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Technisches
Gebiet
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Die
Erfindung betrifft ein Kunststoffprodukt, insbesondere einen Flaschenkasten,
sowie ein Werkzeug zur Herstellung eines Kunststoffprodukts.
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Kunststoffprodukte
jeglicher Art, beispielsweise Behälter, dienen häufig dem
Transport und der Lagerung von zumeist schweren Gegenständen. Aus diesem
Grund weisen derartige Produkte üblicherweise
einen oder mehrere Griffe auf. An den Griffen kann ein derartiges
Produkt ergriffen und versetzt oder getragen werden. Für derartige
Griffe ist es aufgrund des erheblichen Gewichts eines Behälters aus Kunststoff,
der mit Gütern
gefüllt
ist, wünschenswert, ein
angenehmes Tragegefühl
zu erreichen und zu verhindern, dass der Griff beim Tragen des Behälters in
die Hand "einschneidet".
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Stand der
Technik
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Aus
der
EP 0 260 698 B2 ist
ein Handgriff für Behältnisse,
insbesondere für
Flaschenkästen
bekannt, der für
ein bequemes Tragen mit einer Vielzahl von eng beabstandeten Lamellen
ausgebildet ist.
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Darstellung
der Erfindung
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Kunststoffprodukt, insbesondere
einen Flaschenkasten, im Hinblick auf den Nutzen für dasjenige
Unternehmen, mit dessen Produkten das Kunststoffprodukt gefüllt ist,
zu verbessern und ein angenehmes Tragegefühl beizubehalten. Ferner soll
ein für
die Herstellung eines derartigen Kunststoffprodukts geeignetes Werkzeug
zur Verfügung
gestellt werden.
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Die
Lösung
dieser Aufgabe erfolgt zum einen durch das im Anspruch 1 beschriebene
Kunststoffprodukt.
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Demzufolge
weist ein Kunststoffprodukt, insbesondere ein Flaschenkasten, zumindest
einen Griff mit Oberflächen
auf, der bevorzugt integral an dem Produkt vorgesehen ist. Wie ohne
weiteres ersichtlich ist, liegen die Oberflächen des Griffs beim Anheben
und Tragen des Kunststoffprodukts zumindest teilweise an der Innenfläche der
Hand der tragenden Person an. Hierbei wird ein angenehmes Tragegefühl durch
die erfindungsgemäße Maßnahme erreicht, wonach
an zumindest einer Oberfläche
des Griffs eine erhaben ausgebildete graphische Information, wie
z.B. Buchstaben, Zahlen, Zeichen, Logos oder ähnliches, von der Oberfläche um zumindest
einen Millimeter vorsteht.
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Die
in dieser Weise ausgebildete graphische Information führt zu zweierlei
Vorteilen. Im Hinblick auf das Anheben und Tragen eines Kunststoffprodukts,
das mit dem in dieser Weise gestalteten Griff versehen ist, wird
ein angenehmes Tragegefühl
dadurch erreicht, dass der Griff eine gewisse Dicke, oder ein gewisses
Volumen, aufweist, so dass ein unangenehmes "Einschneiden" in die Hand vermieden wird. Insbesondere
ergibt sich der "voluminöse", angenehm zu umgreifende
Eindruck des Griffs unter Vermeidung von herstellungstechnischen
Problemen. Beim Spritzgießen
von Kunststoff können
nämlich
massive Bereiche eines Kunststoffprodukts nicht ohne Schwierigkeiten
und/oder besondere Maßnahmen
ausgebildet werden. Bei dem erfindungsgemäßen Kunststoffprodukt ergibt
sich ein Griff, der sich massiv und damit angenehm anfühlt, durch
die hervorstehende Ausbildung der graphischen Information, beispielsweise
einer Beschriftung. Die Hand liegt zumindest teilweise an den hervorstehenden
Oberflächen
der graphischen Information an, so dass das Produkt in angenehmer
Art und Weise getragen werden kann. Gleichzeitig kann durch die
graphische Information durch eine Vielzahl von begrenzten, hervorstehenden
Bereichen, beispielsweise eine Vielzahl von geraden oder gekrümmten Stegen
zur Ausbildung von Buchstaben, Zahlen, Zeichen, Logos oder dergleichen,
eine vollständig
massive Ausbildung des Griffs vermieden werden. Folglich ist das erfindungsgemäße Kunststoffprodukt
mit dem beschriebenen Griff vergleichsweise einfach herzustellen.
Der vorteilhafte Unterschied zu bekannten, geringfügig vorstehenden
Beschriftungen oder Logos von Flaschenkästen, die auch im Bereich eines
Griffs vorgesehen sein können,
besteht darin, dass die graphische Information mit einer Höhe von zumindest
einem Millimeter ausgebildet wird. Hierdurch ergibt sich beim Ergreifen
und Tragen ein deutlicher Abstand zu derjenigen Oberfläche, an
der die graphische Information ausgebildet ist. Insbesondere liegt deshalb
die Innenfläche
einer Hand lediglich an begrenzten Oberflächenbereichen, nämlich den
Oberflächen
der hervorstehenden graphischen Information an, was ein unangenehmes,
flächiges
Anliegen vermeidet, das bei den bekannten, weniger weit vorstehenden
Beschriftungen auftritt. Es sei erwähnt, dass als Untergrenze für die Höhe der graphischen Information
auch höhere,
bevorzugt ganzzahlige Millimeterwerte in Betracht kommen und als
erfindungswesentlich anzusehen sind, da sie jeweils die beschriebenen
Vorteile gewährleisten.
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Ein
zweiter wesentlicher Vorteil, insbesondere für das Unternehmen, mit dessen
Produkten das Kunststoffprodukt, insbesondere ein Flaschenkasten gefüllt ist,
ergibt sich dadurch, dass die von einer Oberfläche vorstehende graphische
Information ohne zusätzlichen
Aufwand und mit einem Nutzen für den
Konsumenten, nämlich
das angenehme Tragegefühl,
für Werbezwecke
und dergleichen verwendet verwendet kann. Beispielsweise kann die
graphische Information durch die Bezeichnung, den Schriftzug, das
Logo oder dergleichen des Unternehmens gebildet werden, dessen Produkte
in dem Kunststoffprodukt aufgenommen sind. Ferner sind Aufdrucke
wie "Eigentum von
..." denkbar. Durch
das erfindungsgemäße Kunststoffprodukt
wird folglich ein angenehmes Tragegefühl mit dem Vorteil des Produzenten kombiniert,
zusätzlich
Werbefläche
nutzen zu können und/oder
eine Bedruckung mit graphischer Information der genannten Art zumindest
teilweise einzusparen.
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Bevorzugte
Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Kunststoffprodukts ergeben
sich aus den weiteren Ansprüchen.
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Die
von der Oberfläche
vorstehende graphische Information kann als "Negativ" ausgebildet sein. Mit anderen Worten
müssen
nicht diejenigen Buchstaben oder Zeichen, die einen Schriftzug,
ein Logo oder dergleichen bilden, als solche von der Oberfläche vorstehen.
Vielmehr können
im Sinne eines Negativs diese Buchstaben oder Zeichen gegenüber der
Umgebung zurückgesetzt
sein, so dass die Flächen
in der Umgebung gegenüber
einer (gedachten) Oberfläche,
auf deren Niveau sich die graphische Information als Positiv befindet,
vorstehen. Auch hierdurch ergibt sich eine angenehme Anlagefläche für eine tragende
Hand, ohne dass der Griff vollständig massiv
auszubilden ist. Dies wird weiter dadurch unterstützt, dass
die von einem bestimmten Niveau vorstehende graphische Information
als Negativ vergleichsweise begrenzt ist, indem somit um die graphische
Information herum ein vergleichsweise schmaler Rand vorstehend ausgebildet
ist. Diese Maßnahme
muss jedoch nicht unbedingt gewählt
werden. Vielmehr kann die graphische Information als Positiv zurückgesetzt
in einem im Übrigen
massiv ausgebildeten Griff vorhanden sein, so dass das Negativ von dem
Niveau des Positivs vorstehend ausgebildet ist.
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Die
Höhe, um
welche die graphische Information von der umgebenden Oberfläche vorsteht, kann
in zumindest einer Richtung variieren. Beispielsweise können im
Bereich eines Schriftzugs einzelne Buchstaben, beispielsweise am
Beginn und am Ende des Schriftzugs, mit einer geringeren Höhe versehen
sein als andere. Selbstverständlich
kann die Höhe
auch innerhalb einzelner Buchstaben variieren, und kontinuierlich,
gerundet oder in sonstiger, beliebiger Weise zu- oder abnehmen.
Ferner kann die Höhe
der graphischen Information gegenüber der unmittelbar umgebenden
Oberfläche,
gemäß einer
Verwendungsstellung, auch in vertikaler Richtung variieren. Im Bereich
einer graphischen Information, die in vertikaler Richtung eine gewisse
Erstreckung aufweist, können
beispielsweise weiter untenliegende und/oder weiter obenliegende
Bereiche mit einer geringeren Höhe,
sowie einer zu- oder abnehmenden Höhe, versehen sein, um eine
ergonomisch angepasste und angenehm zu ergreifende und angenehm an
die Innenfläche
einer Hand anliegende Oberflächenkontur
der graphischen Information zu erreichen.
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An
dem Griff des erfindungsgemäßen Kunststoffprodukts
können
in der Umgebung der graphischen Information weitere vorstehende
Bereiche vorhanden sein. Insbesondere in diesem Fall wird bevorzugt,
dass die vorstehend ausgebildete graphische Information hinsichtlich
ihrer Höhe
an die Höhe
von ebenfalls vorstehenden Bereichen in der Umgebung der graphischen
Information zumindest heranreicht. Dies begünstigt den erfindungsgemäßen Effekt,
dass eine Hand, die den Griff ergreift, nicht nur an den vorstehenden
Bereichen in der Umgebung der graphischen Information anliegt, sondern
zumindest teilweise auch an der graphischen Information, was das
Gefühl
eines vergleichsweise dicken Griffs vermittelt, der angenehm zu
ergreifen ist. Beispielsweise ist der Griff eines Flaschenkastens,
im Querschnitt gesehen, üblicherweise
vergleichsweise dünn
und erstreckt sich "schlank" in vertikaler Richtung.
An der Unterkante des Griffs, also zu der Greiföffnung gerichtet, ist, um an
dieser Unterkante eine vergleichsweise breite Auflagefläche für die Hand
zu erreichen, die wenig "einschneidet", eine sich weitgehend
horizontal erstreckende Leiste oder ein Steg ausgebildet, der von
der Außenwand
des Kastens beispielsweise nach innen vorsteht. Dies bewirkt, wie
erwähnt,
an der Unterkante des Griffs ein breit anliegendes, angenehmes Tragegefühl. Damit
sich der Griff auch im Übrigen "dick" und angenehm anfühlt, kann
oberhalb dieser Leiste die erfindungsgemäß ausgebildete graphische Information
vorhanden sein. Hierbei wird gemäß der bevorzugten
Ausführungsform
der erwünschte
Effekt dadurch verstärkt,
dass die graphische Information hinsichtlich ihrer Höhe zumindest näherungsweise
die (gegenüber
der Kastenaußenwand
vorstehende, also in horizontaler Richtung gemessene) Höhe der beschriebenen
Leiste an der Griffunterkante erreicht, und somit von einer Hand
in angenehmer Art und Weise umschlossen werden kann. In diesem Zusammenhang
wird unter vorstehenden Bereichen in der "Umgebung" der graphischen Information ein jeglicher
vorstehender Bereich innerhalb einer Umgebung von beispielsweise
wenigen Zenitmetern um die graphische Information verstanden. Unter
der Beschreibung, wonach die graphische Information hinsichtlich
ihrer Höhe
zumindest annäherungsweise
die Höhe
der vorstehenden Bereiche in der Umgebung erreicht, wird eine jegliche Höhe verstanden,
bei der beim Ergreifen des Griffs zumindest teilweise eine Berührung der
graphischen Information erfolgt. Bei Versuchen hat sich hierbei eine
Höhe der
graphischen Information von zumindest etwa 80% der Höhe der umgebenden
Bereiche als günstig
erwiesen. Selbstverständlich
kann die graphische Information auch über die umgebenden, vorstehenden
Bereiche hervorstehen und führt
damit umso mehr zu einem sich massiv anfühlenden Griff. Insbesondere
wenn die graphische Information jedoch in der Verwendungsstellung
unterhalb einer an der Oberkante des Griffs vorstehenden Leiste
oder eines entsprechenden Steges ausgebildet ist, kann auch eine
geringere Höhe
der graphischen Information ausreichend sein. Hierbei können ferner
an einem Griff, der sich beispielsweise schlank in vertikaler Richtung
erstreckt, unterschiedlich weit in horizontaler Richtung vorstehende
Bereiche berücksichtigt werden.
In einer Querschnittsansicht des Griffs kann hier eine gedachte
Linie vorgesehen werden, die sich beispielsweise von einem Punkt,
der am weitesten vorsteht, zu einem Punkt erstreckt, der am wenigsten weit
vorsteht. Solange die graphische Information hinsichtlich ihrer
Höhe an
eine derartige Linie im Querschnitt gesehen zumindest heranreicht,
wird die graphische Information beim Ergreifen und Tragen an dem
Griff für
die Innenfläche
der Hand spürbar,
so dass das angenehme, voluminöse
Gefühl
des Griffs erzeugt wird. Unter der Maßgabe, dass die graphische
Information zumindest "teilweise" an die Höhe umgebender,
vorstehender Bereiche heranreicht, ist zu verstehen, dass die graphische
Information Höhenvariationen
aufweisen kann, und dass es ausreichen kann, wenn lediglich Bereiche
der graphischen Information die beschriebene Höhe aufweisen.
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Eine
weitere Hervorhebung der graphischen Information bei einer gleichzeitigen
Beibehaltung des angenehmen Tragegefühls ergibt sich, wenn die Oberfläche, auf
welcher die graphische Information ausgebildet ist, im Bereich der
graphischen Information und bevorzugt auch deren Umgebung zurückgesetzt
ist. Mit anderen Worten kann ein zurückgesetzter Bereich ausgebildet
werden, der hierdurch eine vergleichsweise geringe Wanddicke aufweist.
Durch die vorstehende Gestaltung der graphischen Information kann,
ohne dass Probleme wegen einer massiven Ausbildung mit hoher Wanddicke
auftreten, das Produkt mit einem "dicken" und damit angenehmen Tragegefühl versehen
werden.
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In
dem zuletzt beschriebenen Fall kann es vorteilhaft sein, wenn vorstehende
Bereiche in der Umgebung der graphischen Information den Höhenvariationen
derselben zumindest teilweise folgen. Beispielsweise ergibt sich
zusätzlich
ein angenehmer optischer Eindruck, wenn sich die Höhe der graphischen
Information in horizontaler Richtung, beispielsweise entlang eines
Schriftzugs, verändert,
und eine zu dem Greiffreiraum hin ausgebildete Leiste dieser Höhenveränderung
folgt.
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Die
Lösung
der oben genannten Aufgabe erfolgt ferner durch das im Anspruch
7 beschriebene Werkzeug, insbesondere Spritzgießwerkzeug, zur Herstellung
eines Kunststoffprodukts. Dieses Werkzeug weist einen Formhohlraum
mit Innenflächen, insbesondere
zur Ausbildung zumindest eines Griffs auf. Zumindest eine derjenigen
Innenflächen,
die für die
Ausbildung des Griffs vorgesehen sind, ist mit einer graphischen
Information, wie z.B. Buchstaben, Zahlen, Zeichen, Logos oder ähnlichem
versehen, die von der Innenfläche
zumindest einen Millimeter zurückgesetzt
ist. Hierdurch lässt
sich in vorteilhafter Weise und unter Vermeidung herstellungstechnischer
Probleme aufgrund umfangreicher, massiver Bereiche ein verbessertes
Kunststoffprodukt ausbilden.
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Die
bevorzugten Ausführungsformen
des erfindungsgemäßen Werkzeugs
entsprechen im Wesentlichen den bevorzugten Ausführungsformen des Kunststoffprodukts,
wobei selbstverständlich
für das Werkzeug,
in dessen Formhohlraum das Kunststoffprodukt erzeugt wird, die "Negativform" zu beachten ist.
Im Übrigen
wird jedoch eine detaillierte Beschreibung der Ausführungsformen
des erfindungsgemäßen Werkzeugs
nicht als erforderlich angesehen.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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Nachfolgend
wird eine beispielhaft in den Figuren dargestellte Ausführungsform
der Erfindung näher
erläutert.
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Es
zeigen:
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1 eine perspektivische Ansicht
des Griffs eines erfindungsgemäßen Kunststoffprodukts;
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2 eine seitliche Draufsicht
auf den in 1 gezeigten
Griff; und
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3 eine Ansicht von oben
des in 1 und 2 gezeigten Griffs.
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Ausführliche
Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
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In 1 ist in einer perspektivischen
Ansicht der Griff 10 eines Kunststoffprodukts, beispielsweise eines
Flaschenkastens, gezeigt, der sich in der Verwendungsstellung oberhalb
eines Greiffreiraums 12 befindet. An den gezeigten Griff 10 schließt sich-seitlich
sowie üblicherweise,
den Greiffreiraum 12 seitlich umgebend, nach umgebend,
eine Außenwand eines
Flaschenkastens an. Beim Ergreifen des Flaschenkastens wird die
Hand zumindest teilweise in den Greiffreiraum 12 eingeführt, und
der Griff 10 ergriffen, so dass der Flaschenkasten hochgehoben und
getragen werden kann. Es sei erwähnt,
dass es sich gemäß der bevorzugten
Ausführungsform
bei der gezeigten Seite um die Innenseite des Kastens handelt. Die
graphische Information 14 kann jedoch zusätzlich oder
alternativ an einer Außenseite
vorgesehen sein.
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Wie
in der Schnittdarstellung am linken Rand der 1 zu erkennen ist, ist der Griff 10 in
vertikaler Richtung vergleichsweise schlank und mit einer gewissen
Wanddicke ausgebildet. An der Unter- und Oberkante ist der Griff
abgerundet oder gewölbt
gestaltet, um in diesen Bereichen ein angenehmes Tragegefühl zu erzeugen.
Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel
ist die Oberfläche 16 in
der Umgebung der graphischen Information 14, im gezeigten
Fall in Form eines Rechtecks, gegenüber der übrigen Oberfläche des
Griffs 18 zurückgesetzt.
In dem zurückgesetzten
Bereich 16 ist die graphische Information vorstehend ausgebildet.
Bei dem gezeigten Beispiel variiert die Höhe der graphischen Information 14 in
zwei Richtungen. Eine derartige Höhenvariation kann jedoch auch
in lediglich einer Richtung vorgesehen sein, oder gänzlich entfallen.
Bei dem gezeigten Beispiel vergrößert sich
die Höhe
gegenüber
der Oberfläche 16 in
etwa den beiden rechten "Dritteln" im Verlauf des Buchstabens "S", sowie ein wenig am linken Rand des "y". Ferner verringert sich die Höhe am rechten
Rand des Schriftzugs "Systems
GmbH" in weiten
Bereichen des Buchstabens "H". Folglich variiert
im Bereich dieses Schriftzugs die Höhe in der horizontalen Richtung.
Es sei erwähnt,
dass gemäß dieser
bevorzugten Ausführungsform
die Höhe
der am unteren Rand des Griffs 10 ausgebildeten Leiste 20,
bezogen auf die zurückgesetzte
Oberfläche 16, ebenfalls
variiert. Diese Variation kann in beliebiger Weise vorgesehen werden.
Bei der dargestellten, bevorzugten Ausführungsform folgt diese jedoch
der Höhenvariation
des Schriftzugs, indem im Bereich der Buchstaben "Sy" mittels einer Schräge 22 eine Vergrößerung der
Höhe, und
im Bereich des Buchstabens "H" durch eine Schräge 24 eine
Verringerung der Höhe
erfolgt. Es versteht sich, dass die Höhenvariation ohne Knicke, also
gerundet, geschwungen oder gebogen ausgebildet sein kann, und auch
in anderen Bereichen des Schriftzugs oder der Leiste 20 vorgesehen
sein kann.
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Für die graphische
Information "ARCA" im oberen Bereich
ist zu erkennen, dass hier die Höhe in
vertikaler Richtung variiert, indem sämtliche Buchstaben etwa im
Bereich ihres oberen "Viertels" derart mit einer
Schräge 26 versehen
sind, dass hier ihre Höhe
nach obenhin abnimmt. In 1 ist
schließlich zu
erkennen, dass die graphische Information in Form des Schriftzugs 14 weitgehend
senkrecht von der Oberfläche 16 vorstehend
ausgebildet ist. Selbstverständlich
sind beliebige andere Gestaltungen, beispielsweise ein schräges Vorstehen
oder eine sich zu der Oberfläche 16 hin
verbreiternde Ausbildung möglich.
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In
der Draufsicht von 2 ist
an dem Griff 10 wiederum die in dem gezeigten Fall rechteckig ausgebildete,
gegenüber
der sonstigen Oberfläche 18 zurückgesetzte
Oberfläche 16 zu
erkennen. An dem Schriftzug 14 sind diejenigen Kanten dargestellt, die
sich angesichts der Schräge 26 im
Bereich etwa des oberen "Viertels" des Wortes "ARCA" und im Bereich der
Buchstaben "Sy" und "H" ergeben. Dies gilt ferner für die Schrägen 22 und 24 im
Bereich der unterhalb des Schriftzugs 14 vorgesehenen Leiste 20.
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In
der Ansicht von 3 ist
gut zu erkennen, dass der Schriftzug 14 bei dem gezeigten
Beispiel über
das Niveau der Oberfläche 18,
von der die Oberfläche 16 zurückgesetzt
ist, vorsteht. An den Randbereichen des Schriftzugs ist erneut die
Abschrägung
dargestellt. Es versteht sich, dass die Höhe des Schriftzugs 14 entlang
seiner Längserstreckung,
also gemäß 3 von links nach rechts,
zusätzlich
variieren könnte,
beispielsweise um zusätzliche
optische Effekte zu erzielen und/oder eine weitere ergonomische
Verbesserung zu erreichen, wenngleich die Höhe in dem gezeigten Fall weitgehend gleichbleibend
ist. Beim Ergreifen eines Kunststoffprodukts, das mit dem dargestellten
Griff 10 bevorzugt integral ausgebildet ist, werden die
Finger üblicherweise
in die Greiföffnung 12 (vgl. 1) eingeführt, und
der gezeigte Griff mit der Hand umschlossen. Da es sich bei dem
dargestellten Beispiel um die Innenfläche eines Flaschenkastens handelt,
an welcher der Schriftzug ausgebildet ist, liegen die Oberseiten
der Buchstaben des Schriftzugs an der Handinnenfläche an.
Hierdurch fühlt
sich der Griff vergleichsweise angenehm, weil "dick",
an. Gleichzeitig entsteht kein unangenehmes Tragegefühl durch
das Anliegen einer Hand an einer großen Fläche, da die Berührungsfläche durch
die Zwischenräume
des Schriftzugs unterbrochen ist. Hierdurch können ferner herstellungstechnische
Schwierigkeiten vermieden werden, die beim Spritzgießen von
dicken, massiven Abschnitten auftreten können. Abschließend sei
erwähnt,
dass die untere Leiste 20, wie auch in der Draufsicht von 3 zu erkennen ist, den Höhenvariationen
des Schriftzugs in dem gezeigten Beispiel folgt. Die Höhe der Leiste 20,
wie auch sonstiger, gegenüber
der Oberfläche 16 vorstehender
Bereiche in der Umgebung des Schriftzugs, kann jedoch in anderer
Weise variieren, als dies für
den Schriftzug gilt, oder sie kann gleichbleibend vorgesehen sein.