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Die Erfindung betrifft einen Mulchmäher mit wenigstens
einem um eine im Wesentlichen vertikale Achse rotierenden Messer,
das in einem auf der Unterseite offenen Gehäuse angeordnet ist.
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Bei einem bekannten Mulchmäher (
DE 19542860 A1 )
sind in dem im Wesentlichen zylindrischen Gehäuse
2 Messer in Abstand übereinander angeordnet,
die zu gegensinniger Rotation angetrieben sind. Die abgeschnittenen
Gräser
sollen nach unten aus dem Gehäuse
herausfallen, wenn sie genügend
weit zerkleinert sind.
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Bei einem weiteren bekannten Mulchmäher (
EP 0731629 B1 )
sind in dem nicht ganz zylindrischen Gehäuse Umlenkelemente angeordnet,
die die abgeschnittenen und verkleinerten Gräser, die innerhalb des Gehäuses von
dem Messerblatt herumgewirbelt werden, nach unten zu dem Boden umlenken
sollen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
einen Mulchmäher
der eingangs genannten Art zu schaffen, bei welchem die Grasschnipsel
den Bereich des oder der Messer kontrolliert verlassen und bei welchem
die Größe der Grasschnipsel,
die abgelegt werden, annähernd
vorherbestimmbar ist.
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Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass
das Messer wenigstens teilweise mit einem Ringkörper umgeben ist, dessen oberer
Rand wenigstens in einem Teilbereich seines Umfangs einen Spalt
mit der oberen Begrenzungswand und mit der äußeren Seitenwand des Gehäuses bildet.
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Bei dieser Ausbildung verlässt die
Mehrheit der Grasschnipsel den Bereich des oder der Messer durch
den Spalt zwischen dem oberen Rand des Ringkörpers und der oberen Begrenzungswand
des Gehäuses
und wird erst danach auf den Boden fallen. Mittels der Größe des Spaltes
kann die Verweilzeit bestimmt werden, für die die Grasschnipsel innerhalb
des Bereichs des oder der Messer verbleiben, wodurch auch die Größe der erhaltenen
Grasschnipsel bestimmt wird.
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In Ausgestaltung der Erfindung wird
vorgesehen, dass wenigstens 2 in Abstand übereinander angeordnete Messer
vorgesehen sind, die vorzugsweise in Umfangsrichtung zueinander
versetzt sind. Dadurch wird es möglich
auch Grasflächen
zu bearbeiten, bei denen das Gras schon bis zu 30 cm aufgewachsen
ist.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung
sind Mittel zum Erzeugen eines zu dem Spalt zwischen Ring und der
oberen Begrenzungswand des Gehäuses
hin gerichteten Luftstroms vorgesehen. Die meisten Schnipsel bleiben
solange in dem Bereich des oder der rotierenden Messer, bis sie
soweit zerkleinert sind, dass sie aufgrund des größer werdenden Verhältnisses
von Oberfläche
zu Gewicht von dem Luftstrom mitgenommen werden. Es ergibt sich
ein ebenmäßiges Schnittbild.
Der Auf wuchs wird in gleichmäßig kurze
Stücke
zerkleinert und im wesentlichen über
die volle Breite des Messerkreises gleichmäßig abgelegt.
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Wenn nur ein Messer vorgesehen ist,
so wird meist eine zusätzliche
Einrichtung erforderlich, um einen ausreichend starken Luftstrom
zu erzeugen. Wenn dagegen 2 oder 3 Messer vorgesehen sind, so können die
Messer so gestaltet werden, dass sie einen ausreichend starken Luftstrom
erzeugen. Hierfür wird
zweckmäßigerweise
vorgesehen, dass wenigstens eines der Messer propellerartig geformt
ist, um eine nach oben gerichtete Luftströmung zu erzeugen.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung
wird vorgesehen, dass das Gehäuse – in einer
Draufsicht gesehen – eine
im Wesentlichen rechteckige Gestalt aufweist, und dass die in Verfahrrichtung
verlaufenden seitlichen Begrenzungswände des Gehäuses annähernd tangential zu dem Ring
verlaufen. Damit wird sichergestellt, dass die Schnittbreite im
Wesentlichen mit der Breite des Mulchmähers übereinstimmt. Außerdem ergibt
sich dadurch die einfache Möglichkeit,
den Ring im Bereich der seitlichen Begrenzungswände mit dem Gehäuse zu verbinden.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung
wird vorgesehen, dass der untere Rand des Ringes in dem in Verfahrrichtung
vorderen Bereich einen größeren Abstand
zum Boden hat als der untere Rand der vorderen Begrenzungsfläche des
Gehäuses.
Aus Sicherheitsgründen
muss der untere Rand des Gehäuses
etwas nach unten über
die Ebene des untersten Messers überstehen.
Wenn die in Verfahrrichtung vordere Begrenzungswand des Gehäuses einen
Abstand zu dem Ring und damit zu dem Bereich der Messer aufweist
und außerdem
der untere Rand des Rings in dem vorderen Bereich einen etwas größeren Abstand
zum Boden aufweist, so kann sich das Gras wieder etwas aufrichten,
nachdem der untere Rand der vorderen Begrenzungswand des Gehäuses es nach
unten gedrückt
hat. Dadurch ist es möglich, auch
etwas höheren
Aufwuchs sicher zu schneiden.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung
wird vorgesehen, dass die in Verfahrrichtung hintere Begrenzung
des Gehäuses – in einer
Draufsicht gesehen – abgestuft
ist und 2 seitlich schräg
zur Verfahrrichtung verlaufende Abschnitte und einen quer zur Verfahrrichtung
verlaufenden, in Abstand zu dem Ring angeordneten Abschnitt aufweist.
Die Grasschnipsel werden überwiegend
in dem Bereich auf dem Boden abgelegt, in dem sich die quer zur
Verfahrrichtung verlaufende hintere Begrenzung befindet.
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Weitere Merkmale und Vorteile der
Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung des in
der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels.
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1 zeigt
eine Ansicht von unten auf das Mähwerk
eines erfindungsgemäßen Mulchmähers und
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2 einen
Schnitt entlang der Linie F-F der 1.
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In ein in der Draufsicht im Wesentlichen rechteckiges
Gehäuse 10 ragt
eine Nabe 11 hinein, in der eine Messerwelle gelagert ist.
An der Messerwelle sind bei dem Ausführungsbeispiel drei Messer 12, 13, 14 angebracht,
die jeweils um 60° zueinander verdreht
sind. Die Messer 13, 14 sind jeweils in ihrem mittleren
Bereich derart gekröpft,
dass die Schneiden der Messer 12, 13, 14 in
unterschiedlichen Ebenen umlaufen. Die Messerwelle wird von einem
nicht dargestellten Motor angetrieben, einem Elektromotor oder einem
Verbrennungsmotor.
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Innerhalb des Gehäuses 10 ist ein Ring 15 angeordnet,
der die Messer 12, 13, 14, die den gleichen
Arbeitsdurchmesser haben, mit geringem Spiel umgibt. Der Ring 15 hat
eine Höhe,
die so gewählt
ist, dass er sowohl nach oben als auch nach unten über die
Ebenen hinaus ragt, in der die Messer 12 und 14 rotieren.
Das Gehäuse 10,
das eine geschlossene obere Begrenzungswand 16 aufweist,
die auch als Mähdeck
bezeichnet wird, hat zwei seitliche Begrenzungswände 17, 18,
die in Verfahrrichtung A des Mulchmähers tangential zu dem Ring 15 verlaufen. Der
Ring 15 ist im Bereich der seitlichen Begrenzungswände 17, 18 des
Gehäuses 10 mit
diesem verbunden. Zwischen seinem oberen Rand 19 und der
Innenseite der oberen Begrenzungswand 16 des Gehäuses 10 ist
ein Spalt 20 belassen.
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Die vordere Begrenzungswand 21 des
Gehäuses 10 verläuft mit
Abstand zu dem Ring 15 quer zur Verfahrrichtung A. Die
hintere Begrenzung des Gehäuses 10 ist
abgestuft. Sie besitzt zwei unter einem Winkel von 45° schräg an die
seitlichen Begrenzungswände 17, 18 anschließende Abschnitte 22, 23,
die einen Abstand zu dem Ring 15 einhalten. An die schrägen Abschnitte 22, 23 schließen in Verfahrrichtung
verlaufende Abschnitte 24, 25 an, die in einer
hinteren Begrenzungswand 26 enden. In dem Bereich zwischen
den Enden der schrägen
Abschnitte 22, 23 und der hinteren Begrenzungswand 26 verläuft die
obere Begrenzungswand 16 schräg nach unten.
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Der untere Rand des Gehäuses 10 im
Bereich der vorderen Begrenzungswand 21, der seitlichen
Begrenzungswände 17, 18 und
der schrägen Abschnitte 22, 23 liegt
auf gleicher Höhe
mit dem unteren Rand des Ringes 15. Der untere Rand des
Gehäuses 10 hat
im Bereich der Abschnitte 24 und 25 sowie der
hinteren Begrenzungswand 26 einen etwas vergrößerten Abstand
zum Boden.
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Die Messer 12, 13, 14 sind
propellerartig angestellt, so dass sie einen nach oben gerichteten Luftstrom
erzeugen. Zu dem gleichen Zweck sind sie bei einer anderen Ausführungsform
auch mit Windflügeln
versehen.
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Der nach oben gerichtete Luftstrom
sorgt dafür,
dass sich das Gras aufrichtet, so dass es besser und gleichmäßiger geschnitten
werden kann. Der Luftstrom staut sich nicht innerhalb des Rings 15, sondern
strömt über den
Spalt 20 nach außen
in das Gehäuse
ab. Der Luftstrom nimmt die Schnipsel (zerkleinerten Grasstücke) mit,
und trägt
sie durch den Spalt 20 nach außen, sobald sie eine Größe erreicht haben,
bei welcher die von dem Luftstrom aufgebrachte Kraft das Gewicht
dieser Schnipsel übersteigt.
Die Schnipsel fallen außerhalb
des Ringes 15 zum Boden und insbesondere im Bereich der
in Fahrtrichtung der hinteren Begrenzung 26, die als eine
Art Auswurfstelle ausgebildet ist.
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Bei einer abgewandelten Ausführungsform wird
vorgesehen, dass der Ring 15 nur als Halbring vorhanden
ist, d.h. nur die in der entgegen der Verfahrrichtung A rückwärtigen Hälfte. Vor
den Messern 12, 13, 14 in Verfahrrichtung
A befindet sich dann nur die vordere Begrenzungswand. In diesem
Fall ist es möglich,
höheren
Aufwuchs zu bearbeiten. Zu dem gleichen Zweck kann auch die Ausführungsform nach 1 und 2 so abgewandelt werden, dass der untere
Rand des Ringes 15 in dem in Verfahrrichtung vorderen Bereich
einen größeren Abstand
zu dem Boden aufweist.
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Bei einer abgewandelten Ausführungsform ist
nur ein einziges Schneidmesser 12 vorgesehen. In diesem
Fall können
das Gehäuse 10 und
der Ring 15 niedriger gehalten werden. Um einen ausreichend starken
Luftstrom zu dem Spalt 20 hin zu erzeugen, wird es in den
meisten Fällen
zweckmäßig sein,
zusätzlich
zu dem Messer eine Einrichtung vorzusehen, die einen Luftstrom erzeugt,
beispielsweise ein Gebläserad.
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Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Mulchmähers ist,
dass der Aufwuchs gleichmäßig in kurze
Stücke
zerkleinert und in Verfahrrichtung hinter dem Mulchmäher gleichmäßig auf
der gesamten Breite des Mähwerks
abgelegt wird. Die Höhe
des Spaltes 20 zwischen dem oberen Rand 19 des
Ringes 15 und der oberen Begrenzungswand 16 bestimmt
im Wesentlichen die Länge
der geschnittenen, kurzen Stücke
oder Schnipsel. Um die Größe der Schnipsel
wählen
zu können,
wird bei einer abgewandelten Ausführungsform vorgesehen, dass
die Größe des Spaltes 20 einstellbar
ist. Hierzu kann der Ring verstellbar sein oder eine nicht dargestellte,
mit dem Ring 15 zusammen arbeitende, einstellbare Blende
vorgesehen werden. Mittels einer derartigen Blende kann auch vorgesehen
werden, dass über den
Umfang verteilt unterschiedliche Höhen des Spaltes 20 eingestellt
werden, beispielsweise um eine bevorzugte Richtung festzulegen,
in der die zerkleinerten Stück
den inneren Bereich des Rings 15 verlassen und anschließend auf
dem Boden abgelegt werden.