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DE20317249U1 - Handführbares Preßgerät - Google Patents

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DE20317249U1
DE20317249U1 DE20317249U DE20317249U DE20317249U1 DE 20317249 U1 DE20317249 U1 DE 20317249U1 DE 20317249 U DE20317249 U DE 20317249U DE 20317249 U DE20317249 U DE 20317249U DE 20317249 U1 DE20317249 U1 DE 20317249U1
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    • B25BTOOLS OR BENCH DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, FOR FASTENING, CONNECTING, DISENGAGING OR HOLDING
    • B25B27/00Hand tools, specially adapted for fitting together or separating parts or objects whether or not involving some deformation, not otherwise provided for
    • B25B27/02Hand tools, specially adapted for fitting together or separating parts or objects whether or not involving some deformation, not otherwise provided for for connecting objects by press fit or detaching same
    • B25B27/10Hand tools, specially adapted for fitting together or separating parts or objects whether or not involving some deformation, not otherwise provided for for connecting objects by press fit or detaching same inserting fittings into hoses
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01RELECTRICALLY-CONDUCTIVE CONNECTIONS; STRUCTURAL ASSOCIATIONS OF A PLURALITY OF MUTUALLY-INSULATED ELECTRICAL CONNECTING ELEMENTS; COUPLING DEVICES; CURRENT COLLECTORS
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    • H01R43/0428Power-driven hand crimping tools

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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Abstract

Handführbares Preßgerät (1) mit einem Preßwerkzeug (5) zum Verpressen und einem Antrieb für das Preßwerkzeug (5), wobei der Antrieb einen Motor (28) und ein von dem Motor (28) bewegtes Antriebsglied (21 bis 26; 38 bis 41) aufweist, das beim Verpressen auf das Preßwerkzeug (5) einwirkt, und wobei eine Schalteinrichtung vorgesehen ist, die bei Erreichen einer bestimmten Grenzlast ein Schaltsignal zum Ansteuern des Motors erzeugt, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtung eine Feder (30) aufweist, die zwischen einem Stützteil (3, 34, 38) des Preßgeräts (1) und einem dazu verschieblich gelagerten Kraftaufnahmeteil (21 bis 26; 3, 37; 23 bis 26, 40) des Preßgeräts (1) angeordnet ist, wobei das Kraftaufnahmeteil (21 bis 26; 3, 37; 23 bis 26, 40) des Preßgeräts (1) von der auf das Antriebsglied (21 bis 26; 38 bis 41) beim Preßvorgang wirkenden Kraft oder einer dazu proportionalen Kraft beaufschlagt ist und wobei die Schalteinrichtung das Schaltsignal bei Erreichen eines bestimmten Federweges erzeugt.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein handführbares Preßgerät mit einem Preßwerkzeug zum Verpressen und einem Antrieb für das Preßwerkzeug, wobei der Antrieb einen Motor und ein von dem Motor linear bewegtes Antriebsglied aufweist, das beim Verpressen auf das Preßwerkzeug einwirkt, und wobei eine Schalteeinrichtung vorgesehen ist, die bei Erreichen einer bestimmten Grenzlast ein Schaltsignal zum Ansteuern des Motors erzeugt.
  • Solche Preßgeräte werden zum Verbinden von Rohren eingesetzt. Hierzu werden Preßfittings über die Rohrenden geschoben und dann mittels des Preßgeräts zusammengepreßt, wobei sowohl das Preßfitting als auch das Rohr plastisch verformt werden. Solche Rohrverbindungen sind beispielsweise aus der DE-PS 1 187 870 bekannt.
  • Die hierfür verwandten Preßgeräte sind in verschiedenen Ausführungsformen bekannt, wobei lediglich beispielsweise auf die DE 196 31 019 A1 und das DE 295 02 032.6 U1 verwiesen wird. Die Preßgeräte haben ein Preßwerkzeug mit zumindest zwei oder auch mehr Preßbacken, die beim Preß vorgang radial nach innen zwecks Bildung eines im wesentlichen geschlossenen Preßraums bewegt werden. Das Preßwerkzeug ist auswechselbar an dem übrigen Teil des Preßgeräts angebracht, damit jeweils ein zu dem Durchmesser des Preßfittings passendes Preßwerkzeug montiert werden kann.
  • Für die Bewegung der Preßbacken ist ein Antrieb vorhanden, der einen elektrischen Motor aufweist. Der Motor wirkt direkt auf ein Antriebsglied, wobei die Drehbewegung des Motors über ein Getriebe in eine Linearbewegung des Antriebsgliedes umgewandelt wird. Bei Durchführung der Verpressung wird das Antriebsglied durch den Motor zwischen zwei Hebelarme getrieben, die hierdurch auseinanderbewegt werden und die Preßbacken in radialer Richtung bewegen.
  • Der Elektromotor kann direkt auf das Antriebsglied einwirken. Es sind jedoch auch Motorausführungen bekannt, bei denen der Elektromotor eine Hydraulikpumpe antreibt, die mit einer Kolben/Zylindereinheit verbunden ist, welche das Antriebsglied antreibt.
  • Bei entsprechender Ausbildung des Preßwerkzeuges können mit dem Preßgerät auch andere Gegenstände verpreßt werden, wobei insbesondere das Verpressen von Kabelschuhen zwecks Verbindung mit einem Kabelende in Frage kommt.
  • Bei einer Verpressung ist es wesentlich, daß die Preßbakken mit einer Preßkraft beaufschlagt werden, die unter Hinzufügung eines ausreichend großen Sicherheitsfaktors so ausgelegt ist, daß im Normalfall eine ordnungsgemäße Verpressung erzielt wird. Bei Erreichen der Endpreßkraft spricht ein Schaltorgan an, das den Motor ausschaltet oder derart umschaltet, daß das Antriebsglied wieder zurückgefahren wird. Bei rotierenden Antrieben kann das Schaltorgan eine Drehmomentkupplung sein, bei hydraulischen Antrieben ein Überdruckventil und bei elektrisch betriebenen Preßgeräten ein Überstromauslöser. Da hierbei eine Größe (Drehmoment, Druck oder Strom) gemessen wird, die nur noch ein Bruchteil der Größe der Endpreßkraft darstellt, hat jede Ungenauigkeit bei der Herstellung des Schaltorgans und jeder Verschleiß große Auswirkungen auf die Endpreßkraft und damit letztendlich auf die Preßqualität. Auch die Umgebungs- und Betriebstemperatur hat hierauf Einfluß. Soweit es den Überstromauslöser betrifft, kommt noch hinzu, daß die Stromaufnahme des Elektromotors auch durch Veränderungen im Getriebe beeinflußt wird und deshalb über längere Zeit kein zuverlässiges Abschaltkriterium bildet.
  • Um sicherzustellen, daß das Preßwerkzeug seine Endpreßstellung erreicht, ist vorgeschlagen worden, einen Endschalter in Verbindung mit einem Backenschließsensor am Preßwerkzeug vorzusehen oder den vorgesehenen Preßweg in einer Speichereinrichtung des Preßgeräts einzuspeichern, die mit einer Wegerfassungseinrichtung derart zusammenwirkt, daß der Antrieb bei Erreichen des Preßwegendes abgeschaltet wird (vgl. EP 0 860 222 A2 ). Hierzu bedarf es jedoch eines erheblichen elektronischen Aufwandes.
  • Dies gilt auch für die in der WO 02/102 555 A1 vorgeschlagene Lösung. Bei dem darin offenbarten Preßwerkzeug wird die Antriebswelle für die Spindel durch ein axiales Drucklager abgestützt und somit auch die von der Spindel aufgenommene Kraft an ein gerätefestes Stützteil des Preßgeräts weitergegeben. Zwischen Drucklager und dem Stützlager ist ein Kraft- oder Drucksensor angeordnet, der beim Erreichen eines vorgegebenen Sollwertes ein Schaltsignal an die Steuerung des Antriebsmotors abgibt. Als Kraft- oder Drucksensoren werden piezoelektrische Sensoren oder Dehnungsmessungsstreifen vorgeschlagen. Hierdurch wird zwar die Kraft auf direktem Wege ermittelt. Erforderlich ist jedoch ein erheblicher elektronischer Aufwand, um das Schaltsignal zu erzeugen.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Preßgerät der eingangs genannten Art so auszubilden, daß mit einfachen Mitteln eine zuverlässige Abschaltung bzw. Umschaltung des Motors bei Erreichen einer bestimmten Grenzlast gewährleistet ist.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Schaltvorrichtung eine Feder aufweist, die zwischen einem Stützteil des Preßgeräts und einem dazu verschieblich gelagerten Kraftaufnahmeteil des Preßgeräts angeordnet ist, wobei das Kraftaufnahmeteil des Preßgeräts von der auf das Antriebsglied beim Preßvorgang wirkenden Kraft oder einer dazu proportionalen Kraft beaufschlagt ist und wobei die Schalteinrichtung das Schaltsignal bei Erreichen eines bestimmten Federweges erzeugt. Erfin dungsgemäß wird also die auf das Kraftaufnahmeteil einwirkende Kraft bzw. Reaktionskraft in einen dieser Kraft entsprechenden Weg umgewandelt und dieser Weg für die Erzeugung des Schaltsignals genutzt. Die erfindungsgemäße Ausbildung zeichnet sich durch Einfachheit und Robustheit aus und eignet sich deshalb besonders für den Einsatz bei rauhen Betriebsbedingungen, wie sie bei der Verwendung eines Preßgeräts insbesondere auf Baustellen auftreten.
  • In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Schalteinrichtung derart ausgebildet ist, daß sie ein dem Federweg entsprechendes Signal erzeugt und mit einem in einem Speicher der festgehaltenen Schwellenwert vergleicht, wobei der Schaltsignal ausgelöst wird, wenn das Signal den Schwellenwert erreicht oder überschreitet. Die Signalerzeugung kann mit Hilfe eines Wegmeßorgans, z.B. eines kapazitiven oder induktiven Sensors oder eines Hall-Sensors bewirkt werden. Dabei ist es zweckmäßig, wenn der Schwellenwert abänderbar gespeichert ist. Auf diese weise kann der Schwellenwert an veränderte Bedingungen, insbesondere an das jeweils verwendete Preßwerkzeug, angepaßt werden.
  • Sofern eine entsprechende Einrichtung, beispielsweise Schalter oder dergleichen vorhanden sind, kann der Schwellenwert von der Bedienungsperson von außen eingestellt und angepaßt werden. Alternativ dazu besteht jedoch die Möglichkeit, daß der Speicher als Teil der Schalteinrichtung an dem Preßwerkzeug angeordnet ist, wobei in dem Speicher der jeweils für das Preßwerkzeug op timale Schwellenwert eingespeichert ist. Bei einem Wechsel des Preßwerkzeuges ist deshalb gesichert, daß der Abschaltpunkt bzw. Umschaltpunkt des Antriebs optimal an das Preßwerkzeug angepaßt ist. Damit wird eine fehlerhafte Zuordnung von Schwellenwert und Preßwerkzeug vermieden. Statt eines Speichers an dem Preßwerkzeug kann das Preßwerkzeug auch einen Chip ausweisen, der mit dem Speicher der Schalteinrichtung derart verbunden ist, daß in dem Speicher ein Schwellenwert eingespeichert wird, der einem in dem Chip gespeicherten Steuerparameter entspricht. Eine solche Ausbildung eines Preßwerkzeugs ist beispielsweise in DE 297 03 052 U1 und der EP 0 860 222 A2 offenbart.
  • Alternativ dazu ist nach der Erfindung vorgesehen, daß die Schalteinrichtung einen Schalter, beispielsweise einen Mikroschalter, aufweist, der zwischen Stützteil und Kraftaufnahmeteil angeordnet ist und bei Erreichen eines bestimmten Federweges das Schaltsignal erzeugt. Dies kann dann direkt zur Abschaltung bzw. Umschaltung des Motors oder zur Ansteuerung eines separaten Schalters genutzt werden.
  • In weiterer Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß das Antriebsglied in an sich bekannter Weise als Stempel ausgebildet ist, der von dem Antrieb in axialer Richtung bewegbar ist. Dabei kann der Stempel als Spindel ausgebildet sein, die in einer von dem Motor in Drehbewegung versetzbaren Spindelmutter eingreift. In diesem Fall bietet sich die Möglichkeit an, daß sich die Spindelmutter als Kraftaufnahmeteil über ein Axiallager an der Feder abstützt. Alternativ kann vorgesehen sein, daß das Antriebsglied antriebsseitig als Stützteil und werkzeugseitig als Kraftaufnahmeteil ausgebildet ist, wobei sich das Kraftaufnahmeteil über die Feder an dem Stützteil abstützte. In diesem Fall ist also das Antriebsglied selbst aufgeteilt, und zwar in ein sich letztendlich gerätefest abstützendes Stützteil und in ein dazu verschieblich gelagertes Kraftaufnahmeteil. Das Kraftaufnahmeteil ist dabei zweckmäßigerweise teleskopisch in dem Stützteil geführt. Zwischen beiden kann dann ein Schalter oder ein Wegsensor ausgebildet sein. Als dritte Alternative kann das Preßwerkzeug an den Kraftaufnahmeteil gelagert sein, so daß es mit diesem an dem Preßgerät verschieblich geführt ist.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher veranschaulicht. Es zeigen:
  • 1 die Seitenansicht eines Preßgeräts;
  • 2 einen Längsschnitt durch eine erste Ausführungsform des Antriebes des Preßgeräts gemäß 1;
  • 3 einen Längsschnitt durch eine zweite Ausführungsform des Antriebs des Preßgeräts gemäß 1;
  • 4 einen Längsschnitt durch eine dritte Ausführungsform des Antriebs des Preßgeräts gemäß 1.
  • Das in 1 dargestellte Preßgerät 1 wird typischerweise für das Verpressen von Preßfittings an Rohrverbindungen verwendet. Es hat ein Antriebsgehäuse 2, in dem der Antrieb untergebracht ist. Das Antriebsgehäuse 2 läuft rechts in einer Gabel 3 aus, die zwei beabstandete, im Querschnitt halbkreisförmigen Gabelarme aufweist, von der hier nur der eine Gabelarm 4 zu sehen ist.
  • Die Gabelarme 4 umfassen beidseitig ein Preßwerkzeug 5. Das Preßwerkzeug 5 hat zwei T-förmige Halteplatten 6, 7, die teilweise in den Raum zwischen den Gabelarmen 4 hineinragen und dort mittels eines Querbolzens 8 an den Gabelarmen 4 gehalten sind. Der Querbolzen 8 durchsetzt beide Gabelarme 4 und die Halteplatten 6, 7 und verbindet auf diese Weise das Preßwerkzeug 5 mit dem Antriebsgehäuse 2. Der Querbolzen 8 kann herausgenommen werden, so daß das Preßwerkzeug 5 durch ein anderes Preßwerkzeug ersetzt werden kann.
  • Zwischen den Halteplatten 6, 7 sind zwei spiegelbildlich ausgebildete Preßbackenhebel 9, 10 angeordnet. Sie sind über Lagerbolzen 11, 12 an den Halteplatten 6, 7 verschwenkbar gelagert. Die Preßbackenhebel 9, 10 haben Antriebsarme 13, 14, die sich teilweise in den Zwischenraum zwischen den Gabelarmen 4 erstrecken. Zur anderen Seite hin setzen sich die Antriebsarme 13, 14 als Preßbacken träger 15, 16 fort. Die Preßbackenträger 15, 16 bilden an den einander zugewandten Seiten spiegelbildliche Preßbakken 17, 18 aus. Sie dienen dazu, ein Preßfitting radial zu stauchen.
  • Vor einem Verpreßvorgang werden die Antriebsarme 13, 14 aus der gezeigten Position in den Zwischenraum zwischen den Gabelarmen 4 hineingedrückt, so daß sich die freien Enden der Preßbackenträger 15, 16 derart öffnen, daß die Preßbacken 17, 18 an einem Preßfitting beidseits angelegt werden können. Dann werden die Antriebsarme 13, 14 mit Hilfe des Antriebs auseinandergespreizt. Hierdurch werden die Preßbacken 17, 18 einander angenähert und komprimieren bzw. stauchen das Preßfitting, bis die Preßbackenträger 15, 16 zur gegenseitigen Anlage kommen.
  • In 2 ist der Antrieb des Preßgerätes 1 in schematischer Darstellung unter Weglassung des Antriebsgehäuses 2 gezeigt. Zu sehen ist die Gabel 3 mit dem in 1 nicht sichtbaren Gabelarm 19. In dem zylinderförmigen Abschnitt 20 der Gabel 3 ist eine Spindelmutter 21 angeordnet, in die eine Spindel 22 eingreift. Am freien Ende der Spindel 22 ist über einen Querbolzen 23 ein Antriebskopf 24 befestigt, an dem zwei nebeneinander angeordnete, mit ihren Umfangsseiten aneinander anliegende Spreizrollen 25, 26 gelagert sind. Die Spindelmutter 21 ragt nach hinten aus der Gabel 3 hinaus und ist dort über ein nicht dargestelltes Getriebe drehfest mit der Antriebswelle 27 eines Elektromotors 28 verbunden. Der Elektromotor 28 ist in dem Antriebsgehäuse 2 gekapselt. Über die Spindelmut ter 21 wird die Drehbewegung des Elektromotors 28 in eine Linearbewergung der Spindel 22 und damit des Antriebskopfes 24 umgesetzt.
  • Die Spindelmutter 21 stützt sich in Richtung auf den Elektromotor 28 auf einem Axiallager 29 ab. Dieses wiederum liegt an einer Tellerfeder 30 an, die sich in einer Ringnut 31 an dem zylinderförmigen Abschnitt 20 der Gabel 3 abstützt. Damit ist die Abstützung der Spindelmutter 21 federnd. Eine Bewegung der Axiallager 29 aufgrund Einfederns der Tellerfeder 30 wird mittels eines sich an dem Axiallager 29 abstützenden Übertragungsgliedes 32 auf einen Mikroschalter 33 übertragen. Bei Erreichen eines bestimmten Federweges bewirkt der Mikroschalter 33 ein Abschalten des Elektromotors 28.
  • Bei einem Verpreßvorgang wird der Elektromotor 28 von der Bedienungsperson angeschaltet, sobald das Preßwerkzeug 5 in vorbeschriebener Weise an dem Preßfitting angesetzt worden ist. Der Elektromotor 28 dreht dabei in einer solchen Drehrichtung, daß die Spindelmutter 21 eine Auswärtsbewegung der Spindel 22 bewirkt. Hierdurch werden die Spreizrollen 25, 26 zwischen die in 2 nicht dargestellten Antriebsarme 13, 14 des Preßwerkzeuges 5 eingefahren und kommen dort an den Antriebsarmen 13, 14 zur Anlage. Ein weiteres Ausfahren der Spindel 22 bewirkt dann ein Auseinanderspreizen der Antriebsarme 13, 14 (vgl. die 1 bis 4 der DE 196 31 019 A1 mit zugehöriger Beschreibung). Die plastische Verformung des Preßfittings erzeugt eine Reaktionskraft, die über die Preßbackenhebel 9, 10, den Antriebskopf 24 und die Spindel 22 an die Spindelmutter 21 weitergegeben wird. Dies führt zu einer entsprechenden Axialbewegung der Spindelmutter 21 in Richtung auf den Elektromotor 28 unter Verformung der Tellerfeder 30. Der Federweg wird auf den Mikroschalter 33 übertragen und löst einen Schaltvorgang aus, sobald ein bestimmter Federweg überschritten wird. Dieser Federweg korreliert mit einer vorbestimmten Grenzlast, die auf das Preßwerkzeug einwirkt und auslegungsgemäß nicht überschritten werden soll. Damit ist der Preßvorgang selbst beendet.
  • Um das Preßgerät 1 wieder von dem Preßfitting abnehmen zu können, wird der Elektromotor umgesteuert. Hierdurch fährt die Spindel 22 wieder in die Spindelmutter 21 ein, so daß der Antriebskopf 24 wieder aus dem Bereich der Antriebsarme 13, 14 des Preßwerkzeugs 5 herausfährt. Diese können dann von Hand zusammengedrückt werden, wodurch sich die Preßbacken 17, 18 voneinander entfernen.
  • In 3 ist eine gegenüber der Ausführungsform gemäß 2 abweichende Ausführungsform dargestellt, wobei gleiche bzw. funktionsgleiche Teile mit den in 2 verwendeten Bezugsziffern versehen sind und insoweit auf die dortige Beschreibung Bezug genommen wird.
  • Die Gabel 3 ist in dem Antriebsgehäuse 2 axial verschieblich gelagert. Die Spindelmutter 21 stützt sich über das Axiallager 29 an einem Zylinderteil 34 ab, das gerätefest in dem Antriebsgehäuse 2 fixiert ist: Am zum Axiallager 29 entfernten Ende hat das Zylinderteil 34 innenseitig eine Ringnut 35, in der die Tellerfeder 39 eingesetzt ist. Die Innenkanten der Tellerfeder 30 greifen in die Ringnut 36 einer die Spindel 21 umgebenden Buchse 37 ein, die fest mit der Gabel 3 verbunden ist. Der Mikroschalter 33 ist hier an der Außenseite des Zylinderteils 34 angeordnet und erfaßt die Relativbewegung zwischen Zylinderteil 34 und Gabelarm 19.
  • Bei einem Verpreßvorgang führt die von dem Antriebskopf 24 auf das Preßwerkzeug 5 und damit auch auf die Gabel 3 übertragende Kraft zu einer Relativbewegung zwischen Gabel 3 und Buchse 37 einerseits sowie Zylinderteil 34 andererseits, wobei die Tellerfeder 39 eine Federbewegung entsprechend der Höhe der jeweiligen Kraft ausführt. Dies wird von dem Mikroschalter 33 erfaßt. Bei Erreichen eines Grenzfederweges wird ein Schaltvorgang ausgelöst, wodurch der Elektromotor 28 abgeschaltet wird.
  • In 4 ist eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Antriebes dargestellt, wobei auch hier wieder gleiche oder funktionsgleiche Teile mit den schon in den 2 und 3 verwendeten Bezugsziffern versehen sind. Soweit diese Teile nachstehend nicht beschrieben werden, wird auf die Beschreibung zu der Ausführungsform gemäß 2 Bezug genommen.
  • Bei der Ausführungsform gemäß 4 ist die Spindelmutter 21 über das Axiallager 29 axial fest, jedoch drehbar in dem zylindrischen Abschnitt 20 der Gabel 3 gelagert.
  • Die Spindel 22 hat an ihrem dem Antriebskopf 24 benachbarten Ende einen Führungskopf 38, der eine zylindrische Ausnehmung 39 aufweist, welche zu dem Antriebskopf 24 hin offen ist. In die Ausnehmung 39 faßt ein Teleskopteil 40 ein, das mit dem Antriebskopf 24 über den Querbolzen 23 verbunden ist. Das Teleskopteil 40 ist in der Ausnehmung 39 teleskopisch in axialer Richtung geführt. Der Antriebskopf 24 stützt sich rückseitig an der Tellerfeder 30 ab, die außenseitig an dem Führungskopf 38 anliegt.
  • Die Mikroschalter 33 ist hier in der Ausnehmung 33 axial mittig angeordnet und ragt in ein Sackloch 41 des Teleskopteils 40 hinein.
  • Bei einem Verpreßvorgang wird die auf den Antriebskopf 24 wirkende Reaktionskraft direkt auf die Tellerfeder 30 übertragen und führt zu einer Einfederbewegung. Bei einem bestimmten, der Grenzlast entsprechenden Federweg kommt das Ende des Sacklochs 41 in Kontakt mit dem Mikroschalter 33 und löst einen Schaltvorgang aus mit der Folge, daß der Elektromotor 28 abgeschaltet wird.

Claims (12)

  1. Handführbares Preßgerät (1) mit einem Preßwerkzeug (5) zum Verpressen und einem Antrieb für das Preßwerkzeug (5), wobei der Antrieb einen Motor (28) und ein von dem Motor (28) bewegtes Antriebsglied (21 bis 26; 38 bis 41) aufweist, das beim Verpressen auf das Preßwerkzeug (5) einwirkt, und wobei eine Schalteinrichtung vorgesehen ist, die bei Erreichen einer bestimmten Grenzlast ein Schaltsignal zum Ansteuern des Motors erzeugt, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtung eine Feder (30) aufweist, die zwischen einem Stützteil (3, 34, 38) des Preßgeräts (1) und einem dazu verschieblich gelagerten Kraftaufnahmeteil (21 bis 26; 3, 37; 23 bis 26, 40) des Preßgeräts (1) angeordnet ist, wobei das Kraftaufnahmeteil (21 bis 26; 3, 37; 23 bis 26, 40) des Preßgeräts (1) von der auf das Antriebsglied (21 bis 26; 38 bis 41) beim Preßvorgang wirkenden Kraft oder einer dazu proportionalen Kraft beaufschlagt ist und wobei die Schalteinrichtung das Schaltsignal bei Erreichen eines bestimmten Federweges erzeugt.
  2. Preßgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtung derart ausgebildet ist, daß sie eine dem Federweg entsprechendes Signal erzeugt und mit einem in einem Speicher festgehaltenen Schwellenwert vergleicht, wobei das Schaltsignal ausgelöst wird, wenn das Signal den Schwellenwert erreicht oder überschreitet.
  3. Preßgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwellenwert abänderbar gespeichert ist.
  4. Preßgerät nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Speicher an dem Preßwerkzeug (5) angeordnet ist.
  5. Preßgerät nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Preßwerkzeug einen Chip aufweist, der mit dem Speicher der Schalteinrichtung derart verbunden ist, daß in dem Speicher ein Schwellenwert eingespeichert wird, der einem in dem Chip gespeicherten Steuerparameter entspricht.
  6. Preßgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtung einen Schalter (33) aufweist, der zwischen Stützteil (3, 34, 38) und Kraftaufnahmeteil (21 bis 26; 3, 37; 23 bis 26, 40) angeordnet ist und bei Erreichen eines bestimmten Federwegs das Schaltsignal erzeugt.
  7. Preßgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebsglied (22 bis 26; 38 bis 41) einen Stempel aufweist, der von dem Antrieb in axialer Richtung bewegbar ist.
  8. Preßgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Stempel eine Spindel (22) aufweist, die in einer von dem Motor (28) in Drehbewegung versetzbare Spindelmutter (21) eingreift.
  9. Preßgerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Spindelmutter (21) als Kraftaufnahmeteil über ein Axiallager (29) an der Feder (30) abstützt.
  10. Preßgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebsglied (21 bis 26, 38 bis 41) antriebsseitig als Stützteil (21, 22, 38) und werkzeugseitig als Kraftaufnahmeteil (23 bis 26, 40, 41) ausgebildet ist, wobei sich das Kraftaufnahmeteil (21, 22, 38) über die Feder (30) an dem Stützteil (38, 39) abstützt.
  11. Preßgerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Kraftaufnahmeteil (40, 41) teleskopisch in dem Sützteil (38, 39) geführt ist.
  12. Preßgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Preßwerkzeug (1) an dem Kraftaufnahmeteil (3, 37) gelagert ist.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102024121358B3 (de) * 2024-07-26 2025-11-13 Tkr Spezialwerkzeuge Gmbh Handhaltbare Zug- und Druckvorrichtung sowie Verfahren zur Herstellung einer Crimpverbindung

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DE102024121358B3 (de) * 2024-07-26 2025-11-13 Tkr Spezialwerkzeuge Gmbh Handhaltbare Zug- und Druckvorrichtung sowie Verfahren zur Herstellung einer Crimpverbindung

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