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DE2031924B2 - Katalysator für die Polymerisation von Olefinen - Google Patents

Katalysator für die Polymerisation von Olefinen

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DE2031924B2
DE2031924B2 DE19702031924 DE2031924A DE2031924B2 DE 2031924 B2 DE2031924 B2 DE 2031924B2 DE 19702031924 DE19702031924 DE 19702031924 DE 2031924 A DE2031924 A DE 2031924A DE 2031924 B2 DE2031924 B2 DE 2031924B2
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catalyst component
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metal
polymerization
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Josef Dr. Kohnle
Guenther Dr. Schweier
Hans-Georg Prof. Dr.Dr. 6736 Hambach Trieschmann
Friedrich Dr. 6703 Limburgerhof Urban
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BASF SE
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F10/00Homopolymers and copolymers of unsaturated aliphatic hydrocarbons having only one carbon-to-carbon double bond
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
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    • C08F36/02Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, at least one having two or more carbon-to-carbon double bonds the radical having only two carbon-to-carbon double bonds
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  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

(Me")« · (Me«*)» . (0H)0 · (CO3),, · (H2O),
worin sieht
Men für zweiwertiges Magnesium, Mangan, Kobalt, Nickel, Kupfer bzw. Zink,
Me111 für dreiwertiges Chrom bzw. Aluminium,
für eine ganze Zahl von 1 bis 10,
für eine ganze Zahl von 2 bis 5,
für eine ,ganze Zahl von 2 bis 24,
ρ für eine ganze Zahl von 1 bis 3,
q für eine ganze Zahl von 0 bis 10,
mit der Maßgabe, daß die Beziehung gilt
bis 26.
·η = ο\-2·ρ— eine ganze Zahl von 8
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Katalysator für die Polymerisation von Olefinen aus (1) einem pulverförmigen, einen Teilchendurchmesser von 0,1 bis 2000 μ aufweisenden, anorganischen, Metalle in chemischer Bindung enthaltenden Trägermaterial lowie (2) einem auf das Trägermaterial aufgebrachten Ziegler-System aus (2.1) einer Katalysatorkomponente »us einem Chlorid, Oxichlorid bzw. Alkoxichlorid des Titans, Zirkons bzw. Vanadins, sowie (2.2) einer Katalysatorkomponente aus einem gesättigten Metallalkyl, gesättigten Metallalkoxialkyl bzw. gesättigten Metallalkylhalogenid der Metalle Aluminium, Magnesium bzw. Zink, mit den Maßgaben, daß das Gewichtsverhältnis Trägermaterial (1) zu Katalysatorkomponente (2.1) — bezogen auf das Übergangsmetall — im Bereich von 100: 0,1 bis 100: 10 und das Atomverhältnis Ubergangsmetall der Katalysatorkomponente (2.1) zu Metall der Katalysatorkomponente (2.2) im Bereich von 100:1 bis 100:10 000 liegt. Katalysatoren dieser Art (vgl. zum Beispiel die US-PS 29 89 516, 30 08 943 und 31 68 484 sowie die DT-OS 19 24 648 und die ausgelegten Unterlagen des belgischen Patents 7 05 220) haben gegenüber vergleichbaren anderen Katalysatoren bekanntlich einige vorteilhafte Eigenschaften; von gewissem Nachteil ist jedoch, daß (a) die Katalysatoren nicht im erwünschten Maße produktiv sind, d. h. pro Mengeneinheit Katalysator nicht eine an sich wünschenswerte Menge Olefin-Polymerisat zu liefern vermögen, und (b) die Katalysatoren es nicht erlauben, das Molekulargewicht der Olefin-Polymerisate durch Mitverwendung von Wasserstoff bei der Polymerisation im erwünschten Ausmaß zu regeln.
Der vorliegenden Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, Katalysatoren der eingangs definierten Art aufzuzeigen, die mit den vorerwähnten Nachteilen nicht oder in erheblich geringerem Umfang belastet sind.
Es wurde nun gefunden, daß die gestellte Aufgabe gelöst werden kann, wenn man den Katalysatoren ein spezielles, neues Trägermaterial zugrunde legt.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist dementsprechend ein Katalysator für die Polymerisation von Olefinen aus (1) einem pulverförmigen, einen Teilchendurchmesser von 0,1 bis 2000, vorzugsweise von 0,1 bis 1000 μ aufweisenden, anorganischen, Metalle in chemischer Bindung enthaltenden Trägermaterial sowie (2) einem auf das Trägermaterial aufgebrachten Ziegler-System (2.1) einer Katalysatorkomponente aus einem Chlorid, Oxichlorid, bzw. Alkoxichlorid (speziell C,- bis Cja-Alkoxichlorid) des Titans, Zirkons bzw. Vanadins, sowie (2.2) einer Katalysatorkomponente aus einem gesättigten Metallalkyl (speziell Metall-Q- bis C,2-alkyl), gesättigten Metallalkoxialkyl (speziell MeIaIl-C1- bis C12-alkoxi-C,-bis C,2-alkyl) bzw. gesättigten Metallalk} lhalogenid (speziell Metall-Ci- bis C,2-alkylhalogenid) der Metalle Aluminium, Magnesium bzw. Zink, mit den Maßgaben, daß das Gewichtsverhältnis Trägermaterial (1) zu Katalysatorkomponente (2.1) — bezogen auf das Übergangsnietall — im Bereich von 100:0,1 bis 100:10, vorzugsweise von 100:0,3 bis 100:5,
und das Atomverhältnis Übergangsmetall der Katalysatorkomponente (2.1) zu Metall der Katalysatorkomponente (2.2) im Bereich von 100: 1 bis 100: 10 000, vorzugsweise von ICO : 10 bis 100 : 6000, liegt. Der erfindungsgemäße Katalysator ist dadurch gekennzeichnet, daß das Trägermaterial (1) ein Material ist, das erhalten worden ist durch ein 1 bis 100, vorzugsweise 2 bis 50 Stunden dauerndes Heißhalten auf einer Temperatur von 150 bis 600, vorzugsweise von 25Ü bis 4001C, aus einem Stoff der allger.ieinen Formel
(Me")»
worin steht
(OH)0 · (CO3)P · (H2O),
Me11 für zweiwertiges Magnesium, Mangan, Kobalt, Nickel, Kupfer bzw. Zink,
Me111 für dreiwertiges Chrom bzw. Aluminium,
m für eine g^nze Zahl von 1 bis 10, vorzugsweise von 2 bis 8, und insbesondere 6,
η für eine ganze Zahl von 2 bis 5, vorzugsweise
von 2 bis 4, und insbesondere 2,
ο für eine ganze Zahl von 2 bis 24, vorzugsweise 8 bis 18, und nsbesondcre 16,
10
ρ für eine ganze Zahl von 1 bis 3, vorzugsweise
von 1 bis 2, und insbesondere 1,
q für eine ganze Zahl von O bis 10, vorzugsweise
von 2 bis 6, und insbesondere 4,
mit der Maßgabe, daß die Beziehung gilt
· m + 3 · π = ο + 2-p = eine ganze Zahl von 8 bis 26, vorzugsweise von 16 bis 26, und insbesondere 18.
Solche Katalysatoren erlauben es nicht nur, pro Mengeneinheit Katalysator eine wünschenswerte große Menge Olefin-Polymerisat herzustellen, sondern auch das Molekulargewicht der Oiefin-Polymerisate durch Mitverwendung von Wasserstoff bei der Polymerisation im erwünschten Ausmaß zu regeln.
Zur stofflichen Seite des erfindungsgemäßen Katalysators ist im einzelnen das Folgende zu sagen:
(Ij Das Trägermaterial (1) wird erhalten, indem man ao eine Verbindung mit der angegebenen allgemeinen Formel während der angegebenen Zeit auf der angegebenen Temperatur hält. Dies kann geschehen z. B. durch einfaches Heißhalten der betroffenen Verbindung in einem Heizofen, wie er bei der Trocknung anorganischer, K ristall wasser enthaltender Verbindungen üblich ist. Die gewünschte Teilchengröße kann in einfacher Weise, z. B. durch Mahlen, eingestellt werden.
Im gegebenen Zusammenhang geeignete zweiwertige Metalle (Me11) sind Magnesium, Mangan, Kobalt, Nickel, Kupfer sowie Zink. Die Metalle (Me11) können als Einzelindividuen vorliegen oder als Gemische aus zwei oder mehr Einzelindividuen. Im gegebenen Zusammenhang geeignete dreiwertige Metalle (Me111) sind Chrom sowie Aluminium. Die Metalle (Me111) können als Einzelindividuen vorliegen oder als Gemisch aus den zwei Einzelindividuen. Die Verbindungen mit der angegebenen allgemeinen Formel sind leicht erhältlich. Eine bewährte Methode zu ihrer Herstellung ist z. B. die folgende: Die betroffenen Metalle werden in Form von wasserlöslichen Salzen, wie Chloriden, Sulfaten oder vorzugsweise Nitraten, gemeinsam in Wasser gelöst, und zwar in einem Mengenverhältnis, das der gewünschten Zusammensetzung der Verbindung entspricht und in seiner Stöchiometrie der angegebenen allgemeinen Formel gehorcht. Die resultierende Salzlösung soll insgesamt etwa 0,5- bis 5-, vorzugsweise 1,0- bis 4molar an Metallionen sein. Sie wird auf eine Temperatur von 50 bis 100, vorzugsweise von 60 bis 900C, erhitzt und innerhalb von 0,5 bis 120, vorzugsweise 1 bis 60 Minuten mit einer äquivalenten Menge oder bevorzugt einem gelingen Überschuß einer auf 50 bis 100, vorzugsweise 60 bis 900C erhitzten 1- bis 5-, vorzugsweise 1,5-bis 4molaren wäßrigen Lösung eines Alkalibicarbonats, insbesondere Natriumbicarbonats, vereinigt. Vorzugsweise arbeitet man mit einem Überschuß an Alkalibicarbonat, der bis zu 20, vorzugsweise von 0,5 bis 3 Gewichtsprozent, bezogen auf die theoretische Menge des Bicarbonate, beträgt. Nach der Zugabe der Alkalibicarbonatlösung wird zweckmäßig noch etwa 10 bis 30, vorzugsweise 15 bis 20 Minuten gerührt, dann der entstandene Niederschlag abfiltriert, mit Wasser gewaschen und durch Absaugen von überschüssigem Wasser befreit Auf diese Weise werden die Verbindungen des in Rede stehenden Typs in nahezu quantitativen Ausbeuten erhalten. Das Herstellen dieser Verbindungen an sich ist nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
(2) Das Ziegler-System(2) sowie auch die Katalysatorkomponenten (2.1) und (2.2) sind an sich bekannt, sie können als die einschlägig üblichen bezeichnet werden.
(2.1) Geeignete Katalysatorkomponenten dieses Typs sind z. B. TiCl4, ZrCl4, VCl4, VOCl3, TiCJ3(OC4H9) sowie TiCIu(OC2Hs)2. Davon sind besonders gut geeignet TiCl4, VCl4 sowie VOCl3; hiervon wiederum zu bevorzugen ist TiCl4. Die Katalysatorkomponenten (2.1) können als Einzelindividuen vorhegen oder als Gemische aus zwei oder mehr Einzelindividuen.
(2.2) Geeignete Katalysatorkomponenten dieses Typs sind z. B. Mg(C4H 8)8, A1(C2H5)3, Al(C3H7J3, A1(C4H9)3,A1(C8H1,)3)A1(C12HM)3) Al(C2Hj)2Cl, Al(C2Hs)2(OC2H6) sowie Zn(C2H5)2. Davon sind besonders gut geeignet Al(C2Hs)3, Al(C3Hj)3, Al(C4He)3, Al(C8H17)* A1(C12H25)3, Al(C2Hs)2Cl sowie Zn(C2H5)2; hiervon wiederum zu bevorzugen sind die Aluminiumverbindungen. Die Katalysatorkomponenten (2.2) können als Einzelindividuen vorliegen oder als Gemisch aus
Pi oder mehr Einzelindividuen.
Das Aufbringen des Ziegler-Systems (2) auf das Trägermaterial (1) kann in einschlägig üblicher Weise erfolgen. Eine Methode besteht z. B. darin, daß man das Trägermaterial zunächst in Berührung mit der Katalysatorkomponente (2.1) bringt und danach in Berührung mit der Katalysatorkomponente (2.2). Im einzelnen kann man zweckmäßigerweise z. B. so verfahren, daß man das Trägermaterial mehrere Stunden in der — unter Normalbedingungen — siedenden Katalysatorkomponente (2.1) oder einer siedenden Lösung dieser Katalysatorkomponente beläßt, dann mit einem inerten Lösungsmittel gut wäscht und anschließend trocknet, etwa im Vakuum. Die so erhältliche Vorstufe des Katalysators kann sehr leicht in den eigentlichen Katalysator übergeführt werden, indem man sie mit der — etwa in einer Lösung vorliegenden — Katalysatorkomponente (2.2) vereinigt. Dies kann geschehen außerhalb oder innerhalb des zur Polymerisation vorgesehenen Gefäßes. — Es besteht aber auch die Möglichkeit, daß man auf das Trägermaterial (1) zuerst die Katalysatorkomponente (2.2) aufbringt und dann die Katalysatorkomponente (2.1); auch ist es in besonderen Fällen möglich, die Katalysatorkomponenten (2.1) und (2.2) zugleich auf das Trägermaterial aufzubringen.
Die erfindungsgemäßen Katalysatoren eignen sich insbesondere zur Polymerisation von C2- bis C8-OIefinen, z. B. Äthylen, Propylen, Buten, Hexen und Butadien. Auch Gemische aus Olefinen lassen sich mit Hilfe dieser Katalysatoren polymerisieren. Die Katalysatoren sind besonders gut geeignet für die Polymerisation von Äthylen und Propylen; sie entfalten ihre positiven Eigenschaften am besten bei der Polymerisation von Äthylen.
Ein bestimmtes Verfahren zur Polymerisation von Olefinen mittels der erfindungsgemäßen Katalysatoren ist nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung. Die Polymerisation von Olefinen mittels dieser Katalysatoren kann in einschlägig üblicher Weise erfolgen.
Die Überlegenheit der erfi yiungsgemäßen Katalysatoren gegenüber vergleichbaren Katalysatoren gemäß dem Stand der Technik zeigt sich z. B. in den nachstehend beschriebenen Vergleichsversuchen.
Vergieichsversuche
A) Ausgangsstoffe
a) Ein Stoff der Formel
(MgH)8. (Aim), · (OH)18 · (CO3), · (H2O)4
b) Ein Stoff der Formel
(Mg«), · (AIm)13 . (Cr"i)0,7 · (OH)18
)
g
(H2O)4
c) Ein Stoff der Formel
{MgH)5 · (CuD)1. ,A1IH)2. (OH)1, · (CO3), · (H2O)1
d) Ein Stoff der Formel
(MgU)5 · (CoH)1. (A1IIi)2. (OH)18 · (CO3), · (H2O)1
e) Ein Stoff der Formel
. (0Η) · (CO3), · (H2O)4
B) Trägermaterialien
a) bis e) Diejenigen Materialien, die erhalten worden sind durch ein jeweils 15 Stunden dauerndes Heißhalten auf einer Temperatur von jeweils 29O0C aus den vorgenannten Ausgangsstoffen a) bis e) sowie
f) Handelsüblicher Träger auf Basis von Aluminiumoxid
g) Handelsüblicher Träger auf Basis von Magnesiumoxid.
Durch entsprechendes Mahlen und Sieben sind alle unter a) bis g) genannten Träger mit einem Teilchendurchmesser von 5 bis 200 μ gewonnen worden, wobei der mittlere Teilchendurchmesser eines jeden Trägers nicht mehr als ±5% vom gerne! ι samen mittleren Teilchendurchmesser aller Träger unter a) bis g) abweicht.
C) Herstellung des Katalysators (in Suspension)
Jeder der vorgenannten, einen Teilchendurchmesser von 5 bis 200 μ aufweisenden Träger wurde — unter jeweils identischen Bedingungen — wit folgt behandelt:
In einer üblichen Extraktionsapparatur, die einen Kolben, einen über dem Kolben angeordneten Extraktionsteil mit Glasfritte, einen im Extraktionsteil angeordneten Rührer und einen oberhalb des Extraktionsteils angebrachten Rückflußkühler aufweist, wurden in den (an sich) zur Extraktion bestimmten Teil 2GO g des Trägers eingefüllt. In den Kolben wurden 1,5 1 TiCl4 gegeben, worauf das TiCl4 zum Sieden gebracht und weitere 7 Stunden am Sieden gehalten wurde. Anschließend wurde der mit TiCl4 beladene Träger mit 3 I n-Heptan gewaschen und bei Raumtemperatur im Vakuum getrocknet.
10 g des so erhaltenen Katalysator-Vorproduktes wurden in eine Lösung von 0,22 1 A1(C2H5)3 in 5,5 1 n-Heptan eingebracht, womit eine Suspension des eigentlichen Katalysators entstand.
D) Polymerisation
Die Polymerisation wurde — unter jeweils identischen Bedingungen — mit jeder nach obiger Vorschrift erhaltenen, auf den Trägern a) bis g) basierenden Katalysator-Suspensionen wie folgt durchgeführt:
In einen nut Stickstoff ausgespülten Rührautoklav von 11 Fassungsvermögen wuxden 10,5 ml der Kataly-
sator-Suspension und 80 g grießfähiges Polyäthylen (letzteres als festes Verdünnungsmittel) eingebracht Sodann wurde Wasserstoff (als Molekulargewichtsregler) bis zu einem Druck von 5 at und darauf Äthylen bis zu einem Gesamtdruck von 32,5 at eingepreßt.
Die eigentliche Polymerisation erfolgte bei einer Temperatur von 100" C über eine Zeitspanne von 2 Stunden bei einem durch Nachpressen von Äthylen aufrechterhaltenen Gesamtdruck von 32,5 at.
so Nach 2 Stunden wurde entspannt und die Menge des gebildeten Polyäthylens (die 80 g Vorlage nicht mitgerechnet) bestimmt.
E) Versuchsergebnisse
Es wurden die folgenden Ausbeuten an Polyäthylen erhalten:
I. Bei den Versuchen mit den anmeldungsgemäßen Trägern, d. h. den Trägern gemäß B), Buchstaben a) bis e) in jedem Fall mehr als 80 g (bis hinauf zu 200 g) Polyäthylen; — was einer Produktivität von mehr als 4500 g (bis zu 11 150 g) Polyäthylen pro Gramm Katalysator entspricht. II. Bei den Vergleiciisversuchen mit den handelsüblichen Trägern, d. h. den Trägern gemäß f) und g) in jedem Fall weniger als 35 g Polyäthylen; — was einer Produktivität von weniger als 2000 g Polyäthylen pro Gramm Katalysator entxpricht.
Beispiele
In den nachfolgenden Beispielen wird beim Aufbringen des Ziegler-Systems (2) bzw. seiner Komponenten (2.1) und (2.2) auf das Trägermaterial — wie einschlägig üblich — unter einem Inertgas (hier Stickstoff) gearbeitet.
Beispiel 1
Es wird ausgegangen von einem Stoff der Formel
(Mg"), · (CrIIi)2. (OH)16 · (CO3), · (H2O)4
300 g dieses Stoffes werden in einem Trockenofen auf eine Fläche von 400 cm! verteilt und 20 Stunden auf einer Temperatur von 320° C gehalten. Dabei resultisrt ein Trägermaterial (1), das durch Mahlen auf eine Teilchengröße von etwa 5 bis 100 μ gebracht wird. In einer üblichen Extraktionsapparatur, die einen Kolben, einen über dem Kolben angeordneten Extraktionsteil mit Glasfritte, einen im Extraktionsteil angeordneten Rührer und einen oberhalb des Extraktionsteils angebrachter Rückflußkühler aufweist, werden in den (an sich) zur Extraktion bestimmten Teil 200 g des Trägermaterials eingefüllt. In den Kolben gibt man 1,5 1 TiCl4. Man erhitzt sodann das TiCl4 zum Sieden und hält es sieben weitere Stunden am Sieden; solange befindet sich damit das Trägermaterial in Kontakt mit TiCl.,. Anschließend wird das mit TiCl, beladene Trägermaterial mit n-Hentan ee-
waschen und bei Raumtemperatur im Vakuum ge- n-Heptan und darin 1 Stunde lang gerührt; danach
trocknet. Es resultiert ein Vorprodukt des Kataly- wird das Lösungsmittel bei Raumtemperatur im
sators, bei dem das Gewichtsverhältnis Träger- Vakuum entfernt. Bei dem so erhaltenen Katalysator
material zu TiCl4 — bezogen auf Ti — etwa 100: 1 beträgt das Atomverhältnis Ti zu Al etwa 100:1000;
beträgt. 100 g dieses Vorproduktes werden einge- 5 der Katalysator gestattet es, Olefine, insbesondere
bracht in eine Lösung von 23 g Al(C2Hj)3 in 100 ml Äthylen, mit sehr gutem Ergebnis zu polymerisieren.
Beispiele 2 bis 11
Es wird genauso verfahren wie im Beispiel 1, jedoch mit den in der Tabelle angegebenen Variationen. In der Tabelle bedeutet B = Nr. des Beispiels; Formel = Formel des Ausgangsstoffes für das Trägermaterial; t = Heißhaltedauer des vorgenannten Ausgangsstoffes in Stunden, T = Heißhaltedauer dieses Stoffes in 0C.
B Formel ι Τ
2 (NiH)6 -(Ali")a .(OH)18 · (COJ1 -(H2O)4
3 (MgIi)3-(ZnH)3-(AlIn)8-(OH)16-(CO3)J-(H2O)1
4 (Mg«),. (Al«»), · (OH)1, · (CO,), · (H1O)4
5 (MgH)6 · (CuIi)1. (A1IiI)2. (OH)16 · (CO3), · (H2O)4
6 (MgH)5-(Μη«),. (Aim),· (OH)16-(CO3),-(H2O)4
7 (MgH)2. (CoIi)2. (MnIi)1-(CuIi)1-(Aim), .(OH)16 .(COs)1-(H2O)4
8 (MgH)6-(CrIH)2-(OH)16-(CO3)!-(H2O)4
9 (CoH)6. (AUIi)2 - (OH)16 · (COs)1 · (H2O)4
10 (MgH)6 · (AIiH)18. (CrIIi)0,, ■ (OH)16 · (COa)1 · (H2O)4
11 (MgIi)7 ■ (AlIIi)3 ■ (OH)21 · (CO3)X · (H4O)2
Es werden so letztlich Katalysatoren erhalten, die 300 g des Trägermaterials werden in 11 VOCl3 wäh-
bei der Polymerisation von Olefinen, insbesondere rend einer Zeit von 2 Stunden bei etwa 130° C (d. h. Äthylen und Propylen, sehr gut verwendbar sind. Die 35 unter Rücknußbedingungen) gehalten, danach wird Gewichtsverhältnisse Trägermaterial zu TiCl4 — be- das überschüssige VOCl3 abdekantiert. Dieselbe Maßzogen auf Ti — sowie die Atomverhältnisse Ti zu Al nähme wird noch dreimal — mit jeweils frischem liegen innerhalb der geforderten Grenzen. VOCl3 — wiederholt, dann wird mit η-Hexan ge-
. -I1-, waschen und im Vakuum getrocknet. Es resultiert
B e 1 s ρ 1 e 1 12 40 ein Vorprodukt des Katalysators, bei dem das Ge-
Es wird ausgegangen von einem Stoff der Formel wichtsverhältnis Trägermaterial zu VOCl3 — bezogen
auf V — 100: 4,1 beträgt. 100 g dieses Vorprodukts
(MgH)5 . (C0Ii)1 . (AIiH)2 ■ (OH)18 · (CO3J1 · (H2O)4 werden eingebracht in eine Lösung von 68,4 A1(C4H9)3
in 100 ml n-Heptan und darin 1 Stunde lang gerührt;
500 g dieses Stoffes werden in einem Trockenofen auf 45 danach wird das Lösungsmittel bei Raumtemperatur einer Fläche von 600 cm2 verteilt und 24 Stunden auf im Vakuum entfernt. In dem so erhaltenen Katalysator einer Temperatur von 320° C gehalten. Dabei resultiert beträgt das Atomverhältnis V zu Al etwa 100:500; ein Trägermaterial (1), das durch Mahlen auf eine der Katalysator gestattet es, Olefine, insbesondere Teilchengröße von etwa 10 bis 200 μ gebracht wird. Äthylen, mit gutem Ergebnis zu polymerisieren.
15 290
10 250
30 330
20 300
5 200
10 230
40 310
15 290
40 320
3 450

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Katalysator für die Polymerisation von Olefinen aus (1) einem pulverformigen, einen Teilchendurchmesser von 0,1 bis 2000 μ aufweisenden, anorganischen, Metalle in chemischer Bindung enthaltenden Trägermaterial sowie (2) einem auf das Trägermaterial aufgebrachten Ziegler-System aus (2.1) einer Katalysatorkomponente aus einem Chlorid, Oxichlorid bzw. Alkoxichlorid des Titans, Zirkons bzw. Vanadins, sowie (2.2) einer Katalysatorkomponente aus einem gesättigten Metallaikyl, gesättigten Metallalkoxialkyl bzw. gesättigten Metallalkylhalogenid der Metalle Aluminium, Magnesium bzw. Zink, mit den Maßgaben, daß das Gewichtsverhältnis Trägermaterial (1) zu Katalysatorkomponente (2.1) — bezogen auf das Übergangsmetall — im Bereich von 100:0,1 bis 100:10 und das Atomverhältnis Übergangsmetall der Kalalysatorkomponente (2.1) zu Metall der Katalysatorkomponente (2.2) im Bereich von 100:1 bis 100:10000 liegt, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägermaterial (1) ein Material ist, das erhalten worden ist durch ein 1 bis 100 Stunden dauerndes Hei3halten auf einer Temperatur von 150 bis 6000C aus einem Stoff der allgemeinen Formel
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