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DE20319811U1 - Auftragesystem zum flächigen Aufbringen von flüssigen und pastösen Medien - Google Patents

Auftragesystem zum flächigen Aufbringen von flüssigen und pastösen Medien Download PDF

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DE20319811U1
DE20319811U1 DE20319811U DE20319811U DE20319811U1 DE 20319811 U1 DE20319811 U1 DE 20319811U1 DE 20319811 U DE20319811 U DE 20319811U DE 20319811 U DE20319811 U DE 20319811U DE 20319811 U1 DE20319811 U1 DE 20319811U1
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Klocke Verpackungs Service GmbH
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Klocke Verpackungs Service GmbH
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B05SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05CAPPARATUS FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05C17/00Hand tools or apparatus using hand held tools, for applying liquids or other fluent materials to, for spreading applied liquids or other fluent materials on, or for partially removing applied liquids or other fluent materials from, surfaces
    • B05C17/002Hand tools or apparatus using hand held tools, for applying liquids or other fluent materials to, for spreading applied liquids or other fluent materials on, or for partially removing applied liquids or other fluent materials from, surfaces with feed system for supplying material from an external source; Supply controls therefor

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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Abstract

Auftragesystem zum flächigen Aufbringen von flüssigem oder pastösem Füllgut, bestehend aus einer ersten Einheit als Applikatorträger, die das Füllgut und einen von diesem bei Aktivierung benetzbaren Applikator beinhaltet, und einer zweiten Einheit, die unter Abdeckung des Applikators lösbar mit der ersten Einheit verbindbar ist.

Description

  • Die Notwendigkeit, flüssige und pastöse Medien flächig aufzutragen, erstreckt sich über die unterschiedlichsten Anwendungsfelder. Als Beispiel für den Bereich Chemie sei das Auftragen von Farben und Lacken, für den Bereich Kosmetik das Aufbringen von Lotionen, für den Bereich Pharma das Aufbringen von Tinkturen und Desinfektionsmittel genannt.
  • Viele Produkte sind aggressiv oder hinterlassen bei der Handhabung Spuren, vor allem an den Fingern. Bei Anwendungen, bei denen nur eine kleine Produktmenge eingesetzt wird, ist es notwendig, das Medium aus einem größeren Gebinde zu entnehmen, um es dann auf einen Applikator zu übertragen. Dieses kann sowohl für das aufzutragende Produkt, z.B. ständiger Luftkontakt, als auch für den Anwender, z.B. durch Verschütten oder Einatmen von Dämpfen, zum Nachteil führen.
  • Darstellung der Erfindung
  • Aufgabe der Erfindung ist ein leicht anwendbares Auftragesystem für Kleinanwendungen, bei dem das aufzutragende Produkt unmittelbar auf die Oberfläche gelangen kann und somit der Anwender und die Umwelt vor, bei und nach der Anwendung vor Spritzern oder sonstigen Verunreinigungen mit dem Auftragemedium geschützt wird.
  • Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
  • Der Grundgedanke der Erfindung besteht somit darin, dass das Produkt nicht "offen" auf einen Applikator übertragen werden muss, sondern dass der Applikator mit einer Abdeckung verschließbar ist. Das Auftragesystem besteht somit erfindungsgemäss aus zwei Einheiten: Die erste Einheit dient als Applikatorträger und trägt das Füllgut vorzugsweise in einem Napf, der z.B. durch Tiefziehen einer thermoplastisch verformbaren Folie, oder auch durch Spritzgießen hergestellt sein kann. Der Napf ist in seiner Form so gestattet, dass er leicht zu handhaben ist. Das Material des Napfes ist auf das jeweilige Füllgut abgestimmt. Um diesen Napf verläuft ein flächiger Rand, der in seiner Außenkontur unterschiedlich gestaltet sein kann. Dieser Rand dient zum Schutz des Anwenders, aber auch zur Verankerung der Schutz- und Aktiviverungsabdeckung. Der Napf ist mit einer Folie, die in ihrem Aufbau auf das Füllgut und den aufzubringenden Applikator abgestimmt ist, verschlossen. Die Verschlussfolie trägt auf ihrer dem Napf gegenüberliegenden Seite einen Applikator, z.B. Schwamm oder Filz, der zur gezielteren Produktführung mit einem oder mehreren Durchbrüchen versehen sein kann.
  • Die zweite Einheit bildet eine Abdeckung, vorzugsweise ebenfalls als Napf ausgebildet, der ebenfalls durch Tiefziehen oder Spritzgießen hergestellt sein kann. Die Abdeckung bildet eine Mulde, in deren Mitte nach einer Ausgestaltung der Erfindung das Material als Dorn ausgebildet ist. Der obere Rand der Abdeckung ist in den meisten Ausführungsbeispielen so gestaltet, dass sich der Applikatorträger nach dem Zusammenfügen arretieren lässt. Der nach einer weiteren vorteilhaften Ausbildung flexibel ausgeführte Applikator übernimmt dabei in den meisten Ausführungsbeispielen eine Stützfunktion, die die Arretierung verbessert.
  • Zur Aktivierung des Auftragesystems wird der Dorn der Abdeckung in Richtung der Abdeckfolie des Produktaufnahmenapfes der ersten Einheit gedrückt oder dieser Napf gegen den Dorn geführt, so dass die Abdeckfolie durchstoßen und der Applikator mit dem aufzutragenden Medium getränkt wird.
  • Die beiden Einheiten werden nun voneinander getrennt, indem die Abdekkung vom Applikatorträger gelöst wird, das Aufbringen des Mediums kann erfolgen.
  • Nach dem Auftrag des Mediums werden Abdeckung und Applikatorträger wieder auf einfache Weise zusammengefügt, so dass Anwender und Umfeld vor ungewolltem Kontakt mit dem Auftragsmedium geschützt sind, und eine einfache Entsorgung des gesamten Auftragesystems möglich ist.
  • Die Auftragesysteme sind in ihrer Form variabel, zur Vereinfachung der Darstellung ist eine runde Variante gewählt.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Mehrere Ausführungsbeispiele werden nun anhand von Zeichnungen näher erläutert, es zeigen:
  • 1 ein erstes Ausführungsbeispiel des Auftragesystems im Vollschnitt in verriegelter Stellung,
  • 2 das Auftragesystem gemäß 1 in entriegelter Stellung,
  • 3 den Applikatorträger mit Füllgutkammer beim Auftragesystem gemäß 1 im Vollschnitt und in der Draufsicht,
  • 4 die Abdeckung beim Auftragesystem gemäß 1 im Vollschnitt und in Draufsicht,
  • 5 die Aktivierung des Auftragesystems gemäß 1,
  • 6 die Anwendung des Auftragesystems gemäß 1,
  • 7 ein zweites Ausführungsbeispiel des Auftragesystems im Vollschnitt und in der Draufsicht,
  • 8 ein drittes Ausführungsbeispiel des Auftragesystems im Vollschnitt und in der Draufsicht,
  • 9 ein viertes Ausführungsbeispiel im Vollschnitt, wobei in der Draufsicht Deckfolie und Abdeckung separat dargestellt sind,
  • 10 ein fünftes Ausführungsbeispiel des Auftragesystems im Vollschnitt, wobei in der Draufsicht Applikatorträger und Abdeckung separat dargestellt sind,
  • 11 die Aktivierung des Auftragesystems gemäß Bild 10,
  • 12 A–C Drei Varianten der Abdeckung und des Applikatorträgers für ein Auftragesystem als zusammensetzbares Teil,
  • 13 eine erste Gestaltungsvariante des Füllgutnapfes für ein Auftragesystem,
  • 14 eine zweite Gestaltungsvariante des Füllgutnapfes für ein Auftragesystem,
  • 15 A,B eine vierte Variante der Abdeckung und des Applikatorträgers für ein Auftragesystem als zusammensetzbares Teil,
  • 16 A,B eine fünfte Variante der Abdeckung und des Applikatorträgers für ein Auftragesystem als zusammensetzbares Teil,
  • 17 eine sechste Variante der Abdeckung und des Applikatorträgers für ein Auftragesystem als zusammensetzbares Teil, und
  • 18 eine siebte Variante der Abdeckung und des Applikatorträgers für ein Auftragesystem als zusammensetzbares Teil.
  • Beschreibung des ersten Ausführungsbeispiels
  • 1 zeigt das Auftragesystem 1.0 in einem ersten Ausführungsbeispiel im Vollschnitt und in der Draufsicht in verriegelter Stellung. In 2 ist das Auftragesystem entriegelt dargestellt. In 3 und 4 sind Applikatorträger 1.1 und Abdeckung 1.2 separat dargestellt. 5 und 6 zeigt die Aktivierung und die Anwendung des Auftragesystems.
  • Das Auftragesystem 1.0 besteht aus einer ersten Einheit als Applikatorträger 1.1 mit einem ersten Napf 1.1.1 als Füllgutkammer und einem Applikator 1.1.5, und aus einer zweiten Einheit als Abdeckung 1.2 mit einem Aktivierungsdorn 1.2.2.
  • Der Napf 1.1.1 schließt das Füllgut 1.1.4 ein und ist z.B. durch Tiefziehen oder durch Spritzgießen hergestellt. Der Napf 1.1.1 hat eine umlaufende Borde 1.1.2, die in ihrer Außenkontur auf die Abdeckung 1.2 abgestimmt ist. Der Napf 1.1.1 ist mit einer Deckfolie 1.1.3, die durch Siegeln auf die Borde 1.1.2 aufgebracht ist, verschlossen.
  • Auf die Unterseite der Deckfolie 1.1.3 ist der Applikator 1.1.5 durch Kleben, Siegeln oder mechanische Verankerung aufgebracht. Der Applikator 1.1.5 ist zur gezielteren Führung des Füllgutes mit einem oder mehreren Durchbrüchen 1.1.6 versehen.
  • Die Abdeckung 1.2 besteht aus einem zweiten Napf 1.2.1, der zentrisch in den nach innen gerichteten Dorn 1.2.2 ausläuft. Der zweite Napf 1.2.1 kann je nach Herstellungsverfahren eine umlaufende Borde 1.2.3 aufweisen. Der zweite Napf 1.2.1 trägt dem Zentrum zugewandte Laschen 1.2.4 in beliebiger Zahl und Form, die Hinterschnitte bilden.
  • Der Applikatorträger 1.1 ist in seiner Außenkontur A auf die Innenkontur 1 der Abdeckung 1.2 abgestimmt, wobei die Engstelle a des Applikatorträgers gleich oder geringfügig kleiner ist als die Engstelle b der Abdeckung 1.2.
  • Der Applikator 1.1.5 ist ferner in seiner Dicke d so ausgeführt, dass er an der Berührungsfläche mit dem zweiten Napf 1.2.1 dicker ist als der Höhenfreiraum h des zweiten Napfes 1.2.1.
  • Um die Abdeckung 1.2 und den Applikatorträger 1.1 zum Auftragesystem 1.0 zusammenzufügen, wird der Applikatorträger 1.1 in eine Position gebracht, in der die Engstellen a und b übereinanderliegen. Durch leichtes Komprimieren des Applikators 1.1.5 lässt sich die Borde 1.1.2 des ersten Napfes 1.1 unter das Niveau der Laschen 1.2.4 der Abdeckung 1.2 drücken. Durch Verdrehen des Applikatorträgers 1.1 um seine Längsachse x kommt die Breitseite h des Applikatorträgers 1.1 unter die Laschen 1.2.4 der Abdeckung 1.2 zu liegen. Wird der Druck vom Applikator 1.1.5 genommen, so dehnt sich dieser wieder aus und der Applikatorträger 1.1 wird mit der Borde 1.1.2 von unten gegen die Laschen 1.2.4 gedrückt und fixiert. Auf diese Weise funktioniert beim ersten Ausführungsbeispiel die Verbindung der beiden Einheiten, Applikatorträger 1.1 und Abdeckung 1.2, als federgesicherter Bajonettverschluss.
  • Zum Aktivieren des Auftragesystems 1.0 wird, wie unter 5 dargestellt, der gewölbte zweite Napf 1.2.1 mit seinem Dorn 1.2.2 gegen den Applikatorträger 1.1 gedrückt, bis der Dorn 1.2.2 die Deckfolie 1.1.2 des Applikatorträgers 1.1 durchdringt. Das Füllgut 1.1.4 kann nun in den Applikator 1.1.5 eindringen und ihn je nach Konsistenz tränken oder benetzen.
  • Um den Applikatorträger 1.1 und die Abdeckung 1.2 zu trennen, wird der Applikatorträger 1.1 wieder um die Achse x gedreht und der Bajonettverschluss somit entriegelt. Der Applikatorträger 1.1 kann nun zur Nutzung entnommen werden.
  • Nach Gebrauch wird der Applikatorträger 1.1 wieder, wie oben beschrieben, mit der Abdeckung 1.2 zusammengefügt, so dass die Gefahr von Verschmutzungen oder Verunreinigungen durch das Füllgut 1.1.4 oder den Applikator 1.1.5 minimiert wird.
  • Beschreibung des zweiten Ausführungsbeispiels
  • 7 zeigt ein Auftragesystem 2.0, dessen Grundaufbau im wesentlichen dem Auftragesystem 1.0 entspricht, und deshalb nicht näher beschrieben wird.
  • Der Applikatorträger 2.1 trägt eine kreisförmige Borde 2.1.1. Die Abdeckung 2.2 mit Dorn 2.2.2 trägt an ihrem Rand eine beliebige Anzahl von Laschen 2.2.2, die zentrisch nach innen gerichtet sind. Beim Zusammenfügen von Applikatorträger 2.1 und Abdeckung 2.2 graben sich die Laschen 2.2.1. in den flexiblen Applikator 2.1.2 ein, der somit fixiert ist. Die Borde 2.1.1 ist in ihrem Durchmesser m größer als der gedachte Innendurchmesser n des Laschenkreises der Abdeckung 2.2 und kann somit auch eine Anschlagfunktion beim Zusammenfügen des Applikatorträgers 2.1 und der Abdeckung 2.2 übernehmen.
  • Die Aktivierung erfolgt wie beim Auftragesystem 1.0 mittels des Dorns 2.2.2.
  • Zur Nutzung wird der Applikatorträger 2.1 von der Abdeckung 2.2 abgezogen und nach Nutzung durch einfaches Eindrücken wieder zusammengefügt.
  • Beschreibung des dritten Ausführungsbeispiels
  • 8 zeigt ein Auftragesystem 3.0, das im wesentlichen identisch mit dem Auftragesystem 2.0 ist.
  • Das Auftragesystem 3.0 besteht aus dem Applikatorträger 3.1 und der Abdeckung 3.2 mit. Aktivierungsdorn 3.2.2. Der Durchmesser des Applikators 3.1.1 ist hier gleich oder größer als der Durchmesser der Borde 3.1.2 des Applikatorträgers. Der Applikator 3.1.1 bzw. die kreisförmige Borde 3.1.2 sind nur geringfügig größer als der gedachte Innendurchmesser p des Laschenkranzes 3.2.3 der Abdeckung 3.2.
  • Beim Zusammenfügen der beiden Einheiten wird der Applikator 3.1.1 mit der Borde 3.1.2. unter das Niveau des Laschenkranzes 3.2.3 gedrückt und ist somit fixiert.
  • Beschreibung des vierten Ausführunasbeispiels
  • 9 zeigt ein Auftragesystem 4.0, das im wesentlichen dem Auftragesystem 3.0 entspricht.
  • Das Auftragesystem 4.0 besteht aus dem Applikatorträger 4.1 und der Abdeckung 4.2. Die Abdeckung 4.2 besteht aus einem Napfteil 4.2.2, das in einer Borde 4.2.3 ausläuft. Auf die Borde 4.2.3 ist eine Folie 4.2.1 vorzugsweise durch Siegeln aufgebracht. Die Folie 4.2.1 ist in ihrem Zentrum in Form eines Laschenkranzes L vorgestanzt. Nach Einlage des Applikatorträgers 4.1 in das Napfteil 4.2.2 der Abdeckung 4.2 und Aufbringung der vorgestanzten Folie 4.2.1 überlappen die Laschen 4.2.1.1 der Folie 4.2.1 die Borde 4.2.3 des Applikatorträgers und halten ihn fest.
  • Der Applikatorträger kann auch wie bei dem im folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiel 7.0 gewählt sein und nach dem Aufbringen des Laschenkranzes gefügt sein.
  • Nach dem Aktivieren des Auftragesystems 4.0 wird der Applikatorträger 4.1 aus dem flexiblen Laschenkranz 4.2.1 herausgezogen und der Auftrag des Mediums kann erfolgen.
  • Nach Gebrauch lässt sich der Applikatorträger 4.1 wieder einfach in die Abdeckung 4.2 zurückstecken.
  • Beschreibung des fünften Ausführungsbeispiels
  • 10,11 zeigt ein Auftragesystem 5.0. Es besteht ebenfalls aus einem Applikatorträger 5.1 mit Füllgutkammer und einer Abdeckung 5.2 mit Aktivierungsdorn 5.2.2. Die Abdeckung mit Aktivierungsdorn 5.2.2 ist in ihrem Innenbereich mit einem oder mehreren Gewindegängen 5.2.1 versehen. die Borde 5.1.1 des Applikatorträgers 5.1 ist in ihrer Form auf die Anzahl der Gewindegänge 5.2.1 der Abdeckung 5.2 abgestimmt. So ist die Borde 5.1.1 an drei Seiten zurückgenommen, da das hier gezeigte Gegenstück einer 3-gängigen Mutter entspricht. Die so entstehenden Bereiche K mit der größten Ausdehnung der Borde 5.1.1 entsprechen den Gewindeanfängen einer Schraube.
  • Zum Fixieren des Applikatorträgers 5.1 wird dieser so weit in die Abdeckung 5.2 hineingeschraubt, bis dieser sich durch den Gegendruck des zunehmend komprimierten Applikators 5.1.2 im Gewinde hält.
  • Zum Aktivieren des Auftragesystems 5.0 wird der Applikatorträger 5.1 weiter in die Abdeckung 5.2 eingeschraubt, bis der Dorn 5.2.2 die Deckfolie 5.1.2 des Applikatorträgers 5.1 durchstößt (11). Zur Nutzung wird der Applikatorträger 5.1 aus der Abdeckung 5.2 herausgeschraubt.
  • 12A,12B,12C und 1518 zeigen Ausführungsbeispiele, bei denen Applikatorträger und Abdeckung durch eine rastfähige Gestaltung ihrer Randbereiche miteinander verbindbar und auch wieder lösbar sind:
  • 12A zeigt ein Auftragesystem 6.0. Das Grundprinzip entspricht den bisherigen Ausführungsbeispielen und wird nicht näher beschrieben.
  • Das Auftragesystem 6.0 setzt sich aus dem Applikatorträger 6.1 und der Abdeckung 6.2 mit Dorn 6.2.1 zusammen. Die Borde 6.1.1 des Applikatorträgers 6.1 setzt sich in einem rechtwinklig angeordneten Rand 6.1.2 fort. Der Rand 6.1.2 kann sowohl geschlossen als auch unterbrochen sein und untergreift zumindest partiell die Borde 6.2.2 der Abdeckung 6.2. In den Rand 6.1.2 lässt sich die Borde 6.2.2 der Abdeckung 6.2 einrasten.
  • 12B zeigt ein Auftragesystem 7.0.
  • Im Unterschied zum Auftragesystem 6.0 trägt hier die Abdeckung 7.2 mit Dorn 7.2.1 einen Rand 7.2.1 mit Clipfunktion, der die Borde 7.1.1 zumindest partiell übergreift, sodass die Borde 7.1.1 des Applikatorträgers 7.1 eingerastet werden kann.
  • 12C zeigt eine dritte Ausgestaltung dieser Verbindung.
  • Die Abdeckung 10.2 ist hier zweiteilig ausgebildet, sie besteht aus einem Unterteil 10.2.1 mit einer Borde 10.1.1, wie es z.B. im Tiefziehverfahren hergestellt werden kann, und einem Ring 10.3 zur Fixierung des Applikatorträgers 10.1. Durch einen rechtwinklig umlaufenden Rand 10.3.1, der in Nasen 10.3.2 in Hakenform ausläuft, wird eine Rast- oder Clipfunktion des Rings 10.3 beim Fügen der beiden Teile erreicht. Das Hakenprofil kann auch als umlaufender Komplettring ausgeführt sein. Somit können für das schalenförmige Unterteil 10.2.1 der Abdeckung und den durch den Ring 10.3 gebildeten Laschenbereich unterschiedliche Herstellverfahren bzw. Werkstoffe genutzt werden.
  • Die Verbindung der beiden Einzelteile der Abdeckung 10.0 kann vor oder nach dem Einlegen des Applikatorträgers geschehen.
  • 13 und 14 zeigen Gestaltungsvarianten des ersten Napfes. Der Füllgutnapf 13.2.1 ist an zwei Seiten abgeflacht, was ein leichteres Greifen ermöglicht.
  • Der Füllgutnapf 14.2.1 ist in seinem Grundaufbau schon flächig angelegt, was eine leichtere Handhabung zulässt.
  • 15 zeigt ein Auftragesystem 8.0. In 15A ist als als zusammengefügtes Teil dargestellt. In 15B sind Applikatorträger und Abdeckung getrennt dargestellt.
  • Das Auftragesystem 8.0 besteht aus dem Applikatorträger 8.1 in beliebiger Form, mit seinem Applikator 8.1.1 und der Abdeckung 8.2, ähnlich den bisher beschriebenen Ausführungsbeispielen. Der Zusammenhalt von Applikatorträger 8.1 und Abdeckung 8.2 wird dadurch erreicht, dass der Applikator 8.1.1 in seiner horizontalen Ausdehnung AD größer gehalten ist als die lichte Weite IK der Abdeckung 8.2. Beim Zusammenfügen des Applikatorträgers 8.1 mit der Abdeckung 8.2 wird der Applikator 8.1.1 komprimiert, so dass eine reibschlüssige Verbindung zwischen Applikator 8.1.1 und der Abdekkung 8.2 entsteht.
  • 16 zeigt ein Auftragesystem 9.0. 16A zeigt das zusammengefügte Teil. In 16B ist die Draufsicht der Abdeckung dargestellt.
  • Das Auftragesystem 9.0 entspricht in seinem Grundaufbau dem Auftragesystem 8.0. Die Innenkontur der Abdeckung 9.2 ist aber nur in den Teilbereichen T kleiner als die horizontale Ausdehnung AD des Applikators 9.1.1 des Applikatorträgers 9.1, so dass in den Kontaktbereichen zwischen Applikator 9.1.1 und Abdeckung 9.2 eine kraftschlüssige Verbindung entsteht. Die der Fixierung dienenden Teilbereiche T können in beliebiger Anzahl und Form angeordnet sein.
  • 17 zeigt ein Auftragesystem 15.0. Das Auftragesystem 15.0 entspricht im wesentlichen dem Auftragesystem 9.0. Die Abdeckung 15.2 trägt in ihrer Innenkontur Inseln 15.2.1 oder einen wulstartigen Rand. Der Applikator 15.1.1 ist in seiner Außenkontur AD größer gehalten als das Maß IM der Innenkontur der Abdeckung 15.2. Dadurch entsteht nach dem Fügen eine kraft- und formschlüssige Verbindung.
  • 18 zeigt ein Auftragesystem 16.0. Das Auftragesystem 16.0 entspricht in seinem Grundaufbau dem Auftragesystem 8.0. die Abdeckung 16.2 ist in ihrem Aufnahmebereich 16.2.1 für den Applikator 16.1.1 des Applikatorträgers 16.1 als Faltenbalg aufgebaut. Der Applikator 16.1.1 ist in seinem Außendurchmesser DA so ausgelegt, dass er größer ist als das Innenmaß IM des Aufnahmebereiches 16.2.1 des Faltenbalges. Beim Fügen von Applikatorträger 16.1 und Abdeckung 16.2 wird der Applikator 16.1.1 in Teilbereichen komprimiert und somit festgehalten. Der elastische Aufbau des Faltenbalges lässt es zu, das Auftragesystem 16.0 durch Druck auf den Dornbereich 16.2.2 zu aktivieren.

Claims (17)

  1. Auftragesystem zum flächigen Aufbringen von flüssigem oder pastösem Füllgut, bestehend aus einer ersten Einheit als Applikatorträger, die das Füllgut und einen von diesem bei Aktivierung benetzbaren Applikator beinhaltet, und einer zweiten Einheit, die unter Abdeckung des Applikators lösbar mit der ersten Einheit verbindbar ist.
  2. Auftragesystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Einheit derart ausgeformt ist, dass durch ihre Beaufschlagung die Aktivierung des Applikators der ersten Einheit erfolgt.
  3. Auftragesystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Einheit einen zerstörbaren Träger beinhaltet, auf dessen Oberseite ein erster Napf (1.1.1) mit dem Füllgut, und auf dessen Unterseite der Applikator (1.1.5) gehalten ist.
  4. Auftragesystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Napf (1.1.1) ein Kunststoffformteil mit einer umlaufenden Borde (1.1.2) ist, auf der eine Deckfolie (1.1.3) vorzugsweise aufgesiegelt ist, die den zerstörbaren Träger bildet, und auf deren Unterseite ein saugfähiges Medium als Applikator (1.1.5) gehalten ist.
  5. Auftragesystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Applikator (1.1.5) mindestens eine Ausnehmung oder Durchbrechung (1.1.6) aufweist, die sich bis zur Deckfolie (1.1.3) erstreckt.
  6. Auftragesystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Einheit einen zweiten Napf (1.2.1) beinhaltet, der den Applikator (1.1.5) in sich aufnimmt und der mittelbar über ein Verbindungselement oder unmittelbar über eine Borde mit Laschen (1.2.4) oder ein Gewinde (5.2.1) die lösbare Verbindung mit der ersten Einheit herstellt.
  7. Auftragesystem nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Napf (1.2.1) elastisch ausgebildet ist und an der der Durchbrechung (1.1.6) gegenüberliegenden Fläche einen in diese hineinragenden Dorn (1.2.2) aufweist, der bei Druckbeaufschlagung und Verformung des zweiten Napfes (1.2.1) die Deckfolie (1.1.3) der ersten Einheit durchstößt und dadurch eine Verbindung zwischen dem ersten Napf (1.1.1) mit dem Füllgut (1.1.4) und dem zweiten Napf (1.2.1) zur Aktivierung des Applikators (1.1.5) herstellt.
  8. Auftragesystem nach Anspruch 4 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefe des zweiten Napfes (1.2.1) so gewählt ist, dass der Applikator (1.1.4) bei verbundener ersten und zweiten Einheit komprimiert wird und dadurch einen Arretierungseffekt auf die Verbindungsbereiche der beiden Einheiten ausübt.
  9. Auftragesystem nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Napf (1.2.1) mittels Laschen (1.2.4) die Borde (1.1.2) des ersten Napfes (1.1.1) übergreift.
  10. Auftragesystem nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Napf (2.2) mittels Laschen (2.2.10) seitlich in den Applikator (2.1.2) eingreift.
  11. Auftragesystem nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Napf (5.2) mittels eines Gewindes (5.2.1) die Borde (5.1.1) des ersten Napfes (5.1) hintergreift.
  12. Auftragesystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Laschen (1.2.4) unmittelbar am oberen Rand des zweiten Napfes (1.2.1) angeformt sind.
  13. Auftragesystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Laschen Teil einer Folie (4.2.1) sind, die auf dem oberen Rand des zweiten Napfes (4.2) aufgesiegelt ist.
  14. Auftragesystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Napf eine kegel- oder nutförmige Form mit seitlichen Griffmulden hat.
  15. Auftragesystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Applikatorträger und Abdeckung durch eine elastische Gestaltung ihrer Randbereiche miteinander lösbar verbindbar sind, indem jeweils ein Randbereich den als Borde (6.2.2;7.1.1) ausgebildeten anderen Randbereich zumindest partiell über- oder untergreift.
  16. Auftragesystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Applikatorträger und Abdeckung durch ein ringartiges Verbindungselement (10.3) lösbar verbindbar ist, das umlaufende Borden (10.1.1, 10.2.3) der beiden Teile zumindest partiell über- und untergreift.
  17. Auftragesystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Applikatorträger und Abdeckung durch Formgestaltung des Innenbereichs der Abdeckung (8.2, 9.2, 15.2, 16.2) und des Aussenmaßes des Applikators (8.1.1, 9.1.1, 15.1.1,16.1.1) unter zumindest partieller, horizontaler Stauchung des Applikators ineinander gehalten sind.
DE20319811U 2003-12-20 2003-12-20 Auftragesystem zum flächigen Aufbringen von flüssigen und pastösen Medien Expired - Lifetime DE20319811U1 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102010050593A1 (de) 2010-11-05 2012-05-10 Festool Gmbh Auftragevorrichtung zum Auftragen eines Beschichtungsmaterials mit einem flexiblen Vorratsbehälter
DE102010050592A1 (de) 2010-11-05 2012-05-10 Festool Gmbh Auftragevorrichtung zum Auftragen eines Beschichtungsmaterials mit einer lösbaren Verteilstruktur

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