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Die
Erfindung betrifft eine Leuchte, insbesondere eine Heckleuchte,
von Fahrzeugen, vorzugsweise von Kraftfahrzeugen, nach dem Oberbegriff des
Anspruches 1.
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Stand der Technik
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Es
sind Leuchten, insbesondere Heckleuchten, von Kraftfahrzeugen bekannt,
bei denen hinter der Lichtscheibe eine Glühlampe sitzt,
deren Licht vom Reflektor zur Lichtscheibe reflektiert wird. Die Heckleuchte
ist in Bezug auf ihre Funktion an das Fahrzeug angepasst, in das
die Leuchte eingebaut wird. Soll die Heckleuchte beispielsweise
weitere Funktionen erfüllen, muss eine neue, diese zusätzlichen
Funktionen berücksichtigende Heckleuchte konstruiert und
hergestellt werden.
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Durch
DE 195 14 424 A1 ist
eine Leuchte von Kraftfahrzeugen bekannt. Die Leuchte verfügt über
ein Gehäuse, eine Lichtscheibe und eine in einem Gehäuseboden
dafür vorgesehen angeordnete Öffnung, dass wenigstens
ein Leuchtmittel durch die Öffnung ragt. Anstelle des Leuchtmittels
kann ein Zusatzbauteil im Gehäuse zwischen dem Gehäuseboden
und der Lichtscheibe angeordnet werden.
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Durch
FR 2 304 025 ist eine Leuchte
von Kraftfahrzeugen bekannt. Die Leuchte verfügt über ein
Gehäuse, eine Lichtscheibe und eine in einem Gehäuseboden
dafür vorgesehen angeordnete Öffnung, dass wenigstens
ein Leuchtmittel durch die Öffnung ragt. Zwischen dem Gehäuseboden
und der Lichtscheibe kann zusätzlich zu dem Leuchtmittel
ein Zusatzbauteil im Gehäuse angeordnet sein. Das Zusatzbauteil
ist hierbei in wenigstens einer eigens hierfür vorgesehenen Öffnung
verrastet.
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Aufgabenstellung
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die gattungsgemäße
Leuchte so auszubilden, dass sie vielseitig eingesetzt werden kann.
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Diese
Aufgabe wird bei der gattungsgemäßen Leuchte erfindungsgemäß mit
den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
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Bei
der erfindungsgemäßen Leuchte kann, falls eine
zusätzliche Funktion gewünscht wird, in das Gehäuse
das Zusatzbauteil eingesetzt werden, das für die gewünschte
Funktion erforderlich ist. Somit kann die Leuchte nachträglich
mit dem Zusatzbauteil versehen werden, wenn eine weitere Funktion
erfüllt werden soll. Eine Neukonstruktion einer Leuchte
ist darum nicht notwendig.
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Weitere
Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen,
der Beschreibung und den Zeichnungen.
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Ausführungsbeispiel
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Die
Erfindung wird anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher
erläutert. Es zeigen
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1 im
Schnitt eine erfindungsgemäße Leuchte mit einer
Glühlampe als Leuchtmittel,
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2 in
einer Darstellung entsprechend 1 die Leuchte
mit einem Zusatzbauteil und einer LED,
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3 in
einer Darstellung entsprechend 1 die Leuchte
mit einer Glühlampe, einem Zusatzbauteil und einer LED.
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Die
Leuchte ist vorzugsweise eine Heckleuchte eines Kraftfahrzeuges
und hat ein Gehäuse 1, in das unterschiedliche
Leuchtmittel in noch zu beschreibender Weise eingesetzt werden können.
Das Gehäuse 1 hat zwei durch eine Zwischenwand 2 voneinander
getrennte Kammern 3 und 4. Das Gehäuse 1 hat
einen umlaufenden Rand 5, auf dem der Rand einer Lichtscheibe 6 befestigt
ist. Die Lichtscheibe 6 wird vorteilhaft längs
ihres Randes mit dem Gehäuserand 5 verschweißt.
Der Boden des Gehäuses 1 ist im Bereich zwischen
der Zwischenwand 2 und dem umlaufenden Rand 5 im
Querschnitt konkav ausgebildet. Das Gehäuse 1 ist
in eine Einbauöffnung 7 eine Karosserie 8 des
Kraftfahrzeuges eingesetzt und dort in bekannter Weise befestigt.
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Die
Zwischenwand 2 reicht bis nahe an die Innenseite der Lichtscheibe 6,
die beispielsweise innenseitig teilweise mit einer Lichtoptik 9 versehen sein
kann.
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Der
Boden 10 des Gehäuses 1 im Bereich der
Kammer 4 ist mit einer Öffnung 11 versehen, durch
die eine Glühlampe 12 (1) als Leuchtmittel ragen
kann. Sie sitzt in einer Lampenfassung 13, die in bekannter
Weise ausgebildet und mit geringem Abstand zur Öffnung 11 hinter
dem Gehäuse 1 vorgesehen ist. Die Glühlampe 12 ragt
durch die Öffnung 11 in die Kammer 4.
Das von ihr abgestrahlte Licht gelangt direkt oder reflektiert zur
Lichtscheibe 6, durch die das Licht nach außen
tritt. In der Kammer 4 kann eine Linsenoptik 14 angeordnet
sein, mit der ein Teil des von der Glühlampe 12 ausgesandten
Lichtes in gewünschter Weise zur Lichtscheibe 6 gebrochen wird.
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Befindet
sich in der Kammer 4 lediglich die Glühlampe 12,
dann ist die Innenseite 15 des Gehäusebodens 10 sowie
des Gehäuserandes 5 und der Zwischenwand 2 mit
einer (nicht dargestellten) Reflexionsschicht versehen. Das Gehäuse
bildet in diesem Falle auch einen Reflektor für das von
der Glühlampe 12 abgestrahlte Licht, mit dem die
Lichtstrahlen zur Lichtscheibe 6 reflektiert werden.
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Die
Leuchte ist so ausgebildet, daß sie je nach Einsatzfall
bzw. Bedarf mit weiteren Bauteilen bestückt werden kann,
um die Leuchte an unterschiedliche Anforderungen bzw. Funktionen
anpassen zu können. Im Beispielsfall ist ein solches zusätzliches
Bauteil ein zusätzlicher Reflektor 16, der in
die Kammer 4 eingesetzt und am Gehäuse 1 gehalten wird
(2). Der Zusatzreflektor 16 hat an seiner
von der Lichtscheibe 6 abgewandten Seite wenigstens zwei
Rastschenkel 17, 18, die an ihren freien Enden mit
Rastnasen 19, 20 versehen sind. Mit ihnen hintergreifen
die Rastschenkel 17, 18 den Rand 21 der Öffnung 11 im
Gehäuseboden 10. Der Zusatzreflektor 16 erstreckt
sich vom Rastschenkel 17 aus bis zur Zwischenwand 2.
Der Zusatzreflektor 16 ist bei spielsweise etwa paraboloidförmig
ausgebildet. Er hat einen abgewinkelten Rand 22, mit dem
er in der Einbaulage auf einer entsprechenden Schulterfläche 23 des
Gehäuserandes 5 aufliegt. Die Gestaltung des Zusatzreflektors 16 richtet
sich nach dem vorgesehenen Einsatzfall. Über den abgewinkelten
Rand 22 in Verbindung mit der Verrastung in der Öffnung 11 läßt
sich der Zusatzreflektor 16 einfach in seine notwendige
Einbaulage bringen. Je nach Ausgestaltung des Gehäuses 1 ist
es möglich, den Reflektorrand 22 getrennt auf
der Schulterfläche 23 des Gehäuserandes 5 zu
befestigen. Es ist aber auch möglich, den Reflektorrand 22 mit
der Lichtscheibe 6 zu verschweißen.
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Der
Zusatzreflektor 16 ist an seiner der Lichtscheibe 6 zugewandten
Seite im Bereich zwischen den Rastschenkeln 17, 18 mit
einem Ansatz 24 versehen, an dem eine Platine 25 befestigt
werden kann, die wenigstens eine LED 26 als Leuchtmittel trägt.
Die Platine 25 liegt unter einem spitzen Winkel zur Achse
der Öffnung 11 sowie auch winklig zur Lichtscheibe 6.
Die LED 26 ist auf der von der Zwischenwand 2 abgewandten
Seite der Platine 25 vorgesehen. Das von der LED 26 abgestrahlte
Licht fällt auf den Zusatzreflektor 16, an dem
das Licht zur Lichtscheibe 6 reflektiert wird. Ein Teil
der Lichtstrahlen wird auch, sofern vorhanden, zur Linsenoptik 14 reflektiert,
durch die dieser Lichtanteil dann zur Lichtscheibe 6 gebrochen
wird.
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Mit
dem Zusatzreflektor 16 ist es möglich, die Leuchte
hinsichtlich ihrer Funktionen unterschiedlich zu gestalten. 2 zeigt
die Leuchte in einer Ausbildung, bei der in der Kammer 4 lediglich
die wenigstens eine LED 26 untergebracht ist, deren Platine 25 durch
den Zusatzreflektor 16 gehalten wird. Er dient somit nicht
nur zur Reflexion des von der LED 26 abgestrahlten Lichtes,
sondern auch als Träger für die Platine 25.
Der Zusatzreflektor 16 wird vor der Befestigung der Lichtscheibe 6 in
der beschriebenen Weise in das Gehäuse 1 eingeclipst.
Die Platine 25 mit der LED kann bereits am Zusatzreflektor 16 befestigt sein.
Es ist aber auch möglich, die Platine 25 mit der LED 26 nach
dem Einbau des Zusatzreflektors 16 im Gehäuse 1 am
Ansatz 24 des Zusatzreflektors 16 zu befestigen.
Nach dem Einbau des Zusatzreflektors 16 und der Platine 25 mit
der LED 26 wird die Lichtscheibe 6 am Gehäuse 1 befestigt.
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1 zeigt
den Fall, daß in die Leuchte kein Zusatzreflektor eingesetzt
ist. In diesem Falle ragt in die Kammer 4 des Gehäuses 1 lediglich
die Glühlampe 12, die in bekannter Weise in der
Fassung 13 gehalten ist. Die Glühlampe 12 ragt
durch die Öffnung 11 im Gehäuseboden 10.
Das von der Glühlampe 12 abgestrahlte Licht wird
in der beschriebenen Weise an der Innenwand der Kammer 4 zur
Lichtscheibe 6 reflektiert. Bei dieser Ausbildung bildet
die Leuchte eine Glühlampenversion. Wird die Glühlampe 12 entfernt
und dafür der Zusatzreflektor 16 eingesetzt (2),
wird die Glühlampenversion in eine LED-Version umgewandelt.
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3 schließlich
zeigt den Fall, daß in der Leuchte 1 zumindest
die eine Glühlampe 12 und zumindest die eine LED 26 untergebracht
sind. Der Zusatzreflektor 16, der in gleicher Weise wie
bei 2 in der Kammer 4 befestigt ist, ist
in diesem Falle so ausgebildet, daß das von der Glühlampe 12 abgestrahlte
Licht durch den Zusatzreflektor 16 zur Lichtscheibe 6 gelangen
kann. Vorteilhaft ist der Zusatzreflektor 16 in dem Bereich
teilweise transparent ausgebildet, in dem die von der Glühlampe 12 ausgesandten
Lichtstrahlen durch den Zusatzreflektor 16 gelangen. Der
Zusatzreflektor 16 ist im Bereich der Glühlampe 12 selbstverständlich
so ausgebildet und geformt, daß die Glühlampe 12 in
die Fassung 13 eingebaut und in der notwendigen Weise in
der Kammer 4 positioniert werden kann. Die Darstellung
gemäß 2 ist nur schematisch und soll
das Prinzip des Einbaus des Zusatzreflektors 16 zusätzlich
zur Glühlampe 12 zeigen.
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Im
Ausgangszustand (1) übernimmt das Gehäuse 1 in
der beschriebenen Weise die Funktion des Reflektors, indem die Innenwandung
an den dafür notwendigen Stellen mit einer Reflexionsschicht beschichtet
ist. In dieser Ausgangslage ist in die Leuchte die Glühlampe 12 eingesetzt.
Diese Glühlampenversion kann durch Einbau des Zusatzreflektors 16 in
das bestehende Reflektorgehäuse 1 in eine LED-Version
einfach umgebaut werden (2). In diesem Fall ist wenigstens
eine LED 26 auf der Platine 25 befestigt, die
ihrerseits am Zusatzreflektor 16 befestigt ist. Dieser
Umbau in die LED-Version erfolgt während des Montageprozesses
der Leuchte, indem vor dem Befestigen der Lichtscheibe 6 der
Zusatzreflektor 16 im Gehäuse 1 befestigt
wird. Je nach Ausführung bleiben hierbei Reflektorbereiche
des Gehäuses 1 als Funktion weiter bestehen. Auf
diese Weise können mit einem oder mehreren Zusatzreflektoren
die Leuchtmittel und deren Funktionen variiert werden. Als Leuchtmittel
sind beispielhaft die Glühlampe 12 und die LED 26 dargestellt
und beschrieben. Es kommen darüber hinaus selbstverständlich
weitere bekannte Leuchtmittel in Betracht, wie Lichtleiter und dergleichen.
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Die
verschiedenen Leuchtmittel können, wie beispielhaft in 3 dargestellt
ist, auch variiert werden. So kann beispielsweise die Glühlampe 12 mit der
LED 26 gemeinsam eingebaut werden, wobei die LED beispielsweise
eine Standlicht- oder eine Blinklichtfunktion übernehmen
und die Glühlampe beispielsweise als Schlußlicht
eingesetzt werden kann.
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Der
Zusatzreflektor 16 ist vorteilhaft teilweise mit einer
Reflektorschicht bedampft. Er ist in der beschriebenen Weise in
Teilbereichen für die Glühlampe 12 durchscheinend.
Die Montage des zusätzlichen Reflektors 16 erfolgt
vor der Befestigung der Lichtscheibe 6 am Gehäuse 1.
Der Zusatzreflektor 16 kann problemlos in der beschriebenen
Weise in das bestehende Gehäuse 1 eingeclipst
werden. Zusätzlich benötigte elektronische Komponenten
können an dem Zusatzreflektor befestigt bzw. integriert
sein.
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Die
an hand der 1 bis 3 beschriebenen
Ausführungsbeispiele sind nur beispielhaft. So kann die
Leuchte selbstverständlich auch mehr als einen Zusatzreflektor
aufweisen. So kann auch in der Kammer 3 wenigstens ein
Zusatzreflektor vorgesehen sein, der wahlweise eingebaut wird. Die
Leuchte kann so ausgebildet sein, daß nur in der Kammer 3 oder
nur in der Kammer 4 oder aber auch in beiden Kammern 3 und 4 jeweils
mindestens ein Zusatzreflektor 16 untergebracht werden
kann.
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Aufgrund
der beschriebenen Ausbildung ist bei der Herstellung der Leuchte
ein schneller Wechsel zwischen verschiedenen Leuchtmitteln einfach möglich.
Insbesondere können zusätzliche Funktionen durch
den Einbau des Zusatzreflektors 16 ermöglicht
werden. Nicht mehr benötigte Funktionen der Leuchte bleiben
hierbei unberücksichtigt. Auf diese Weise werden insbesondere
auch die Entwicklungs- und Werkzeugkosten wesentlich verringert.
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Die
Leuchte bzw. der Zusatzreflektor 16 eignen sich besonders
für den Ersatzteilmarkt, für das Tuning oder für
die Modellpflege. Mit dem Zusatzreflektor 16 können
schon bestehende Leuchten nachträglich in ihrer Funktion
erweitert werden.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 19514424
A1 [0003]
- - FR 2304025 [0004]