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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung
zum Festhalten eines Zweiradfahrzeuges, das mit Fußrasten
oder Pedalen ausgestattet ist, während
seiner Beförderung
auf einem Transportfahrzeug, umfassend eine Stütze mit einer dazugehörigen Verriegelung.
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Derartige Vorrichtungen sind allgemein
bekannt und unterscheiden sich von einander im wesentlichen durch
die Art des zu transportierenden Zweiradfahrzeuges. Beispielweise
wird für
den Transport von Fahrrädern
in der Regel eine starre Stange verwendet, die mittels Befestigungsschellen am
Rahmen des Fahrrades befestigt wird, während die Räder vom Fahrrad in einer U-Schiene
aufliegen und an diese festgeschnallt werden. Diese Technik ist beispielsweise
aus der EP1070638, aus der DE0009415033 oder noch aus der DE29519438
bekannt. Diese Methode hat sich als sicher herausgestellt und gehört mittlerweile
zum angewandten Stand der Technik. Nachteilig an dieser Methode
ist die zunehmende Anzahl an verschiedenen Rahmenformen und -techniken,
die eine Nutzung dieser Methode heutzutage in vielen Fällen nicht
zulässt.
Zudem erfordert diese Art der Befestigung eine gute Führung der
Räder,
damit das System formstabil bleibt. Eine ähnliche Technik ist aus der
W000/47450 bekannt, bei der das Fahrrad kopfüber gestellt und am Lenker
und Sattel befestigt wird. Selbst wenn diese Technik ebenfalls vom
Markt angenommen wurde, stellt sie ähnliche Nachteile wie die zuvor
erwähnte Methode,
da Lenker und Sattel ebenfalls in einer Vielzahl von geometrischen
Formen realisiert werden und kaum mit einer Vorrichtung abgedeckt
werden können.
Zudem muss in diesem Fall das Fahrrad zuerst einmal kopfüber gestellt
werden, was nur mit leichten Fahrrädem geschehen kann. Ferner
ist mit der DE19933431 eine Vorrichtung bekannt, bei der Vordergabel
und Hinterreifen festgehalten werden. Hierfür muss allerdings vorab das
Vorderrad demontiert werden und anderswo untergebracht werden, was
sehr umständlich
ist Außerdem
ist aus der EP0820902 eine Vorrichtung bekannt, bei der das Fahrrad
auf dem Tretlagergehäuse
positioniert wird. Diese Methode hat den Vorteil, dass die Stütze des Fahrrades
eine Klemmung der Tretkurbel ebenfalls vorsieht; dies stellt in
Verbindung mit einer zusätzlichen
Radbefestigung eine robuste Festhaltevorrichtung dar.
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Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass
diese Methode sich auf dem Markt durchsetzen wird, da in den meisten
Fällen
Platzmangel im Bereich des Tretlagergehäuses herrscht und aufgrund
der Modellvielzahl eine Anwendung dieser Methode sehr eingegrenzt
wird. Alle zuvor erwähnten
Methoden sind ausschließlich
für Fahrräder geeignet
und selbst ähnliche
Methoden wären
für größere Zweiradfahrzeuge, wie
zum Beispiel Motorräder
ungeeignet. Besonders nachteilig ist außerdem bei allen erwähnten Methoden
der nicht unerhebliche Platzbedarf dieser Vorrichtungen und die
Vielzahl der damit verbundenen Befestigungselemente, die eine hohe
Fehlerquote beim Befestigen des Zweirades mit sich ziehen. Darüber hinaus
sind während
dem Verriegelungsvorgang , bei allen zuvor genannten Methoden, Beschädigungen
an lackierten Teilen des Fahrrades nicht auszuschließen.
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Noch schwieriger gestaltet sich der
Transport von Motorrädern.
In der Regel werden diese auf Schienen gerollt, die breit genug
sein müssen,
um Fahrzeuge mit breiter Bereifung aufnehmen zu können, zudem
wird ein Rad, in der Regel das Vorderrad, in einen Bügel gesteckt,
so dass ein Kippen des Zweirades während des Ladevorganges verhindert wird.
Letztlich werden zahlreiche Spanngurte verwendet, um das Motorrad
in die Federung zu drücken und
somit eine Stabilisierung des Motorrades auf dem Transportfahrzeug
zu bewirken. Diese Befestigungsmethode wird zwar von nahezu allen
Benutzern einschl. von den Herstellern selbst verwendet, diese verbirgt
jedoch große
Risiken für
den Straßenverkehr.
Die Verbindung zwischen Motorrad und Transportmittel bedingt durch
die Spanngurte bleibt bedingt elastisch und die Verbindung Motorrad
mit Transportfahrzeug bildet dadurch keine starre Einheit. Der Umgang
mit Spanngurten setzt Fachkenntnisse voraus, die nur in wenigen
Fällen
vorhanden sind. Zudem können
die Gurte ölig
oder nass werden und sich dann unbemerkt lösen, was zum Kippen des Motorrades
während
des Transportes führen
kann. Darüber
hinaus ist das Befestigen mit Spanngurten zeitintensiv und werden
und sorgt aufgrund der elastischen Bewegungsfreiheit für den frühzeitigen
Verschleiß der
Dämpfungselemente
des Motorrades. Aus der DE19542152 ist außerdem eine Vorrichtung bekannt,
um ein Motorrad zu transportieren, in dem dieses mit dem Vorderrad
in einer dazu geeigneten Vorrichtung aufgenommen wird. Besonderes
nachteilig bei dieser Methode ist, dass max. ein Kraftrad pro Transportfahrzeug
angehängt
werden kann, außerdem
wird das Motorrad bei dieser Transportart großen mechanischen Belastungen
ausgesetzt.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung
ist es, eine konstruktiv einfache, preiswert herzustellende und
leicht zu handhabende Vorrichtung der eingangs genannten Art zu
schaffen, die mit wenigen Handgriffen eine sichere und insbesondere
vielseitige Einsetzbarkeit bei der Lösung des Transports von Zweiradfahrzeugen
garantiert.
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Diese Aufgabe wird erfingsgemäß durch eine
Vorrichtung nach Anspruch 1 gelöst.
Wesentlich ist dabei, dass die Stütze eine Aufnahme für eine Fußraste oder
ein Pedal beinhaltet, in der Mittel zur Verriegelung dieser Fußraste oder
des Pedals vorgesehen sind.
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Fußrasten eines Motorrades oder
Pedalen eines Fahrrades sind bekanntlich so ausgelegt, dass sie
dem maximalen Gewicht eines Fahrers bei höchster dynamischer Belastung
standhalten müssen.
Darüber
hinaus befinden sich die Fußrasten
eines Motorrades, sowie die Pedalen eines Fahrrades in unmittelbarer
Nähe zum
Boden einerseits, bzw. zum Schwerpunkt des nicht beladenen Zweiradfahrzeuges
andererseits. Zudem sind die technischen Ausführungen von Fußrasten,
unter anderem die körperbedingte
seitliche Entfernung der Rasten voneinander sehr verwandt, sogar
nahezu identisch, bzw. markenübergreifend
innerhalb der bekanntesten Motorradkategorien (Geländemaschinen,
Straßensportmaschinen,
Straßentourenmaschinen).
Pedalen von Fahrrädern
sind bis auf ihrer Größe ebenfalls
technisch gleichermaßen
ausgeführt,
lediglich die Länge der
Tretkurbeln zwischen Kinder- und Erwachsenenfahrrädern ändert sich.
Ferner steht bekanntlich in nahezu allen Fällen ausreichend Platzraum
im Bereich von Fußrasten
oder Pedalen, um eine Vorrichtung zum Festhalten derselben optimal
zu schaffen.
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Deshalb besteht der Hauptvorteil
dieser Erfindung darin, dass zum Transportieren eines Zweiradfahrzeuges
eine Vorrichtung geschaffen wurde, bei der das Zweiradfahrzeug an
Fußraste
oder Pedel festgehalten wird. Aufgrund der unmittelbaren Nähe zum Boden,
bzw. zum Schwerpunkt des Zweirades von Fußrasten und Pedalen, sowie
deren standardmäßigen Ausführungsformen
können
alle angestrebten Vorteile der vorliegenden Erfindung: Preiswerte Herstellung,
sowie leicht zu handhabende, sichere und vielseitige Einsetzbarkeit
in einfacher Weise konstruktiv gestaltet werden. Ein weiterer Vorteil
dieser Erfindung ist, dass die Verriegelung der Fußraste oder
des Pedals sich in der Aufnahmemöglichkeit
der Stütze
befindet. Dadurch kann die konstruktive Gestaltung der Erfindung
besonderes kompakt und preiswert ausgeführt werden.
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Die kompakte Ausführungsart der Stütze ermöglicht einen
optimalen Überblick
beim Befestigungsvorgang und erhöht
somit den Sicherheitseffekt. Zudem erfordert die erfindungsgemäße Lösung keine
besondere Anforderung an die Beschaffenheit des Bodens des Transportfahrzeuges;
dieser kann daher plan, ohne Schienen, ausgeführt werden.
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Ein besonders günstiges Verhältnis zwischen
einer vielseitigen Einsetzbarkeit und einer preiswerten Herstellung
ergibt sich dann, wenn in einer Stützvorrichtung mehrere Aufnahmemöglichkeiten
von Fußrasten
und/oder Pedalen vorhanden sind. Dadurch können beispielsweise mehrere
Zweiradfahrzeuge, z. B. verschiedener Typen nebeneinander befestigt
und transportiert werden. Ein weiterer Vorteil dieser Lösung ist,
dass Befestigungspunkte der Stützvorrichtung
mit dem Boden des Transportfahrzeuges eingespart werden können. In
diesem Zusammenhang bietet sich eine Baukastenlösung an, bei der die Stütze aus
mehreren Teilstützen
zusammengestellt wird, die wiederum eine bis zwei Aufnahmemöglichkeiten)
beinhalten. Ferner kann eine Stütze
mit zwei Aufnahmemöglichkeiten,
z. B. für
die Aufnahme beider Fußrasten
eines Motorrades, formstabiler gestattet werden, als zwei getrennte
Stützen, die
den gleichen Zweck hätten.
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Besonders interessant ist die klappbare
Ausführungsform
der Stützvorrichtung.
Während
dem Transport wird die Stützvorrichtung
an geeigneter Stelle auf dem Boden des Transportfahrzeuges verriegelt;
nach der Transportfahrt kann die Stütze je nach gewählter technischer
Lösung,
entweder seitlich geschwenkt oder in den Boden des Transportfahrzeuges
eingefahren bzw. versenkt werden. Die letztgenannte Lösung bietet
den Vorteil, dass die gesamte Bodenfläche nach dem Versenken der
Stützvorrichtung
für andere
Zwecke vollständig
zur Verfügung
steht, was die vielseitige Einsetzbarkeit der erfindungsgemäßen Lösung einmal
mehr erhöht.
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Um die Einsetzbarkeit der erfindungsgemäßen Lösung weiter
zu steigern, ist es empfehlenswert Mittel vorzusehen, die eine Verstellung
der Lage der Aufnahmemöglichkeiten)
innerhalb der Stütze
ermöglichen.
Vorzugsweise ist eine Verriegelungsart vorzusehen, bei der die Fußraste oder
das Pedal, während
dem Verriegelungsvorgang in Richtung Boden des Transportfahrzeuges
gedrückt
wird. Die Verwendung einer solchen Verriegelung in Verbindung mit
einer Höhenverstellung
der Aufnahme, die ein Aufliegen der Reifen des Zweiradfahrzeuges
auf dem Boden des Transportfahrzeuges gewährt, sorgt dafür, dass
während
dem Verriegelungsvorgang ein Anpressdruck dieser Reifen auf dem
Boden erreicht wird. Diese Verriegelungsart ist besonderes materialschonend
und verspricht optimale Sicherheit in der Verbindung Zweirad – Transportfahrzeug.
Um die Verriegelung der Fußraste
oder des Pedals materialschonend, spielfrei und rutschfest zu gestalten,
ist es besonders vorteilhaft, die Aufnahmefläche für Raste oder Pedal mit einem
leicht nachgebenden, rutschfesten, gummiartigen Material zu versehen.
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In einer besonders einfachen und
preiswerten Ausführungsart
der Erfindung besteht die Verriegelung aus einem einfachen Gewindebolzen,
der aus der Aufnahme herausragt, sowie Unterlegscheiben und Gewindemutter.
Das Pedal bzw. Fußraste
wird über
den Gewindebolzen gesteckt und mittels Gewindemutter in die Aufnahme
gepresst. Die Unterlegscheiben, davon eine aus gummiartigem Material, die
zweite aus bruch- und formfestem Material, sorgen für eine schonende
und spielfreie Verriegelung der Raste oder des Pedals, unter optimaler
Pressdruckverteilung. Ein weiterer Vorteil dieser Lösung liegt
daran, dass die Verriegelung in Richtung Boden des Transportfahrzeuges
erfolgt, so dass die Nutzung eines möglichen Anpressdruckes der
Reifen auf dem Transportfahrzeug dabei zu Gute kommt.
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Diese Lösung kann für den Transpor von nahezu allen
Fahrrädern
sowie von Geländemaschinen bei
den Motorrädern
Anwendung finden, da Pedale bzw. Fußrasten von Geländemaschinen
bekanntlich aus einem formfesten Metallgehäuse mit offenen Innenraum bestehen.
In einer weiteren Gestaltungsart der Aufnahme, bzw. der Verriegelung
wird ein sogenannter Schuh von außen auf die Fußraste oder
das Pedal geführt.
Die Raste oder das Pedal wird dann mit diesem Rastenschuh verriegelt,
wobei auch hier eine Verriegelung in Richtung Boden des Transportfahrzeuges
vorzugsweise vorzusehen ist. In einer bevorzugten Form dieser letztgenannten
Lösung
besteht der Rastenschuh aus zwei Halbschalen, die auf die Raste
oder das Pedal während
dem Verriegelungsvorgang hinübergezogen
werden.
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Besonderes vorteilhaft hierbei ist,
dass verschiedene Standardschuhformen passend für die meistverwendeten Rasten-
und Pedalformen mit einer Standardstütze in einem Bausatz geliefert
werden können.
Zudem kann die konstruktive Gestaltung der Verriegelung aufgrund
der zweiteiligen Ausführung
dieser Schuhformen platzsparend und universal gestaltet werden.
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Ausführungsbeispiele der Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und den in den Zeichnungen
dargestellten.
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Es zeigt:
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1:
Perspektive Zeichnung einer erfingsgemäßen Vorrichtung, bei der ein
Pedal festgehalten wird,
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2:
Zeichnung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
bei der beide Fußrasten
eines Motorrades festgehalten werden und gleichzeitig in Richtung Boden
des Transportfahrzeuges mittels Gewindebolzen, Unterlegscheiben
sowie Gewindemuttern gespannt werden.
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Die in beiden Figuren dargestellten
Vorrichtungen dienen dem Festhalten von Zweiradfahrzeugen während ihrer
Beförderung
auf einem Transportfahrzeug. Darüber
hinaus bestehen die dargestellten Vorrichtungen aus einer Stütze mit
einer oder mehreren Aufnahmemöglichkeiten,
in der Mittel zur Verriegelung einer Fußraste oder eines Pedals vorgesehen sind.
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1 zeigt
eine erfindungsgemäße Vorrichtung
für das
Festhalten eines Pedals 2' eines
Fahrrades, umfassend einer Stütze 3 mit
einer dazugehörigen
Verriegelung 4. Die Stütze 3 ist
dabei so ausgeführt,
dass die Verriegelung 4 in der Aufnahme 5 des Pedals 2' vorgesehen
ist.
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Die kompakte Bauweise der Vorrichtung
wird durch 1 deutlich.
Außerdem
zeigt 1 eine Variante,
bei der die Aufnahme 5 des Pedals aus passgeformten Schalen 12a und 12b bestehen.
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Aus 2 wird
eine Vorrichtung dargestellt, bei der die Stütze 3 zwei Aufnahmemöglichkeiten 5a und 5b enthält. Gemäß 2 umfasst die erfindungsgemäße Vorrichtung
eine Stütze 3 mit
einer dazugehörigen
Verriegelung. Die Stütze 3 ist
hierbei so ausgeführt,
dass in den jeweiligen Aufnahmen 5a und 5b Mittel
zur Verriegelung 4 beider Fußrasten eines Motorrades vorgesehen
sind. Darüber
hinaus zeigt 2 eine bevorzugte
technische Variante der Erfindung, bei der diese Fußrasten 2a und 2b während dem
Verriegelungsvorgang in Richtung Boden 6 des Transportfahrzeuges
gespannt werden und dadurch ein Anpressdruck auf die Reifen 13 des
Motorrades verursacht wird. In 2 wird
außerdem
eine Vorrichtung gezeigt, bei der ein gummiartiger Belag 7 in
den jeweiligen Aufnahmemöglichkeiten 5a und 5b vorhanden
ist. Dieser dient insbesondere dazu eine rutschfeste Aufnahme der
Fußraste
zu garantieren. Zudem wird in 2 eine
besonders kostengünstige Ausführungsform
der Erfindung dargestellt, bei der die Verriegelung 4 aus
einem in der Aufnahme 5 feststehenden Gewindebolzen 8,
einer Unterlegscheibe aus gummiartigem Material 9, einer
weiteren Unterlegscheibe aus bruch- bzw. formfestem Material 10 und
einer selbstsichernden Gewindemutter 11 besteht. Diese
einfache technische Lösung
ist außerdem
einfach zu handhaben und bietet dadurch die Garantie für eine optimale
Verbindung Motorrad – Transporfahrzeug.