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Die Erfindung betrifft eine Kehrvorrichtung für ein fahrbares
Bodenreinigungsgerät,
mit einer elektromotorisch antreibbaren Kehrbürste, der ein Schmutzsammelbehälter und
ein über
einen Saugkanal mit dem Schmutzsammelbehälter in Strömungsverbindung stehendes Saugaggregat
zugeordnet sind.
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Außerdem betrifft die Erfindung
ein fahrbares Bodenreinigungsgerät
mit einem Fahrgestell, zwei Hinterrädern und mindestens einem Vorderrad
und mit einer am Fahrgestell gehaltenen, zwischen den Vorder- und
den Hinterrädern
angeordneten Bodenreinigungseinheit.
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Zur Reinigung von Hartflächen kommen
sowohl fahrbare Kehrmaschinen als auch fahrbare Scheuersaug- und
Schrubbmaschinen zum Einsatz. Mit Hilfe einer Kehrmaschine kann
Grobschmutz aufgesammelt werden, und mit Hilfe einer Scheuersaugmaschine
oder einer Schrubbmaschine kann die Bodenfläche unter Einwirkung einer
Reinigungsflüssigkeit
gereinigt werden. Aus der US-A-4 041 567 ist ein fahrbares Bodenreinigungsgerät bekannt,
mit dessen Hilfe eine Bodenfläche
mittels einer Kehrvorrichtung von grobem Schmutz befreit und zusätzlich mittels
einer Scheuersaugeinheit gründlich
gereinigt werden kann. Das Bodenreinigungsgerät weist hierzu einen konstruktiv
aufwendigen Aufbau auf und seine Herstellung ist mit beachtlichen
Kosten verbunden.
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Aus der U5-A-5 093 955 ist ein Bodenreinigungsgerät bekannt,
das ebenfalls eine Kehrvorrichtung sowie eine Scheuersaugeinheit
umfaßt,
wobei die Bodenfläche
alternativ mittels der Kehrvorrichtung oder mittels der Scheuersaugein heit
gereinigt werden kann oder aber es kann eine kombinierte Reinigung
mit beiden Reinigungswerkzeugen vorgenommen werden. Auch dieses
Bodenreinigungsgerät zeichnet
sich durch einen konstruktiv aufwendigen Aufbau aus und ist mit
beträchtlichen
Herstellungskosten verbunden.
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Die Reinigung der Bodenflächen von
Innenräumen
erfolgt in vielen Fällen
lediglich mittels einer Scheuersaug- oder einer Schrubbmaschine,
während
für die
Außenreinigung
in vielen Fällen
eine Kehrvorrichtung eingesetzt wird. Die Innenräume werden vielfach in kürzeren Zeitabständen gereinigt wie
die Außenräume. Kommt
daher eine kombinierte Kehr- und Scheuersaugmaschine zum Einsatz,
so ist diese Maschine häufig überdimensioniert,
da ihre Einsatzmöglichkeiten
nur unvollständig
ausgenützt werden.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung
ist es, ein fahrbares Bodenreinigungsgerät der eingangs genannten Art
derart weiterzubilden, daß es
auf einfache Weise zusätzlich
mit einer Kehrvorrichtung ausgerüstet
werden kann.
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Außerdem ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
eine Kehrvorrichtung der eingangs genannten Art bereitzustellen,
die auf einfache Weise an einem fahrbaren Bodenreinigungsgerät montierbar
ist.
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Diese Aufgabe wird bei einer Kehrvorrichtung
der gattungsgemäßen Art
erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
daß die
Kehrvorrichtung mit dem fahrbaren Bodenreinigungsgerät verbindbar
ist, wobei der Schmutzsammelbehälter
bezogen auf die Fahrtrichtung des Bodenreinigungsgerätes vor
oder hinter der Kehrbürste
und das Saugaggregat oberhalb der Kehrbürste angeordnet sind.
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Die erfindungsgemäße Kehrvorrichtung hat den
Vorteil, daß sie
einen sehr kompakten Aufbau aufweist, so daß sie auf einfache Weise mit
dem Bodenreinigungsgerät
verbunden und vorzugsweise auch wieder von diesem getrennt werden
kann. Hierzu sind die Kehrbürste
und das Saugaggregat übereinander
angeordnet während
der Schmutzsammelbehälter – bezogen
auf die Fahrtrichtung des Bodenreinigungsgerätes – vor oder hinter der Kehrbürste positioniert
ist. Dies gibt die Möglichkeit,
die Kehrvorrichtung im Querschnitt im wesentlichen L-förmig auszugestalten,
wobei ein vertikaler Schenkel durch die Verbindungslinie zwischen
Saugaggregat und Kehrbürste
gebildet wird und ein horizontaler Schenkel durch die Verbindungslinie
zwischen Schmutzsammelbehälter
und Kehrbürste
definiert wird. Die L-förmige
Ausgestaltung wiederum hat den Vorteil, daß die Kehrvorrichtung frontseitig
am fahrbaren Bodenreinigungsgerät
montiert werden kann. Die Kehrvorrichtung kann einen Anbausatz ausbilden,
mit dem das Bodenreinigungsgerät
nachgerüstet
werden kann. Die Kehrvorrichtung steht hierbei nur wenig über die
Frontseite des Bodenreinigungsgerätes hinaus. Dies hat zur Folge,
daß es
zur Sicherstellung einer stabilen Lage der Kehrvorrichtung nicht
erforderlich ist, den Radstand des Bodenreinigungsgerätes zu verändern.
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Von Vorteil ist es, wenn der Schmutzsammelbehälter bezogen
auf die Fahrtrichtung des Bodenreinigungsgerätes hinter der Kehrbürste und
bezogen auf die Vertikale in Höhe
der Kehrbürste
angeordnet ist. Bei einer derartigen Ausgestaltung ist der Schmutzsammelbehälter seitlich
unmittelbar neben der Kehrbürste
und praktisch auf derselben Höhe
wie die Kehrbürste
positioniert. Dies ermöglicht
eine besonders kompakte Bauform der Kehrvorrichtung.
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Besonders günstig ist es, wenn der Schmutzsammelbehälter entgegen
der Fahrtrichtung des Bodenreinigungsgerätes nach hinten über das
Saugaggregat übersteht,
denn dadurch kann bei der Montage der Kehrvorrichtung am Bodenreinigungsgerät der Schmutzsammelbehälter ein
Fahrgestell des Bodenreinigungsgerätes untergreifen während das Saugaggregat
an einer Frontseite des Bodenreinigungsgerätes anliegt.
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Die Kehrbürste ist bevorzugt als um eine quer
zur Fahrtrichtung des Bodenreinigungsgerätes ausgerichtete Drehachse
drehbare Kehrwalze ausgebildet. Alternativ kann vorgesehen sein,
daß die Kehrbürste eine
Tellerbürste
ausbildet, die um eine vertikal ausgerichtete Drehachse drehbar
ist.
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Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Kehrvorrichtung definiert
der Schmutzsammelbehälter
in seinem bezogen auf die Fahrtrichtung des Bodenreinigungsgerätes rückwärtigen Bereich
quer zur Fahrtrichtung mittig einen Freiraum, in dessen Bereich
ein Vorderrad des Bodenreinigungsgerätes positionierbar ist. Bei
einer derartigen Ausführungsform
umgibt der Schmutzsammelbehälter
bei am Bodenreinigungsgerät
montierter Kehrvorrichtung zumindest den frontseitigen Bereich eines
quer zur Fahrtrichtung mittig angeordneten Vorderrades des Bodenreinigungsgerätes. Dies
ermöglicht
eine besonders kompakte Ausgestaltung des Bodenreinigungsgerätes mit
montierter Kehrvorrichtung, wobei die Kehrvorrichtung nur einen
verhältnismäßig geringen Überstand über das
Fahrwerk des Bodenreinigungsgerätes
aufweist.
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Um die Handhabung der Kehrvorrichtung
zu vereinfachen, ist es günstig,
wenn der Schmutzsammelbehälter
zweiteilig ausgestaltet ist, wobei die beiden Be hälterteile
als einander gegenüberstehende, senkrecht
zur Fahrtrichtung des Bodenreinigungsgerätes verschiebbare Schubladen
ausgestaltet sind. Dies ermöglicht
eine einfache Entleerung des Schmutzsammelbehälters, denn hierzu ist es lediglich
erforderlich, die beiden Behälterteile
jeweils seitlich nach Art einer Schublade nach außen zu ziehen. Die
beiden Behälterteile
können
jeweils in einem zugeordneten Schubfach des Bodenreinigungsgerätes, das
den Behälterteilen
zugeordnete Führungselemente
aufweist, verschiebbar gehalten sein.
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Bei Ausgestaltung des Schmutzsammelbehälters in
Form zweier Behälterteile
ist es vorteilhaft, wenn die beiden Behälterteile zwischen sich den Freiraum
definieren zur Positionierung eines quer zur Fahrtrichtung mittig
angeordneten Vorderrades des Bodenreinigungsgerätes. So kann beispielsweise vorgesehen
sein, daß sich
die beiden Behälterteile
in ihren einander zugewandten Endbereichen verschmälern, so
daß sie
quer zur Fahrtrichtung mittig mit ihren jeweiligen Wandungen den
Freiraum begrenzen, in dem das Vorderrad des Bodenreinigungsgerätes positioniert
werden kann.
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Um eine Staubentwicklung bei Einsatz
der Kehrvorrichtung gering zu halten und eine möglichst gründliche Reinigung der Bodenfläche mittels
der Kehrvorrichtung zu erzielen, ist es günstig, wenn der Schmutzsammelbehälter einen
Grobschmutzbehälter
ausbildet und die Kehrvorrichtung einen oberhalb der Kehrbürste angeordneten
Feinschmutzbehälter aufweist,
der mit dem Grobschmutzbehälter
und dem Saugaggregat in Strömungsverbindung
steht. Der Feinschmutzbehälter
ist in die Strömungsverbindung zwischen
dem als Grobschmutzbehälter
ausgestalteten Schmutzsammelbehälter
und dem Saugag gregat geschaltet, wobei er zur Erzielung einer kompakten Bauform
der Kehrvorrichtung oberhalb der Kehrbürste angeordnet ist.
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Besonders günstig ist es hierbei, wenn
der Feinschmutzbehälter
in vertikaler Richtung zwischen der Kehrbürste und dem Saugaggregat angeordnet ist.
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Bevorzugt ist in die Strömungsverbindung zwischen
dem Feinschmutzbehälter
und dem Saugaggregat eine Filtereinheit geschaltet, beispielsweise in
Form eines Patronenfilters, wobei der Feinschmutzbehälter unterhalb
einer Eintrittsöffnung
der Filtereinheit angeordnet ist. Mittels der Filtereinheit kann
Staub aus der vom Grobschmutzbehälter
angesaugten Luft entfernt werden. Ein Teil des Staubes lagert sich
hierbei an der Filtereinheit ab, während ein anderer Teil sich
während
des Betriebes der Kehrvorrichtung von der Filtereinheit ablöst, und
durch die Positionierung des Feinschmutzbehälters unterhalb einer Eintrittsöffnung der
Filtereinheit wird sichergestellt, daß der sich von der Filtereinheit
ablösende Schmutz
im Feinschmutzbehälter
sammelt.
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Von besonderem Vorteil ist es, wenn
der Filtereinheit eine Filterabreinigungseinheit zugeordnet ist.
Die Filterabreinigung kann hierbei mechanisch erfolgen, beispielsweise
mittels eines Schiebers, der relativ zur Filtereinheit bewegbar
ist, alternativ kann eine Filterabreinigung mittels einer Falschluftzufuhr zum
Einsatz kommen, die entgegen der im Normalbetrieb der Kehrvorrichtung
vorherrschenden Strömungsrichtung
durch die Filtereinheit hindurchgeführt wird. Derartige Filterabreinigungen
sind dem Fachmann bekannt.
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Eine besonders kompakte Bauform kann
bei der erfindungsgemäßen Kehrvorrichtung
dadurch erzielt werden, daß die
Filtereinheit und das Saugaggregat quer zur Fahrtrichtung des Bodenreinigungsgerätes seitlich
nebeneinander angeordnet sind.
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Um mittels der Kehrvorrichtung auch
Randbereiche einer zu reinigenden Bodenfläche zuverlässig kehren zu können, ist
es günstig,
wenn die Kehrvorrichtung zumindest eine auf die Bodenfläche absetzbare
und von dieser anhebbare, seitlich über die Kehrbürste überstehende,
elektromotorisch antreibbare Seitenbürste aufweist. Vorzugsweise
kommen zwei Seitenbürsten
zum Einsatz, die jeweils an einer Seite über die Kehrbürste überstehen
und an einem Haltebügel
festgelegt sind, der zwischen einer abgesenkten Stellung und einer
angehobenen Stellung hin- und her verschwenkbar ist.
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Wie bereits erläutert, betrifft die Erfindung außerdem ein
fahrbares Bodenreinigungsgerät
der eingangs genannten Art. Zur Lösung der das Bodenreinigungsgerät betreffenden
Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß das gattungsgemäße Bodenreinigungsgerät eine Kehrvorrichtung
der voranstehend erläuterten Art
umfaßt,
die vor dem Vorderrad des Bodenreinigungsgerätes angeordnet und mit dem
Fahrgestell des Bodenreinigungsgerätes verbindbar ist. Die Kehrvorrichtung
kann somit frontseitig am Fahrgestell des Bodenreinigungsgerätes montiert
werden.
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Hierbei ist es günstig, wenn der Schmutzsammelbehälter der
Kehrvorrichtung das Fahrgestell untergreift, denn dadurch kann ein
besonders geringer Überstand
der Kehrvorrichtung über
das Fahrgestell erzielt werden.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform
des endungsgemäßen Bodenreinigungsgerätes weist das
Fahrgestell einen Fahrzeugrahmen auf mit zwei seitli chen Längsholmen
und einem frontseitigen und einem rückseitigen Querholm, wobei
die Kehrvorrichtung einen an den frontseitigen Querholm anlegbaren
Halterrahmen aufweist, der mit dem Fahrzeugrahmen verbindbar ist.
Der Halterahmen der Kehrvorrichtung kann oberseitig das Saugaggregat
und die Filtereinheit tragen, während
unterhalb des Halterahmens die Kehrbürste und der Schmutzsammelbehälter positionierbar
sind. Zur Montage der Kehrvorrichtung am Bodenreinigungsgerät kann der
Halterahmen am Fahrzeugrahmen des Bodenreinigungsgerätes positioniert
und mit diesem verbunden werden.
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Günstig
ist es, wenn der Halterahmen mittels Haltebolzen lösbar verbindbar
am Fahrzeugrahmen gehalten ist, die vorzugsweise an vorderen Eckbereichen
des Fahrzeugrahmen angeordnet sind. Von Vorteil ist es, wenn die
Haltebolzen alternativ korrespondierende Verbindungselemente des
Halterahmens der Kehrvorrichtung aufnehmen können oder aber, falls die Kehrvorrichtung
nicht am Bodenreinigungsgerät
montiert ist, Stoßdämpfungselemente des
Bodenreinigungsgerätes.
Die Stoßdämpfungselemente
können
beispielsweise als frei drehbare, elastische Stoßrollen ausgestaltet sein,
die von den Haltebolzen durchgriffen werden und die einen Stoß des Bodenreinigungsgerätes gegen
ein Hindernis dämpfen.
Kommt das fahrbare Bodenreinigungsgerät ohne Kehrvorrichtung zum
Einsatz, so nehmen die Haltebolzen die Stoßrollen auf, und soll eine Kehrvorrichtung
am Bodenreinigungsgerät
montiert werden, so ist es hierzu lediglich erforderlich, die Stoßrollen
zu entfernen und an den freiliegenden Haltebolzen den Halterahmen
der Kehrvorrichtung zu montieren.
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Die nachfolgende Beschreibung einer
bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung dient im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung.
Es zeigen:
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1:
eine teilweise aufgetrennte Seitenansicht eines fahrbaren Bodenreinigungsgerätes mit
einer Kehrvorrichtung;
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2:
eine Seitenansicht der Kehrvorrichtung;
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3:
eine Draufsicht der Kehrvorrichtung und
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4:
eine schaubildliche Darstellung der Kehrvorrichtung.
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In 1 ist
schematisch ein insgesamt mit dem Bezugszeichen 10 belegtes
erfindungsgemäßes fahrbares
Bodenreinigungsgerät
dargestellt mit einem Fahrgestell 12, das einen Fahrzeugrahmen 14 umfaßt mit zwei
parallel zueinander angeordneten Längsholmen, von denen in 1 lediglich ein Längsholm 16 dargestellt
ist, und mit die Längsholmen
quer zur Fahrtrichtung 11 des Bodenreinigungsgerätes 10 miteinander
verbindenden frontseitigen und rückseitigen
Querholmen 17 bzw. 18.
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Am Fahrgestell sind unterseitig zwei
Hinterräder
des Bodenreinigungsgerätes 10 gehalten,
wobei in 1 lediglich
ein Hinterrad 20 dargestellt ist, und quer zur Fahrtrichtung
mittig ist an der Unterseite des Fahrgestells 12 ein Vorderrad
in Form eines lenkbaren Antriebsrades 21 gehalten. Mit
dem Antriebsrad 21 ist in üblicher Weise ein Radnabenmotor
gekoppelt, der einen Fahrantrieb bildet für das Bodenreinigungsgerät 10.
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Oberseitig trägt das Fahrgestell 12 einen
an sich bekannten Fahrersitz, von dem in 1 lediglich die Rückenlehne 23 dargestellt
ist, und in Fahrtrichtung 11 des Bodenreinigungsgerätes 10 vor
dem Fahrersitz ist ein Lenkrad 24 angeordnet, das über eine
schräg
zur Fahrtrichtung 11 verlaufende Lenkstange 25 mit
dem Fahrzeugrahmen 14 sowie dem Antriebsrad 21 gekoppelt
ist.
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Im Bereich zwischen dem Antriebsrad 21 und
den Hinterrädern 20 ist
unterseitig am Fahrgestell 12 eine auf eine zu reinigende
Bodenfläche
absenkbare und von dieser anhebbare Bodenreinigungseinheit in Form
eines Scheuerkopfes 28 gehalten, der in üblicher
Weise eine Scheuerbürste
umfaßt sowie
Sprühdüsen, über die
die zu reinigende Bodenfläche
mit Reinigungsflüssigkeit
besprüht
werden kann, die einem oberseitig am Fahrgestell 12 gehaltenen
Reinigungsflüssigkeitstank 30 entnommen werden
kann. Die auf die Bodenfläche
aufgebrachte Reinigungsflüssigkeit
kann zusammen mit abgelöstem
Schmutz mittels eines Saugbalkens 32 von der Bodenfläche aufgenommen
und in einen Schmutzflüssigkeitsbehälter 33 überführt werden,
der im rückwärtigen Bereich
des Bodenreinigungsgerätes 10 positioniert
ist und mit einem in 1 nicht
dargestellten, dem Fachmann an sich bekannten Saugaggregat in Strömungsverbindung
steht, mit dessen Hilfe ausgehend vom Saugbalken 32 eine
Saugströmung durch
den Schmutzflüssigkeitsbehälter 33 hindurch bis
zum Saugaggregat erzeugt werden kann.
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Im Bereich, wo die Längsholmen 16 und
die Querholmen 17, 18 jeweils zusammentreffen,
sind am Fahrzeugrahmen 14 mittels Haltebolzen 35 gummielastische
Stoßrollen 36 frei
drehbar gelagert, die bei Auftreffen des fahrbaren Bodenreinigungsgerätes 10 auf
ein Hindernis eine Dämpfung
bewirken.
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Soll eine Bodenfläche nicht nur mittels des Scheuerkopfes 28 gereinigt,
sondern zusätzlich
gekehrt werden, so kann frontseitig an das Bodenreinigungsgerät 10 eine
insgesamt mit dem Bezugszeichen 40 belegte Kehrvorrichtung
montiert werden, die in der Zeichnung schematisch dargestellt ist. Hierzu
können
im frontseitigen Bereich des Bodenreinigungsgerätes 10 die Stoßrollen 36 von
den zugeordneten Haltebolzen 35 entfernt werden, so daß mittels
der frontseitigen Haltebolzen 35 ein Halterahmen 42 der
Kehrvorrichtung 40 am frontseitigen Querholmen 17 unmittelbar
anliegend mit dem Fahrzeugrahmen 14 verbunden werden kann.
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Die Kehrvorrichtung 40 umfaßt eine
Kehrwalze 44, die um eine quer zur Fahrtrichtung 11 ausgerichtete
Drehachse 45 mittels eines Elektromotors 46 drehend
antreibbar ist, wobei der Elektromotor 46 über in der
Zeichnung nicht dargestellte und an sich bekannte Getriebemittel
mit der Kehrwalze 44 gekoppelt ist.
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In Fahrtrichtung 11 hinter
der Kehrwalze 44 ist ein Schmutzsammelbehälter in
Form eines Grobschmutzbehälters 48 angeordnet,
der zweiteilig ausgebildet ist und einen ersten Behälterteil 49 und
eine zweiten Behälterteil 50 umfaßt, die
jeweils in Form einer Schublade ausgestaltet sind und zur Entleerung seitlich
nach außen
gezogen werden können.
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Wie aus 1 deutlich wird, weisen die beiden Behälterteile 49 und 50 jeweils
eine der Kehrwalze 44 zugewandte Schmutzeintrittsöffnung 52 auf, über die
von der Kehrwalze 44 aufgenommener Schmutz in die Behälterteile 49 und 50 überführt werden
kann. Die beiden Behälterteile 49 und 50 stoßen quer
zur Fahrtrichtung 11 mittig unmittelbar aneinander an,
wobei sie in ihrem einander zugewandten Endbereich jeweils eine
viertelzylinderförmige
Wandung 53 bzw. 54 aufweisen, mit denen sie einen
Freiraum 56 definieren, in dessen Bereich das Antriebsrad 21 des
fahrbaren Bodenreinigungsgerätes 10 positioniert
ist. Die beiden Behälterteile 49 und 50 nehmen
somit das Antriebsrad 21 teilweise zwischen sich auf und
sind quer zur Fahrtrichtung 11 seitlich neben dem Antriebsrad 21 angeordnet.
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Der Halterahmen 42 trägt oberseitig
eine Filtereinheit in Form eines Patronenfilters 58, und
quer zur Fahrtrichtung 11 seitlich neben dem Patronenfilter 58 ist
ein Saugaggregat 59 positioniert, das über einen in der Zeichnung
nicht dargestellten, an sich bekannten Riementrieb von einem Elektromotor 61 antreibbar
ist. Das Patronenfilter 58 weist eine mechanische Filterabreinigung
auf, die mittels eines Handrades 63 betätigbar ist, außerdem umfaßt das Patronenfilter 58 eine
Einlaßöffnung 64,
unterhalb derer ein Feinschmutzbehälter 66 positioniert
ist, der über
einen Saugkanal 68 mit dem Grobschmutzbehälter 48 und über die
Einlaßöffnung 64 mit
dem Patronenfilter 58 und dem sich in Strömungsrichtung
an dieses anschließenden
Saugaggregat 59 in Strömungsverbindung
steht. Durch Drehen des Handrades 63 kann ein innerhalb
des Patronenfilters 58 angeordneter, an sich bekannter
und zur Erzielung einer besseren Übersicht in der Zeichnung nicht
dargestellter Schieber relativ zum Patronenfilter 58 bewegt werden,
und sich dabei ablösender
Schmutz fällt
unter der Wirkung der Schwerkraft in den Feinschmutzbehälter 66.
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Wie insbesondere aus 3 deutlich wird, ist am Halterahmen 42 ein
in Fahrtrichtung 11 nach vorne ragender U-förmiger Haltebügel 70 angelenkt, der
zwei seitlich über
die Kehrwalze 44 überstehende Tellerbürsten 72, 73 trägt, die
jeweils elektromotorisch antreibbar sind, und der zwischen einer
abgesenkten Position, in der die Tellerbürsten 72, 73 die zu
reinigende Bodenfläche
kontaktieren, und einer angehobenen Position, in der die Tellerbürsten 72, 73 im
Abstand zur Bodenfläche
positioniert sind, hin- und her verschwenkt werden kann. Quer zur
Fahrtrichtung 11 mittig ist vor der Kehrwalze 44 ein
Stützrad 77 angeordnet, über das
sich die Kehrvorrichtung 40 an der zu reinigenden Bodenfläche abstützt.
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Frontseitig umfaßt die Kehrvorrichtung 40 eine
Abdeckhaube 75, die die oberhalb des Halterahmens 42 angeordneten
Aggregate der Kehrvorrichtung 40 mit Ausnahme von deren
rückwärtigem Bereich überdeckt.
Dadurch wird dem Bodenreinigungsgerät 10 mit zusätzlich montierter
Kehrvorrichtung 40 ein kompakter Gesamteindruck verliehen. Die
Kehrvorrichtung 40 steht hierbei nur wenig über die
Frontseite des Fahrzeugrahmens 14 des Bodenreinigungsgerätes 10 hervor,
wobei der Grobschmutzbehälter 48 den
Fahrzeugrahmen 14 untergreift und das Antriebsrad 21 zwischen
sich aufnimmt.