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Die vorliegende Erfindung hat ein
Verschlusssystem zum Gegenstand, insbesondere vom Typ genannt mit
Schnalle, das dazu bestimmt ist, das Schließen und eventuell das Festziehen
eines Artikels, wie eines Kleidungsstücks, einer Tasche, eines Tragesystems
eines Rucksacks, etc., sicherzustellen, mit Hilfe eines Elements
vom Typ Festziehgurt, Gürtel,
etc.
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Momentan ist bekannt, Verschlusssysteme vom
Typ Schnalle zu verwenden, die verbunden sind mit den Festziehgurten
für die
Trageelemente (Träger,
Gürtel)
eines Rucksacks, mit den Kompressionsriemen für Rucksäcke, Reisetaschen, mit den
Gürteln
für Kleidungsstücke, wie
etwa Hosen, etc.
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In diesen bekannten Ausführungsbeispielen bestehen
die Verschlusssysteme mit Schnalle in der Regel aus einem weiblichen
Teil, das mit einer Aufnahme ausgestattet ist und einer Eingangsöffnung dieser
Aufnahme, und einem männlichen
Teil, das dazu geeignet ist, im Inneren dieser Aufnahme des weiblichen
Teils empfangen zu werden, wobei die männlichen/weiblichen Teile mit
komplementären Mitteln
zur Verriegelung ausgestattet sind und einem Mittel zur Betätigung der Öffnung des
Verschlusssystems.
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Die Mittel zur Verriegelung sind
in der Regel vom Typ zum Einrastern und das Mittel zur Betätigung der Öffnung ist
entweder ein Hebel, Druckknopf oder noch ein Teil der Mittel zur
Verriegelung, das von außen
zugänglich
ist.
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Momentan sind die Gesamtheiten männliches
und weibliches Teil eines Verschlusssystems mit Schnalle aus verschiedenen
Materialien realisiert.
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So ist es bekannt, die zwei Teile
der Schnalle, männlich
und weiblich, aus Polyamid (PA) zu haben. Dieses Material ist relativ
weich und somit gegenüber
Stößen wenig
empfindlich, dagegen ist es auch wenig "kraftvoll" und das Einrastern und in der Folge
die Verriegelung der Schnalle ist nicht immer sehr "aufrichtig". Es entstehen daraus
Risiken einer ungelegenen Öffnung,
was sehr unangenehm sein kann, z.B. für die Verschlussgurte oder
Kompressionsriemen von Reisetaschen, Schnallen von Rucksäcken, Schnallen
von Gürteln
von Sportkleidung, die im Lauf ihrer Benutzung mehr oder weniger
großen
Erschütterungen
ausgesetzt sein können.
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Es ist auch bekannt, die beiden Teile
der Schnalle, männlich
und weiblich, aus Polyoxymethylen oder Polyacetal-Harz (POM) zu
haben. Das Polyoxymethylen weist den Vorteil auf, ein steifes Polymer
zu sein und daher ein aufrichtiges und sicheres Einrastern und damit
Schließen
der Schnalle zu ermöglichen.
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Allerdings ist das Gleiten POM auf
POM schlecht (Quietschen/Abschleifen), so dass eine große Kraftanstrengung
auf die' Schnalle
aufgewendet werden muss, insbesondere für den Verschluss.
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Darüber hinaus, weil das Polyoxymethylen ein
besonders steifes Material ist, ist der weibliche Teil gegenüber Querkräften T anfällig, aufgrund
seiner hohlen Form als Hülsen,
und bricht deshalb relativ leicht, z.B. wenn man darauf steigt.
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Da die Schnallen außerdem freiliegen,
sind sie auch gegenüber
Verschmutzungen empfindlich, und dies trifft besonders für die Schnallen
zu, die bei Taschen oder Rucksäcken
benutzt werden, die oft direkt auf den Erdboden gestellt werden,
oder oft häufigen
Erschütterungen
ausgesetzt sind, bei der Handhabung, beim Klettern, etc.
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Ein anders Problem ist der Mangel
an Halt der Verschluss- und Straffungssysteme, die mit solchen Schnallen
ausgestattet sind, in geöffneter
Stellung.
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In der Tat, da jedes Teil, männlich und
weiblich, an einem Ende des Gurtes befestigt ist, "pendeln" diese Enden in geöffneter
Stellung der Schnalle. Selbst wenn Schlaufen in der Nähe dieser
Enden vorgesehen sind, muss man jedes Mal die zwei freien Enden
des Gurtes einsammeln, bevor man diesen schließen kann.
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Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung
ist es, den obigen Nachteilen beizukommen und ein verbessertes Verschlusssystem
zu liefern, das insbesondere einfach in der Benutzung ist und/oder
weniger anfällig
gegenüber
Stößen und
Verschmutzung und/oder ästhetischer
ist.
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Diese Aufgabe wird im Verschlusssystem gemäß der Erfindung
gelöst,
das vom Typ mit einem weiblichen Teil ist, das mit einer Aufnahme
ausgestattet ist, und einem männlichen
Teil, das dazu geeignet ist, im Inneren der Aufnahme des weiblichen Teils
empfangen zu werden, wobei das männliche und
das weibliche Teil mit komplementären Mitteln zur Verriegelung
ausgestattet sind und mit einem Mittel zur Betätigung der Öffnung des Verschlusssystems,
dadurch, dass es eine weiche Hülle
aufweist, die dazu geeignet ist, das Verschlusssystem zu beherbergen
und dadurch, dass das Mittel zur Betätigung von außen durch
die weiche Hülle
betätigt
werden kann.
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So bleibt das Verschlusssystem gegenüber Erschütterungen
und Verschmutzungen geschützt, wobei
es durch die weiche Hülle
versteckt ist und dadurch ästhetischer
ist.
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Die Erfindung wird auf jeden Fall
besser verstanden und andere Merkmale von irr werden klar werden
mit Hilfe der Beschreibung, die folgt, unter Bezugnahme auf die
schematische Zeichnung im Anhang, wobei beispielhaft und nicht einschränkend einige
bevorzugte Ausführungsformen
dargestellt werden und in denen:
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1 eine
Draufsicht eines Kleidungsstücks ist,
welches das Verschlusssystem gemäß der Erfindung
aufweist,
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2 eine
Detailansicht ist, mit einem partiellen Aufriss des Verschlusssystems
in geöffneter Stellung,
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3 eine ähnliche
Ansicht wie die 2 in geschlossener
Stellung ist,
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4 eine ähnliche
Ansicht wie die 1 ist,
die die Anwendung des Verschlusssystems gemäß der Erfindung bei einem Sack
zeigt.
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In 1 ist
ein Kleidungsstück
dargestellt, in diesem Fall eine Short 5, die in Höhe der Taille 5a mit einem
Gürtel 4 ausgestattet
ist, der mit einem Verschluss- und Straffungssystem 3 gemäß der Erfindung
ausgestattet ist, wobei dieses Verschluss- und Straffungssystem 3 im
Inneren einer weichen Hülle 30 der
Short 5 aufgenommen ist.
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2 zeigt
auf detailliertere Weise das eigentliche Verschluss- und Straffungssystem 3.
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Dieses Verschlusssystem besteht aus
einem weiblichen Teil 10, das durch einen Befestigungsbereich 11 an
einem ersten Ende 1 des Gürtels 4 befestigt
ist, der in diesem Fall durch einen Gurt oder Ähnliches gebildet wird, und
aus einem männlichen
Teil 20, das durch einen Befestigungsbereich 21 an
einem zweiten Ende 2 des Gürtels oder Gurtes 4 befestigt
ist.
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Der Gurt 4 ist vorzugsweise
aus einem nicht-dehnbaren textilen Material, aber je nach der gewünschten
Wirkung kann er auch aus einem mehr oder weniger dehnbaren Material
sein, oder aus einem nicht-textilen Material.
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Das weibliche Teil 10 umfasst
an seinem Ende, das dem Bereich der Befestigung 11 am Gurt 4 gegenüberliegt,
eine Aufnahme 12, welche mit einer Öffnung 12a nach außen hin
ausgestattet ist, deren Form komplementär zu dem zugehörigen Teil 22 des männlichen
Teils ist, sowie zwei seitlichen Löchern 13, die in das
Innere der Aufnahme 12 hineinragen.
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Umgekehrt umfasst das männliche
Teil 20, gegenüber
seinem Befestigungsbereich 21, einen Bereich 22, 23 zum
Zusammenwirken mit dem weiblichen Teil, d.h. im vorliegenden Fall
zwei seitliche elastische Zungen 22, die ein Volumen beschreiben, das
komplementär
zu dem der Aufnahme 12 des weiblichen Teils ist, wobei
beide Zungen 22 außerdem
an ihrem freien Ende mit einem verdickten Teil 23 ausgestattet
sind, der im vorliegenden Fall eine bauchige Form hat, der aber
auch eine ganz andere Form haben kann, z.B. die Form eines Zahns
oder einer Kerbe, und dessen seitliches Volumen das der Aufnahme 12 des
weiblichen Teils übersteigt.
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Wenn man die Schnalle schließen möchte, wird
das männliche
Teil 20 in die Auf nahme des weiblichen Teils eingeführt, unter
elastischer Verformung der Zungen 22 in Richtung der Mittelsachse
A des Teils, aufgrund der verdickten Teile 23. Wenn die verdickten
Teile 23 auf der Höhe
der seitlichen Löcher 13 des
weiblichen Teils ankommen, spreizen sich die Zungen 22 wieder
nach außen
(siehe 3) und die verdickten
Teile dringen in die Löcher 13 ein und
verwirklichen ein Einrastern, das den Verschluss des Systems garantiert.
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Natürlich ist der Verschluss umkehrbar,
und es genügt,
seitlich (entlang der Pfeile B der 3) auf
die zwei verdickten Teile 23 zu drücken, die seitlich aus dem
weiblichen Teil herausragen, um die Zungen 22 erneut in
Richtung der Achse A zu verformen und die Öffnung des Systems zu ermöglichen.
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Die verdickten Teile 23 der
elastischen Zungen 22 stellen damit eine Art Verschlusshebel
dar, die in Verschlussposition elastisch belastet werden und durch die Öffnungen
oder seitlichen Löcher 13 des weiblichen
Teils 10 betätigt
werden können.
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Natürlich können andere Verriegelungsarten vorgesehen
werden und insbesondere eine Verriegelung mit einer einzigen zentralen
Zunge, die durch einen mittigen Druckknopf/Hebel betätigt wird
und der elastisch belastet wird.
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Der Befestigungsbereich 11 bzw. 21 eines
jeden weiblichen 10 bzw. männlichen
20 Teils kann eine einfache Befestigungsschlaufe sein, in der Zeichnung
nicht dargestellt, die die Befestigung z.B. durch Nähen, Nieten
des Teils an das zugeordnete Ende 1 bzw. 2 des Gurtes 4 ermöglicht.
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In diesem Fall ermöglicht das
Verschlusssystem 3 den einzigen Verschluss der zwei Enden
des Gurtes 4, und ein System zur Einstellung der Länge des
Gurtes kann auf diesem außerdem
vorgesehen werden.
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In dem in den 1 und 2 dargestellten
Fall besteht der Befestigungsbereich 11 des weiblichen Teils 10 aus
einer einfachen Öffnung,
welche den einfachen Durchgang des zugeordneten Endes 1 des Gurtes 4 ermöglicht,
wobei dieses Ende umgeschlagen und an sich selbst durch eine Naht 14 genäht wird.
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In einer solchen Konstruktion ist
die Position des weiblichen Teils 10 nicht entlang des
Gurtes 4 einstellbar.
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Dagegen besteht die Befestigungszone 21 des
männlichen
Teils aus zwei Öffnungen 21a,
die zwei Stege 21b begrenzen, um die das Ende 2 des Gurtes
herumgeht, alternativ oben/unten, wobei so eine Blockierung des
Gurtes durch Reibung bewirkt wird und die Einstellung der Position
des männlichen Teils 20 auf
den Gurt 4 und somit die Einstellung der Straffung ermöglicht wird.
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In einer solchen Ausführungsform
ist die Position des männlichen
Teils 20 am Ende 2 der zugehörigen Gurte einstellbar, und
es ist damit möglich, eine
Einstellung der Straffungskraft nach Verschluss des Verschlusssystems 3 durchzuführen, durch
einfaches Ziehen am freien Ende 2 des Gurts.
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Die Stege des Befestigungsbereichs 21 dienen
also im vorliegenden Fall auch als Straffungsbereich.
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Ein solcher Befestigungsbereich 21 des männlichen
Teils ist für
sich bekannt und kann Zähne oder
jede andere bremsende/griffige Oberfläche auf einem ihrer Stege 21b haben,
um die Blockierungswirkung durch Reibung zu verbessern.
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Im vorliegenden Fall, der die bevorzugte Ausführungsform
ist, realisiert die Naht 14 nicht nur die Verbindung des
weiblichen Teils 10 mit dem zugeordneten Ende 1 des
Gürtels,
sondern auch mit dem Kleidungsstück.
Das weibliche Teil 10 ist so an dem Kleidungsstück befestigt
und wird also in Position gehalten. Daraus folgt, dass der Vorgang
des Schließens
und Festziehens vereinfacht wird, weil es genügt, das männliche Teil 20 in
das weibliche Teil einzuführen
und am freien Ende 2 des Gurtes zu ziehen, bis die gewünschte Straffungsspannung
erreicht ist.
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Wie es die Figuren zeigen, hat die
Hülle 30 die
Form einer Tasche, die horizontal auf dem Kleidungsstück angeordnet
ist, um das weibliche Teil 10 aufzunehmen, wobei diese
Hülle oder
Tasche 30 so ausgerichtet ist, dass ihr Boden 30a an
der Seite des Befestigungsbereichs 11 des weiblichen Teils
liegt, und ihre Öffnung; 30b an
der Seite der Öffnung
der Aufnahme 12 des weiblichen Teils liegt.
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Diese Hülle 30 ist vorzugsweise
auf Höhe
ihres Bodens geschlossen, um einen optimalen Schutz des Verschlusssystems
zu gewährleisten,
aber sie könnte
auf dieser Höhe
auch offen sein.
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Die Hülle 30 nimmt das weibliche
Teil 10 komplett auf, so dass, wenn der Verschluss verriegelt ist,
d.h. das männliche
Teil 20 in das weibliche Teil 10 gesteckt ist,
die Gesamtheit der Mittel zur Verriegelung komplett versteckt wird.
Für den
Fall, dass das männliche
Teil 20 auch Mittel zur Einstellung der Länge des
Gurtes (Stege 21b) umfasst, kann dieser Teil außerhalb
der Hülle 30 bleiben,
wie in den Zeichnungen dargestellt, für eine größere Einfachheit der Einstellung.
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Es resultiert hieraus ein besonders
erstrebter ästhetischer
Aspekt. Im Übrigen
ist die Verschlussgesamtheit vor jeder Verunreinigung geschützt und
vor den wesentlichen Erschütterungen
der äußeren Enden.
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Die Hülle 30 ist aus einem
relativ weichen textilen Material, z.B. ein PES(Polyester)-Stoff,
so dass, wenn eine Entriegelung gewünscht wird, es genügt, die
Zungen 22 durch das Material des Gurtes zu betätigen (siehe
Pfeile B in 3).
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Man wird feststellen, dass die Hülle 30 auch die
Teile 23 der Zungen 22 vor Stößen schützt, die von außen stammen,
und also die Risken einer ungelegenen Entriegelung des Verschlusses
vermeidet. ' Die
Hülle 30 könnte auch
aus einem mehr oder weniger elastischen Material sein, wie etwa
einer Mischung PA (Polyamid)/Lycra oder PES (Polyester)/Lycra.
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4 zeigt
die Anwendung der vorliegenden Erfindung auf den Verschluss eines
Gürtels 100 eines
Rucksacks 105, der mit einem Festziehgurt 104 ausgestattet
ist. Die ähnlichen
oder identischen Elemente werden durch die gleichen Bezugszeichen
bezeichnet, erhöht
um 100.
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In diesem Fall ist das Verschluss-
und Haltesystem 103 dazu geeignet, im Inneren einer weichen Hülle 130 aufgenommen
zu werden, die an einem der Enden des Gürtels 100 befestigt
ist, und der Straffungshülle 104,
wobei diese weiche Hülle 130 gleichzeitig
mit dem weiblichen Teil 110 des Verschlusssystems am Gürtel befestigt
ist. Das männliche
Teil 120 ist auf in der Länge nicht einstellbare Weise
am zugeordneten Ende 102 des Straffungsgurtes 104 befestigt.
In diesem Fall besteht das Mittel zum Zuziehen des Gurtes aus einer
Schnalle 121b, die vom männlichen Teil 120 verschieden
ist.
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Die Funktionsweise ist dieselbe wie
vorher beschrieben.
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In diesem Fall, konträr zu dem,
was üblicherweise
bei Rucksäcken
realisiert wird, ist das Verschlusssystem asymmetrisch angeordnet.
Es könnte jedoch
symmetrisch angeordnet werden, wenn der zugeordnete Gürtel länger wäre. Der
Vorteil dieser Konstruktion, außer
den bereits zuvor beschriebenen, ist, dass die freien Längen des
Gurtes, die "pendeln", begrenzt sind,
weil nur das Ende 102 des Gurtes 104 frei bleibt.
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Im Übrigen wird das Zuziehen nach
Verriegelung im Verhältnis
zum feststehenden Punkt bewerkstelligt, den der weibliche Teil darstellt,
und ist viel einfacher auszuführen.
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Natürlich könnte die vorliegende Erfindung auf
anderen Ebenen eines Rucksacks verwendet werden, z.B. auf der Ebene
der Kompressionsriemen, der Gurte zum Straffen der Träger, etc.
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Desgleichen könnte die Erfindung zum Verschluss/Straffen
von Reisetaschen, Schuhen, Kleidungsstücken vom Typ einer Jacke, Mäntel, etc.,
verwendet werden, ohne dass man den Rahmen der vorliegenden Erfindung
deshalb verlässt.