-
Aus
der WO 01/75247 A1 ist ein Fußbodenpaneel
bekannt, das an einer ersten Seitenkante Verbindungsmittel zur Verriegelung
in Quer- und Vertikalrichtung aufweist. Diese Verriegelungsmittel
sind an der Längsseite
des Paneels angeordnet und bewirken die Verriegelung, indem ein
Einlegen und Einschwenken der Verbindungsmittel in eine korrespondierende
Ausnehmung eines zweiten Paneels erfolgt. Die Querseite des Paneels
weist zwei Einschnapphaken auf, die in korrespondierende Hinterschneidungen
eines angrenzenden Paneels beim Verlegen eingreifen und die Vertikalbewegung
zwischen den verlegten Paneelen behindern sollen. Die beiden Einschnapphaken
liegen in Vertikalrichtung untereinander.
-
Nachteilig
an einem solchen Profil ist die Tatsache, dass eine solche Profilgestaltung
keine sichere Verriegelung der Paneele untereinander gewährleistet,
da die untereinander angeordneten Einschnapphaken bei der Verlegebewegung
eingedrückt
werden und bei einem federnden Untergrund, beispielsweise Teppich,
bei einem kräftigen
Auftreten die Querseite aus der Verriegelung herausspringt. Dies
liegt auch darin begründet,
dass sich das mit den Einschnapphaken versehene Paneel relativ zu dem
korrespondierenden Paneel bei einem Auftreten leicht verwinkelt,
so dass das Paneel quasi herausgedreht wird.
-
Die
WO 01/02669 A1 beschreibt ein Paneel sowie ein Befestigungssystem
für Paneele,
die auf einen Untergrund zu verlegen und deren Schmalseiten mit
Halteprofilen versehen sind, wobei die Halteprofile der gegenüberliegenden
Seiten derart zusammenpassen, dass an den freien Seiten eines verlegten Paneels
weitere Paneele befestigbar sind, wobei Formschlusselemente ausgebildet
sind, durch die die Paneele durch eine drehende Fügebewegung
miteinander befestigbar sind. Um Paneele auch auf einem unregelmäßigen Untergrund
verlegen zu können, sind
die Formschlusselemente so ausgebildet, dass sie im verlegten Zustand
zweier Paneele ein gemeinsames Gelenk ausbilden und dass die Formgebung so
geschaffen ist, dass ein Bewegungsfreiraum für das gemeinsame Gelenk geschaffen
ist. Dadurch ist es möglich,
dass zwei miteinander verbundene Paneele an der Verbindungsstelle
nach oben durchgeknickt werden können.
-
Die
DE 201 21 196 U1 beschreibt
eine Gebäudeplatte,
insbesondere ein Bodenpaneel, zum Verbinden und Verriegeln mehrerer
Gebäudeplatten miteinander,
bei der einander gegenüberliegende Seitenkanten
zueinander korrespondierende Nut und Feder aufweisen. Die Nut und
Feder weisen dabei jeweils korrespondierende Ausnehmungen auf, so dass
sie zueinander ausgerichtet ein Einschieben der Feder in die Nut
ermöglichen.
Zum Verriegeln der Gebäudeplatten
werden diese zueinander in Längserstreckung
der Nut und Feder zueinander verschoben.
-
Die
DE 202 03 311 U1 beschreibt
ein Paneelelement zur Ausbildung eines Fußboden-, Wand- oder Deckenbelages
aus mehreren gleichartigen, miteinander verbundenen Paneelelementen.
An einer Seitenkante ist eine sich in Richtung der Unterseite erstreckende
Rippe und an der anderen Seitenkante ein korrespondierend geformter
Haltekanal ausgebildet. Die Rippe und der Haltekanal weisen eine
definierte erste Kontaktstelle auf, welche zwei benachbarte Paneelelemente
in einer Richtung parallel zur Paneeloberfläche festlegt. Weiterhin ist
eine zweite Kontaktzone vorgesehen, die zwei benachbarte Paneelelemente
in einer Richtung senkrecht zur Paneeloberfläche festlegt. Die zweite Kontaktstelle
ist bezüglich
der ersten Kontaktstelle derart angeordnet, dass im Rahmen der Bewegung
der Rippe in den Haltekanal zeitlich nach dem Beginn des Eingriffs
im Bereich der ersten Kontaktstelle in Eingriff kommt.
-
Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, ein Paneel bereitzustellen, mit
dem eine einfache Verlegung möglich
ist und das eine sichere Verriegelung sowohl in Querrichtung als
auch in Vertikalrichtung sichergestellt wird.
-
Erfindungsgemäß wird die
Aufgabe durch ein Fußbodenpaneel
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
-
Vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen aufgeführt.
-
Erfindungsgemäß ist vorgesehen,
dass an der ersten Seitenkante eine sich in Längsrichtung der Seitenkante
erstreckende Feder und an der gegenüberliegenden Seitenkante eine
zu der Feder korrespondierende Ausnehmung ausgebildet ist, wobei
die Feder dergestalt ausgebildet ist, dass eine Verriegelung durch
Einlegen in die Ausnehmung der zweiten Paneele und Einschwenken
um eine Achse parallel zu der ersten Seitenkante erfolgt. Die Ausbildung
der Verbindungselemente an der ersten Seitenkante als ein sogenanntes
Schwenkprofil ermöglicht
eine einfache und sichere Verlegung sowie eine wirksame Verriegelung
in Vertikal- und Querrichtung. Durch den Verzicht auf eine elastische
Verformung bei der Verlegung mittels Einschwenkens bleibt das Materialgefüge der Paneele
erhalten und eine gute Festigkeit der Verbindung ist gewährleistet.
Insgesamt kann eine Verriegelung über ein solches Einschwenkprofil
bei gleichem Kraftaufwand bei der Verlegung stabiler ausgeführt werden.
Die Ausbildung der Ausnehmung als eine Nut mit einer Oberlippe und
einer Unterlippe gewährleistet,
dass eine sichere Zuordnung der zu verlegenden Paneele zueinander erfolgt,
so dass ein minimaler Höhenversatz
der Paneele erreicht werden kann, was ein Qualitätsmerkmal bei Fußbodenpaneelen
ist. Die Feder ist in Querrichtung in der Nut verrastbar, wobei
der untere Vorderbereich der Feder abgerundet ausgebildet sein kann,
um ein leichtes Einschwenken in die korrespondierende, ausgebildete
Nut zu ermöglichen. Durch
das Vorsehen korrespondierender Formschlusselemente an einer Absatzvorderseite
sowie eine sich an einen Hinterschnitt und einen Auflagerbereich
anschließende
Wandung wird erreicht, dass eine zusätzliche Verriegelung in Vertikalrichtung
bewirkt wird, wenn diese Formschlusselemente im montierten Zustand
ineinandergreifen. Durch einen zweiten Verriegelungspunkt in vertikaler
Richtung wird es ermöglicht,
dass eine wirksame Verbindung bereits durch das Einlegen und Einschwenken
um eine erste Seitenkante erfolgreich durchgeführt werden kann. Die Feder
und die Nut selber erfordern dabei keine Ausbildung dergestalt,
dass eine Vorspannung zwischen den Paneelen vorliegt, so dass das Profil
insgesamt beim Verlegen weniger belastet wird. Dadurch wird zusätzlich erreicht,
dass der Verlegevorgang als solcher vereinfacht wird.
-
Die
Feder ist an der Unterseite abgerundet, um ein leichtes Einschwenken
in die Nut zu ermöglichen.
-
In
einer Weiterbildung der Erfindung ist es vorgesehen, dass die Unterseite
der Feder eine durchgehend gekrümmt
Kontur aufweist, wobei der Krümmungsradius
der Kontur der Unterseite der Feder über zumindest 90° im wesentlichen
konstant bleibt, so dass eine gleichmäßige Einschwenkbewegung und
ein einfaches Abgleiten auf der korrespondierenden Ausnehmung erfolgen
kann.
-
In
einer Weiterbildung ist es vorgesehen, dass das Formschlusselement
an der Wandung einen Vorsprung und an der Absatzvorderseite eine korrespondierende
Ausnehmung ist, die durch eine entsprechende Ausfräsung erzeugt
wurden.
-
Zur
Verriegelung in Vertikalrichtung an der ersten Seitenkante ist es
vorgesehen, dass eine Oberseite der Feder im montierten Zustand
an einer Unterseite der Oberlippe anliegt, um eine weitere formschlüssige Verriegelung
zu bewirken.
-
Die
parallele Ausbildung der Unterseite der Feder und der Oberseite
der Unterlippe zu der Oberseite der Paneele ermöglicht eine großflächige Auflage
der einen Paneele auf der anderen Paneele, so dass eine geringe
Flächenpressung
in der Nut-Feder-Verbindung
herrscht und ein sehr geringer Höhenversatz
der Paneele zueinander verwirklicht werden kann.
-
Die
Ausbildung der Ausnehmung als eine Nut mit einer Oberlippe und einer
Unterlippe gewährleistet,
dass eine sichere Zuordnung der zu verlegenden Paneele zueinander
erfolgt, so dass ein minimaler Höhenversatz
der Paneele erreicht werden kann, was ein Qualitätsmerkmal bei Fußbodenpaneelen
ist. Die Feder ist in Querrichtung in der Ausnehmung verrastbar,
wobei die Feder und die Ausnehmung im Querschnitt eine keilförmige Kontur
aufweisen, um ein leichtes Einführen
zu ermöglichen
und eine gute Selbstzentrierung der Feder in der Nut zu erreichen.
-
Um
eventuell vorhandenen Abrieb, der beim Verlegen der ersten Seitenkanten
entstehen kann, aufzunehmen, ohne dass dieser die Paneele auseinander
drückt,
sind die Feder und die Ausnehmung dergestalt ausgebildet, dass im
montierten Zustand zwischen dem Vorderbereich der Feder und dem
sich an die Oberlippe anschließenden
Bereich der Ausnehmung ein Spalt vorhanden ist, in dem sich der
Abrieb sammeln kann und der als Bewegungsraum der beiden Paneele
aufeinander dient. Der Spalt verjüngt sich in Richtung auf den
vorderen Absatz der Unterlippe, um einen sanften Übergang
zwischen den Bereichen vollflächiger
Anlage und Freiraum zum Bewegen und Ansammeln von Abrieb zu schaffen. Eventuell
vorhandener Abrieb kann ebenfalls in einem Freiraum aufgenommen
werden, der zwischen der Feder und der Oberseite der Paneele durch
einen Hinterschnitt ausgebildet ist.
-
Um
eine in Querrichtung wirksame Verriegelung zweier Paneele zu erreichen,
ist im hinteren Bereich der Feder eine im wesentlichen ebene Fläche in einem
Winkel zur Horizontalen, vorzugsweise 45°, ausgebildet. Diese Fläche wechselwirkt
mit einem korrespondierenden Vorsprung in der Nut der benachbarten
Paneele und bewirkt eine Verriegelung in Querrichtung, so dass ein
Herausgleiten senkrecht zu der ersten Seitenkante wirksam verhindert
wird.
-
Um
die Auflagefläche
weiter zu vergrößern, schließt sich
an die Feder ein Auflagerbereich zur Abstützung auf einen die Nut der
zweiten Paneele abschließenden
Absatz an, was die wirksame Auflagefläche erhöht und eine gleichmäßige Kraftverteilung ermöglicht.
Der Auflagerbereich verläuft
im wesentliche horizontal, kann jedoch zur Bewirkung einer Horizontalbewegung
bei vertikaler Belastung eine leichte Neigung zur Horizontalen aufweisen.
-
Um
eventuell vorhandenen Abrieb, der beim Verlegen der ersten Seitenkanten
entstehen kann, aufzunehmen, ohne dass dieser einen Spalt zwischen
den Paneelen erzeugt, ist zwischen der Feder und der Oberseite der
Paneele ein Hinterschnitt vorgesehen, der im verlegten Zustand einen
Hohlraum ausbildet, in dem sich Abrieb sammeln kann.
-
Durch
die Beabstandung von Formschlusselementen in Quer- und Vertikalrichtung
werden zwei räumlich
voneinander getrennte Verriegelungsstellen an der zweiten Seitenkante,
insbesondere der Querseite, geschaffen, wodurch eine sicherere Verriegelung
aneinander gelegter und verlegter Paneele gewährleistet ist. Die Anordnung
der Formschlusselemente an zwei verschiedenen Wandungen erhöht die Stabilität der gesamten
Verbindung und verhindert durch Übereinandergleiten
mehrerer hintereinander angeordneter Formschlusselemente eine Verformung
der Formschlusselemente und gewährleistet die
Wirksamkeit der Verriegelung.
-
Die
zweite Seitenkante weist in einer Ausgestaltung der Erfindung eine
von der Unterseite ausgehende, stufenförmige Ausfräsung mit einer inneren Wandung
und einer äußeren Wandung
auf. An diesen Wandungen sind jeweils ein sich in Querrichtung erstreckendes
Formschlusselement ausgebildet, vorzugsweise ausgefräst, die
in korrespondierende Hinterschneidungen einer von der Oberseite
ausgehenden, stufenförmigen
Ausfräsung
des zu verbindenden zweiten Paneels eingreifen. Die von der Oberseite
ausgehende, stufenförmige
Ausfräsung
weist ebenfalls eine innere und eine äußere Wandung auf, an denen
die entsprechenden Hinterschneidungen ausgebildet sind, so dass
es zu einer formschlüssigen
Verriegelung in vertikaler Richtung an der zweiten Seitenkante kommen
kann.
-
Die
von der Unterseite ausgehende, stufenförmige Ausfräsung weist einen in Richtung
der Unterseite hervorstehenden Absatz auf, der eine im wesentlichen
horizontal ausgerichtete Kopffläche
ausbildet, wobei dieser Absatz eine in Querrichtung, senkrecht zu
der zweiten Seitenkante wirksame Verriegelung bereitstellt. Die
im wesentlichen horizontal ausgerichtete Kopffläche dient zur Einstellung des minimalen
Hö henversatzes
und stellt eine relativ große
Auflagefläche
zur Einleitung vertikal wirkender Kräfte dar.
-
Eine
Weiterbildung sieht vor, dass in die Kopffläche des Absatzes eine in Längserstreckung der
zweiten Seitenkante ausgerichtete Auskehlung eingearbeitet ist.
Durch diese Auskehlung wird eine Staubtasche geschaffen, in die
beim Verlegen entstandener Abrieb oder Unsauberkeiten eingeschlossen
werden können,
ohne dass dies negative Auswirkungen auf die Verlegegenauigkeit
hat. Die Auskehlung bewirkt weiterhin einen geringfügigen Federeffekt,
so dass die Verriegelung an der zweiten Seitenkante unter einer
gewissen Vorspannung steht.
-
Die
Wandungen des Absatzes sind zu der Kopffläche in einem spitzen Winkel
ausgerichtet, was entweder das leichte Einführen in eine korrespondierende
Ausnehmung der entsprechenden Ausfräsung des zweiten Paneels oder
aber bei Ausbildung einer Hinterschneidung zu der Kopffläche eine
zusätzliche Verriegelungswirkung
zur Folge hat.
-
Es
hat sich herausgestellt, dass eine Quererstreckung der Kopffläche in einem
Bereich von 2 mm bis 6 mm sehr gute Haltbarkeitswerte und eine sehr gute
Verriegelungswirkung bereitstellt, wobei vorzugsweise die Kopffläche das
0,25- bis 0,4-fache der gesamten Quererstreckung der stufenförmigen Ausfräsung aufweist.
-
Eine
besonders wirksame und einfache Verriegelung an der zweiten Seitenkante
ist dann gegeben, wenn ein Formschlusselement über die Abschlusskante der
Oberseite horizontal hervorragt. Dabei kann es zweckmäßig sein,
dass zwischen der Oberseite und dem hervorragenden Formschlusselement
eine Ausnehmung angeordnet ist, die die Abschlusskante des Paneels
hinterschneidet, um eventuell vorhandenen Abrieb oder sich verformendes Material
des Paneels aufzunehmen, so dass eine möglichst passgenaue Verlegung
mit minimaler Spaltweite ermöglicht
wird, da kein abgeriebenes oder verformtes Material eine Sperrwirkung
ausübt.
-
Die
der zweiten Seitenkante gegenüberliegende
Seitenkante des Paneels weist eine von der Oberseite ausgehende,
stufenförmige
Ausfräsung mit
einen in Richtung der Oberseite hervorstehenden Absatz auf. Dieser
Absatz weist ebenfalls eine im wesentlichen horizontal ausgerichtete
Kopffläche
auf, wobei im unteren Bereich der Absatzaußenwandung eine Hinterschneidung
ausgebildet ist, die mit dem korrespondierenden Formschlusselement
der inneren Wandung der aufzunehmenden Seitenkante korrespondiert.
Die Anordnung der Ausnehmung im unteren Bereich der Absatzaußenwandung
erhöht
die Wirksamkeit der Verriegelung.
-
Eine
Weiterbildung sieht vor, dass zwischen der Absatzinnenwandung und
der inneren Wandung der Ausfräsung
eine horizontale Sockelfläche
ausgebildet ist, die dergestalt ausgebildet ist, dass bei verlegten
Paneelen die Kopffläche
auf der Sockelfläche aufliegt
und die Oberseiten der Paneele in einer Ebene liegen, was bedeutet,
dass ein minimaler bzw. kein Höhenversatz
zwischen den Paneelen vorliegt. Durch das Zusammenwirken horizontaler
Sockelflächen
und Kopfflächen
ist eine besonders genaue Zuordnung und Einstellung des Höhenversatzes
möglich,
ebenso wird die Abwinkelneigung benachbarter Paneele verringert,
was die Festigkeit der Verriegelung vergrößert.
-
Die
Absatzinnenwandung der von der Oberseite ausgehenden Ausfräsung verläuft parallel
oder in einem flacheren Winkel als die korrespondierende Absatzinnenwandung
des im verlegten Zustands eingreifenden Absatzes, um entweder eine
präzise
Anlage zu bewirken oder eine Bewegungskomponente für die beiden
Paneele in Querrichtung aufeinander zu bereitzustellen.
-
Durch
die Ausbildung einer Hinterschneidung durch die Absatzinnenwandung
zu der Kopffläche
des entsprechenden Absatzes wird eine zusätzliche Verriegelungswirkung
erzielt.
-
Um
eine besonders einfache Verlegung zu bewirken, ist der nach oben
vorstehende Absatz der von der Oberseite ausgehenden Ausfräsung nicht über die
gesamte Länge
der zweiten Seitenkante ausgebildet, sondern ist insbesondere an
einem Endbereich der zweiten Seitenkante, der in Richtung zu der
mit einer Feder versehenen ersten Seitenkante gerichtet ist, bis
auf die Sockelfläche
abgefräst
oder nicht ausgebildet. Durch die Entfernung oder Nichtausbildung
des hervorstehenden Absatzes wird das Einschwenken um die Achse
parallel zu der ersten Seitenkante erleichtert, so dass eine Sperrwirkung durch
die Formschlusselemente erst dann stattfindet, wenn die an der zweiten
und der dieser gegenüberliegenden
Seitenkante aneinander angrenzenden Paneele in einem spitzen Winkel
zueinander liegen. Dies bedeutet, dass nur eine kurze Entfernung
in Vertikalrichtung zurückgelegt
werden muss, um die Paneele an der zweiten und dieser gegenüberliegenden Seitenkante
vollständig
zu verriegeln.
-
Eine
vorteilhafte Ausbildung der Erfindung sieht vor, dass das Fußbodenpaneel
zumindest teilweise aus einem HDF- oder MDF-Werkstoff hergestellt
wird. Alternativ dazu kann das gesamte Fußbodenpaneel aus einem OSB-Werkstoff
hergestellt sein. Durch die Verwendung eines OSB-Werkstoffes wird
eine Naturholzoptik, ebenso wie eine strukturierte Oberfläche erreicht.
Ebenso kann die Oberseite des Paneels keine Dekorschicht aufweisen,
sondern aus einem Holzwerkstoff hergestellt sein. Die Struktur des
Holzwerkstoffes kann eine Dekorschicht überflüssig machen, so dass als Oberseite
beispielsweise auch eine Lage Holz, Holzfasern oder Holzschnitzel aufgebracht
sein kann. Ebenfalls kann das Paneel vollständig oder teilweise aus einem
Kunststoff ausgebildet sein, wobei vorzugsweise der Bereich der Verbindungsmittel
mit Feder und Ausnehmung (Nut) aus einem Kunststoff hergestellt
ist.
-
Auch
die Ausgestaltung mit einem separaten Verriegelungselement an der
zweiten Seitenkante kann mit den Ausgestaltungen der ersten Seitenkante
wie oben beschrieben kombiniert werden.
-
Nachfolgend
werden Ausführungsbeispiele der
Erfindung anhand der beigefügten
Figuren beschrieben werden. Gleiche Bezugszeichen in verschiedenen
Figuren bezeichnen gleiche Objekte. Es zeigen:
-
1 – eine Querschnittsansicht
eines Fußbodenpaneels
mit einer ersten Seitenkante;
-
2 – zwei miteinander
verbundene Paneele an der Verbindungsstelle im Teilquerschnitt;
-
3 – ein Fußbodenpaneel
in Querschnittsansicht mit einer zweiten Seitenkante;
-
4 – zwei miteinander
verbundene Paneele an einer zweiten Verbindungsstelle im Teilquerschnitt;
-
4a – eine Variante
zu 4;
-
5 – eine alternative
Ausgestaltung der zweiten und korrespondierenden, gegenüberliegenden
Seitenkante im Teilquerschnitt;
-
6 bis 13 – Varianten
der Ausgestaltung der Nut und Feder sowie eingeschobener Verriegelungselemente;
-
14 bis 16 – Varianten
des Profils an der ersten Seitenkante im Querschnitt; sowie
-
17 bis 19 – Querschnittsansichten eines
Paneels mit einer alternativen Profilgestaltung.
-
1 zeigt
ein nicht von der Erfindung umfasstes Fußbodenpaneel 1, die
aus einer mitteldichten oder hochverdichteten Faserplatte (MDF oder HDF)
besteht. An ihrer Oberseite 15 ist das Fußbodenpaneel 1 mit
einer Dekorschicht 16 versehen, die bei spielsweise durch
eine eine Holzmaserung aufweisende Papierlage gebildet sein kann,
die mit einer als Verschleißschutz
dienenden Kunstharzschicht überzogen
ist. An der Unterseite 7 kann eine Schalldämmlage 8 aufgeklebt
sein, um die Trittschalleigenschaften der verlegten Fußbodenpaneele
zu verbessern. Alternativ zu der Verwendung einer HDF- oder MDF-Platte
kann das Paneel 1 aus einem OSB-Werkstoff (orientated strands
board) gefertigt werden. An einer ersten Seitenkante, vorzugsweise an
der Längsseite
des Paneels 1, ist das Paneel 1 mit einer Feder 10 und
an der gegenüberliegenden
Seite mit einer Nut 3 versehen. Die Nut 3 und
die Feder 10 verlaufen über
die volle Länge
der Seitenkante. An der Feder 10 ist eine nach außen ragende,
abgerundete Nase vorgesehen, die in einen abgerundeten Vorderbereich 11 übergeht.
An diesen Vorderbereich 11 schließt sich an der Unterseite der
Feder 10 ein abgeflachter, im verlegten Zustand im wesentlich
horizontal verlaufender Abstützbereich 12 an, über den sich
das Paneel 1 auf einer korrespondierenden Fläche der
Nut 3 eines zweiten Paneels 2, wie in 2 gezeigt,
abstützt.
Das Profil der 2 ist nicht von der Erfindung
umfasst.
-
An
den Abstützbereich 12 schließt sich
eine schräge
Fläche 13 an,
die mit einem korrespondierenden Vorsprung 5 der entsprechenden
Nut 3 des zweiten Paneels 2 eine Verriegelung
in Querrichtung Q bewirkt. Im montierten Zustand greift die Feder 10 in
einen durch eine Oberlippe 4 der Nut 3 gebildeten Hinterschnitt
ein, so dass entlang der ersten Seitenkante auch eine Verriegelung
in vertikaler Richtung V erfolgt. Der Vorsprung 5 wird
durch einen die Nut 3 abschließenden Absatz 9 gebildet,
auf dessen Oberseite eine horizontal verlaufende Fläche ausgebildet ist.
Diese Fläche
dient als Abstützung
für einen
Auflagebereich 14, der sich an die schräg verlaufende Fläche 13 an
der Nut 10 anschließt.
Durch den Abstützbereich 12 und
den Auflagebereich 14 wird eine verhältnismäßig große Auflagefläche bereitgestellt, auf
der die beiden Paneele 1, 2 im verbundenen Zustand
aufeinander liegen. Die abgeschrägte
Fläche 13 bewirkt,
in Verbindung mit den Vorsprung 5, bei einer von oben einwirkenden
Kraftkomponente eine Bewegungskomponente in Querrichtung aufeinander zu,
so dass im verriegelten Zustand bei einer von oben einwirkenden
Kraftkomponente der Spalt zwischen den beiden Paneelen 1, 2 verringert
wird.
-
Der
Absatz 9 ist so ausgebildet, dass in Querrichtung Q kein
Kontakt zwischen einer vertikal verlaufenden Fläche des Absatzes und einer
gegenüberliegenden,
ebenfalls vertikal verlaufenden Fläche der ersten Seitenkante,
besteht. Es liegt also ein Freiraum 30 vor, so dass hier
keine ungewollte Sperrwirkung und damit kein Spalt zwischen den
beiden Paneelen 1, 2 an der Oberseite 15 vorliegen
kann.
-
Zwischen
der Feder 10 und der Oberseite 15 des Paneels 1 ist
ein Hinterschnitt 17 ausgebildet, der im montierten Zustand
einen Freiraum 18 ausbildet, in dem Abrieb oder nicht entfernte
Späne aus dem
Herstellungsprozess aufgenommen werden können. Ebenfalls ist eine entsprechende
Ausbildung des abgerundeten Vorderbereiches 11 vorgesehen, so
dass an der Spitze der Feder 10 im montierten Zustand ebenfalls
ein Freiraum 19 ausgebildet wird, der als Staubtasche wirken
kann.
-
Das
Verlegen und Verriegeln zweier Paneele 1, 2 mit
einem solchen Profilbild erfolgt, in dem das erste Paneel 1 mit
der Feder 10 winklig zu dem zweiten Paneel 2 angesetzt
wird und die Feder 10 in die Nut 3 des zweiten
Paneels 2 eingelegt wird. Anschließend wird das abgewinkelte
erste Paneel 1 um eine Achse parallel zu der Längsrichtung
der ersten Seitenkante verschwenkt, vorliegend in Uhrzeigerrichtung,
so dass der abgerundete Vorderbereich 11 in der Nut 3 entlanggleitet,
bis der Abstützbereich 12 auf
der korrespondierenden Fläche
der Nut 3 plan aufliegt. In diesem Zustand, wie in der 2 gezeigt ist,
ist durch den Hinterschnitt der Oberlippe 4 und den Vorsprung 5 des
Absatzes 9 eine wirksame Verriegelung in Vertikalrichtung
V und Querrichtung Q erreicht.
-
Um
nicht nur an zwei gegenüberliegenden Seitenkanten
eines Paneels eine Verriegelung mit einem anderen Paneel zu ermöglichen,
ist an einer zweiten Seitenkante, die in einem Winkel, vorzugsweise
einem rechten Winkel zu der ersten Seitenkante verläuft, ein
Profil ausgebildet, das in der 3 dargestellt
ist. Auch hier sind an gegenüberliegenden Seitenkanten
korrespondierende Profile ausgebildet, deren Zusammenwirkung in
der 4 dargestellt ist.
-
3 zeigt
ein solches Profil an einer zweiten Seitenkante im Querschnitt,
wobei diese vorzugsweise an der Querseite an des Paneels ausgebildet ist.
Von der Unter seite 7 ausgehend ist eine stufenförmige Ausfräsung 20 in
das Paneel 2 eingearbeitet, die eine innere Wandung 21 und
eine äußere Wandung 22 ausbildet.
Sowohl an der inneren Wandung 21 als auch an der äußeren Wandung 22 sind
Formschlusselemente 23, 24 ausgebildet, hier ausgefräst, die
in Gestalt von Vorsprüngen
in entsprechende Hinterschneidungen 230, 240 einer
korrespondierenden Ausnehmung 200 eines zweiten Paneels 1 eingreifen.
In der Ausfräsung 20 ist
ein Absatz 25 ausgebildet, der in Richtung auf die Unterseite 7 hervorsteht, wobei
die Absatzaußenwandung
von der Außenwandung 22 gebildet
wird und die Absatzinnenwandung 27 in dem dargestellten
Ausführungsbeispiel
einen sich nach oben erweiternden Querschnitt ausbildet. Die Unterseite
des Absatzes 25 bildet eine Kopffläche 26, die parallel
zu der Oberseite 15 des Paneels 2 verläuft und
auf der sich das Paneel 2 im montierten Zustand über eine
korrespondierende Sockelfläche 280 einer
entsprechenden Ausnehmung 200 eines zweiten Paneels 1 abstützt.
-
Alternativ
zu der dargestellten Ausführungsform
ist es vorgesehen, dass die Innenfläche 27 im wesentlichen
parallel zu der Außenwandung 22 verläuft, so
dass die Absatzinnenwandung 27 zu der Kopffläche 26 einen
Hinterschnitt bildet. Ebenfalls ist es vorgesehen, dass neben einer
wesentlichen geraden Ausbildung der Außenwandung 22 in einem
spitzen Winkel α zu
der Vertikalen die Außenwandung 22 eine
gerundete Form oder einen vertikalen Verlauf aufweist. Dabei ist
es erforderlich, dass das Formschlusselement 24 über die
Abschlußkante 28 der Oberseite 15 hervorsteht,
um eine formschlüssige Verriegelung
mit dem zweiten Paneel 1 durchzuführen.
-
Oberhalb
des Formschlusselementes 24 ist eine Ausnehmung 29 ausgebildet,
die als Staubtasche wirkt.
-
Sofern
die Absatzinnenwandung 27 als eine Hinterschneidung zu
der Kopffläche 26 ausgebildet ist,
wird eine zusätzliche
Verriegelung in vertikaler Richtung bereitgestellt, insbesondere
wenn die korrespondierende Absatzinnenwandung 270 des nach oben
gerichteten Absatzes 250 ebenfalls als Hinterschneidung
ausgebildet ist. Eine formschlüssige
Verriegelung findet dann durch ein leichtes Aufbiegen bzw. eine
elastische Verformung der Profile statt, so dass die Formschlusselemente 23, 24 und
die Hinterschneidung durch die Absatzinnenwandung 27 mit den
korrespondierenden Hinterschneidungen 230, 240 und
der Hinterschneidung durch die Absatzinnenwandung 270 wirksam
in Eingriff treten können.
-
Die
von der Oberseite 15 ausgehende Ausfräsung 200 ist dergestalt
ausgebildet, dass sie das gegenüberliegende
Profil aufnehmen kann, so dass die Kopffläche 26 einerseits
vollständig
plan auf der Sockelfläche 280 aufliegt,
andererseits die Oberflächen 15 der
beiden Paneele 1, 2 im montierten Zustand, wie
es in der 4 dargestellt ist, in einer
Ebene abschließen
und möglichst
bündig
aneinander liegen. Durch die Ausnehmung 29 oberhalb des
Formschlusselementes 24 wird ein Freiraum 290 geschaffen,
der als Staubtasche dient, gleiches gilt für den Freiraum 300,
der durch eine entsprechende Positionierung der Innenwandung 210 der
Ausfräsung 200 gebildet
wird.
-
Wie
in der 4 gut zu erkennen ist, ist eine wirksame Verriegelung
sowohl in Querrichtung Q als auch in Vertikalrichtung V gegeben,
wobei die Verriegelung in Querrichtung formschlüssig durch die Absätze 25, 250 realisiert
wird. Eine Verriegelung in Vertikalrichtung V erfolgt durch die
Verriegelungselemente 23, 24, die formschlüssig in
die Hinterschneidungen 230, 240 eingreifen, wobei
die Formschlusselemente 23, 24 an voneinander
beabstandeten Wandungen 21, 22 angeordnet sind.
Darüber
hinaus sind die Formschlusselemente 23, 24 auf
unterschiedlichen Vertikalniveaus angeordnet, so dass sich ein oberer
Verriegelungspunkt und ein unterer Verriegelungspunkt ausbildet.
Der oberer Verriegelungspunkt wird durch das Formschlusselement 24 und
die Hinterschneidung 240, der untere Verriegelungspunkt
durch das Formschlusselement 23 und die Hinterschneidung 230 gebildet.
-
Der
nach oben gerichtete Absatz 250 ist nicht über die
gesamte Länge
der zweiten Seitenkante ausgebildet, sondern ist über einen
Bereich bis auf die Sockelfläche 280 abgefräst, wobei
diese Abfräsung
in Richtung auf die erste Seitenkante mit einer Feder 10 liegt.
Durch diese Ausfräsung
bzw. Nichtausbildung des Absatzes 250 kann bei einem Verlegen
das zunächst
winklig eingelegte Paneel weiter nach unten abgesenkt werden, bevor
durch eine impulsartige Montagebewegung nach unten eine endgültige Verriegelung über die
zweite Seitenkante, vorzugsweise die Querseite, erfolgt.
-
Zwischen
der Kopffläche 260 des
Absatzes 250 und der entsprechenden Fläche der Ausfräsung 20 ist
im montierten Zustand ein Freiraum vorhanden, der notwendig ist,
damit das Formschlusselement 23 die Hinterschneidung 230 hintergreifen kann.
Ebenfalls dient dieser Freiraum als eine Staubtasche.
-
Neben
der Ausbildung eines Paneels mit einer Nut 3 an einer Seitenkante,
die eine Oberlippe 4 und eine Unterlippe 6 aufweist,
kann durch eine entsprechende Profilgestaltung auch auf eine Unterlippe 6 verzichtet
werden, sofern auf andere Art und Weise eine Verriegelung in Querrichtung
Q und Vertikalrichtung V sichergestellt ist. Diese Verriegelung
erfolgt so, dass keine Bewegung in Richtung der Doppelpfeile im
verriegelten Zustand möglich
ist.
-
Durch
das vorgestellte Profil sowie die beschriebene Verlegeweise ist
es möglich,
Paneele leicht und schnell zu verlegen. Das Profil hat weiterhin
den Vorteil, dass über
die besondere Ausgestaltung der Feder 10 und der Nut 3 einerseits
ein leichtes Einschwenken und Verriegeln, andererseits eine stabile
Auflage und damit die Möglichkeit
einer möglichst
präzisen
Einstellung des Höhenversatzes
gegeben ist. Ebenfalls ist eine sichere Verriegelung der ersten
Seitenkanten in Vertikalrichtung V und Querrichtung Q gegeben und
diese Profil lässt
sich besonders gut in OSB-Paneele einfräsen.
-
Die
Profilausgestaltung an der zweiten Seitenkante ermöglicht eine
besonders haltbare formschlüssige
Verriegelung an den zweiten Seitenkanten, vorzugsweise den Querseiten
der Paneele, ohne dass aufwendige Zusatzeinrichtungen oder besondere
Fertigkeiten bei der Montage notwendig wären. Neben den versetzt angeordneten
Formschlußelementen
verhindert die große
Auflagefläche
eine Verwinkelung und dadurch ein leichtes Öffnen der Verriegelung an der
zweiten Seitenkante. Darüber
hinaus wird durch die formschlüssige
Verriegelung, bei der ein charakteristisches Geräusch entsteht, dem Nutzer der
Paneele angezeigt, dass eine wirksame Verriegelung stattgefunden
hat.
-
Das
Profil der 4a entspricht im wesentlichen
dem der 2, durch das eine wirksame Verriegelung
sowohl in Querrichtung Q als auch in Vertikalrichtung V gegeben
ist. In der 4a ist weiterhin gut zu erkennen,
dass in der Kopffläche 26 des
Absatzes 25 eine Auskehlung 26' ausgearbeitet ist, die sich über die
gesamte Länge
der Seitenkante erstreckt. Die Auskehlung 26' dient als Staubtasche sowie als
Materialschwächung,
so dass ein gewisser Federeffekt bei der Verriegelung der beiden
Paneele 1, 2 vorliegt.
-
Die
Profilausgestaltung der 5 bis 13 an
der zweiten Seitenkante ermöglicht
eine besonders haltbare formschlüssige
Verriegelung an der zweiten und dieser gegenüberliegenden Seitenkante, vorzugsweise
den Querseiten der Paneele, ohne dass aufwendige Zusatzeinrichtungen
oder besondere Fertigkeiten bei der Montage notwendig wären. Neben
den versetzt angeordneten Formschlusselementen verhindert die große Auflagefläche eine
Verwinkelung und dadurch ein leichte Öffnen der Verriegelung an der
dritten Seitenkante. Darüber
hinaus wird durch die formschlüssige
Verriegelung, bei der ein charakteristisches Geräusch entsteht, dem Nutzer der
Paneele angezeigt, dass eine wirksame Verriegelung stattgefunden
hat.
-
5 zeigt
eine Ausgestaltung der zweiten und dieser gegenüberliegenden Seitenkante der
Paneele 1, 2, wobei beide Paneele mit jeweils
einer Feder 51, 52 und einer Nut 61, 62 ausgebildet
sind. Die Federn 51, 52 und die Nuten 61, 62 sind
in der Höhe versetzt
zueinander dergestalt angeordnet, dass die Federn 51, 52 in
die entsprechenden Nuten 62, 61 eingreifen können, um
so eine Verriegelung in Querrichtung Q zu bewirken. Die Paneele
werden zur Realisierung einer entsprechenden Verriegelung zunächst an
den ersten Seitenkanten verriegelt und dann in Querrichtung Q zueinander
verschoben, bis die dargestellte Endposition unter Bildung einer
minimalen Stoßfuge 73 erzielt
ist.
-
Die
Fugen 61, 62 sind durch je eine erste Lippe 63, 64 und
je eine zweite Lippe 65, 66 gebildet, wobei bei
dem ersten Paneel 1 die zweite Lippe 65 über die
erste Lippe 63 in Querrichtung Q hinausragt. Bei dem zweiten
Paneel 2 ist dies umgekehrt, die erste Lippe 64 ragt über die
zweite Lippe 66 in Querrichtung Q hinaus, wobei die je weils
herausragenden Lippen 64, 65 in die Unterseite
bzw. Oberseite der Federn 52, 51 übergehen.
-
In
dem dargestellten Ausführungsbeispiel
ist in die untere, zweite Lippe 65 des ersten Paneels sowie
die obere, erste Lippe 64 des zweiten Paneels je eine korrespondierende,
rinnenförmige,
im Querschnitt halbkreisförmige
Ausnehmung 71, 72 eingefräst, die im dargestellten, montierten
Zustand einen Kanal 75 ausbilden. In diesen Kanal 75 ist
ein separates Verriegelungselement 80, vorzugsweise aus Kunststoff,
eingeschoben, so dass eine formschlüssige Verriegelung in Querrichtung
Q bewirkt wird. Durch eine elastische Ausgestaltung des Verriegelungselementes 80 sowie
eine geringfügige Überdimensionierung
kann erreicht werden, dass die Paneele 1, 2 zueinander
verspannt werden, so dass die Stoßfuge 73 stets minimal
klein gehalten werden kann. Dadurch wird eine Vorspannung zwischen
den Paneelen 1, 2 nach dem Verlegen durch das
Einschieben des Verriegelungselementes 80 bewirkt, was
eine sichere Zuordnung der Paneele 1, 2 zueinander
sowie einen minimalen Oberflächenversatz
zur Folge hat. Ebenfalls wird die Stoßfuge 73 geschlossen
gehalten, so dass kein Schmutz oder keine Feuchtigkeit eindringen
kann und den Kern der Paneele 1, 2 aufweicht.
-
Die
Ausnehmungen 71, 72 sind so angeordnet, dass der
Kanal 75 bzw. das Verriegelungselement 80 parallel
und unterhalb der Stoßfuge 73 verläuft, wodurch
einerseits eine optimale Fertigungsmöglichkeit aufgrund der nahezu
symmetrischen Ausbildung gegeben ist, da eine Ausfräsung nur
teilweise innerhalb der entsprechenden Nuten 61, 62 erfolgen
muss, andererseits ist noch genügend
Material zur Aufnahme entsprechender Kräfte in dem Paneelwerkstoff
vorhanden.
-
Die 6 zeigt
eine Variante der Profilgestaltung an der zweiten und dieser gegenüberliegenden
Seitenkante der Paneele 1, 2, wobei an dem ersten
Paneel 1 eine Feder 51 und an dem zweiten Paneel
eine Nut 62 entlang der jeweiligen Seitenkanten ausgebildet
ist. Sowohl in die Oberseite der Feder 51 als auch in die
erste Lippe 64 der Nut 62 sind im Querschnitt
halbrunde Ausnehmungen eingefräst, die
beim Zusammenfügen
der beiden Paneele 1, 2 einen zylindrischen Kanal 75 ergeben.
In diesen Kanal 75 kann ein auf die entsprechende Länge zugeschnittener,
aus Kunst stoff extrudierter Schlauch als Verriegelungselement 80 eingeschoben
werden, so dass über
das Verriegelungselement 80 eine Verriegelung in Querrichtung
Q stattfindet. Die Nut 62 und Feder 51 verriegeln
die Paneele 1, 2 in vertikaler Richtung.
-
In
der 7 ist eine Variante der 6 dargestellt,
bei der die entsprechenden Ausnehmungen 71, 72 an
der Unterseite der Feder 51 bzw. der zweiten Lippe 66 der
Nut 62 ausgebildet sind. Die Ausnehmungen 71, 72 sind
korrespondierend zueinander ausgebildet, so dass ein sechseckiges
Verriegelungselement 80 in den entsprechend ausgebildeten Kanal 75 ausgebildet
ist. Der Kanal 75 ist in der 9 dargestellt,
die korrespondierende Ausgestaltung der Ausnehmungen 71, 72 sowie
der Nut 62 und der Feder 51 gemäß 6 sind
in der 8 dargestellt.
-
Das
Verlegen der Paneele 1, 2 mit einer Profilausgestaltung
gemäß der 5 bis 9 an
den zweiten und diesen gegenüberliegenden
Seitenkanten erfolgt, indem zunächst
an der ersten Seitenkante eines Paneels in eine dieser gegenüberliegende
Seitenkante eingelegt und verschwenkt wird, bis die an den zweiten
und diesen gegenüberliegenden
Seitenkanten zu verbindenden Paneele in einer Ebene liegen. Anschließend werden
die Paneele entlang der ersten Seitenkante aufeinander zu verschoben,
bis die Paneele aneinanderliegen und eine minimale Stoßfuge 73 bilden.
Gleichzeitig wird durch die Ausnehmungen 71, 72 ein
Kanal 75 gebildet, in den ein entsprechend geformtes Verriegelungselement 80 eingeschoben
wird. Auf diese Weise wird eine wirksame Verriegelung in vertikaler
Richtung sowie in Querrichtung Q bewirkt.
-
Nach
Entfernen des Verriegelungselementes 80 kann ohne Zerstörung der
Profile eine Demontage der Paneele vorgenommen werden, so dass eine
beliebige Anzahl an Verlegeoperationen durchgeführt werden kann. Eine solche
Ausgestaltung der Verriegelung eignet sich insbesondere für Elemente
des Messebaus.
-
In
den 12 und 13 sind
weitere Ausgestaltungen der Ausnehmungen 71, 72 dargestellt, die
ebenfalls mit dem oben beschriebenen Verfahren verlegt werden können. In 12 hat
der Kanal 75 eine dreieckige Querschnittsform, wobei die
oberer Ausnehmung 72 den Querschnitt eines gleichschenkligen
Trapezes aufweist und die untere Ausnehmung 71 in der Feder 51 eine
dreieckige Ausformung hat. Das Verriegelungselement 80 ist
V-förmig ausgebildet
und kann durch eine elastische Vorspannung eine entsprechende Kraftkomponente
in Querrichtung Q bewirken, so dass die Paneele 1, 2 aufeinander
zu bewegt werden.
-
In
der 13 sind jeweils zwei im Querschnitt dreieckige
Ausfräsungen 71, 72 in
die Feder 51 bzw. Nut 62 eingefräst, und
das Verriegelungselement 80 hat einen X-förmigen
Querschnitt. Durch das Einschieben der Verriegelungselemente 80 gemäß der 12 und 13 werden
die Schenkel zusammengedrückt
und halten zusätzlich
die Stoßfuge 72 eng
beieinander und damit dicht gegenüber Schmutz und Feuchtigkeit.
Um das Einschieben zu erleichtern, sind die Verriegelungselemente 80 an
ihren Enden verjüngt
ausgebildet.
-
In
den 10 und 11 sind
die Nut 62 und die Feder 51 dergestalt ausgebildet,
dass eine Verriegelung bei Ineinandergreifen von Nut 62 und Feder 51 in
Querrichtung Q erfolgt. An den vertikalen Kanten der Nut 62 und
Feder 51 sind entsprechende Ausnehmungen eingefräst, in die
ein Verriegelungselement 80 eingeschoben werden kann. In
der 10 sind diese Ausnehmungen dergestalt ausgebildet, dass
ein rechteckiges Verriegelungselement 80 eingeschoben ist.
-
In
der 11 ist eine Variante der 10 dargestellt,
bei der der Kanal 75 in Kreisform ausgebildet ist. Durch
eine solche Ausgestaltung der zweiten und dieser gegenüberliegenden
Seitenkante der Paneele 1, 2 erfolgt eine wirksame
Verriegelung in Querrichtung Q bereits durch das Einlegen der Feder 51 in
die Nut 62. Durch die dargestellte Geometrie wird eine
sehr hohe Auflagefläche
bereitgestellt, so dass Kräfte
gut aufgenommen und abgeleitet werden können. Ebenfalls sind die Ausnehmungen 71, 72 relativ
leicht zu fertigen, insbesondere auszufräsen, und für beide Seitenkanten wird nur
ein Werkzeug benötigt.
Weiterhin wird bei entsprechender Ausgestaltung der Verriegelungselemente 80 ein
Druck aufgebaut, der die Paneele 1, 2 aufeinander
zu bewegt und verspannt. Die sichere Verriegelung in Vertikalrichtung
V ist ebenfalls gewährleistet.
-
Die
Verriegelungselemente 80 und die Nuten und Federn können auch
abweichende Geometrien aufweisen, wobei durch dass Verriegelungselement oder
die Verriegelungselemente diejenige Bewegungskomponente eliminiert
wird, die nicht durch die Feder-Nut-Verbindung blockiert ist. Vorteilhafterweise
bewirkt das Verriegelungselement eine Verspannung der Paneele zueinander,
so dass die Stoßfuge minimiert
wird. Der Kanal zum Einlegen des Verriegelungselementes kann dabei über die
gesamte Fugenbreite oder Nutbreite verlaufen, lediglich korrespondierende
Formschlußelemente
müssen
vorhanden sein, um eine Verriegelung zu bewirken.
-
14 zeigt
ein Fußbodenpaneel 1,
das aus einer mitteldichten oder hochverdichteten Faserplatte (MDF
oder HDF) besteht. An der Oberseite 15 ist das Fußbodenpaneel 1 mit
einer Dekorschicht 16 versehen, die beispielsweise durch
eine eine Holzmaserung aufweisende Papierlage gebildet sein kann,
die mit einer als Verschleißschutz
dienenden Kunstharzschicht überzogen
ist. An der Unterseite 7 kann eine Schalldämmlage aufgeklebt
sein, um die Trittschalleigenschaften der verlegten Fußbodenpaneele
zu verbessern. Alternativ zu der Verwendung einer HDF- oder MDF-Platte
kann das Paneel 1 aus einem OSB-Werkstoff (orientated strands
board) gefertigt werden, wobei hier auf eine Dekorschicht 16 verzichtet
werden kann. An einer ersten Seitenkante, vorzugsweise an der Längsseite
des Paneels 1, ist das Paneel 1 mit einer Feder 10 und
an der gegenüberliegenden
Seitenkante mit einer Ausnehmung 3 versehen.
-
Die
Ausnehmung 3 und die Feder 10 verlaufen über die
volle Länge
der Seitenkanten. An der Feder 10 ist eine nach außen ragende,
mit einer Spitze versehende Nase vorgesehen, die in einen Vorderbereich übergeht,
der eine bogenförmige
Kontur aufweist. An diesen Vorderbereich der Feder 10,
der einen Hinterschnitt 13 ausbildet, schließt sich
ein Auflagerbereich 14 an, der in einem Winkel μ zur Oberseite 15 der
Paneele 1 geneigt ausgebildet ist. An den Auflagerbereich 14 schließt sich
eine im wesentlichen vertikal ausgerichtete Wandung 111 an.
-
Der
Hinterschnitt 13 bewirkt, wie in 15 gezeigt,
eine Verriegelung in Querrichtung Q, in dem eine formschlüssige Verriegelung
mit einem korrespondierenden Absatz 9 der Ausnehmung 3 hergestellt
wird. Im montierten Zustand greift die Feder 10 in einen
durch eine Oberlippe 4 der Ausnehmung 3 gebildeten
Hinterschnitt ein, so dass die Oberseite 120 der Feder 10 an
einer Unterseite 40 der Oberlippe anliegt und eine Verriegelung
in vertikaler Richtung entlang der ersten und der dazu gegenüberliegenden
Seitenkante erfolgt. Der Absatz 9 ist an einer Unterlippe 6 der
Ausnehmung 3 ausgebildet und schließt diese ab, wobei auf der
Oberseite des Absatzes 9 eine geneigte Absatzoberfläche 5 ausgebildet ist,
die als Abstützung
für den
Auflagerbereich 14 dient. Den Abschluss des Paneels bildet
eine im wesentlichen vertikal verlaufende Absatzvorderseite 81, die über eine
Rundung in die Absatzoberseite 5 übergeht.
-
Durch
die Absatzoberseite 5 und den Auflagerbereich 14 wird
eine relativ große
Auflagefläche bereitgestellt,
auf der die beiden Paneele 1, 2 im verbundenen
Zustand aufeinander liegen. Die Abschrägung um den Winkel μ bewirkt,
dass bei einer vertikalen Belastung eine Bewegungskomponente in
Querrichtung Q aufeinander zu erzeugt wird, so dass im verriegelten
Zustand bei einer von oben einwirkenden Kraftkomponente der Spalt
zwischen den beiden Paneelen 1, 2 verringert wird
und die ursprüngliche Verriegelung
durch Einlegen und Einschwenken eines ersten Paneels in ein zweites
Paneel ohne eine Vorspannung erfolgen kann.
-
Der
Absatz 9 ist so ausgebildet, dass an der Absatzvorderseite 81 eine
Ausnehmung 311 ausgebildet ist, in die, wie in der 15 ersichtlich,
ein korrespondierender Vorsprung 300 an der Wandung 111 der
ersten Seitenkante eingreift. Die Ausnehmung 311 bildet
einen Hinterschnitt, so dass durch ein formschlüssiges Eingreifen des Vorsprunges 300 in die
Ausnehmung 311 eine Verriegelung in Vertikalrichtung V
ausgebildet wird. Oberhalb der gerundeten Verbindung von der Absatzoberseite 5 zu
der Absatzvorderseite 81 ist im montierten Zustand ein
Freiraum 180 ausgebildet, der eine gewisse Bewegung des
Paneels 1 in Richtung auf das zweite Paneel 2 bei
einer vertikalen Belastung zulässt.
Ebenfalls können
sich in diesem Freiraum 180 Späne sammeln. Die Unterseite
des Vorsprunges 300 liegt auf einer korrespondierenden
Schräge
der Ausnehmung 311 auf, so dass eine präzise Winkelzuordnung der Paneele 1, 2 gewährleistet
ist. Neben der formschlüssigen
Verriegelung an der Oberseite 120 der Feder 10 wird
durch die Ausbildung der Formschlusselemente 300, 311 ein
zweiter Verriegelungspunkt in vertikaler Richtung bereitgestellt,
so dass eine erhöhte
Sicherheit gegen ein ungewolltes Zurückschwenken des ersten Paneels 1,
vorliegend entgegen dem Uhrzeigersinn, verhindert wird.
-
Zwischen
der Feder 10 und der Oberseite 15 des Paneels 1 ist
ein Hinterschnitt 17 ausgebildet, der sich an eine im rechten
Winkel zu der Oberseite 15 verlaufende Kante anschließt. Der
Hinterschnitt 17 bildet im montierten Zustand einen Freiraum
aus, in dem Abrieb oder nicht entfernte Späne aus dem Herstellungsprozess
aufgenommen werden können. Ebenfalls
ist eine entsprechende Ausbildung des runden Vorderbereiches der
Feder 10 vorgesehen, so dass die Feder 10 im montierten
Zustand ebenfalls einen Spalt 19 ausbildet, der als Staubtasche
und Bewegungsraum wirken kann.
-
Das
Verlegen und Verriegeln zweier Paneele 1, 2 mit
einem solchen Profilbild erfolgt, indem das erste Paneel 1 mit
der Feder 10 winklig zu dem zweiten Paneel 2 angesetzt
und die Feder 10 in der Ausnehmung 3 des zweiten
Paneels 2 eingelegt wird. Anschließend wird das abgewinkelte
erste Paneel 1 um eine Achse parallel zu der Längsrichtung
der ersten Seitenkante verschwenkt, vorliegend in Uhrzeigerrichtung,
so dass der mit einer runden Kontur versehene Vorderbereich der
Feder 10 in der korrespondierend gestalteten Ausnehmung 3 entlanggleitet,
bis die Oberseite 120 der Feder 10 an der korrespondierten
Unterseite 40 der Oberlippe 4 anliegt. In diesem Zustand,
wie in der 15 gezeigt ist, ist durch den Hinterschnitt
der Oberlippe 4 und den Absatz 9 eine wirksame
Verriegelung in Vertikalrichtung V und in Querrichtung Q erreicht.
-
16 zeigt
ein Fußbodenpaneel 1,
das nicht von der Erfindung umfasst ist, in der Profilgestaltung
der ersten Seitenkante, wobei das Paneel mit einer Feder 10 und
an der gegenüberliegenden Seite
mit einer korrespondierend ausgebildeten Nut 3 versehen.
Die Nut 3 und die Feder 10 verlaufen über die
volle Länge
der Seitenkante. An der Feder 10 ist eine nach außen ragende,
abgerundete Nase vorgesehen, an die sich die Unterseite 12 der
Feder 10 mit einem abgerundeten Konturverlauf anschließt. Der Radius
dieser Kontur ist über
zumindest 90 Umfangsgrad konstant und ermöglicht so ein einfaches Eingleiten
der Feder 10 in die Nut 3.
-
Im
montierten Zustand greift die Feder 10 in einen durch die
Oberlippe 4 der Nut 3 gebildeten Hinterschnitt
ein, so dass entlang der ersten Kante eine Verriegelung in vertikaler
Richtung V erfolgt. Die Verriegelung in Querrichtung Q erfolgt durch
das formschlüssige
Anliegen der Unterseite 12 der Feder 10 an einem
Absatz 9, der die Nut 3 abschließt. Auf
der Oberseite des Absatzes 9 ist eine horizontal verlaufende
Fläche
ausgebildet, die als Abstützung
für einen
Auflagerbereich 14 dient.
-
17 und 18 zeigen
ein Fußbodenpaneel 1,
das nicht von der Erfindung umfasst ist, mit einer alternativen
Profilgestaltung. Auch hier ist das Paneel 1 mit einer
Feder 10 und an der gegenüberliegenden Seitenkante mit
einer Ausnehmung 3 versehen. Die Ausnehmung 3 und
die Feder 10 verlaufen über
die volle Länge
der einander gegenüberliegenden
Seitenkanten. An der Feder 10 ist eine nach außen ragende,
mit einer senkrechten Vorderseite versehende Spitze 101 vorgesehen,
wobei die Feder 10 eine nach oben ansteigende, keilförmige Kontur aufweist.
Von der Spitze 101 der Feder 10 verläuft eine
waagerechte Unterseite 12, an die sich ein Hinterschnitt 13 anschließt, der
durch eine geneigte, geradlinige Wandung 130 ausgebildet
ist, die in einem Winkel β zu
der Oberseite 15 geneigt verläuft. Ein sich an die Wandung 130 anschließender Auflagerbereich 14 verläuft parallel
zu der Oberseite 15 der Paneele 1, und bietet
eine günstige
Auflagefläche
zur Aufnahme vertikaler Kräfte.
Der Auflagerbereich 14 wird paneelseitig durch eine leicht
zu der Vertikalen geneigte Wandung 111 begrenzt, wobei
der Winkel λ ein
spitzer Winkel ist.
-
Der
Hinterschnitt 13 bewirkt, wie in der nicht von der Erfindung
umfassten 19 gezeigt, eine Verriegelung
in Querrichtung Q, in dem eine formschlüssige Verriegelung mit einem
korrespondierenden Absatz 9 der Ausnehmung 3 hergestellt
wird. Im montierten Zustand greift die Feder 10 in einen
durch eine Oberlippe 4 der Ausnehmung 3 gebildeten
Hinterschnitt ein, so dass eine geradlinige, vorliegend geneigte
Oberseite 120 der Feder 10 an einer Unterseite 40 der
Oberlippe 4 anliegt und eine Verriegelung in vertikaler
Richtung V entlang der ersten und dazu gegenüberliegenden Seitenkante erfolgt.
Der Absatz 9 ist an einer Unterlippe 6, die eine
waagerechte Oberseite 60 aufweist, der Ausnehmung 3 ausgebildet
und schließt
diese ab, wobei auf der Oberseite des Absatzes 9 eine waagerechte
Absatzoberfläche
ausgebildet ist, die als Abstützung
für den
Auflagerbereich 14 dient. Den Abschluss des Paneels bildet
eine geneigt verlaufende Absatzvorderseite 81, die über eine
Rundung in die Absatzoberseite übergeht.
-
Durch
die Absatzoberseite und den Auflagerbereich 14 wird eine
relativ große
Auflagefläche
bereitgestellt, auf der die beiden Paneele 1, 2 im
verbundenen Zustand aufeinander liegen. Der Absatz 9 ist
so ausgebildet, dass an der Absatzvorderseite 81 eine Ausnehmung 311 ausgebildet
ist, in die, wie in der 19 ersichtlich,
ein korrespondierender Vorsprung 300 an der Wandung 111 der
ersten Seitenkante eingreift. Die Ausnehmung 311 bildet
einen Hinterschnitt, so dass durch ein formschlüssiges Eingreifen des Vorsprunges 300 in
die Ausnehmung 311 eine Verriegelung in Vertikalrichtung
V bewirkt wird.
-
Die
Oberseite des Vorsprunges 300 liegt auf einer korrespondierenden
Schräge
der Ausnehmung 311 auf, so dass eine präzise Winkelzuordnung der Paneele 1, 2 gewährleistet
ist. Neben der formschlüssigen
Verriegelung an der Oberseite 120 der Feder 10 wird
durch die Ausbildung der Formschlusselemente 300, 311 ein
zweiter Verriegelungspunkt in vertikaler Richtung bereitgestellt,
so dass eine erhöhte
Sicherheit gegen ein ungewolltes Zurückschwenken des ersten Paneels 1,
vorliegend entgegen dem Uhrzeigersinn, verhindert wird. Die Verriegelungswirkung
wird durch die geradlinige Ausgestaltung der Federoberseite 120,
der Unterseite 40 der Oberlippe 4, der Oberseite 60 der
Unterlippe 6 und der Unterseite 12 der Feder 10 erhöht, da die
geradlinige Ausgestaltung ein Verschwenken erschwert und das Profil
aufgrund der elastischen Rückstellkraft
der Paneele in Position gehalten wird. Weiterhin wird durch die parallele
Ausbildung der Spitze 101 der Feder 10 und des
Nutgrundes 50 der Ausnehmung 3 eine weitere Festlegung
bewirkt.