche Weise gestaltet, um mit einem entsprechend gestalteten Eingriffsbereich eines nicht dargestellten Deckels in Schnappeingriff gelangen zu können, wobei der Eingriffsbereich gestaltet und angeordnet werden kann, wie in EP 1,122,184 , EP 1,052,183 oder EP 565,967 gezeigt ist.
  • Rund um die Seitenwand 10 ist auf ihrer Außenseite im Bereich nahe der Öffnung 2 eine Schürze 20 zur Versteifung des Behälters 1 angeordnet. Die Schürze 20 hat ringförmige Wandbereiche 21, 22, 23 und 24, die in Verlängerung zueinander ausgebildet sind, wobei sich die Wandbereiche 21, 23 in einer Richtung von der Seitenwand 10 weg erstrecken. Ein Wandabschnitt 24, der von der Seitenwand 10 am weitesten entfernt ist, erstreckt sich somit rund um die Seitenwand 10 im Abstand davon. Zum Tragen des Behälters 1 kann der Wandbereich 24 auf herkömmliche Weise nicht dargestellte Montageöffnungen für einen Handgriff haben.
  • Eine drehbare Klappe 30, deren Zweck später genauer erläutert wird, ist ebenfalls in der Nähe der Öffnung 2 angeordnet. Vorzugsweise ist die Klappe 30 um 90° relativ zu den Montageöffnungen für den Handgriff versetzt. Eine Drehverbindung 8, die als ein Filmscharnier gestaltet sein kann, das sich entlang der Klappe 30 erstreckt, verbindet die Klappe 30 mit dem restlichen Behälter 1 und gestattet eine relativ unbeschränkte Drehung der Klappe 30 in einer Richtung aufwärts weg von der Seitenwand 10.
  • Insbesondere kann die Klappe 30 in einer Aussparung in der Schürze aufgenommen sein, die durch einen ausgesparten Abschnitt des Wandbereichs 24 gebildet ist, oder die Klappe 30 kann in einer Unterbrechung der Schürze 20 aufgenommen sein, wobei die Vorderseite 35 der Klappe 30 mit der Oberfläche des Wandbereichs 24 ausgerichtet ist. Der Wandbereich 24 und die Front 35 der Klappe 30 ergänzen sich somit, um eine glatte ringförmige Oberfläche ohne vorspringende Bereiche, die das Stapeln einer Anzahl der Behälter 1 schwierig machen, zu bilden.
  • Die Klappe 30 kann in der gezeigten Position auf verschiedenen Wegen befestigt werden, die z.B. in EP 1,122,184 , EP 1,052,183 oder EP 565,967 beschrieben ist.
  • In dem gezeigten Zustand der Klappe 30 kann der Behälter einem Unternehmen oder einem Betrieb zugeführt werden, das oder der den Behälter 1 mit einem Füllgut befüllt und danach den Deckel mit dem Eingriffsbereich 15 in Eingriff bringt. Dadurch wird sich der Deckel nach unten über die Wandabschnitte 21, 22 der Schürze 20 und nach unten über einen Teil des oberen Bereichs der Klappe 30 unmittelbar oberhalb der Drehverbindung 8 erstrecken. Indem die Klappe 30 von Hand aufwärts um die Drehverbindung 8 gedreht wird, ist es danach möglich, den Deckel aus mindestens einem Teil des Eingriffsbereichs 15 unmittelbar oberhalb der Klappe 30 zu lösen, wobei der obere Bereich der Klappe 30 den angrenzenden Bereich des Deckels nach außen und oben drückt. Dadurch ist der Deckel leichter von Hand zu entfernen.
  • Nach dem Aufsetzen des Deckels ist der Behälter 1 bereit für die weitere Verteilung zu einer Verkaufsstelle. Dabei bildet die Verriegelung, die die Klappe 30 in der gezeigten Position sichert, eine Garantie, dass der Deckel zuvor nicht entfernt wurde. Frühere Versuche, den Deckel durch Betätigung der Klappe 30 zu entfernen, können somit dadurch festgestellt werden, dass die Verriegelung der Klappe 30 zerstört ist.
  • 2 zeigt eine Schnittansicht eines Spritzgießwerkzeugs 50 gemäß der Erfindung, das geeignet ist, einen Behälter 1, wie er in 1 gezeigt ist, herzustellen. Wie gezeigt ist, umfasst das Spritzgießwerkzeug 50 einen ersten Formteil 55, der entlang einer Achse bewegt werden kann, die mit der Vertikalachse des Behälters 1 übereinstimmt. Das Spritzgießwerkzeug 50 hat ferner einen zweiten Formteil 95 und die zwei Formteile 55, 95 begrenzen in einer geschlossenen Stellung des Werkzeugs ein Formnest 52 zum Formen der Seitenwand 10, des Bodens, der Schürze 20 und der Klappe 30 des Behälters 1. Wie gezeigt ist, hat das Werkzeug gemäß der Erfindung zwei Zuführleitungen für Kunststoffmaterial, wobei die eine Leitung 60 in den Bereich mündet, wo der Boden des Behälters 1 geformt wird, während die zweite Leitung 65 in den Bereich 53 mündet, wo die Klappe 30 gebildet wird. Jede Leitung 60, 65 ist mit einer entsprechenden Quelle eines Kunststoffmaterials verbunden, wobei die Kunststoffmaterialien verschiedene Farben haben und dadurch ein fertiges Produkt liefern, das eine Klappe 30 mit einer Farbe hat, während der restliche Teil des Behälters 1 eine andere Farbe hat. Der Bereich 53 des Formnests 52, in dem die Klappe 30 geformt wird, steht mit dem Rest des Formnests in Verbindung, wobei das Spritzen der Kunststoffmaterialien so gesteuert werden muss, dass die Fronten des durch die beiden Leitungen 60, 65 eingespritzten Kunststoffmaterials in einem Bereich in der Nähe der Klappe 30 aufeinandertreffen, um der Klappe 30 ein sofort erkennbares Erscheinungsbild an dem fertigen Behälter 1 mitzugeben.

Claims (7)

  1. Ein Behälter (1) aus Kunststoff und mit: – einem Boden; – einer ringförmigen Seitenwand (10) mit einem ringförmigen Eingriffsbereich (15), der dem Boden gegenüber angeordnet und zum Zusammenwirken mit einem Deckel gestaltet ist; – einer Schürze (20), die an der Seitenwand (10) entlang dem Eingriffsbereich (15) angeordnet ist; – einer Klappe (30), die gestaltet ist, um manuell um eine Drehverbindung (8), die von dem Deckel abgedeckt ist und die in der Nähe des Eingriffsbereichs (15) angeordnet ist, von einer ersten Position, in der sich die Klappe (30) parallel zu oder in etwa parallel zu der Seitenwand (10) erstreckt, aufwärts in eine zweite Position gedreht zu werden, in der die Klappe (30) den Deckel aus dem Eingriff mit mindestens einem Teil des Eingriffsbereichs (15) heben kann, dadurch gekennzeichnet, dass die Klappe (30) eine andere Farbe hat als die Schürze (20), wobei die Klappe (30) aus einem Kunststoffmaterial gefertigt ist, das eine andere Farbe hat als das der Schürze (20).
  2. Ein Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Verschluss, der zerstört wird, wenn die Klappe (30) von der ersten Position zu der zweiten Position bewegt wird, und der die Klappe (30) in der ersten Position sichert.
  3. Ein Behälter nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss ein Schnappverschluss ist, der so gestaltet ist, dass er betätigt wird, wenn die Klappe (30) in die erste Position bewegt wird.
  4. Ein Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss als eine einstückig geformte Verbindung zwischen der Klappe (30) und der Schürze (20) gestaltet ist.
  5. Ein Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss als eine einstückig geformte Verbindung zwischen der Klappe (30) und der Seitenwand (10) gestaltet ist.
  6. Eine Verpackung mit einem Behälter (1) nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche und einem Deckel, der mit dem Eingriffsbereich (15) in Eingriff ist und sich abwärts entlang der Vorderseite der Klappe (30) erstreckt.
  7. Ein Spritzgießwerkzeug (50) für die Herstellung eines Behälters nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5, wobei das Spritzgießwerkzeug (50) ein Formnest (52) zum Formen des Behälters (1) hat, dadurch gekennzeichnet, dass das Spritzgießwerkzeug (50) einen ersten (60) und einen zweiten (65) Zuführkanal für Kunststoffmaterial hat; dass der eine Zuführkanal (65) in den Bereich (53) des Formnests (52) mündet, in dem die Klappe (30) geformt wird; und dass der erste (60) und der zweite (65) Zuführkanal mit einer Quelle für ein entsprechendes Kunststoffmaterial verbunden sind.
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