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DE20318934U1 - Tragbares Schutzschild - Google Patents

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DE20318934U1
DE20318934U1 DE20318934U DE20318934U DE20318934U1 DE 20318934 U1 DE20318934 U1 DE 20318934U1 DE 20318934 U DE20318934 U DE 20318934U DE 20318934 U DE20318934 U DE 20318934U DE 20318934 U1 DE20318934 U1 DE 20318934U1
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DE
Germany
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protective
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protective shield
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Application number
DE20318934U
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English (en)
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Ah Worldwide Lp Edinburgh
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Ah Worldwide Lp Edinburgh
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Publication of DE20318934U1 publication Critical patent/DE20318934U1/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41HARMOUR; ARMOURED TURRETS; ARMOURED OR ARMED VEHICLES; MEANS OF ATTACK OR DEFENCE, e.g. CAMOUFLAGE, IN GENERAL
    • F41H5/00Armour; Armour plates
    • F41H5/06Shields
    • F41H5/08Shields for personal use, i.e. hand held shields

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)

Abstract

Tragbares Schutzschild, insbesondere zum Schutz gegen ballistische Angriffe,
gekennzeichnet durch eine Gruppe von mindestens zwei relativ zueinander geführt bewegbaren Schutzelementen (12, 14, 46),
die in eine erste, kompakte Anordnung zueinander bringbar sind, in der die Schutzelemente (12, 14, 46) mit ihren Frontflächen (18, 17, 43) bzw. ihren diesen abgewandten Rückflächen (16, 19, 45) einander zugewandt hintereinander liegen und
die in mindestens eine weitere, zweite Anordnung zueinander bringbar sind, in der die Schutzelemente (12, 14, 46) in Angriffsrichtung möglichst spaltfrei eine relativ zur ersten Anordnung vergrößerte gemeinsame Frontfläche bilden
und durch einen Handgriff (54), der einem der Schutzelemente (12) zugeordnet ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein tragbares Schutzschild, insbesondere zum Schutz gegen ballistische Angriffe.
  • Bekannt sind tragbare Schutzschilde zur Abwehr ballistischer Angriffe. Unter dem Begriff „ballistische Angriffe" fallen beispielsweise geworfene Steine oder Flaschen, aber auch Splitter oder Querschläger und eventuell auch Schüsse aus Handfeuerwaffen:
  • Bei einem solchen Angriff kommt es darauf an, möglichst schnell das Schutzschild per Hand in Position bringen zu können. Will man derartige Schutzschilde auf Patrouillenfahrten im nicht gepanzerten Fahrzeug verwenden, so bereitet die Unhandlichkeit erhebliche Probleme. Häufig können die Angegriffenen das Fahrzeug nicht verlassen und sind darauf angewiesen, die Position des Schutzschilds schnell zu ändern, um auf wechselnde Angriffsrichtungen zu reagieren.
  • Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Schutzschild vorzuschlagen, das innerhalb von Fahrzeugen leicht handhabbar ist und in der Schutzwirkung den herkömmlichen Schutzschilden nicht nachsteht.
  • Die Aufgabe wird für ein tragbares Schutzschild gelöst durch eine Gruppe von mindestens zwei relativ zueinander geführt bewegbaren Schutzelementen, die in eine erste, kompakte Anordnung zueinander bringbar sind, in der die Schutzelemente mit ihren Frontflächen bzw. ihren diesen abgewandten Rückflächen einander zugewandt hintereinander liegen und die in mindestens eine weitere, zweite Anordnung zueinander bringbar sind, in der die Schutzelemente in Angriffsrichtung spaltfrei eine relativ zur ersten Anordnung vergrößerte gemeinsame Frontfläche bilden und von denen das dem Benutzer in der kompakten Anordnung nächstliegende Schutzelement einen Handgriff aufweist.
  • Unter Schutzelementen werden dabei Bauelemente verstanden, die andere Körper, insbesondere also Geschosse, Wurfgeschosse, Molotowcocktails, Splitter oder andere schnellbewegliche Körper am Durchtritt hindern. In einer leichteren Ausgestaltung können die Schutzelemente auch so ausgelegt sein, dass sie lediglich den Angriff mit stumpfen Gegenständen, wie Stangen oder Schlägern Widerstand leisten. Die Frontflächen sind diejenigen Flächen, auf die der Angriff einwirkt.
  • Ein erfindungsgemäßes Schutzschild bietet gegenüber Schutzschilden nach dem Stand der Technik den Vorteil, dass es leicht innerhalb eines Fahrzeuges bewegt werden kann, wenn die Gruppe der Schutzelemente in ihrer kompakten Anordnung ist. Im Falle eines Angriffs kann das Schutzschild damit sehr schnell per Hand beispielsweise unter dem Sitz oder aus dem Fond des Fahrzeugs hervorgeholt werden. Der Handgriff ist dabei so stabil ausgelegt, dass auch ruckartige Bewegungen nicht zu einem Abreißen vom Schutzschild führen.
  • In der zweiten Anordnung der Gruppe der Schutzelemente bietet das Schutzschild einen sicheren Schutz gegen die genannten ballistischen Angriffe. Es kann dabei genau so weit ausgezogen werden, wie es den Umständen nach erforderlich ist. Um ein Durchdringen von Projektilen höherer Energie, insbe sondere von Geschossen aus Handfeuerwaffen zu verhindern, liegen die Schutzelemente in der zweiten Anordnung in Angriffsrichtung spaltfrei. Sofern das Schutzschild nur für sehr leichte Angriffe, insbesondere Angriffe mit stumpfen Gegenständen ausgelegt ist, könnte auf das Erfordernis einer spaltfreien Anordnung auch verzichtet werden.
  • Damit das Schutzschild in allen Situationen einen sicheren Schutz gewährt, ist es wichtig, dass der Übergang von der ersten in die zweite Anordnung sicher funktioniert. Es ist dazu bevorzugt, dass die Schutzelemente durch Verschieben aneinander vorbei entlang eines geraden Bewegungspfads aus der ersten in die zweite Anordnung bringbar sind. Auf diese Art und Weise wird gewährleistet, dass das Schutzschild relativ wenig anfällig gegen Verschmutzungen und andere Einwirkungen während der Lagerung ist.
  • Als besonders wenig störanfällig hat sich ein Schutzschild erwiesen, bei dem die Schutzelemente parallel zu den Flächen verschoben werden, die in der ausgefahrenen Anordnung die gemeinsame Frontfläche bilden. Als weiterer Vorteil ergibt sich bei einer derartigen Ausgestaltung ein sehr geringer Platzbedarf in der ersten, kompakten Anordnung. Unter „kompakt" ist hierbei eine gedrungene Anordnung zu verstehen, in der das Schild leicht in einem Fahrzeug lagerbar ist.
  • Es hat sich als günstig erwiesen, wenn drei rechteckige Schutzelemente vorhanden sind, am mittleren Schutzelement ein Führungselement mit zwei parallel zur Frontfläche des mittleren Schutzelement verlaufenden Schlitzen angebracht ist und die beiden anderen Schutzelemente mit seitlichen Führungsnasen in die Schlitze eingreifen. Das Führungselement ist dabei so angeordnet, dass die Schlitze in der zweiten Anordnung der Führungselemente vertikal verlaufen. Die seitlichen Führungsnasen befinden sich dann an den vertikal verlaufenden Seiten der Führungselemente.
  • Alternativ, aber auch additiv hat sich eine Ausführungsform als günstig herausgestellt, bei der an jedem der Schutzelemente Führungselemente angebracht sind, an denen im Bewegungspfad verlaufende Stangen angebracht sind und/oder in denen diese Stangen geführt werden. Diese Bauform bietet, insbesondere bei der Fertigung Vorteile: Die Schutzelemente sind auf ihre Durchschlagfestigkeit und ihre Abwehrkraft gegen ballistische Angriffe hin optimiert, sodass es in der Regel schwierig ist, diese spanend zu bearbeiten oder zu schweißen. Aus diesem Grund werden die Schutzelemente bevorzugt in einer Rahmenkonstruktion gehaltert.
  • Eine weitere, bevorzugte Ausführungsform ist, dass drei rechteckige Schutzelemente vorhanden sind und am mittleren Schutzelement je zwei Zapfen auf der Frontfläche und der Rückfläche jeweils auf gleicher Höhe an deren vertikalen Seiten vorgesehen sind, die in jeweils zwei geradlinige, in der zweiten Anordnung vertikal verlaufende, parallele Schlitze in den beiden anderen Schutzelementen eingreifen. Unter den vertikalen Seiten sind diejenigen Seiten zu verstehen, die dann, wenn die Schutzelemente in ihrer zweiten Anordnung sind, weder obere, noch untere Seiten sind.
  • In einer alternativen Ausführungsform ist vorgesehen, dass Schutzelemente als Fächerelemente ausgebildet und einzeln um je einen oder in Teilgruppen um je einen gemeinsamen Anlenkpunkt relativ zueinander schwenkbar angelenkt sind.
  • In einer Weiterbildung erweist es sich dabei als günstig, die Anlenkpunkte für die Teilgruppen der Fächerelemente an einem Schutzelement vorzusehen, das kein Fächerelement ist.
  • Die Schutzelemente, die nicht als Fächerelemente ausgebildet sind, sind bevorzugt entsprechend einem oben beschriebenen Mechanismen der ersten, kompakten Anordnung in die zweite Anordnung bringbar sind.
  • Eine alternative Ausführungsform ist, dass alle Schutzelemente Fächerelemente sind und dass jedes Fächerelement an seiner Spitze mit einem der benachbarten Fächerelemente und an einer seiner Ecken mit dem Anderen benachbarten Fächerelement verschwenkbar verbunden ist. In letzterem Fall ergibt sich eine besonders bevorzugte Ausführungsform, wenn die Spitzen der Kreissegmente alternierend angeordnet sind und jeweils eine Spitze mit einem angrenzenden Eckpunkt des nächsten Schutzelements verschwenkbar gela gert ist. Um dabei die Stabilität zu erhöhen, können die Lagerelemente, die jeweils eine Spitze mit einem angrenzenden Eckpunkt verbinden, zusätzlich an einem Schutzelement geführt werden. Ist beispielsweise das Lagerelement als Zapfen ausgebildet, so kann dieser Zapfen, einem Kulissenstein in einer Kulissenführung vergleichbar, in einem anderen Schutzelement geführt werden. Dabei hintergreift der Bolzen das Schutzelement, sodass ein auf das Schutzelement wirkende Kraftimpuls an zwei Stellen aufgenommen werden kann.
  • Es hat sich als günstig erwiesen die Fächerelemente als Kreissegmente auszubilden.
  • Bei der Auslegung eines erfindungsgemäßen Schutzschildes muss ein Kompromiss gefunden werden zwischen einer kompakten Bauweise in der ersten Anordnung, und damit verbunden einer geringen Sperrigkeit einerseits und einer möglichst geringen Zahl an empfindlichen Anlenkpunkten andererseits. Zudem muss eine kompakte Bauweise gegen den Fertigungsaufwand abgewogen werden.
  • Es hat sich gezeigt, dass eine gute Schutzwirkung dann erreicht wird, wenn die Fächerelemente in der zweiten Anordnung im Wesentlichen einen Halbkreis bilden.
  • In einer alternativen Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Schutzelemente mittels Scharnieren aneinander befestigt und durch Klappen oder Falten aus der ersten in die zweite Anordnung bringbar sind.
  • Werden Personen, die sich in einem Fahrzeug befinden, angegriffen, so müssen die Elemente des Schutzschilds schnell von der ersten Anordnung in die zweite Anordnung gebracht werden können. Dabei ist relevant, dass beispielsweise der Fahrer eines Fahrzeugs im Falle eines Angriffs in der Regel lediglich eine Hand zur Verfügung hat, um das Schutzschild zu entfalten. In einer bevorzugten Ausführungsform ist daher vorgesehen, dass die Schutzelemente mittels des Handgriffs und entgegen der Schwerkraft von der ersten in die zweite Anordnung bringbar ist. Das Schutzschild wird dazu einfach am Handgriff angefasst und entgegen der Schwerkraft nach oben gezogen.
  • Die Aufgabe wird zudem erfindungsgemäß gelöst durch einen Abschnitt eines flexiblen, penetrationshemmenden Materials, der entlang einer Kante an einem Rollo-artigen, drehbaren Träger befestigt und mittels eines Handgriffs aus einer auf dem Träger aufgewickelten in eine ausgezogene Anordnung bringbar ist.
  • Es versteht sich, dass das Material, aus dem die Schutzelemente gefertigt sind, einen wichtigen Einfluss auf die Brauchbarkeit des Schutzschildes hat. Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, dass zumindest eines der Schutzelemente bzw. der Abschnitt eines der Folgenden genanntes Materialien enthält oder aus diesem besteht:
    • – Aluminiumoxid, Siliziumkarbid, Borkarbid, Siliziumnitrid, Borsilikatglas, Panzerglas
    • – Aluminium, Stahl, Titan, Nickel und diese Metalle enthaltende Legierungen
    • – Urethan, Polycarbonat, Acrylglas, Aramid, Polyethen, Fiberglas.
  • Mit den genannten Materialien lassen sich Schutzelemente herstellen, die eine hohe Durchschlagfestigkeit bei akzeptablem Gewicht aufweisen. Materialien, die bei gleicher Durchschlagfestigkeit eine geringere Dichte, bzw. bei gleicher Dichte höhere Durchschlagfestigkeit aufweisen, sind in diesem Sinne ebenfalls bevorzugt.
  • Im Sinne einer hohen Durchschlagfestigkeit bei gleichzeitig akzeptablem Gewicht hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, dass für das Schutzelement ein Metallmatrixkomposit, ein Keramikmatrixkomposit, oder glasfaserverstärkter Kunststoff verwendet ist.
  • Sofern das Schutzschild ausschließlich zum Schutz von Personen in einem Fahrzeug eingesetzt werden, und zudem Angriffe aus lediglich aus einer Angriffsrichtung zu erwarten sind, ist es vorteilhaft, wenn das Schutzschild zur Anbringung an einem Fahrzeug ausgebildet ist. Hierbei ist beispielsweise an Schraubverbindungen, Karabiner-Öse-Verbindungen, Einhakverbindungen, aber auch die feste Verbindung beispielsweise mit einem Scharnier denkbar.
  • Um die Benutzung des Schutzschilds zu erleichtern und zu beschleunigen ist in einer vorteilhaften Weiterbildung vorgesehen, dass ein die Bewegung der Schutzelemente aus deren erste in deren zweite Anordnung unterstützender Motor oder Kraftspeicher vorhanden ist. Vorteilhaft ist hier insbesondere, wenn der Kraftspeicher eine Feder ist.
  • Im Folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert.
  • Dabei zeigt
  • 1 ein Ausführungsbeispiel mit Stangenführung in Ansicht auf die dem Benutzer zugekehrte Rückfläche,
  • 2 das Schutzschild wie in 1, mit Blick auf dessen Frontfläche,
  • 3 den mit A gekennzeichneten Ausschnitt in 2,
  • 4 in 2 mit B gekennzeichneten Ausschnitt,
  • 5a die in 2 gezeigte linke Seite in Vergrößerung in der ersten Anordnung der Schutzelemente,
  • 5b die in 5a gezeigte linke Seite in Vergrößerung in der zweiten Anordnung der Schutzelemente,
  • 6 eine weitere Ausführungsform eines Schutzschilds mit Seitenschlitzführung,
  • 7 den 6 links gezeigten Rand des Schutzschilds,
  • 8 eine weitere Ausführungsform mit geschlitzten Schutzelement in Frontansicht,
  • 9 eine Seitenansicht des in 8 gezeigten Schutzschildes, 10 den Ausschnitt, der in 9 mit C bezeichnet ist,
  • 11a eine weitere Ausführungsform mit Fächerelementen als Schutzelementen in der ersten Anordnung,
  • 11b eine weitere Ausführungsform mit Fächerelementen als Schutzelementen in der zweiten Anordnung,
  • 12 eine weitere Ausführungsform mit Fächerelementen als Schutzelemente in der zweiten Anordnung,
  • 13 die Ausführungsform nach 12, bei der sich die Schutzelemente in der ersten Anordnung befinden,
  • 14 eine weitere Ausführungsform mit Fächerelementen und
  • 15a wiederum eine weitere Ausführungsform mit Kreissegmenten in der zweiten Anordnung,
  • 15b die Ausführungsform nach 15a in der ersten Anordnung,
  • 16a die Bauelemente einer letzten, weitere Ausführungsform
  • 16b die Ausführungsform nach 16a in der zweiten Anordnung der Schutzelemente und
  • 16c die Ausführungsform nach 16b in der ersten Anordnung.
  • 1 zeigt ein Schutzschild 10, das drei gleich große Schutzelemente 12, 14 und 46 umfasst, die aus Stahlplatten gefertigt sind. Die Schutzelemente sind in ihrer ersten, kompakten Anordnung zueinander gezeigt; dabei sind die Schutzelemente 14 und 46 vom Schutzelement 12 verdeckt. In der 1 sind die drei Schutzelemente, in der Anordnung gezeigt, in der die Schutzelemente mit ihren Frontflächen bzw. ihren diesen abgewandten Rückflächen einander zugewandt hintereinander liegen; das Schutzschild 10 befindet sich dabei in seiner Lageranordnung. Befinden sich entsprechend die Schutzelemente 12, 14, 46 in ihrer zweiten Anordnung, in der die Schutzelemente in Angriffsrichtung möglichst spaltfrei eine relativ zur ersten Anordnung vergrößerte gemeinsame Frontfläche bilden, so befindet sich das Schutzschild 10 in seiner Abwehrstellung.
  • Im Folgenden beziehen sich die Begriffe „oben", „unten", „Oberseite", „Unterseite", Oberkante", „Unterkante", „vertikal", „horizontal" , usw. stets auf die Anschauung des Benutzers des Schutzschilds 10 in Abwehrstellung, sofern keine weitere Erläuterung gegeben ist.
  • Das Schutzelement 12 ist in 1 so gezeichnet, dass seine dem Benutzer zugewandte Rückfläche 16 sichtbar ist. Die Frontfläche 17 und die Rückfläche 19 des zweiten Schutzelements 14 sind hingegen vom Schutzelement 12 verdeckt. Ebenso sind auch die Frontfläche 43 und die Rückfläche 45 des dritten Schutzelements 46 verdeckt.
  • An seiner nach oben weisenden schmalen Seitenfläche sind am Schutzelement 12 ein Führungselement 20 und an seiner nach unten weisenden schmalen Seitenfläche ein Führungselement 21 angebracht, die in den Bereichen, in denen sie am Schutzelement 12 anliegen, bündig mit diesem abschließen. Durch rechteckige Zapfen 27, 27a, die in entsprechende Ausnehmungen in den Führungselementen eingreifen, wird dabei die Position des Führungselements relativ zum Schutzelement festgelegt.
  • Entsprechend ist am Schutzelement 14 an seiner nach oben weisenden schmalen Seitenfläche ein Führungselement 22 angeordnet (2), an seiner nach unten weisenden Seitenfläche ein Führungselement 23 (1). Am Schutzelement 46 ist lediglich an seiner nach oben weisenden schmalen Seitenfläche ein Führungselement 25 angeordnet (2).
  • Das Führungselement 20 weist auf seiner in 1 linken Seite einen Vorsprung 24 auf, das Führungselement 21 einen Vorsprung 26, das Führungselement 22 einen Vorsprung 38, das Führungselement 23 einen Vorsprung 40 und das Führungselement 25 einen Vorsprung 50.
  • Die Führungselemente 20, 21, 22, 23, 25 sind spiegelsymmetrisch zu der vertikalen Ebene aufgebaut, die senkrecht auf der Rückfläche 16 steht. Die entsprechenden Vorsprünge, die sich in 1 auf der rechten Seite befinden, tragen die Bezeichnung des jeweiligen Vorsprungs auf der anderen Seite mit dem Suffix a. So befindet sich beispielsweise der Vorsprung 24a am Führungselement auf der dem Vorsprung 24 gegenüber liegenden Seite.
  • Zwischen dem Vorsprung 24 und dem Vorsprung 26 verläuft eine Stange 28 parallel zur in 1 linken, schmalen Außenseite 30 des Schutzelements 12. Die Stange 28 ist dabei mit beiden Vorsprüngen 24, 26 fest verbunden. Eine entsprechende Stange 28a verläuft zwischen den Vorsprüngen 24a und 26a. Im Vorsprung 38 befindet sich eine Bohrung 44 (3 oder 5), die von der Stange 28 mit Spiel so durchsetzt wird, dass die Stange in der Bohrung läuft. Analoges gilt für eine Stange 38a und eine Bohrung 44a. Im Weiteren werden die mit dem Suffix a zu kennzeichnenden Bauelemente nicht mehr erwähnt.
  • Die Stange 28 verläuft parallel zu der Ebene, in der die Frontfläche 18 des Schutzelements 12 liegt und ist von dieser aus gesehen in Richtung auf die Ebene hin versetzt, in der das Schutzelement 14 hin liegt, sodass sie zwischen beiden Ebenen positioniert ist.
  • Zwischen den Vorsprüngen 38 und 40 verläuft eine mit diesen Vorsprüngen fest verbundene Stange 36. Vergleichbar der Stange 28 befindet sich die Stange 36 zwischen den Ebenen, in denen die Rückfläche des Schutzelements 46 bzw, die Frontfläche des Schutzelements 14 liegt (4).
  • 5a ist eine Teilansicht des linken Teils von 1. In 5a ist das in den 1, 2, 3 und 4 nicht sichtbare Schutzelement 46 gezeigt. In 5a links oben, was in 1 ebenfalls links oben entspricht, ist der Vorsprung 50 gezeigt, der eine Bohrung 52 aufweist, die von der Stange 36 mit Spiel durchsetzt wird.
  • Der Vorsprung 40 weist eine Zunge 32 auf, die so vom Vorsprung 40 absteht, dass sie mit dem unmittelbar vor dem Vorsprung liegenden Bereich des Führungselements 23 eine Aussparung 34 bildet, in der das Schutzelement 46 mit Spiel geführt ist. Dabei liegt die Zunge 32 an der Frontfläche 43 des Schutzelements 46 an.
  • Die Schutzelemente des Schutzschilds 10 sind in allen 1 bis 5a in ihrer ersten, kompakten Anordnung gezeigt. Um das Schutzschild 10, mit seinen Schutzelementen 12, 14, 46 auf dem Boden stehend, aus dieser Anordnung in die in 5b gezeigte, zweite Anordnung zu bringen, ist ein Handgriff 54 auf der Rückfläche 16 montiert.
  • Wird der Handgriff 54 in Pfeilrichtung P bewegt (1 oder 5), so gleitet die am Vorsprung 24 befestigte Stange 28 durch die Bohrung 44, sodass sich das Schutzelement 12 entlang eines graden Bewegungspfads am Schutzelement 14 vorbeibewegt. Sobald die Stange 28 sich soweit durch die Bohrung 44 bewegt hat, dass der Vorsprung 26 mit dem Vorsprung 38 in Kontakt kommt, wird auch der Vorsprung 38 mit samt des mit ihm verbundenen Schutzelements 14 in Pfeilrichtung P nach oben bewegt.
  • Das Schutzelement 46 folgt dieser Bewegung zunächst nicht, da die Stange 36 durch die Bohrung 52 im Vorsprung 50 hindurchgleitet. Sobald jedoch der Vorsprung 40 direkt am Vorsprung 50 anliegt, wird auch das untere Schutzelement 46 nach oben bewegt. In dieser Position ist das Schutzschild in der zweiten Anordnung und voll ausgefahren.
  • 6 zeigt eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schutzschilds 10. An den in 6 links und rechts gezeigten Seiten des Schutzelements 14 sind Führungselemente 56, 56a angeordnet. Die Führungselemente 56 und 56a sind zueinander spiegelsymmetrisch bezüglich ihrer Längsseiten. Das Führungselement 56 ist im Wesentlichen eine Platte, die zwei Schlitze 58, 60 aufweist (7). Beide Schlitze 58, 60 verlaufen parallel zueinander und parallel zur Frontfläche 17 des Schutzelements 14. Da das Führungselement 56a spiegelsymmetrisch aufgebaut ist, gelten die gleichen Aussagen auch dafür. Die Bezeichnungen für das Führungselement 56a sind die des Führungselements 56, denen das Suffix a angehängt ist.
  • Im Schlitz 58 des Führungselements 56 läuft eine Nase 62 des Schutzelementes 12 (6), entsprechend läuft eine Nase 62a des Schutzelementes 12 im Schlitz 58a. Im Schlitz 60 läuft eine Nase 64 des Schutzelementes 46. Alle Nasen 62, 62a, 64, 64a sind an den vertikalen Seite der jeweiligen Schutzelemente 12, 46 vorgesehen, die in der zweiten, ausgezogenen Anordnung dem Schutzelement 14 zugewandt sind.
  • In der ersten, kompakten Anordnung, die hier nicht gezeigt ist, liegen alle drei Schutzelemente 12, 14, 46 mit ihren Frontflächen bzw. ihren diesen abgewandten Rückflächen einander zugewandt hintereinander. In dieser ersten Anordnung befinden sich die Nasen 62, 62a, 64, 64a einander gegenüberliegend an jeweils einem Ende der Schlitze 58, 58a, 60, 60a.
  • Um die Schutzelemente aus dieser ersten, kompakten Anordnung in die zweite Anordnung zu bringen, ist ein Handgriff 54 auf der Rückfläche 16 am Schutzelement 12 vorgesehen. Wird dieser Handgriff 54 entgegen der Schwerkraft in Richtung des Pfeils P bewegt, so verschiebt sich das Schutzelement 12 relativ zum Schutzelement 14 nach oben, wobei die Nasen 62, 62a in den Schlitzen 58, 58a von einem Ende zum anderen laufen. Am Ende des Schlitzes angekommen, wird eine weitere Bewegung des Schutzelements 12 gegenüber dem Schutzelement 14 blockiert. Dadurch bewegt sich das Schutzelement 14 relativ zum Schutzelement 46 nach oben. Dabei laufen die Nase 64, 64a in den Schlitzen 60, 60a. Am Ende des Schlitzes angekommen, blockiert die Nase 64 eine weitere Bewegung des Schutzelements 46 relativ zum Schutzelement 14. Die zweite Anordnung der Schutzelemente ist damit erreicht. In dieser Anordnung überlappen die Schutzelemente aus Angriffsrichtung aus gesehen so, dass kein Spalt zwischen ihnen verbleibt.
  • 8 zeigt eine Frontansicht eines weiteren erfindungsgemäßen Schutzschildes 10. Auf dem Schutzelement 14 sind in den beiden dem Schutzelement 12 zugewandten Ecken zwei Zapfen 66, 68 angeschweißt, die entgegen der Angriffsrichtung von der Rückfläche 19 des Schutzelements 14 abstehen (9). Die Zapfen 66, 68 durchgreifen Langlöcher 70, 72 im Schutzelement 12 und laufen in diesen. Zwei weitere Zapfen 76, 78 stehen in den gegenüberliegenden Ecken von der Frontfläche 17 des Schutzelements 14 ab und weisen in Richtung eines Angreifers. Sie durchgreifen zwei Langlöcher 80, 82 im Schutzelement 46 und werden in diesen geführt, wie in 9 gezeigt.
  • Um zu erreichen, dass beispielsweise brennendes Benzin aus Molotowcocktails nicht durch die überlappenden Schutzelemente auf den Benutzer zu sickert, kann vorgesehen sein, dass die Zapfen 66, 68 in Richtung eines Angreifers und die Zapfen 76, 78 entgegen dieser Richtung an dem Schutzelement 14 angebracht sind. In diesem Fall muss der Handgriff 54 weit oben am Schutzelement 12 angebracht sein, welches zudem größer ausgelegt wird, sodass die Schutzelemente gut in ihre erste Anordnung bringbar sind.
  • Alle vier Zapfen 66, 68, 76, 78 haben einen Schaftdurchmesser, der kleiner ist als der lichte Abstand des zugeordneten Langlochs und einen Kopfdurchmesser, der größer ist als dieser lichte Abstand (10).
  • In einer ersten, kompakten Anordnung liegen die Schutzelemente mit ihren Frontflächen bzw. ihren diesen abgewandten Rückflächen einander zugewandt hintereinander. Diese Stellung ist in keiner der drei 8, 9 oder 10 gezeigt. Um die Schutzelemente aus dieser Anordnung in eine zweite Anordnung zu bringen, wird der Handgriff 54 am Schutzelement 12 (9) nach oben bewegt. Hierdurch gleitet zunächst das Schutzelement 12 am Schutzelement 14 vorbei, wobei die Zapfen 66 und 68 in den Langlöchern 70 und 72 laufen. Sobald die Zapfen am äußersten Ende des jeweiligen Langlochs angekommen sind, wird das zweite Schutzelement 14 nach oben mitgenommen. Dabei laufen die Zapfen 76 und 78 in den beiden jeweiligen Langlöchern 80 und 82. Sobald die Zapfen die äußerste Position im Langloch erreicht haben, ist die zweite Anordnung erreicht.
  • 11a zeigt ein weiteres erfindungsgemäßes Schutzschild 10. Zwei viertelkreisförmige Fächerelemente 77, 79 sind in einem gemeinsamen Anlenkpunkt 81 an einem rechteckigen Schutzelement 83 angelenkt. Beide Fächerelemente 77, 79 weisen Führungen 85, 85a auf, in denen Kulissensteine 87, 87a laufen, die wiederum an einem Handgriff 54 befestigt sind.
  • Wird der Handgriff in Richtung des Pfeils P bewegt, so gleiten die Kulissensteine 87, 87a in ihren Führungen radial nach innen auf den Anlenkpunkt 81 zu, wobei die beiden Fächerelemente 77, 79 gegenläufig schwenken. Am Ende der Bewegung ist der in 11b gezeigte Zustand erreicht. Zum Schutz des Gelenkes ist eine Deckplatte 91 vorgesehen.
  • In 12 ist ein weiteres erfindungsgemäßes Schutzschild 10 gezeigt, das acht Schutzelemente 84, 86, 88, 90, 92, 94, 96, 98 umfasst. Die Schutzelemente 84 bis 94 sind als kreissegmentförmige Fächerelemente ausgebildet. Die beiden Schutzelemente 96 und 98 können dabei wie bei der Erläuterung der 1 bis 5 bzw. 6 bis 7 bzw. 8 bis 10 beschrieben miteinander verbunden sein.
  • Die Fächerelemente sind gemeinsam in einem Anlenkpunkt 100 schwenkbar angelenkt. In 12 ist die zweite Anordnung der Schutzelemente dargestellt. Um die Schutzelemente aus dieser Anordnung in die erste Anordnung zu bewegen, wird der Handgriff 54 in Richtung des Pfeils P bewegt. Dadurch schwenken die Schutzelemente 88, 86, 84 gegen den Uhrzeigersinn und die Schutzelemente 90, 92, 94 im Uhrzeigersinn. Die beiden Schutzelemente 96 und 98 können entsprechend der gewählten Verbindungsart wie oben an der entsprechenden Stelle beschrieben (beispielsweise mittels einer Stangen- oder Zapfenkonstruktion) in die erste Anordnung gebracht werden. Es ergibt sich am Ende der Bewegung die in 13 gezeigte, erste Anordnung der Schutzelemente.
  • 14 zeigt eine alternative Anordnung der Fächerelemente. Es sind vier Fächerelemente 101, 102, 103, 104 vorhanden. Jeweils zwei, nämlich 101 und 102 bzw. 103 und 104 sind an einem gemeinsamen Anlenkpunkt an einem rechteckigen Schutzelement 107, nämlich 105 bzw. 106 schwenkbar angelenkt. 14 zeigt die Schutzelemente in ihrer zweiten Anordnung. Die erste, kompakte Anordnung wird erreicht, indem der Handgriff 54 in Richtung des Pfeils P bewegt wird, wodurch die Schutzelemente 102, 101 entgegen dem Uhrzeigersinn und die Schutzelemente 103 und 104 im Uhrzeigersinn geschwenkt werden.
  • 15a zeigt eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schutzschilds 10, das die Schutzelemente 108, 110, 112, 114, 116, 118 umfasst. Die Schutzelemente sind dabei Kreissegmente, deren Spitzen alternierend angeordnet sind. „Spitzen" sind diejenigen Eckpunkte der Fächerelemente, die den gekrümmten Kanten gegenüber liegen.
  • Jeweils zwei der Schutzelemente sind aneinander angelenkt. So sind die beiden Schutzelemente 108 und 110 im Anlenkpunkt 120, die Schutzelemente 110 und 112 im Anlenkpunkt 122 miteinander angelenkt. In 15a ist die zweite Anordnung der Schutzelemente gezeigt. Um die Schutzelemente in ihre erste, kompakte Anordnung zu bringen, wird der am obersten Schutzelement 118 angeordnete Handgriff 54 in Pfeilrichtung P nach unten bewegt. Dadurch verursacht schwenkt das Schutzelement 116 entgegen dem Uhrzeigersinn und das Schutzelement 122 im Uhrzeigersinn. Entsprechend schwenken die Schutzelemente 114 und 118 in ihren jeweiligen Anlenkpunkten entgegen dem Uhrzeigersinn, während die Schutzelemente 112 und 116 in ihren jeweiligen Anlenkpunkten im Uhrzeigersinn schwenken. Nach dieser Schwenkbewegung liegen die Schutzelemente 110, 114 und 118 bzw. die Schutzelemen te 108, 112 und 116 aus Angriffsrichtung gesehen hintereinander. Am Ende der Bewegung ergibt sich die in 15b gezeigte Anordnung.
  • In 16a zeigt die zu einer weiteren Ausführungsform der Erfindung gehörenden Bauelemente. Dies sind ein im Wesentlichen rechteckiges Schutzelement 124, ein Fächerelement 126, ein zweites Fächerelement 128 sowie ein Handgriff 54, ein Sicherungsmittel 130 sowie hier nicht gezeigte Anlenkmittel.
  • Wie 16b zeigt, ist das eine Fächerelement 126 am Schutzelement 124 in einem Anlenkpunkt 132 und das andere Fächerelement 128 an einem separaten Anlenkpunkt 134 angelenkt. Der Handgriff 54 ist am Fächerelement 126 befestigt. Auf dem Fächerelement 128 befindet sich ein kreissegmentförmiger Kulissenstein 136 mit einer nicht gezeichneten Verzahnung auf seiner Kreisbogenkante. Dieser Kulissenstein greift in eine mit einer komplementären Verzahnung versehene Ausnehmung 138 im Fächerelement 128 ein und wird dort geführt und mitgenommen. In der in 16b gezeigten Abwehrstellung kann das Schutzschild 10 mittels des Sicherungsmittels 130 so arretiert werden, dass die Schutzelemente 124, 126, 128 sich nicht relativ zueinander bewegen können.
  • Um das Schutzschild aus seiner Abwehrstellung in seine Lageranordnung zu bringen, die in 16c gezeigt ist, wird der Handgriff 54 entgegen dem Uhrzeigersinn gemäß 16b geschwenkt, wodurch das zweite Fächerelement 124 mittels der Verzahnung im Uhrzeigersinn schwenkt. Am Ende dieser Schwenkbewegungen befinden sich die Schutz- und Fächerelemente in ihrer ersten Anordnung, die in 16c gezeigt ist.

Claims (20)

  1. Tragbares Schutzschild, insbesondere zum Schutz gegen ballistische Angriffe, gekennzeichnet durch eine Gruppe von mindestens zwei relativ zueinander geführt bewegbaren Schutzelementen (12, 14, 46), die in eine erste, kompakte Anordnung zueinander bringbar sind, in der die Schutzelemente (12, 14, 46) mit ihren Frontflächen (18, 17, 43) bzw. ihren diesen abgewandten Rückflächen (16, 19, 45) einander zugewandt hintereinander liegen und die in mindestens eine weitere, zweite Anordnung zueinander bringbar sind, in der die Schutzelemente (12, 14, 46) in Angriffsrichtung möglichst spaltfrei eine relativ zur ersten Anordnung vergrößerte gemeinsame Frontfläche bilden und durch einen Handgriff (54), der einem der Schutzelemente (12) zugeordnet ist.
  2. Schutzschild nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzelemente (12, 14, 46) durch Verschieben aneinander vorbei entlang eines geraden Bewegungspfads aus der ersten in die zweite Anordnung bringbar sind.
  3. Schutzschild nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzelemente parallel zu den Flächen (18, 17, 43) verschoben werden, die in der ausgefahrenen Anordnung die gemeinsame Frontfläche bilden.
  4. Schutzschild nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass drei rechteckige Schutzelemente (12, 14, 46) vorhanden sind, am mittleren Schutzelement (14) seitlich je ein Führungselement (56, 56a) mit zwei parallel zur Frontfläche (17) des mittleren Schutzelement (14) verlaufenden Schlitzen (62, 62a) angebracht ist und die beiden anderen Schutzelemente mit seitlichen Führungsnasen (62, 62a, 64, 64a) in die Schlitze (62, 62a) eingreifen.
  5. Schutzschild nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass an jedem Schutzelement mindestens ein Führungselement angebracht ist, an den Schutzelementen im Bewegungspfad verlaufende Stangen (28, 28a, 36, 36a) angebracht sind und/oder in denen diese Stangen geführt sind.
  6. Schutzschild nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass drei rechteckige Schutzelemente (12, 14, 46) vorhanden sind und am mittleren Schutzelement (14) je zwei Zapfen (76, 78) auf der Frontfläche und der Rückfläche (66, 68) jeweils auf gleicher Höhe an deren vertikalen Seiten vorgesehen sind, die in jeweils zwei geradlinige, in der zweiten Anordnung vertikal verlaufende, parallele Schlitze (70, 72, 80, 82) in den beiden anderen Schutzelementen (12, 43) eingreifen.
  7. Schutzschild nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Schutzelemente (101, 102, 103, 104), die als Fächerelemente ausgebildet und einzeln um je einen oder in Teilgruppen um je einen gemeinsamen Anlenkpunkt (105, 106) relativ zueinander schwenkbar angelenkt sind.
  8. Schutzschild nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Fächerelemente (101, 102, 103, 104) an einem Schutzelement (107) angelenkt sind, das kein Fächerelement ist.
  9. Schutzschild nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzelemente, die nicht als Fächerelemente ausgebildet (96, 98) sind, entsprechend einem der Ansprüche 2 bis 5 aus einer ersten, kompakten Anordnung in eine zweite Anordnung bringbar sind, in der diese Schutzelemente in Angriffsrichtung möglichst spaltfrei eine relativ zur ersten Anordnung vergrößerte gemeinsame Schutzfläche bilden.
  10. Schutzschild nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass alle Schutzelemente Fächerelemente (108, 110, 112, 114, 116, 118) sind und dass jedes Fächerelement an seiner Spitze mit einem der benachbarten Fächerelemente und an einer seiner Ecken mit dem anderen benachbarten Fächerelement verschwenkbar verbunden ist.
  11. Schutzschild nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Fächerelemente Kreissegmente sind.
  12. Schutzschild nach einem der Ansprüche 7 bis 9, oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Fächerelemente in der zweiten Anordnung im Wesentlichen einen Halbkreis bilden.
  13. Schutzschild nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzelemente mittels Scharnieren aneinander befestigt und durch Klappen oder Falten aus der ersten in die zweite Anordnung bringbar sind.
  14. Schutzschild nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzelemente mittels des Handgriffs (54) und entgegen der Schwerkraft von der ersten in die zweite Anordnung bringbar sind.
  15. Tragbares Schutzschild, insbesondere zum Schutz gegen ballistische Angriffe, gekennzeichnet durch einen Abschnitt eines flexiblen, penetrationshemmenden Materials, der entlang einer Kante an einem Rollo-artigen, drehbaren Träger befestigt und mittels eines Handgriffs aus einer auf dem Träger aufgewickelten in eine ausgezogene Anordnung bringbar ist.
  16. Schutzschild nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzelemente bzw. der Abschnitt eines der Folgenden genanntes Materialien enthält oder aus diesem besteht: – Aluminiumoxid, Siliziumkarbid, Borkarbid, Siliziumnitrid, Borsilikatglas, Panzerglas – Aluminium, Stahl, Titan, Nickel und diese Metalle enthaltende Legierungen – Urethan, Polycarbonat, Acrylglas, Aramid, Polyethen, Fiberglas
  17. Schutzschild nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für das Schutzelement ein Metallmatrixkomposit, ein Keramikmatrixkomposit, oder glasfaserverstärkten Kunststoff verwendet ist.
  18. Schutzschild nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es zur Anbringung einem Fahrzeug ausgebildet ist.
  19. Schutzschild nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Bewegung der Schutzelemente aus deren erste in deren zweite Anordnung unterstützender Motor oder Kraftspeicher vorhanden ist.
  20. Schutzschild nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Kraftspeicher eine Feder ist.
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