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DE20320695U1 - Kunststoffprodukt, insbesondere Flaschenkasten, und Werkzeug zur Herstellung eines Kunststoffprodukts - Google Patents

Kunststoffprodukt, insbesondere Flaschenkasten, und Werkzeug zur Herstellung eines Kunststoffprodukts Download PDF

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DE20320695U1 DE20320695U DE20320695U DE20320695U1 DE 20320695 U1 DE20320695 U1 DE 20320695U1 DE 20320695 U DE20320695 U DE 20320695U DE 20320695 U DE20320695 U DE 20320695U DE 20320695 U1 DE20320695 U1 DE 20320695U1
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Abstract

Kunststoffprodukt, insbesondere Flaschenkasten, mit zumindest einem Griff (10) mit Oberflächen (16, 18), dadurch gekennzeichnet , dass zumindest eine Oberfläche (16) eine erhaben ausgebildete graphische Information (14), wie z.B. Buchstaben, Zahlen, Zeichen, Logos oder ähnliches aufweist, die von der Oberfläche (16) um mindestens einen Millimeter vorsteht.

Description

  • Technisches Gebiet
  • Die Erfindung betrifft ein Kunststoffprodukt, insbesondere einen Flaschenkasten, sowie ein Werkzeug zur Herstellung eines Kunststoffprodukts.
  • Kunststoffprodukte jeglicher Art, beispielsweise Behälter, dienen häufig dem Transport und der Lagerung von zumeist schweren Gegenständen. Aus diesem Grund weisen derartige Produkte üblicherweise einen oder mehrere Griffe auf. An den Griffen kann ein derartiges Produkt ergriffen und versetzt oder getragen werden. Für derartige Griffe ist es aufgrund des erheblichen Gewichts eines Behälters aus Kunststoff, der mit Gütern gefüllt ist, wünschenswert, ein angenehmes Tragegefühl zu erreichen und zu verhindern, dass der Griff beim Tragen des Behälters in die Hand "einschneidet".
  • Stand der Technik
  • Aus der EP 0 260 698 B2 ist ein Handgriff für Behältnisse, insbesondere für Flaschenkästen bekannt, der für ein bequemes Tragen mit einer Vielzahl von eng beabstandeten Lamellen ausgebildet ist.
  • Darstellung der Erfindung
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Kunststoffprodukt, insbesondere einen Flaschenkasten, im Hinblick auf den Nutzen für dasjenige Unternehmen, mit dessen Produkten das Kunststoffprodukt gefüllt ist, zu verbessern und ein angenehmes Tragegefühl beizubehalten. Ferner soll ein für die Herstellung eines derartigen Kunststoffprodukts geeignetes Werkzeug zur Verfügung gestellt werden.
  • Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt zum einen durch das im Anspruch 1 beschriebene Kunststoffprodukt.
  • Demzufolge weist ein Kunststoffprodukt, insbesondere ein Flaschenkasten, zumindest einen Griff mit Oberflächen auf, der bevorzugt integral an dem Produkt vorgesehen ist. Wie ohne weiteres ersichtlich ist, liegen die Oberflächen des Griffs beim Anheben und Tragen des Kunststoffprodukts zumindest teilweise an der Innenfläche der Hand der tragenden Person an. Hierbei wird ein angenehmes Tragegefühl durch die erfindungsgemäße Maßnahme erreicht, wonach an zumindest einer Oberfläche des Griffs eine erhaben ausgebildete graphische Information, wie z.B. Buchstaben, Zahlen, Zeichen, Logos oder ähnliches, von der Oberfläche um zumindest einen Millimeter vorsteht.
  • Die in dieser Weise ausgebildete graphische Information führt zu zweierlei Vorteilen. Im Hinblick auf das Anheben und Tragen eines Kunststoffprodukts, das mit dem in dieser Weise gestalteten Griff versehen ist, wird ein angenehmes Tragegefühl dadurch erreicht, dass der Griff eine gewisse Dicke, oder ein gewisses Volumen, aufweist, so dass ein unangenehmes "Einschneiden" in die Hand vermieden wird. Insbesondere ergibt sich der "voluminöse", angenehm zu umgreifende Eindruck des Griffs unter Vermeidung von herstellungstechnischen Problemen. Beim Spritzgießen von Kunststoff können nämlich massive Bereiche eines Kunststoffprodukts nicht ohne Schwierigkeiten und/oder besondere Maßnahmen ausgebildet werden. Bei dem erfindungsgemäßen Kunststoffprodukt ergibt sich ein Griff, der sich massiv und damit angenehm anfühlt, durch die hervorstehende Ausbildung der graphischen Information, beispielsweise einer Beschriftung. Die Hand liegt zumindest teilweise an den hervorstehenden Oberflächen der graphischen Information an, so dass das Produkt in angenehmer Art und Weise getragen werden kann. Gleichzeitig kann durch die graphische Information durch eine Vielzahl von begrenzten, hervorstehenden Bereichen, beispielsweise eine Vielzahl von geraden oder gekrümmten Stegen zur Ausbildung von Buchstaben, Zahlen, Zeichen, Logos oder dergleichen, eine vollständig massive Ausbildung des Griffs vermieden werden. Folglich ist das erfindungsgemäße Kunststoffprodukt mit dem beschriebenen Griff vergleichsweise einfach herzustellen. Der vorteilhafte Unterschied zu bekannten, geringfügig vorstehenden Beschriftungen oder Logos von Flaschenkästen, die auch im Bereich eines Griffs vorgesehen sein können, besteht darin, dass die graphische Information mit einer Höhe von zumindest einem Millimeter ausgebildet wird. Hierdurch ergibt sich beim Ergreifen und Tragen ein deutlicher Abstand zu derjenigen Oberfläche, an der die graphische Information ausgebildet ist. Insbesondere liegt deshalb die Innenfläche einer Hand lediglich an begrenzten Oberflächenbereichen, nämlich den Oberflächen der hervorstehenden graphischen Information an, was ein unangenehmes, flächiges Anliegen vermeidet, das bei den bekannten, weniger weit vorstehenden Beschriftungen auftritt. Es sei erwähnt, dass als Untergrenze für die Höhe der graphischen Information auch höhere, bevorzugt ganzzahlige Millimeterwerte in Betracht kommen und als erfindungswesentlich anzusehen sind, da sie jeweils die beschriebenen Vorteile gewährleisten.
  • Ein zweiter wesentlicher Vorteil, insbesondere für das Unternehmen, mit dessen Produkten das Kunststoffprodukt, insbesondere ein Flaschenkasten gefüllt ist, ergibt sich dadurch, dass die von einer Oberfläche vorstehende graphische Information ohne zusätzlichen Aufwand und mit einem Nutzen für den Konsumenten, nämlich das angenehme Tragegefühl, für Werbezwecke und dergleichen verwendet verwendet kann. Beispielsweise kann die graphische Information durch die Bezeichnung, den Schriftzug, das Logo oder dergleichen des Unternehmens gebildet werden, dessen Produkte in dem Kunststoffprodukt aufgenommen sind. Ferner sind Aufdrucke wie "Eigentum von ..." denkbar. Durch das erfindungsgemäße Kunststoffprodukt wird folglich ein angenehmes Tragegefühl mit dem Vorteil des Produzenten kombiniert, zusätzlich Werbefläche nutzen zu können und/oder eine Bedruckung mit graphischer Information der genannten Art zumindest teilweise einzusparen.
  • Bevorzugte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Kunststoffprodukts ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen.
  • Die von der Oberfläche vorstehende graphische Information kann als "Negativ" ausgebildet sein. Mit anderen Worten müssen nicht diejenigen Buchstaben oder Zeichen, die einen Schriftzug, ein Logo oder dergleichen bilden, als solche von der Oberfläche vorstehen. Vielmehr können im Sinne eines Negativs diese Buchstaben oder Zeichen gegenüber der Umgebung zurückgesetzt sein, so dass die Flächen in der Umgebung gegenüber einer (gedachten) Oberfläche, auf deren Niveau sich die graphische Information als Positiv befindet, vorstehen. Auch hierdurch ergibt sich eine angenehme Anlagefläche für eine tragende Hand, ohne dass der Griff vollständig massiv auszubilden ist. Dies wird weiter dadurch unterstützt, dass die von einem bestimmten Niveau vorstehende graphische Information als Negativ vergleichsweise begrenzt ist, indem somit um die graphische Information herum ein vergleichsweise schmaler Rand vorstehend ausgebildet ist. Diese Maßnahme muss jedoch nicht unbedingt gewählt werden. Vielmehr kann die graphische Information als Positiv zurückgesetzt in einem im Übrigen massiv ausgebildeten Griff vorhanden sein, so dass das Negativ von dem Niveau des Positivs vorstehend ausgebildet ist.
  • Die Höhe, um welche die graphische Information von der umgebenden Oberfläche vorsteht, kann in zumindest einer Richtung variieren. Beispielsweise können im Bereich eines Schriftzugs einzelne Buchstaben, beispielsweise am Beginn und am Ende des Schriftzugs, mit einer geringeren Höhe versehen sein als andere. Selbstverständlich kann die Höhe auch innerhalb einzelner Buchstaben variieren, und kontinuierlich, gerundet oder in sonstiger, beliebiger Weise zu- oder abnehmen. Ferner kann die Höhe der graphischen Information gegenüber der unmittelbar umgebenden Oberfläche, gemäß einer Verwendungsstellung, auch in vertikaler Richtung variieren. Im Bereich einer graphischen Information, die in vertikaler Richtung eine gewisse Erstreckung aufweist, können beispielsweise weiter untenliegende und/oder weiter obenliegende Bereiche mit einer geringeren Höhe, sowie einer zu- oder abnehmenden Höhe, versehen sein, um eine ergonomisch angepasste und angenehm zu ergreifende und angenehm an die Innenfläche einer Hand anliegende Oberflächenkontur der graphischen Information zu erreichen.
  • An dem Griff des erfindungsgemäßen Kunststoffprodukts können in der Umgebung der graphischen Information weitere vorstehende Bereiche vorhanden sein. Insbesondere in diesem Fall wird bevorzugt, dass die vorstehend ausgebildete graphische Information hinsichtlich ihrer Höhe an die Höhe von ebenfalls vorstehenden Bereichen in der Umgebung der graphischen Information zumindest heranreicht. Dies begünstigt den erfindungsgemäßen Effekt, dass eine Hand, die den Griff ergreift, nicht nur an den vorstehenden Bereichen in der Umgebung der graphischen Information anliegt, sondern zumindest teilweise auch an der graphischen Information, was das Gefühl eines vergleichsweise dicken Griffs vermittelt, der angenehm zu ergreifen ist. Beispielsweise ist der Griff eines Flaschenkastens, im Querschnitt gesehen, üblicherweise vergleichsweise dünn und erstreckt sich "schlank" in vertikaler Richtung. An der Unterkante des Griffs, also zu der Greiföffnung gerichtet, ist, um an dieser Unterkante eine vergleichsweise breite Auflagefläche für die Hand zu erreichen, die wenig "einschneidet", eine sich weitgehend horizontal erstreckende Leiste oder ein Steg ausgebildet, der von der Außenwand des Kastens beispielsweise nach innen vorsteht. Dies bewirkt, wie erwähnt, an der Unterkante des Griffs ein breit anliegendes, angenehmes Tragegefühl. Damit sich der Griff auch im Übrigen "dick" und angenehm anfühlt, kann oberhalb dieser Leiste die erfindungsgemäß ausgebildete graphische Information vorhanden sein. Hierbei wird gemäß der bevorzugten Ausführungsform der erwünschte Effekt dadurch verstärkt, dass die graphische Information hinsichtlich ihrer Höhe zumindest näherungsweise die (gegenüber der Kastenaußenwand vorstehende, also in horizontaler Richtung gemessene) Höhe der beschriebenen Leiste an der Griffunterkante erreicht, und somit von einer Hand in angenehmer Art und Weise umschlossen werden kann. In diesem Zusammenhang wird unter vorstehenden Bereichen in der "Umgebung" der graphischen Information ein jeglicher vorstehender Bereich innerhalb einer Umgebung von beispielsweise wenigen Zenitmetern um die graphische Information verstanden. Unter der Beschreibung, wonach die graphische Information hinsichtlich ihrer Höhe zumindest annäherungsweise die Höhe der vorstehenden Bereiche in der Umgebung erreicht, wird eine jegliche Höhe verstanden, bei der beim Ergreifen des Griffs zumindest teilweise eine Berührung der graphischen Information erfolgt. Bei Versuchen hat sich hierbei eine Höhe der graphischen Information von zumindest etwa 80% der Höhe der umgebenden Bereiche als günstig erwiesen. Selbstverständlich kann die graphische Information auch über die umgebenden, vorstehenden Bereiche hervorstehen und führt damit umso mehr zu einem sich massiv anfühlenden Griff. Insbesondere wenn die graphische Information jedoch in der Verwendungsstellung unterhalb einer an der Oberkante des Griffs vorstehenden Leiste oder eines entsprechenden Steges ausgebildet ist, kann auch eine geringere Höhe der graphischen Information ausreichend sein. Hierbei können ferner an einem Griff, der sich beispielsweise schlank in vertikaler Richtung erstreckt, unterschiedlich weit in horizontaler Richtung vorstehende Bereiche berücksichtigt werden. In einer Querschnittsansicht des Griffs kann hier eine gedachte Linie vorgesehen werden, die sich beispielsweise von einem Punkt, der am weitesten vorsteht, zu einem Punkt erstreckt, der am wenigsten weit vorsteht. Solange die graphische Information hinsichtlich ihrer Höhe an eine derartige Linie im Querschnitt gesehen zumindest heranreicht, wird die graphische Information beim Ergreifen und Tragen an dem Griff für die Innenfläche der Hand spürbar, so dass das angenehme, voluminöse Gefühl des Griffs erzeugt wird. Unter der Maßgabe, dass die graphische Information zumindest "teilweise" an die Höhe umgebender, vorstehender Bereiche heranreicht, ist zu verstehen, dass die graphische Information Höhenvariationen aufweisen kann, und dass es ausreichen kann, wenn lediglich Bereiche der graphischen Information die beschriebene Höhe aufweisen.
  • Eine weitere Hervorhebung der graphischen Information bei einer gleichzeitigen Beibehaltung des angenehmen Tragegefühls ergibt sich, wenn die Oberfläche, auf welcher die graphische Information ausgebildet ist, im Bereich der graphischen Information und bevorzugt auch deren Umgebung zurückgesetzt ist. Mit anderen Worten kann ein zurückgesetzter Bereich ausgebildet werden, der hierdurch eine vergleichsweise geringe Wanddicke aufweist. Durch die vorstehende Gestaltung der graphischen Information kann, ohne dass Probleme wegen einer massiven Ausbildung mit hoher Wanddicke auftreten, das Produkt mit einem "dicken" und damit angenehmen Tragegefühl versehen werden.
  • In dem zuletzt beschriebenen Fall kann es vorteilhaft sein, wenn vorstehende Bereiche in der Umgebung der graphischen Information den Höhenvariationen derselben zumindest teilweise folgen. Beispielsweise ergibt sich zusätzlich ein angenehmer optischer Eindruck, wenn sich die Höhe der graphischen Information in horizontaler Richtung, beispielsweise entlang eines Schriftzugs, verändert, und eine zu dem Greiffreiraum hin ausgebildete Leiste dieser Höhenveränderung folgt.
  • Die Lösung der oben genannten Aufgabe erfolgt ferner durch das im Anspruch 7 beschriebene Werkzeug, insbesondere Spritzgießwerkzeug, zur Herstellung eines Kunststoffprodukts. Dieses Werkzeug weist einen Formhohlraum mit Innenflächen, insbesondere zur Ausbildung zumindest eines Griffs auf. Zumindest eine derjenigen Innenflächen, die für die Ausbildung des Griffs vorgesehen sind, ist mit einer graphischen Information, wie z.B. Buchstaben, Zahlen, Zeichen, Logos oder ähnlichem versehen, die von der Innenfläche zumindest einen Millimeter zurückgesetzt ist. Hierdurch lässt sich in vorteilhafter Weise und unter Vermeidung herstellungstechnischer Probleme aufgrund umfangreicher, massiver Bereiche ein verbessertes Kunststoffprodukt ausbilden.
  • Die bevorzugten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Werkzeugs entsprechen im Wesentlichen den bevorzugten Ausführungsformen des Kunststoffprodukts, wobei selbstverständlich für das Werkzeug, in dessen Formhohlraum das Kunststoffprodukt erzeugt wird, die "Negativform" zu beachten ist. Im Übrigen wird jedoch eine detaillierte Beschreibung der Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Werkzeugs nicht als erforderlich angesehen.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Nachfolgend wird eine beispielhaft in den Figuren dargestellte Ausführungsform der Erfindung näher erläutert.
  • Es zeigen:
  • 1 eine perspektivische Ansicht des Griffs eines erfindungsgemäßen Kunststoffprodukts;
  • 2 eine seitliche Draufsicht auf den in 1 gezeigten Griff; und
  • 3 eine Ansicht von oben des in 1 und 2 gezeigten Griffs.
  • Ausführliche Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
  • In 1 ist in einer perspektivischen Ansicht der Griff 10 eines Kunststoffprodukts, beispielsweise eines Flaschenkastens, gezeigt, der sich in der Verwendungsstellung oberhalb eines Greiffreiraums 12 befindet. An den gezeigten Griff 10 schließt sich-seitlich sowie üblicherweise, den Greiffreiraum 12 seitlich umgebend, nach umgebend, eine Außenwand eines Flaschenkastens an. Beim Ergreifen des Flaschenkastens wird die Hand zumindest teilweise in den Greiffreiraum 12 eingeführt, und der Griff 10 ergriffen, so dass der Flaschenkasten hochgehoben und getragen werden kann. Es sei erwähnt, dass es sich gemäß der bevorzugten Ausführungsform bei der gezeigten Seite um die Innenseite des Kastens handelt. Die graphische Information 14 kann jedoch zusätzlich oder alternativ an einer Außenseite vorgesehen sein.
  • Wie in der Schnittdarstellung am linken Rand der 1 zu erkennen ist, ist der Griff 10 in vertikaler Richtung vergleichsweise schlank und mit einer gewissen Wanddicke ausgebildet. An der Unter- und Oberkante ist der Griff abgerundet oder gewölbt gestaltet, um in diesen Bereichen ein angenehmes Tragegefühl zu erzeugen. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Oberfläche 16 in der Umgebung der graphischen Information 14, im gezeigten Fall in Form eines Rechtecks, gegenüber der übrigen Oberfläche des Griffs 18 zurückgesetzt. In dem zurückgesetzten Bereich 16 ist die graphische Information vorstehend ausgebildet. Bei dem gezeigten Beispiel variiert die Höhe der graphischen Information 14 in zwei Richtungen. Eine derartige Höhenvariation kann jedoch auch in lediglich einer Richtung vorgesehen sein, oder gänzlich entfallen. Bei dem gezeigten Beispiel vergrößert sich die Höhe gegenüber der Oberfläche 16 in etwa den beiden rechten "Dritteln" im Verlauf des Buchstabens "S", sowie ein wenig am linken Rand des "y". Ferner verringert sich die Höhe am rechten Rand des Schriftzugs "Systems GmbH" in weiten Bereichen des Buchstabens "H". Folglich variiert im Bereich dieses Schriftzugs die Höhe in der horizontalen Richtung. Es sei erwähnt, dass gemäß dieser bevorzugten Ausführungsform die Höhe der am unteren Rand des Griffs 10 ausgebildeten Leiste 20, bezogen auf die zurückgesetzte Oberfläche 16, ebenfalls variiert. Diese Variation kann in beliebiger Weise vorgesehen werden. Bei der dargestellten, bevorzugten Ausführungsform folgt diese jedoch der Höhenvariation des Schriftzugs, indem im Bereich der Buchstaben "Sy" mittels einer Schräge 22 eine Vergrößerung der Höhe, und im Bereich des Buchstabens "H" durch eine Schräge 24 eine Verringerung der Höhe erfolgt. Es versteht sich, dass die Höhenvariation ohne Knicke, also gerundet, geschwungen oder gebogen ausgebildet sein kann, und auch in anderen Bereichen des Schriftzugs oder der Leiste 20 vorgesehen sein kann.
  • Für die graphische Information "ARCA" im oberen Bereich ist zu erkennen, dass hier die Höhe in vertikaler Richtung variiert, indem sämtliche Buchstaben etwa im Bereich ihres oberen "Viertels" derart mit einer Schräge 26 versehen sind, dass hier ihre Höhe nach obenhin abnimmt. In 1 ist schließlich zu erkennen, dass die graphische Information in Form des Schriftzugs 14 weitgehend senkrecht von der Oberfläche 16 vorstehend ausgebildet ist. Selbstverständlich sind beliebige andere Gestaltungen, beispielsweise ein schräges Vorstehen oder eine sich zu der Oberfläche 16 hin verbreiternde Ausbildung möglich.
  • In der Draufsicht von 2 ist an dem Griff 10 wiederum die in dem gezeigten Fall rechteckig ausgebildete, gegenüber der sonstigen Oberfläche 18 zurückgesetzte Oberfläche 16 zu erkennen. An dem Schriftzug 14 sind diejenigen Kanten dargestellt, die sich angesichts der Schräge 26 im Bereich etwa des oberen "Viertels" des Wortes "ARCA" und im Bereich der Buchstaben "Sy" und "H" ergeben. Dies gilt ferner für die Schrägen 22 und 24 im Bereich der unterhalb des Schriftzugs 14 vorgesehenen Leiste 20.
  • In der Ansicht von 3 ist gut zu erkennen, dass der Schriftzug 14 bei dem gezeigten Beispiel über das Niveau der Oberfläche 18, von der die Oberfläche 16 zurückgesetzt ist, vorsteht. An den Randbereichen des Schriftzugs ist erneut die Abschrägung dargestellt. Es versteht sich, dass die Höhe des Schriftzugs 14 entlang seiner Längserstreckung, also gemäß 3 von links nach rechts, zusätzlich variieren könnte, beispielsweise um zusätzliche optische Effekte zu erzielen und/oder eine weitere ergonomische Verbesserung zu erreichen, wenngleich die Höhe in dem gezeigten Fall weitgehend gleichbleibend ist. Beim Ergreifen eines Kunststoffprodukts, das mit dem dargestellten Griff 10 bevorzugt integral ausgebildet ist, werden die Finger üblicherweise in die Greiföffnung 12 (vgl. 1) eingeführt, und der gezeigte Griff mit der Hand umschlossen. Da es sich bei dem dargestellten Beispiel um die Innenfläche eines Flaschenkastens handelt, an welcher der Schriftzug ausgebildet ist, liegen die Oberseiten der Buchstaben des Schriftzugs an der Handinnenfläche an. Hierdurch fühlt sich der Griff vergleichsweise angenehm, weil "dick", an. Gleichzeitig entsteht kein unangenehmes Tragegefühl durch das Anliegen einer Hand an einer großen Fläche, da die Berührungsfläche durch die Zwischenräume des Schriftzugs unterbrochen ist. Hierdurch können ferner herstellungstechnische Schwierigkeiten vermieden werden, die beim Spritzgießen von dicken, massiven Abschnitten auftreten können. Abschließend sei erwähnt, dass die untere Leiste 20, wie auch in der Draufsicht von 3 zu erkennen ist, den Höhenvariationen des Schriftzugs in dem gezeigten Beispiel folgt. Die Höhe der Leiste 20, wie auch sonstiger, gegenüber der Oberfläche 16 vorstehender Bereiche in der Umgebung des Schriftzugs, kann jedoch in anderer Weise variieren, als dies für den Schriftzug gilt, oder sie kann gleichbleibend vorgesehen sein.

Claims (12)

  1. Kunststoffprodukt, insbesondere Flaschenkasten, mit zumindest einem Griff (10) mit Oberflächen (16, 18), dadurch gekennzeichnet , dass zumindest eine Oberfläche (16) eine erhaben ausgebildete graphische Information (14), wie z.B. Buchstaben, Zahlen, Zeichen, Logos oder ähnliches aufweist, die von der Oberfläche (16) um mindestens einen Millimeter vorsteht.
  2. Kunststoffprodukt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die graphische Information als Negativ ausgebildet ist, und gegenüber dem Niveau, auf welches das Positiv zurückgesetzt ist, vorsteht.
  3. Kunststoffprodukt nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe der graphischen Information (14) in zumindest einer Richtung variiert.
  4. Kunststoffprodukt nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dieses in der Umgebung der graphischen Information (14) weitere vorstehende Bereiche (18, 20) aufweist, und die graphische Information (14) hinsichtlich ihrer Höhe an zumindest einen derartigen weiteren, vorstehenden Bereich (18, 20) zumindest teilweise heranreicht.
  5. Kunststoffprodukt nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fläche (16), auf der die graphische Information (14) ausgebildet ist, bezogen auf umgebende Bereiche (18) zurückgesetzt ist.
  6. Kunststoffprodukt nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die weiteren, vorstehenden Bereiche (20) in der Umgebung der graphischen Information (14) deren Höhenvariation zumindest teilweise folgen.
  7. Werkzeug zur Herstellung eines Kunststoffprodukts, insbesondere eines Flaschenkastens, mit einem Formhohlraum mit Innenflächen zur Ausbildung zumindest eines Griffs, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Innenfläche mit einer graphischen Information, wie z.B. Buchstaben, Zahlen, Zeichen, Logos und dergleichen, versehen ist, die von der Innenfläche um zumindest einen Millimeter zurückgesetzt ist.
  8. Werkzeug nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die graphische Information als Negativ zurückgesetzt ist, so dass die graphische Information als Positiv von dem Niveau, auf welches das Negativ zurückgesetzt ist, vorsteht.
  9. Werkzeug nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefe, um welche die graphische Information zurückgesetzt ist, in zumindest einer Richtung variiert.
  10. Werkzeug nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkzeug in der Umgebung der graphischen Information weitere zurückgesetzte Bereiche aufweist, und die graphische Information hinsichtlich ihrer Tiefe, um welche sie zurückgesetzt ist, an die Tiefe zumindest eines derartigen weiteren, zurückgesetzten Bereichs zumindest teilweise heranreicht.
  11. Werkzeug nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Fläche, an der die graphische Information in dem Werkzeug zurückgesetzt ausgebildet ist, bezogen auf umgebende Bereiche vorstehend ausgebildet ist.
  12. Werkzeug nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zurückgesetzte Bereiche in der Umgebung der graphischen Information deren Variation hinsichtlich der Tiefe, um welche diese zurückgesetzt ist, zumindest teilweise folgen.
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